Digital- und Medienkompentenz muss an den Schulen beginnen

Bild: CC-BY-CA 2.0, Tobias Eckrich

+++ Digital- und Medienkompentenz muss an den Schulen beginnen +++

Die PIRATEN wollen die Medienkompetenz schulpflichtiger Kinder bundesweit stärken. Dazu gehören nach Auffassung der Partei neben einem eigenen Schulfach, einer modernen IT- und Softwareausstattung mit Computern und Tablets an den Schulen.

Jörg Arweiler, politischer Geschäftsführer der PIRATEN des Landesverbandes Saarland, will die Qualität der IT-Infrastruktur an Schulen insgesamt verbessern, für alle Schulen verbindliche bundesweit gültige Mindeststandards einführen und fordert hierfür auch mehr Engagement vom Land:

„Nur mit hohen Standards und eine aktueller IT-Ausstattung haben Schülerinnen und Schüler die gleichen Lernbedingen und Ausbildungs-Chancen. Daneben ist es wichtig, die Digital- und Medienkompentz einheitlich in den Schulen zu vermitteln. Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, des Lehrerverbands Bildung und Erziehung (VBE) und der LEARNTEC (internationale Fachmesse und Kongress für das Lernen mit IT) ergab, dass die überwiegende Mehrzahl der Schüler und Lehrer gerne öfter digitale Medien im Unterricht nutzen würde und ein stärkeres Engagement der Bundesregierung bei der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalen Strategie für Schule fordert.

Leider sieht die Realität ganz anders aus. Wenn man mit Soft- und Hardware aus der Steinzeit und unterschiedlichen Standards unterrichtet wird, werden unsere Schüler erheblich benachteiligt und verlieren den Anschluss in einer digital-globalen Welt. Hinzu kommt, dass immer mehr Lehrer private Geräte für die Verwaltung datenschutzrelevanter Informationen wie Noten- und Bewertungslisten oder Schulerdatenbanken nutzen.

Länder und Schulträger erwarten von Lehrern, dass sie Unterrichtsvor- und Nachbereitung, aber auch die Pflege von Notenlisten mit Privatgeräten er- und bearbeiten, sodass dadurch das volle Risiko, die hochsensiblen Daten zu schützen, bei ihnen liegt. Auch hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Es ist daher dringend nötig, die IT-Ausstattung länderübergreifend zu verbessern, verbindlich festzuschreiben und diese Ziele zügig umzusetzen.“

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Kommentare

3 Kommentare zu Digital- und Medienkompentenz muss an den Schulen beginnen

  1. Seepferdchen schrieb am

    Ja, das ist tatsächlich `ne große Baustelle. Und hier könnten sich auch ein paar Piraten selbst OPERATIV einbringen. Dem Vernehmen nach gibt es in der PP ja genug Nerds, die z.B. IT-AGs in Gymnasien ins Leben rufen könnten.

    Ich hatte erst vor ein paar Tagen Kontakt mit einer IT-Lehrerin eines solchen Gymnasiums und ihr u.a. angeboten, etwas ältere, aber durchaus noch brauchbare Marken-PCs (Windows 7 fähig) zu spenden. Dabei musste ich feststellen, dass selbst DAS gar nicht so einfach ist. Unsere schöne Stadt hat eine Verwaltung, die akribisch darauf achtet, dass keine „Fremdhardware“ in den Schulen eingesetzt wird. Man pocht darauf, dass die von der Stadt regulär zum Tiefstpreis gelieferte Hardware das allein glücklich Machende ist. Ich habe Rechner in hiesigen Schulen gesehen, die würde ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind anbieten.
    Zusammengefasst: Ich glaube, es ist noch viel schlimmer, als es der Artikel beschreibt. Wahrscheinlich ist es aber gewollt, weil sich DIESE Regierung ein schlaues Volk nicht leisten kann.

  2. Ingenieur Politik schrieb am

    „Es ist daher dringend nötig, die IT-Ausstattung länderübergreifend zu verbessern, verbindlich festzuschreiben und diese Ziele zügig umzusetzen.“
    Volle Zustimmung!
    Hier ist eindeutig ein Kernbereich der Piratenpartei angesprochen. Aus Erfahrunmg wissen wir, das die aktuelle PC-Technik bereits in 3-4 Jahren veraltet ist. Kids, die heute mit 8 Jahren bereits ihr erstes Handy haben, werden dasselbe nicht noch haben, wenn sie 12 oder 13 Jahre alt sind. Genauso sieht es heute im Motor der PC- Anwendungen (= Soziale Netzwerke) aus. Die Kids sind unseren Planungen immer voraus. Die IT- Ausstattung muß diesem Run nicht nur Standhalten sondern am Besten mitlaufen. 8-Kern-Prozessoren mit 5 GHz, Gigabit-Lan und Windows 10 ist keine Zukunft, sondern Gegenwart und möglicherweise Morgen schon veraltet.
    Irgendwo habe ich mal gehört, das die Wirtschaftskraft in Deutschland nicht der Automobilbau, sondern die Bildung ist. Und die Vermittlung der Bildung muß Sicher und angemessen schnell sein.
    Bei einem KPT einer anderen deutschen Partei wurde vor etwa 11 Tagen das Kommunalwahlprogramm festgezurrt. Da haben wir diesen Punkt klar besprochen und verstärkte Forderungen aufgenommen. Meiner Meinung nach hätte es mehr sein können.
    mfg, Thomas

    • Seepferdchen schrieb am

      Es geht mitnichten darum, die neueste und beste Technik unbedingt in die Schulen zu kippen. Man kann IT-INHALTE auch mit 5 Jahre alter Hardware sehr gut vermitteln. Was VOR ALLEM fehlt, sind genügend kompetente Lehrkräfte (wenn man Glück hat, macht die Mathelehrerin IT nebenbei und nicht der Musiklehrer) und zeitgemäße Lehrpläne.

      Klar gibt es auch technische Defizite und ich stimme dir zu, dass bei der Bildung unserer Kinder/Jugendlichen eigentlich das Beste auch an Technik gerade gut genug sein sollte. UNEIGENTLICH sieht die Realität zumindest in meiner Stadt so aus, dass sogar Spenden behindert werden, die den vorhandenen Standard von (meist) Billigstgeräten verbessern würden, indem man als Schule auf diesem Weg z.B. nur ein paar Ersatzteile gewinnt. Dazu fällt mir einfach nix mehr ein.

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Jörg Arweiler, politischer Geschäftsführer der PIRATEN des Landesverbandes Saarland

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