PIRATEN: Hände weg von der Anonymität im Netz – Vorgeschobene Argumente für die Totalüberwachung

Bild: Timecodex - CC BY NC ND

### Presse-Service der Piratenpartei Deutschland ### Berlin, den 24. Juli 2016 PM 139 / 16

PIRATEN - BUVO - STEFAN KOERNER - FOTO - be-him CC BY NC ND

PIRATEN – BUVO – STEFAN KOERNER – FOTO – be-him CC BY NC ND

Stefan Körner, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland:

»Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist nach aktuellen Geschehnissen in seinen üblichen Reflex verfallen und fordert seine angeblichen „Allheilmittel“ gegen Straftaten, Hetze, Attentätern und allerlei anderen Dingen. In der Debatte nach dem Amoklauf von München ist das nicht anders. Der Innenminister will den Bürgern an ihr Recht auf anonyme Kommunikation:

Er hält Anonymität in der Kommunikation – gerade im Internet – für keinen Fortschritt für die demokratische Kultur. Er hält Vermummung im Internet für genauso falsch wie bei einer öffentlichen Demonstration. Die Anonymität im Netz hat mit dem aktuellen Fall nun aber auch so gar nichts zu tun. Um den Angriff auf die Freiheit der Bürger im Netz zu überdecken, hat der Innenminister die alte Debatte über „Killerspiele“ als Ursache für Verrohung und Antrieb zu Amokläufen in die Debatte geworden. Nicht bedacht hat er, dass sich der Attentäter von München auch über Bücher zu Amokläufen informiert hat. So wird dann gerne übersehen, worum es hier geht und die öffentliche Aufregung abgelenkt. Anonymität ist ein Stück Freiheit und eine demokratische Gesellschaft muss es auch mal aushalten, dass sie nicht alles von jedem gleich weiß. Der einzelne Mensch wird für die Behörden erst dann wichtig, wenn er im Begriff ist, eine Straftat zu verüben, nicht bereits, wenn er sein Recht auf Meinungsfreiheit ausübt. Die PIRATEN wollen hier definitiv keine Einschränkungen. Kein weiterer Schritt in Richtung Totalüberwachung und Polizeistaat.«

 

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Kommentare

Ein Kommentar zu PIRATEN: Hände weg von der Anonymität im Netz – Vorgeschobene Argumente für die Totalüberwachung

  1. Otto schrieb am

    Da dürfte es auch keine Pseudonyme bei Büchern geben, wenn ich meine Meinung äußere tue ich das aus guten Grund manchma
    (nicht immer) auch anonym, ein Beispiel Sie wohnen in einem Dorf in einer Kleinstadt ein kind wurde ermordet, die meisten
    Bürger dort befürworten die Todesstrafe für den Täter, man teilt aber diese Einstellung nicht, dann heist es kannst dich
    gleich danebenstellen du kindermörderfreund und des Nachts werden die Scheiben eingeworfen so siehts aus.
    Vielleicht ist das auch so gewollt das der Mob/Pöbel den Intellektuellen/Linken aufgeklärten Bürger einschüchtern soll
    um so Leuten wie De Maiziere noch mehr den Weg zur Macht zu ebnen oder zu verfestigen.

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