Zum Terroranschlag von Paris: »Unsere Trauer gilt den Opfern, unsere Solidarität allen, die für Meinungs- und Pressefreiheit streiten«

Zum Terroranschlag auf die französische Satire-Zeitschrift ›Charlie Hebdo‹ in Paris erklärt der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Stefan Körner:

»Die Morde von Paris schockieren und erfüllen uns mit tiefer Trauer. Unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Der feige Terrorakt ist ein Angriff auf die Pressefreiheit und damit auf eine der Grundsäulen unserer Demokratie. Wir sind solidarisch mit allen, die Meinungs-, Kunst- und Religionsfreiheit verteidigen. Wir werden uns diese Freiheiten nicht nehmen lassen.

Der Angriff auf die Redaktion des Magazins ›Charlie Hebdo‹ ist kein Angriff ›des Islam‹ auf ›den Westen‹, sondern ein Terrorakt von Fanatikern auf alle freiheitsliebenden Menschen gleich welcher Herkunft und welchen religiösen Bekenntnisses. Wer dieses Ereignis zum Anlass nimmt, pauschal gegen Ausländer oder Muslime Stimmung zu machen, wer gegen Vielfalt und Respekt auf die Straße geht, ist Teil des Hasses und damit Teil des Problems.«

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Das Bild stammt von der Webseite von Charlie Hebdo. Ich denke, jeder versteht, warum es hier steht. Unsere Trauer ist mit der Redaktion in Paris und unsere Wut mit den feigen Attentätern.

– Red.

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Kommentare

34 Kommentare zu Zum Terroranschlag von Paris: »Unsere Trauer gilt den Opfern, unsere Solidarität allen, die für Meinungs- und Pressefreiheit streiten«

  1. Woher wisst Ihr eigentlich bereits jetzt, wer die Täter sind?

    Wer ein bisschen politisch denkt, der kriegt jetzt vor allem eine Sauwut auf die politischen Eliten Frankreichs und Europas. Unabhängig von der Frage, wer die Täter sind: Frankreich und Europa betreiben seit langem eine aggressive und neukolonialistische Politik in Nordafrika und in der arabischen Welt. Außerdem bekommen (v.a. in Frankreich) Einwanderer und ihre Kinder (und Kindeskinder) keine gesellschaftliche Perspektive, die Spaltung der Gesellschaft ist politisches Prinzip.
    Das heutige Gemetzel passt genau diesen Eliten, die es die ganze Zeit verbocken, ganz wunderbar in den Kram; die Politik der „Terrorangst“ und des „Zusammenstehens gegen die Feinde der europäischen Werte“ geht unweigerlich in die nächste Runde.

    • Annette schrieb am

      Ja, leider wird dieses Attentat Bewegungen wie Pegida Nährboden geben. Ich bin tief betroffen von der Härte und Brutalität. Charlie Hebdo hat sich mit unterschiedlichen Menschen seit Jahrzehnten für Toleranz eingesetzt. Und für die Pressefreiheit und somit für unsere aller Meinungsfreiheit eingestanden. „Lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben.“, Charb 2011

      • Nichtwähler schrieb am

        Wieso soll man dem Islam gegenüber tolerant sein ?

        Diese Religion ist ja selbst nicht tolerant, ich meine im Koran steht irgendwas das die ungläubigen in die Hölle kommen und dort ewig gefoltert werden. Genau wie im Christentum eben auch, warum soll ich also Religioten gegenüber deren Religion für mich als ungläubigen nur Gewalt kennt also „tolerant“ sein. Mehr Mut zum Atheismus würde den Piraten gut stehen anstatt diese nervige Gutmenschelei.

        • Andreas schrieb am

          Im vorliegenden Fall ist zwischen Glaube und Wahn zu abstrahieren. Hier herauszustellen, dass die Tat von fanatischen Spinnern im Namen einer Religion (und gleichzeitig gegen den Geist ihrer Lehre) begangen wurde, ist sehr wichtig.

          Ich empfehle Dir, die deutsche Übersetzung des Koran zu lesen und mit den Inhalten der Bibel zu vergleichen. Versuche dabei hinter die teilweisen wirren Formulierungen der Suren und Bibelverse zu blicken. Teilweise hilft hier auch, ältere Übersetzungen der Bibel hinzuzuziehen (finden sich teilweise auch im Internet).
          Man erkennt dadurch: Weder der Koran noch die Bibel predigen primär die Verfolgung oder Bestrafung von Andergläubiger. Das (Verständnis-)Problem beider Werke liegt in der Ursprungszeit der Abfassung und den damals herrschenden Gesellschaftsformen sowie der in der Vergangenheit immer wieder neu gefassten Auslegungen religiöser Autoritäten (inkl. partieller Umschreibungen von Teilen des Inhalts der Werke). Deswegen kann man meiner Meinung nach den Inhalt und die Aussage beider Bücher nicht in die heutige Zeit übertragen, auch wenn das Fundamentalisten auf beiden Seiten immer wieder tun.

