Nach Handy-Datenklau: Piratenpartei fordert sofortige Wiedereinführung anonymer Handykarten

Bild: Tobias M. Eckrich

Zum Verlust von zwei Millionen Kundendaten bei Vodafone erklärt Patrick Breyer, Abgeordneter der PIRATEN im Landtag Schleswig-Holstein und Kläger gegen die Identifizierungszwang für Handy- und Internetnutzer vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg:

»Bedrohte und gestalkte Menschen müssen nun damit leben, dass plötzlich ihre private Wohnanschrift und Handynummer in kriminellen Kreisen kursieren. T-Mobile wurden schon 2006 17 Millionen solcher Kundendaten gestohlen. Wann werden die Politiker endlich begreifen, dass nur nicht gespeicherte Daten sichere Daten sind?

Der von SPD und Grünen 2004 eingeführte Identifizierungszwang ist schuld daran, dass man sich nicht mehr mit anonymen Prepaidkarten vor Datendiebstahl und Datenmissbrauch schützen kann. Diese flächendeckende Totalidentifizierung aller Telefon-, Handy- und Internetnutzer muss jetzt sofort abgeschafft werden! Wir Piraten wissen: Nur Anonymität schützt uns zuverlässig vor Datenklau.

Die Politik steuert leider in die entgegengesetzte Richtung: Das von Union, FDP und SPD im März beschlossene Bestandsdatengesetz macht die Massenübermittlung von Bestandsdaten noch leichter und schafft durch eine elektronische Schnittstelle neue Sicherheitsrisiken. Wir Piraten wollen dieses Schnüffelgesetz mit einer Verfassungsbeschwerde stoppen.

Wegen des unablässigen Grundrechtsbeschusses durch wechselnde Bundestagsmehrheiten kann letztlich nur ein grundlegender Politikwechsel Abhilfe schaffen, für den sich die Piratenpartei einsetzt: Wir brauchen ein Freiheitspaket zur gesammelten Aufhebung aller maßlosen Überwachungsgesetze, und wir brauchen einen sofortigen Stopp für jegliche neue Überwachungspläne! Dafür wollen wir Piraten im Bundestag kämpfen.«

Hintergrund: Die Piratenpartei will laut ihrem Programm zur Bundestagswahl den ›Identifizierungszwang für Handy- und Internetnutzer‹ aufheben. Vor Anrufung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ist Patrick Breyer bereits gegen diese Identifizierungspflicht erfolglos vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Er betreibt eine Handykarten-Tauschbörse. Europaweit können in 18 der 27 EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Estland, Finnland, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Tschechien, Vereinigtes Königreich, Zypern) anonyme Prepaidkarten erworben werden.

Quellen:
[1] Schadensmeldung von Vodafone: https://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/kundeninformation.html
[2] Pressemitteilung vom 15.08.2012: http://www.patrick-breyer.de/?p=9687
[3] Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatengesetz: https://stopp-bda.de
[4] Überwachungsgesetze der letzten Jahre: http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachungsgesetze/
[5] Wahlprogramm der Piratenpartei: http://www.piraten-zur-wahl.de/index.php/wahlprogramm/innen-und-rechtspolitik/#wahlprogramm-innen-sicherheit-freiheit-freiheitspaket
[6] Pressemitteilung vom 24.02.2012: http://www.patrick-breyer.de/?p=159
[7] Tauschbörse für Prepaid-Handykarten: http://www.daten-speicherung.de/index.php/kartentausch/

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Kommentare

6 Kommentare zu Nach Handy-Datenklau: Piratenpartei fordert sofortige Wiedereinführung anonymer Handykarten

  1. K.West schrieb am

    Der veröffentlichte Datenskandal von Vodafone Deutschland zeigt, wie wichtig es ist, Datenschutz und -sicherheit nicht nur zu verankern – so wie die für die „digitalen Bürgerrechte gekämpft werden muss“ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/enzensberger-zu-gast-bei-beckmann-kampf-um-digitale-buergerrechte-12569400.html), sondern, dass grundlegend Datenschutz ein Thema werden muss.

