Klarmachen zum Ändern!

Trennung von Staat und Religion

Domkirche St. Stephan zu Wien | CC-BY Tobias M. Eckrich

Für die Trennung von Staat und Religion

Freiheit und Vielfalt der kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen kennzeichnen die modernen Gesellschaften. Diese Freiheiten zu garantieren, ist Verpflichtung für das Staatswesen. Dabei verstehen wir Piraten unter Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit zur Ausübung einer Religion, sondern auch die Freiheit von religiöser Bevormundung. Wir erkennen und achten die Bedeutung, die individuell gelebte Religiosität für den einzelnen Menschen erlangen kann.

Trotz der von Verfassungs wegen garantierten Religionsfreiheit ist das Staatswesen der Bundesrepublik nicht frei von religiöser (und weltlicher) Privilegierung der traditionellen christlichen Kirchen. Hier gibt es einen Widerspruch, der durch Immigration und religiöse Differenzierung in der Gesellschaft zu größeren Verwerfungen führen kann.

Die weltanschauliche Neutralität des Staates herzustellen, ist daher eine für die gedeihliche Entwicklung des Gemeinwesens notwendige Voraussetzung. Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen; finanzielle und strukturelle Privilegien einzelner Glaubensgemeinschaften, etwa im Rahmen finanzieller Alimentierung, bei der Übertragung von Aufgaben in staatlichen Institutionen und beim Betrieb von sozialen Einrichtungen, sind höchst fragwürdig und daher abzubauen. Im Sinne der Datensparsamkeit ist die Erfassung der Religionszugehörigkeit durch staatliche Stellen aufzuheben, ein staatlicher Einzug von Kirchenbeiträgen kann nicht gerechtfertigt werden.

Kommentare

47 Kommentare zu Trennung von Staat und Religion

  1. Pingback: Ein offener Brief. Zu Karfreitag. « Mein Journal

  2. Anonymous meinte am

    “Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen” So sollte das nicht stehen bleiben. Der Staat muss eingreifen, wenn bereits Kinder zu Kopftüchern oder religiösen Ritualen gezwungen werden. Rituelle Waschungen, Beschneidungen oder ein Zwangsgebet vor dem Essen in ist zu unterbinden. Auch wenn es die religiöse Belange der Kirchen und Glaubensgemeinden sind, möglichst früh Kinder zu indokrinieren, muss sich der Staat dort einmischen und die Freiheit der Menschen bewahren! Die Belange des Staates für die Freiheit der Bürger sind immer höher anzusehen als religiöse Belange!

    • Stephan meinte am

      Da kann ich zustimmen.

    • xy meinte am

      Wie wird denn hier Freiheit definiert…..Freiheit beinhaltet auch, das Eltern selber festlegen, wie sie ihre Kinder erziehen. Auch wenn uns persönlich das nicht gefällt. Es gibt keine Freiheit in dem Sinne. Wird es auch nie geben. Wer das glaubt, hatte eine Gehirnwäsche.

    • koenigraffzahn meinte am

      “oder ein zwangsgebet vor dem essen” , “muss sich der staat einmischen…”
      der staat soll sich also doch in das privatleben der menschen einmischen? wie soll das funktionieren? vielleicht kameras zur überwachung in jedem haushalt?

    • Anonymous2 meinte am

      Wenn du deine Argumentation fortsetzt, so hat der Staat auch die Indokrination von Kindern und Jugendlichen in Christlichen Kindergärten und Schulen zu unterbinden – ideologischer Einfuss auf Kinder in Bildungsinstitutionen wäre zu unterbinden. – Wäre das so falsch? Ich denke nein. Das Wohl der Kinder steht hier an erster Stelle!

    • nexed meinte am

      Sollte da nicht auch “Freiheit _vor_ religiöser Bevormundung” stehen? Das ist jedenfalls das was ich gelesen hab :) Und auch das was irgenwie Sinn ergibt…

    • Peter Endter meinte am

      Ich wäre schon froh wenn mein Kind in eine kita gehen könnte wo es nicht religios wäre

  3. Johannes meinte am

    Diesem Kommentar stimme ich auch zu.

  4. kritiker meinte am

    vor allem sollten die immensen Zahlungen an jeglich kirchliche Einrichtung und die Gehaltszahlungen eingestellt werden. Wie blöde ist denn die bisherige Politik, sich so abzocken zu lassen. Ich hoffe die Piraten als “neue” Partei setzt sich endlich mal für dieses Thema konsequent ein.