          In einer freien Gesellschaft darf jeder an die religiösen Grundsätze und Götter glauben, wie es ihm beliebt, sofern durch die Ausübung seiner Religion nicht die Rechte seiner Mitmenschen beeinträchtigt werden. Toleranz gegenüber religiöser Ansichten anderer Leute sollte meiner Meinung nach (ich bin weder Moslem noch Christ) also kein Problem darstellen.
          Anschläge wie dieser auf „Charlie Hebdo“ sind hingegen ein krimineller Akt, der wie alle Verbrechen nicht durch den Verweis auf eine Religion oder einen Glauben gerechtfertigt werden kann, und als solche in aller Form zu verurteilen.

      • Dazu gibt es offenbar auch ganz andere Meinungen, siehe: http://www.hoodedutilitarian.com/2015/01/in-the-wake-of-charlie-hebdo-free-speech-does-not-mean-freedom-from-criticism/

        Mein Französisch ist nicht gut genug, um alles, was die geschrieben und gezeichnet haben, zu verstehen, aber einiges ist in der Tat einfach nur dumme, rassistische Hetze.
        Viele Kommentare hier zeigen allerdings, dass das Spiel immer noch hervorragend funktioniert.

        • Tristan Tzara schrieb am

          „Mein Französisch ist nicht gut genug, um alles, was die geschrieben und gezeichnet haben, zu verstehen, aber einiges ist in der Tat einfach nur dumme, rassistische Hetze.“
          Danke für diese (leider) Außenseitermeinung.
          Und diese einseitige „dumme, rassistische Hetze“ haben sie über etliche Jahre betrieben.
          Genau deshalb kann übrigens dem niveauvolleren Satiremagazin „Titanic“ eben nicht „das Gleiche“ passieren, wie manche Propagandisten des „christlichen Abendlandes“ jetzt vielleicht allzu gern äußern möchten!
          Da diese eben keinen „Mohammed“ mit hochgestrecktem nacktem Arsch zeichnen und das als „Satire“ verbreiten!
          Genau deshalb sage ich auch nein zu „Je suis Charlie“!

          Islamismus mit seinen Terror-Akten zu verurteilen ist sicher gerechtfertigt, aber auch in diesen Tagen eine unisono anzutreffende Einheitsgebetsmühle (siehe die „Pegida-Schlümpfe“), der etwas die Zwischentöne abhanden gekommen sind.
          Etwas Respekt für den Islam als Weltreligion zu fordern in einer angeblich „multi-kulturellen Gesellschaft“ aber anscheinend ein inzwischen hoffnungsloses Unterfangen! Schließlich haben wir ja schon „erfolgreich“ angefangen, das Kopftuch zu verbieten…
          Ich bin übrigens kein Muslim, kenne aber den alltäglichen Gesinnungsterror von evangelikal-christlichen Gruppen in Deutschland und den vergleichsweise respektvollen menschlichen Umgang, den ich unter Muslimen erlebe.

    • Nichtwähler schrieb am

      @Eric Manneschmidt

      Ich finde es widerwärtig den westlichen, demokratischen Regierungen die Schuld an den Islamischen Anschlägen zu geben. Das ist nichts anderes als „victim Blaming“. Für diese Gewalt sind ausschließlich die Islamisten verantwortlich, sonst niemand. Ich hoffe das nun Frankreich mehr Luftangriffe gegen die islamistischen Terroristen fliegt, Gewalt ist leider die einzige Sprache die dieses Barbaren Pack vom IS versteht.

      • »Für diese Gewalt sind ausschließlich die Islamisten verantwortlich, sonst niemand.« Klare Ansage, besonders dann wenn Verquickungen zu westlichen Geheimdiensten bestehen oder bestanden! Die Sauerlandgruppe nutzte via türkischen Mittelsmann Zünder des CIA. Spalte und Herrsche?

        »Ich hoffe das nun Frankreich mehr Luftangriffe gegen die islamistischen Terroristen fliegt, Gewalt ist leider die einzige Sprache die dieses Barbaren Pack vom IS versteht.«

        Wer hat den IS mit aufgebaut? Die USA. Wer finanzierte ihn (bzw. finanziert ihn noch?)? Die US-Verbündeten Saudi Arabien und Katar. Ein Schelm, wer hier Böses denkt…

      • 110 schrieb am

        „widerwärtig“, lieber „nichtwähler“, war der anschlag selbst ganz sicher, genau wie auch der mord an einer polizisten heute oder die diversen anschläge auf moscheen.

        aber der aufruf dazu, nicht beweislos schuldige zu benennen, kann nicht nur nicht „widerwärtig“ sein, sondern hängt vor allem mit dem prinzip der unschuldsvermutung zusammen – und ist in diesem fall einfach einer antirassistischen grundhaltung geschuldet.

        widerwärtig war übrigens auch der mord an dem greenpeace-mitarbeiter beim anschlag auf die rainbow warrior durch den französischen geheimdienst. damals allerdings gab es keine massenproteste aus dem bürgerlichen lager, und es kam auch niemand auf die idee, ein geheimdienstverbot zu diskutieren oder die massenabschiebung von beamten zu fordern.

        mord ist mord und der ist immer recht widerwärtig, egal aus welchen motiv heraus er geschieht.

        oder um es mal anders herum zu erklären: eine radikalislamistische weltanschauung f#llt genau so unter das naturrecht, zu denken, was man will, wie deine oder meine meinung.
        die spreu vom weizen trennt sich dort, wo formen der gewalt ausgeübt werden.

