Fast eine Million Stimmen für die PIRATEN: »Jetzt erst recht!«

958.507 Menschen haben am vergangenen Wahl-Sonntag der Piratenpartei ihre Zweitstimme gegeben. Noch mehr Menschen – genau 962.946 -haben ihren jeweiligen Direktkandidaten der PIRATEN vor Ort gewählt. Der Bundesvorstand bedankt sich stellvertretend für die PIRATEN für dieses Vertrauen.

»Fast eine Millionen Menschen haben uns einen Auftrag gegeben, und den nehmen wir sehr ernst«, sagt die politische Geschäftsführerin Katharina Nocun. »Jetzt gilt es, außerparlamentarisch zu arbeiten und für unser Ideal einer lebenswerten digitalen Gesellschaft in Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung zu kämpfen. Wenn wir schlagkräftige Strukturen aufbauen, werden wir bei der nächsten Bundestagswahl unsere Konzepte auf die Agenda setzen können. In vier Landtagsfraktionen und zahlreichen Kommunalparlamenten gestalten wir bereits jetzt Politik. Die digitale Revolution ist in vollem Gange und der NSA-Überwachungsskandal gibt uns nur einen Vorgeschmack darauf, was für eine Gesellschaft uns erwartet, wenn wir nicht aufstehen und widersprechen.«

»Mein Dank gilt den knapp eine Million Wählerinnen und Wählern der Piratenpartei und insbesondere auch allen Kandidaten, Koordinatoren, Organisatoren sowie vielen, vielen hundert Wahlkämpfern. Ihr Engagement hat mich tief beeindruckt, und ich hatte stets das Gefühl, dass unter den aktiven Piraten ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden ist. Im Zuge der Nachbereitung der Bundestagswahl werden wir uns jetzt auch der Kritik stellen. Wir sprechen miteinander, und dann geht es weiter: Kommunalwahlen kommen, und es ist eine Europawahl vorzubereiten. Wir greifen wieder an!«, ergänzt Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland.

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Kommentare

108 Kommentare zu Fast eine Million Stimmen für die PIRATEN: »Jetzt erst recht!«

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    • Anonymous 13 schrieb am

      Ich rieche Wahlbetrug.
      Und damit stehe ich bei Weitem nicht alleine da.
      Die Piraten haben in vielen Wahlkreisen weit über 5% der Stimmen bekommen.

      Was ist mit diesen Stimmen geschehen? Spielt keine Rolle – gezählt wurden sie jedoch nicht.
      Die Beweise für Wahlbetrug häufen sich, wer sich schlau machen will, befragt Google.
      Ihr werdet überrascht sein.

      • dfe schrieb am

        Die Piraten könnten in einem Wahlkreis auch 100% bekommen und würden Bundesweit unter 5% bleiben. Es gibt fast 300 Wahlkreise, da kann es auch sein das in 50-100 davon die Piraten über 5% haben, was aber nichts über das Bundesweite Ergebnis sagt.

        • dfe schrieb am

          PS: ich hab mir eben mal die Wahlkreisergebnisse angeschaut, bis auf Berlin sind mir da keine Wahlkreise aufgefallen wo die Piraten über 5% hatten.

          • haupt schrieb am

            Sehr viele Kreise in Ba-Wü…. Oder die Karte die ich hatte war falsch.

      • anonymous schrieb am

        wahlbetrug? hierzu hätte ich gerne nähere quellen.

        • Lui schrieb am

          Was ich fast vergessen hab.. Es herrschte meiner Prüfung nach unlauterer Wettbewerb. Sehr wahrscheinlich würde dies zu einer Disqualifizierung der Parteien führen, die Überdimensionierte Plakate ausgestellt haben. Fakt ist bei einer Wahl, gleiche Voraussetzungen. Wenn Partei X nur kleine Wahlplakate aus finanziellen gründen erstellen kann und Partei Y und Z RIESIGE PLAKATE an den besten Orten aus Eigenmitteln und viel mehr bereit stellt, sehe ich dies aus neutraler Sicht kritisch. Meiner Meinung nach wären Neuwahlen. Es sind sogar CDU – Plakatiertrupps in der Nacht mit Lieferwagen in Siegburg von mir gesehen wurden, die riesen Plakate erneuert haben. Es ist zu heftig.

          • Gedankenverbrecher schrieb am

            Ich glaube, dass ich eher das Argument der ungleichen Vorraussetzungen unterstützen kann, als mich auf das mit dem Wahlbetrug einzulassen.

            Wahlbetrug im großen Rahmen ist nach unseren Regelungen relativ gut ausgeschlossen.
            In der Regel stehen pro Wahllokal acht Wahlhelfer zur Auszählung bereit. (Idealerweise aus verschiedenen Schichten, Parteien etc.)
            Es ist schwierig (nicht unmöglich aber schwierig) acht Personen zu überzeugen, sich auf einen Wahlbetrug – der äußerst schwer bestraft wird – einzulassen.
            Und letztlich betrifft der Betrug dann *einen* Wahlkreis.
            D.h. um nach dem momentanen System großflächig ein Wahlergebniss zu manipulieren müssten dermaßen viele Leute in den Betrug eingeweiht werden, dass es praktisch ausgeschlossen ist, dass nicht einer die ganze Sache auffliegen lässt.

            Die Sache mit den ungleichen Mitteln ist ein ganz anderes Kalliber. Doch da geht es um mehr als nur Wahlplakate.
            Ich habe recht unregelmäßig Radio und Fernsehen genutzt und dabei vllt 5 Wahlwerbespots mitbekommen. 3x CDU 2x SPD. Könnte natürlich Zufall sein. Doch sind die Sendezeiten und Spotlängen wirklich gleichmäßig verteilt?
            Dann all die Kanzlerduelle und Fragestunden und Fernsehauftritte: Die suggerieren einfach nur das Bild, dass es nur 2 Parteien gibt.
            Die AfD hatte den Vorteil, dass sie neu war – ähnlich wie die Piraten bei der Europawahl. Schätze, deshalb hatten die mehr Medienpräsenz bekommen.
            Außerdem haben die sich nicht gegen Leistungsschutzrecht und Copyright ausgesprochen.
            Was ich damit sagen will: Die Medien haben einen verdammt großen Einfluss auf die Bürger des Landes. Und ich glaube, dass die diesen Einfluss durchaus nutzen um ihre Interessen voranzubringen.