    • takomitom meinte am

      Zit.;Wie blöde ist denn die bisherige Politik, sich so abzocken zu lassen.“
      Es ist nicht blöde sondern Raffiniert von der Politik bzw.der Hochfinanz(Kapitalisten)über den Deckmantel Kirche eine Reparaturfunktion die der kapitalismus mit sich Bringt da keine Rücksicht genommen wird weder auf Umwelt noch auf Menschen und um diesen durch das System Kapitalismus durchgefallenen wieder zurückzuhelfen gibt es kirchen organisationen die das Reparieren was der Kapitalismus Verursacht hat leider müssen wir feststellen dass auch das nicht ausreichend Funktioniert deshalb ist Kapitalismus als Vernichtungsinstrument der ganzen Zivilisation anzusehen.Aber bitte es gibt Alternativen z.b. ein Gerechtes geldumlaufsystem etwa nach dem Fairconomy prinzip von Flussgeld-Bodenreform-und einemBGE.

      • corncutter meinte am

        Ich habe da tatsächlich ein Satzzeichen in Deinem Beitrag entdeckt. War das ein Versehen?

  5. Frank meinte am

    Ich selbst bin streng katholisch erzogen, jeden Sonntag in die Kirche, nach 45 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten, ich habe irgent wann festgestellt das das Christentum und der Glaube an Gott mit der Kirche nichts zu tun hat. Die besten Christen sind die die nicht mehr in der Kirche sind und doch die nächsteliebe leben. Für mich ist die Kirche, vorallem die katholische ein Verein oder eine Sekte in der sich viele einen heiligen Schein holen und für die Scheinheiligkeit bezahlen. Meinermeinung nach dürfte es keinen Papst mehr geben den man schtzen muß wenn er durch die Menschenmenge fährt.Ich darf nicht daran denken was mit den Kirchensteuern in dem Privatstaat alles bezahlt wird und wer sich alles einen dicken Bauch und schönes Leben gönnt. Wie gesagt, ich kann auch an Gott glauben ohne in der Kirche zu sein.
    Frank

    • Artur meinte am

      Wieso Kirchensteuer, wozu werden bestimmte Kirchenämter immer noch vom Staat bezahlt? Die Kirche sonnt sich mit ihren Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten und etlichem anderen, was eigentlich zum grössten Teil von uns Steuernzahlern bezahlt wird. Wer unbedingt seine Kohle los werden will. Der ist bei der Kirche willkommen. Wie heißt es so schön:” Jesus war ein armer Mann, der hatte nur Sandalen an!” Der fuhr nicht mit dem Auto, flog mit dem Jet oder sonstiges. Darüber hinaus sollen sie endlich den armen katholischen Priestern eine Freundin oder Frau erlauben. Dann lieben die auch nicht mehr ihre jüngsten Schafe. Ich halte mich für einen Christ! Einige der 10 Gebote sind brauchbar. Nie würde ich mich als Katholisch oder evangelisch bezeichnen. Denn wer segnet Kriegswaffen, wer verbrannte Hexen, und wer vertrat seinen Glauben mit Waffen?

    • Schümi meinte am

      Also ich ehemals evangelischer Christ, habe mich sehr früh aus der Kirche abgemeldet. Dennoch arbeite ich aktiv in der gemeindlichen Jugendarbeit als Förderer mit. Dieses ist aber freiwillig und jederzeit kündbar. Ich kann mich aber ohne Abstriche dem Vorredner anschließen.

  6. Benjamin meinte am

    Ich finde diesen Punkt des Grundsatzprogramms sehr gut und wichtig!
    Eine bessere Trennung von Staat und Religion/Kirche in Deutschland ist überfällig. Der Gottesbezug im Grundgesetz und im Amtseid sollte ebenfalls thematisiert werden – er gehört abgeschafft.

    Ich hoffe, die Piraten bleiben dieser klaren Linie treu. Es wäre einer von mehreren Gründen, warum in sie gerne im Bundestag sehen würde.

  7. Patrik Ladewig meinte am

    Dem stimme ich voll und ganz zu. Der wichtigste Schritt für die Umsetzung ist hierfür die Abschaffung der Kirchensteuer, um die Chancengleichheit aller Religionen zu garantieren. Privilegien, deren Hintergrund niemand wirklich versteht, gehören abgeschafft. Ganz nebenbei wird dadurch die Kaufkraft vieler Bundesbürger gestärkt.

  8. Julian meinte am

    Richtig die Trennung von Staat und Kirche muss strenger werden. Soll jeder seinen Glauben privat ausleben wie er will, oder auch in einer Gemeinschaft auf “Vereinsbasis” nicht als eine scheinheilige Institution mit deren Mitteln, die von Steuerzahlern (ob Mitglied oder nicht) kommen der Vatikan finanziert wird. Ich meine bei der Vorstellung, dass auch atheistische und andersgläubige Steuerzahler den Vatikan bezahlen, der im Gegenzug nicht mal bereit ist die Menschenrechtskonvention anzuerkennen wird mir speiübel.

    Ja dass mit dem Eingreifen in die religiöse Erziehung ist ein schweres Thema. Ein schmaler Grat wo ich mir persönlich nicht sicher bin wo man eingreifen kann und vor allem wie. Ich denke, dass der Religionsunterricht eine andere Form annehmen sollte. Irgendwie einen Mischung aus Religion und Philosophie. Wie man das indoktrinieren von Kindern verhindern kann weiß ich jedoch nicht.

  9. Burkhard Schäfer meinte am

    Dem ursprünglichen Artikel kann ich voll zustimmen, aber dem Kommentar von “Anonymous” (30.10.2012) nicht.

    Die Erziehung der Kinder sollte meiner Ansicht nach Sache der Eltern bleiben. Nur so ist kulturelle Vielfalt zu gewährleisten. Wenn man den Eltern verbieten würde, ihre Kinder religiös zu erziehen, hätte das nichts mehr mit Freiheit zu tun, sondern würde direkt zu einem totalitären Staat führen. Die Entscheidung, ob Kinder beten sollen oder ein Kopftuch tragen ist nicht Sache des Staates. Wenn der Staat das festlegen würde, wäre er wieder nicht neutral, sondern würde eine bestimmte Weltanschauung (Atheismus) vorschreiben. Das wäre aber nichts anderes, als ob er eine Staatsreleigion einführt.

    (Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin überzeugter Atheist)

  10. Uwe Hillebrand www.warumglaubstdunoch.de meinte am

    Natürlich werden die politischen Parteien behaupten, dass die Trennung von Staat und Kirche gewährleistet sei. Aber was war denn, als die Parteien im Bundestag das Gesetz zur Beschneidung aus religiösen Gründen durchgewinkt haben? Haben sie sich vorher gründlich informiert und nachgelesen, was denn in der Thora steht? Nein, sonst wäre ihnen schon bald aufgefallen, dass die Thora (1. – 5. Buch Mose des Alten Testaments) gar kein heiliges Buch sein kann. Der dort beschriebene Gott ist ein grausamer Kriegsgott, der ganze Völker vernichten lässt. Frauen werden geschändet, Kinder gegen Mauern geschleudert, ja sogar die Tiere der Menschen getötet. Was so ein Gott zum Thema Beschneidung sagt, das kann ja wohl nicht relevant sein. Wer das alles nicht glaubt, der lese mal das Alte Testament, er wird sich nur noch wundern.

  11. alex meinte am

    Wenn schon trennung von Staat und Religion, dann richtig.

    Ersten Feiertage umbenenne: Sylvester (Namenstag des Papstes) in Jahres-End-Feiertag. Ostern in Frühlingsfest…

    Zweitens Monatsnamen umbenenne: Juni, von Juno, römische Gottheit, August, von Augustus (Oktavianus (Augustus) ließ sich als Gott verehren, ebenso Juli von Julius (Cäsar) wurde auch als Gott verehrt…

    Drittens Namen der Wochentage umbenennen: Donnerstag von Doner germanische Gottheit. Freitag von Veneris, Tag der römischen Liebesgöttin….

    Viertens verhindern, dass Kinder durch die Namenswahl der Eltern religiös stigmatisiert werden, daher verbot der Namen:
    Christian (von Christianer bedeutet Christ) der arme Junge wird immer so heißen, selbest wenn er mit der Kirche nichts zu tun haben will.
    Theodor und alle variationen des Namens (Geschenk Gottes)
    Dorothea und alle variationen des Namens (Geschenk Gottes)

    Alle Namen die auf el (hebräische Gott) enden
    Raphael (Gott heilt)
    Michael (Wer ist wie Gott?)
    Immanuel (Gott mit uns)
    Gabriel (Gott ist meien Stärke)

    Alle Namen, die auf eine Gottheit zurückhehen
    August (von Okatvianus Augustus)

    Fünftens umbennen des Martinshorns (Bezeichnung geht auf St. Martin zurück) und des Andreaskreuzes (Bezeichnung geht auf den Hl. Andreas zurück)

    Und zu guter letzt Änderung der Straßen- und Ortsnamen sowei geographischen Bezeichnungen:

    Marsstraße (Römischer Kriegsgott), sowie Straßen, die nach Religiößen Autoritäten benannt wurden (Georg Mendelstraße) oder (von Heimbachstraße)

    Kirchheim, Euskirchen, Geilenkirchen, Kreuzau, Kreuzberg…

    • Athe meinte am

      Ich finde es eine Dreistigkeit sondergleichen welche Rechte sich die Kirchen herausnehmen.Institionen welche zu 100% vom Steuerzahler finanziert werden gilt das “Kirchenrecht”.Ich frage mich welcher hirnrisiger Idiot das genehmigt hat.Irgend ein Papst hat einmal gesagt:Wenn wir die dummen Deutschen nicht hätten,wären wir schon lange Pleite.Dem habe ich nichts zuzufügen.

    • Dorothee meinte am

      herrlich :-)
      Bin gespannt, wie die Piraten die Trennung von Kirche und Staat umsetzen, ohne das berühmte Kind mit dem Bade auszuschütten.