    Dieses belegen zudem die zahlreichen Datenskandale und -missbräuche ( vgl. http://www.projekt-datenschutz.de ) im Kleinen und Großen sowie die sehr großen, z.B. bei den Mehrfachtätern von Vodafone, Telekom, facebook ( http://www.facebook-v-europe.org ) und google.

    Die Forderung der Piraten nach anonymen Karten (bit.ly/1g4QRv8) ist richtig, jedoch sollte der Datenskandal in der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem neuen und mit Steuerngeldern geförderten Hauptsitz von Vodafone Deutschland, auch als Anlass genommen werden, bestehenden Datenschutz grundlegend zu verändern, die Kontrollen sowie die Gesetzgebungen zu verschärfen.

    Wie kann es sein, dass Deutschland z.B. die EU-Datenschutzverordnung verhindert (http://www.eu-infothek.com/article/vom-bremser-zum-antreiber-stirnrunzeln-eu-ueber-deutschland) und alle anderen Datenabkommen so freizügig mit macht?

    Auch im Bereich Steuern (http://t.co/7dNOyg9hL0) bin ich hierzu von der Landesregierung in NRW und Hessen sowie von der Bundesregierung grundsätzlich enttäuscht. Die USA haben bereits ein Steuerabkommen mit der Schweiz geschlossen – sie sind schnell, wenn es um Datenbelieferung an die USA/NSA geht!

  2. cCred schrieb am

    Sacht mal – wie wollt ihr eigentlich je irgendwas in Sachen „Raubmörderkopierschänder“ beschicken, wenn ihr noch nicht mal so etwas Simples rallt, wie, dass die Daten nicht „geklaut“ wurden und Vodafone ihrer auch nicht verlustig gegangen ist, sondern sie „nur“ illegal kopiert wurden – oder hat der Kopierer die Original-Daten nach der Aktion gelöscht?

    • Slash schrieb am

      Im Grundsatz hast du vollkommen Recht, nicht jedoch hier, denn hier geht es nicht um irgend welche Daten, sondern identitätsbildende Daten. Wenn ich mir Daten verschaffe, durch die ich mich als Du ausgeben kann, dann liegt nicht irgend ein banaler Kopiervorgang vor, sondern praktisch eine Entwendung deiner Identität, also Identitätsdiebstahl.
      Ansonsten: Super Kritik, reib‘ das auch bitte immer schön Journalisten unter die Nase, wenn sie dieses Vokabular in Verbindung mit geistigen Werken verwenden.

  3. annonymous schrieb am

    Vodafone sollte für diesen Vorfall wegen Fahrlässigkeit bestraft werden. Aber die lobbyistische Regierung wird gegen diese dubiose und gleichzeitig inkompetente Firma natürlich wieder Mal nichts tun. Die Polizei will nicht mal den Datendieb in Untersuchungshaft bringen, obwohl sie sonst es mit Bürgern auch immer tut ohne mit der Wimper zu zucken. Wer nach diesem Vorfall immer noch nicht die Piraten wählt, ist in meinen Augen genauso schuldig, wie der Datendieb von Vodafone. Ohne eine Regierung, wo eine Datenschutzpartei vertreten ist, wird unser System sich bald in eine neue Diktatur verwandeln und ein neuer Weltkrieg ausbrechen, wo jeder Bürger, der nicht mindestens 100 000 Euro im Monat verdient, in einem neuartigen Holocaust hingerichtet wird.

    • K.West schrieb am

      In meinem Handeln wurde ich sowohl von der Bank
      als auch von der örtlichen Polizeistelle bestätigt
      .