            Gruß
            Gedankenverbrecher

      • Lui schrieb am

        Hatte mir auch Gedanken darüber gemacht. Es sollte eine WAHLPFLICHT geben. Viele Bekannte von mir sind nicht Wählen gegangen, aus Protest oder Unzufriedenheit. Sie würden aber alle keine Stimme der derzeit größten Partei geben. Es wurden Kreuze mit Bleistift in einigen Stellen bei den Wahlen gemacht… Wer kontrolliert und wertet aus. Kennen die sich untereinander? Sind es nur Mitglieder einer Partei. Welche Informationen werden dann genau an den Wahlautomaten übermittelt. Wer überprüft die Richtigkeit von allen Wahlzetteln nach der Wahl, ob man Radier Gummi Spuren oder sonstige Unstimmigkeiten in der Auswertung findet (Erneute Prüfung). Leider kenne ich mich nicht so gut damit aus aber die Nachrichten sind bedenklich. Viel Erfolg.

        Ich wähle Piraten.

        • Anonym schrieb am

          Es lag nicht am Wegradieren, sondern am Nichtankreuzen:
          Von den kümmerlichen 2% abgesehen wollte / wählte niemand die Piratenpartei!

      • Gernot Köpke schrieb am

        So ein Unsinn. Die Auszählungen sind öffentlich und man kann die Einzel-Ergebnisse überall nachlesen: z.B. hier: http://www.statistik-hessen.de/l2013/SLand2.htm
        Sieht mehr nach schlechtem Verlierer aus, wenn man mit sowas Abstraktem um die Ecke kommt. Warst vermutlich nie Wahlhelfer. Mach das doch mal. Es werden immer Leute gesucht und es gibt sogar etwas „Erfrischungsgeld“. Bei uns auf dem Dorf 21 Euro, was auf einen 2 Euro Ehrenamtjob hinausläuft. In den Städten sinds wohl mehr, weil man so wenige findet…

  1. @morgenlandhvl schrieb am

    Gibt es die nette Katze zum Bdedanken auch als Poster oder Aufkleber?

  2. Herbert M. schrieb am

    Weniger ideologisches gezank um irgendwelche gender randthemen und vor allem mehr disziplin statt shitstorm. Zudem sollten die Ziele besser erklaert werden. BGE ist richtig und wichtig aber nicht vermittelbar so lange nicht erklaert wird wies finanziert werden soll.

    • Pirato schrieb am

      für mich ist das BGE auch ein zentraler Punkt. Es könnte unsere Gesellschaft verändern. Macht euch die Arbeit zum einen auszurechnen, was das bisherige Sytsem kostet, mit all der nötigen Bürokratie, den Folgekosten usw., erklärt genau, anhand konkreter Zahlen, wie BGE funktionieren kann. Verweist auf das Beispiel Schweiz, wo es grad zur Abstimmung steht. Ich bin (leider nur naive) davon überzeugt, dass es funktionieren würde, bezahlbar wäre und vor allen sich positiv auf unsere Gesellschaft auswirken würde. Aber es wollen andere Menschen als ich überzeugt werden, also her mit konkreten Modelle, Zahlen, Fakten usw…

      • Grimnir schrieb am

        Das schlimmste am BGE ist sein Name.;-) Um diese Aussage zu verstehen, muss man analysieren, was der Unterschied zwischen dem BGE und Modellen wie „negative Einkommenssteuer“, Hartz-IV oder dem Bürgergeld ist. Der Unterschied ist, dass das BGE mit einen Anspruch antritt, der mit der Realität prinzipiell unvereinbar ist. „There is no such thing as a free lunch“ gilt nicht nur in der Physik, sondern auch in der Ökonomie. Stellt euch mal vor, die Grünen würden die erneuerbaren Energien als Brückentechnologie bezeichnen und stattdessen die Entwicklung eines Perpetuum Mobile fordern. Würde sie dann noch jemand ernstnehmen? Grundlage jedes Einkommens ist nach übereinstimmender Meinung aller seriösen Ökonomen die menschliche Arbeit. Immer, wenn jemand Geld bekommt ohne dafür zu arbeiten, muss jemand anders arbeiten, ohne dafür Geld zu bekommen.

    • anonymous schrieb am

      und vor allem weniger Assimilation an die anderen Parteien. Die klassischen Piratenthemen, weswegen diese Partei so populär wurde (u.a. Grund- und Bürgerrechte, direktere Demokratie, digitale Revolution und BGE), wurden meinem Eindruck nach einem Programm preisgegeben, das in einigen Punkten den Kanon der etablierten wiedergibt.
      Ob es diese inzwischen stumpfe Phrase des „Bekenntnis zu Europa“ ist, die inzwischen für alles mögliche von der europäischen Idee bis hin zum ESM verwendet wird, oder ob humanitäre Interventionen gelobt werden (anstatt Kriegsgründe zu hinterfragen), das ist einfach so ein Eindruck, der sich mir aufdrängt und der zumindest meine Enttäuschung über die PP erklärt (obgleich ich sie dennoch gewählt habe, aus Mangel an guten Alternativen).

  3. Meiki schrieb am

    Aufgeben wäre auch doof. Wir haben immerhin mehr Stimmen als zur BTW2009 also war es nicht ein solcher Misserfolg wie komischerweise so viele Zeitungen schreiben. Unser Direktkandidat hat 2,7% der Erststimmen (2,2% der Zweitstimmen) im Wahlkreis bekommen. Das sind fast 900 Stimmen mehr als zur letzten Wahl. Ich finde nicht das Es ein schlechtes Ergebnis ist. Also….. Mehr Wähler=Mehr Wähler. Aufhören wäre doof und ich wäre enttäuscht. Jetzt machen wir uns wieder „Klar zum ändern“ Denn nach der Wahl ist vor der Wahl und ein Schiffbruch war es nicht. Bisschen lauer Wind vielleicht. ;-) Grüßle die Meiki

  4. Alex senf schrieb am

    Lasst euch nicht entmutigen!!! Denkt nur daran wie lange „die Grünen“ oder die Fast Drei Prozent-Partei gebraucht haben um zu wachsen und sich zu etablieren! Ich drücke euch die Daumen und hoffe, es geht bergauf… für euch und damit auch für uns Wähler.

  5. Sybille Schaal schrieb am

    Liebe Piraten!
    Zum ersten mal was zu meiner Person.
    Ich bin 63zig und habe erst verstanden was ihr wollt,nachdem ich meinen Sohn(Informatiker)befragt habe.Für Menschen meines Alters kommt ihr sehr abstrakt rüber.Ich beziehe nach einem arbeitsreichen Leben Harz 4(4 Kinder,immer Teilzeit gearbeitet).Ich bin nicht dumm,aber Computer,die Technik dahinter,verlangt mir schon viel ab.Trotzdem habe ich die Piraten gewählt,weil ich verstanden habe dass wir schon in Allem reglementiert werden,dann noch abgehört und darüber belogen zu werden hat mich überzeugt dass man nicht alles mit sich machen lassen kann.In Deutschland ist man sehr auf Sicherheit bedacht,alles ist versichert und abgesichert.Man denkt sich „ich hab ja nichts zu verbergen“kaum einer begreift wo das hinführen kann.Ich hoffe für meine Kinder und Enkelkinder,dass ihr euch verständlich machen könnt,bedient euch einer einfacheren Sprache.Währet den Anfängen das gilt auch hier.Ihr braucht auch ältere Menschen die das verstehen müssen.Aber bedenkt auch deren Anliegen nach einem zufriedenen Leben.
    Euch alles Gute!
    Sybille Schaal

    • MAur schrieb am

      Wow! Respekt Sybille! Dein Sohn kann stolz auf dich sein dass du trotz deiner persoenlichen Situation noch so differenziert dich mit allem auseinandersetzt! Ich stehe mit 35j an der Grenze zu Hartz 4 mit einer neugegründeten Familie mit dem Rücken zur Wand in meinem aktuellen Job (hochakademisch aber bezahlt auf Sozialhilfeniveau und in einer Sackgasse) und habe viel weniger Zuversicht und Engagement als dein Beitrag ausdrückt! Ich denke auch dass die Piraten besonders für die aeltere Generation ein enormes Potential darstellen, wenn diese nur ihr Wissen weniger aus den Mainstream-Medien bezogen hätten wo die Piraten vom Image her nur ein chaotisch, unprofessionell, naiver Streithaufen geworden sind.

    • Alexander schrieb am

      Hallo Sybille,

      vielen Dank für deine beiden Stimmen. Das Problem der Verständlichkeit ist geht teilweise auch auf das Konto der Medien.
      – Wir haben ein Wahlprogramm in einfacher Sprache verfasst, werden aber nur für die schwer verständliche Variante kritisiert, so als ob es die einfache Variante nicht gäbe.
      – Zum Thema NSA wurden nur die im Bundestag vertretenen Parteien befragt. Dass wir massiv Kryptoparties veranstaltet haben, um die Menschen aufzuklären, wurde erst dann erwähnt, als die FDP eine Kryptoparty veranstaltet hat.
      – Schlagzeilen haben vorwiegend Querelen gemacht, während diejenigen, die gute Arbeit geleistet haben, übergangen wurden.
      – Man prangert an, dass wir eine Debatte über Zeitreiseforschung hatten, anstatt unsere wichtigen Themen anzusprechen.

      Außerdem haben wir gleich eine ganze Reihe an schwer erklärbaren Themen.
      – Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet nicht, dass niemand mehr arbeiten geht. Die meisten wollen sich freiwillig einbringen, so lange es keine Ausbeuterstelle ist. Ansonsten würden alle Millionäre auf der faulen Haut liegen und der Mittelstand mit 50 in Frührente gehen. Auch Finanzierungsmodelle gibt es einige, aber das wird geflissentlich ignoriert.
      – Legalisierung von Drogen bedeutet nicht, dass dann alle bekifft auf der Straße liegen. Wer heute Drogen will, bekommt sie auch. Großstädte haben Parks, in denen Drogen verkauft werden, die von der Polizei in Ruhe gelassen werden, wenn dafür die Drogenmafia den Rest der Stadt in Ruhe lässt. Wir wollen dieser Mafia die Existenzgrundlage nehmen sowie den Abhängigen die Schuldgefühle nehmen und die Angst, ins Gefängnis zu kommen, wenn man den Falschen um Hilfe bittet.
      – Überwachung ist auch ein schwer vermittelbares Thema, vor allem für Menschen, die weder Internet noch Handy benutzen. Aber wenn man z.B. eine Versicherung abschließen will, aber vorher bestimmte Medikamente oder Krankheiten gegoogelt hat (oder zu Fuß ins Reisebüro gegangen ist, um Reisen in bestimmte Länder zu buchen), kann es passieren, dass die Versicherung mehr Geld will, wenn wir totale Überwachung bekommen. Und GANZ WICHTIG: Kontrolleure sind NIE bessere Menschen als deren Opfer. Kontrolleure haben nur mehr Macht und mehr Möglichkeiten, Verbrechen zu begehen, so wie die NSA mMn eine der größten Terrororganisationen der Welt ist. Man bedenke: Jeder Terrorist, der noch nicht aufgefallen ist, kann sich dort ganz normal für einen Job bewerben.

      Wir haben es also deutlich schwerer mit unseren Themen als eine „Steuersenkungspartei“, einfach weil wir neue Wege gehen und was unbekannt ist, muss erst erklärt werden. Wir gehen aber Schritt für Schritt voran, denn wir haben viele Mitglieder, die der Meinung sind, dass was getan werden muss UND auch etwas tun möchten.

      Viele Grüße
      Alexander

  6. spam schrieb am

    der Ansatz, alle Themen zu besetzen ohne die Glaubwürdigkeit dafür zu haben, ist gescheitert. Ich bin vor über 4 Jahren den Piraten beigetreten, weil sie als Bürgerrechtspartei angetreten ist. Davon ist aber seit einiger Zeit nicht mehr viel übrig.

    Wenn die Partei weiterhin sich um Träume, wie unbezahlbares (meiner Meinung nach Verfassungswidriges) Grundeinkommen, kümmert, wo sich viele Bürger nur Kopfschüttelnd abwenden, dann hat die Partei die größten Erfolge schon gehabt.

    Back to the roots!

    • Marc schrieb am

      Warum ist ein Grundeinkommen verfassungswidrig? Das müsstest bitte etwas näher erläutern, danke :-)

      • spam schrieb am

        meiner Meinung nach verstößt es gegen 2 Dinge die ich für sehr wichtig erachte.

        1. Gegen die Tarifautonomie der Tarifparter (Art. 9 Abs. 3 GG). Jedes staatliche Eingreifen in die Tarifautonomie (also auch der nicht tariflich definierte Mindestlohn) zersetz demokratische Ziele.

        2. Denn dadurch werden zivilgesellschaftkliches Engagement abgeschafft. Aber gerade starke Demokratieen zeichnen sich durch eine starke Zivilgesellschaft aus. Die Leute solln in die Gewerkschaft gehen wenn sie mehr Geld wollen und nicht jammern, dass der Staat das Einkommen sichern soll.

        • Gedankenverbrecher schrieb am

          Die Tarifautonomie behandelt ausschließlich die Modalitäten, nach denen Arbeit bezahlt wird.
          D.h. Tarife werden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Vertreten durch AGvertretungen und Gewerkschaften) ausgehandelt und die Regierung hat sich bei den Verhandlungen raus zu halten.
          Das bedeutet Tarifautonomie.

          Ein BGE verstößt genausowenig gegen die Tarifautonomie, wie Kindergeld, ALG oder Rente.
          Das es den Arbeitnehmern unter Umständen eine bessere Verhandlungsbasis gegenüber den Arbeitgebern einräumt versteht sich von selbst, ist gewünscht aber kein Eingriff in die Tarifautonomie.

          Und wie soll dadurch Zivilgeselschaftliches Engagement abgeschafft werden?

          Fragend
          Gedankenverbrecher

    • Klaus schrieb am

      „Ich bin seit 4 Jahren dabei…“ und „Die Partei hat/macht…“ passen nicht zusammen. DU bist die Partei. DU bestimmst den Kurs mit. DU kannst selber die Dinge einbringen, die dir passen. Und DU bist auch derjenige, der diese Dinge kommunizieren kann.

      Dieses Schieben auf ein abstraktes „die Partei“ oder im Klartext ein „ihr da“ funktioniert nicht. Man bekommt nur Verantwortung übertragen, wenn man sie auch selber wahrnimmt. Egal wo. Egal wann.

      Und es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun. Nicht alle beschränken sich auf 24/7 Online-Aktivität… Aber auch bei den Piraten wird niemand kommen, der oder die dir sagt, dass du doch bitte exakt dieses oder jenes zu tun hast. Nur mit Selber Machen wird es was, oder wie es auch mal hieß:
      Trau keinem XXX, denk selbst!

    • anonymous schrieb am

      ich bin zwar ein starker Befürworter des BGE und denke, dass das schon auch ein Kernthema ist, doch ich stimme absolut zu, dass ansonsten nicht viel vom Kern übrig geblieben ist und dass ich den Erfolg der Partei darin vermute, eine Alternative zu den Etablierten zu schaffen, die für direktere Demokratie und Bürgerrechte steht. Dass die Piraten für die parlamentarische Bewegung einer Generation stehen, die genug hat von Grundrechtsabbau, Wahlversprechen, Lobbykratie und dem Überwachungsstaat – die erkannt hat, dass Wissen Macht ist und die man fast als eine Art Anti-Parteien-Partei (im positiven Sinne) beschreiben könnte. So wie man es über die Grünen sagt, nur in erfolgreich.

  7. Anonym schrieb am

    Ich bin zwar kein Mitglied der Piratenpartei und daher ist es im Prinzip Eure Sache, aber es wäre nett, wenn
    – 1. die Hauptthemen wieder zu Hauptthemen werden (Transparenz des Staates statt Korruption und zunehmende Überwachung) & die Nebenthemen wieder aus dem Vordergrund rücken
    und
    – 2. extreme Fälle von Missbrauch der Staatsmacht auch konkret und mit Nennung von Roß und Reiter aufgegriffen und verfolgt werden, durchaus auch juristisch, und es nicht bei Pauschalforderungen bleibt (das können nämlich alle). Sonst braucht es auch kein „Whistleblowing“!

    • anonymous schrieb am

      Aus der PP muss wieder eine parlamentarische Alternative zum Etablissement werden, die für mehr Bürgerbeteiligung und gegen den Polizeistaat kämpft.
      Mir fehlt in der Partei das kritische, libertäre und progressive Element, wo doch so viel Potential für dieses Element vorhanden ist. Lasst euch von den Medien nicht zu einer konformen Volkspartei formen – die PP sollte sich zwar durchaus dem Mainstream anbieten, aber ihre Ideen nicht den Vorherrschenden der „Großen“ preisgeben.
      Ich behaupte trotz des hohen Wahlergebnisses der CDU und mit Blick auf die Ergebnisse von Linke, AFD etc., dass der Wähler durchaus mehr Veränderung der bestehenden Verhältnisse möchte, als man ihm zutraut.

      • Anonym schrieb am

        Veränderungen wird es nicht geben, denn die Piratenpartei setzt ihre Reise als Narrenschiff fort. Wer tatsächlich sehen will, was da real besteht, muss zur Kenntnis nehmen: Ausgeträumt! Es ist fast eine Schmähung gegen die AfD, sie in einen Vergleich mit der Piratenpartei hineinzuziehen.

        • Boah schrieb am

          Es ist praktisch unmöglich, die AfD-Nazis zu „schmähen“.

          • Grimnir schrieb am

            LOL
            AfD: 2.052.372 Zweitstimmen
            Piraten: 958.507 Zweitstimmen
            Es ist wirklich beeindruckend, zu welch irrationaler Realitätswarnehmung ideologisch motivierte Überheblichkeit führen kann.

    • K.West schrieb am

      Hallo @Anonym :D

      Liebe Piraten,
      ja… bzgl. Whistleblowing wäre es schön, wenn openLeaks
      von den Piraten wieder aktiviert werden würde…. ( openLeaks by Pirates oder wie auch immer ! ).
      Einen IT-Experten dafür habt Ihr ja, Spenden wären auch möglich …

      Laßt Euch diese Themen nicht wegnehmen:
      Ihr seid die Vertreter der Menschen-, Bürger- und Familien- und Umweltrechte, inklusive aller Nebenrechte, die damit einhergehen, wie Presse-, Medien-, Internetfreiheit u.V.m.!

      Es kann doch nicht sein, dass nur noch ein Ire (nicht Irrer)
      für Freiheit gegen Großkonzerne kämpft: http://www.europe-v-facebook.org

      Whistleblowing by Pirates wäre auch ein Aushängeschild, da es wie der kürzlich
      aktiv gewordene Tor-Server was ist, was nur die Piraten z.Zt. haben.

  8. Sebastian schrieb am

    Ich verstehe einfach nicht, wie ein ganzes Volk aus den vergangenen Jahren der Politik nichts gelernt hat und nicht zu neuen intelligenten Ideen greift.

  9. Melli schrieb am

    Ein fettes DANKE auch an euch das ihr immer weiter macht und nicht aufgibt. Solange es euch gibt ist auch die letzte Hoffnung noch nicht verloren. Also kämpft weiter! :) Ich glaub an euch und der Rest der 1 Millionen Wähler auch!

  10. senf dazu schrieb am

    Macht bitte weiter, ich habe Euch gewählt. Wenn in vier Jahren der alles überschattende €-Hype sich evtl gelegt hat, werden wieder richtig wichtige Themen in den Vordergrund rücken.
    Gruß
    ein Wähler

  11. Sascha Munko schrieb am

    Ich finde das Ergebniss irgendwie schade. Ich bin jetzt in meinem Abiturjahr, habe vor ca. 1 Jahr durch meinen Sowi LK mich angefangen für Politik zu intressieren und ich kann eindeutig nicht verstehen das nach all den Skandalen der letzten Jahre, sei es mit dem versteckten Versuch einer europäischen Urheberrechts Reform mit dem abhörskandalen, Wikileaks oder sonstiges, eine Partei die sich genau dagegen einsetzt so schräg beäugt wird. Jeder in meinem Sozialen Umfeld weiß welcher Partei meine Kreuze gehören und die meisten Wissen auch warum, Sie stimmen mir zu in dem was ich sage, beschweren sich über aktuelle Politik, aber setzen sich nicht mit dieser auseinander. Ich denke es reicht nichtmehr einfach als Pirat mit dem Finger auf die Favoriten zu zeigen und zu sagen:“ Die machen nur Müll.“ . Das verstehen die nicht, das ist ihre Meinung aber meine Freunde wollen wissen was die Piraten erreichen wollen. Und das wissen halt die wenigsten bzw. ich glaube zu wenige.