    • Dirk schrieb am

      Pressefreiheit und die Folgen solcher Anschläge für die Innenpolitik sind Kernthemen. Jedenfalls Kernthemen der Piratenpartei.
      Danke für den Lesehinweis. Ich gebe ihn an die Presse weiter.

      • Detlef schrieb am

        Na ist doch klar, warum die Videoaufzeichnungen nicht veröffentlich werden sollen. Es könnte ja jemand auf die Idee kommen, dass derart brutale und professionelle Anschläge nur durch Geheimdienste und SEKs durchgeführt werden können.
        Das ware dann auch eine Erklärung dafür, dass der Schutz unter dem die Redaktionn von Charlie Hebdo stand, so kläglich versagt hat.

    • Detlef schrieb am

      Übrigens warden bei SPON kritische Kommentare im Forum radikal zensiert. Nur soviel zur Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland.

  2. Karl Weber schrieb am

    Es war kein Anschlag des Islam, sondern ein Anschlag von streng gläubigen Muslimen. Streng gläubige Muslime werden politisch korrekt als Islamisten bezeichnet.

    Drei Dinge über den Islam

    http://www.youtube.com…

    • Karl Weber hob ab und schrieb: »Für diese Gewalt sind ausschließlich die Islamisten verantwortlich, sonst niemand. Ich hoffe das nun Frankreich mehr Luftangriffe gegen die islamistischen Terroristen fliegt, Gewalt ist leider die einzige Sprache die dieses Barbaren Pack vom IS versteht.«

      Hi Karl, Du differenzierst nicht genug! Islamgläubige sind keine Islamisten. Islamisten sind keine gewalttägigen Islamisten. Es ist außerdem fraglich, ob gewalttägie Islamisten den Islamgläubigen zugerechnet werden (siehe auch: innerislamistischen Diskussionen um Pierre Vogel).

    • Detlef schrieb am

      Die Tatsache, dass allseits behaupptet wird, der Anschlag ware von Muslimen verübt worden macht mir große Sorge. Könnte nicht jeder halbwegs geübte Kriminelle islamistische parolen von sich geben, z.B. um den Verdacht auf andere zu lenken.
      Meines Wissens war die Redaktion von Charlie Hebdo auch mit Kritik aus vielen anderen Kreisen konfrontiert.
      Stimmungsmache und Hetze sollten vermieden werden.
      In dieser Hinsicht finde ich die offizielle Stellungnahme von Stefan Körner ausgesprochen gelungen.

  3. Ben schrieb am

    Da hat man mal wieder tief in die Standard-Ritual-Platitüden-Kiste gegriffen: Schock, Trauer, Mitgefühl, feiger Terrorakt, Pressefreiheit, nicht nehmen lassen. Nur, das wird nach jedem solchen Anschlag gesagt und scheint nicht gerade dazu beizutragen, dass solche weniger werden, und darauf sollte es doch ankommen.

    Mitgefühl – natürlich. Das sollte auch als erstes ausgesprochen werden. Wenn wir dann aber nüchtern – und ehrlich – sein wollen: kein Mensch, der die Toten nicht persönlich gekannt hat, wird wirklich um sie „trauern“. Warum auch um diese 12 trauern und nicht um die Abertausende anderer Unbekannter, um die man täglich trauern könnte, weil sie Opfer von verschiedenartigster Gewalt, Unterdrückung, Armut und Hunger werden? Aber je größer die Zahl, desto mehr wird jede Fähigkeit der gefühlsmäßigen Anteilnahme überfordert und werden die Toten zur bloßen Statistik. Umso mehr ist es dann nötig, sich darauf zu konzentrieren, welche Konsequenzen jeweils politisch oder kulturell gefordert sind.

    Und da greift dann auch der zweite Absatz, der den Unterschied zwischen fanatischen Islamisten und „dem Islam“ (so wie ihn die große Mehrheit der Muslime versteht) hervorhebt, obwohl zunächst richtig, zu kurz. Fanatischen Islamismus gäbe es nicht ohne Islam. Der Islam ist aber intrinsisch nicht problematischer als andere Religionen. Dass der Islam heute bei religiösem Extremismus an vorderster Stelle zu stehen scheint, ist letztlich Ergebnis historisch-geographischer Zufälle. Sich speziell gegen den Islam zu positionieren, mit der unweigerlichen Implikation, dass insbesondere das Christentum ja so überlegen wäre, könnte nur kontraproduktiv wirken. Vielmehr sollte man sich nun – nein, nicht gegen „Extremismus“, sondern – gegen Religion schlechthin positionieren. Denn solange man dem anachronistischen Glauben an fiktive Weltbeherrscher einen falschen Respekt einräumt, muss man sich doch nicht wundern – sondern es ist das Natürlichste von der Welt -, wenn Gläubige diesem Allerhöchsten und seinem vermeintlichen Willen einen höheren Stellenwert beimessen als irgendeiner staatlichen oder gesellschaftlichen Autorität und entsprechend handeln. Man kann nun schlecht innerhalb eines von vornherein irrationalen Denkrahmens argumentieren und die Leute überzeugen, dass Gottes Wille nun doch nicht so sondern so wäre. Für „Extremisten“ ist ihre religiöse Vorstellungswelt genauso unwiderleglich „wahr“ wie für „harmlose“ Gläubige die ihre. Die Extremisten glauben ja, dass gerade sie die wirklichen Vertreter ihrer Religion sind. Es ist also völlig müßig, sie überzeugen zu wollen, dass sie nicht z.B. den „wahren“ Islam repräsentieren. Wahrheit ist ja in der Tat keine Frage von Mehrheiten, und ein anderes Argument hat man dann nicht, wenn man sich auf die Idee einlässt, dass es überhaupt einen „wahren Islam“ gäbe.

    Nichts davon soll eine Infragestellung der Religionsfreiheit andeuten. Nur, zum einen, ist diese richtig zu verstehen: es darf keine speziell gegen irgendwelche Religionen intentional gerichteten Gesetze geben, aber es kann auch für Religionen keinerlei Ausnahmen von Gesetzen geben, die aus allgemeinen religionsunabhängigen Erwägungen getroffen wurden (z.B. gegen Körperverletzung oder zum Tierschutz). Insofern ist es z.B. unerträglich, dass noch extra Gesetze gemacht werden, um gewissen Religionsgemeinschaften die Genitalverstümmelung von Kindern zu erlauben – genausogut könnte man auch die Pressefreiheit einschränken und genau solche „Blasphemie“ verbieten, wie sie Charlie Hebdo betrieben hat. Und zum anderen: Man sollte im Alltag Schluss machen mit der intellektuellen Toleranz gegenüber einem Unfug, den man in jedem anderen Bereich – etwa wenn es um Homöopathie oder absurde Verschwörungstheorien geht – unbesorgt lächerlich macht. Religion jeder Art ist aber nicht minder irrational und verdient auch genauso behandelt zu werden. Oder sorgt sich irgendjemand darum, die Gefühle eines gläubigen Homöopathen zu verletzen? Warum dann die eines gläubigen Christen schonen? Gerade in Europa wissen wir, dass ohnehin die wenigsten noch wirklich gläubig sind, und sollten dieses Tabu möglichst einreißen. Aber auch in der islamischen Welt scheint die Dunkelziffer der Ungläubigen beträchtlich zu sein, die sich nur eben dort meist nicht zu erkennen geben können (ähnlich wie im US-Kongress). Wenn Europa hier den Vorreiter spielt, wird irgendwann das „Morgenland“ nachziehen (und schließlich auch die USA). Also wie wäre es mal mit etwas FCK RLGN? Gerade dafür steht doch Charlie Hebdo, was sich immer über alle Religionen lustig gemacht hat – sich dem anzuschließen wäre ein angemessener Tribut an die Opfer. In diesem Sinne – je suis Charlie.

    • Nichtwähler schrieb am

      Die Linksgrünen Toleranz Wichtel von der Piratenpartei haben aber nicht den Mut für den Atheismus einzutreten, da wird lieber blindlings jeder Religiotismus toleriert. Und wer nicht Tolerant der Religion gegenüber ist der wird ganz schnell in die Rechte Ecke gestellt.

      Ein Grund warum ich als Atheist absoluter Nichtwähler bin, es gibt schlichtweg keine Partei die für eine aufgeklärte, fortschrittliche Religionskritik eintritt.

      • Andreas schrieb am

        Religion bzw. Glaube ist ein Teil der individuellen Meinung. So wie Du Deinen Atheismus vertrittst, hat jeder andere auch das Recht auf seine religiöse Ansichten. In einem freiheitlichen Staat ist das meiner Meinung nach zu tolerieren. Für jemanden, der von seinem Standpunkt überzeugt ist, sollte das auch kein Problem sein.

        Bzgl. des Rests Deines Eintrages verweise ich einfach mal auf das hier:
        http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#F.C3.BCr_die_Trennung_von_Staat_und_Religion

        • Ben schrieb am

          Die Gedanken sind sowieso immer frei. Und natürlich soll auch jeder das Recht haben, selbige nach Belieben zu äußern. Das heißt aber nicht, dass man jede Ansicht respektieren muss. Deshalb ist dieser Satz im Programm überflüssig: „Wir erkennen und achten die Bedeutung, die individuell gelebte Religiosität für den einzelnen Menschen erlangen kann.“ Das ist eben nicht zu achten, sondern zu überwinden, denn aus solchem Supernaturalismus erwachsen auch die Extreme, so wie man aus einer falschen Prämisse jede beliebige Folgerung ziehen kann. Wenn man anfängt, sich einen Gott auszudenken und ihm beliebige Eigenschaften anzuheften, ja nun – dann kann der auch wollen, dass man diejenigen umbringt, die ihn beleidigen. Und dann wird man das auch nicht einem irdischen Gesetz willen unterlassen. Spätestens bei Selbstmordattentätern (und auch in Paris waren sich die Täter wohl der Möglichkeit bewusst, aus der Sache nicht lebend rauszukommen) greift jede strafrechtliche Abschreckung ins Leere. Somit ist Religion als hochgefährlich zu bewerten, anstatt ihr durch unangebrachte „Achtung“ noch Vorschub zu leisten – sie hält sich ja nur aufgrund der menschlichen Tendenz, „übliche“ und „akzeptierte“ Denkmuster zu übernehmen, anstatt selbst zu denken (deshalb ist die Annahme einer bestimmten Religion ja auch in den seltensten Fällen individuelle Wahl, sondern gemeinhin Ergebnis einer Aufprägung im Kindesalter). Sicher müssen den welterklärungs-, sinn- und trostsuchenden Menschen hier alternative Antworten gegeben werden, aber das, denke ich, ist auch sehr wohl möglich.

