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Datenkrake Facebook trocken legen – Informationelle Selbstbestimmung durchsetzen!

Zu dem heutigen EuGH-Urteil über die Zulässigkeit von Facebook-Fanpages erklärt Patrick Breyer, Themenbeauftragter für Datenschutz der Piratenpartei:

„Der ‚Big Brother Award‘-Preisträger Facebook respektiert im Umgang mit privaten Informationen weder den Willen seiner Nutzer noch das europäische Datenschutzrecht. Facebook überwacht seine Nutzer total und speichert jeden Klick auch unangemeldeter Besucher auf Vorrat und für eine unbestimmte Dauer. So riskieren Nutzer ständig, dass Informationen über ihre privaten Interessen und Meinungen geklaut, missbraucht oder an Geheimdienste wie die NSA weitergegeben werden.

Es ist richtig, dass die Datenschutzbehörden die Betreiber von Facebook-Fanpages dafür zur Verantwortung ziehen, dass die Rechte der Seitenbesucher mit Füßen getreten werden. Der EuGH bestätigt die Kieler Datenschützer darin, dass die Nutzung von Facebook durch Seitenanbieter unzulässig ist, wenn sie nicht für die Rechtsverstöße von Facebook mitverantwortlich sein wollen. Ich gratuliere zu diesem Erfolg! Nur durch ein knallhartes Verbot von Datenschutzverletzungen kann die Datenkrake Facebook zur Einhaltung unserer Datenschutzgesetze gezwungen werden.

Jetzt ist ein konzertiertes Vorgehen der Datenschutzbehörden gefragt, um Facebook zu einer radikalen Änderung seines überwachungsbasierten Geschäftsmodells zu zwingen. Wir brauchen eine europäische Internet-Datenschutzverordnung, die ein glasklares Verbot der Zwangsidentifizierung und der massenhaften Protokollierung des Surfverhaltens im Internet gewährleistet.

Die Politik sollte Facebook außerdem endlich verpflichten, seinen Nutzern die Kommunikation mit Nutzern anderer Netzwerke und die Mitnahme eigener Daten zu diesen zu ermöglichen. Die Abhängigkeit von diesem Quasi-Monopolisten muss überwunden werden zugunsten nichtkommerzieller dezentraler Netzwerke.“

  1. „Die Politik sollte Facebook außerdem endlich verpflichten, seinen Nutzern die Kommunikation mit Nutzern anderer Netzwerke und die Mitnahme eigener Daten zu diesen zu ermöglichen. Die Abhängigkeit von diesem Quasi-Monopolisten muss überwunden werden zugunsten nichtkommerzieller dezentraler Netzwerke.“

    Außerdem? Nein – Patrick. DAS und nur DAS ist der eigentliche Knackpunkt. Deine anderen Forderungen ergeben sich bei dessen Umsetzung von ganz allein.
    Man könnte auch kürzer schreiben: wir brauchen Alternativen zu FB. Zum „Wir“ gehört übrigens auch die Teilmenge der Menschen, die Mitglieder dieser Partei sind.
    Übrigens? – Nein, vielleicht sogar VOR ALLEM.

    Das behaupte ich seit mehr 5 Jahren. Aber was weiß ich schon.

  2. Sofia Eschwald

    Facebook verwertet und verkauft die Daten seiner Nutzer !
    Ja, wer hätte das gedacht ?

    ALDI verkauft Lebensmittel ! In deren Filialen haben sich
    soviele Lebensmittel angehäuft, dass sie verkauft werden 🙂 !

    Facebook-User haben ihre persönlichen Daten gegen eine
    IT Dienstleistung eingetauscht. Über dieses „Tauschgeschäft“,
    auch wenn es in den AGBs verklausuliert ist, sollte sich doch
    wirklich jeder User klar sein.
    Somit ist der Satz „Meine Daten gehören mir“ falsch. Nein, ihr
    habt eine von vielen praktischen IT Dienstleistungen in Anspruch
    genommen und bezahlt dafür mit euren persönliche Daten.
    Daten sind eine weltweit gehandelte Ware, genauso wie Oil,Kohle
    oder Getreide. Daten werden gesammelt über das Bereitstellen von
    IT Dienstleistungen aller Art, wie Suchmaschinen, Cloud-, Kartendienste
    soziale Netzwerke, Provider, Messager aller Art, Infoportale usw..

    Sich jetzt auf den Gesetzgeber zu berufen und einen angebliche
    Datenschutz, den es so nie gegeben hat, einzufordern bringt nichts !

    • @Sofia: Troll?
      Facebook trackt meine Daten, obwohl ich nie eine AGB von Facebook zugestimmt habe. Und nu?
      Dein ganzer Post ist also totaler Quatsch.

      • Sofia Eschwald

        Irgendwo hast Du sicher den AGBs von Facebook zugestimmt,
        sonst könntest Du Facebook nicht garnicht nutzen.
        Mit Deinen Daten und deren Weiterverwendung durch Facebook
        hast Du Dir eine IT-Dienstleistung, in diesem Fall die Nutzung
        eines sozialen Netzwerkes, erkauft.
        Es sind also nicht mehr allein „deine“ Daten.

  3. Sofia Eschwald

    Ein Facebook-User der nach mehr Datenschutz ruft ist eine Paradoxie.
    Ähnlich einem Veganer der am liebsten Blutwurst isst.
    https://tarnkappe.info/jaron-lanier-fordert-auf-der-cebit-zum-verlassen-sozialer-netzwerke-auf/
    MfG
    Die Trollin (Trolline, Trollöse, Trulla … o.ä.)

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