Wer rettet hier eigentlich wen?

Bild: Tobias M. Eckrich

Ein kritischer Gastbeitrag zur Debatte um Asyl- und Zuwanderungspolitik

In den letzten Wochen prägen hitzig geführte Debatten die Stimmung in unserem Land. Die einen heißen Flüchtlinge willkommen und treten vehement für Gastfreundschaft und Humanität ein, die anderen schreien rechte Parolen und rufen zu Kundgebungen auf. Gewaltbereite Nazis sind sogar bereit Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden, wie jüngst in Nauen und anderswo [1]

Unsere Politiker verhalten sich angesichts der polarisierten Stimmung indifferent – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will mit „Taschengeldkürzungen für Asylbewerber“ bei rechtsgesinnten Deutschen punkten [2] und Andreas Bausewein (SPD) [3] kontert mit der Abschaffung der Schulpflicht für die Kinder der Flüchtlinge. Stimmenfang am rechten Rand der Gesellschaft ist salonfähig geworden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen besucht anlässlich der Krawalle in Heidenau zum ersten Mal eine Flüchtlingsunterkunft, um zu zeigen, wie hochgeschätzt Engagement, Willkommensgesten und ehrenamtliche Hilfe sind [4]. Damit umschmeichelt sie die potentiellen Wähler, die sich für Flüchtlinge einsetzen und auf die Genfer Konvention pochen, die zur Aufnahme der Menschen verpflichtet.

Aber keiner der etablierten Politiker ist bereit, Tacheles zu reden, als hätte niemand in diesem Land die Wahrheit verdient. Wir haben nämlich ein Problem, hier im sicheren, reichen Deutschland. Es wird „demographischer Wandel“ genannt. Seit Jahren stehen einer wachsenden Anzahl von Rentnern eine schwindende Anzahl von Geburten gegenüber [5].

Deshalb werden in rund 40 Jahren in unserem Land etwa 15 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Die Zahl der in diesem Land lebenden Menschen fällt mutmaßlich zwischen den Jahren 2013 und 2060 von 81 Millionen auf rund 68 Millionen, und der größte Anteil der Einwohner wäre über 65 Jahre alt [6].

Experten rechnen damit, dass deshalb unsere Wirtschaft und unsere Rentensysteme in Gefahr sind, weil zukünftig immer weniger junge Menschen immer mehr Rentner mitfinanzieren müssen [7].

Hilflos suchen Politiker seit Jahren Auswege aus der drohenden Krise. Verschiedene Strategien wurden ausprobiert und scheiterten [8]

Ein garantierter Kitaplatz sollte Frauen im Job halten: Fehlanzeige. Die Anzahl der erwerbstätigen Mütter stieg bisher nur unwesentlich [9].

Elterngeld und Herdprämie sollten Frauen davon überzeugen, mehr Kinder zu bekommen. Fehlanzeige: die Anzahl der Kinder blieb konstant bei 1,4 – die Geburtenraten stiegen nicht [10]. Deutschland ist, was die Geburtenrate betrifft, mittlerweile Schlusslicht im weltweiten Vergleich [11].

Es blieb nur die Erhöhung des Rentenalters als nächster Ausweg. Ignoriert wurde aber die Tatsache, dass Arbeitnehmer nicht in jedem Beruf beliebig lange arbeiten können. Flexirenten, individuelle Lebensgestaltung, die längeres Arbeiten oder Jobben für Rentner rentabel machen, sind augenblicklich diskutierte Modelle, um dieser Krise zu entgehen [12]. Doch das sind Tropfen auf dem heißen Stein, wie man so zutreffend sagt, denn zunehmend wächst die Altersarmut in Deutschland [13]. Flaschensammler gehören mittlerweile schon fast zum alltäglichen Bild [14].

Junge Menschen wissen, dass ihre Renten infrage stehen, fühlen sich überfordert und versuchen, die Problematik zu ignorieren. Wegen sehr niedriger Einkommen können viele nicht für eine private Altersvorsorge sparen und die, die es könnten, sparen nachweislich viel zu wenig [15]. Binnen der nächsten Jahrzehnte wird sich die Situation in Deutschland schleichend verschlechtern, es sei denn, es fände sich ein Ausweg.

Eine Lösung dieser Probleme bekommen wir gerade geschenkt und merken es nicht einmal in der aufgeheizten Debatte. Es gibt eine große Anzahl von Menschen, die hier mit uns leben wollen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Viele nennen wir Flüchtlinge: Sie fliehen vor Krieg, Folter und Verfolgung in ihren Heimatländern.

Andere leiden in ihrem Heimatland unter Arbeitsbedingungen, die krank machen, und dazu an bitterer Armut. Eine Arbeiterin in Ecuador, die in der Blumenindustrie arbeiten muss, erleidet Sehstörungen, Schwindel, Haut- und Atemwegserkrankungen [16]. Wir nennen sie einen „Wirtschaftsflüchtling“ und die meisten Politiker befürworten ihre schnelle Abschiebung.
Wieder andere Menschen möchten einfach nur zuwandern, um eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder zu haben. Diese Menschen möchten die Politiker am liebsten gar nicht erst nach Deutschland lassen.

Wir teilen diese Menschen also in fragwürdige Kategorien und debattieren über die Frage, wie viel Zuwanderung, wie viele Flüchtlinge beziehungsweise Asylbewerber dieses Land verträgt und wer aus humanitären Gründen dringend aufgenommen werden muss.

Dabei vergessen wir die Wahrheit: Wir brauchen sie alle.

Es ist Zeit für einen Perspektivenwechsel.

Nicht wir sind es, die Refugues retten, sie retten uns!

Wenn wir weiter gemütlich in unserem Wohlstand leben wollen, sollten wir schleunigst aufhören, uns vorzumachen, dass wir humane, gastfreundliche Gnade walten lassen, wenn wir Flüchtlinge aufnehmen. Es gibt auch kein vernünftiges Argument, sogenannte ‚Wirtschaftsflüchtlinge“ abzuweisen oder sich gegen Zuwanderung zu sträuben. Dies zeigte eine Studie der Bertelsmannstiftung, laut der langfristig jährlich 533.000 Menschen nach Deutschland zuwandern müssten [17].