          • Andreas schrieb am

            Das Recht, für sich selbst einen Sinn im Glauben zu finden, ist durch das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit definiert. Dieses zu überwinden ist eine Sache persönlicher bzw. gesellschaftlicher Entwicklung – aber nicht eine Aufgabe, die in einem politischen Programm festgelegt werden muss. Sonst wären eben die von Dir zitierten Gedanken nicht mehr frei, sondern eingeschränkt.

            Das Recht, sich einen Gott auszudenken, resultiert selbstverständlich nicht in dem Recht, diese seine Meinung anderen überzustülpen. Und hier endet auch die Toleranz gegenüber dem Glauben anderer Leute. Wir haben in unserem Land Glaubensfreiheit – und das muss auch so bleiben. Der Glaube eines anderen Menschen ist deswegen zu respektieren – was nichts mit aus diesen Motiven erfolgte Handlungen zu tun hat, wenn sie gegen geltendes Gesetz und die Rechte anderer Leute verstossen. Aus diesem Grund halte ich den von Dir zitierten Absatz für richtig und wichtig.

            Andere Leute wegen ihrer Religion (oder aus dem Gefühl heraus, seinen eigenen Glauben beleidigt zu sehen) zu bedrohen, zu unterdrücken oder zu töten, hat aber nichts mit Glauben zu tun. Das ist (religiöser) Wahn. Und dieser kann, ebenso wie Mord und Totschlag aus anderen Motiven, niemals durch Strafandrohung oder anderweitige Maßnahmen verhindert werden.

            • Ben schrieb am

              Die Glaubensfreiheit will ja niemand einschränken, wobei dies allerdings gar keine separate Kategorie sein sollte, da sie sich selbstverständlich aus der allgemeinen Meinungsfreiheit ergibt. Diese Heraushebung der Religion ist an sich schon eine ungerechtfertigte Respektsbezeugung, dementsprechend stört mich der zitierte Satz. Es wird ja auch nicht gesagt, wie irgendwelche nicht-religiösen Weltanschauungen „Bedeutung für den einzelnen Menschen erlangen“ können. Ich denke nicht, dass sich die Partei explizit atheistisch positionieren sollte, nur konsequent säkular. Es wäre aber eine gesellschaftliche Aufgabe, Religion lächerlich zu machen. Und eine Unterscheidung zwischen Glauben und religiösem Wahn ist hier reine Semantik. Die „Wahnsinnigen“ sind doch nur die konsequentesten Gläubigen, indem sie den vermeintlichen Willen Gottes nicht einer menschengemachten Rechtsordnung unterordnen. Und das ist der Unterschied zu sonstigem Mord und Totschlag, der zwar durch Strafandrohung nicht vollständig verhindert, aber doch auf ein Mindestmaß beschränkt wird. Denn unter den vermutlich zahlreichen Menschen, die sich irgendwann schon mal jemand anderen tot wünschen, und deren eigener moralischer Kompass eine Tötung nicht verbieten würde, werden doch nur die wenigsten diese ausführen, nämlich nur die, die entweder (meist in Selbstüberschätzung) meinen, sie könnten unentdeckt und somit ungestraft quasi den „perfekten Mord“ ausführen, sowie die, die ohnehin mit ihrem Leben abgeschlossen haben und die Konsequenzen gleichgültig in Kauf nehmen. Die anderen werden rational vom Mord absehen, da die zu befürchtende Haftstrafe schwerer ins Gewicht fällt als der vermeintliche „Nutzen“. Wenn der Mord aber religiös motiviert ist, dann gibt es womöglich gar keine Abwägung – Gott steht schließlich über allem, da opfert man sich aus reiner Ehrfurcht auch selbst – oder aber die Abwägung ist durchaus eigennützig basierend auf einer eingebildeten Belohnung im Jenseits, die natürlich auch leicht das irdische Leben aussticht. Dies sollte eigentlich völlig unbegreiflich sein, aber wieviele „normale Gläubige“ glauben nicht auch tatsächlich daran, „in den Himmel zu kommen“? Die Bedingungen dafür und was einen da erwartet, sind ja im Vergleich zur Grundannahme nur Details, über die man naturgemäß auch nicht rational diskutieren kann. Wenn wir also schon von Wahn sprechen, haben wir es doch mit einem Massenwahn zu tun, wobei der Wahn des Einzelnen eben die Masse als Bestätigung erfordert. Um diesen Massenwahn möglichst zu überwinden, ist es wichtig, Toleranz nicht mit Respekt zu verwechseln: jeder DARF an jeden Unsinn glauben, darf – und SOLLTE – dann aber auch dafür verlacht und intellektuell nicht ernst genommen werden.

