Video: Ruft eure EU-Abgeordneten an!

Bild: CC-BY 2.0 Flickr, Redccshirt

Am 17. März wird der Industrie-Ausschuss des EU-Parlaments einen alles-entscheidenden Beschluss für die Zukunft der Netzneutralität in Europa fassen. So wie die Dinge momentan stehen, haben die Mitglieder dieses Ausschusses des EU-Parlaments noch immer die Möglichkeit, ein echtes, offenes und freies Internet zu sichern.

Allerdings kehren der Gesetzesentwurf von Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für Digitale Agenda, und die Kompromiss-Änderungen von Pilar del Castillo Vera (ES – EPP), der Berichterstatterin des Industrie-Ausschusses des EU-Parlaments, das Prinzip der Netzneutralität ins Gegenteil um, um Großkonzernen wie der Telekom einen Gefallen zu tun. Sowohl der Gesetzesentwurf von Neelie Kroes als auch die Kompromiss-Änderungen von Pilar del Castillo Vera unterlaufen das Netzneutralitätsprinzip. Nämlich das alle Daten gleich behandelt werden. Dies indem sie es Internetanbietern erlauben, Verträge mit Internetdiensten wie YouTube oder Netflix abzuschließen, die jenen Internetdiensten bevorzugte Datendurchleitung durch sogenannte „specialised services“ garantieren – das ist nichts anderes als das Einziehen einer Überholspur durchs Internet auf Kosten der restlichen Bandbreite.

Die EU-Abgeordnete Catherine Trautmann (FR – S&D) hat eine andere Version der gleichen Kompromiss-Änderung vorgeschlagen, die verhindert, dass „specialised services“ zur Umgehung der Netzneutralität benutzt werden können.

Es ist sehr wichtig alle EU-Abgeordnete im Industrie-Ausschuss dazu zu drängen, unser offenes und freies Internet zu schützen, indem sie Trautmanns Kompromiss-Änderung für ein „Offenes Internet“ zustimmen ,und nicht etwa dem Gesetzesentwurf von Neelie Kroes in seiner ursprünglichen Fassung oder den Kompromiss-Änderungen von Del Castillo.

Ruft eure EU-Abgeordneten an!

Von Deutschland aus hängt man einfach anstelle des Pluszeichens am Anfang der Nummer „00“ an. Ihr könnt Hilfe beim Argumentieren gebrauchen? Schaut euch einfach dieses Videos an:

 

Weitere Informationen hierzu finden sich auch bei der AG Netzpolitik.

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