Vielmehr sollten wir dankbar annehmen, dass Menschen hierher kommen und unsere Gesetze so ändern, dass sie schnell und unkompliziert hier leben und arbeiten können. Auch sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ müssten wir eigentlich willkommen heißen. Natürlich bevorzugt die Wirtschaft qualifizierte Arbeitnehmer. Viele, aber nicht alle Menschen entsprechen dieser Anforderung, aber Qualifikation lässt sich erwerben, wenn wir den Menschen, die zu uns kommen wollen, entsprechende Möglichkeiten eröffnen.

Jeden Cent, den wir investieren, um Menschen unterzubringen, auszubilden und zu integrieren, werden wir doppelt und dreifach zurückbekommen. Denn wir investieren in unsere eigene Zukunft und die unserer Kinder!


Quellen:

[1] http://google.de
[2] http://www.sueddeutsche.de/news/politik/fluechtlinge-de-maizire-will-asyl-leistungen-ueberpruefen—harte-kritik-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150814-99-07387
[3] http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-08/fluechtlinge-kinder-schulpflicht-thueringen-forderung-bausewein
[4] http://www.heute.de/bundeskanzlerin-merkel-besucht-fluechtlingsunterkunft-in-heidenau-gauck-in-berlin-39842868.html
[5] https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Bevoelkerungsvorausberechnung/InteraktiveDarstellung/InteraktiveDarstellung.html
[6] http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/demografischer-wandel-15-millionen-arbeitskraefte-zu-wenig-deutschland-altert-zu-schnell_id_4665245.html
[7] http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/demografischer_wandel/
[8] http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/demografischer_wandel/demografischer-wandel-muetter-sollen-aus-der-patsche-helfen_aid_338773.html
[9] http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Ausge_C3_BCbte-Erwerbst_C3_A4tigkeit-von-M_C3_BCttern,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf
[10] https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/Geburten.html
[11] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-hat-die-niedrigste-geburtenrate-der-welt-a-1036553.html
[12] http://www.bmbf.de/de/20112.php
[13] http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/dazuverdienen-laenger-arbeiten-sozialhilfe-darben-statt-golfen-was-tun-wenn-die-rente-nicht-reicht_id_4559663.html
[14] http://www.welt.de/wirtschaft/article133975279/Altersarmut-wird-in-Deutschland-zum-Alltag.html
[15] http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-897573.html
[16] http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-02/blumen-ausbeutung-valentinstag
[17] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zuwanderung-deutscher-arbeitsmarkt-braucht-mehr-auslaender-a-1025834.html

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Kommentare

37 Kommentare zu Wer rettet hier eigentlich wen?

  1. Michael Ebner schrieb am

    Experten prognostizieren, dass in 40 Jahren 15 Mio Arbeitskräfte fehlen und empfehlen „Flüchtlinge in’s Land“, andere Experten prognostizieren, dass in 40 Jahren die Maschinen die Arbeit übernommen haben und empfehlen BGE.

    Ich prognostiziere, dass auch noch in 40 Jahren es Experten geben wird, die mit ihren Prognosen daneben liegen werden und empfehle Hilfe unabhängig von Nützlichkeitsüberlegungen.

  2. Schokolade schrieb am

    „Nicht wir sind es, die Refugues retten, sie retten uns!“

    Das klingt ja nach win-win Situation.
    Der Exportschlager, deutsche Waffen sowie die aggressive deutsche Außenpolitik (Krieg?) u.a. produzieren Flüchtlingsströme, der ausgeklügelte Parkour ins gelobte Land sorgt dafür, dass nur die Besten durchkommen, die dann bei uns arbeiten um unsere Renten zu sichern.

  3. Transpigmentiert schrieb am

    Um bei Deiner Sichtweise zu bleiben: Bei 50 Millionen Flüchtlingen werden die ganz bestimmt nicht im ersten EU Land Halt machen, das die Deutschen gerade finanziell retten musste (Griechenland)…geschweige denn Ungarn oder Österreich:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/ungarn-budapest-bahnhof-raeumung-fluechtlinge
    „Die ungarischen Behörden haben den wichtigsten Bahnhof von Budapest geschlossen.“
    Wer die Sendung vom 31.08.2015 über „800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das?“ verpasst hat, dem kann man eine kurze Sequenz empfehlen:
    https://youtu.be/cFBx67aI2Y4?t=2401
    „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger – Joachim Herrmann“
    J. Herrmann (CSU) ist Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr kurz BStMI…redet dort aber so, als wären sie unter sich.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Herrmann_%28CSU%29
    Was wohl passiert, wenn statt eines Flüchtlingsheims Banken angezündet werden? Können die überhaupt brennen, weil das Bargeld abgeschafft werden soll?
    Zumindest in Nordbayern gilt „Neger“ als Schimpfwort:
    http://www.nordbayern.de/region/altdorf/neger-als-schimpfwort-kostet-1800-euro-1.3488359
    „“Neger“ als Schimpfwort kostet 1800 Euro“
    Schmipfwörter kann man mit einem Lächeln auf den Lippen von sich geben. Herr Ranga Yogeshwar meint, es läge ein „Mangel an Differenzierung“ vor. (hä?) Wahrscheinlich ist jeder ein „Neger“ nur noch nicht vollständig pigmentiert, also ein Transneger, es sei denn, man ist Staatsminister oder Entscheidungsträger oder jemand der 1%.
    Man rechnete im März 2015 mit 553.000 zuwandernden „Fachkräften“. Wieviele Frachkräfte stecken in 1000 Flüchtlingen, wieviele in 800.000 Flüchtlingen? Will man eine Fachkraft oder eine Couchpotato – eine Sofakartoffel? Kann man sich entscheiden, den Flüchtling behalten und stattdessen einen Nazi oder jemanden der „Neger“ sagt…

  4. An die Helfer schrieb am

    1. Hilfe: Europäische/Deutsche Staatsbürgerschaft und BGE für alle Menschen, die nach Deutschland kommen und bleiben wollen.

  5. Anja schrieb am

    Hallo,

    laut CIA-Factbook hat Deutschland mitnichten die niedrigste Geburtenrate der Welt
    https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2127rank.html#sp

    Man sollte aber nicht unerwähnt lassen, dass die Bevölkerung in der BRD ungleich verteilt ist, es gibt Ecken mit sehr geringer Bevölkeruungsdichte, wo die Flüchlinge zum Erhalt der Infrastruktur beitragen. In einem Dorf in meiner Gegend konnte eine Schule erhalten werden, weil zwei Flüchtlingskinder dazu kamen.

