Computerspiele-Szene stärker in den Fokus rücken

Bild: Tobias M. Eckrich
Piraten auf der Gamescom: 7.- 9. August 2015, Messe-Eingang Ost

PIRATEN-NRW-PATRICK-SCHIFFER-FOTO-KOMPASS-be-him-CC-BY-NC-SA-IMG_8292-BLOGWenn sich bis Ende dieser Woche rund 300.000 Besucher auf der Spielemesse Gamescom in Köln drängeln, werden die PIRATEN auch vor Ort sein. Simone Brand, Verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Piratenfraktion im Landtag NRW:

„Wie kein anderes Medium verbinden Computerspiele Elemente aus Literatur, Musik und Film, ergänzt um innovative Interaktionskonzepte und viele weitere spannende Möglichkeiten. Leider verspielt Deutschland und insbesondere auch Nordrhein-Westfalen seit Jahren seine Chance, sich ins Spiel zu bringen. Dabei sind Games und Unterhaltungssoftware berechtigterweise in die Liste der Kulturgüter aufgenommen worden.

Wir fordern, dass die Gamesbranche offiziell gefördert wird. Gamer und Spiele-Entwickler sollen endlich den Stellenwert erhalten, der ihnen zusteht. Sie sind schließlich ein Teil unserer Kultur. Parlamentarisch fordern wir eine Studie, die die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Spielebranche untersucht. Diesen Antrag werden wir in das nächste Plenum einbringen.“

Patrick Schiffer, Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Piratenpartei: „Leider fristet die Spielebranche in der aktuellen Medien- und Kulturpolitik des Landes NRW weiterhin ein Schattendasein. Und das, obwohl die Gamescom Jahr für Jahr zeigt, welch‘ großes Potenzial gerade hier sowohl für die Kultur als auch für die Wirtschaft schlummert. Mit Förderungsstrukturen, ähnlich zur Filmförderung, würden gute Bedingungen für Synergien, neue Firmengründungen und damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden.“

Piratenpartei NRW und Piratenfraktion NRW werden vor den Türen der
Kölnmesse präsent sein: von Freitag, 14 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, am
Messe-Eingang Ost.

Flattr this!


Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

4 Kommentare zu Computerspiele-Szene stärker in den Fokus rücken

  1. Simon Lange schrieb am

    Ogott habe ich gerade in einer PM der Piratenpartei Deutschland das Wort „Synergien“ gelesen? Ich muss mich schnell waschen gehen. ^^

    Viel Geschwurbel aber worum es Gamer meist geht fehlt komplett. Ein Ansatz wäre zB gewesen Computerspiele ENDLICH als Kunstwerke zu begreifen, damit endlich der staatlichen Zensur Einhalt geboten werden kann. Dann wäre da noch die nachgelagerte „Zensur-Behörde“ BPjM welche sich anschickt Inhalte für Menschen ab 18 (also Erwachsene) inhaltlich zu bewerten und ebenfalls zu zensieren.
    Diese beiden Komplexe führen regelmäßig dazu, dass viele Spiele entweder gar nciht erst auf dem deutschen Markt erscheinen ODER nur in geschnittener Fassung bis hin zur Entfernung vom Spielspass. Viele Gamer sind deshalb genötigt Spiele zu importieren, aber weil eben auch hier unser Staat mittlerweile aufpasst und auch weil mittlerweile viele Spiele „online“ sein müssen bzw online freigeschaltet werden müssen stellt das die Gamer vor immer weiteren Hürden. Und schon beinahe unter geht die alte Forderung der Piraten statt FSK lieber PEGI zu verwenden.

    Aber davon keine Silbe in der PM. Da kennt sich jemand richtig gut aus bezüglich was Gamer wollen.

  2. Angela schrieb am

    In diesem Jahr die Meisterschaft war Dota 2 mit einem Preisgeld von mehr als 18 Millionen $ … Und das ist nicht die Grenze … Entwicklungsspiele …

  3. Ralf Becker schrieb am

    Es muss verhindert werden, dass es zu viele gewerbsmäßige/ illegale Uploads dieser Spiele gibt. Dies ist nur mit Finanztransaktionskontrollen möglich. Von Wählergeschenken/ Subventionen etc. halte ich nicht so viel, weil man dann aus dem Schenken/ Subventionieren nicht mehr rauskommt. Andere Länder müssen mit dem Subventionieren mithalten und das kann es nicht sein.

  4. Chico schrieb am

    „Wir fordern, dass die Gamesbranche offiziell gefördert wird.“

    Genau! Freies Computerspielen für alle!

    Im Übrigen finde ich, dass auch Bier maßgeblich zur Prägung von Gesellschaft und Kultur beiträgt. Ihr solltet also auch fordern, dass die Bierbranche offiziell gefördert wird! Freibier für alle! Dann klappts auch mit der nächsten wahl!

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.

Weitere Beiträge: