Zum Angriff auf Ashley Madison

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Mit dem Datenskandal des Internetportals Ashley Madison zeigt sich derzeit erneut, dass fehlender Datenschutz und mangelndes Problembewusstsein in Bezug auf sensible Daten gefährlich sind. Politik und Wirtschaft müssen dringend umdenken: Wir brauchen echten Datenschutz statt unkontrollierter Datensammelwut.

Bundestag und Bundesregierung müssen endlich anfangen, die Gesellschaft über die Bedeutung ihrer Daten aufzuklären, eine Vorbildfunktion für Datensicherheit einzunehmen und die politischen Weichen dafür stellen, dass personenbezogene Daten den Schutz genießen, der für jeden Menschen auf so vielen Ebenen wichtig ist. Datenschutz muss Menschenrecht sein. Oder brauchen wir erst sensible E-Mails aller Bundestagsabgeordneten im Netz, damit eine wirkliche Diskussion stattfindet?

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. An den Börsen und in der Wirtschaft wird der Wert eines Unternehmens nicht mehr nur an der Produktionsstärke oder am Kapital gemessen, es zählt vielmehr auch der Umfang der Nutzerdaten. Konzerne wie Apple, Google und Microsoft leben davon, dass sie ihre Kunden und deren Wünsche möglichst exakt kennen – je genauer, umso wirtschaftlich erfolgreicher.
Neben diesem Trend der maximalen Datensammelwut fehlt weltweit und insbesondere auch in Deutschland ein Problembewusstsein in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, was personenbezogene Daten und deren Missbrauch für den einzelnen Menschen bedeuten können. Mit den jetzt veröffentlichten Daten von Ashley Madison werden Menschen erpresst. Der Zusammenhang zwischen Veröffentlichung und Suiziden bzw. der Vernichtung von Existenzen wird vemutet und gerade untersucht.

Wir brauchen dringend eine breite gesellschaftliche Diskussion, wie wir in Zukunft mit personenbezogenen Daten umgehen wollen. Grundlage dafür ist die Aufklärung, wie gefährlich der Missbrauch dieser Daten sein kann. Unternehmen müssen für mangelnde Sicherheit und fehlenden Schutz ihrer gespeicherten Daten spürbar zur Rechenschaft gezogen werden – mittels empfindlicher Geldstrafen. Wir brauchen ein Umdenken weg von der aktuellen Prämisse, nach der mehr Daten einen höheren Firmenwert bedeuten. Stattdessen muss Datensparsamkeit zum Prinzip erhoben werden: Es sind nur die Daten zu speichern und zu verarbeiten, die für die Funktion des Dienstes unbedingt nötig sind. Alle Daten sind potenziell angreifbar.

Daten sind ein persönliches Gut, über das wir unsere Hoheit zurückerlangen müssen, und keine Sammelware wie Tassen oder Briefmarken. Die aktuelle Praxis, alles an Daten zu sammeln, was greifbar ist, stellt einen Übergriff durch Unternehmen auf unsere persönlichen Daten dar – und damit auch einen auf unsere Integrität.

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Kommentare

12 Kommentare zu Zum Angriff auf Ashley Madison

  1. K Dreßler schrieb am

    Ich unterstütze Datenschutz und die Belange der Piraten, jedoch hinkt die Motivation dieses Artikels gewaltig. Der moralische Defizit bei Erpressung und vertuschtem Betrug des/der Partners/Partnerin inklusive evtl. vorhandender Familie fällt wohl in etwa gleich aus.
    Man möchte zudem meinen, dass auch IT-ferne Bürger mittlerweile aufgeklärt sind über die unzureichende Sicherung der Daten. Das Risiko sich auf einer solchen Seite mit vollständigen persönlichen Daten zu registrieren muss jeder vernünftige User demnach kennen und bei Registrierung in Kauf nehmen.
    Wenn man dann hinterher seine zerstörte Existenz vorfindet, ja sich sogar das Leben nimmt, so liegt das in der individuellen Verantwortung und sicher nicht in der Verantwortung des Datenschutzes.
    Der Missbrauch dieser personenbezogenen Daten ist doch im Einzelfall nur so gefährlich, weil das „Geschäftsmodell“ von Ashley Madison in der Gesellschaft auch ohne organisierende Plattform gefährlich für das ausführende Individuum ist.
    Ein viel interessanterer Diskurs wäre doch, warum die dort fremdgehenden Menschen nicht offen mit ihren Partnern kommunizieren können und warum die sexuellen Bedürfnisse dieser Gruppe von Menschen auch in unserer heutigen, extrem sexualisierten, Gesellschaft tabubehaftet sind. Ein Diskurs hin zu freien Beziehungen / Polyamorie scheint mir hier näher am Thema als der um den mangelnden Datenschutz. Der ist nicht ursächlich für das menschliche Leid, höchstens für das wirtschaftliche und mediale Dilemma, dem die Plattform nun ausgesetzt ist.