  6. Landshark schrieb am

    Der Autor dieses Artikels kann sich die 20.000 € Belohnung abholen, da er ja wohl sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Brandstifter in Nauen liefern kann (Die Nazis waren’s).
    Man sollte zumindest mal die Untersuchungsergebnisse abwarten.
    Denn „Realitäten“ haben sich schon häufig als nicht ganz so offensichtlich herausgestellt…

    Schönen Tag noch.

  7. Christiane schrieb am

    Wie von mir erhofft, hat der Artikel eine angeregte Diskussion in Gang gebracht. Offensichtlich fühlen sich einige Personen auf die Füße getreten. Die einen dadurch, was nicht da steht (Fluchtgründe, BGE), die anderen dadurch, was sie selbst nicht wahr haben wollen und dann als Link posten (demographischer Wandel kann durch Zuwanderung vermieden werden).
    Es ist unstrittig, dass wir die Pflicht haben -laut Genfer Konvention- die Menschen aufzunehmen und auch, dass wir viele der Fluchtgründe mitverschulden. Aber auch in ethischer Überhöhung des eigenen Tuns kann unter Umständen eine unsägliche Arroganz liegen. Die Wahrheit ist aber, dass wir den Refuguees nicht nur momentane Soforthilfe schenken, sondern die, die nicht mehr in ihr Heimatland zurück möchten, integrieren können und davon profitieren werden.
    Das sollte auch der ‚Rechte Rand‘ dieser Gesellschaft gefälligst zur Kenntnis nehmen.

    • Schokolade schrieb am

      Hallo Christiane.
      Nur weil ich den Artikel für schrecklich beschämend halte gehöre ich nicht dem ‚rechten Rand‘ an.
      Der Intention des Artikels folgend, müssten wir die Flüchtlinge nach Brauchbarkeit für unseren Arbeitsmarkt „selektieren“. Flüchtlinge im Rentenalter (nicht zu verwerten) bleiben in Griechenland, Flüchtlinge ohne Ausbildung (zu teuer für unser Bildungssystem) in Ungarn und die restlichen dürfen eventuell nach Deutschland um Deutschland aufzubauen.
      Als Pirat, also als Weltbürger kann ich mich für solchen egozentrischen, nationalistischen Stuss, der sich hier an einer humanistischen Katastrophe abarbeitet, nur schämen. Schade um das Papier äh.. ne den Speicherplatz.

      +1 für das, was Michael Ebner oben geschrieben hat.

      Schokolade, Pirat aus Leidenschaft.

  8. Begrüßungsgeld schrieb am

    Als 1989 die Grenzen fielen, gab es Begrüßungsgeld. Man sollte Flüchtlingsautomaten aufstellen, die das erste Hilfspacket für Flüchtling verteilen. Die EZB druckt doch sowieso 60 Mrd Euro im Monat. Das würde locker für alle Flüchtlinge reichen. Jedem 100 Euro in die Hand drücken und die Binnennachfrage steigt – eponentiell -, wenn man davon ausgeht, dass Flüchtlinge das Geld nutzen, damit noch mehr kommen können.

    • Sabrina schrieb am

      Der Auszahlbetrag der Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung – mehr haben die in Ostdeutschland auch nicht – betrug Ende 2014 ganz 771 Euro:
      http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/238692/publicationFile/61815/01_rv_in_zahlen_2013.pdf

      Dabei sind diese Renten noch um 4 % gekürzt, welche dann als sogenannter Altersvorsorgeanteil auf die Konten der privaten Riesterrentenversicherung überwiesen werden, obwohl Altersrentner gar keine Riesterrente abschließen dürfen und generell unabhängig davon, ob überhaupt auch nur ein einziger Riesterrentenvertrag abgeschlossen wird.

      Der Staat subventioniert private Pleiteversicherungen aus rechtswidrig aus Rentenkürzungen, aus Beiträgen in der gesetzlichen Rentenversicherung, weil er kein Geld hat, es aus dem Steuertopf zu bezahlen, und will uns jetzt erzählen, er könne Millionen Flüchtlinge bezahlen.

      Und dann gibt es immer noch Leute, die nicht merken, dass da was nicht zusammenpasst

      • Altersarmut schrieb am

        https://www.youtube.com/watch?v=to_3ZykGIEk
        „40% der Deutschen sind von Altersarmut betroffen.“ (Volker Pispers)

        Sofern es bleibt, wie es ist. Wenn man nicht 45 Jahre ununterbrochen arbeitet und wenigstens 10,50 Euro verdient, dann kann man es ganz sein lassen, weil man bei Eintritt des Rentenalters, diese nur in Höhe der Grundsicherung bekommt.

        Allerdings ist das überhaupt kein Grund, warum man Menschen, die nach Deutschland kommen, kein Begrüßungsgeld zahlen sollte. Es ist das System, das Menschen auf andere hetzt und sich irgendwelche Vorteile neidig machen lässt.

        Ob man nun Hartz IV Empfänger ist oder Bankster im Hochfrequenzhandel spielt keine Rolle. Die Menschen bekommen ihr Geld von der EZB.

  9. Christiane schrieb am

    Hi Schokolade,

    äh, ich wundere mich über das, was du schreibst, denn nichts davon steht im Artikel. Ich versuche es jetzt in ganz einfachen Worten zu sagen: In dem Artikel steht, dass wir alle Menschen aufnehmen sollten. Wir sollten ihnen die Möglichkeit geben hier zu leben, sie willkommen heißen und sie hier in ihrem Beruf arbeiten lassen, also ihre Qualifikation anerkennen.

    Auch ein BGE bedeutet nicht, dass keiner mehr arbeitet, weil alle ein BGE bekommen. Das ist kein Widerspruch zur Aussage des Artikels oder ein gegenläufiges Konzept. Aber dies führt hier zu weit. Es tut mir leid, dass du weder meinen Artikel, noch meinen Kommentar verstanden hast und nun auch noch glaubst, du wärst als politisch „rechts“ beleidigt worden. Das steht nicht mal ansatzweise im Kommentar.

    Falls du noch Fragen zum Inhalt hast, beantworte ich sie dir gerne.

