Tag der politischen Arbeit – Was ist das eigentlich?

Bild: Timecodex - CC BY NC ND

Vielen politisch aktiven PIRATEN in NRW ist der Tag der politischen Arbeit auch in der Kurzform „TdpA“ als feste Instanz schon seit längerer Zeit bekannt. Jetzt gibt es den Tag der politischen Arbeit auch auf Bundesebene . Eine Anmeldemöglichkeit findet sich auf der Website des Vorstands der Piratenpartei. Wir möchten hier einen Rück- und Ausblick geben, worum es bei unserer Arbeit geht und wie es bis jetzt gelaufen ist.

Der Tag der politischen Arbeit wurde im Jahr 2011 von Monika Pieper ins Leben gerufen – nach einigen überregionalen Arbeitstreffen 2009/2010 und noch vor dem Einzug der Berliner PIRATEN ins Abgeordnetenhaus und dem damit einhergehenden Mitgliederzuwachs.

Seitdem fand und findet er in jedem Jahr mindestens einmal – im Wahljahr 2012 sogar dreimal – statt. Sowohl die Arbeitskreise als auch Einzelpersonen nutzen dort die Gelegenheit, ihre Themen einmal abseits von Mumblesitzungen und Parteitagen vorzustellen und zu diskutieren.

Zum Einen wurde dieses Format dazu genutzt, um sich besser kennen zu lernen, aber auch um den politischen Arbeitsgruppen oder -kreisen die Möglichkeit zu bieten, sich in einem Real-Life-Treffen mit wichtigen politischen Themen zu beschäftigen und diese zu diskutieren. Neue Gesichter sind in diesen Diskussionen immer wieder gerne gesehen. Mittlerweile dient der TdpA in NRW auch dazu, die Zusammenarbeit zwischen Basis und Landtagsfraktion zu optimieren.

PPI - PIRATE PARTIES INTERNATIONAL - VICE CHAIRMAN PATRICK SCHIF

In einer Pressemitteilung aus dem August 2015 formulierte Patrick Schiffer, Landesvorsitzender in NRW es so:

„Dieser programmatische, für die Öffentlichkeit zugängliche Arbeitstag ist ein innovatives Instrument, die Politik für Parteimitglieder, Bürger und auch für Medienvertreter erlebbar zu machen. Bei uns ist es möglich und gewünscht, Politik einzuatmen und Ideen für die Gesellschaft mit uns gemeinsam zu gestalten. Innovationskraft, Kreativität und Weitblick können nur unter der Beteiligung möglichst vieler Menschen ihr volles Potential entwickeln.“

2014 haben die PIRATEN NRW in Kleve eine weitere Form der politischen Arbeit ausprobiert: die Diskussion parteiinterner Probleme und die politische Ausrichtung des Landesverbandes mit Diskutanten auf dem Podium. Hierbei wurden jeweils zwei PIRATEN aus Basis, Landesvorstand und Landtagsfraktion auf die Bühne gebeten, um das entsprechende Thema zu diskutieren. Zwischendurch wurden Fragen und Beiträge aus dem Saal zugelassen. Das Ganze wurde durch zwei Moderatoren begleitet. Zum Schluss eines Themenkomplexes wurden im Plenum Meinungsbilder abgefragt. Die Veranstaltung wurde protokolliert und live per Video ins Netz übertragen und aufgenommen.

Der kommende Tag der politischen Arbeit auf Bundesebene wird dazu dienen, in verschiedenen Slots einzelne politische Themenbereiche zu bearbeiten. Bis zum 10. Januar besteht noch die Möglichkeit, Vorschläge für Themen einzureichen und inhaltlich etwas vorzubereiten.

Darüber hinaus steht auf dem Programm unter anderem die Überarbeitung und Aktualisierung unseres Grundsatzprogramms sowie die Besprechung und Erstellung diverser Programmanträge für den Bundesparteitag im Februar 2016. Planmäßig soll der Tag der politischen Arbeit im Bund zwei Tage dauern, auch wenn es dem Namen leicht widerspricht. Die Anreise lohnt sich, da vermutlich viele Teilnehmer über Nacht bleiben.

 

Gastbeitrag von Patrick Schiffer & Moritz Pieper

 

 

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Hinweis: Dies ist ein Gastbeitrag und stellt nicht notwendigerweise die Meinung der Piratenpartei Deutschlands dar.

Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

Ein Kommentar zu Tag der politischen Arbeit – Was ist das eigentlich?

  1. Bernd schrieb am

    Lieber Patrick!

    Der Ansatz ist hervorragend, aber waren wir nicht mal die, die nicht durch das halbe Land reisen können wollten, sondern die sich online koordinieren und austauschen, und auf diese Art politische Arbeit ermöglichen wollten?

    Schön wäre, wenn es zumindest beim TdpA für alle AG’s und alle Themen eine Online-Partizipation möglich ist, sei es durch Einsatz von pads, mumble, oder den anderen Piratentools.

    Solange BEO oder SMV im Experimentierstadium oder gar nicht existieren, löst die Partei das Versprechen einer Internetpartei nicht ein. Die richtige Mischung aus RL-Treffen und Onlinekommunikation macht’s! Reine offlineveranstaltungen sollte eine Piratenpartei, zumindest was bundesweite oder flächenlandweite Vernetzung angeht, versuchen zu vermeiden.

    Viel Erfolg bei der pA!

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