    • peter meinte am

      Wenn Staat sich wirklich dermaßen einmischen würde, ist das eine Bevormundung des Bürgers und eine klare Positionierung gegen Religion, also auch diskriminierend. Und genau da ist der Knackpunkt. Eine 100% ige Trennung wird es nie geben da weltliche und religiöse Belange sich vielfach schneiden und nicht trennbar sind. Der Staat muss aber dort eingreifen, wo die religiöse Auslebung den weltlichen Grundrechten widerspricht (so ist zB Ehrenmord etc. in Deutschland strafbar und Staatssache, bei der Beschneidungsdebatte ist die Lage wiederum komplizierter da die Verhältnismäßigkeit einer Gefährdung/Schadens am Bürger zu diskutieren ist. Hab noch nie von muslimischen Männern gehört, dass sie ihr Leben lang unter einer erzwungenen Beschneidung gelitten hätten, anders als bei Frauen es klar der Fall ist. In dem Fall hat der Staat zurecht die Religionstradition geschützt.) Vielmehr als die Forderung nach einer unsinnigen Trennung von verknüpften Problematiken (Was darf Kirche, was nicht?) ist eine Neutralität/Gleichstellung aller Religionen vor dem Gesetz zu fordern. Der Staat muss christliche wie muslimische Gemeinden/Organisationen gleich behandeln, also entweder Sonderprivilegien für alle (zB muslimische Feiertage) oder für Niemandem, ebenso für Belange von Nichtgläubigen (zB freiwilliger Ausschluss vom Religionsunterricht, wobei ich anmerken möchte dass ich in SH einen sehr sachlichen religionswissenschaftlichen Religionsunterricht erleben durfte). Sind jetzt mal ein paar sehr komplizierte Einzelthemen angesprochen aber die Konsequenz wird vielleicht deutlich. Mann kann nicht trennen was zusammen agiert. Ein Staat, der nix mit religion zu tun haben will ignoriert einen wichtigen Teil der Kultur seiner Bürger für den er aber rechtliche Verantwortung übernehmen muss. D ist aber ein freies Land, in dem jede Glaubensrichtung innerhalb gemeinsamer Regeln gelebt werden darf/soll/muss.

  12. Gott meinte am

    Was wollt Ihr trennen?

    Es gibt mich nicht!

  13. J.J. meinte am

    “[...] Rituelle Waschungen, Beschneidungen oder ein Zwangsgebet vor dem Essen in ist zu unterbinden. [...]”

    Soviel zum Thema “Freiheit”, frei nach dem Motto: “Bei uns hast du die volle Freiheit, aber dies darfst du trotzdem nicht, das darfst du nicht, jenes darfst du schon gar nicht…”

    elendige Heuchler!

  14. Josef meinte am

    Volle Zustimmung! Wie es ausgeht, wenn Kirchen die Trägerschaft bei öffentlichen Einrichtungen übernehmen, sieht man ja beim jüngsten Fall in Köln und zahlreichen anderen Beispielen. Städte und Gemeinden machen hier eine Milchmädchenrechnung, weil sie glauben durch die subventionierten Kirchenträgerschaften Geld zu sparen, was an anderer Stelle als Steuererleichterung, an die Kirche zurück gegeben wird. Darüber hinaus wird Lohndumping im Namen Gottes betrieben, weil die Kirchen oft eigene Tarifverträge machen. Von den arbeitsrechtlichen Sonderregelungen ganz abgesehen.

    • alex meinte am

      Bei Schulen/ Krankenhäusern/ Kindergärten sparen die Städte und Gemeinden viel Geld. Denn das Personal bezahlt in jeder Schule (auch der Kirchlichen) das Land (in Kirchlichen etwa zu 90%). Aber das Gebäude gehört der Stadt bzw. dem Träger. Darum sind viele Schulen zwar heruntergekommen, haben schlechte Sanitäreinrichtungen aber genügend Lehre. Wollte man nun konfessionelle Einrichtungen abschaffen, hätte man entwder zuwenig Platz, sollten die Schüler auf andere Einrichtungen verteilt werden, oder die Städte und Gemeinde wären Pleite, da sie für viel Geld die Gebäude den Kirchen abkaufen- und danach auch noch für den Unterhalt der Gebäude aufkommen müssten.

      Sollte die Stadt Köln das Krankenhaus der Augustinerinnen (nahe der Severinstraße) übernehmen wollen, wäre erst mal eine Verhandlung über den Kaufpreis dieser Immobilie in top Lage angebracht.

  15. Norm meinte am

    Einen Satz würde ich noch hinzufügen : “Auch kirchliche Einrichtungen müssen selbstverständlich dem Anti-Diskriminierungs-Gesetz, dem normalen Kündigungsschutz und dem Tarifrecht unterliegen, d.h. Sie dürfen Angestellte oder Bewerber nicht aufgrund ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung oder Ihres Geschlechts benachteiligen, Arbeitsverhältnisse nicht aufgrund von Veränderungen im privaten Bereich (z.B. Scheidung) kündigen oder Angestellten das Recht zu Streiken absprechen.”

    Sehr zu empfehlen zu dem Thema ist übrigen die Doku “Gott hat hohe Nebenkosten” von Eva Müller

    • Marian meinte am

      Denkt mal darüber nach, was die Kirche alles macht. Die werfen das Geld nicht nur für ihre eigenen Sachen (Vatikan und was weiß ich noch) raus. Da hängen auch Krankenhäuser und Altenpflegeheime dran und damit auch ne ganze Menge Arbeitsplätze. Und soweit ich es weiß, bezahlen die kirchlich getragenen Einrichtungen (wie z.B. die der Caritas) ihren Angestellten wesentlich mehr als es die Privaten machen, teilweise auch schon ohne Unterscheidung zwischen den neuen und alten Bundesländern.
      Das sind so einige Sachen, die sich viele private Unternehmen mal als Beispiel nehmen könnten.

      Klar gibt es auch Schattenseiten bei der Kirche, aber schaut euch doch mal die ganzen anderen Institutionen an, gerade die in der Politik, da ist viel mehr im Argen als mancher glauben mag.

      Und bevor hier jemand mutmaßt, ich bin in keinster Weise religiös und Stolz drauf!

      • Norm meinte am

        Da bist du nicht richtig informiert. Krankenhäuser (egal ob katholisch oder anderes) erhalten kein Geld aus der Kirchensteuer. Kirchliche Kindergärten erhöten ca. 5% ihres Budgets aus Kirchensteuer, 95% kommt vom Staat und den Kindergärtenbeiträgen. Für diese 5% möchte die Kirche aber zu 100% bestimmen, was in den Kindergärten gelehrt wird uns wer dort arbeitet.
        Caritas ist auch ein schönes Beispiel : Gesamtkosten (zusammen mit Diakonie) : 45.000 Mio im Jahr 2005 davon von Kirchensteuer : 830 Mio. . Sorry, neuere Zahlen hab ich grad nicht gefunden. Caritas bekommt sein geld von unseren Krankenkassen, Pfelgeversicherungen, und Spenden.
        Der ganz große Teil der Kirchensteuer geht an die Pfarrer, Priester, Bischöfe, Unterhalt der Kirchen und den Vatikan.

  16. J.N. meinte am

    Die Trennung “Staat/Kirche” ist meines Erachtens ausreichend.
    Religion ist ein Teil der Kultur. Und in diesen Breitengraden gehört das Christentum elementar zur hier ansässigen Kultur. Kultur ist ein Teil von Identifizierung. Und obwohl alle Welt globaler und Europa europäischer sein will, sieht man an vielen “entwurzelten” Personen, welch negativen Einfluss der Verlust der vorher gelebten Kultur auf diese Menschen hat.
    Insofern ist es eminent wichtig, dafür Sorge zu tragen, den Erhalt der Kultur zu fördern.
    Hinsichtlich Grundgesetz aber natürlich – berechtigterweise – ohne andere Kulturen auszuschließen oder zu unterdrücken.

    Bezüglich “kirchliche/religiöse Arbeitgeber und Diskriminierung”:
    Hier sollte es JEDEM Arbeitgeber in einem bestimmten Maße zugestanden sein, seine Mitarbeiter – auch Anbetracht der gewünschten Aussendarstellung – selbst auszusuchen.

    Jede Quotierung seitens Staat ist im Grunde nichts anderes als “positive Diskriminierung”.
    Es kann jedoch nicht der Wunsch einer (möglicherweise) unterdrückten Gruppe sein, infolge dieser “positiven Diskriminierung” bestimmte Positionen zu besetzen. Die Zweifel am gerechtfertigten Erhalt ebenjener Position wäre wohl größer als jemals zuvor.
    (Diesen Gedanken weitergesponnen, könnte man sogar diverse Tarifverträge als o.g. Art der Diskriminierung bezeichnen, wenn dadurch verhindert wird, daß ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsvertrag selbst aushandelt, oder aber unter der Nichtzugehörigkeit einer Gewerkschaft (o.ä.) zu leiden hat.)

  17. fiebig meinte am

    ihr redet von trennung von staat und religion im kontext von staat und demokratie; aber seht ihr nicht, dass euer credo an die demokratie nichts anderes als auch nur eine weitere form von religion ist. Die götter sind aus der erde in den himmel emporgehoben worden um von dort personifiziert wieder auf die erde zu gelangen und deren Ebenbilder (christlisch oder islamisch- oder jüdisch-moarlisch) spiegeln sich in den Moralwerten der Gesellschaft nieder und dienen auch zur Normierung in der Gesellschaft und stellen damit Maßstäbe an jede lebende Person, aber insbesondere die in der politischen Öffentlichkeit, sprich die Politiker, dar. Falls ihr diesen Denkanstoß nicht verstanden habt, so stehen derzeit zwei große Religionen im erzen Europas mit einander im Konflikt. Und nein, nicht das Christentum mit dem Islam, sondern der Glaube an die Demokratie mit dem Glauben an das Geld- und Währungssystem. Schon Pastor Martin Niemöller sagte: du kannst nicht gott und mammon gleichzeitig dienen. seid ihr sicher, das ihr einen wertneutralen staat haben wollt? denn wenn ihr diesen haben wollt, werdet ihr sehen, wie dieser zu gunsten des marktes untergehen wird.

  18. Pingback: Kein Rücktritt, der nur Deutschland betrifft › By Horst Schulte › Netzexil

  19. M.P. meinte am

    Ich denke auch dass dieser Punkt von den regierenden Parteien wenig oder auch überhaupt nicht berücksichtigt wird. Es entsteht gerade in Organisationen wie Schule oder Kindergarten oft Diskriminierung, abhängig davon ob es ein kirchlicher Träger ist oder nicht. Die Haltung in diesen Institutionen spiegelt nur die Situation in der Politik wieder.

  20. Leuffert meinte am

    Folgende Punkte sind mir persönlich wichtig:

    1. Die Eltern sollen ihre Kinder ruhig religiös erziehen, allerdings muss die Erziehung deckungsgleich mit unseren Gesetzen sein. Beschneidungen oder sonstige religiöse “Stigmen” sollten erst ab 18 möglich sein, mit dem Einverständnis des Probanden.

    2. Religionen aller Art sollten gleichwertig im Sinne der Religionsfreiheit betrachtet werden.
    Die Kirchensteuer muss abgeschafft werden. Spenden sind natürlich immer gerne willkommen.

    3. Staatliche Subventionen jeglicher Art wie Gehälter und Förderungen müssen eingestellt und Kosten vollständig vom “Kirchenträger” übernommen werden.

    4. Religionsunterricht muss alle Religionen vermitteln (momentan stark christlich geprägt) und sollte aus dem GG genommen werden. Jeder Bildungsträger soll frei über die Implementierung eines Religionsunterrichts/Ethikunterrichts entscheiden dürfen.

    5. Die Kirche als Arbeitgeber darf Arbeitnehmer nicht auf Grund der religiösen Zugehörigkeit ablehnen. Natürlich darf der Arbeitnehmer im Umkehrschluss auch nicht seinen Arbeitgeber diffamieren (Stichwort: Firmenloyalität)

    Im Übrigen finde ich es toll wie viele Vorredner aus der Kirche ausgetreten sind um wahrhaftig ihren Glauben zu praktizieren und lieber ehrenamtlich Wohltaten vollbringen. Hut ab!

    • Alex meinte am

      Zu Punkt 5. Muss die Kirche dann einen bekenneden Atheisten zum Priester weihen? Oder muss die Liksfraktion einen überzeugten Rechtsradikalen im zweifelsfall den Fraktionsvorsitz geben?

      Bereits heute darf die Kirche nicht mehr jeden Arbeitnehmer wegen seiner Religionszugehörigkeit ablehnen. (Es gibt Gerichtsentcheide, das z.B. einer Reinigungskraft nicht wegen Austritt aus der Kirche oder Scheidung und erneuter Heirat gekündigt werden darf) Lediglich Personen die in ihrem Amt oder Tätigkeit die Kirche repräsentieren (Chefarzt, Klinikleitung,…) oder kirchliche Werte vermitteln sollen (Lehrer, Erzieher) dürfen aufgrund ihrer Religiosität abgelent oder entlassen werden.

  21. Peter F. meinte am

    Was mich bei der fehlenden Trennung von Kirche und Staat am meisten ärgert, ist der konfessionell getrennte Religionsunterricht.
    Das ist Diskriminierung per Lehrplan. Ich finde es vollkommen inakzeptabel, dass nur diejenigen Schüler, welche Religionsunterricht abwählen, Ethikunterricht bekommen. Denn nur im Ethikunterricht findet eine gemeinsame Auseinandersetzung mit Religionen statt, ungeachtet der Konfession oder Weltanschauung der Schüler. Warum müssen Christen und Muslime schön getrennt auf Staatskosten per Lehrplan indoktriniert werden?
    Wie soll denn Verständnis und Integration gefördert werden, wenn schon im Schulunterricht eine offene Diskussion mit Andersgläubigen unterbunden wird? Können oder sollen Schüler nicht mit “fremden” Weltanschauungen konfrontiert werden?
    Konfessionell getrennten Religionsunterricht möchte ich aus dem Lehrplan gestrichen sehen. Dafür möchte ich Ethikunterricht für alle Schüler, in welchem über Religionen, Wertvorstellungen und Weltanschauungen unterrichtet wird.
    Nebenbei bemerkt: Ich bin kein Feind von Religion. Ich hätte nichts dagegen einzuwenden, wenn an Schulen Reli-AGs beliebiger Konfessionen stattfänden, doch bitteschön freiwillig und vollkommen außerhalb des Lehrplanes. Auch finde ich Verbote von Kruzifixen, Kopftüchern u.ä. an Schulen nicht sinnvoll.
    Dass Religiosität ein Teil unserer Gesellschaft und auch ein Teil unserer Politik ist, wird sich nicht ändern, und muss meiner Ansicht nach auch nicht per Gesetz geändert werden. Dass Schüler nach Konfession separiert in Schubladen gesteckt werden, müssen wir dringend ändern!

