Piraten stellen sich Queer: Koalitionsvertrag ist eine Luftnummer

Deutscher Bundestag | Bild: CC-BY Tobias M. Eckrich

Gestern war ›Gleichstellung‹ Thema im Bundestag. Frau Winkelmeier-Becker (CDU) trug eine Lobeshymne auf den heteronormativen Lebensentwurf vor – der Ehe zwischen Frau und Mann. Das kam wenig überraschend, denn lesbisch-schwule Themen haben bei der CDU allenfalls dann einen Platz, wenn sie aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts von ihrer erzkonservativen Sichtweise abrücken muss.

Der Koalitionsvertrag ist der »Fahrplan« der neuen Bundesregierung. Wir PIRATEN haben ihn uns näher angesehen und meinen: Bei einem solchen Fahrplan will man am liebsten gar nicht mitfahren. Die Ergebnisse unserer Analyse legen wir hier offen. Wir sind Piraten. Wir sind Opposition. Erwartet uns.

Die SPD hatte vor der Wahl die Gleichstellung und das Adoptionsrecht für ›Regenbogenfamilien‹ versprochen. Obwohl sie dieses Thema kurzfristig zur Bedingung einer Großen Koaltion gemacht hat, ist davon im Koalitionsvertrag nichts mehr übrig geblieben. Und das Lippenbekenntnis, »bestehende Diskriminierungen […] zu beenden«, erwies sich ja schon bei der allerersten Gelegenheit als reine Luftnummer. In der Community sprach man sogar von einer »homophoben Weihnachtsbotschaft«, die unterschwellige Homophobie im Alltag nicht gerade verringert.

Dass es auch anders geht, sieht man in Hessen. Dort wurden unter Schwarz-Grün zahlreiche Forderungen der Queer-Aktivisten beachtet, sodass diese den dortigen Koalitionsvertrag begrüßen.

Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung. Das schließt auch ein, eine Ehe mit dem Partner einzugehen, den man liebt. Und zwar unabhängig von dessen Geschlecht oder sexueller Orientierung. Wo Liebe ist, da ist auch Familie. Dazu gehört auch das Recht auf Adoption.

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Kommentare

11 Kommentare zu Piraten stellen sich Queer: Koalitionsvertrag ist eine Luftnummer

  1. Leo Krokoschinski schrieb am

    Öhhhhm, und nu? Und jetzt? Was passiert? Meint ihr putzigen Piraten das euch a.) jemand zuhört, b.) jemand ernst nimmt?

  2. Leo Krokoschinski schrieb am

    Wir sind Opposition. Erwartet uns. ——- Wie jetzt? Oppositionen sind die, die als solche im parlament sitzen, ihr blöden Spinner. Ihr seit eine APO! Und – bleibt es auch :-)))))))))

    • Anon1234 schrieb am

      Offensichtlich liest du selber ihren Artikel, bzw. gehst auf ihre Seite. Selbst Menschen, die offensichtlich die Piratenpartei für unfähig halten, besuchen also ihre Seite.

      Ich finde es gut, dass ich hier über solche Themen aufgeklärt werde / wurde. Als Wähler eurer Partei: Macht einfach weiter. Nach Möglichkeit aber medienwirksamer.

    • Patneu schrieb am

      1. Die Beleidigungen kannst du stecken lassen, niemand zwingt dich, hier zu lesen.
      2. Was glaubst du wohl, wofür das „O“ in APO steht…?

  3. Peter Hellemann schrieb am

    Leo, deine Postings sprechen doch für sich. Lasse das Pöbeln einfach sein.

  4. Andena schrieb am

    Schade, dass die ehemaligen #piraten jetzt auch noch in eine Heterophobie abgleiten.

    Ihr tut wirklich alles, um als extremistische Splitterpartei zu enden.

    • Grimnir schrieb am

      @Phiipp Schilling

      Irgendwann kommt auch Jesus zurück auf die Erde um die Menschheit vom Joch Satans zu befreien.
      Nichtmal innerhalb der Piratenpartei konnte sich die Vernunft gegen linksradikale Ideologie behaupten.

  5. Ingenieur Politik schrieb am

    Zitat:
    „Wir sind Piraten. Wir sind Opposition. Erwartet uns.“
    Oh, oh. Das hört sich ja so ähnlich an wie dieser berühmte Ausruf von „Anonymous“. Die Gruppe, die andere Kritisiert, aber für ihre Aktionen keinerlei Verantwortung übernimmt.
    Ich hoffe, das die Piratenpartei das anders macht und für ihre Politik, genauso wie für ihre Aktionen auch, Verantwortung übernimmt.
    Und der Koalitionsvertrag? Was geht der die Piraten an. Es ist ein Koaltionsvertrag zwischen SPD und CDU. Die Piratenpartei, die bereits angekündigt hat, das sie mit keiner Partei eine Koalition eingehen will, will also beurteilen wie Koalition geht?
    Hm… naja. Und mir, als Kritiker aus dem CDU- Lager, verbieten sie den Mund und nennen mich einen „Troll“. Wer ist denn nun der Troll?
    mfg, Thomas

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