      In der Rheinische Post stand, dass Peter Schaar frühzeitig informiert war (http://www.rp-online.de/politik/millionen-vodafone-daten-in-ratingen-gestohlen-1.3673847), während im Schreiben nur von „den Behörden“ die Rede war, sowie dass es hochunwahrscheinlich sei, dass ein Schaden entstehen würde, vgl. meinen Lang-Kommentar (Briefinhalt): http://de.statista.com/statistik/daten/studie/151117/umfrage/unangenehme-erfahrungen-im-internet

      Diese Verharmlosung ist für mich eine noch größere Frechheit als der Datenskandal selbst. Denn Menschen, die nicht informiert sind, werden mit dem Schreiben in dem Glauben gelassen, dass ein Missbrauch der Daten unwahrscheinlich ist!

      „Nicht glücklich ist dagegen die Formulierung in einer Firmeninformation, es sei „sehr unwahrscheinlich“, dass mit den „erlangten Stammdaten“ Schaden verursacht werden könne.“ (RP-Online).

      „Nicht unglücklich?“ Nein!
      Es ist faktisch eine Frechheit
      , liebe Redakteure von RP-Online!

      Für mich ist die Frage:
      Wer trägt (Mit-)schuld an meinem persönlichen Identitäts-Diebstahl?
      http://www.rp-online.de/digitales/internet/wie-datendiebstahl-uns-alle-bedroht-1.3674067

      Karten und Kontonummer sollten frühzeitig geändert werden,
      zudem empfehle ich eine frühstmögliche Strafanzeige.

      Ich fühle mich gut Strafanzeige wg. Ausspähung von Daten
      gegen folgende drei Personen gestellt zu haben:
      a) Vorsitzender von Vodafone ( siehe Kommentar in o.g. Link )
      b) Datenschutzbeauftragter von Vodafone ( Name war mir nicht bekannt )
      c) Unbekannt ( der oder die Täter des Dienstleisters, sowie deren Unterstützer )

  4. K.West schrieb am

    Persönliche Betroffenheit schmerzt doppelt, erst Recht,
    wenn man kein VODAFONE-Kunde mehr ist !!!

    Meine persönliche Stellungnahme zu meinem neusten Datenskandal ,
    von dem ich persönlich bzw. meine persönliche Identität betroffen ist.

    Selbst wenn mal bei Vodafone Kunde gewesen war, vor Monaten ordentlich gekündigt hat, die Kündigung bestätigt bekam, ist man möglicherweise – so wie ich – betroffen vom Datenskandal.

    Ein Grund ist die Vorratsdatenspeicherung . Herzlichen Dank hierfür!

    Das Schreiben (inklusive rückseitige „Tipps zum Schutz Ihrer digitalen Identität“) vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Jens Schulte-Bockum, Vodafone Deutschland GmbH, 40543 Düsseldorf ist eine Unverschämtheit . Ich werde es an dieser Stelle vollständig zur Verfügung stellen und zwischenzeitlich [in Klammern stehend] kommentieren.

    Sehr geehrte(r) XXX, September 2013

    ich wende mich heute in einer wichtigen Angelegenheit persönlich an Sie: Vodafone Deutschland war kürzlich Ziel eines kriminellen Angriffs auf einen seiner Server. Der Täter verschaffte sich Zugang zu Stammdaten [und Kontodaten!!!] von 2 Millionen Personen [einen müssen sie abziehen, um zu erwähnen, wie viel Potenzial die Piratenpartei hätte – denn ich habe schon per Briefwahl gegen solche Datenmissbrauchs-Wiederholungstäter und diese Bundesregierung abgestimmt, vgl. u.g. Datenschutzberichte!]. Konkret waren dies Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer. Vollkommen geschützt blieben Kreditkarten, Passwörter, PIN-Nummern, Mobilfunknummern oder Verbindungsdaten. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie zu den betroffenen Personen gehören [obwohl ich seit Monaten KEIN!!! Kunde mehr bin bei Vodafone!!!] . Unabhängige Sicherheitsexperten haben uns bestätigt, dass es für den Täter kaum möglich (Danke für das „Ernst-Nehmen meiner Sorgen!“ ist, mit den gestohlenen Daten direkt Zugriff auf Bankkonten zu verschaffen [meine Anmerkung: Mit Ausnahme der nachfolgenden erwähnten Punkte sowie die Möglichkeit Überweisungen auszuführen , die Banken unterhalb gewisser Summen nicht prüfen!!!! Lastschriften bei Warenkäufen im Internet hingegen können zurückgegeben werden und bedeuten für mich zusätzlichen Aufwand und Ärger].