  2. Hammer schrieb am

    Ich hab das mal nachgekuckt. Ganz normale Menschen werden nicht bloß so von irgendwelchen Idioten erpresst. Die erpresste Person kann sagen, dass der Nachbar sich vielleicht für einen ausgegeben hat, weil die Seite keine Nutzer verifiziert, sonst gäbe es nicht soviele, die „Obama“ heißen.
    Das Militär, das US Militär nimmt sich die Mails vor, die eine Militärendung haben, und versuchen, diese Menschen zu erwischen, die sich außerhalb der US Militärregeln befinden. Das ist dann schon etwas ganz anderes, wenn sich die Staatsgewalt einmischt:
    * US Militär Angestellte dürfen zwar Menschen mit Drohnen ohne ein ordentliches Gericht töten, aber eine Partnerbörse nutzen, das geht mal gar nicht, das sind charakterliche Verfehlungen, die man nicht toleriert.
    * Dem US Militär stehen doch ganz andere Wege offen, die Nutzer zu identifizieren, ob selbst hinter einem Pseudonym der eine oder der andere steckt. Dem Angestellten drohen dann Maßnahmen zur Disziplinierung des Verhaltens bis hin zur unehrenhaften Entlassung.

    So heruntergebrochen: Die Daten der Nutzer der Partnerbörse, die kann man als Selektorenliste umschreiben. Je nach angegebener Vorliebe des Nutzers im eigenen Profil kann man die Liste ordnen. Es geht auch anders: Die Daten kann jeder einsehen, weil sie öffentlich zugänglich sind. Also kann man nach Nutzern des Landes suchen, indem die jeweilige Industrie ihr Produkt absetzen will. Steht ein Nutzer auf Spielzeug, schreibt man ihn an und bringt ihm ein für ihn zugeschnittenes Packet vorbei. Das ist noch die harmlose Version, weil man zu einem Angebot „NEIN“ sagen kann. Man kann das ablehnen, sich wehren.

    Aber wie wehrt man sich, wenn die Daten, die Selektoren in das eigene (Finanz)Ranking/Rating einfließen? Wie, wenn Arbeitgeber oder Staat, Kirche, Versicherungen, Krankenkassen, der Hausarzt diese Daten nutzen?

    In Amerika werden bei einem Unternehmen Bewerber nicht angestellt, weil sie bei einer Krankenkasse versichert sind, die Kosten für Medikamente zur Abtreibung übernimmt.

    Im zweiten Weltkrieg in Deutschland wurden Personen wegen ihrer…

    • Kurt schrieb am

      Meinst Du wirklich den 2.WK, die Sprüche und Zeichen an den Häusern, die Brandstiftungen, die Logos für die Minderheit auf der Kleidung, die Übergriffe, die Tätowierung am Körper, ja??