    • Schokolade schrieb am

      Hallo Christiane.
      Danke für das Angebot, gerne nochmal meine Kritik:
      Dem Artikel fehlt jede Empathie mit den 60.000.000 Menschen die sich gegenwärtig auf der Flucht befinden.
      Deren Leid, so der Artikel, sei deutsches Glück, weil Deutschland so seine, einem vermeintlichen demografischen Wandel, geschuldeten Bevölkerungsprobleme kostengünstig gelöst bekäme.

      Am 24.08.2015 sagte der @airappel
      #Komisch, je mehr #friedenserhaltende #Maßnahmen durch die #Bundeswehr und andere Wehren, desto imposanter die #Flüchtlingsströme.

      Und z.B. Stichwort Balkan, Kosovo, Hufeisenplan, „völkerrechtswidriger Krieg“ sagt heute, damaliger Chef von Deutschland.

      Zum BGE.
      Das BGE ist die Antwort auf die Frage, wie die Konflikte zu lösen sind, die mit der veränderten Arbeitswelt zusammenhängen.
      Der Wandel von der Industrie- zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft zeigt sich heute, als Wandel von der notwendigen Produktion zur Beseitigung des Mangels an materiellen Gütern hin zu einer Verteilungsgesellschaft.

      Industrie und Landwirtschaft marginalisieren in der modernen Wirtschaft zunehmend. Der Verteilung ihres Outputs liegt allerdings die sie prägende Ideologie (salopp: wer nicht arbeitet soll nicht essen) zugrunde.

      Sehr interessanter zukunftsweisender Vortrag:
      Feministische Ökonomik(Adelheid Biesecker)[Ringvorlesung zur Krise der Ökonomie] https://www.youtube.com/watch?v=fMlRfxdfYT4

      Schokolade wüscht das Groschen fallen.

  10. Seepferdchen schrieb am

    Liebe Christiane,

    abgesehen von deinen Verweisen auf langfristige Prognosen (da bin ich ganz bei Michael Ebner und behaupte wie er, vor allem LANGFRISTIGE Prognosen sind absoluter BS) finde ich deine Darlegungen überzeugend und in die richtige Richtung weisend.

    Nein – WIR haben wahrlich kein FlüchtlingsPROBLEM. Und wir werden weder in einem FlüchtlingSTROM ertrinken noch von einer FlüchtlingsWELLE überrollt werden. Dieses allgegenwärtige negativlastige Wording unserer freiheitlich-demokratischen Medienwelt macht mich regelmäßig stinkwütend.

    WIR können die nach Deutschland kommenden Menschen als Chance begreifen. Die FLÜCHTLINGE selbst haben die PROBLEME, z.T. geschaffen durch UNS.

    Ich für mein Teil kann diese Gedanken in deinem Text erkennen. Wenn das „Piraten aus Leidenschaft“ nicht schaffen – sei’s `drum. Ich gebe dir dazu einen heißen Tipp: Es ist schlichtweg Zeitverschwendung, mit Vertretern der „reinen Lehre“ zu diskutieren. Sie haben diese reine Lehre fest in ihre Großhirnrinde eingraviert. Andere Meinungen können sie nur durch die eigene Interpretation verzerrt und damit falsch wahrnehmen. Genau das führt dann zu den, bei den Piraten allseits beliebten Endlosdiskussionen um…NICHTS.

    Schreib‘ lieber weiter Texte, Jane. Ich finde, das kannst du gut.

    • Schokolade schrieb am

      Hallo Seepferdchen.
      Mit meiner Großhirnrinde ist soweit alles paletti.
      Meine sachliche Kritik, die fehlende Empathie mit den Flüchtlingen einerseits und andererseits die nationalistische Sichtweise. Zum Diskutieren gehört das Aushalten von Kritik.
      Seepferdchen, Du mein Lieblingsstalker, einigen wir uns wenigstens auf die Empfehlung von Michael: „Hilfe, unabhängig von Nützlichkeitsüberlegungen“?

      Zu Deiner Ausführung:
      Ich wage zu bezweifeln, dass „Deutschland“ die 50 – 60 Mil. Flüchtlinge, die gegenwärtig auf dem Erdball herumirren, aufnehmen könnte und glaube kaum, dass die Aufnahme von 800.000 Menschen „Deutschland“ nicht auch vor strukturpolitische und ökonomische Herausforderungen stellen wird. Nun komme ich aus Berlin, die Stadt mit dem BER, also die Stadt die es seit 20 Jahren, oder so, nicht vermochte, den zu mittlerweile kleinen Großflughafen fertigzustellen, das desillusioniert.
      Gehab dich wohl!
      Schokolade, der Pirat, der leidenschaftlich gerne mit dir plantschte und tauchte im salzigen Nass.

  11. Sabrina schrieb am

    Zitat:
    „Es gibt auch kein vernünftiges Argument, sogenannte ‚Wirtschaftsflüchtlinge“ abzuweisen oder sich gegen Zuwanderung zu sträuben. Dies zeigte eine Studie der Bertelsmannstiftung, laut der langfristig jährlich 533.000 Menschen nach Deutschland zuwandern müssten [17].“

    Diese Studie ist schlicht Unfug.

    Aber die Bertelsmannstiftung, also die, die sich Hartz-IV ausgedacht hat, ohne jeden Sicherheitsabstand zu zitieren, zeigt einmal mehr, was die Piratenpartei ist: eine Rosa angestrichene FDP.

  12. Timecodex schrieb am

    Hallo Christiane,

    Du hast mit Deinem Beitrag die Problematik gut auf den Punkt gebracht, wie ich finde, auch allgemeinverständlich.
    Freue mich auf Deinen nächsten Text.