    Dieser Angriff war nur mit hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen möglich [ist klar, diese – gerne nicht kriminelle – Energie wünsche ich mir vorwiegend im Datenschutz! ] – und fand tief versteckt [nicht transparent-offen?!?] in unserer IT-Infrastruktur statt. Er wurde von uns entdeckt, unverzüglich gestoppt und zur Anzeige gebracht [ was ich auch machen werde – jetzt gleich, s.u. ]. Wir arbeiten eng mit den deutschen Behörden zusammen [mit welchen – diejenigen, die in Deutschland so schlafen und ignoriert werden wie die Datenschutzbeauftragten der Landesregierungen sowie dem obersten Datenschützer des Bundes Peter Schaar?]. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass die Behörden uns zunächst gebeten hatten, keine Informationen an die Öffentlichkeit zu geben, um laufende Ermittlungen nicht zu gefährden [kein Problem – ich habe den Fall schnellstmöglich nach Bekanntwerden an http://www.projekt-datenschutz.de weitergeleitet.

    Meine Frage an politische Verantwortliche: Warum gibt es keine Meldefrist für Unternehmen diesbezüglich, liebe Politiker? Zeit zu ändern!. ]

    Es ist sehr unwahrscheinlich [ nehmt mich ernst!!! ], mit den erlangten Stammdaten einen Schaden anzurichten [bis auf Überweisungen, die unbemerkt über mein Konto laufen könnten und wogegen ich mit viel Mühe nur mein Konto kontrollieren und den Betrag zurückfordern kann – da Kleinbeträge unter xxx € nicht kontrolliert werden und nicht zurück wg. Widerspruch, wie beim Lastschriftverfahren gebucht werden können]. Dies ist Tätern nur mit höchstpersönlichen Zusatzdaten möglich [, wo Sie sich gewaltig irren bzw. die Menschen dieses Landes für >dumm verkaufen< wollen ]. Diese erlangen Täter nur über so genannte Pishing-Attacken, bei denen zum Beispiel durch gefälschte E-Mails weitere Daten wie Passwörter und Kreditkartendaten abgefangen werden [was bei mir unwahrscheinlich ist, da ich großen Wert im Gegensatz zu Ihnen und der Regierung bzw. Opposition – im Bereich Datenschutz lege].
    Wir empfehlen Ihnen daher dringend, mit telefonischen oder E-Mail-.Anfragen, in denen Sie zur Herausgabe von persönlichen Informationen wie Passwörtern oder Kreditkartendaten aufgefordert werden, besonders vorsichtig umzugehen [ Ich empfehle das Konto auf Kosten von Vodafone mit neuer Kontonummer und neuer Karte zu beantragen. ]. Vodafone stellt solche Anfragen grundsätzlich nicht. Weiterhin raten wir, Ihre Bankkonten regelmäßig zu überprüfen [wie ich oben bereits erwähnte] und bei Unregelmäßigkeiten Ihre Bank unverzüglich zu kontaktieren [Danke für den Zusatzaufwand – es wäre einfacher, wenn Politiker und Unternehmen sich mehr im Datenschutz engagieren würden! Denn wo Daten vermehrt gesammelt werden, insbesondere zentral gespeichert werden und Kosten eingespart werden sowie externe Dienstleister beauftragt werden, besteht grundsätzlich ein erhöhtes Risiko. Immerhin war es (noch) ein deutscher Dienstleister ;) ].

    Bitte beachten Sie weitere Hinweise auf der Rückseite
    sowie unter XXXX ( keine Werbung bzw. mögliche zusätzliche Gefahr verlinken! ).

