Piraten informieren sich aus erster Hand: Ein #Lichtermeer

"#Lichtermeer" in Erfurt | CC-BY-NC @Pirat_Kristos

Ihr habt am Wochenende gemerkt, dass das „Lichtermeer“ in Erfurt viele Piraten sehr verärgert hat. Die CDU hat an einem geschichtlich sehr bedeutsamen Tag eine Demonstration veranstaltet, die schlechte Erinnerungen heraufbeschwor und Kräfte vom ganz rechten Rand auf den Plan rief. Manche Medien haben das anders gesehen und die Neonazi-Beteiligung relativiert.

Weil Piraten lieber hinter die Dinge schauen und sich aus erster Hand informieren, haben wir für heute Abend, 21 Uhr in unseren virtuellen Konferenzraum »Dicker Engel« interessante Gäste von den Piraten und anderen Parteien eingeladen. Sie waren in Erfurt dabei und werden ihre Eindrücke mit uns teilen.

Im gewohnt interaktiven Mumble-Format werden wir mit unseren Gästen über Fragen diskutieren wie: Was waren da für Leute? Welche Meinungen wurden in der Menge geäußert? Waren die Neonazis wirklich nur eine »Randerscheinung«, wie die Thüringer Allgemeine behauptet?
Gerne würden wir auch die CDU Thüringen zu Wort kommen lassen und freuen uns, wenn sie uns Rede und Antwort steht. Daher laden wir hiermit auch die CDU um 21 Uhr in den »Dicken Engel« ein.

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Kommentare

29 Kommentare zu Piraten informieren sich aus erster Hand: Ein #Lichtermeer

  1. Ingenieur schrieb am

    Nein. Ihr wollt nicht differenziert berichten. Ihr wollt gegen die etablierten Parteien arbeiten, allen voran gegen die CDU. Das sagt ihr schon seit Jahren. Da ist euch nicht mal der Tag des Mauerfalls zu schade für. So kommt ihr aus der Nummer nicht mehr raus. Die, die euch lesen sind ebenfalls gegen die CDU. Und die CDU liest euch schon lange nicht mehr. Und ich glaube, das wisst ihr auch. Also, was soll diese scheinheilige Einladung an die CDU? Selbstverständlich wird sie nicht kommen und euch zu eurer Alibiveranstaltung das Alibi liefern. Traurig, ihr macht dieselbe Politik wie die Linken und die Antifa vor 20 Jahren. Könnt ihr auch was neues?
    MFG, Thomas

    • Dirk schrieb am

      > Also, was soll diese scheinheilige Einladung an die CDU?
      Diese Einladung ist von denen, die sie ausgesprochen haben, völlig ernst gemeint. Wir würden uns wirklich freuen, wenn wenigstens eins diese Ungeheuerlichkeit verteidigen würde, denn sonst wird das ein sehr einhelliges Podium heute abend.

      • Ingenieur schrieb am

        „… denn sonst wird das ein sehr einhelliges Podium heute abend.“
        Das heißt also, Ihr habt nen haufen Leute eingeladen, die sowieso eurer Meinung sind. Und jetzt hofft ihr noch das der „Buhmann“ auch erscheint. Ja gehts noch? Habt ihr schon mal irgendeine renomierte und aussagekräftige politische Talkshow gesehen, die so „Löwenkäfigartig“ aufgebaut ist?
        Na, dann viel Spaß im Mumble.
        Ich kann nur hoffen, das ihr der SED- Nachfolgepartei und der Antifa kein Forum bietet.
        BTW, lass mal die Mumble- Verbindungsdaten rüberwachsen.
        mfg, Thomas

        • Dirk schrieb am

          Wir haben einen Haufen Leute eingeladen die dabei waren, um zu erfahren, was da wirklich abgegangen ist. Wenn die Veranstalter nicht erscheinen, müssen wir davon ausgehen, dass sie sich der Diskussion nicht stellen wollen. Irgendwie verständlich bei der Dimension dieses Fails. Nichtsdestotrotz echt schade. Mumble-Verbindungsdaten sind im Text verlinkt.

          Übrigens sind wir eine politische Partei unde dürfen Meinung haben, sollen Meinung haben, und wir sollen sogar an der politischen Willesbildung der Bevölkerung mitwirken. Das ist unser Azftrag. Das mit einer politischen Talkshow im eigentlich zur Neutralität verpflichteten journalistischen Format zu vergleichen ist, freundlich gesagt, etwas weltfremd.