  13. zarathustra schrieb am

    moin

    ein überaus qualifizierter beitrag.

    es muss aber differenziert werden:

    politisch verfolgte geniessen asylrecht (GG) – die müssen wir aufnehmen.

    kriegsflüchtlinge – die sollten wir aufnehmen.
    es gibt eine moralische pflicht, keine „gesetzliche“.

    zurückschicken können wir die nicht.

    in absehbarer zeit wird in ihren herrkunftsländern der friede nicht ausbrechen.
    erwachsenen lässt sich sehr leicht erklären, dass sie keine somalis, syrer oder sonstwas sind, sondern deutsche.
    bei kleinen kindern ist das schwer.
    (ich hab das mal versucht: „du gehst hier zur schule, dein papa und deine mama arbeitebn hier, dein bruder und deine schwester gehen hier zur schule…ihr lebt hier“ – etwa 10 jahre alt, flucht und vertreibung erlebt antwortete mit „ich bin (sein heimatstaat)“

    wir müssen die kriegsflüchtlinge die nach d-land kommen integrieren.

    sie müssen sich integrieren.
    ua anerkennen, dass es unveräusserliche menschenrechte gibt.
    (zwingen können wir zb niemanden, dass er frauen als menschen anerkennt. das muss abgehobelt werden)

    aber auch wir müssen uns integrieren.

    dieses jahr kriegen etwa eine millionen landsleute.

    die haben ihre kultur, ihre vorstellungen, ihre werte und normen.

    das muss akzeptiert werden.
    (das zb schulkantinen nur ein mittagessen anbieten können, muss, wenn es nicht anders möglich ist, ok sein – moslemischen kindern schweineschnitzel auf den teller zu hauen geht schon mal garnicht)

    nicht nur die anderen müssen auf uns eingehen – wir müssen auch auf andere eingehen.

    es gibt grenzen.

    in einem flüchtlingsheim bei hang-over wurde jeder verfolgt, der nicht streng islamistisch war, in london lebt einer von sozialhilfe, der nicht abgeschoben werden kann, weil ihm die todesstrafe droht. was ihn nicht hindert, zum heiligen krieg, zum mord an allen nicht radikalislamisten aufzurufen.

    „toleranz gegenüber der nichttoleranz ist feigheit“
    theo van gogh – ein verwandter jenes malers.
    für diese aussage wurde er ermordet.

    multikulti kann und darf nicht so verstanden werden, dass es paralellgeselschaften gibt, die nach eigenen gesellschaften leben.
    (in kölln wurde mal eine islam gruppe verurteilt – sie nahmen alle rechte war, verweigerten alle pflichten. ihre verteidigung lautete: „wir erwarten = verlangen verständnis, oder auch ihr gebt alles, wir nichts)

    wenn jemand meint, d-land wäre ihm nicht islamisch genug…
    (ebenfalls kölln, ein terrorist verteidigte sich mit der aussage)
    dann ist meine antwort, dass niemand gezwungen ist, hier zu leben.

    in england gibt es die möglichkeit, sich nicht ans englische recht zu halten – wahlweise gibt es ´die sharia – ob die wahl immer freiwillig ist… soll jeder selbst beurteilen.

    in d-land gilt das GG.

    @ kommunalpoliker der piraten:

    das kommunahle bestattungswesen sieht entweder holzkiste oder verbrennung vor.
    beides geht nach vorschriften des koran schon mal garnicht.
    (als die is einen jordanischen piloten bei lebendigem laib verbrannte, erklärte sie ihm zum verräter des islam)
    nach rücksprache mit einem iman sollten entsprechende anträge gestellt werden.

    na logo nehmen wir dieses jahr 1% der bevölkerung auf.
    wenns sein muss, nächstes ja wieder.

    auf dauer?

    ich möchte in keinem land leben, in dem die afd 10% zustimmung kassiert.

    wirtschaftsflüchlinge:

    na logo will jeder ein besseres leben.

    die bedingungen unter denen nicht nur „blumenzüchter“ in südamerika arbeiten müssen sind inakzeptabel.
    das muss geändert werden.

    in d-land arbeiten etwa 10 millionen unter bedingungen, die einer sozialen verbesserung bedürfen.
    (riestern wäre schön, wenn mensch ein sicheres arbeitsverhältnis hätte und ein gewisses einkommen – profitabele kapitalanlagen als riester werden von der arbeitslosenverwaltung nicht akzeptiert)

    fazit:

    politisch verfolgte – die nehmen wir auf.

    kriegsflüchtlinge – dieses jahr eine millionen, nächstes jahr auch.
    auf dauer können wir das nicht.

    – die zahlen, die usa, gb angeben, kommentiere ich nicht.

    integration muss klappen.
    dass einheimische wie in f oder b wildfeuernd mit ner ak 74 rumlaufen, muss durch wirkliche integration ausgeschlossen sein.

    die ursachen müssen beseitigt werden.

    die arbeitsverhältnisse müssen verbessert werden.
    hier und woanders.
    am liebsten sofort.

    wenn wir aber jeden aufnehmen, der auf ein besseres leben hofft – und das darf jeder – sind wir überfordert.

    eine millionen – die zu integrieren ist unsere aufgabe.
    schwierig – zu backen.

    eine milliarde – dat geit nich.

    —-

    und was die arbeitsbegingungen angeht…

    nachfragen!

    wird anständig bezahlt, werden umwelt- und andere standarts eingehalten?

    wenn nicht, kauft mensch eben woanders.

    (päck kaffee fair trade und öko kostet nen euro mehr. umgerechnet auf eine tasse…)

    zarathustra

  14. Christiane schrieb am

    Danke, Seepferdchen :) Danke, Timecodex :) Danke, Zarathustra – ja, du hast recht. Ich wollte mit dem Beitrag ein wenig provozieren und die Frage stellen, warum wir nicht einfach alle Menschen aufnehmen können.
    Ich finde es bitter, dass entschieden wird, wer hier leben darf. Aber das ist sicher naiv. Das weiß ich auch.
    Fluchtursachen zu bekämpfen, wird Jahre dauern. Handeln müssen wir jetzt.

    Wirklich traurig finde ich zudem, dass ich seit Jahren sehe, welche Probleme die Menschen haben, dass hier ihre berufliche Qualifikation anerkannt wird, obwohl ihnen so ein selbst bestimmtes Leben verwehrt wird.
    Warum daran so wenig zu ändern sein soll, leuchtet mir nicht ein.

    @Schokolade: Nationalismus hat mir bisher noch niemand vorgeworfen, spannend….aber fehlende Empathie? Hast du mal überlegt, dass viele Menschen, die wir nicht aufnehmen können oder wollen, wirklich sterben? Egal, wie viel Empathie du für sie übrig hast und wie lange du darüber grübelst, wer Schicksal verschuldete. Ist es nicht sinnvoller, jetzt Argumente zu finden, warum wir sie retten können u. dies unbedingt tun sollten? Oder ist dir das zu pragmatisch oder zu real? An der Stelle muss ich zugeben, dass ich feministische Ökonomie schlicht lächerlich finde. Frauen sind nicht die besseren Menschen und die ihnen angedichteten Eigenschaften liegen im Auge geneigter Betrachter.