    • alex meinte am

      Grundgesetz Artikel 7 Absatz 3

      Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.

      Und wer bestimmt ob der Schüler am Religionsunterricht teilnimmt:

      Grundgesetz Artikel 7 Absatz 2

      Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.

      Die Verfassung von NRW schreibt weiter:

      Artikel 7 (Fn 4)

      (1) Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.

      Sowie:

      Artikel 14

      (1) Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an allen Schulen, mit Ausnahme der Weltanschauungsschulen (bekenntnisfreien Schulen). Für die religiöse Unterweisung bedarf der Lehrer der Bevollmächtigung durch die Kirche oder durch die Religionsgemeinschaft. Kein Lehrer darf gezwungen werden, Religionsunterricht zu erteilen.

      (2) Lehrpläne und Lehrbücher für den Religionsunterricht sind im Einvernehmen mit der Kirche oder Religionsgemeinschaft zu bestimmen.

      (3) Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes haben die Kirchen oder die Religionsgemeinschaften das Recht, nach einem mit der Unterrichtsverwaltung vereinbarten Verfahren sich durch Einsichtnahme zu vergewissern, daß der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit ihren Lehren und Anforderungen erteilt wird.

      (4) Die Befreiung vom Religionsunterricht ist abhängig von einer schriftlichen Willenserklärung der Erziehungsberechtigten oder des religionsmündigen Schülers.

      Man könnte deine Ansicht also als Verfassungsfeindlich auslegen, allerdings, glaube ich nicht, das dies ein Grund für den Verfassungsschutz wäre Ermittungen aufzunehmen.

  22. Bernd Vowinkel meinte am

    Die AG Humanistischer Laizismus hat einen Antrag zum Wahlprogramm gestellt, indem die Forderungen zur Trennung von Staat und Religion gegenüber dem Grundsatzprogramm detaillierter gestellt werden.

    im Antragsportal:
    https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2013.1/Antragsportal/WP069

    im LqFb hier:
    https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/6101.html?tempstore=nz11csblnfbbt6xftn3t5wtc3z

    wir bitten um Unterstützung.

    • alex meinte am

      Dieses Programm wiederspricht sehr deutlich den deutschen Grundgesetz. Die BRD wäre nicht mehr Religiös neutral sondern klar Atheistisch, da der Gottglaube zu einer nur tollerierten Sache gemacht würde, während der Atheismus zur Leitkultur erklärt würde.
      So etwas hatten wir schon zwei mal in Deutschland, in der DDR und im dritten Reich.

      Um die geniale Haltung des Staates in fragen der Religion zu verdeutlichen, das Beispiel des Religionsunterrichts.

      Laut Grundgesetzt haben die Eltern das Recht über die Erziehung des Kindes auch die Religiöse. Durch die Schulpflicht wird die Erziehungsfreiheit der Eltern stark eingeschränkt (den halben Tag sind die Kinder nicht zuhause und die Bundesländer bestimmen was gelert wird). Als Ausgleich fungiert der Religionsunterricht. Das Kind erhält auf Wunsch der Eltern bzw. ab 14 auf eigenen Wunsch in der Schule Unterricht, dessen Inhalte nicht vom Staat festgelegt werden sondern der Religion der er angehört entsprechen.
      Es ist sogar ein atheistischer Religionsunterricht möglich, es gab mehrere Versuche einen solden einzuführen, diese scheiterten jedeoch an fehlender Einhelt der Atheisten und zuwenig Schülern bzw. Eltern, die sich für diesen begeistern konnten.

  23. Achim meinte am

    “Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen.” und “nicht nur die Freiheit zur Ausübung einer Religion, sondern auch die Freiheit von religiöser Bevormundung. Wir erkennen und achten die Bedeutung, die individuell gelebte Religiosität für den einzelnen Menschen erlangen kann.”
    Wenn wir diese strikte Trennung durchziehen würden, dürfte weder Karfreitag noch Ostermontag Feiertag sein, genauso wenig wie die Weihnachtsfeiertage, von Reformationstag / Allerheiligen ganz zu schweigen. Machen die Christen an diesen Tagen dann Feiertag und alle anderen gehen arbeiten?