    Piraten kämpft weiter,

    Sascha :)

  12. Emma schrieb am

    Tja,
    ich hab früher auch Piraten gewählt. Aber eine Partei unter Vorsitz von Bernd Schlömer, im Hauptberuf Regierungsdirektor im Kriegsministerium, ist einfach keine Partei, der ich vertraue. Kehrt in der außerparlamentarischen Arbeit zu euren Wurzeln zurück und ich denke neu über meine Stimmabgabe nach.

    Emma

    • Klaus schrieb am

      Ja, ist schon schlimm, wenn Menschen arbeiten. Und auch noch welche in der Verwaltung… Die Welt geht zu Grunde…!!11!!!! Und das, wo inhaltlich-politisch der Vorstand bei den Piraten so wenig zu bestimmen hat, wie in keiner anderen Partei.

      Und zum Vorschlag, sich aus den Parlamenten zurück zu ziehen:
      Tja, liebes Mitglied einer anderen Partei. Netter Versuch… Aber grundsätzlich empfiehlt sich ein Blick in das Parteiengesetz, wenn der Sinn einer Partei unklar sein sollte:
      §1 (2) Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit, indem sie […] sich durch Aufstellung von Bewerbern an den Wahlen in Bund, Ländern und Gemeinden beteiligen, auf die politische Entwicklung in Parlament und Regierung Einfluß nehmen, die von ihnen erarbeiteten politischen Ziele in den Prozeß der staatlichen Willensbildung einführen […].
      http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__1.html

      Oder wenn es besser eines Beispiels bedarf: Greenpeace&Co können auf Probleme aufmerksam machen. Gesetze werden aber in den Parlamenten gemacht und geändert. So ist diese Republik nun mal aufgebaut.

  13. Michael Peace schrieb am

    Hi Ihr!
    ich sehe das nicht als Misserfolg, sondern als Erfolg. Ich denke sogar dass es gut ist so wie es ist da Ihr sehr viel daraus lernen werdet. In 4 Jahren werdet Ihr Euch besser positionieren, weniger blabla diskutieren und die notwenige Reife haben für den Bundestag. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. ;-) Eventuell komme ich ja vielleicht mal wieder zurück nach Deutschland wenn Ihr es in den Bundestag schafft. Eventuell bewerbe ich mich sogar bei Euch um den Einzug mitzugestalten. :-)

    Auf jeden Fallverfolge ich weiter Eure Bemühungen und Aktionen und kannnur hoffen dassdie richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Es ist nicht einfach die Balance zwischen populistischer Politik und konservativen Langzeitentscheidungen die richtige Wahl zu treffen, aber ich hoffe dass Euch das in 4 Jahren gelingt und Ihr/Wir (Wer weiss! :-)) den Einzug erfolgreich durchziehen;Weil wir wollen und können.

    Gruss Mischa

  14. Arno Nym schrieb am

    Ich habe meine beiden Stimmen gegeben.
    Allerdings habe ich den Wahlkampf schon vorher kritisiert. Insbesondere die Versuche die AfD in eine Böse Ecke zu rücken. Denkt nur mal dran. Auch bei Euch sind Leute die in jungen Jahren mit ihrem Protest erst irgendwo Rechts versucht haben unterzukommen bis diese dann gemerkt haben, dass es doch nicht das ist was zu ihnen passt. Das kommt nun mal vor. So ist nun mal der Findungsprozess. Diese Unterscheidung rechts/links ist sowieso oftmals unsinnig.

    Ich kann mich der 63-jähigen Sybille nur anschließen.
    Eure Kommunikation ist für den, ich nenne ihn mal „Nicht-Nerd“ nur schwer zu verstehen.
    Klare Positionen habt Ihr, den Finger in die NSA Wunde gelegt habt Ihr nicht wirklich.
    Eine so gute Steilvorlage habt Ihr einfach nicht genutzt.
    Es ist als Nicht-Regierungspartei völlig in Ordnung richtig laut klare Kritik zu üben.
    Wahlkampf hat bei Euch nur im Internet stattgefunden, das war zu wenig.
    Ihr müsst auf jeden Fall am Ball bleiben, denn die Zeit und die Regierung arbeiten für Euch.
    Wie ich das meine :
    Zeit : Die jüngeren die Euch verstehen werden älter, z.B. 18 und dürfen wählen. Sie haben erkannt in welcher Weise Ihr Leben betroffen ist.
    Regierung : Naja, die Gesetze werden jetzt bestimmt nicht besser. Der Abmahnwahn wird so bleiben wie er ist, Transparenz in der Politik wird nicht verbessert werden und Freiheiten werden weiter beschnitten werden.

    Wenn erst einmal genug Bürger von den Drangsalierungen betroffen sein werden, dann bekommt Ihr auch mehr Zulauf. Viele haben halt noch keine persönlichen Auswirkungen des Wahns gespürt. Aber das kommt noch. Darum arbeitet die Zeit für Euch.

    • thomas wankelmann schrieb am

      ich fand, dass gerade der wahlkampf im internet nicht rüberkam. das wäre ein gutes fundament gewesen, die mehrheit der deutschen ist online.

      • Safran schrieb am

        Mir war der Wahlkampf im Internet von Euch auch viel zu gering!
        Eigentlich hätte ich erwartet dass gerade Ihr die etablierten Parteien auf diesem Gebiet eher abhängen würdet, war aber meist eher enttäuscht als ich in den letzten Wochen auf eurer Seite vorbeischaute…
        In dieser Hinsicht wurdet Ihr von den Grünen absolut abgehängt! Bei denen konnte man schön nachvollziehen was in der Partei diskutiert wurde. Man konnte sich in den letzten Wochen auch durch Zusammenfassungen des Wahlprogrammes klicken und die „3 Tage wach“ Aktion, bei der man direkt Fragen an die Partei stellen kann finde ich hoch interessant!
        Insgesamt war in den Wochen vor der Wahl leider nur wenig von den Piraten zu hören.

