Reden wir über sexuelle Vielfalt

Ein Diskussionsbeitrag von Andi Popp.

tl;dr Die aktuelle Kritik an einem Lehrplan der sexuellen Vielfalt, die als Kritik an der »Sexualisierung von Kindern« firmiert, bringt einige Aspekte gewaltig durcheinander. Im Kern des Ganzen findet sich nicht nur eine tradierte, sondern auch eine homophobe Botschaft.

Als die baden-württembergische Landesregierung beschloss, die sexuelle Vielfalt als Querschnittsthema in den neuen Bildungsplan zu übernehmen, hat das »Ländle« einen reaktionären Aufstand erlebt. Eine Petition, die mit dem Wort »homophob« wohl noch zurückhaltend umschrieben ist, fand Unterzeichner im sechsstelligen Bereich und auch der Rest der Debatte war nicht gerade von Toleranz und Akzeptanz geprägt.

Nachdem das Thema eine ganze Zeit lang nicht in den bundesweiten Medien aufgetaucht ist, haben konservative Kommentatoren in den letzten Tagen einen neuen Spin gefunden und prangern nun die »Frühsexualisierung«, »Übersexualisierung« oder irgendeine andere Art von »Sexualisierung« von Kindern an. Die Wortwahl ist ziemlich durchschaubar. Sobald das Wort Kinder und die Buchstaben S, E und X in einem Satz auftauchen, setzt bei den meisten Menschen eine Abwehrhaltung ein. Bernd Saur, Landeschef des Philologenverbandes, geht sogar soweit, von »Übergriffen durch […] Sexualpädagogen« zu sprechen.

Unser Artikelbild zeigt ein (US-amerikanisches) Familienklischee von 1958. Soll schulische Bildung wirklich nur dieses Familienbild vermitteln? Bild von Evert F. Baumgardner, gemeinfrei (Quelle).
– Red.

Das hier von konservativen Kräften aufgebaute Narrativ ist ziemlich fehlerhaft konstruiert. Man könnte fast meinen, es ist bewusst so konstruiert, um einer homophoben Botschaft den Deckmantel zu geben, es ginge einem doch nur um das Wohl der Kinder. So oder so: Die Bausteine dieses Narrativs sind zum einen die Vermischung von Sexualaufklärung und sexueller Vielfalt, zum andern die Mär von der Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen. Diese möchte ich im folgenden auseinandernehmen und kommentieren.

Sexuelle Vielfalt

Reden wir zuerst über den Begriff der sexuellen Vielfalt, denn das Missverständnis über diesen Begriff ist nicht selten der Kern des Problems. Viele Menschen verstehen sexuelle Vielfalt als Vielfalt von Sexualpraktiken. Tatsächlich ist damit die Vielfalt des sexuellen menschlichen Zusammenlebens gemeint, also Zusammenleben, das auf (nicht-platonischer) Liebe und Zuneigung beruht.

Im althergebrachten Weltbild, das leider noch an viel zu vielen Stellen existiert, ist sexuelles Zusammenleben meist nur auf Paare aus einem Mann und einer Frau (am besten verheiratet) begrenzt. Andere Formen des sexuellen Zusammenlebens werden als unnormal angesehen. Die Idee der sexuellen Vielfalt lässt sich vielleicht am einfachsten damit beschreiben, dass alle Formen des menschlichen Zusammenlebens als normal betrachtet werden. Das wohl bekannteste (aber nicht das einzige) Beispiel sind hier homosexuelle Paare, die heterosexuellen gleichgestellt werden sollen.

Gegner der sexuellen Vielfalt sehen dies häufig als Angriff auf die klassische Familie mit Heteroeltern. Selbst Jan Fleischhauer, der wohl als eher vernünftiger Konservativer gelten darf, zieht heute noch dieses Argument. Tatsächlich ist die klassische Familie auch heute noch so präsent, dass sie so oder so nie fürchten muss, marginalisiert zu werden – sie stellt immerhin die Mehrheit dar. Und das wird sich auch durch Akzeptanz anderer Formen des sexuellen Zusammenlebens nicht ändern.

Wenn wir darüber sprechen, dass sexuelle Vielfalt als Querschnittsthema im Schulunterricht behandelt werden soll, dann geht es um die Problematik, dass bisher so gut wie ausschließlich heterosexuelles Zusammenleben dargestellt wird. Als Beispiel werfe man nur mal einen Blick auf Texte in einem Englischbuch und suche dort eine Familie mit zwei Vätern oder zwei Müttern.

Aufklärung an Schulen

Die aktuelle Diskussion richtet sich tatsächlich weniger gegen die sexuelle Vielfalt als vielmehr gegen die Sexualufklärung an den Schulen. Zu viel, zu früh, arme Kinder, übergriffige Aufklärer. Fleischhauers Artikel spricht zum Beispiel schon in der Überschrift von »Oralsex für den Siebtklässler«. Ebenso werden in seinem und anderen Artikeln die Behandlung von Analverkehr, Gruppensex oder anderen Sexualpraktiken im Aufklärungsunterricht angeprangert.

An dieser Stelle gibt es tatsächlich eine Schnittstelle zum Thema sexuelle Vielfalt. Denn wenn wir ehrlich sind, sprechen wir, wenn es um Aufklärung geht, schon immer auch über Sexualpraktiken. Damit meine ich nicht mal Beispiele wie Masturbation – das ist ja auch erst seit kurzem wirklich akzeptiert – sondern die eine Sexualpraktik, über die schon immer gesprochen wird und worüber sich kaum jemand beschwert: die Penetration der Vagina mit dem Penis. Ohne die Diskussion dieser Sexualpraktik könnte der Aufklärungsunterricht nicht mal die simple biologische Frage »Wo kommen eigentlich die Babys her?« beantworten.

Die vaginale Penetration ist nun allerdings eine Sexualpraktik, die zum Beispiel für die meisten homosexuellen Paare nicht möglich ist, weswegen diese auf andere Sexualpraktiken ausweichen (müssen). Und die Herabwürdigung oder Marginalisierung dieser Sexualpraktiken ist ein entscheidendes Element in der Diskriminierung von Homosexuellen. Bis heute halten sich homophobe Beleidigungen wie »Arschficker«, »Kotstecher« oder »Schwanzlutscher« oder das englische »carpet muncher«. Gleichzeitig gibt es immer noch Erwachsene, die allen Ernstes meinen, lesbische Frauen könnten ja keinen „richtigen“ Sex haben.

Wenn wir uns also sexuelle Vielfalt als Bildungsziel auf die Fahne schreiben, dann muss dies inbesondere im Sexualkundeunterricht umgesetzt werden. Das heißt, wenn wir über heterosexuelle Sexualpraktiken sprechen, dann können wir andere Sexualpraktiken nicht einfach übergehen. Hat ein homosexueller Schüler nicht dasselbe Recht wie ein heterosexueller, darüber aufgeklärt zu werden, wie man sich bei für ihn möglichen Sexualpraktiken vor Geschlechtskrankheiten schützt?

Das heißt natürlich nicht, dass man umfangreiche Anleitungen für alle Sexualpraktiken zur Verfügung stellen muss (das macht man für Vaginalverkehr ja auch nicht), aber ja, sie müssen grundsätzlich erwähnt und erklärt werden und die erwachsenen Ansprechpartner – und das sind meist Eltern und Lehrer – müssen für Fragen darüber zur Verfügung stehen.

Der Grund, warum nun so ein Aufschrei in konservativen Kreisen stattfindet, ist, dass bei vielen Erwachsenen immer noch die Auffassung vorherrscht, dass diese Sexualpraktiken »pervers« sind. Das wiederum hängt damit zusammen, dass man sie lange als Sexualpraktiken der (marginalisierten) sexuellen Minderheiten angesehen hat. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich einen Aufklärungsunterricht nur begrüßen kann, der dazu beiträgt, dieses Stigma der Perversität von (jeder Art von) sexuellen Minderheiten zu entfernen.

Die Mär von der Sexualisierung von Kindern

Als letzter Punkt bleibt schließlich noch eine Debatte, wie sie wahrscheinlich älter kaum sein könnte. Schon die BRAVO durfte sich vor vielen Jahren (und darf sich heute noch) anhören, dass sie mit ihrer Aufklärungsarbeit die Kinder »sexualisiere«. Die Idee ist dabei recht simpel: Wenn ich Kindern erkläre, wie Sexualpraktiken funktionieren, wie man dabei sich und seinen Partner nicht unter Druck setzt oder wie man sich dabei vor Risiken wie Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft schützt, dann werden die dadurch quasi dazu aufgefordert, das sofort auszuprobieren und kommen dieser Aufforderung auch nach.

Der erste Fehler dabei ist, dass sich Aufklärung nicht (nur) an Kinder richtet, sondern vor allem an Jugendliche. Wir erleben hier also wieder einen Baustein in dem seit ein paar Jahren konstruierten konservativen Narrativ, das Jugendliche zu sexuell unmündigen Kindern degradiert. Natürlich ist es nur recht und sinnvoll, darüber zu diskutieren, welche Inhalte in der Aufklärungsarbeit für welche Altersstufe geeignet sind. Aber das ist eine Frage, die vielleicht eher auf sachliche Art in Expertenkreisen und nicht in aufgeregten Laienkommentaren diskutiert werden sollte.

Der zweite Fehler in dieser Argumentation ist die Idee, dass Aufklärung dazu führt, dass Jugendliche sexuell aktiv werden. Nirgendwo wurde jemals ein Nachweis dafür erbracht. Was wir aber sehr wohl wissen ist, dass Jugendliche ganz allein – teils auch in jüngeren Jahren – damit beginnen, mit Sexualität zu experimentieren und das zu wenig oder zu späte Aufklärung hier negative Folgen hat. Ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen sind da nur ein Beispiel, es gehören auch relativ banale Sachen wir Harnwegsinfektionen oder auch einfach nur verletzte Gefühle dazu.

Wie abwegig die Vorstellung ist, dass Jugendliche keinen Sex haben, wenn man sie nicht aufklärt, wird wohl am besten durch die Causa Sarah Palin illustriert. Die hatte als Gouverneurin von Alaska Enthaltsamkeit zur Doktrin erklärt und Sexualaufklärung abgelehnt. Ihre 17-jährige Tochter wurde dann prompt mitten im Wahlkampf schwanger. Aber nicht nur diese Anekdote, sondern auch die Daten der Forschung unterstützen, dass nicht zu viel, sondern vor allem zu wenig Aufklärung ein Risiko darstellt. Daher wird es Zeit, sich endgültig von dieser tradierten Vorstellung von Enthaltsamkeit um jeden Preis zu verabschieden.

Fazit

Die Debatte über sexuelle Vielfalt im Schulunterricht ist immer noch nicht ausgestanden und sie wird häufig auch leider alles andere als sachlich geführt. Den Grund dafür kann man wohl an vielen Stellen suchen: unterschiedliche Wertvorstellungen, irrationale Ängste oder vielleicht auch simples politisches Kalkül. Wir dürfen uns als liberale und progressive Kräfte aber davon nicht einschüchtern lassen und uns auch nicht dazu verleiten lassen, unsachlich zu werden. Wir müssen mit Aufklärung (pun intended) und Argumenten punkten. Dieser Text ist mein Versuch, dazu einen Beitrag zu leisten.

Andi Popp bloggt auch sonst ganz gerne und ist auf Twitter unter @AndiPopp erreichbar.

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Kommentare

9 Kommentare zu Reden wir über sexuelle Vielfalt

  1. Diese Aufklärung bringt unsere Kinder in den Knast schrieb am

    Viel wichtiger als die biologische Aufklärung ist die juristische. Die sexuelle Aufklärung in der Schule ohne juristischen Hintergrund bringt große Gefahren für unsere Kinder mit sich. Eltern können diese juristische Lücke nicht schließen. Ein bestimmter Geburtstag, ungelöschte Filme und unsere Kinder sind als Sexualstraftäter*innen lebenslänglich auf einer Liste und gebranntmarkt oder sogar im Knast. Ab einem gewissen Alter gilt jedes Kind in der EU als „strafmündig“. Eltern fahren mit dem Kind in den Urlaub. Ermittler entdecken die vor den Eltern in der Cloud versteckten „Filme“ der Kinder. Die Kinder und auch die Erwachsenen haben mit den entdeckten „Kinderpornos“ ein massives juristisches Problem.

    Im Grunde wird der Kindergeburtstag, der das Kind strafmündig oder zum Erwachsenen macht, ein juristisches Lotteriespiel.

    Je früher die Kinder in der Schule sexuell aufgeklärt werden, je früher kucken sich deren jüngere Geschwister sich das veränderte Verhalten ohne schulische Aufklärung ab und zeichnen es mit technischem Gerät auf.

    Maiziere so:“Nacktbilder gehören nicht in die Cloud“
    Kind so:“Klaut? Wir haben in der Schule getauscht. Mein Bruder gegen seine Schwester.“
    Pädagoge so:“Mir wird zu wenig bezahlt, dass ich den Schülern vor dem Umkleideraum die Handies jedesmal vorübergehend abnehme.“
    Eltern so:“Ich habe auf die Simkarte gekuckt, aber keine Fotos oder Filme gefunden…das mach ich regelmäßig.“
    Unternehmen so:“Tausche Cookies und Wölkchen oder melde Insolvenz an, damit ein anderer günstig an die Daten kommt…“
    Politiker so:“Bürger muss sich selbst schützen.“

    • Hochrheinpirat schrieb am

      Der Beitrag bringt es auf den Punkt als Kind tangiert man schnell das neue Sexualstrafrecht. Aber sind wir als Gesellschaft nicht in einer Sackgasse mit der schönen neuen Gesetzgebung, die uns ja auch so viel sicherer macht vor bösen Kinderschändern? Wie kann es sein, das z.B. Filmmaterial mit Darstellung sexueller Handlung von Kindern mit Erwachsenen strafrechtlich gleichgestellt ist mit Nacktfotos in unnatürlich geschlechtsbetonter Haltung? Ich war als Jugendlicher z.B. im Zeichenkurs der VHS Aktmodell. Es entstanden künstlerisch wertvolle Bilder von mir, die je nach Richter auch als „unnatürlich geschlechtsbetonter Haltung“ bewertet werden könnten. Die Künstler von damals, die jetzt ein solches Bild noch haben, werden durch dieses Gesetz kriminalisiert. Es muss wieder eine politische Debatte stattfinden und die neue Gesetzgebung in diesen Punkten in Frage gestellt werden!

  2. Anonymous schrieb am

    Ab welchem Alter sollte man denn anfangen, den Kindern die „anderen“ Sexualpraktiken zu erläutern?

    Ich meine, wenn man ab 3 Jahren anfängt, den Kindern zu erklären, wo sie denn herkommen, wann bringt man ihnen dann bei, wie keine Kinder entstehen? Das ebenfalls im Alter von 3 Jahren zu machen, fände ich etwas zu früh; 13 wäre hingegen zu spät.

    Und was meinst du mit „man sollte den Kindern keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen geben“? Wie ich in der Schule war, da haben wir selbstverständlich (wenn auch nur theoretisch) beigebracht bekommen, wie man ein Kondom verwendet. Mit Schritt-für-Schritt-Anweisung. Sinngemäß hieß es, man könne den Penis, nachdem er mit dem Kondom versehen ist, wahlweise in eine Vagina oder einen Anus einführen. Im letzteren Fall sei der Kondom besonders wichtig. (Wörtlich: „Analsex immer mit Kondom!!!!“)

    Besonders lustig an der Sache war, dass sich offenbar meine Schule nicht getraut hat, dieses Thema ihren eigenen Lehrern zuzumuten. Stattdessen wurde für das Thema Sexualkunde jemand von Extern bestellt, der die Sache beackern sollte (konkret: ein Arzt).

    • Anonymous schrieb am

      Ach ja, ich bin im erzkonservativen Bayern zur Schule gegangen.

  3. Jochen Heistermann schrieb am

    Da ist der Autor zu kurz gesprungen. Es sollte um sexuelle Vielfalt gehen und wieder mal werden die männlichen Schwulen als Protagonisten herangezogen. Damit strahlt der Artikel einen spießigen Kleinbürgermief aus.

    Sexuelle Vielfalt wäre zB Sex mit ungleich 2 Personen, also Masturbationstechniken oder Gruppensex. Dazu auch Varianten wie Sex mit Sextools, Tieren, oder Inzest. Dazu auch das Thema käuflicher Sex.

    Aber wie gesagt, mal wieder die männlichen Schwulen mit ihren Sexualpraktiken instrumentalisiert und immerhin die Lesben noch im Halbsatz erwähnt.

    Warum das alles Kinder in der Schule lernen sollten, erschließt sich mir nicht. In frei zugänglichen Internetportalen gibt es unzensierte Sexvideos im kostenfreien Zugriff, wobei die Seiten dort oft Dutzende von Kategorien enthalten.

    • Andi Popp schrieb am

      Lieber Jochen,
      du hast natürlich recht damit, dass sexuelle Vielfalt viel mehr einschließt, als nur homosexuelle Männer. Ich muss halt einen Text so schreiben, dass er das rüber bringt was ich sagen will, ohne dabei ein erschöpfendes Lehrbuch zu schreiben. Ich hoffe das kannst du mir nachsehen.
      Gruß Andi

  4. Jochen Heistermann schrieb am

    Nachtrag: ich bin einfach auf ein bekanntes Sexportal gegangen und habe die dort genannten Kategorienliste kopiert. Hinter jeder dieser Kategorie befinden sich viele (teilweise Tausende) Sexvideos. Um die sexuelle Vielfalt zu verdeutlichen, nur mal diese Liste – andere Portale haben wesentlich mehr Kategorien, aber ich suche jetzt nicht das Vielfältigste.

    Pornokategorien

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    • Dirk schrieb am

      Ist ja super, dass die Piratenwebseite jetzt auch mit Suchbegriffen auf der Triebebene gefunden werden kann…

  5. fink schrieb am

    Eine gute, sachliche Analyse, danke dafür.

    Ich finde es in dieser Diskussion besonders wichtig, die verschleiernden und bisweilen mehr oder weniger subtil hetzerischen Sprach-Strategien der Bildungsplan-Gegner_innen zu demaskieren. Ein Beispiel der subtileren Art ist es beispielsweise, vom „Schutz der Ehe“ zu sprechen, wenn man die Diskriminierung nicht-heterosexueller Beziehungen meint. Ein weniger subtiles Beispiel ist ein Poster der AfD mit dem Text „Die einen nennen es Kindesmissbrauch, die anderen Vielfalt“. Hier wird Sprache zur Waffe, was einer sachlichen Diskussion natürlich nicht dient und unheilvolle Konsequenzen hat.

    Mit diesen sprachlichen Strategien habe ich mich – ich hoffe, die Eigenwerbung ist hier gestattet – auch in meinem Blog beschäftigt.
    http://derzaunfink.wordpress.com/2014/10/02/ein-festival-des-neusprech-die-schuldebatte/

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