    • Bommel schrieb am

      „Die Extremisten im Netz jubeln. Einen Tag nach der Bluttat von Paris feiern radikale Muslime in den sozialen Medien den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Viele von ihnen erklären die drei Attentäter zu Helden.“

      Die schwer bewaffneten Attentäter haben unbewaffnete Menschen erschossen. Hinterhältig. Sollen die ruhig glauben, auf sie warten 72 Jungfrauen. Die werden sich wundern…

      Normalerweise würden Menschen, die ihre (Wahn-)Vorstellungen, Phantasien oder Einbildungen für wahr halten, in ein Krankenhaus eingeliefert. Aber wenn ihre Vorstellungen religiöser Art sind, dann wird alles als normal hingenommen. Alle anderen werden dazu aufgerufen, tolerent zu sein. Ist das nicht merkwürdig? Jeder erkenn den Schwachsinn in der Religion des anderen, aber nicht in seiner eigenen.

      „100 Millionen verfolgte Christen in 50 Ländern…

      Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat in Nigeria offenbar ein Massaker angerichtet. Die Stadt Baga im Nordosten des Landes sei nahezu vollständig niedergebrannt worden, be-richtet die „BBC“…“

      …aber deutsche Politiker halten es für wichtiger, Toleranz für intolerante Muslime eizufordern.

      „Das Märchen von guten und bösen Predigern (“Hassprediger”) des Islam
      Der Hass gegen alles Nicht-Islamische ist keine Sache von “Hasspredigern”. Der Hass gegen “Ungläubige” ist eine der wesentlichen Kernaussagen des Islam und entstammt direkt aus den “heiligen” Texten von Koran und Hadith.

      Wer den Koran predigt, wer über Mohammed predigt, kann nicht umhin, Hass gegen Nicht-Muslime zu predigen. Prediger, die auf Dauer einen Bogen um die über 2000 Textstellen aus Koran und Hadith machen, in denen Muslime zum Töten von “Ungläubigen” aufgefordert werden, werden früher oder später selbst liquidiert.“

      „NEIN…nicht der Islam oder die Mohammedaner sind das Problem. Das Problem sind die Politiker, die…

      • Millionen von [ungebildeten] Mohammedanern hierher holen
      • denen Kindergeld, Hartz IV u.a. Leistungen ohne Gegenleistung zahlen
      • die dann noch als Fachkräfte bezeichnen
      • so tun als ob es keine Ausländerkriminalität gäbe
      • behaupten, dass der Islam zu Deutschland gehöre“

  4. gertrude schrieb am

    Was ist mit den Frauenrechten ?
    Die werden vom Islam mit Fuessen getreten.
    Es wurden in Paris 2014 schon ungefähr 50 Attentate im Vorfeld vereitelt, wurde auf n-tv gesagt.
    Mehrere Karikaturisten wurden beschossen (Kurt Westergaard, Lars Hedegaard,Ettore Capriolo,William Nygaard, Hitoshi Igashar).
    Eine flächendeckende Veröffentlichung der Karikaturen würde den Islamisten den Wind aus den Segeln nehmen.
    Das trauen sich die Piraten nicht.

    • Andreas schrieb am

      Es wäre aber eine gesellschaftliche Aufgabe, Religion lächerlich zu machen.
      Nein, eben nicht. Religiöse Dogmen zu überwinden bedeutet nicht, Religion abzuwerten. Inwieweit jemand sich selbst als religiös oder gläubig empfindet liegt bei jedem einzelnen. Und ich wiederhole mich: die Ansichten – auch die religiösen – eines Menschen sind in einer freien und demokratischen Gesellschaft zu akzeptieren, solange diese nicht gegen geltende Gesetzeslage verstossen oder andere Bürger in der Wahrnehmung ihrer Rechte einschränken.

      Satire hat nicht die Aufgabe, etwas anderes lächerlich zu machen, sondern durch Überspitzung Widersprüche offenzulegen und Missstände aufzudecken. Die Ansicht eines Atheisten widersprechen nur scheinbar den religiösen Ansichten eines Gläubigen. Denn weder der eine noch der andere kann nachprüfbare Beweise vorlegen, dass ihn nach seinem Tod das Paradies erwartet – oder die ewige Leere einer Nichtexistenz. Verlachen darf also nur der, der nachweisen kann, wirklich Recht zu haben. Dass Atheisten so selten Ziel von Satire werden liegt möglicherweise nur daran, dass sie kein so schönes Ziel abgeben.
      :-)

      Und eine Unterscheidung zwischen Glauben und religiösem Wahn ist hier reine Semantik. Die “Wahnsinnigen” sind doch nur die konsequentesten Gläubigen, indem sie den vermeintlichen Willen Gottes nicht einer menschengemachten Rechtsordnung unterordnen.
      Ich bitte Dich nochmal, Dich ausführlicher mit dem Thema Glauben zu beschäftigen, vor allem hinsichtlich der Inhalte der einzelnen Lehren. Ich vermute Du folgst blind dem Vorurteil, das der Islam eine gewalttätige Religion sei, deswegen lege ich – der ich weder Christ noch Muslim bin – Dir ans Herz, Dich nochmals genauer mit diesem Werk zu befassen.
      Der Islam wie das Christentum verurteilt in ihren offiziellen Schriften verurteilen die Gewalt, die Lehre des Buddhismus ebenso. Die Interpretation einzelner Verse bzw. Suren, die zur Rechtfertigung dieser Taten herangezogen werden, geben nicht den Geist dieser Lehren wieder, sondern dienen nur verblendeten Fanatikern als Grund für ihr Handeln.
      Insofern hoffe ich, dass ich die Intention deiner Ausführungen zu den „konsequentesten Gläubigen“ missverstanden habe. Die konsequentesten Gläubigen wären diejenigen, welche die Grundregeln ihres Glaubens auch zu ihrem eigenen Nachteil befolgen würden.
      Fanatismus hingegen benötigt keinen „göttlichen Auftrag“, wie uns der Nationalsozialismus deutlich vor Augen geführt hat.

      • Andreas schrieb am

        Sorry, der Kommentar ist mir um eine eben nach unten gerutscht, wäre eine Antwort auf Bens Eintrag gewesen…

        • Ben schrieb am

          Jetzt muss ich dich schon verlachen, wenn du meinst, es sei gleichwertig, ob man die Existenz oder die Nichtexistenz eines fliegenden Spaghettimonsters nicht beweisen kann, sodass die Frage offenbleiben müsste. Da bist du selbst schon dem Kern aller religiösen Irrationalität verfallen. An die Existenz von etwas zu glauben, für das es keinerlei Indizien gibt, nur weil man die Nichtexistenz nicht beweisen kann oder weil andere daran glauben, ist ein Armutszeugnis für die eigene Erkenntnisfähigkeit.

          Ich habe gerade KEINE Vorurteile bezüglich des Islams im Vergleich zu anderen Religionen und lehne jede einseitige Islamophobie ab. Aber du kannst aus dem Koran wie aus der Bibel herauslesen, was du willst, da sich beide reichlich selbst widersprechen und unbestimmte Aussagen enthalten, die sich verschiedentlich interpretieren lassen. Und selbst wenn es eindeutig wäre – dann könntest du ggf. den Attentätern nur vorwerfen, hier den Namen einer bestimmten Religion zu missbrauchen, aber andere hätten ja ihre ganz eigene Religion haben können, in deren „heiliger Schrift“ die entsprechende Gewalt zweifelsfrei legitimiert wäre.

          Selbstverständlich gibt es auch irrationale Ideologien, die nicht im engeren Sinne religiös sind (weil sie keinen Gott postulieren), aber in mancherlei Hinsicht religiöse Aspekte annehmen (z.B. Verehrung eines Führers wie eines Gottes). Es scheint darauf hinaus zu laufen, dass du Fanatismus in einem moralischen Sinne verurteilen willst bzw. Fanatiker von vornherein als charakterlich schlechtere Menschen siehst. Ich sehe da eher ein intellektuelles Defizit – ein Fanatiker kann persönlich der netteste Mensch sein, aber wenn er glaubt, irgendeinen göttlichen Willen erfüllen zu müssen, dann geht er über Leichen.

          • Andreas schrieb am

            Sagen wir mal so: solange ich die Existenz des Spaghettimonsters nicht beweisen noch widerlegen kann, stelle ich mich persönlich auf den Standpunkt: meine Meinung – Deine Meinung. Jeder soll an das Glauben, was er will. Wer mit einem Nudelsieb auf dem Kopf herumlaufen will, darf das gerne tun. Wer mir eines zwangweise auf den Kopf setzen will, der überschreitet die Grenze meiner persönlichen Freiheit. Genauso wie wenn ihm mein Gegenüber zwingen will, sein Nudelsieb abzusetzen.
            Hier hast Du mich vielleicht falsch verstanden: ganz egal ob in einer „heiligen“ Schrift die Anwendung von Gewalt gegen andere legitimiert wird oder nicht, sie verstößt gegen die Grundsätze der Freiheit sowie gegen das Recht auf körperliche Unversehrheit. Das mögen zwar weltliche Regeln sein, aber sie gelten in unserer Demokratie. Und ausgehend von meiner obigen Feststellung folgt, dass die sich die geistige Gebote nicht über die weltliche Gesetzgebung hinwegsetzen dürfen. Ganz egal, was man aus Teilbruchstücken des Koran oder der Bibel für sich selbst herausliest. Gewalt kann niemals durch die Berufung auf eine Religion gerechtfertigt werden.

            Das Leben kann im Grunde gesehen doch recht einfach sein, oder? Wir machen es uns nur selber gehörig schwer – weil wir nämlich davon ausgehen, selbst immer im Recht zu sein. Das ist der erste Schritt des Fanatismus. Der zweite besteht darin, die Meinung des anderen zu verleugnen. Im dritten Schritt wird sie bekämpft. Und dieser Fanatismus braucht eben keine religiöse Grundlage, er nimmt sie höchstens als moralische Rechtfertigung heran.

