PIRATEN sagen ja zum „Kauf-Nix-Tag“

Bild: be-him CC BY NC ND

Am Samstag, den 28. November 2015 wird der diesjährige „Kauf-Nix-Tag“ (englisch: „Buy Nothing Day“) in 45 Ländern weltweit organisiert. 

 

Erfunden wurde er 1992 von der kanadischen, gemeinnützigen und konsumkritischen Adbusters Media Foundation ,  die unter anderem für Greenpeace und die amerikanischen Grünen tätig war. In Amerika findet er am selben Tag wie der Black Friday, dem Tag nach dem Erntedankfest (Thanksgiving), statt. Der Black Friday, der fünftumsatzstärkste Tag des Jahres, ist für viele Amerikaner ein arbeitsfreier Tag. Es ist der Startschuss für die Weihnachtsrabatte und Schnäppchenaktionen.

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Simone Brand, MdL, Foto Fraktion

 

Simone Brand, Verbraucherschutzpolitische Sprecherin der PIRATEN im Landtag NRW:

„Gerade in der reizüberfluteten Vorweihnachtszeit soll der Kauf-Nix-Tag die Menschen dazu einladen, kurz innezuhalten. Wie viele Dinge kaufe ich, die ich gar nicht brauche? Unter welchen Bedingungen werden Sachen produziert?

Es geht darum, das richtige Gleichgewicht im Verbrauch zu finden und nicht mit dem eigenen Kaufverhalten gedankenlos die Ausbeutung von Arbeitskräften unter miserablen Arbeitsbedingungen noch zu fördern.“

 

 

 

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Kommentare

11 Kommentare zu PIRATEN sagen ja zum „Kauf-Nix-Tag“

  1. Alfred schrieb am

    Super Idee. Wenn wir nix oder weniger kaufen ,müssen die Armen der Welt z.B. in Bangladesh nicht so viel arbeiten und werden weniger ausgebeutet……

  2. zarathustra schrieb am

    mopin

    an thanksgiving ist die wallstreet geschlossen/macht früher zu.

    ein toller „ich kauf nix tag“.

    es wäre schön, frau brandt würde sich dezidierter über das kaufverhalten äussern.

    (über sozialschwache und deren arbeitsbedingungen äussere ich mich nicht gegenüber piraten.
    bestenfalls haben diese keine ahnung und/oder lachen sie über uns.)

    da vielen menschen nicht die 10 000 € eines landstagsabgeordneten nrw zusteht, ist die frage, welch unnütze dinge wir kaufen akademisch.
    bedauerlicherweise sind wir auch nicht betucht genug, uns auszusuchen, wo wir was kaufen und zu welchem preis.

    es ist nun mal so, dass die vorstellungen der frau brandt mit der realität dishamonieren.

    was nicht am black friday gekauft wird, wird donnerstags oder samstags gekauft.

    (ps: pack kaffee, fair und öko kost nen euro mehr …für sozialschwache viel geld. sollte/muss nicht drin sein.
    weehnacht? … in d-land gibs kleine kinder und in d-land kriegen kinder zu weehnacht geschenke.
    na logo gibts da zoff mit „erwachsenen“, die meinen das gehört sich nicht.

    die kinder sind moslem/muslima?
    na und!
    sie sind moslem/muslima und sollen es bleiben.

    in d-land kriegen kinder geschenke.

    weehnacht is wat for de kinners!

    gute gelegenheit, zur integration.

    zarathustra

  3. Andena schrieb am

    Traurig, wie die Piratenpartei zur Trash-Unkultur-Widerkäuer verkommen ist. Jeglicher amerikanischer Müll wird blind übernommen. Ganz ganz traurig.

  4. Chico schrieb am

    Trittbrettfahren ist eben was Feines – selber nüscht zu stande bringen und sich im Erfolg anderer sonnen…

  5. Seepferdchen schrieb am

    Tja Frau Brand – wie konnten Sie es nur WAGEN, diese amerikanische Unsitte, die sich mittlerweile über 45 Länder (wahrscheinlich eher welche aus der „ersten Welt“) wie die Pest verbreitet hat auf einer Piratenseite zu pushen?
    Sie sind `ne echte Wachstumsbremse – und das geht GAR NICHT.

    Nein – ich finde die Grundintension des Kauf-Nix-Tages und dieses Artikels durchaus richtig und wichtig. Dem Konsumterror zu Weihnachten entziehe ich mich schon seit vielen Jahren erfolgreich. Geschenke gibt’s das ganze Jahr über – sorgfältig ausgewählt nach so altbackenen Kriterien wie Zweck, Haltbarkeit und – wer hätte das gedacht – ob man Spaß daran hat.