    • Schokolade schrieb am

      Hallo Christiane.

      1.
      Offensichtlich liegt hier wieder ein echtes Missverständnis vor. Vermutlich bist Du etwas komplexer und vielseitiger als der Artikel, um den es hier geht? Eine Kritik am Artikel ist keine Kritik deiner Person. In meinen Beiträgen kritisiere ich Dich nirgendwo persönlich, ich kenne dich ja nicht mal, sondern beschäftige mich mit den Inhalten. Anders als z.B. @Seepferdchen, der defekte Großhirnrinden diagnostiziert und sich so der notwendigen Auseinandersetzung mit den Inhalten der Kritik entledigt.

      Also, ich werfe nicht dir Nationalismus vor, sondern kritisiere die nationalistische Ausrichtung des Textes und ich werfe nicht dir fehlende Empathie vor, sondern vermisse im Text jede Empathie mit dem Schicksal der zur Flucht gezwungenen Menschen.

      2.
      Hier fragst du nun:
      „Ist es nicht sinnvoller, jetzt Argumente zu finden, warum wir sie retten können u. dies unbedingt tun sollten?“

      Erstens: Die Menschen, die es nach Deutschland geschafft haben, sind zum Teil seit Monaten auf der Flucht. Sie haben sich also, mit ihrer Ankunft in Deutschland, bereits selbst „gerettet“ – gegen die intensiven Bemühungen deutscher Politik, die vertriebenen und zur Flucht gezwungenen Menschen gar nicht erst nach Europa einreisen zu lassen – oder sind von anderen „gerettet“ worden.
      Wenn „wir“ aktiv Retten wollten, müssten „wir“ z.B. einen Fährbetrieb zwischen dem afrikanischen Kontinent und Europa einrichten, müssten „wir“ die logistischen Kapazitäten unsere Sicherheitskräfte, die sich gegenwärtig einerseits mit der (globalen) Verfolgung von „Schleppern“ (sind das nicht auch „Retter“?) und andererseits mit dem Aufbau zusätzlicher Hürden befassen, nutzen, um die erschöpften Flüchtenden zu uns zu bringen.

      Zweitens: Ich brauche keine Argumente zu suchen um jemanden zu „retten“, wenn ihre Not offensichtlich ist.

      3.
      Zum Vortrag, auf den ich verlinkte schreibst Du:
      „…. dass ich feministische Ökonomie schlicht lächerlich finde. Frauen sind nicht die besseren Menschen …. “

      Die Frage ist, ob „wir“ uns mit Äußerungen, Gedanken, Thesen von Menschen, die sich einer sozialen oder politischen Richtung zuordnen oder von anderen zugeordnet werden, gar nicht erst befassen?
      Jedenfalls scheinst Du die naive Ansicht zu vertreten, dass ein Vortrag über „feministische Ökonomik“, sich einzig damit befasse, darzustellen, dass Frauen die besseren Menschen seien. Auf wie viele wirtschaftswissenschaftliche Vorträge zum Thema basiert dein originelles Urteil?

      Den Unterschied zwischen „Ökonomie“ und „Ökonomik“ kannst du googlen sofern es dich interessieren sollte, oder Du hörst dir den Vortrag an.
      Wer, wie du es hier tust, ihre Vorurteile bezüglich bestimmter Mitmenschen z.B. Feministinnen als Argumente her nimmt, um gegen deren Gedanken zu polemisieren, muss sich nicht wundern, wenn sie selbst am Ende obszön entblößt dasteht.

      Anders ausgedrückt, der naive, platten Intellekt, den Du den Feministinnen als Ganzes, der Universität Bremen, an der die vortragende Ökonomin als Professorin lehrt, der Vortragenden selbst, indirekt mir, der ja auf den Vortrag verlinkte, usw. usf. unterstellst, findet sich in reiner Form in Deiner hochmütigen, m.E. gänzlich unqualifizierten Äußerung.
      Ja das war nun persönlich, aber das ging auch nicht anders. Das ist jedenfalls nicht mein Niveau.

      4.
      Mir ging es bei dem Vortrag nicht um die hier jetzt aufkeimende Feminismus Debatte, sondern um die „Ökonomik“. Anders als der Feminismus, der meiner Ansicht nach, mit der aktuellen Völkerwanderung in keiner Beziehung steht und von daher hier auch gar nicht bearbeitet werden muss, verhält es sich mit der Ökonomie.

      „Die nationale Standortpolitik ist eine Wirtschaftskriegspolitik, die nicht im Interesse eines aufgeklärten Menschen sein kann und die wie jeder Krieg am Ende nur Verlierer kennt.“
      habe ich z.B. 2011 festgestellt.
      https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=53683&pid=195373#pid195373

      Ich bin der festen Überzeugung, dass die nationale Konkurrenz der globalen Kooperation weichen muss. Genau in diese Richtung entwickelt Frau Biesecker, in einem äußerst interessanten und zukunftsweisenden Vortrag, ihre wirtschaftstheoretischen Thesen.

      Feministische Ökonomik(Adelheid Biesecker)[Ringvorlesung zur Krise der Ökonomie] https://www.youtube.com/watch?v=fMlRfxdfYT4

      Schokolade hat erstmal fertig, mit dem putzigen Kindergarten hier.

  15. Lumma schrieb am

    Ist das die offizielle Meinung der Piratenpartei , das wir alle und jeden auf nehmen sollen/müssen ?
    Ohne zu unterscheiden wer wirklich Hilfe braucht und wer nicht ?
    Ohne geltende Gesetze und Abkommen einzuhalten ?

  16. 1Hi schrieb am

    Flüchtlingen helfen – immer, hier und vor allem weltweit! UNO unterstützen.

    Richtig ist auch: Politik brandmarken, die Konflikte schürt und bewaffnet, Menschen aus ihrer Heimat vertreibt.

    Flüchtlingsverwertung? NEIN!

    Wer sich gern mit Lucke und Sarrazin auf eine Stufe stellen möchte – ich nicht!

    So lange dieses Land sich nicht nachhaltig selbst ernähren kann, sehe ich BTW auch kein „demogafisches Problen“.

