Weltdrogentag und Cannabis XXL – zwei Daten, die wir uns merken sollten

Anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni rufen die Vereinten Nationen zu einer Drogenpolitik auf, die nicht nur Konsumenten von Verfolgung und Strafe, sondern auch Sicherheitskräfte und Strafverfolgungsbehörden entlastet. 

Die Piratenpartei unterstützt diesen zeitgemäßen Ansatz und fordert die Bundesregierung auf, endlich einen Schritt in die richtige Richtung zu tun und Cannabis im Sinne des Verbraucher- und Jugendschutzes für Erwachsene zu legalisieren. 

Die Kampagne bestätigt die Position der PIRATEN in Bezug auf Drogen- und Suchtpolitik. Wir lehnen es ab, mündige Bürger zu gängeln und regelmäßige Schreckensszenarien zu beschwören, die größtenteils schlicht unwahr und außerdem nur dem strikten Verbot von Drogen geschuldet sind. Eine moderne Drogen- und Suchtpolitik erkennt jedoch an, dass Sucht an sich ein sehr weit gefasster Begriff und vom Leben vieler Menschen nicht zu trennen ist. Bizarre Aktionen wie die Beschlagnahmung von Vogelfutter in Chemnitz oder Stuttgart zeigen nur die Hilflosigkeit der Behörden – und sind zudem nur teuer und wirkungslos.

Passend zum Weltdrogentag findet nach über 11 Jahren in Deutschland erstmals wieder eine Hanfmesse statt. Vom 10. bis 12. Juli werden in der Zenithalle Nord in München unter dem Namen Cannabis XXL die Tore für alle Interessierten geöffnet. Neben Podiumsdiskussionen wird es auf der Messe ein breites Angebot von Herstellern von Hanfprodukten bis hin zum Deutschen Hanfverband geben. Vielfalt und Überraschungen sind garantiert.

 
Natürlich wird auch die Piratenpartei auf der Messe präsent sein, um dort für einen neuen Ansatz in der Drogenpolitik zu werben. Dazu Lukas Lamla, Mitglied der Piratenfraktion im nordrhein-westfälischen Landtags: «Es ist höchste Zeit, die Drogenpolitik wissenschaftlichen 
Erkenntnissen anzupassen und nicht dem persönlichen Empfinden von Politikern und Sicherheitskräften. Es gibt inzwischen einige Beispiele einer erfolgreichen Legalisierung von Cannabis, die sich nicht nur für Konsumenten, sondern auch Polizei, Justiz und den Staat selbst positiv ausgewirkt hat. Dem untauglichen Prinzip von Verbot und Strafe müssen wir auch den Gedanken der Freiheit entgegensetzen: Es muss der Entscheidung mündiger Erwachsenen überlassen sein, ob sie Cannabis konsumieren, wie dies in der Praxis trotz Illegalität längst der Fall ist. Aufgabe der Politik ist es, für einen angemessenen Verbraucherschutz zu sorgen, wie sie es bei Drogen wie Alkohol oder Zigaretten auch tut. »
  

Am Stand in München werden wir (legalen) Hanftee, (ebenso legales) Vogelfutter und (natürlich auch legalen) gerösteten Hanfsamen verteilen. Um möglichst viele Vögel überall in Deutschland mit qualitativ hochwertigem Futter versorgen zu können und ausreichend Hanftee für überreizte Strafverfolger vorrätig zu haben, freuen wir uns über jede Spende für unseren Messestand.

Unsere Bankverbindung für Spenden: 
Kontoinhaber: Piratenpartei Deutschland
Kreditinstitut:     Deutsche Skatbank
IBAN:                DE60 8306 5408 0004 7965 86
BIC:                  GENODEF1SLR
Überweisungstext: CannabisXXL 2015

 

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Kommentare

3 Kommentare zu Weltdrogentag und Cannabis XXL – zwei Daten, die wir uns merken sollten

  1. Hero Lucky Unchanged schrieb am

    Das 1930 verfasste BtmG ist dem damaligen Faschismus geschuldet. Cannabis macht gleichgültig, Alkohol aggressiv. Letztendlich ist die dadurch erwirkte Alkoholverherrlichung durch das BtmG am Nationalsozialismus und seiner Aggressivität schuld. Nicht umsonst heißt es umgangssprachlich Saufnazi.

  2. zarathustra schrieb am

    moin

    der beschluss der fdp auf vorlage der J-U – lis.

    amüsant.

    die fdp beschliesst, weswg wir damals rausgeschmisen wurden.

    und nun hier.
    längst überholt und ansonsten konsens.

    inkonsequent, unzureichend…

    ihre hochwohlbesserverdienende persönlichkeit lamleit

    es ist zutietfts bedauerlich sie auf die beschlusslage der jungsosialisten von damals hinzuweisen – kraft hiess die eine -, wo diese bonzen der spd in spee waren.

    die mitarbeiter der piratenfaktion sind zuwenig bezahlt, um zu eruieren?

    wie sagten mehrere parteibonzen der piraten zu mir

    „intelligenz ist vom einkommen abhängig“

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