  15. Frink schrieb am

    Ja, das ist die richtige Einstellung und wenn ihr dann in vier Jahren im Bundestag sitzt könntet ihr euch auch gleich für eine Absenkung der Fünfprozenthürde einsetzen; das klingt jetzt vielleicht, als würde ich aus reinem Opportunismus dafür sprechen, aber ich habe mir im Rahmen dieser Wahl mal genauer darüber nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Fünfprozenthürde zwar theoretisch als Schutz vor Unregierbarkeit durch Parteienzersplitterung gelten könnte, dass aber in der gegenwärtigen Situation in Deutschland die negativen Aspekte, namentlich; die systematische Unterdrückung von „Minderheiten“ überwiegt. Unsere Demokratie ist nicht mit der Situation am Beginn der Weimarer Republik vergleichbar, damals waren die Verhältnisse viel instabiler und antidemokratische Strömungen populärer, sodass eine Fünfprozenthürde damals vielleicht sinnvoll gewesen wäre, heute hingegen ist sie es nicht. Wenn eine Absenkung der Fünfprozenthürde nicht zu einem veränderten Wahlergebnis führt, so gibt es keinen Grund, an ihr festzuhalten, wenn sie hingegen zu einem veränderten Wahlergebnis führt so muss sie umso dringender abgeschafft werden, weil dies zeigt, dass die Menschen nicht wählen, wie eigentlich wollen. Und auch ich muss sagen, dass ich kurz überlegt habe, nicht zur Wahl zu gehen, denn es hätte ja sein können (fast wäre es auch so gekommen), dass ich dadurch, dass ich die Piraten wähle unter Umständen, nämlich wenn sie nicht über 5% der Stimmen erhalten, der CDU zur absoluten Mehrheit verhelfe, so wie es kürzlich in Bayern geschehen ist; dort hatte die 47.7% der Stimmen, nach Streichung der Stimmen für Parteien mit < 5% Anteil, haben sie aber wesentlich mehr als die Hälfte der Sitze im Parlament, nämlich 56.11%. Niemand kann sagen, dass die Fünfprozenthürde nicht abgeschafft werden darf, weil das für die Demokratie gefährlich wäre. Das gegenwärtige Wahlrecht ist genau so gefährlich: Gehen nur 1% der Wahlberechtigten zur Wahl und verteilen 90% ihrer Stimmen auf 30 Parteien so, dass keine mehr als 5% erhält, während sie einer weiteren Partei 10% ihrer Stimmen aussprechen, dann erhält diese Partei 100% der Sitze im Parlament, obwohl nur 1%*10%=0.1% der Wahlberechtigten sie gewählt haben. Man sieht also, dass die gegenwärtige Kombination aus Fünfprozenthürde nicht vorhandener Mindestwahlbeteiligung auch sehr große Gefahren für die Demokratie birgt, nur sind es halt andere.
    Dass das oben geschilderte Szenario jedoch noch kein einziges Mal in der Geschichte der BRD eingetreten ist, zeigt, dass der Wähler verantwortlich mit Defiziten des Systems umgehen kann, warum also sollte er nicht auch mit einer reduzierten Hürde verantwortlich umgehen? Jeder kann dann selbst entscheiden, ob ihm klare Mehrheiten wichtiger sind und er deshalb eine Partei wählt, die vielleicht nur ungefähr seine Interessen vertritt oder ob er lieber eine Partei wählt, die seine Interessen maximal vertritt. Wie wichtig wechselnde qualitative Verhältnisse im Bundestag sind, hat die letzte Wahl schon jetzt gezeigt, mit einer reduzierten Hürde könnte jede Wahl eine solche Wahl sein.

  16. SPW schrieb am

    Liebe Piraten,

    ich finde es gut, das es weitergeht- in den Medien war in den letzten Tagen nach der Wahl oft von „das Ideal der Piraten in andere Parteien tragen“ und ähnlichem zu lesen, was stark auf ein Auseinanderbrechen hingedeutet hat. Die heutige Gesellschaft braucht eine Partei wie die Piraten. Doch das es trotz der erfolgreichen Landtags- und Kommunalwahlen zu nur 2,2% gereicht hat, hat deutliche Gründe. Zum einen wäre da das Image der Partei, die oft selbst ihren Anhängern als Chaotisch erscheint- symptomatisch war da auch das Auftreten des ehemaligen politischen Geschäftsführers Ponader, dessen Kapriolen das Image der Partei in den Augen vieler Menschen leider bestätigt hat. Andere Führungspersonen der Piraten blieben leider zu unauffällig. Zum anderen hat die Partei gerade durch den NSA- Skandal eine Chance verpasst- oder um es mit Fussballmetaphern zu sagen: Man hat euch den Ball in den Lauf gespielt, ihr hattet nur noch den Torwart vor euch, doch statt zu schießen habt ihr den Ball zurückgepasst. Hier wäre die Chance gewesen, das Alleinstellungsmerkmal der Partei, die Rechte der Bürger in digitalen Gesellschaften, richtig zur Geltung zu bringen, und aufzuzeigen, warum die Etablierten in diesem Punkt aber so richtig daneben gegriffen haben. Stattdessen wurde sich wegen irgendwelcher Randthemen gezankt.

    Eigentlich sollte jetzt gelten: Back to the roots- Bürgerrechte, auch und gerade in der digitalen Gesellschaft, gegen Überwachung und für Transperenz und die freie Verfügbarkeit von Wissen/Information sowie das Urheberrecht.

  17. Neuländer schrieb am

    Respekt!

    Im Gegensatz zur AfD wurden nicht populistische Phrasen gedrescht, sondern Inhalte präsentiert. Dass der/die Wähler(in) oft lieber die Wärme des Busens der Mutti sucht, um sich in Sicherheit zu wiegen, sei mal dahingestellt.

    Aber im Gegensatz zur AfD haben die Piraten Inhalte in den Vordergrund gerückt, die – zugegebenermaßen – schwer zu kommunizieren waren. Leider haben Frau Meiritz und Herr Reinbold auf SPON etc. das wieder negiert, indem sie über Befindlichkeiten schrieben.

    Schade, dass lieber über Frisuren oder Socken gesprochen wird, als über Bildungspolitik.

    Nichtsdestotrotz: Klarmachen zum Ändern gilt weiterhin!

  18. Batian schrieb am

    Hallo,

    meine beiden Stimmen hattet ihr. Ich war am Ende schon ein wenig enttäuscht, dass nur 2,2% rauskamen aber die letzten Monate gabs wahrscheinlich einfach zuviele Querelen.

    @Frink
    Die Idee, die 5-Prozent-Hürde abzusenken ist interessant. Die Frage ist aber auf welchen Wert sollte man sie absenken? Meiner Meinung nach gibt es heute wie in den Zwanzigern antidemokratische Strömungen und das Absenken der Hürde und damit die Chance von Kleinstparteien in den Bundestag einzuziehen birgt enorme Risiken.
    Die Präsenz im Parlament verleiht Macht. Diese Parteien könnten bei den Menschen Eindruck schinden(Stichwort Populismus) und Stimmungen verstärken die deren Macht bei der nächsten Wahl steigern. Da der Mensch nicht umbedingt über eine hohe Schwarmintelligenz verfügt könnten die Verhältnisse schneller in die falsche Richtung kippen als angenommen und meines Erachtens war es die 5%-Hürde und warem es nicht die Wähler die für stabile Verhältnisse gesorgt haben.
    Natürlich besteht die Gefahr der Verzerrung der tatsächlichen Verhältnisse wenn die Wahlbeteiligung in den Keller geht und deine Rechnung spuckt dann jenes extreme Ergebnis aus.
    Aufgrund dessen halte ich es für wichtiger nicht die Hürde zu senken sondern den Menschen klar zu machen, dass sie wählen gehen müssen um ihre politische Meinung vertreten zu lassen.
    Wir alle sind der „Souverän“ und wenn wir den Mund nicht aufmachen können wir nicht erwarten, dass wir gehört werden.
    Frau Merkel, Herr Steinbrück und alle anderen Politiker sind im gewissen Sinne nur Sprachrohre des Volkes(kann man in dem Zusammenhang auch von Erfüllungsgehilfen sprechen? Eine Frage an die Rechtskundigen unter euch) aber wir müssen ihnen natürlich mitteilen was wir wollen.

    Ich halte den Ansatz der direkten Demokratie für sinnvoller. Zum Beispiel Volksentscheide.
    Wenn man das Internet als Ansatz benutzen würde(die entsprechende Sicherheit vorausgesetzt) könnte man viele Entscheidungen direkt an den Wähler leiten bevor entsprechende Beschlüsse im Bundes- / Landtag zustande kommen.
    Zumindest meine Generation(um die 30) und die Jüngeren noch viel mehr sind regelmäßig im Netz aktiv. Warum nicht online seine Stimme zu aktuellen Themen abgeben wenn man eh grad seine Mails checkt und den FB-Status aktualisiert?

    mfG

    • anonymous schrieb am

      „Die Präsenz im Parlament verleiht Macht.“

      Das ist doch *das* Argument *gegen* die 5%-Hürde. Das ist im Wesentlichen der zentrale Punkt – die Etablierten sichern sich so ihren Machtstatus. Parteien wie die PP unter der Hürde werden kurzerhand für unzulässig erklärt, damit auch ja die Internen und Externen ihre Rollen beibehalten.

      Und wer definiert, wie du es schreibst, die „richtige Richtung“? Ein Instrument kann immer in die „falschen“ Hände geraten. Eine erfolgreiche Partei mit verfassungswidrigen Tendenzen (= CDU) kann sich genauso durchsetzen und demokratischere Parteien unter die 5% drängen.
      Bei einem breitenfähigen Rechtspopulismus (= CSU, = AFD) nützt dann auch diese kleine Hürde nichts mehr und würde im Zweifelsfall sowieso kurzerhand beseitigt.
      Die Argumentation, dass eine niedrigere Hürde für Splitterparteien sorgen kann und das Ganze so endet wie in der Weimarer Republik, habe ich sowieso nie richtig verstanden.
      Die Hürde sagt ja nur aus, dass handlungsfähige Parteien an die Macht kommen – das heißt nicht, dass diese dann demokratischer sein müssen als die Splitterparteien.

      So oder so komme also zumindest ich zu dem Ergebnis, dass die 5% Hürde stets demokratieabbauend wirkt.

  19. Katrin B. schrieb am

    Ich habe euch sehr gerne meine beiden Stimmen und die erhaltet ihr auch wieder in 4 Jahren :) Ich habe das Gefühl ihr seid mir nahe, mit meinen Gedanken und dem was ihr tut. Jetzt erst recht, lasst uns zusammenhalten und den Menschen dort draußen die Augen öffnen. Ich versuche es schon in meiner unmittelbaren Nähe und spreche mit Freunden und Verwandten. Nicht immer mit Erfolg aber ich freue mich, wenn meine beste Freundin zu den Wahlen gegangen ist und euch gewählt hat. Das verzeichnet einen Erfolg, wenn auch nur einen kleinen aber das wird uns nicht abhalten weiterzumachen.

    Jetzt erst recht – Gemeinsam, denn wir sind alle Piraten!

    Liebe Grüße
    Katrin

    P.S. Meine Mama ist Lehrerin und an ihrer Schule wurde „Wahlen für Kinder“ gemacht, von allen abgegebenen Stimmen hattet ihr die meisten. So sah es wohl auch an vielen anderen Schulen in Berlin aus.

  20. Frustriertes Ex-Mitglied schrieb am

    Viele der Gründe, warum ich mich nach einem Jahr aktiver Mitarbeit wieder von den Piraten verabschiedet habe, sind bereits beschrieben. Einer fehlt noch: Insbesondere auf Landesebene wurde das initiale Ziel des von Kompetenz geleiteten Schwarms bald ersetzt durch armseliges Postengeschachere, wie es das Merkel-Team nicht besser könnte. Es ging ausschließlich um das sich gegenseitige Zuschustern von Ämtern, die Diskussion um Inhalte trat maximal zurück. Und so lange das „Piraten-System“ Profilneurotiker bevorzugt, die ihre ansonsten fehlenden Lebensinhalte durch Parteikarrieren aufpeppen wollen, so lange sehe ich leider für die Piraten keine Zukunft.

    • Anonym schrieb am

      Die fatalen Auswirkungen von dem, was Sie beschreiben, sind offenbar vielen nicht klar. Sonst wäre bereits jemand auf Ihre Schilderung eingegangen. Die lediglich ca. 2% Wählerstimmen begründen sich in Piratenpartei selbst und nicht in der gesellschaftlichen Reaktion auf die Piratenpartei.
      Wenn sich die Situation nicht grundlegend ändert und nicht möglichst schnell ein Verhaltenskodex greift, werden die nächsten (und alle weiteren) Wahlen ein ähnliches Ergebnis zeitigen. Einen Piratengarten wählt niemand!

  21. Ioannis schrieb am

    Weniger für negative Schlagzeilen sorgen, verstärkt auf die Kernkompetenzen einschießen und diese dann den potentiellen Wählern auch klar und vollkommen „unnerdisch“ erkläre, dann klappt das auch mit den 5% bei der nächsten Wahl.

    Ich denke mal gerade auf die älteren Wähler kommt die Piraten Partei teilweise noch vor wie ein großer Kindergarten, da die wichtigen Themen in den Hintergrund geraten.

    Viel Erfolg für die nächste Wahl.

