Anschläge in der Türkei: Gefahr der Destabilisierung der einzigen islamischen Demokratie im Nahen Osten

Bild: CC-BY-NC Enno Lenze

Gastbeitrag von Björn Niklas Semrau, Themenbeauftragter für Außen- und SicherheitspolitikBjörn Niklas Semrau PolGef.

Die Türkei zeigt sich nach den Anschlägen von Ankara als ein zerrissenes Land. Bei dem nunmehr dritten Anschlag in der Türkei auf Linke, Kurden und Oppositionelle im Allgemeinen kamen am letzten Samstagvormittag mehr als einhundert Menschen ums Leben und einige hundert wurden verletzt. Die Bomben wurden perfiderweise ausgerechnet im Rahmen einer Demonstration für den Frieden gezündet, zu der die kurdenfreundliche Partei HDP, Gewerkschaften und andere linke Gruppierungen aufgerufen hatten.

Bereits im Juli starben 32 Menschen in der Stadt Suruc nahe der syrischen Grenze durch ein Selbstmordattentat. Auch hier waren viele der Opfer dem linken politischen Spektrum zuzuordnen. Viele Jugendliche waren darunter, die den Kurden von Kobane bei Wiederaufbau ihrer Stadt helfen wollten. Am 5. Juni starben bei einer Explosion auf einer Kundgebung der HDP drei Menschen. Auch dieser Anschlag fand kurz vor einer Wahl statt, genau wie die Anschläge von Ankara. Nur wenige Wochen sind es noch bis zu den Wahlen am 1. November. Schnell hat die Regierung der Türkei in Person des türkischen Ministerpräsident Davutoğlu den Schuldigen ausgemacht: Den Islamischen Staat (IS). Ironischerweise aber fliegt das türkische Militär seine Einsätze immer noch nicht vor allem gegen den nahen Feind, sondern weiterhin vor allem gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK, ein Widerspruch in sich. Offiziell hat sich noch niemand zu den Anschlägen bekannt.

Wen wundert es da, dass die Wut der Menschen beginnt, sich gegen die Regierung zu richten. Die Türkei polarisiert sich im Umgang mit den Kurden und den Anschlägen politisch immer mehr. Die Anhänger beider Seiten, derer, die mit dem Kurs von Präsident Erdogan sympathisieren, und derer, die eher der Opposition nahestehen, gehen immer öfter auch mit nackten Fäusten aufeinander los. Die Stimmung ist aufgeheizt. Nicht nur in der Türkei, auch in Deutschland, wo viele Türken und Kurden leben, beginnt die Politik der Regierung Erdogan Gräben zu vertiefen und Gewalt auszulösen. Der begonnene Friedensprozess mit den Kurden scheint der Vergangenheit anzugehören. Die Spirale der Gewalt schaukelt sich immer weiter hoch, die Türkei scheint den Weg in die Ausweglosigkeit gehen zu wollen.

Bereits wird Präsident Erdogan vorgeworfen, selbst hinter den Anschlägen zu stecken, um somit die Wahlen so zu beeinflussen, dass seine Partei AKP wieder die absolute Mehrheit im Parlament erringen kann. Nur mit dieser absoluten, verfassungsändernden Mehrheit, die die AKP bei der Wahl im Juni verloren hatte, wäre die AKP in der Lage, Präsident Erdogans seinen vermeintlichen Traum eines präsidentiellen Systems wahr werden zu lassen. Doch gerade die kurdenfreundliche HDP hatte bei der letzten Wahl überraschend, und dem Anschlag vom 5. Juni zum Trotz, über zehn Prozent geholt und die absolute Mehrheit der AKP war dahin. In der Folge kam keine Regierung zustande. Die AKP verweigerte sich.