          • Ingenieur schrieb am

            Danke für die öffentliche Information, das eine politische Neutralität eurer Diskussion euch weltfremd erscheint. Warum sollten interessierte Bürger, die politisch nicht vorbelastet sind, in den Dicken Engel kommen?
            Warum sollte sich ein Mitarbeiter der CDU aus Erfurt im, Piraten-politisch vorbelasteten Mumble mit den Piraten treffen?
            Halt, bevor du antwortest.
            Frage dich selbst: Würdest du zum selben Diskussionspunkt, mit maximal einem weiteren Pirat ins Konrad-Adenauer-Haus zu einer Diskussionsrunde mit Vertretern der CDU, CSU, AFD und evtl. NPD kommen?
            An alle, bitte haltet die CDU nicht für „Blöd“ oder einfältig.
            mfg, Thomas

            • Dirk schrieb am

              Erstens sehe ich keinen Punkt, der die Teilnahme von CDU-Vertretern auf zwei beschränken würde. Zweitens sehen sich Piraten mit ihren Positionen zu selbstbestimmtem Leben und transparentem Staat meistens in der Minderheit, wenn sie mit Vertretern anderer Parteien diskutieren. Deswegen würde ich drittens auch gerne im Konrad-Adenauer-Haus die Vertreter der CDU mit der etwas länger zurückliegenden deutschen Geschichte konfrontieren und auch über ihre eigene Geschichte während der DDR-Zeit befragen. Und viertens haben wir keine AfD- oder NPD-Vertreter eingeladen. Fünftens halte ich die CDU nicht für blöd. Ich glaub, die haben das absichtlich gemacht. Wäre es nicht so gewesen, hätten sie, einmal auf die Sachlage aufmerksam gemacht, sicher anders reagiert.

              • Ingenieur schrieb am

                Gut. Danke für die ruhige und sachliche Antwort. Punkt 3 von Dir würde ich mir (auch) wünschen. Vielleicht bewegt sich dann ja was in den Strukturen. Zu Punkt 4 habt ihr wahrscheinlich eher die Pendants aus dem linken Spektrum eingeladen (würde ich jetzt vermuten). Punkt 5; wenn die CDU Erfurt tatsächlich absichtlich einen Lichtermarsch im vollen Bewustsein der Reichskristallnacht veranstaltet hat, werden sich da noch Leute zu verantworten haben (denke ich).
                Ob jemand heute abend im Mumble erscheint, weis ich nicht. Ich vermute, das es zu kurzfristig ist oder das die entsprechenden Damen und Herren den „Dicken Engel“ gar nicht finden.
                Und Ja, ich habe eine Zeit lang gehofft, das die Piraten eine wirkungsvollere und Ideologisch nicht festgelegte Opposition sein könnten. Aber ich glaube es nun nicht mehr.

    • Emil schrieb am

      Die Piraten wollen für eine konstruktive Diskussionsform stehen. Man kann Erkenntnisse tatsächlich nicht in der bloßen Konfrontation finden, sondern nur indem man aufeinander zugeht und sich gegenseitig zuhört, und das wohlwollend.
      Deswegen wird die CDU auch eingeladen, damit diese Chance überhaupt mal existiert. man kann natürlich auch einfach gegen die CDU hetzen, aber so soll das eben nicht mal funktionieren (und da gäbe es auch politisch sinnvollere Formate als eine Diskussionseinladung).
      Aber eine Plattform, auf der man offen und konstruktiv über die Affäre reden kann, statt dass Leute nur die Gräben tiefer ziehen, ist doch schon mal ein guter Ansatz.

      • Ingenieur schrieb am

        Ein „Guter Ansatz“ wäre eine politisch neutrale Diskussionsplattform. Kein „Mumble der Piratenpartei“.

        • LennStar schrieb am

          Dann steht es dir frei, jemanden zu finden, der politisch neutral ist und eine politische Veranstaltung machen möchte.
          Viel Glück, falls du so jemanden findest, kannst du mal beim G(tm) Buch der Weltrekorde nach einem Eintrag fragen.

    • Softwareentwickler schrieb am

      Ich finde es nach wie vor gut, dass die Piraten im Dreck wühlen, wobei das eher die Arbeit von Journalisten sein sollte. Natürlich MUSS man gegen die Pläne der großen Parteien mobil machen. Sicherlich gibt es für viele wichtigere Themen, wobei vielen aber auch nicht ganz bewusst ist, was sie da eigentlich alles zulassen.

      Es wird Zeit, dass die Parteien nicht länger im Namen der Unternehmen und der privaten Interessen arbeiten. Der politische Inzest bei der Amtsvergabe muss ebenfalls so schnell wie möglich beendet werden, damit endlich Leute in den Ministerien arbeiten, die ihre Entscheidungen wirklich einschätzen können und sich nicht blind auf Berater verlassen.

