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PIRATEN für verschärften Lockdown

Coronavirus-Variante B1.1.7.

Zu den aktuellen Entwicklungen in der Pandemie merkt Daniel Mönch, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland, an:

„Die Situation in Großbritannien wird von Tag zu Tag fataler. Immer mehr Infektionen mit der neuartigen Coronavirusvariante B1.1.7. werden inzwischen auch in anderen Staaten nachgewiesen. Da sich die neue Variante sehr viel schneller verbreitet, fordern wir die Bundesregierung auf, sofort mit umfangreichen Maßnahmen zu reagieren.
Der bisherige Lockdown hat uns vermutlich vor Schlimmerem bewahrt, war aber bei Weitem nicht ausreichend.
Insbesondere die Verlegung von Büroarbeit ins Home-Office wurde in vielen Unternehmen noch gar nicht vollzogen. Hier muss es unbedingt Nachbesserungen geben, die Arbeitgeber verpflichtet, Home-Office wo immer möglich bis zu einer Entspannung der Lage einzusetzen. „

Sandra Leurs, gesundheitspolitische Sprecherin der Piratenpartei Deutschland, ergänzt:

„Schon jetzt arbeiten Ärzte und Pflegekräfte vielerorts am Limit. Eine zusätzliche Belastung führt zu einer Überlastung der Strukturen, aber auch zu individueller Erschöpfung der Vielen, die sich jetzt seit bald einem Jahr mit allem, was sie haben, gegen das Virus stellen.
Das kaputtgesparte Gesundheitssystem in Deutschland hat der neuen Covid-Variante B1.1.7. wenig entgegenzusetzen. Daher muss die Politik schnell reagieren und einen strikteren Lockdown verhängen. Volle Skipisten und Schulklassen müssen auf jeden Fall vermieden werden.
Um die Situation zu entschärfen, müssen Mittel für zusätzliche Stellen in der Pflege, also der direkten Versorgung von Patienten, geschaffen werden. Betten sind gut und schön, aber ein Bett allein versorgt keinen Menschen, der mit Covid19 auf der Intensivstation liegt – das machen Pflegekräfte.
Es müssen aber auch Stellen geschaffen werden, die sich um die vielen Millionen Impfungen kümmern, die wir in den nächsten Monaten durchführen müssen. Israel, wo die Impfungen schon vergleichsweise weit fortgeschritten sind, kann hier Beispiel und Ideengeber sein. Liebe Frau Dr. Merkel, lieber Herr Gesundheitsminister Spahn, bitte handeln sie, bevor es zu spät ist!“

4 Kommentare zu “Coronavirus-Variante B1.1.7.

  1. PiratCov2

    Nun ja, auf der Skipiste ist die Ansteckungsgefahr wohl nahe Null. Also ist es unverhältnismäßig diese zu schließen.
    Selbst wenn sich mal einer den Fuß verknackst und behandelt werden muss/will. Orthopäden betreuen keine Intensivbetten.

    Jedoch: Skilifte, der Anstehbereich, Gondeln … die kann man bitte schließen. Keine Lifte, kein Problem.

    • Wirksamerer Lockdown – ok. Aber dabei bitte das Ziel im Auge behalten, Menschenleben zu retten. Diese werden nicht auf Skipisten aufs Spiel gesetzt, sondern in Altenheimen, vollen S-Bahnen und Büros. Deshalb nicht „schärfere“ sondern „wirksamere“ Maßnahmen umsetzen.

  2. Es gibt einfach keine Pflegekräfte die für dieses Geld arbeiten möchten. Freie Stellen hat jedes Krankenhaus in Deutschland. Es gibt mitunter sogar „Fangprämien“ wenn ein Mitarbeiter neue Kollegen in das „Boot“ holt. Das Problem ist die schlechte Bezahlung für so einen anstrengenden Job, weil zuerst der Gewinn abgeschöpft wird. Die gesamte Pflege sollte verstaatlicht werden auch wenn man das in Deutschland aus bestimmten Gründen nicht möchte, aber anders ist das System nicht mehr zu retten/ändern. Gewinn mit Gesundheit zu verbinden ist ein vollkommen KRANKES System!

  3. Pingback: Wie freiheitlich ist #ZeroCovid? – Die Sockenseite

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