    • alex meinte am

      Schön wärs, dann würden vielleicht auch endlich all die schrecklichen Weihnachtsfilme aufhören. Auserdem müssten dann die meisten der Ostermarschteilnehmer arbeiten statt zu laufen. Dann wäre auch Schluss mit den Sauftouren an Christi Himmelfahrt (alias Vatertag)

  24. Menschenrechtsaktivist meinte am

    Unser Staatsaufbau beinhaltet auch eine Glaubensvorschrift!

    Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen sind in Deutschland bekanntlich systemkonform ( http://wikimannia.org/Rechtsbeugung ). Einzelnen wird kein Recht gewährt, weil sonst intern Köpfe rollen müssten ( vgl. http://www.locus24.de/foc/foc-0002.html ).
    Auch bei Banken und ihren Aufsichtsbehörden gehört die Korruption bekanntlich zum System (vgl. http://www.zeit.de/2012/29/Banken ).
    Abgeordnetenbestechung gehört derzeit auch zum System (vgl. z.B. http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=33403 ).
    Unsere fragwürdige Staatsphilosophie / Glaubensvorschrift: Wegen der im Grunde edlen menschlichen Natur ist das demokratische Prinzip ausreichend, um den Machtmissbrauch von Herrschenden zu verhindern, weil diese ja verpflichtet sind, sich an Verfassung, Gesetz und Recht zu halten (vgl. http://www.gewaltenteilung.de/demokratieprinzip.htm ).

  25. Bernhard meinte am

    Ich schicke meine Kinder gerne in einen katholischen Kindergarten.
    Der ist zumindest frei von Islamisten und deren gewalttätiger Weltanschauung.

    Es wird noch der Tag kommen, da wird auch der letzte Atheist froh sein um jeden Christen in diesem Lande.
    Dann nämlich wenn eure Frauen Burka tragen, keine Toilette mehr gen Südosten gerichtet sein darf und Schweinebraten geseztlich verboten ist.

    Wenn ihr mal ehrlich zu euch selbst seid, dann fahrt ihr alle mit unserer christlich abendländischen Weltanschauung gar nicht so schlecht!

  26. Catholophon meinte am

    Ich finde das die Kirche (egal ob christlich oder nicht) die Geschichte der Menschheit eh viel zu viel beeinflusst hat, zum Beispiel schätze ich das ca. Ein Drittel der Kriege weltweit ohne irgendeine Religion gar nicht zustande gekommen wären. Ich sehe das mit den religiösen Kindergärten bzw. Schulen eh sehr kritisch, man muss sich nur mal alle Armen Kinder anschauen die von einem geistlichen missbraucht wurden… Klar ist das nicht die Regel aber trotzdem einfach nur erschreckend. Eigentlich sollte jeder Mensch ab einem bestimmten alter seine Religion selbst bestimmen können… Ich bin katholisch und werde höchstwahrscheinlich aus meinem Glauben austreten, obwohl ich relativ katholisch erzogen wurde. Auch finde ich es grundlegend “behämmert” das sie die Namen nicht aus den Taufbüchern streichen wollen…ich wurde ja eigentlich nicht gefragt ob ich diese Taufe will… Im großen und ganzen kann man sich über dieses Thema streiten und kommt doch auf keinen grünen Zweig…eigentlich ich bin bloß froh das mein Gymnasium nicht christlich ist und das ich noch 2 Jahre warten kann um mich politisch festzulegen. Ich Wünsche allen die sich diesen dezent langen Text wirklich durch gelesen haben noch einen guten Tag.

  27. bernd6366 meinte am

    Bevor man darüber redet in wie weit der Staat sich in die Kindererziehung einmischt oder einmischen sollte müßte man errät einmal Kirche und Staat trennen indem man die Kirchensteuer abschafft.
    Und das nicht nur auf der für jeden sichtbaren Ebene, auf dem Gehaltszettel, das kann jeder umgehen indem er aus der Kirche austritt.
    Es geht auch um die “versteckten” Abgaben wie z.B. das man als Arbeitsloser grundsätzlich Kirchensteuer abgezogen bekommen selbst wenn man lange aus der Kirche ausgetreten ist.
    Oder bei jedem Grundstückskauf bzw. meines Wissens auch bei der Grundsteuer.
    Lasse mich gerne eines Anderen belehren wenn ich falsch liege was die Abgaben betrifft.
    Aber solange der Staat nur für bestimmte Religionsgemeinschaften Gelder eintreibt kann es keine Trennung zwischen Staat und Religion geben, zumal dadurch bestimmte Religionen eindeutig bevorteilt werden.
    Natürlich beruhen viele unserer Grundsätze auf dem christlichen Glauben, baut zum Teil auch die Gesetzgebund und die Rechtsprechung darauf auf, aber das kann auch so sein wenn der Staat jeder Religion die gleichen Chancen gibt und nicht Handlanger einer wenigen ist indem er Gelder für sie eintreibt.

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