      Es ist nun einmal der erste Weg das Gesicht der Parteien zu zeigen. Die FDP hat sich selbst offenbart und entsprechend die Quittung bekommen – bei der CDU/CSU muss eben nachgeholfen werden, damit die Wähler merken, mit wem sie es da wirklich zu tun haben.

      • "Anonym" schrieb am

        Bezugnahme: „… damit die Wähler merken, mit wem sie es da wirklich zu tun haben.“
        Dieser Standpunkt verläßt sich auf die Logik. Vorausgesetzt werden Erkenntnisbereitschaft, vor allem aber ein ganz allgemein vorhandener persönlicher guter Wille.
        Ich sehe dies mittlerweile etwas pessimistischer. Leider. Trägheit und Resignation haben die Empfindsamkeit vieler Bürger stark reduziert. De facto macht sich Entsolidarisierung breit, ob gewollt oder ungewollt. Hoffnungslos ist die Situation deshalb aber nicht. Aus meiner Sicht kommt es vordringlich darauf an, die praktischen Auswirkungen von individueller Gleichgültigkeit und individueller Entsolidarisierung darzustellen. Exemplarisch und gut belegt. Dieser Weg wird auch klären helfen, dass schließlich nicht (Partei-) Name und Etikett für das Vorankommen einer modernen und zugleich menschlichen Gesellschaft entscheidend sind (wie es gegenwärtig suggeriert wird), sondern das, was im Einzelnen, was im konkreten Fall wirklich geleistet wird.

        • Ingenieur schrieb am

          (Anonym) sagt:
          > Dieser Weg wird auch klären helfen, dass schließlich nicht (Partei-) Name und Etikett für das Vorankommen einer modernen und zugleich menschlichen Gesellschaft entscheidend sind (wie es gegenwärtig suggeriert wird), sondern das, was im Einzelnen, was im konkreten Fall wirklich geleistet wird.<

          Bravo!

    • Marc schrieb am

      Achso, du findest die Arbeit der CDU also gut. OK, welche Teile genau und komm bitte nicht mit „es geht mir gut“, denn du hast keinen Vergleich wie es dir unter anderen Parteien gehen würde.

  2. Ingenieur schrieb am

    Leute, ernsthaft.
    Jede Partei hat ihr eigenes politisches Konzept und ist auch mal gegen die, die gerade regieren.
    Aber bei euch habe ich langsam den Eindruck ihr seit nur gegen die CDU und sucht dauernd Gründe dagegen zu sein. Könnt ihr auch eigene Politik machen?
    MFG, Thomas

    • Dirk schrieb am

      Leider ist gerade die CDU so eine Art Gegenentwurf zu allem, was den Piraten erstrebenswert erscheint. Ist es da ein Wunder, wenn die Piraten laut und deutlich gegen diesen Entwurf mobil machen? Das reicht von TTIP über die Abstempelung von Homosexuellen und den Rückbau der Grundrechte (Art 10 und 16GG) bis zum Überwachungsstaat. Was soll man da gut finden? Wogegen soll man da nicht sein? Die Vorstellung der Piraten von Staat und Gesellschaft findest Du in unserem Grundsatzprogramm und in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl und zur Europawahl. Deine Kommentare hier deuten darauf hin, dass Du einen anderen Gesellschaftsentwurf hast. Ich frage mich: Warum liest Du hier eigentlich mit?

      • Ingenieur schrieb am

        Dirk sagt:
        …dass Du einen anderen Gesellschaftsentwurf hast. Ich frage mich: Warum liest Du hier eigentlich mit?
        Ich bin ein Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Bei jeder Bundestags- und Landtagswahl habe ich verschiedene Parteien zur Auswahl, die in meinem Namen regieren wollen. Ich will mich informieren, was die Parteien können, nicht nur, was sie versprechen. Aus diesem Grunde DARF ich überall mitdiskutieren. Und weil mir das Grundgesetz der BRD das erlaubt.
        Wenn ich schon „irgendeiner Partei“ meine Steuergelder in den Rachen werfen muß, dann will ich auch wissen, was die damit anstellen.
        mfg, Thomas

        • Dirk schrieb am

          Du darfst Dich gerne über die Politik der Piraten informieren. Wir laden Dich sogar dazu ein. Und wie bei allen anderen Parteien darfst Du hier natülich auch mitdiskutieren — oh, wait: Welche andere Partei lässt Dich denn eigentlich auf ihrer Webseite einen völlig von dem ihren verschiedenen Gesellschaftsentwurf ausrollen? Schade, dass Du diese im Wortsinne einmalige Möglichkeit nicht nutzt, Dich konstruktiv in die Diskussion einzubringen.