  22. ballhorn schrieb am

    hättet ihr euch nicht linksgrün und genderistisch unterwandern lassen, hättet ihr euch auf kerntemen wie urheberrecht, netzneutralität u.s.w. konzentriert, hättet ihr jenseits der 10% sein können.

    • Ralf Muschall schrieb am

      Das mit der negativen Wirkung der „linken Unterwanderung“ stimmt empirisch nicht so ganz. Laut der Karte in http://www.sueddeutsche.de/politik/alle-ergebnisse-im-detail-so-hat-deutschland-gewaehlt-1.1776703 wurden die meisten Prozente gerade in den gut „unterwanderten“ Regionen gewonnen (und *nicht*, weil dort die Bevölkerung generell weiter links wäre (so ein Effekt zeigt sich nur kleinräumig, zwischen den Wahlkreisen innerhalb einer Stadt) – die Korrelation mit den Ergebnissen der Linkspartei it gering, und viele unserer guten Regionen sind ansonsten Nazi-, AfD- und CDU-Hochburgen).

    • anonymous schrieb am

      Man sieht, dass die pöse links-grüne Propaganda den Wähler vergrault hat, vor allem an den hohen Umfragewerten der Linken………
      Natürlich ist die Piratenpartei, weil sie sich so unchristlich, unsozial und unionsfremd verhält, tief rot, was auch ganz furchtbar ist, da uns anständigen Bürgern beigebracht wurde, dass alle Sozialdemokratie (und Umweltschutz sowieso) bäh ist.

      • Anonym schrieb am

        Durch Figuren wie Sie hat es die Piratenpartei locker auf über 2% geschafft. Erfreulich, das die Mehrheit der Wähler wenigstens hier noch ihre Urteilskraft behalten hat!

        • Boah schrieb am

          lol, wie verblendet viele Leute doch sind. „Urteilskraft“?! Nochmal dickes *LOL* Da brauchts echt keinen Kommentar weiter …

  23. Chris schrieb am

    Ihr habt von mir eine Zweitstimme bekommen, OBWOHL Ihr Euch nicht richtig präsentiert habt. Ihr habt in meinen Augen zum einen nicht genug Präsenz gezeigt (und damit meine Ich nicht die Anzahl der Wahlplakate), noch habt Ihr Euer Programm irgendwo sauber darstellen können. In meinen Augen der gleiche Fehler wie bei SPD und Grünen. Es wird mit Frasen umhergeschmissen aber keine plausible erläutert. Mehr Bildung und mehr Sozialgerechtigkeit schreien alleine hilft eben nicht (das hat sogar der SPD nichts gebracht)! Hingegen MUSS klar gemacht werden wie das denn Finanziert werden soll! Und da reicht es eben nicht zu sagen, dann erheben wir hier mehr Steuern oder das machen wir statt dessen. Da müssen mal Fakten auf den Tisch und kommuniziert werden! Welche Einflüsse haben Eure Forderungen? Wie wird dadurch die Neuverschuldung beeinflusst. Alle diese Dinge sind nicht kommuniziert worden! Aber der Wähler will genau sowas wissen! Zur nächsten Wahl werdet Ihr unter anderem meine Stimme auch noch verlieren, wenn Eure Konzepte diese Fragen nicht beantworten. Bis dahin wünsche Ich Euch aber viel Erfolg!!

    • Sven schrieb am

      Viele Wähler wollen solche Details leider nicht wissen. Sieht man daran, dass „Mutti“ gewonnen hat. Der inhaltsleerste Wahlkampf der CDU überhaupt.
      Und wer liest sich schon Wahlprogramme durch?

      bei einem Bundesparteitag, wo Programme beschlossen werden im Jahr ist leider finanziell nicht mehr drin.

      Selbst die FDP muss jetzt Geld zusammen kratzen für Parteitage, jetzt, wo sie keine Wahlkampfkostenerstattung mehr erhält, oder wesentlich weniger.

      Beim BPT 2013 in Bremen Ende Nov. wird neu beraten!

  24. Patrick schrieb am

    Bei mir wars nur die Zweitstimme.
    Die Erststimme habe ich für einen Kandidaten geopfert, der eine höhere Chance hatte gegen den übermächtigen CSU-Kandidaten zu punkten.

  25. Niko schrieb am

    Schade dass es nicht gereicht hat. Meine 2 Stimmen hattet Ihr.
    Bemerkenswert finde ich, dass es mehr Erst- als Zweitstimmen gab. Ich frage mich, wen die paartausend Erststimmler dann mit ihrer Zweitstimme gewählt haben (und warum dann icht umgekehrt?).

    • Safran schrieb am

      Ich habe euch z.B. auch nur meine Erststimme gegeben.
      Da in meinem Wahlkreis immer tief schwarz gewählt wird und meine Erststimme damit praktisch wertlos war konnte ich so wenigstens ein Zeichen damit setzen!
      Meine Zweitstimme bekamen die Grünen, da ich deren Chance auf Regierungsbeteiligung als höher einschätzte als eure Chance dieses mal über die 5% zu kommen.
      Schade das beides nicht geklappt hat!

  26. Marc schrieb am

    Ich denke auch das es Sinn macht wieder mehr „Back to the roots“ zu gehen. Lasst Themen die falsch verstanden werden können (z.B. Stärkung der Fanrechte, kann auch als Stärkung der Hooligans verstanden werden) oder ihr keine wirklichen Experten in euren Reihen habt einfach weg.

    Wobei ich definitiv dafür bin das BGE weiter zu unterstützen!

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Ich bin auch dafür, wieder mehr Gewicht auf die Kernthemen (Freien Informationszugang, Bildungsfreiheit, Privatsphäre, staatliche Transparenz, Neugestaltung des Copyrights) zu legen.
      Persönlich halte ich auch das BGE für verdammt wichtig in den nächsten Dekaden.

      Was Themen ohne Experten angeht stimme ich dir zu.

      Aber ein Thema unter den Tisch fallen zu lassen, das man leicht ins negative interpretieren kann halte ich für falsch.
      Ich meine – man kann jedes Piratenthema kaputtreden und negativ darstellen.
      Informationszugang / Copryrightneuordnung = Entrechtung der Künstler und der Tod unserer Kultur (schämt euch gefälligst)
      Privatsphäre = Täterschutz (wer nichts zu verbergen…)
      Staatliche Transparenz = den bösen Terroristen alle Staatsgeheimnisse verraten. (Böse. Wir gefährden unsere Jungs in Afghanistan!!!einself)

      Wir sollten zu unseren Kernthemen stehen. Wir sollten einen Weg finden jenseits der negativen Presse unsere Punkte bekannt zu machen. Und wir sollten aufhören uns in Sandkastenstreitereien aufzureiben. Dafür ist die Aufgabe die die Piraten übernommen haben einfach zu wichtig.

      Avast
      Gedankenverbrecher

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