Gesellschaftliche Teilhabe

Bild: Tobias M. Eckrich

In einer immer weiter wachsenden und sich international vermischenden Gesellschaft gewinnt auch die Frage der Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben eine ganz neue Brisanz. Bereits heute werden große Teile der Bevölkerung systematisch und bewusst aus der Gesellschaft ausgegrenzt.

Dies betrifft etwa Menschen ohne Erwerbsarbeit oder auch Personen, die aus einem anderen Herkunftsland nach Deutschland kommen. Durch den Fortschritt im Bereich der Verkehrstechnologien ist Deutschland zu einem Einwanderungsland geworden. Wir erkennen den gegenseitigen Einfluss von Ausgrenzung durch die Mehrheitsgesellschaft und Absonderung der als »fremd« gebrandmarkten Menschen und werten diese Situation als mit unseren Vorstellungen von Menschenwürde nicht vereinbar. Gleichzeitig sehen wir die verstärkte Zuwanderung als Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens an.

Deshalb sprechen wir uns für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund aus.
Dem entgegen stehen Teile der Bevölkerung, die bis heute einem geschichtsblinden, rechtsradikalem Gedankengut anhängen. Die Politik muss deshalb ideologischer Gewalt und Ausgrenzung entschieden entgegentreten. Menschen aufgrund willkürlicher Kategorien zu bewerten entbehrt jeder logischen und moralischen Grundlage.

Aber auch durch wirtschaftliche Zwänge und Armut wird Menschen der Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe verwehrt. Nur wer ein regelmäßiges und ausreichendes Einkommen besitzt, ist in der Lage, sich in die Gesellschaft einzubringen und am kulturellen Leben teilzuhaben.
Letztendliches Ziel der Sozial- und Wirtschaftspolitik ist es deshalb, jedem Menschen ein Einkommen zu garantieren, von dem er leben kann. Ein Weg dahin kann es sein, Vollbeschäftigung anzustreben, so dass jeder Mensch sein Einkommen selbst erwirtschaftet. Allerdings rückt dieses Ziel in immer weitere Ferne. Deshalb müssen auch andere Möglichkeiten der Lebenssicherung erwogen und erforscht werden. Bis dieser Prozess abgeschlossen ist, muss die Erwerbsarbeit so ausgestaltet werden, dass sie ein Maximum an Gleichheit und Beteiligung bietet. Systematische Ausgrenzung muss verhindert werden.