  17. Reisefreiheit schrieb am

    Endlich…keine Leerfahrten mehr:
    https://twitter.com/politicalbeauty/status/640548251805065217
    „Wer über den Schienenersatzverkehr #carsofhope DIREKT Hilfe an die Betroffenen senden will, z.B. hier: https://www.indiegogo.com/projects/flotte-der-freiheit#/story …“

    und das ist natürlich auch wichtig:
    https://twitter.com/politicalbeauty/status/640453892954787844
    „Konvoi für Flüchtlinge bricht in diesem Moment in Wien auf. Rechtshilfetelefon für alle Fälle: +43 688 649 455 12 #refugeeconvoy“

    Vielleicht schafft es die Politik, die Flüchtlinge auf dem Oktoberfest willkommen zu heißen! Soviele Touris, die diese Botschaft mit nach Hause nehmen, wäre sehr förderlich für die Völkerverständigung.

  18. Roaming Gebühren schrieb am

    „just weeks ago the anti-immigration brigade were complaining that migrants are unskilled and just want our benefits. And now they’re arguing that migrants are too wealthy instead, implicitly arguing we should prioritise helping the poor.“
    http://www.independent.co.uk/voices/comment/surprised-that-syrian-refugees-have-smartphones-well-sorry-to-break-this-to-you-but-youre-an-idiot-10489719.html

    Schafft jemand in der EU die Roaming Gebühren noch ab? Ist da die EU noch am Ball?

    „Minister in the Lords just confirmed refugee orphans and children brought in under Cameron’s scheme will be deported at age 18.“
    https://twitter.com/paddyashdown/status/640930166810800128

    Cameron will Waisen und Kinder zwar aufnehmen, aber im Alter von 18 Jahren deportieren. Allein die Sprache ist so WW2.

  19. 6 Millionen Flüchtlinge schrieb am

    München macht ProMo für Menschen, die auf der Theresienwiese stranden wollen. Es wird mit bis zu sechs Millionen gerechnet, die im Camp untergebracht, mit Grundnahrungsmitteln versorgt und mit Unterhaltung bespaßt werden können.
    Ab dem 19. September soll das Lager stehen. Ein riesiges Willkommenschild und eine Infrastruktur von und zu dem Zeltplatz wurde bereits organisiert. München ist in Feierlaune! Überraschenderweise konnte diese bislang sehr gut vor den Überwachungsdiensten geheim gehalten werden. Der ungarische MP, Orban, wurde eingeladen, um ihm zu zeigen, wie man hierzulande mit Flüchtlingen umgeht. Eine Tour über die Theresienwiese soll geplant sein.

  20. DrQ schrieb am

    https://twitter.com/rwolupo
    Daniel Duengel: „Seehofer, fick Dich und Dein beschissenes Oktoberfest“
    Freut mich zu hoeren, dass die Piraten immer noch eine durchgedrehte Antideutsche Partei sind.
    Warum tut ihr euch eigentlich nicht mit der CDU zusammen.
    Ihr habt soviel gemeinsam.

  21. Robin M. schrieb am

    Flüchltlingshilfe ist ein Gebot der Humanität.
    Man sollte aber deswegen keinesfalls blind die Arbeitgeberpropaganda vom Fachkräftemangel glauben sonder dem Motto folgen, die Ihr früher mal plakatiert hattet: „Denk selbst!“
    Im Moment „fehlen“ ein paar Lehrlinge im Berufen, die schlecht bezahlt sind, wie z.B: im Friseurhandwerk oder schlechte Zukunftsaussichten haben, wie das Bäckerhandwerk, die durch die Backketten bedroht sind. Auch im Einzelhandel werden noch Arbeitsplätze wegen des Internethandels wegfallen.
    Es überlegt sich auch mancher ein körperliche anstrengende Arbeit als Bauarbeiter anzufangen, wenn zwar das Rentenalter immer weiter hochgeschraubt wird aber andererseits Politik und Arbeitsmarkt bisher keine überzeugende Lösungen anbieten, wie ein 50jähriger nochmal einen einigermaßen gut bezahlten Job in einem komplett anderen Bereich bekommen kann.
    Hier würde also etwas Abstimmung mit den Füßen ganz gut tun, damit sich am Arbeitsmarkt etwas verbessert.
    Nach der Stimmungslage in der veröffentlichten Meinung beim Bahnstreik, bezweifle ich nämlich, das Gewerkschaften alleine noch viel für Ihre Mitgleider erreichen können.
    Und was bedeutet die fortschreitende Automatiscierung für die Arbeitsplätze? Z.B: selbstfahrende Fahrzeuge für Taxi,- Bus und LKW-Fahrer?
    Schon die neuen Lang-LWWs werden LKW-Fahrer arbeitslos machen. Und Reinigungs- und Wachschutz-Roboter könnten schon in wenigen Jahren viele Arbeistplätze kosten.
    Ein Arbeitsmarkt mit Fachkräfteüberschusss führt auch dazu, dass die Arbeitnehmer duckmäuserischer werden und ganz fest ihren Arbeitsplatz verteidigen.
    Da wird dann der Chef auch von Führungskräften selbst dann nicht mehr kritisiert, wenn er ganz offensichtlich auf dem Holzweg ist. Ich habe schon Firmen daran kaputt gehen sehen. Duckmäsuer werden auch ganz sicher nicht zu Wistelblowern. Und wenn die Arbeitnehmer ihrer Arbeitsplatz verteidigen, weil sie wissen, dass sie keine andern bekommen, werden auch alte, nicht zukunftsfähige Technologien wie Braunkohleabbau oder bedenkliche wie Rüstung verteidigt.
    In Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer investieren heute schon viele Firmen so gut wie nichts.
    Wenn man einen Arbeitsmarkt mit Fachkräfteüberschuss hat, wird die Automatisationswelle ein paar Jahre später kommen, weil es sich bei den geringen Löhnen erst später rechnet. Aber sie kommt. Und weil es hierzulande später kommt, werden weniger Firmen den Vorteil eines Heimmarktes nutzen können und so weniger Firmen Arbeitsplätze in den neuen Automatisationsbereichen schaffen.
    Billiglohn-Arnbeitnehmer brauchen im Rentenalter staatliche Zuschüsse. Von einer Sicherung der Altersversorgung kann also keine Rede sein.
    Falls die im Moment immigrationsfreundliche Stimmung kippen sollte – und wenn man das in dem Maße lange weitergeht, ist das nicht unwahrscheinlich – , könnte das zu Szenen führen, bei denen sich dann alle Ausländer vom Zuzug nach Deutschland abgeschreckt werden.
    Und das wären dann möglicherweise irgendwann welche die man tatsächlich braucht.
    Wie wollt ihr eigentlich euren verbliebenen Wählern erklären, warum man ein BGE sinnvoll wäre, wenn ihr andererseits erklärt, dass wir ganz sicher ein Fachkräftemangel haben und noch eine größeren bekommen werden?
    Auch wenn ich mich hier total unbeliebt mache und mir manch einer wie einst bei Joschka Fischer eine Farbbeutel an den Kopf werfen will: Bei der jetzigen Flüchlingstragödie muss auch ernsthaft drüber nachdenken die Gründe für die Vertreibung massiv – d.h. auch mit Bodentruppen – militärisch zu bekämpfen.
    Natürlich muss man in Zukunft aber auch vermeiden Despoten zu unterstützen, Arbeitsplätze in Entwicklungsländern durch subventionierte Exporte zu zerstören, Lebensräume durch Klimaveränderung zu zerstören und Konflikte durch Waffenlieferung anzuheizen. Aber diese langfristigen Maßnahmen helfen für Syrien aktuell wenig.