    • Alfred schrieb am

      Sehr schön Seepferdchen….man sollte trotzdem nicht vergessen, das Milliarden von bettelarmen Menschen davon abhängen ob wir den Schnickschnack kaufen….so einfach ist es halt nicht ….und das ist ein riesiges Problem…..immer mehr Menschen (Bevölkerungswachstum) müssen ihre Arbeitskraft anbieten, wollen auch ein wenig (oder mehr) Wohlstand und dann kommt noch der digitale Wandel, das Klima, die begrenzten Ressourcen, Kriege usw. usw……da braut sich was zusammen….

      • Seepferdchen schrieb am

        …und man sollte auch nicht vergessen, auf welchem NIVEAU diese bettelarmen Menschen von uns abhängen. Eine Näherin in Bangladesh verdient ein einem von ihr gefertigten T-Shirt ca. 10 Cent.

        https://www.tagesschau.de/ausland/textilfabrik-bangladesch100.html

        Wärst du bereit, Alfred, für so ein Kleidungsstück 10 … 50 ct mehr auszugeben, um das Salär dieser Näherin zu verdoppeln…versechsfachen? Guckst du auch mal auf Seiten wie diese

        http://www.fairtrade.de/index.php/mID/1.1/lan/de

        und ziehst die Konsequenzen? Das heißt im allgemeinen eben NICHT, wie oft behauptet wird, VIEL MEHR für ein Produkt bezahlen zu müssen, sondern Preisaufschläge im einstelligen Prozentbereich bewusst hinzunehmen (wohlsituierte alte Knacker wie du und ich können das).

        Wenn du nicht dazu bereit bist – wische deine soeben vergossenen Krokodilstränen einfach wieder auf; am besten mit einem bei KiK erworbenen Short.

        Vielleicht sollten wir den Kauf-Nix-Tag durch einen Kauf-Richtig-Tag ersetzen…

        • Alfred schrieb am

          „….auf welchem Niveau…“ offensichtlich auf einem höheren als als Tagelöhner, z.B. in der Landwirtschaft.
          Ich selbst / meine Familie sind keine KiK Käufer, habe auch kein Problem ein paar Euro mehr zu bezahlen, aber ich kann Dir nicht sagen wer in welchem Land aus dem ich Produkte kaufe wie viel dort verdient wird und wie viel dort angemessen wäre. Ich weiß es nicht, ich weiß aber das ich den Euro nur einmal ausgeben kann, Geld das ich für Kleidung oder Lebensmittel mehr ausgebe, gebe ich zwangsläufig woanders weniger aus. dort fehlt es dann. Das kann der Winzer, der Restaurantbesitzer oder mein Konto sein… oder das ich weniger spende / verschenke.verstehst Du ?

          • Seepferdchen schrieb am

            Danke für die Antwort Alfred. Sie beruhigt mich einigermaßen.
            Wir nähern uns damit einer sehr interessanten Diskussion. Ich weiß nicht, ob wir die noch vor Weihnachten vom Zaun brechen, aber ich denke sie wird demnächst kommen.
            Du darfst gespannt sein.

            LG – Seepferdchen

  6. Hubert Hosenmotz schrieb am

    Am 28ten November hab ich Großeinkauf gemacht, um ein Zeichen gegen diese konsumkritischen Linksgrünen Dauernörgler von der Piratenpartei zu setzen. Ich lasse mir doch meinen Konsum nicht von den Moralwichteln verbieten ;)

  7. tim schrieb am

    DAS ist mal wieder so ein Mist bei dem die Piraten wieder mitmachen. Super!
    Genau so grandiose Ideen wie die Sache mit den „Welcome“-Schildern für Snowden oder Manning. Hat einfach nur Kindergartencharakter.
    Sinnvolle Sachen wird es wohl in dieser Partei nicht mehr geben.
    Da kauft man halt am Tag zu vor ein, oder danach. Die Piraten sind gegen die Kirche? Die haben wenigstens 40 Tage Fastenzeit. Und das meint nicht nur Essen, sondern wer sich mit der Kirche beschäftigt weiß auch, es geht um Konsumgüter aller Art. Auch um Essen.
    Und wegen dem Tag heult IHR Piraten jetzt so rum?
    Ruft doch lieber mal zu einem Appel-Kauf-Stop an oder so. Oder eine Facebookfreie Woche. Und dann verzichten ALLE Piraten auf FB/Twitter und Co. Nein, das wäre ja gegen die coole Informationsaustauschkultur.

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