    Ich bedaure diesen Vorfall sehr und möchte nochmals betonen, dass die Sicherheit Ihrer Daten für uns höchste Priorität hat [ logisch, weswegen sie auch bei einem Dienstleister in Ratingen und nicht am Hauptstandort in Düsseldorf – der Landeshauptstadt, in dem die Piratenfraktion wenigstens sich für Datenschutz in NRW einsetzt – gelagert sind!]. Wir werden alle Schritte unternehmen, um bei kriminellen Attacken noch besser gewappnet zu sein [, wobei sich schon viele Unternehmen entschuldigt haben und weiter Einsparungen strategisch getroffen haben – nach dem Motto, was interessiert mich das (schriftliche) Geschwätz von Gestern!].

    [Ich werde im Übrigen auch Schritte einleiten:
    1.) werde gleich mal zur Polizei fahren und eine Anzeige gegen Sie persönlich, Herr Jens Schulte-Bockum ( in der Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung ), gegen den Datenschutzbeauftragten von Vodafone als auch gegen Unbekannt stellen
    2.) Sie Anschreiben zur Kostenübernahme meiner neuen Kontoverbindung (inkl. Karte und Online-Zugang)
    3.) – mich noch verstärkter für Datenschutz einsetzen – nachdem ich bereits zum wiederholten Male, z.B. beim Landesbank Berlin ( Amazon-Kreditkarte) auch persönlich betroffen war. Persönlicher Identitätsdiebstahl ist nicht zu unterschätzen:
    ].

    Mit freundlichen Grüßen
    [Danke, gleichfalls – mit besten Grüßen zurück also]
    Jens Schulte-Bockum,
    Vodafone GmbH, Ferdinand-Braun-Platz 1, 40549 Düsseldorf, Postfach: 40543
    [K.West, kein Piratenmitglied, aber ein Wähler der Piratenpartei]

    Rückseitige Empfehlungen des Schreibens:
    „Tipps zum Schutz Ihrer digitalen Identität“

    Was können Kriminelle mit fremden Identitäten tun?
    Sofern höchstpersönliche Zusatzdaten [sie meinen nun PIN-Nummer, Kreditkartendaten?!?] erlangt werden, können gestohlene Identitäten zum Abheben auf fremden Konten, Kauf von Waren im Netz und schließen von Verträgen unter falschem Namen genutzt werden [ähmm… ich habe da mal eine Frage: Kauf von Waren funktioniert doch auch bereits mit den von Ihnen nicht gesicherten Daten!].

    Wie kann ich mich schützen ?
    Der Missbrauch von Identitäten ist für Betroffene nicht immer gleich zu erkennen [wohl wahr…]. Daher ist Vorbeugen [war das nicht Ihr Job bzw. auch bzgl. Rahmenbedingungen eine Aufgabe der politisch Handelnden in der BRD?] umso wichtiger – das geht mit einfachen Maßnahmen, die wir im Folgenden darstellen.

    Konten regelmäßig kontrollieren?
    Prüfen Sie regelmäßig die Kontostände und -auszüge Ihrer Bank- und Kreidtkartenkonten auf Transaktionen, die nicht von Ihnen autorisiert sind. [ähmm… wieso jetzt doch die Kreditkartendaten, die lt. Schreiben, vgl. Vorderseite, „vollkommen geschützt“ sein sollten?
    Im Übrigen mache ich dies sowieso – per HBCI/FinTS3.0 – Chipkarten- Banking , wozu Banken verpflichtet werden müssten. Tun sie aber nicht. Warum? Weil HBCI-Server sehr teuer sind, obwohl es das sicherstes Online-Banking-Verfahren ist. Ja… inklusive eines bankenunabhängigen Kartenlesegerätes mit SECODER-Funktion (SECODER bedeutet, dass nicht nur die PIN-Nummer am Lesegerät eingegeben wird sondern jeder Teil der Überweisung, z.B. die Höhe des Betrages im Gerät bestätigt wird und dann erst verschlüsselt diesen Auftrag freigibt).
    Ein Gerät für möglichst viele Konten, woran Banken vorwiegend schon mal kein Interesse haben. Doch interessieren sich Unternehmen noch weniger für höchst-mögliche Sicherheitsstandards – Datenschutz made by Germany
    ]. Sollte es wider Erwarten [wieso wider Erwarten – ist es nicht das Ziel von Datenklau, Kapital hieraus zu schlagen?] doch dazu kommen, können Sie bei Ihrer Bank sofort eine Rückbuchung veranlassen [sofern es sich um eine Lastschrift und keine Überweisung handelt!].