  22. Auceza schrieb am

    Nein, die Asylanten retten uns nicht! Die deutsche Integrationspolitik ist eine Katastrophe.
    Zudem geht es mittlerweile viele Deutschen schlecht. Rentner leiden Hunger. Ebenso werden andauernd Bürger aus dem Hartz4-System mit brutaler Härte und oftmals illegalen Mitteln herausgeworfen.
    Der deutsche Sozialstaat ist kaputt. Nun soll ein Zustrom in die Sozialsysteme Deutschland retten?
    Absurd.

    Natürlich muss den Asylanten geholfen werden. Jedoch ist zunächst zu fragen, wie diese gewaltigen Flüchtlingsströme überhaupt entstehen konnten.
    Merkel trägt eine erhebliche Verantwortung für die politische Destabilisierung des Nahen Ostens und damit auch für die Verursachung der gegenwärtige Asylantenkrise. Sie hat sich mit der amerikanischen Kriegstreiberei solidarisiert.

    Die Piratenpartei sollte langsam lernen, offensiver die Bundesregierung sowie die etablierten Parteien zu kritisieren und deren Fehler deutlich aufzuzeigen.
    Es wäre gut, wenn es gelingen könnte, wieder mehr Bürger für die Politik zu interessieren. Dabei könnten intelligente Lösungsvorschläge und Diskussionsforen helfen. Insbesondere die vielen von der korrupten Politik enttäuschten Nichtwähler sind dabei eine wesentliche Zielgruppe.
    Politik kann demokratisch sein und muss nicht durch parteipolitische Tabus und Gruppenzwänge dominiert werden.
    Die Deutschen sollten endlich wieder politisch aktiver werden und sich gegen die politische Bevormundung der „SED“-Parteien (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP) wehren.

    Die Piratenpartei ist die einzige wählbare Alternative, welche sich für die Redemokratisierung Deutschlands einsetzt. Dies sollte besser und mit aller Deutlichkeit kommuniziert werden.
    Auch wäre es schön, wenn die Piratenpartei in Alternativmedien wie RT deutsch, KenFM oder Querdenken.tv usw. sich präsentieren könnten, um im Gespräch zu bleiben.

  23. Alfred schrieb am

    Wenn man Christiane folgt, muss man Konsequenterweise alle verfolgten und Armen abholen. Dann kommt keiner mehr auf dem Weg zu uns um. Richtig ? Wie viel mögen das wohl sein ? so im laufe der Jahre ? Egal ? Und wenn sie hier sind, begrüßen wir sie jubelnd an Flughäfen und Bahnhöfen, geben ihnen schöne Wohnungen und gutbezahlte Jobs und dann leben wir und unsere Kinder mit den Migranten und ihren Kindern dauerhaft friedlich / freundschaftlich zusammen. Das ist eine tolle Idee.

  24. Alfred schrieb am

    Ach noch was…..in den nächsten ca. 20 Jahren wird die Weltbevölkerung auf ca. 10 Milliarden anwachsen ( die Bevölkerung Afrikas wird sich verdoppeln), die Industrie 4.0 wir im selben Zeitraum ca. 50 % der Arbeitsplätze in Deutschland ( nicht nur) überflüssig machen und die allermeisten Migranten kommen aus Bürgerkriegsländern. Anlass für diese Bürgerkriege sind im wesentlichen religiöse und ethnische Konflikte. Wenn ich mir mein Umfeld vorstelle, wie es nach den Vorstellungen von Christiane aussehen soll…..sagen wir in 20 Jahren…..da leben die meisten von euch noch……Wie sieht es dann hier aus ? Wie jetzt in Mexiko ? Brasilien ? USA ? Südafrika ? Oder wie in Syrien ? Irak ? Bosnien ? Kosovo ? Übrigens haben einige von euch dann Kinder, oder Enkel….was für eine Gesellschaft / Staat habt Ihr von euren Eltern bekommen, was für eine Gesellschaft wollt ihr übergeben ?
    Wie sollen die Armen die es jetzt schon gibt, künftig leben ? Habt ihr eine Idee ? Habt ihr eine Idee, warum in fast allen Europäischen Staaten die große Mehrheit der Bevölkerung solche Vorstellungen (wie die von Christiane) für gefährlichen Unsinn halten ? Überlegt mal…..Wir retten die Welt in Deutschland ? Weil wir mal wieder alles besser wissen und können ?

  25. Alfred schrieb am

    Mal was praktisches……Wenn wir in D ca. 4 Millionen Arbeitslose und unzählige Prekär beschäftigte, in der EU ca. 25 Millionen Arbeitslose, teilweise 50 % Jungendarbeitslosigkeit und in vielen Ländern große Armut haben, wenn dann Industrie 4.0 dazu kommt, wäre es dann , ökonomisch gesehen, nicht klug, Arbeitskräfte von außerhalb der EU, erst dann, gezielt, anzuwerben wenn man konkret weiß wie viel, mit welcher Qualifikation benötigt werden ? So geht jedes Unternehmen vor. Oder glaubt ihr das unsere Konzerne, die nach billigen, willigen Arbeitskräften rufen, auf Vorrat einstellen ? Unbefristet ? Mit einem Lohn / Gehalt von dem man leben kann ? Fragt mal nach . Gern auch bei „feministisch operierenden“ Konzernen…..

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