Open Educational Resources – nur ein Buch 2.0?

(CC-BY-SA) Markus Buesges (leomaria design) für Wikimedia Deutschland e. V.

Update: Das Podium kann hier als Podcast nachgehört werden – online oder zum runterladen. Dafür einen besonderen Dank ans @NebelhornRadio.


Am 28. Januar 2015 nehmen wir ein weiteres Mal ein Thema auf, das die Piraten schon lange bewegt: Freie Unterrichtsmaterialien. »Frei wie in Freie Rede, nicht frei wie in Freibier«, wie Richard Stallman es einmal ausdrückte, eröffnen solche Lehrmaterialen ganz neue Möglichkeiten, werfen aber auch Fragen auf und konfrontieren uns mit neuen Herausforderungen. Ende letzten Jahres hatten wir bereits mit Aspekten der Qualitätskontrolle und der sogenannten »Knetchenfrage« – also nach der Möglichkeit, im Umfeld freier Lernmaterialien noch Geld zu verdienen – beschäftigt.

Am Mittwoch werden wir – diesmal mit Beteiligung zweier großer Verlage – diesen Faden aufnehmen und fragen, ob es sich beim Digitalen Buch wirklich nur um die Digitalisierung der Inhalte geht, oder ob da mehr dahinter steckt.

Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 28.1.2015, um 20:00 Uhr und findet auf unserer virtuellen Diskussionsplattform Mumble im Raum Raum »Dicker Engel« statt. Dort ist auch direkte Beteiligung am Saalmikrofon möglich. Daneben wird die Diskussion live im Piratenradio Nebelhorn übertragen und kann ohne Installation weiterer Software direkt im Web-Browser angehört werden. Und natürlich wird es wie immer eine Aufzeichnung im Krähennest-Podcast geben, über die wir gesondert informieren.

Für die Veranstaltung unter dem Titel »Die Zukunft des (Schul-)Buches« konnten wir wieder spannende Gäste gewinnen:

Frau Dorothea Mützel vom Cornelsen-Verlag
Der Lehrer Daniel Bernsen, der ein freies Geschichtsbuch entwickelt hat
Simon Köhl von serlo.org, einer kostenlosen Plattform mit freien Lernmaterialien, und
Dr. David Klett vom Verlag Klett-Cotta

Mit ihnen wollen wir überlegen: Wie verändert sich das Lernen? Kann es überhaupt noch das Ziel reiner Wissensvermittlung haben? Und wie wollte man das im Zeitalter einer allverfügbaren Wikipedia überhaupt noch überprüfen? Da kein Klick unbemerkt bleibt, ergeben sich ganz neue Tracking-Möglichkeiten. Aber wollen wir wirklich den Lernenden so genau über die Schulter schauen, und sie am Ende noch nach ihrem Lernverhalten bewerten? In den ersten Schulen steht bereits die Schreibschrift auf dem Prüfstein, weil sich Druckschrift für die elektronische Weiterverarbeitung so viel besser eignet. Aber geht uns damit nicht auch eine wunderbare Kulturtechnik verloren? Werden Lehrer künftig eher in die Rolle eines Moderators im Prozess der Fähigkeitenentwicklung schlüpfen, wo sie früher eher Quellen im Prozess der Wissensvermittlung waren – und wie sind sie darauf vorbereitet?

Piraten sind die mit den Fragen. Wir sind gespannt auf die Antworten unserer Gäste und laden euch herzlich ein, dieses Urthema der Piraten mit ihnen und uns zu diskutieren.

Flattr this!


Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

6 Kommentare zu Open Educational Resources – nur ein Buch 2.0?

  1. Gernot Köpke schrieb am

    „Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 28.1.2014″… Jahreszahlfehler ;-)

  2. BBiwy schrieb am

    Hallo,

    nach einem offiziellen Flyer des Klett Verlages zum Thema „Das digitale Schulbuch“ zufolge kostet ein eben solches jährlich rund 1/3 mehr als ein normales Schulbuch [1].
    Aus (fiskalischer) Sicht der Schulträger, die die Kosten der Lehrbücher übernehmen, wird sich zumindest in Baden-Württemberg (durch die Lernmittelfreiheit), das Schulbuch nicht durchsetzen. Denn bei einem Preis von 30 € und einer Laufzeit von 5 Jahren, müsste der Schulträger nur rund 6 € im Jahr zahlen. Für das digitale Schulbuch hingegen pro Jahr 8 €, also insgesamt 40 € (macht 10 € mehr). Insgesamt müsste man also 70 € (Buch+digitale Version) anstelle von 30 € bereitstellen.
    D. h. es wird weniger (digitale) Schulbücher als normale Schulbücher geben.

    Gruss

    BBiwy

    Referenzen:
    [1] http://www.klett.de/sixcms/media.php/185/Flyer_Digitales_Schulbuch.pdf

    • Dirk schrieb am

      Wir haben diese und andere Fragen auf dem Podium aufgenommen und Antworten weit jenseits vorgefertigter Argument bekommen. Sobald der Podcast zur Verfügung steht, werden wir ihn hier verlinken. An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an die Teilnehmer auf dem Podium.

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.

Weitere Beiträge: