PIRATEN fordern: Keine NATO-Hilfe für den Kampf der Türkei gegen die Kurden

Bild: ENNO LENZE IN KURDISTAN 2015 - FOTO ENNO LENZE CC BY

### Presse-Service der Piratenpartei Deutschland ### PM 31 / 16 Berlin, den 18. Februar 2016

Nach dem Autobombenanschlag von Ankara, das 28 Todesopfer forderte, hat die türkische Regierung kurdische Kämpfer der syrischen Miliz YPG für den Anschlag verantwortlich gemacht.

Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu spricht von klaren Beweisen, die den Attentäter der syrischen Kurdenmiliz YPG, einem Verbündeten der USA, zuordnen. Er erwartet nun NATO-Hilfe.

Die Piratenpartei kritisiert die Forderung der Türkei gegen kurdische Gruppen in Syrien mit Hilfe der NATO vorzugehen.

Kristos Thingilouthis, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland:

»Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden und den Angehörigen der Opfer der Anschläge in der Türkei. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Die Forderung der türkischen Regierung nach einer militärischen Intervention mit Unterstützung der NATO halten wir allerdings für kontraproduktiv.

Eine Lösung des Konflikts mit den Kurden muss auf dem Verhandlungsweg gefunden werden, so wie es mit der kurdischen Regionalregierung im Nordirak bereits geschafft wurde.
Die Bundesregierung fordern wir auf, vermittelnd tätig zu werden und die guten Beziehungen zu allen beteiligten Parteien zu nutzen; nicht zuletzt auch im Interesse der türkischen und kurdischen Minderheiten hier in Deutschland. Keine NATO-Hilfe für den Krieg gegen die Kurden.«

 

 

Flattr this!


Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

2 Kommentare zu PIRATEN fordern: Keine NATO-Hilfe für den Kampf der Türkei gegen die Kurden

  1. frankirat schrieb am

    Ich sehe da ein großes problem auf uns zu kommen, erdogan, putin, assad, saudi arabien, isis, ein wahres pulverfaß, leider haben wir bzw die regierung den zünder dafür geliefert!

    Wenn erdogan weiter gegen die kurden vorgeht, assad mit hilfe der russen weiter seine „politischen gegner“ bombaerdiert und saudi arabien mit deutschan waffen einmarschiert, dann freut sich nur einer der daesh!
    der rest, also die zivilisten sitzen dann zwischen allen stühlen und das wird nochmal tausende unschuldige leben kosten!

    ich möchte nicht, daß unsere soldaten in diesem malstrom kämpfen müssen, mit ihren ungenauen, G36, den nachtblinden tornados, den fluguntauglichen hubschraubern, den krisenuntauglichen airbussen und all den anderen fehlanschaffungen!

    Ich möchte nicht mal daß auch nur einer dort involviert ist, es reicht schon, daß die bundesregierung, insbesondere herr gabriel die lunte an die saudis geliefert hat, die das pulverfass zur explosion bringen könnte!

  2. teiler schrieb am

    und was haben Enno Lenze und seine irakischen Barzani-Kurden damit zu tun? Das irakische Kurdistan und das syrische Kurdistan sind keineswegs alliiert und könnten kaum gegensätzlicher sein. Die syrischen Kurden sind basisdemokratisch und post-patriarchisch organisiert, werden aber vom Westen im Stich gelassen und von der Türkei bekämpft. Das irakische Kurdistan ist dagegen mit der Türkei befreundet und wird vom autokratischen Barzani-Clan beherrscht, der sich einen Dreck um die Kurden in der Türkei und Syrien schert.

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.

Weitere Beiträge: