Immer mehr Kinder mit Handy: Digitale Mündigkeit braucht digital kompetente Politik

Bild: Tobias M. Eckrich

1,5 Millionen Kinder besitzen ein Smartphone. Mobil im Netz unterwegs ist inzwischen jedes vierte Kind im Alter von sechs bis 13 Jahren. Das ergab die Kids-Verbraucheranalyse 2014 (KidsVA). Angesichts der aktuellen Zahlen mahnt die Piratenpartei dringend konkrete Maßnahmen an, um die Technik- und Medienkompetenz von Kindern spätestens ab dem Grundschulalter zu fördern. Dazu Stefan Körner, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland:

»Geheimdienste und professionelle Datenhacker versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen, möglichst viele unserer Daten zu erlangen. Kinder und Jugendliche sind dabei ebenso betroffen wie alle anderen User im Netz. Die Vorschläge aus der ‚Digitalen Agenda‘ der Bundesregierung sind da – gelinde gesagt – Bullshit. Es funktioniert nicht, Kinder über nicht nachvollziehbare Safety-Einstellungen von der Welt abzuschotten. Vielmehr ist so früh wie möglich damit zu beginnen, Kids Medienkompetenz zu vermitteln. Das sollte über entsprechende Angebote in den Schulen, in der Jugendarbeit und in der frühkindlichen Bildung möglichst frühzeitig und kompetent beginnen.«

Quellen:
[1] http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article131163975/Smartphones-erobern-die-Kinderzimmer.html

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Kommentare

5 Kommentare zu Immer mehr Kinder mit Handy: Digitale Mündigkeit braucht digital kompetente Politik

  1. Sylvia Hubele schrieb am

    Ich muss ja nicht alles verstehen, aber die Handys fallen für die Kinder doch nicht vom Himmel, sondern werden von deren Eltern gekauft. Oder? Warum sind die Eltern dann nicht zuständig, dafür zu sorgen, wie die Kinder im Netz unterwegs sind?

    • Dirk schrieb am

      Zuständig schon. Aber, so traurig es ist: Oftmals nehmen die Eltern ihre – ganz ohne Zweifel vorhandene – Verantwortung nicht wahr. Das muss gar nicht mal aus einem Mangel von Verantwortungsbewusstsein passieren, sondern kann auch ganz banal daran liegen, dass die Eltern selbst überhaupt nicht mit der Technologie und ihren sozialen Implikationen vertraut sind, die sie ihrem Kind da in die Hand geben. Daher müssen wir natürlich, begleitend zur Arbeit in der Schule, auch in der Erwachsenenbildung, besonders der Eltern nachlegen! Ich gebe Stefan diese Anregung gerne weiter.

      • Sylvia Hubele schrieb am

        Das klingt wie: Wir lernen jetzt das verantwortungsvolle Öffnen eines Buches, statt zu sagen: Wenn da nur Schweinkram drinsteht, dann isses eben verboten für Kinder. Warum, zum Kuckuck, kann das nicht über Reglementierungen von Herstellern/ Webseiten/ anderweitig gemacht werden? Auf den aufgeklärten Konsumenten vertrauen? Dann würde ja inzwischen sicherlich keiner mehr billiges Schweinefleisch essen, Eier von Hühnern aus Hühner-KZs etc. Irgendwie funktioniert es so herum nicht: Zu lernen, wie man dem Kapitalismus-Tornado aufrecht begegnet.

  2. dapiraten schrieb am

    80 Millionen Bürger besitzen ein Wahlrecht. Mobil im Wahllokal unterwegs ist bald nur mehr jeder 2te Bürger. Das ergaben die Wahlbeteiligungsanalysen 1945-2014 . Angesichts der aktuellen Zahlen mahnt die Demokratenpartei dringend konkrete Maßnahmen an, um die Demokratietechniken und Politikkompetenz von Bürgern spätestens ab dem Grundschulalter zu fördern oder überhaupt erst zu ermöglichen.

    »Parteien und professionelle Meinungsmacher versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen, möglichst viele unserer Stimmen zu erlangen. Kinder und Jugendliche sind dabei ebenso betroffen wie alle anderen Bürger im Staat. Die Vorschläge aus der ‚Demokratischen Agenda‘ der Bundesregierung sind da – gelinde gesagt – Bullshit. Es funktioniert nicht, Bürger über nicht nachvollziehbare Politik-Einstellungen von der Welt abzuschotten. Vielmehr ist so früh wie möglich damit zu beginnen, Bürgern Demokratiekompetenz zu vermitteln. Das sollte über entsprechende Angebote in den Schulen, in der Jugendarbeit und in der frühkindlichen Bildung möglichst frühzeitig und kompetent beginnen.«

    • Dirk schrieb am

      Super :D
      Auch diesen Beitrag werde ich gerne an Stefan weiterleiten.

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