Freiheits-Server-Initiative

Bild: be-him CC BY NC ND

Der NSA-Skandal und die zunehmenden, massiven Angriffe auf die Filesharing-Community haben verheerende Folgen für das freie und offene Internet:

Grundrechte wie Privatsphäre, Datenschutz und Pressefreiheit werden praktisch ausgehebelt. Die Menschen sind in Bezug auf das Internet verunsichert. So wird der Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft torpediert. Filesharing-Communities beklagen Teilnehmerschwund.

Angriff auf die Pressefreiheit

Zudem scheinen CDU und SPD den NSA-Skandal als Machbarkeitsstudie zu interpretieren; anders ist nicht zu erklären, dass sie bei jedem noch so kleinen Anlass mehr Überwachung fordern und massive Angriffe auf die Pressefreiheit fahren.

Vorratsdatenspeicherung scheint die einzige Antwort zu sein auf jegliches Vergehen; Anzeigen gegen Journalisten, die ihrer Arbeit ordentlich nachgehen, die über das skandalöse Verhalten von BND und NSA berichten, häufen sich, während der Etat für den BND aufgestockt wird.

Diese Gefahrenlage, dieser Verdacht gegen jede Person, die das Internet nutzt, verlangt neben politischen auch technische Lösungen, denn technische Lösungen wirken sofort und machen Überwachung teurer, was uns auf dem langwierigen Weg durch die politischen Institutionen den Rücken stärkt; in beiden Fällen müssen wir PIRATEN dringend sehr wirksam und nachhaltig handeln.

PIRATEN betreiben TOR-Server

Wir PIRATEN betreiben diesbezüglich bereits vereinzelt einige TOR-Server. Es gibt aber noch keinen breit angelegten, koordinierten Ansatz, der dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbar ist und auch eine technisch umfassende Lösung darstellt. Das soll sich mit der Freiheits-Server-Initiative ändern. Gemeint ist ein Server, der mit seinen Ressourcen gleichmäßig das TOR-Netzwerk, das anonyme P2P-Netzwerk Freenet, YaCy – die vollständig dezentralisierte Alternative zu Google – und FreeDNS fördert.

Die Freiheits-Server-Initiative

Die Freiheits-Server-Initiative fördert, dass weltweit so viele Freiheits-Server wie möglich aufgesetzt und betrieben werden. Das hat für die erwähnten kritischen Infrastrukturen noch einen ganz besonderen Wert: Wenn wir, die Piratenpartei, kritische Infrastruktur-Bestandteile betreiben, sind diese über unseren rechtlichen Status als Partei zusätzlich grundrechtlich geschützt. Es ist eine Sache, wegen eines TOR-Servers bei einer Privatperson eine Hausdurchsuchung durchzuführen und den Server zu beschlagnahmen, es ist aber noch mal eine ganz andere Sache, so etwas bei einer Partei zu versuchen, die einen TOR-Server betreibt.

Die Freiheits-Server-Initiative steht und fällt mit der Unterstützung der Basis:

Finden sich insgesamt acht Leute, die sich dazu bereit erklären, in einem Webseiten-Team
oder ›Tech-Team‹ die Initiative dauerhaft zu tragen, kann die Freiheits-Server-Initiative praktisch ins Leben gerufen werden.

Wenn Ihr die Freiheits-Server-Initiative in die Tat umgesetzt sehen wollt, dann meldet Euch bitte auf die beiden verlinkten Stellenausschreibungen, weist gezielt Leute in Eurem Umfeld darauf hin, oder verbreitet einfach den Link auf die beiden Stellenausschreibungen:

Webseiten-Team

Tech-Team

 

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Kommentare

3 Kommentare zu Freiheits-Server-Initiative

  1. Tegres schrieb am

    Ich glaube, im Abschnitt „Die Freiheits-Server-Initiative“ muss es fordert statt fördert heißen.

    Anosnsten interessanter Stoßrichtung, wobei ich mir leider mit dem zusätzlichen Schutz durch die Partei nicht so sicher wäre, da gab es leider in der Vergangenheit schon unschöne Gegenbeispiele. Im Zweifek dürfte der Schutz jedoch besser sein, bzw. dürfte wir als Partei vor Gericht einen längeren Atem haben als eine einzelne Person.

  2. Moritz schrieb am

    4/5 des Textes ist einleitender Blabla. Kann bitte mal der dürre Kernabsatz, was genau da wie umgesetzt und wie gefördert werden soll, genauer beschrieben werden?

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