      Die Gedanken hast Du Dir aus dem Internet gezogen, oder?? Wir haben eine Demokratie. In der kann man nicht zufällig jemanden bis zur Rente dem deutschen Wähler vorsetzen. Die Entscheidung trifft noch immer das Deutsche Volk. Nur in den wenigen Terrorgebieten übernimmt die Entscheidung das amerikanische Militär. Die geben den amerikanischen Freunden im jeweiligen Staat ihre Software und zerstören die markierten Systemfeinde, wenn sie es nicht selber dürfen oder können. Das ist dann der Counter Terror, ganz klar. Die dortigen Terroristen werden markiert und dann getötet, einzeln, chirurgisch, leise. Der Terrorzelle wird immer zuerst der Kopf abgetrennt. Der Kopf schreit von den Körperteilen am lautesten (siehe Beate). Ohne Kopf geht es nicht, das weiß selbst die ISIS. Das chirurgische Besteck zum Markieren hat uns Snowden vorgestellt: Prism, XKeyscore…

      „Am 6. Oktober 2011 führten ihnen Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA im bayerischen Bad Aibling vor, was die Spionagesoftware XKeyscore alles kann. Um die Demonstration möglichst anschaulich zu machen, fütterten die Amerikaner ihr Programm mit Daten, die das BfV [Bundesamt für Verfassungsschutz] selbst bei einer Abhöraktion gesammelt hatte. Ein interner Vermerk zeigt die Begeisterung der Verfassungsschützer“
      http://pirat.ly/6g3at
      „Das folgende Dokument ist die wörtliche Abschrift einer Übereinkunft, die zwischen National Security Agency, Bundesnachrichtendienst und Bundesamt für Verfassungsschutz geschlossen wurde.“
      http://pirat.ly/i64m9

      Und wegen Landesverrats werden diese Online Blogger auch nicht angeklagt, das ist eine Abschrift im Wortlaut und nicht irgendein Datenfaximile. Wir können von Glück reden, dass der Verfassungsschutz von XKeyscore begeistert ist, ist es doch ein Zeichen, dass wir für unsere Daten keinen Schrott eingekauft haben. Es wird also ganz bestimmt keiner irgendwem irgendwelche Markierungen an die Kleidung hängen, Gebäude irgendwelchen Personen zuordnen und anzünden, die Arbeitgeber informieren oder gar lebenslänglich tätowieren.

      Ändere Deine innere Einstellung, wenn Du’s liest!

  3. Julius schrieb am

    Daten sollten bedacht Konzernen zur Verfügung gestellt werden. Gegen gezielte Werbung hat niemand was. Hier sind lediglich die Maßnahmen gegen das Dark Net zu verstärken und Haftstrafen nicht unter 20 Jahren zu verhängen. Copyright, Privatsphäre und illegale Schnüffler der rechten Polizei gilt es zu stoppen. Der Unterschied zwischen BND und Nsa? Letztere verhalten sich diskret und an sich tatsächlich korrekt. Free your mind Inc.

    • Seepferdchen schrieb am

      Gegen gezielte Werbung hat niemand was? Na ja – ich schon, weil sie mir einfach ganz gewaltig auf den… geht.

      Und man sollte Daten den Konzernen mit Bedacht zur Verfügung stellen? Was meinst du denn damit? Wenn Unternehmen die Daten eigener Kunden erfassen, ihre eigenen CRMs hegen und pflegen, dann ist das ihr legitimes Recht. Aber persönlich würd‘ ich nicht mal dem lieben Gott „Daten zur Verfügung stellen“, weder mit noch ohne Bedacht.

      Schon wenn Unternehmen ihre Kundendaten ohne Wissen des betroffenen Publikums untereinander austauschen, hört für mich der Spaß auf.

      Wenn schließlich mit Daten GEHANDELT wird, kriege ich spontan Pickel an Stellen, die ich hier nicht näher beschreiben kann und will. Vergessen wir dabei nicht, dass die Institutionen unseres fürsorglichen Staates sich an vorderster Front als Datendealer hervortun. Das ist wohl auch der Grund, warum es auf absehbare Zeit keine wirksamen Gesetze geben wird, die den Handel mit Daten einschränken. Es sei denn, die Piraten kriegen politisch demnächst ‚mal wieder einen Fuß auf die Erde, wo die Parlamentsgebäuden stehen.