            Ich komme glücklicherweise nicht mit sehr vielen Fanatikern in Kontakt. Die paar, denen ich bislang begegnet bin, würde ich jedoch behaupten, dass es sich nicht um die (für mich) angenehmsten Menschen handelt. Wenn ein Fanatiker einen bestimmten Aspekt über alles andere stellt, dann fehlt ihm ein wichtiger sozialer Faktor – ansonsten wäre er in der Lage, die Konsequenzen zu hinterfragen und auch nach anderen Maßstäben als den von ihm selbst gewählten zu beurteilen, ehe er handelt. Das hat weniger mit Charakterschwäche zu tun als vielmehr mit einer wahnhaften Übersteigerung der eigenen Ansichten. Und wie jede dieser Formen von „Geistesschwäche“ durchläuft der Betreffende mehrere Stadien, ehe es am Ende zu einem endgültigen Ausbruch und den damit zusammenhängenden Folgen kommt.

  5. Detlef schrieb am

    Zunächst möchte ich mein Lob und meine Zustimmung zur Stellungnahme von Hrn. Körner zum Ausdruck bringen.
    Darüberhinaus möchte auch ich die kritische Frage in den Raum stellen, warum man die Täter sofort im Kreis fundamentaler Islamisten sucht. Deren Parolen kann doch jeder brüllen. Und mit dem Wissen, dass dank der bei diesem Anschlagsziel installierten Überwachungseinrichtungen, bietet sich damit eine ideale Gelegenheit vom tatsächlichen Täterkreis abzulenken. Wer profitiert denn von diesem schrecklichen Ereignis? Sind es nicht vor allem die rechts-extremen und konservativen Mächte? Sollte man die Frage nach dem Motiv nicht mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten?
    Und wenn ich höre, dass die katholische Kirche die Redaktion mehrfach vergeblich verklagt hat, möchte ich nicht wissen, wieviele Herrschaften im Vatikan dieses Attentat mit zweigeteilten Gefühlen betrachten.
    Die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit ist durch diesen Vorfall keineswegs mehr bedroht als zuvor, ich wage sogar zu behaupten, dass diese inzwischen durch Regierungsinstitutionen verschiedener Länder weit mehr gefährdet wird.
    Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Bedauerlicherweise habe ich wenig Hoffnung, dass die wirklichen Täter und deren Hintermänmner je ermittelt bzw. veröffentlicht warden. Sündenböcke findet man schnell, vor allem wenn man schon im Vorfeld eine Kreis potentieller Verdächtiger parat hat.
    Ich hoffe nur, dass irgendwann die Wahrheit, die Toleranz und der Respekt in der Welt wieder an Wert gewinnt. Die Ziele und Haltung der Piratenpartei können dazu beitragen, aber es wird ein harter Weg.
    Momentan mache ich mir erstmal große Sorgen um unsere Zukunft.

  6. Ralf H. Badera schrieb am

    So verurteilenswert das Geschehene auch ist, hier ein paar Denkanstöße von mir dazu und zu ein paar Kommentaren:
    – Wollen wir wetten, dass es nicht lange dauert, dass hierzulande von den entsprechenden Behörden und Vertretern die VDS und weitere Überwachungsmaßnahmen gefordert werden?
    – Der böse Islam, fanatische Islamisten etc. pp. – wie viele Tote gehen auf das Konto von Christen? Ich sage nur „Glashaus“ und „Steine“ bzw. „wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein“.
    – Ich denke, es ist unbestritten, dass die Pariser Attentäter zu den Geistern gehören, die der Westen gerufen hat. Sei es durch Waffenlieferungen genau an diese Klientel als auch durch missionarische (die Amis und ein paar ihrer Speichellecker wollen ihre Vorstellung von Demokratie und Kapitalismus in die ganze Welt – zumindest dort wo es sich lohnt, Stichwort Öl – tragen, notfalls mit Waffengewalt) Truppeneinsätze im Nahen Osten. Dass der Osten dafür dem Westen irgendwann ins Gesicht spuckt oder auch die gelieferten Waffen gegen ihn einsetzt, ist doch nur logische Konsequenz. Und ich vermute ebenfalls, dass dies billigend in Kauf genommen wurde. Schließlich hat man dann einen weiteren Grund für Hass – und Überwachung mit zugehörigen Maßnahmen, welche wiederum die Wirtschaft ankurbeln. Win-Win.

  7. Reiner Hohn schrieb am

    Nur gut, dass das Dummgeschwätz ala dem ersten Eintrag niemanden interessiert, weil außer euch gelangweilten Nerds niemand diesen Schwachsinn hier liest.

    • Detlef schrieb am

      Ich würde gerne eine Wette abschließen, welcher Religionsgemeinschaft Sie angehören. Soviel Stolz möchte ich auch mal haben, andere als Dummschwätzer zu verhöhnen und diese Art von Niedertracht auch noch mit dem Synonym zu untermauern.
      Ich finde den Beitrag jedenfalls feige und destruktiv.

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