BND will Informationen zu Sicherheitslücken auf grauem Markt kaufen: Deutscher Geheimdienst wird zum gefährlichsten Hacker

Bild: Tobias M. Eckrich

Der BND will die verschlüsselte Datenübertragung im Internet auswerten und dafür nach Informationen des Nachrichtenmagazins ›Der Spiegel‹ Informationen über Software-Schwachstellen auf dem grauen Markt einkaufen. Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Stefan Körner, ist fassungslos:

»Von einem verantwortungsbewussten Nachrichtendienst sollte man erwarten, dass er alles tut, um Sicherheitslücken in unserer Infrastruktur möglichst schnell beseitigen zu lassen. Stattdessen aber will der Bundesnachrichtendienst künftig Informationen über Sicherheitslücken auf dem Graumarkt erwerben und der Branche, die davon lebt, unsere Infrastruktur anzugreifen, auch noch Geld aus unseren Steuern zuführen. Wenn das die Strategie der Bundesregierung ist, sich für unsere Sicherheit einzusetzen, sollten wir die Regierung und ihre Nachrichtendienste viel mehr fürchten als die immer wieder herbeifabulierte Gefahr des Cyberterrors.«

Quellen:
[1] SPON: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bnd-will-informationen-ueber-software-sicherheitsluecken-einkaufen-a-1001844.html

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Kommentare

4 Kommentare zu BND will Informationen zu Sicherheitslücken auf grauem Markt kaufen: Deutscher Geheimdienst wird zum gefährlichsten Hacker

  1. Samuel Blazer schrieb am

    Wenn es die Piratenpartei in den Bundestag geschafft hätte dann wäre das nicht passiert !

    Also, liebe Piraten bitte streitet euch nicht die ganze Zeit sondern konzentriert euch auf ernste Themen. Und bitte, nicht wieder dauernd irgendwelche lächerlichen Aktionen ala Weltraumaufzug und so. Ich wähle euch nur dann wieder wenn ich euch ernst nehmen kann, wenn ich mir sicher bin das Piraten keine Spasspartei sind sondern für Bürgerrechte einstehen.

  2. Ralf Badera schrieb am

    „Wenn das die Strategie der Bundesregierung ist, sich für unsere Sicherheit einzusetzen, sollten wir die Regierung und ihre Nachrichtendienste viel mehr fürchten als die immer wieder herbeifabulierte Gefahr des Cyberterrors.“
    Aha, auch endlich erkannt, dass die Gefahr hierzulande größer ist als das was von der NSA & Co ausgeht? Die NSA kann uns nicht einfach mundtot machen, verleumden, diskreditieren, diffamieren, erpressen, wegsperren, wie das hier bei uns mit anders Denkenden und Systemkritikern passieren könnte.

    • Dirk schrieb am

      Think globally, act locally. Ja, klar müssen wir hier zuhause anfangen, mit der umfassenden und anlasslosen Überwachung aufzuhören. Dafür treten die Piraten ein, seit es die Piraten gibt. Ber bitte immer dran denken, wie gut diese Vögel zusammenarbeiten, wenn es darum geht, die Bevölkerung auszuforschen. In Europa, transatlantisch und ind er Welt.

  3. Ingenieur schrieb am

    Ich frage mich schon seit längerem, ob der ehemalige „Klassenfeind“ aus der DDR uns BRDler doch überrannt hat? Sind die Ganzen Mitarbeiter des ehemaligen Stasi jetzt in unserem Innenministerium angekommen und tun das, was sie am besten können, bespitzeln und überwachen? Die von uns gewählte Regierung sollte (mit unserem Steuergeld) Schaden von uns abhalten! Nicht uns kontrollieren. Und einer muß noch:
    Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit. Besonders vom Volk aus gegenüber der eigennen Regierung. Danke, Sekor, gute Kritik!
    mfg, Thomas

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