      Was deine Definition Dark Net angeht – die würde ich sehr viel weiter fassen. Dazu gehören für mich alle Smarties, die sich technischer Mittel bedienen, um an persönliche Informationen anderer Leute ohne deren Wissen heranzukommen. Man muss diese Dataminer nicht gleich (alle) für 20+ Jahre wegsperren. Eine bessere Strafe wäre es, sie mit DOS + dBase die Inhalte der Telefonbücher deutscher Großstädte der 1960iger Jahre erfassen zu lassen. „Ihr wolltet Daten sammeln? – Ihr könnt jetzt Daten sammeln.“

      „BND und NSA verhalten sich an sich korrekt.“

      Dringender Tipp von einem Meeresbewohner, DARÜBER noch einmal nachzudenken, indem du schon bekannte Fakten über die selbsternannten Beschützer unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung hernimmst, ehe du selbst von neuen Fakten eingeholt wirst.

      • Nicht verstanden schrieb am

        Er hat das Problem noch nicht erfasst. Julius kann seine Daten so bedächtig und vorsichtig – wie er will – vergeben. Ashley Madison wurde gefi*** und die Daten (gewaltsam) kopiert. Das kann wegen den **** „backdoors“ in der Hard und Software und ohne jeglichen staatlichen Schutz jedem Wirtschaftssubjekt (Staat, Unternehmen, juristische wie natürliche Personen) passieren, überall, jederzeit.

        Wer die Kundendaten nicht freiwillig nutzt, verwertet, anpreist, dem werden sie gewaltsam entzogen. Man kann Daten nicht mit der Hand „zurückhalten“.
        Für die freiwillige Verwertung ein aktuelles Beispiel:
        https://flaschenpost.piratenpartei.de/2015/08/26/piraten-decken-auf-16-200-euro-erzielte-die-stadt-meerbusch-mit-dem-verkauf-von-meldedaten/
        „Mitte August 2015 antwortete die Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Sie legte offen, dass im Jahr 2014 ungefähr 3300 Datensätze der Bürger über angefragte Melderegisterdaten weitergegeben wurden und die Stadt dafür rund 16.200 Euro Gebühren kassierte.“
        Für durchschnittlich 4,91 Euro wurde der komplette Datensatz der Bürger dieser Gemeinde verwertet. Es ist erstaunlich, dass sie überhaupt 16.200 Euro erwirtschaftet hat. Man kann doch die Daten einmal „kaufen“ und dann anonym publizieren (siehe Ashley Madison). Für 4 Euro im Jahr *hüstel* würde sich nicht mal die Verwaltung bzw. dieser Dienst der Gemeinde rechnen.

  4. Homo schrieb am

    Wie sich herausstellt, sollen ca. 20 Mio Männer und etwa 1.500 Frauen von den 37 Millionen Kundenaccounts das Portal aktiv genutzt haben. Angenommen das Verhältnis stimmt und nicht alle Männer sind auf Frauen aus, so ergibt sich als Grund für den Hack die Homosexualität. Das ließe sich sogar anhand des Dumps und der Profile überprüfen. Würden dann nicht 37 Millionen Menschen kurz vor ihrem Coming Out stehen – je nachdem wer die gespeicherten IP Adressen (2. angekündigter Dump) den Accounts zuordnen kann? Würde das dann nicht auch für eine Suicidwelle sprechen, deren Anfang untersucht wird?

    Würde das nicht auch das Suchfeld eingrenzen, in dem das „Impact Team“ zu vermuten wäre?

  5. zarathustra schrieb am

    bundesweiter aktionstag!

    vorlaufzeit?

    die presseschreiber der piraten schreiben entwürfe für auftakt – und schlussreden und versenden diese an die kv vorsitzenden.
    als vorschlag.

    die entsprechenden vorsitzenden melde ne demo an.
    (route und so – und gehn zum amt)

    hb,hh und berlin sind stadtstaaten – da eine demo.

    die anderen länder … jeder kv der piraten?

    meldet demo an.

