Weihnachtsgrüße und auf ein Neues!

Bild: CC-BY-SA Piratenpartei Saarland

Liebe Mitglieder, Freunde und interessierte Beobachter,

das Jahr ist bald rum, eines welches nicht als das beste Jahr in die Geschichte der Piratenpartei eingehen wird. Aber: Wir haben Plakate aufgehängt, Flyer verteilt und die Innenstädte mit Infoständen verziert. Viele Wochenenden von vielen Piraten sind dafür aufgewendet worden die Ideen unserer Partei unter die Leute zu bringen. Tausende von Stunden haben unsere Kandidaten, Verwaltungsmenschen, Techniker, Basisgurken und Vorstände in die Piratenarbeit investiert, und viele hundert Piraten tun es auch jetzt, indem sie unbeobachtet von der parteiexternen Öffentlichkeit, Aufstellungsversammlungen organisieren, Unterschriften sammeln und die eingefahrene Politik in ihren Kreisen und Bezirken durch neue Ideen aufmischen.

Auch wenn wir dieses Jahr nicht mit einem Einzug in den Bundestag oder verschiedene Landtage punkten konnten, tut das unserer Vision keinen Abbruch. Jedes am Infostand geführte Gespräch, jedes aufgehängte Plakat ist Politik, und mit vielen kleinen Schritten die wir gehen haben wir das Potential, unsere Ideen einer durch ein positives Menschenbild geprägte Gesellschaft der Teilhabe, in der alle Menschen so leben können, wie sie möchten, nach vorne zu bringen. Fast eine Million Menschen, und damit mehr als bei der letzten Bundestagswahl haben uns deshalb gewählt. Mit ihrer Unterstützung haben wir die Möglichkeit, das Europaparlament, mehrere Landtage und ganz viele Kommunalparlamente zu rocken.

Leider wurde unseren vermeintlichen und realen Skandalen und Skandälchen teilweise mehr Aufmerksamkeit geschenkt als den Ideen, auf die sich unsere Piratenpartei gründet. Das können wir für das vergangene Jahr nicht mehr ändern, aber wir können es für das kommende Jahr und alle darauf folgenden Jahre besser machen und helfen, den Fokus wieder auf das zu lenken, für was wir stehen: Unsere Vorstellung, die Wissens- und Informationsgesellschaft zu fördern und die positiven Aspekte vom freien Informationsaustausch für die Entwicklung unserer Gesellschaft zu nutzen. Ein Menschenbild zu entwickeln und zu fördern das auf Selbstbestimmung, Freiheit und Gleichheit beruht ist es, was wir uns zur Aufgabe gemacht haben.

Ich danke allen die uns gewählt haben, unterstützt haben und unterstützen werden. Ich danke für alle Diskussionen die uns bereichert haben und dem letzten Bundesvorstand danke ich an dieser Stelle nochmal sehr für seine engagierte Arbeit unter schwierigsten Bedingungen.

Egal ob diese Feiertage im religiösen oder spirituellen Sinn gefeiert werden oder einfach ein paar Tage zum Ausspannen mit Freunden & Familie sind: Lasst es euch gut gehen und kommt gut ins neue Jahr.

Viele liebe Grüße
Euer Bundesvorsitzender Thorsten Wirth

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Kommentare

11 Kommentare zu Weihnachtsgrüße und auf ein Neues!

  1. Reka schrieb am

    Hallo Herr Wirth,

    Sie haben es mit den Skandalen und Skandälchen angesprochen, was mir, als jemand, der sehr an den Ideen der Piraten interessiert ist, an der öffentlichen Wahrnehmung aufgefallen ist: ein Kindergarten, der eigentlich nicht wählbar ist. Ich habe es trotzdem getan, weil ich mir das Wahlprogramm besorgt, durchgelesen und für sehr gut befunden habe. Ihr seid aber sehr wenig mit dem Wahlprogramm hausieren gegangen.