Wieder sollte gewählt werden. Diesmal am 1. November. Wieder, und diesmal weiter vor der Wahl, wird die Türkei von Anschlägen auf linke Kräfte erschüttert. Der Verdacht liegt nahe, dass mit dieser Bluttat, die in ihrer Ausführung verdächtig an die Anschläge von Suruc erinnert, die Wahlen am 1. November beeinflusst werden sollen. Die kurdenfreundliche HDP hat nun alle Wahlkampfveranstaltungen abgesagt, da sie um die Sicherheit jener fürchtet, die sich zu ihnen und ihrem Programm bekennen. Das dürfte durchaus ein Problem für die Wahlkampfbemühungen der HDP sein.

Die Blicke richten sich wieder einmal gegen Erdogan. Verschwörungstheorien schießen ins Kraut. Manche meinen, eins und eins zusammenzählen zu können und deuten mit dem Finger auf Erdogan. Diese Theorien erinnern in ihrer Art an die Theorien über das amerikanische 9/11. Aber im Gegensatz zu den Attentaten von New York und Washington haben sie in der Türkei einen anderen Effekt: Sie spalten das Land weiter. Die einzige stabile islamische Demokratie im Nahen Osten ist erschüttert worden. Nicht nur durch die weitreichenden Umbauten des Systems durch die AKP, sondern auch durch den fortwährenden Vertrauensverlust eines Teiles der Bevölkerung. Einige werfen Erdogan vor, einen Bürgerkrieg mit den Kurden entfachen zu wollen, um so die verlorene Mehrheit wieder zu erlangen.

Eine mittelfristig destabilisierte Türkei kann allerdings nicht im Interesse Erdogans liegen. Die Gefahr einer dauerhaften Destabilisierung wird mit jedem Anschlag realistischer. Für die Länder Europas wäre der Wegfall des NATO-Partners Türkei als starke Regionalmacht ein geopolitischer Albtraum, von dem menschlichen Leid ganz zu schweigen. Die Anhänger der Regierung und der Opposition gehen immer öfter mit Gewalt aufeinander los. Bomben fallen auf die Kurden, während der als Schuldiger ausgemachte Islamische Staat (IS) von der Türkei weitgehend unbehelligt seine grausamen Bluttaten weiter verüben kann. In der Tat wäre eine destabilisierte Türkei für den IS recht nützlich, denn von einem mit sich selbst beschäftigten Staat kann keine Gefahr für den IS ausgehen.

An Syrien direkt nebenan kann man sehen, was Bürgerkrieg und dauerhafte Destabilisierung anrichten kann. Auch nach Somalia mag der Blick sich diesbezüglich richten. Natürlich ist die Türkei noch lange nicht so weit, aber die Gefahr ist in diesem Jahr um einiges greifbarer geworden als sie noch letztes Jahr war. Wer auch immer wirklich hinter den Anschlägen von Ankara steckt, wird mit diesen Taten eventuell den Ausgang der Wahl beeinflussen, aber vor allem die Türkei weiter in die internen Streitigkeiten treiben, die politischen Meinungen weiter polarisieren und die Menschen weiter brutalisieren. Gewalt wird zum legitimen Mittel der Durchsetzung von Interessen. All das mag einige Journalisten bereits an das Ende der Weimarer Republik erinnert haben. Auch wenn solche Vergleiche immer öfter bei den Mitmenschen ein genervtes oder irritiertes Stirnrunzeln oder auch Ablehnung erzeugen, so nah ist doch dieser Vergleich. Der Verfall der politischen Sitten und die Zunahme der Gewalt im politischen Diskurs in der Türkei mag uns alle daran erinnern, wie fragil und verletzlich eine liberale Demokratie westlichen Zuschnitts ist. Das gilt doppelt, wenn diese an ein Land wie Syrien grenzt und mit einer Organisation wie dem IS zu tun hat.

Es ist mitunter müßig, zu fragen, wer denn wirklich Schuld an all dem trägt, denn es ist klar, wer am Ende die Leidtragenden sein werden: Die Bevölkerung der Türkei und die türkische Demokratie. Für die Türkei darf es als Staat nur einen Weg geben. Der politische Diskurs muss wieder in zivilisierte Bahnen gelenkt werden. Die Regierung Erdogan muss aufhören, bei jeder Gelegenheit den Brandstifter zu spielen, Bomben auf jene zu werfen, mit denen man zuvor noch um Frieden geredet hatte und weiter Linke und die Opposition unter Druck zu setzen. Es gilt nun, einem gemeinsamen Gegner gegenüberzutreten: dem Verfall der türkischen Demokratie. Die Spirale der Gewalt muss gestoppt werden, bevor sie das Land wirklich, ob gewollt oder ungewollt, in einen Bürgerkrieg führt, der am Ende weder Erdogan und seiner AKP oder den Kurden oder der Opposition, sondern einzig dem unsäglichen Islamischen Staat und seiner menschenverachtenden Politik nutzen wird.

 

Quellen:
[1] http://www.spiegel.de/politik/ausland/ankara-tuerkei-ist-nach-dem-anschlag-zerrissen-kommentar-a-1057386.html
[2] http://www.welt.de/politik/ausland/article147460493/Erste-Hinweise-auf-Taeter-nach-verheerendem-Anschlag.html
[3] http://www.sueddeutsche.de/politik/tuerkei-furchtbarer-verdacht-offenbart-das-misstrauen-gegenueber-der-akp-1.2688199
[4] http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlag-in-ankara-tuerkischer-premier-macht-is-fuer-anschlag-in-ankara-verantwortlich-1.2687917

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Kommentare

13 Kommentare zu Anschläge in der Türkei: Gefahr der Destabilisierung der einzigen islamischen Demokratie im Nahen Osten

  1. Heiko Philippski schrieb am

    Aha..
    Die Türkei ist also die einzige Demokratie im Nahen Osten.
    Israel ist ja auch eine Monarchie….

  2. Enavigo schrieb am

    Ich habe den Artikel nun öfters gelesen, aber bekomme nicht so recht heraus, was Björn jetzt damit letztendlich (aus)sagen will.
    Wenn ich von der Überschrift ausgehe, dann geht es darum die einzige Demokratie im Nahen Osten zu stärken. Ohne jetzt über Israel reden zu wollen, oder darum ob Björn die einzige islamische Demokratie meint, es ist schon recht gewagt die Türkei als stabile Demokratie zu bezeichnen.

    Ich denke Björn kennt die demokratischen Defizite in der Türkei recht gut. Er kennt die Vorgänge um den Taksim-Platz und den Gezi-Park, er kennt Erdogans „Spiel mit Twitter“. Wo er mit teilweisen Blockaden von Twitter und Störsendern im Gezi-Park, reagierte, die das mobile Internet lahmlegten.
    Des weiteren einfach mal nach dem Gesetz 5651 googlen. Es ermöglicht den türkischen Behörden eine weitgehende Zensur des Internets. In dieser Hinsicht lebt die türkische Demokratie auf der Höhe von China oder dem Irak. Auch in anderen medialen Bereichen zeichnet zum Beispiel die Liste von Reportern ohne Grenzen ein negatives Bild. https://en.wikipedia.org/wiki/Press_Freedom_Index (Bei der Liste hinten anfangen, dann findest du die Türkei schneller :( )

    Und dann kritisiert Björn „irgendwie“, dass es Erdogan nicht möglich gewesen ist eine Regierung zu bilden. Nun ja, eine Demokratie dürfte bei Wahlen eben keine 10% Hürde für Parteien haben, wie die Türkei. Dies hat mit Demokratie wenig zu tun.
    Aber diese Demokratie sieht Björn in Gefahr. Also sollten mehr Türken Erdogan wählen, damit hier wieder die von mir skizzierten Demokratie-Defizite gefestigt werden?
    Und ich könnte massenweise weitere Defizite aufzeigen, z.B. bei der Vergabe von Großaufträgen in der Wirtschaft, oder bei der zivilen Überwachung von Polizei und Militär, usw.

    Was sagt Björn weiter? Das der IS eine Gefahr ist, die wir gemeinsam bekämpfen müssen? Ja, da stimme ich ihm voll zu.
    Aber warum wurde die deutsche und amerikanische Beteiligung an der NATO-Mission „Active Fence Turkey“ vor drei Tagen beendet? Diese Mission war gedacht die Türkei vor dem IS zu schützen. Und nun, warum verbleiben nur noch ein paar spanische Raketen in der Türkei?

    Ich denke eine Stabilisierung der Türkei wird nicht durch Erdogan stattfinden, und schon gar nicht dadurch, dass man ihm jetzt auch noch entgegen kommt und Versprechungen macht.
    Demokratische Erfolge wurden bisher allein durch die Vorgaben der Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU erzielt. Da dieser Beitritts-Wille zum Glück von vielen Türken geteilt wird, wird er letztendlich dazu führen, die Türkei nach und nach zu demokratisieren.

    Wie gesagt, die Bekämpfung des IS muss von einem möglichst großen Bündnis, wenn möglich über Ost/West Grenzen hinweg, erfolgen.
    Aber die Angst vor dem IS, und die damit direkt zusammenhängende Angst vor einem anhaltenden Flüchtlingsstrom, darf auf keinen Fall dazu führen, dass wir hier eine nicht vorhandene Demokratie als stabil bezeichnen und unterstützen.
    Denn dies könnte auch dazu führen, dem IS ein „Drittstaat“ anzubieten, um diesen als Rekrutierungsort, als Sprungbrett in den Westen, oder als sicheren Zufluchtsort aufzubauen. Ansätze von allen drei „Angeboten“ sind leider unter Erdogan schon jetzt zu erkennen.

    • Alfred schrieb am

      „…..IS ….Sprung nach Westen….“ guglt mal „Dar el Harb“ oder / und „Harbi / Koran “ Da geht es um den “ Westen“ um uns…..und dann denkt mal an Piraten „No border “ Träumereien und wie viel junge gläubige (nicht alle) Muslime in unser Land, unsere Gesellschaft strömen…. fragt sie ob „Dar el Harb“ noch gilt, ob der Prophet im Umgang mit Rihana bint Amr oder Aische bint abu Bekr recht gehandelt hat, ob Az Zubair al Awam im Paradies weilt und auf sie wartet….fragt sie …..und dann überlegt was das für uns heißt…..

      • Seepferdchen schrieb am

        Ich hab‘ `mal „Dar al Harb“ gegoogelt, wie von dir angeregt. Wirklich interessante Ergebnisse. Sie zeigen uns, wie abgrundtief schlecht der Islam als Religion doch ist – vor allem im Vergleich zum christlichen Ansatz, der seine Überlegenheit in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Daher muss das Abendland mit Zähnen und Klauen verteidigt werden; notfalls mit den gleichen Methoden, die man hinsichtlich der DDR immer doof fand. Waren sie ja auch.
        Was früher doof war und, wenn ich mich recht erinnere, auch nicht funktioniert hat, wird heute von einigen Leuten zum Allheilmittel zur Bewältigung der „Flüchtlingskrise“ geadelt. Die Abweiser des (noch zu bauenden) Zauns müssen nur von innen nach außen gedreht werden. Ansonsten – same fu*ing procedure. Und der Bulgare, der den Querschläger abgefeuert hat, verdient `nen Orden – stimmt’s?

        Ach ja – für alle die zu faul zu Googlen waren: „Dar al Harb“ bedeutet soviel wie „Haus des Krieges“. Gemeint sind damit alle nichtislamischen Gebiete, deren Eroberung heilige Pflicht des „Dar al Islam“ ist.

        Ich glaube, Saudi-Arabien gehört zum „Dar al Islam“. Da hab`ich `mal `ne Frage Alfred: Wie siehst du die Haltung des Herrn Kauder (Politiker, der einer christlich orientierten Partei angehört) in Bezug auf Saudi Arabien?

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ruestungsexporte-union-kritisiert-spd-haltung-a-1022319.html

        Sollten wir die stählernen Leoparden wirklich in die Wüste liefern? Dank deiner Erläuterungen WISSEN wir ja jetzt, dass die „Tierchen“ möglichweise gar nicht, wie vorgesehen, nur diese Wüste brav durchstreifen könnten. Möglicherweise setzen sie irgendwann (spätestens, wenn das Öl knapp wird) tatsächlich zum Sprung auf „Dar al Harb“ an. Nur gut, dass wir wenigstens gleichzeitig auch Israel beliefern. Das verschafft uns ein bisschen Zeit…

        Auf diese Weise sichern wir auch `ne Menge deutsche Arbeitplätze, wenigstens für `ne Weile, bevor Industrie 4.0 voll zuschlägt.

        LG Seepferdchen.

        • Alfred schrieb am

          Seepferdchen, schön das Du das geguglt hast. Auch die anderen Begriffe ? Sind auch sehr aufschlussreich. Aber……
          Ich kenne einige Muslime recht gut, die haben mit diesem Scheiß nichts am Hut. Bitte nicht von einem Extrem in das andere fallen. Die meisten von uns werden in ihre Religion hineingeboren und entsprechend sozialisiert, die suchen sich das nicht aus. Der Islam ist , wie auch das Christentum, eine Offenbarungsreligion deren Offenbarungen „göttlichen Ursprungs sind “ und daher eigentlich von Menschen nicht hinterfragt, geändert werden können / dürfen. Siehe auch z. B. Katholen, Evangelikale, Orthodoxe Juden. Im Beispiel Harbi oder Raihana ist das Vorbild des Propheten das Problem, das, im System Islam gedacht, den Wahabiten und IS Leuten leider recht gibt. Die notwendige Reform des Islam muß aus dem Islam selbst kommen, das können wir nicht übernehmen, auch die Deutungen unserer „Islamexperten“: das ist nicht der richtige Islam, nützen gar nichts ( Sonst könnten sie die Ayatollahs und Mullahs einfach mal aufklären. hüstel.). Wir müssen damit leben, das der Islam so ist wie er ist und die einzelnen Muslime so sind wie sie sind. Wenn wir das Thema Zuwanderung (nicht Asyl) nüchtern betrachten, also unser eigenes Interesse in den Vordergrund stellen, würde ich eher nicht Muslime aufzunehmen…..einfach weil das Risiko geringer ist. ….Panzer an die Saudis….Finde ich nicht gut, aber die Gefahr das wir militärisch offen von islamischen Staaten angegriffen werden, sehe ich gar nicht, diese Möglichkeit haben sie nicht. Unsere Schwäche ist unsere Humanität, die wir über unsere Selbsterhaltung stellen. Wir haben eigentlich kein Problem Migranten mit Zäunen, Grenzsoldaten und Patroullienbooten abzuwehren….man zeigt uns aber verzweifelte Menschen und Kinder….(die wahrscheinlich gar nicht kämen wenn sie wüssten, das man sie, wie in Ceuta oder Australien, nicht hineinließen)…und dann haben wir „Beißhemmungen, gefördert von Naiven Christen, Linken Weltverbesserern, Gutmenschen halt, die nicht begreifen was sie anrichten. Hast Du die Bilder aus Jerusalem gesehen ? Wie es da zu geht ? Ein Israeli ermordet, der Mörder, ein Palästinenser erschossen, ein unbeteiligter Eritreer auch, der wäre, sterbend, fast noch gelyncht worden….so kann es bei uns auch werden, in 3 Jahren ? 5 ? 10 ? 20 ? Es kann auch Unruhen, siehe London riots geben, oder Zustände wie in Rotherham (Sexuellermissbrauch), gugl mal. Und es können Ghettos entstehen in denen die armen, arbeitslosen, frustrierten Einwanderer nach ihren eigenen Gesetzen leben. Wie z.B. in den Banlieu. Besonders die Gottlosen Linksliberalen und Schwule und Frauenrechtlerinnen werden sich noch wundern wenn wir so weitermachen. Deshalb bin ich, wie schon gesagt wie weitgehende Abschottung und dort zu helfen wo unsere Hilfe erwünscht und effektiv ist.

          • Seepferdchen schrieb am

            Mensch Alfred – ich fass‘ es nicht. Ich habe meinen letzten Gruß an dich in dem anderen Thread geschrieben BEVOR ich das hier las. Zum gleichen Thema. Gibt es doch so was wie Gedankenübertragung?
            Nun Brüder im Geiste sind wir sicher nicht, wir teilen vermutlich nur ein paar allgemeine Ansichten zur Religion (ja, ich hab‘ auch die anderen Begriffe gegoogelt…)und die gleichen Ängste.

            Du sagst: Abschotten – basta!

            Ich sage: Abschottung hilft nicht. Sie funktioniert auch nicht auf die Dauer, wie die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen. Und ich will sie auch nicht. Es muss andere Wege zur Bewältigung der Probleme dieser Welt geben. Waffenlieferungen (egal wer an wen) sind definitiv KEIN Weg.

            • Alfred schrieb am

              Hallo Seepferdchen, ich habe im „Abschottung “ Thread geantwortet, schau mal nach…Du sagst Abschottung hilft nicht, doch Seepferdchen, es hilft, Europa kann seine Grenzen weitestgehend dicht machen. Aber Du willst ja gar nicht wie Du selbst schreibst, Du willst Open Borders, unbegrenzte Einwanderung z.B. auch von Millionen von Muslimen, die Du fürchtest ? Und warum willst Du das ?

              • Seepferdchen schrieb am

                Ja – ich sagte „Abschottung hilft nicht“ = Open Borders – ja.
                Nein – ich sagte nicht, dass ich unbegrenzte zahlenmäßige Zuwanderung will. Wenn die Bevölkerungsdichte über den Wert der Niederlande steigt, könnte es schon ein bisschen eng werden in Deutschland. Dem stimme ich durchaus zu.

                Ja – ich schrieb zwischen den Zeilen, dass ich prinzipielle Probleme mit JEDER Religion habe.
                Nein – ich schrieb nicht, dass ich Muslime fürchte. Ich fürchte mich allein davor, dass Idioten (was auch immer für welche) Macht ausüben dürfen.

                Deine Frage nach dem Warum hat sich damit wohl erübrigt.

                Ich beginne mich zu wiederholen: Aus dem bestehenden Dilemma kommen wir nur `raus, wenn wir den Menschen in ihren Herkunftsländern ein einigermaßen vernünftiges Leben ermöglichen. Und da kann Deutschland (bzw. die gesamte sog. westliche Welt) `ne ganze Menge tun bzw. das unterlassen, was direkten Schaden erzeugt. Dazu ist nicht in jedem Fall die freiwillige Herausgabe von „mühevoll erarbeiteten Eigentums“
                gen Süden und Osten vonnöten. Es würden auch einige schlichte Paradigmenwechsel helfen. Z.B. sollten wir darauf verzichten, allen anderen unsere Lebensweise ständig als die einzig coole…im wahrsten Sinne des Wortes VERKAUFEN zu wollen. Wir sollten selbst über unsere Lebensweise nachdenken. Finden diese Paradigmenwechsel nicht statt, kommen mittelfristig ohnehin ganz schwere Zeiten auf uns zu.
                Unser Planet könnte prinzipiell 15 Mrd und mehr Menschen aushalten. Aber er hielte nicht mal 5 Mrd aus, die so leben wie wir. Also weiter die Wachstumslokomotive befeuern, die mit Volldampf gegen die Wand fährt?

              • Alfred schrieb am

                Ach Seepferdchen, ….Open Borders …ja…..unbegrenzte Zuwanderung ….nein…????
                …Wenn WIR den Menschen in ihren Herkunftsländern….Wir ? Wir sollen Lebensumstände in anderen Gesellschaften schaffen wie sie die Menschen dort haben möchten ? Wir ? In Afghanistan z.B. ? Wie hätten es die Afghanen denn gern ? Mädchen in die Schule ? oder nicht ? und wenn nicht ?
                …..nicht versuchen den Menschen unsere Lebensweise zu verkaufen….Mensch Seepferdchen, die wollen, materiell, so leben wie wir, Hier oder da… Die wollen Materielle Teilhabe, darum geht es doch…und richtig, das hält unser Planet nicht aus…Einen schönen Abend noch…

  3. GNU Hurd schrieb am

    Islam und Demokratie sind inkompatibel, genauso wie Christentum und Demokratie inkompatibel sind. Demokratie kann es nur in einem Laizistischen Staat geben der endweder nicht religiös ist oder zumindest die Religion und Staat voneinander getrennt sind. Diese Trennung von Religion und Staat wird ja vom Islam abgelehnt. Und eine „Islamische Demokratie“ ist somit nicht möglich, da sich nach der Meinung der Religiösen eben die Demokratie nach der Religion zu richten hat und eben nicht nach den Sachpolitischen Mehrheitsentscheidungen wie in einer echten Demokratie.

    Findet die Trennung zwischen Staat und Religion nicht statt so ist der Konflikt zwischen Weltlichen und Religiösen Eliten vorprogrammiert, dies ist auch der Grund warum die meisten Islamischen Staaten so instabil sind. Je Mehr die AKP die Türkei hin zum Islamismus entwickelt, desto stärker wird dieser Effekt auch in der Türkei sein desto höher die Gefahr von Ethnischen Konflikten, Religiösem Fanatismus oder gar letztendlich Bürgerkrieg.

    Die Religion ist eine Gefahr für jeden (demokratischen) Staat, wir haben uns den Laizismus in Europa nicht umsonst erst in vielen blutigen Revolutionen erkämpfen müssen damit Demokratie und Rechtsstaat überhaupt erst möglich wurden. Deshalb ist es auch so extrem wichtig das den Machtansprüchen des Islams entgegen getreten wird ohne den Forderungen der Klerikalen Eliten nachzugeben.
    Die Entwicklung in der Türkei ist ein Beispiel dafür was passieren kann wenn dem Islam gegenüber aus falsch verstandener Toleranz heraus Appeasement betrieben wird. Laizismus muss eben verteidigt werden und zwar jederzeit.

    Deshalb brauchen wir endlich eine Linke, eine progessive Islamkritik

  4. Alfred schrieb am

    Mit Türken und Kurden klappt es nicht so recht ….aber mit Deutschen und Kurden, Türken, Afghanen usw. usw. usw. wird es alles klappen ? Weil wir ihnen Perspektiven bieten können ? Arbeitslplätze im „Digitalen Wandel“ ? Das ist das aktuelle Thema (siehe „fünfte Industrielle Revolution“ guglt mal)….statt dieses Thema aufzunehmen schreibt der Vorsitzende offene Briefe an die Schufa….mit tollem Ergebnis….

  5. Alfred schrieb am

    Noch was….warum ist Merkel eigentlich in der Türkei ? brauchen wir keine Fachkräfte mehr ? Werden die Menschen nicht mehr verfolgt ? Wie soll die Türkei die Migrationsbewegung ( Merkel : illegal…oh ….) stoppen ? Mit Zäunen ? Notfalls mit Gewalt ? Ich dachte das geht nicht ? Wir wollen das nicht ? Und jetzt ? Was hat sich geändert ? Was wissen wir heute, was wir vor z.B. 6 Monaten nicht wussten ?

  6. Heiko Philippski schrieb am

    Liebe Piraten,

    ihr steht doch für Transparenz. Dann solltet ihr auch einen Hinweis anbringen, wenn am Artikel etwas verändert wurde, wie zB. wen Titel um „islamischen“ ergänzt wird. Denn einige Kommentare, ergeben nach der Änderung keinen Sinn oder nicht für die Leser nachvollziehbar.

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