Zum Weltflüchtlingstag: Mehr Menschlichkeit wagen

Bild: Tobias M. Eckrich
In ihrem Bericht zur weltweiten Lage von Flüchtlingen bezeichnet Amnesty International die momentane Situation als die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.  Der einzige offene Fluchtweg Richtung Europa führt für viele Menschen aus den Kriegsgebieten Afrikas und des Nahen Ostens über das Mittelmeer, das sich zunehmend in einen riesigen Unterwasserfriedhof verwandelt. 

 

Die Europäische Union lässt ihre Mitgliedstaaten im Süden mit Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge immer noch allein. 

 

Die Piratenpartei hält diese Situation für untragbar. Es ist einer Gemeinschaft wie der EU, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch durch gemeinsame Werte verbunden sein will unwürdig. Wir verweisen hier nachdrücklich auf das Asylrecht als unbedingtes Menschenrecht: Niemand darf einen Flüchtling, dessen Leben im Herkunftsland durch Kriege, Katastrophen oder Verfolgung bedroht ist, abweisen. Es ist höchste Zeit, dass sich Europa dieses absoluten Menschenrechts erinnert und eine humanitäre und angemessene Lösung findet. 

 

Wir erwarten daher, dass Europa Verantwortung übernimmt – als solidarische Staatengemeinschaft. Die Verteilung von Flüchtlingen muss durch gerechte Quoten geregelt, eine legale und sichere Möglichkeiten zur Einreise in die EU geschaffen, Integration aktiv unterstützt und die Abschiebepraxis ausgesetzt werden.  

 

Björn Niklas Semrau, Sprecher für Außen- und Sicherheitspolitik der Piratenpartei Deutschland, fordert eine langfristig wirksame Strategie: „Unseren eigenen Erfahrungen nach 1945 eingedenk, sollten wir Flüchtlinge in unserem Land willkommen heißen und ihren Mut und ihren Willen zur Veränderung nutzen, um unsere Gesellschaft zu stärken. Dies aber ändert nichts an den Ursachen für Flucht. Es bedarf einer neuen, weltoffeneren und vor allem mit der Entwicklungspolitik sinnvoll verschränkten Außen- und Sicherheitspolitik, um jene Ursachen zu beseitigen, welche die Menschen zur Flucht in andere Länder bewegt.»

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2 Kommentare zu Zum Weltflüchtlingstag: Mehr Menschlichkeit wagen

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