    Und dann war da der NSA-Skandal, eigentlich DAS Thema der Piraten, aber da ward ihr recht still. Organisationen wie Campact erzielen da innerhalb weniger Tage mehr Aufmerksamkeit. Und es kommt mir vor, dass ihr mit anderen, öffentlichkeitswirkamen Projekten nicht zusammen arbeitet. Ist das so und wenn ja, warum?
    Irgendwie macht jeder seine eigene Unterschriftenaktion. Ihr auch. Warum tut ihr euch nicht zusammen? Das ist auch ein Teil öffentlichkeitsarbeit.

    Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Ideen der Piraten eine breite Mehrheit fänden, also bringt eure Ideen stärker an den Mann, seid mehr präsent und stellt euch als wählbare Partei in der Öffentlichkeit dar.

    Herr Wirth, es ist sicher schwer, das auszubügeln, was der alte Bundesvorstand versäumt oder verzapft hat, hier legen wir all unsere Hoffnungen in Sie.
    Für die fachlichen Themen gibt es viele versierte Piraten, da mache ich mir keine Sorgen.

    Dabei wünsche ich Ihnen und allen Piraten viel Erfolg im Jahr 2014!

    Viele Grüße,
    Reka

  2. zarathustra schrieb am

    moin

    frohe weehnacht @ all

    die bedingungen bei der btg-wahl waren exelent.
    es waren chancen da, die nicht genutzt wurden.
    die paar stimmen zugewinn feiern? – es hätte mehr drin sein müssen.

    na logo wäre es falsch, es nun an einzelnen personen festzumachen.
    schuld sind nicht nur die ponaders, obwohl es deren reichlich gab.

    fürs neue jahr gilt es, verlorenes vertrauen zurück zu gewinnen.
    – klaro waren die umfragewerte illusorisich, aber ein bisschen mehr als 2, etwas hätten drin sein müssen.
    aber wo sind sie geblieben, die wähler, die erklärten, die piraten zu wählen?
    dieses vertrauen zurück zu gewinnen, is een massig schwer ding!

    allerdings sollte nicht vergessen werden, dass sich die piraten programatisch breiter aufstellen müssen.
    bloss inet reicht nicht.
    gerade im bezug auf die europawahl sollten die piraten die themen bearbeiten, die die wähler interessieren.
    (sorry, aber snowden ist ausgelutscht – weder für medien noch wähler besonderes thema mehr)

    die piraten sollten anfangen, politik zu machen!
    (und dass ist eben mehr als plakate aufhängen und infotische zu machen oder beschlüsse zu fassen)

    ziel fürs nächste jahr sollte sein, bei der europa-wahl 3% zu erreichen!
    wenn das nicht klappt, wird es übel um die piraten.

    (viel erfolg den sachsen, den thüringern & brandenburg für eure ltg-wahlen)

    haupthemen der nachrichten zu weiuhnachten: völkermord, terror, bomben auf schulkinder….
    wäre schön, wenn dass nächste jahr nicht so bescheiden wird wie dieses

    also hält zarathustra die hälfte ungesagt die schnauze.

    jedem was liebes

    zara

    • Leo Krokoschinski schrieb am

      3% Hürde!? Die PP hat längst erkannt das es deutlich unter 2% werden, mehr nicht. Warum klagen die wohl dagegen, die Spinner.

  3. Pingback: Weihnachtsgrüße und auf ein Neues!

  4. Peter Strohm schrieb am

    2014 wird in die Geschichte der Piratenpartei eingehen? In welchem Sinne? Im Positiven?
    Es gibt für mich keinen Grund mehr eine Klamaukpartei zu wählen. Ich hoffe die Europawahl wird für euch genauso erfolgreich wie die Bundestagswahl.
    Toll! Die Piratenpartei will gegen die 3% Hürde bei der Europawahl klagen, damit sie endlich auch mal eine Chance hat Plätze in wirklich wichtigen Parlamenten abzusahnen. Es gibt vielleicht auch Gründe für eine 3-5% Hürde, vergleiche Italien, Weimarer Republik. Egal. Für die Piraten zählt der Fun-Faktor! =) Ihr schmückt euch mit 31.000 Mitgliedern, wovon nur 12.000 die diesjährigen Beiträge gezahlt haben.
    Anstatt mal euren Politikern in Berlin oder in Düsseldorf zu sagen, was sie machen sollen, ekelt ihr neue Parteimitglieder weg (könnten ja Konkurrenten sein), aber zu den Abgeordneten die sich mit ständig neuen, abgedrehten Ideen wie Zombieangriffe auf Berlin etc. proflilieren wollen und denen mal das passende sagt, Nein, die stellt FRAU nicht in Frage. MANN sucht sich lieber Parteimitglieder die wenig bis gar nichts zu sagen haben. Und ihr wollt anders sein als die anderen. Alles klar! :) #Rydlewski

    • Leo Krokoschinski schrieb am

      Dazu kommen nun auch noch extrem linksradikale Einflüsse der beiden an der Spitze Hr. Wirth und Frau Doppel-Name. Damit wurde ein weiteres Zeichen zur Extremisierung der „Partei“ gesetzt. BGE und verstaatlichung aller Versorgungseinrichtungen sind nur der erst Schritt. Mein Austritt aus der PP ist sicher. Ich zahle einfach keinen Beitrag mehr.

      • Andreas schrieb am

        Warum warten? Wenn man so unzufrieden mit der Entwicklung der Partei ist, warum nicht das Rückgrat haben und aktiv austreten anstatt sich heimlich still und leise davonzuschleichen? Warum noch den Mitläufer bei diesen „Linksextremen“ (hieß es nicht mal, wir wären „rechts“?) machen, anstatt zu seiner Überzeugung zu stehen und den Mitgliedsausweis zurückzuschicken? Meine Frage ist ernst gemeint – auf eine Antwort wäre ich gespannt…

    • Andreas schrieb am

      Vielleicht habe ich ja im Geschichtsunterricht geschlafen, aber soweit ich weiß war die „Parteienschwemme“ in der Weimarer Republik nicht der Auslöser für die Machtübernahme durch die NSDAP – der Grund lag vielmehr in einer zunehmenden Radikalisierung und in dem gescheiterten Versuch der konservativen Parteien, Hilter & Konsorten als Druckmittel gegen die KPD und SPD einzusetzen. Werfen wir einen Blick auf die Sitzverteilung zu Zeiten der Weimarer Republik, dann ist dieser „Rechtsruck“ deutlich nachzuvollziehen:
      http://www.macalester.edu/~abel/CourseMaterials/germ306/ParteienderWeimarerRepublik.html

      Insofern kann ich Deine Bedenken gegen eine Abschaffung der Sperrminorität nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Derzeit wird das Votum von Millionen Bundesbürgern ignoriert, bzw. durch die prozentuale Umverteilung der Parlamentssitze ins Gegenteil verkehrt, was zur Folge hat das die „Wahlmüdigkeit“ seit Jahren zunimmt, da die Leute den Glauben an die Wirksamkeit ihrer Stimme verlieren. Das schadet i.m.h.o. der Demokratie in unserem Land mehr als die „abstrakte Gefährdung“ durch ein größeres Parteienspektrum – wenn schon die GroKo-Parteien mit einem Stimmengewicht von 80% in ihrem Koalitionsvertrag die Fraktionsdisziplin vereinbaren müssen um regieren zu können, kann das Problem ja kaum an einer zu großen Anzahl von Beteiligten liegen.

      Aber um wieder zurück zur Weimarer Republik zu kommen: Ein wesentlicher Bestandteil des Absturzes war die regide Sparpolitik, welche die Konjunkturentwicklung behinderte und zerstörte: http://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik#Vor_dem_Untergang:_Die_.C3.84ra_der_Pr.C3.A4sidialkabinette_.281930.E2.80.931933.29
      Ein ähnliches Vorgehen ist auch bei der Regierungspolitik von Frau Merkel zu erkennen. Vielleicht sollten wir uns hier mehr Sorgen machen als über eine Abschaffung der 5%-Hürde…?

  5. Jens Müller schrieb am

    … wünsche auch erst mal eine angenehme Zeit.

    Auch wenn ich nicht in Euphorie verfalle ;-) es ist eine treffende Analyse und zeigt das „Nachvorne“ der Piratenpartei bin gerne dabei

    Was ich mir tatsächlich noch wünsche, ist die Abschaffung des Welthungers. Auch wenn es heute bereits ginge, ist das wohl (leider) ein längerfristiges Ziel. Im Kleinen tue ich … Es ist eine besinnliche Zeit, soweit zu Weihnachten, dem Jahr 2014 und auf nach Europa!

    Grüße Jens

  6. Andena schrieb am

    Der #BuVo unterliegt da einem fatalen Irrtum. Nicht die sogenannten Skandälchen wie ponader-Söckchen haben der Piratenpartei Wählersympathie und Wählerstimmen gekostet, sondern der politische Linksruck, der die Partei für alle Demokraten unwählbar macht.

    Das tragische ist geradezu: Je mehr Wahlwerbung die Piratenpartei mit ihrer teilweise kruden Programmatik macht, desto mehr potentielle Wähler werden sich entsetzt von ihr abwenden. Man kann nur hoffen, dass #piraten schnell die Reißleine ziehen und den linkenextremen Ballast abwerfen.

    Aber was will man schon groß erwarten, wenn selbst der #BuVo es nicht hinbekommt, sich von einem gewalttätigen Mob zu distanzieren.

    • Andreas schrieb am

      Was ich mich frage: sollten sich die Piraten programmatisch wirklich danach (aus-)richten, was am meisten Wählerstimmen einbringt? Dann bräuchten wir hier in Deutschland nämlich einen teflonisierten Merkel-Klon mit eingebautem Personenkult, eine Menge leerer Worte und alles bleibt dann so, wie es ist – oder wird noch schlimmer. Aber dazu bräuchte es dann die Piraten ohnehin nicht mehr – das alles kann die CDU/CSU nämlich viel besser und kriegt dazu ja auch noch Unterstützung von dem, was von der SPD noch übrig geblieben ist.
      Oder: wir wollen etwas verändern, weil wir erkannt haben das in unserem Land etwas verdammt falsch läuft und korrigiert werden muss. Und wie diese Veränderungen aussehen sollen, haben wir (Piraten) im Grundsatzprogramm dargelegt und in den Wahlprogrammen erklärt. Das können die Wähler annehmen und uns ihr Mandat anvertrauen – müssen aber nicht. Das nennt man Wahlfreiheit in einer Demokratie. Wenn zu wenige Bürger erkannt haben, was wir wollen und aus welchem Grund dieses notwendig / erstrebenswert ist – dann haben wir das zu akzeptieren. Und dann heißt es eben als außerparlamentarisches Korrektiv zu arbeiten um weiterhin zu versuchen, die Leute von der Richtigkeit unserer Thesen und Ziele zu überzeugen – und vor allem: unsere Gesellschaft nach vorne zubringen, nicht nur in der Export-Wirtschaft.
      Ich persönlich befürworte die zweite Variante. Wie wir an der FDP gesehen haben ist es nämlich politisch auch nicht unbedingt dauerhafter, Klientelpolitik zu betreiben und sein Mäntelchen immer nach dem Wind zu hängen.

      Im übrigen: was diese (jetzt schon wiederholt geäußerten) Vorwürfe der Linkslastigkeit bzw. des Linksetremismus angeht, so finde ich es im übrigen sehr bedauerlich, dass diejenigen, die solche Vorwürfe erheben, weder explizite Beispiele in ihren Kommentaren anführen noch ihre Email-Adresse für Nachfragen hinterlassen.
      Deswegen meine Bitte an Dich, Andena, und auch an Dich, Leo Krokoschinski: Schickt mir doch einfach mal eine Email (mein Link ist angegeben) und erklärt mir mal, wo und warum die Piraten jetzt auf einmal Linksextreme geworden sind, nachdem wir doch vor noch gar nicht so langer Zeit angeblich Rechtsextreme waren?
      Das ist jetzt eine ernstgemeinte Bitte: schreibt mir mal bitte alles zusammen, damit ich das endlich verstehen kann. Vielen Dank im voraus!

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