          • Ingenieur schrieb am

            Ich glaube, du weist gar nicht, was andere Parteien Diskussionswilligen auf ihren Diskussionshomepages alles erlauben. :)

            • Dirk schrieb am

              Ja, ich hätte gerne unter diesem Artikel auf der Homepage der CDU ein paar Fragen gestellt. Leider habe ich keine Kommentarfunktion gefunden. Ebenso hätte ich gerne unter dieser Pressemitteilung die Frage hinterlassen, ob der Aufmarsch in Erfurt auch Teil dieses Gedenkens war. Leider auch hier: Fehlanzeige. Keine Kommentarfunktion. Und meine Fragen wären sicherlich respektvoller formuliert gewesen, als Deine Beiträge hier. Wenngleich vielleicht schmerzhafter für die Befragten…

              • Ingenieur schrieb am

                Ich versuche meine Beiträge respektvoll zu formulieren. Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, das man Anderen in derselben Ausdrucksweise antworten muß, in der sie reden; sonst halten sie mich für einen Schwächling.
                Ich habe deine beiden links angeklickt, komme aber weder auf einen Artikel noch auf eine Pressemitteilung.

              • Dirk schrieb am

                Tut mir leid, da sind die Links irgendwie verloren gegangen. Vermutlich hab ich irgendwo ne eckige Klammer vergessen. Jetzt sind sie da.

    • Tony schrieb am

      als opposition ist man der pflicht pflicht und hat die aufgabe das handeln der regierungsparteien zu hinterfragen und gegebenenfalls entsprechend abzustrafen. und ganz ehrlich: manchmal glaube ich, die cdu will einfach von (den jungen) menschen gehasst werden. da braucht man kein pirat für sein.
      [Doppelten Eintrag entfernt. /Maschinenraum]

      • Ingenieur schrieb am

        Da hast du Recht. Die Opposition hat die Pflicht, die Regierungspartei zu kritisieren. Das erwarte ich auch von der Opposition. Die Opposition hat aber auch die Pflicht ein eigenes Parteiprogramm vorzustellen, indem nicht nur teht: Wir sind gegen die Regierungspartei.

    • Umrath schrieb am

      Bei der CDU muss man leider nicht suchen. Die Probleme werden fast täglich frei Haus geliefert, wenn wieder eine Überwachungsorgie nach der nächsten stattfindet oder geltende demokratische Geflogenheiten komplett ignoriert werden.

  3. Rainer schrieb am

    Ich finde es eine gute Idee, Vertreter der CDU einzuladen. Schließlich haben die sich ja diesen unsäglichen Termin einfallen lassen. Ich hoffe, die Herrschaften machen es sich nicht so einfach, vor den Augenzeugenberichten die Ohren zu verschließen.

  4. torg schrieb am

    Eine Info am Rand: Die Person mit dem Nickname „Ingenieur“ ist bekennendes [Personenbezogene Daten entfernt. /Maschinenraum]

  5. Bernd schrieb am

    Wir laden die CDU in’s mumble ein. ROFL. Selten so gelacht. Diese Gamer-Nerd-Technik muss man ja erst mal begreifen, durchschauen und dann damit umgehen können. Dann müsste man sich drauf einlassen. Welchen Anlass hätte ein beliebiges CDU-Mitglied, sich DAS anzutun? Um sich dort nach maximal ca. 30 Sekunden von einem User namens corax oder vergleichbaren Platzhirschen niederbrüllen zu lassen? Sagt mal geht es euch noch gut, ansonsten, in eurer bubble? Mumble ist für Aussenstehende genau so abschreckend, genau so wenig barrierefrei und damit komplett uninteressant wie liquid feedback, das Piratenwiki oder andere piratige Spezialkommunikation. Selbst von jedermann leicht beherrschbare Kommunikationskanäle wie Mailinglisten sind vergiftet. Abweichende Meinungen werden mit einer Aggressionskaskade beantwortet, die sich gewaschen hat. Die meisten Mailinglisten sind deshalb inzwischen tot oder führen ein Zombiedasein.

    Piraten sollten dringend udn schnell grundsätzlich über ihre Kommunikationskanäle und Kommunikationsformen nachdenken. Denn Politik ist zu 90% nichts anderes als Kommunikation.

  6. Ingenieur schrieb am

    Ahoi Piraten
    Ich bin von der Mumblediskussion positiv überrascht gewesen. Offensichtlich ist da wirklich was schief gegangen, in Erfurt am letzten Sontag (um das mal vorsichtig auszudrücken). Danke für die sachliche Information. Von diesen Mumblegesprächen brauchen wir mehr in unserer Republik.
    P.S. An Dirk, ich schau mir nochmal deine beiden links an.
    mfg, Thomas

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