    – keine aktionsbündnisse!
    1. würde es zeit dauern.
    2. würden die piraten unter ferner lieven ranggieren.
    3. würde vorne, hinten und dazwischen mit der pds eine partei marschieren, die sich laut aussage von gregor gysi nicht vom antisemitismuis disatanzieren kann.

    demoanmeldung und redenentwürfe sollten innerhalb ner woche fertig sein.

    werbung für demoteilnahme?

    flugblätter an alle stammtische – anschliessend verteilung an einschlägige örtlichkeiten – kneipen, schwarze bretter an uni,schule, inet ,…

    nach dem nächsten stammtisch nimmt jeder flugies mit und verteilt sie.

    die bundesfuztzies werden verteilt:

    die schlussrede in bärlin hält der oberste vorsitzende.

    die nächsten landtagswahlen sind bawü und rhein-pfalz…

    die mitglieder des buvo der piraten sprechen in mainz, stuttgart, freiburg, karlsruhe…

    wenn die reding in bärlin redet, dann macht oberfuzzi 1 die eröffnungsrede. sie spricht dann am schluss.

    der bundesvorstand der piraten benennt ein schnellstmöglichtes datum –

    jeder kv (+ lv) macht dann ne demo.

    dezentral, damit jeder mitmachen kann.

    dezentral vor allem, weil es nich um „janz weit weg“ geht.

    täglich gibt es brandanschläge, mordversuche!

    wer eine asylunterkunft anzündet, begeht einen mordversuch – bei versuch kann, aber muss nicht die strafe gemildert werden, nach rechtsstaatlichen prinzipien ist die maximale höchststrafe bei anerkennung der besonderen schuld 20 jahre.
    das ist keineswegs wie von jan sicars gefordert eine fahrlässige körperverletzung.

    die piraten sind eine partei und wirken laut grundgesetz an der willensbildung des volkes mit.

    sie können einen bundesweiten aktionstag organisieren.

    ausreden wie orga, landespateitag und parteikarriere interessen mich nicht.

    täglich brennen unterkünfte für kriegsflüchtlinge.

    es gibt einen aufstand des gewissens!

    den öffentlich friedlich protest zu manifestieren sollten die piraten tun.

    (weder der meinung von der noccum „die grünen sind so toll“ noch dem befürworter einer geordneten demokratie, der die ausserparlamentarische regierung erfunden hat, stimme ich zu.
    ich soll piraten wählen, weil andere toll sind.
    piraten wählen, weil spd, grüne pds toll sind…dann würde ich doch eine von jenen wählen. ohne aufforderung seitens der piraten)

    back to thema

    bundesweiter aktiontag.

    liesse sich organisieren.

    was sind schon kleine kinder, wenn es um das amt des bundespräsidenten geht. -sinngemäss zitiert, es gibt zeugen.

    – welcher pirat das gesagt hat, sage ich nicht.

    — täglich brennen unterkünfte!

  6. hallo schrieb am

    Genau. Wenn man selbst mal seine Daten SCHÜTZEN wurde.. immer müssen andere das machen.
    Einfach mal weniger Daten raushauen und gut. Es ist immer und immer wieder das Gleiche. Man malt eine Wand rot an, und beschwert sich über die hässliche rote Wand.
    Einfach NICHT rot anmalen. Ok?
    Warum muß jeder Hirni sich über all anmelden? und dann rumjammern, dass die Daten und so…..

  7. Jürgen Stock schrieb am

    Nun, was alles sagt, ist, was das Bild über dem Artikel zeigt: wie ein Päarchen herummacht. Mal ganz ernsthaft: Soll das Politik sein? Ihr habt es immer noch nicht begriffen. Zwar gibt es Leute, die sagen, das Private sei öffentlich, aber es gibt doch wohl Dinge, die hinter den Türen, die verschlossen sind, auch bleiben sollten, es sei denn, es geht um Verbrechen nach dem Strafgesetzbuch. Und nun soll einmal einer der Parteioberen, und die haben PIRATEN auch, erklären, was so ein Bild auf einer Website der PIRATEN zu suchen hat. Sind die PIRATEN wieder auf dem – erbärmlichen – Niveau, als eine nordrheinwestfäliche Abgeordnete der PIRATEN ihr Sexulaleben im Internet ausbreitete?

    • Geh weg! schrieb am

      Sie ist der „Durchleuchtung“ des Mobs nur zuvorgekommen, siehe Abgeordnete der PIRATEN im Saarland; dort wurde ihr (nicht öffentliches) Sexleben über das Internet unfreiwillig ausgebreitet, ähnlich in Dresden (keine Abgeordnete).

