Pirate Security Conference – „Militärroboter unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Soldaten“

Vortrag von Dr. Marcel Dickow auf der PSC:

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„Der  Einsatz von Militärrobotern ist hoch problematisch“, hat Dr. Marcel  Dickow am 12. Februar auf der englischsprachigen „Pirate Security  Conference (PSC)“ in München erklärt.

 

Der Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik und Mitarbeiter der AG Rüstung der Stiftung Wissenschaft und Politik erläuterte, Militärroboter würden  fortwährend automatisiert, Teil der Kriegführung und mittelfristig  Soldaten ersetzen. Durch die fortschreitende Automatisierung würden diese Roboter zunehmend autonom. Insoweit diese Maschinen überdies in der Interaktion mit Menschen selbst entschieden, Waffengewalt  anzuwenden, werde eine ethische Linie überschritten.

 

Der Entscheidungsweg, weshalb ein Militärroboter über Leben und Tod von Menschen befunden habe, wäre im Nachhinein nur noch schwer  nachvollziehbar, insbesondere mit Blick auf die Prinzipien des  Humanitären Völkerrechts. Dickow sehe noch nicht, dass Militärroboter  ethische Aspekte in ihre Entscheidungen aufnehmen würden. Der Wissenschaftler betonte, die militärische Robotik läute einen Paradigmenwechsel ein, der die Gleichungen und das Gleichgewicht der internationalen Sicherheitspolitik revolutioniere.

 

Die dreitägige „Pirate Security  Conference (PSC)“ PSC wird von der Piratenpartei Deutschland ausgerichtet und ist seit  diesem Jahr in die internationale „Münchener Sicherheitskonferenz  (MSC)“ eingebettet. Der erste Tag stand unter dem Motto „Critical  infrastructures and how we protect them“. Der zweite Tag der PSC widmete  sich dem Thema „A New Dimension in Security Politics? The Vulnerability  of Digital Infrastructure“. Der dritte Tag der PSC ging auf das Thema  ein „A century of instability? The domino effect of failed states“.

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Kommentare

Ein Kommentar zu Pirate Security Conference – „Militärroboter unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Soldaten“

  1. zarathustra schrieb am

    moin

    die entwicklung vom kampfflugzeug zur drohne ist technischer fortschritt.

    ein kampfpilot, der mit mach 2 über einem kampfgebiet fliegt, bekommt nicht mit, das menschen sterben.
    für ihn ist es so wie beim operator – wie ein com-spiel.

    nun hat jan sicars gesagt, dass nur demokrat ist, wer an einem öffentlichen gelöbnis -der bw- teilgenommen hat,doch bin ich anderer meinung.
    ich habe aus gewissensgründen den wehrdienst verweigert.
    ich meine, ich bin demokrat.

    es gibt nicht nur ethik.
    es gibt zudem moral und anstand.

    würden alle drei begriffe das selbe sagen….hätten wir nicht verschiedene worte.

    es ist aussage der piraten, keinen auslandseinsaätzen der bw zuzustimmen.

    wenn es um die vernichtung von massenvernichtungswaffen – giftgas – die bw hat da kompetenz.
    der bw sollte entgegen der beschlusslage der piraten erlaubt sein, massenvernichtungswaffen aus dem gebrauch zu ziehen.

    wenn es um völkermord geht…
    (srebenica – wo blieb milan …)
    der beschlusslage der piraten widerspreche ich ausdrücklich.

    einem völkermord zusehen, ihm bloss mit blabla widersprechen kann ich nicht.
    dieses arschgesicht mit dem chaplinbart hat sprüche abgelassen nach jenem treffen in münchen…
    wir können die h…unserer zeit nicht stoppen duch nachgiebigkeit.

    ein einsatzkomando in ausschwitz hat ohne die mittel dazu zu verfügen, ein krematorium in die luft gesprengt.
    dadurch geriet die shoha/der holocaust ins stocken.

    wir haben die bw.
    es sollte aufgabe sein, völkermord zu verhindern.

    also gibt zarathustra zu bedenken.

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