Zum Rentenpaket: Kurzfristige Entscheidungen stören den Frieden zwischen den Generationen

Deutscher Bundestag | Bild: CC-BY Tobias M. Eckrich

Den Entwurf eines Gesetzes über die ›Leistungsverbesserungen‹ in der gesetzlichen Rentenversicherung – Rente mit 63 – kommentiert Thorsten Wirth, kommissarischer Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland:

»Union und SPD präsentieren uns mit dem Rentenpaket heute wieder ein Stück fehlgeleiteter Politik. Es ist enttäuschend, dass die GroKo lieber Wahlgeschenke verteilt, statt eine anständige Rentenreform anzustoßen. Wir werden in einigen Jahren vor der Frage stehen, ob wir weniger Rente auszahlen oder die Arbeitnehmer und die Wirtschaft stärker zur Kasse bitten wollen. Jemand, der sein ganzes Leben lang den Mindestlohn bekommen hat, würde heute 670 Euro Rente erhalten. Davon kann schon heute keiner leben. Wie soll man daran noch sparen? Wir Piraten fordern eine nachhaltigere Politik, denn kurzfristige Entscheidungen wie das jetzige Rentenpaket stören den Frieden zwischen den Generationen.«

Thomas Küppers, Themenbeauftragter für Sozialpolitik der Piratenpartei Deutschland ergänzt:

»Die Rente mit 63 ist nicht durchdacht. Seit Jahren setze ich mich für die Rechte der Arbeitnehmer ein. Ich bin selber Gewerkschafter. Die älteren Kollegen freuen sich auf die Rente mit 63. Allerdings wissen die Wenigsten, dass sie auch weniger Betriebsrente erhalten. Die betriebliche Altersversorgung erhält man leider nicht ohne Abzüge schon mit 63 Jahren.«

Die Piratenpartei fordert eine grundsätzliche Reform des Rentensystems. Dazu Küppers weiter:

»In unserem Rentensystem ist einiges faul. Unsere Forderung ist eine grundsätzliche Reform der Rentenkasse. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass jeder in die Rentenkasse einzahlt. Wahlgeschenke und Sonderlösungen verschärfen das Problem nur.«

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Kommentare

10 Kommentare zu Zum Rentenpaket: Kurzfristige Entscheidungen stören den Frieden zwischen den Generationen

  1. Someone schrieb am

    Ihr habt da ein Rechtschreibefehler:
    „Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland“ -> „kommisarischer Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland“

    • grafenburger schrieb am

      korrekt wäre:
      Vorsitzender des kommisarischen Bundesvorstand der Piraten Deutschlands,

      • Peter Meier schrieb am

        Ist „kommisarisch“ die neue korrekte Rechtschreibung im Piraten-Universum?

        • Dirk schrieb am

          Danke für den freundlichen Hinweis auf den Rechtschreibfehler.

  2. Idee schrieb am

    Ist man nicht solange im Amt, bis man selbst selbiges nierderlegt, die Amtszeit abläuft oder ein Beschluß eines Gerichtes bzw. der Mitgliederversammlung vorliegt? Oder ist es vielmehr so, dass mit der Ernennung eines kommissarischen Vorstandes alle Ämter automatisch „verfallen“?

  3. Idee schrieb am

    Eine einheitliche Rentenkasse…das wär mal was Neues. :)

  4. Ingenieur schrieb am

    Ich verstehe nicht, was ihr wollt? Mit der „Rente mit 63“ erfüllt die GroKo ein teil ihrer Wahlversprechen. Ihr kreidet den großen Parteien doch dauernd an, sie würden ihre Wahlversprechen nicht halten. Jetzt machen sie es mal und ihr seit wieder dagegen. Also, was wollt ihr eigentlich?
    MFG, Thomas

  5. zarathustra schrieb am

    moin

    der thomas küppers hätte hier mehr und differenzierter stellung beziehen können.

    – schweizer modell?
    – beamte
    – berücksichtigung von arbeitslosigkeit
    -…

    gruss z

  6. grafenburger schrieb am

    glaub keiner facebookseite – informiere dich selbst!!!

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