      Es zeigt sich ab, dass dies noch viel schlimmer kommt: Eigener moralischer Standard oder ausgedachter gesellschaftlicher Standard wird Meßlatte für andere.
      Beispiele
      – Nazi-Bank-Kontenschließung
      https://www.ndr.de/nachrichten/Norddeutscher-macht-rechte-Konten-dicht,konten100.html
      „Schon im Vorwege hatten Neonazis bei diversen Banken „Spendenkonten“ eingerichtet, um den Aufmarsch und vor allem die erwarteten Rechtsanwaltskosten finanzieren zu können. Meist sind unauffällige Strohmänner bei den Kreditinstituten als Antragsteller aufgetreten. Auf einschlägigen Szeneseiten im Internet werden die Kontodaten dann für mögliche Spender veröffentlicht.

      In diesem Moment schlägt die Stunde des Mannes aus Norddeutschland. Regelmäßig durchkämmt er die Szeneseiten und setzt sich mit der jeweiligen Bank oder Sparkasse in Verbindung. Meist mit Erfolg: Weil die Kreditinstitute offenbar nicht mit der Szene in Verbindung gebracht werden wollen, kündigen sie rasch die mit dem Strohmann geschlossenen Kontoverträge. Das Konto wird umgehend gesperrt.“

      – Urheberrechtsverletzende Webseiten
      Viele Webseiten werden einfach so, ohne juristische Prüfung geschlossen. Irgendjemand schreibt Suchmaschinenbetreiber oder Anbieter von Webseitenhostern an, damit diese eine spezielle Webseite verschwinden lassen sollen. Bei der Masse geschieht das dann auch automatisch, millionenfach (13,68 Millionen allein bei Google in einer Woche), manchmal ganz ohne Prüfung (siehe Subaru, Sam und Jenna).

      Das ist SOPA zur Hintertür:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act
      „Das Gesetz hätte es dem US-Justizministerium und Urheberrechtsinhabern erlaubt, gerichtliche Verfügungen gegen die Betreiber von Internetseiten zu beantragen, die einen Verstoß gegen das US-amerikanische Urheberrecht darstellen. Den Zweck der Maßnahme sollte der Antragsteller wählen. Zum Beispiel hätte eine Verfügung Werbeagenturen und Bezahldiensten die Zusammenarbeit mit Inhabern betroffener Internetseiten untersagen und so das Tätigen weiterer Geschäfte verhindern können.

      Auch das Anzeigen der Internetseite in Suchmaschinen hätte blockiert werden können. Durch das Gesetz wäre das Herunterladen geschützter Inhalte zu einer schweren Straftat geworden. “

      Am Beispiel Ashley Madison zeigt sich, dass wir das Ende der Fahnenstange nicht erreicht haben.
      Die Fahnenstange bisher:
      1. Menschen wollen Sex mit anderen.
      2. Obwohl sie einen anderen festen Sexualpartner haben.
      3. Mit dem sie verheiratet sind.
      4. Das Impact Team hackt das Unternehmen der (sex.) Moral wegen.
      5. Erpresst das Unternehmen mit Veröffentlichung.
      6. Team veröffentlicht zwei Datendumps (den ersten, die Kundendaten, der zweite, interne Kommunikation)
      7. AM Kunden werden zum Ziel des US Militärs und von anderen Erpressern und Schwulenhassern.
      8. Unterschiedliche ethische Meßlatten führen zu unterschiedlichen Lebensverläufen…man weiß es JETZT nur noch nicht:
      So wird man in den USA zu einem Sexualstraftäter – aber jemanden ohne Gerichtsverhandlung mit einer Drohne töten ist völlig OK:
      http://letterstomycountry.tumblr.com/post/11369993888/public-urination-as-sex-crime-in-virginia
      „It is a class A felony(sexual offense) to use the bathroom in public according to Virginia law.“

    • Hansi schrieb am

      Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?
      „…,aber es gibt doch wohl Dinge, die hinter den Türen, die verschlossen sind, auch bleiben sollten…“
      Genau darüber handelt der Artikel schließlich!

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