    Post regelmäßig prüfen
    Rechnungen, Angebotsbestätigungen – ob per Brief oder E-Mail – für Vorgänge, die Ihnen nicht bekannt sind, könnten auf Identitätsmissbrauch hinweisen [Sorry, aber E-Mails lösche ich sofort und vielen Dank noch mal für den Mehraufwand der permanenten Kontrolle!]

    Wachsam auch bei „Stille“ [bin schon sowas von Paranoia geworden!]
    Wenn Sie bestimmte Schreiben wie Kreditkartenabrechnungen oder Bestellbestätigungen nicht mehr erhalten [oh,… wir erwarten sie doch auf alle Fälle], kann das bedeuten, dass eine unbefugte Adressänderung vorgenommen wurde. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich an Ihr Kreditkarteninstitut oder den entsprechenden Versender [, was richtig spaßig wird – sich an jeden Versender zu wenden, idealerweise mit Einschreiben um zu bestätigen, dass es nicht meine Identität war sondern nur meine geklaute, kopierte Identität. Kartenkonto wird gleich gekündigt, wieder Arbeit, aber präventiv das Beste.].

    Sicherheitssoftware nutzen [und Cryptopartys der Piratenpartei zwecks Beratung aufsuchen!]
    Wenn die Sicherheitssoftware Ihres PCs oder Smartphones den Fund von Trojanern oder anderen Schadprogrammen meldet, kann dies ein Hinweis auf Identitätsmissbrauch sein [habe ich ohnehin ständig trotz aktuellster Sicherheitssoftware und höchster Standards – meist nennt sich das Teil Bundestrojaner und hat noch Spuren von Otto Schily (SPD) sowie Wolfgang Schäuble (CDU), aber zum Glück stinken Trojaner nach ein paar Tagen].

    Was Sie für Ihre Identitätssicherheit sonst noch tun können [ –> Piraten wählen ]
    Sofern Sie sensible Unterlagen entsorgen [Moment mal, Sie haben doch meine Daten entsorgen lassen bzw. kopieren lassen!], empfehlen wir Ihnen dies nur per Aktenvernichter zu tun [, was ich mir abgewöhnt habe, da alle bereits meine Daten haben und diverse Spiegelkopien in den USA und GB – u.a. beim NSA und mindestens den anderen 4 BIGFIVE-Geheimdiensten liegen]. Informieren Sie bei Verlust von persönlichen Ausweispapieren umgehend alle zuständigen Ämter [apropos Ausweispapiere – Sie glauben doch nicht, dass ich meinen Personalausweis noch verlänger unter den Umständen, dass „digitale Identitäten“ überall kopiert werden – meine Fingerabdrücke als mündiger Bürger und Nicht-Täter ( was USA/NSA und folgende Parteien http://www.bundestag.de/bundestag/gremien/pkgr/mitglieder.html nicht so sehen, denn danach sind wir alle nicht Unschuldig, sondern (potenzielle) Terroristen ) – schafft den ePerso und die Zwangsaufnahme von Fingerabdrücken in Reisepässen und Ausweisen ab!!! Wieder eine Zentralspeicherung, wieder ein potenzielles Identitäts-Diebstahlrisiko für mich!!!]. Ebenso bei Verlust von Bank-/Kreditkarten Ihre Bank-/Kreditkartenanbieter oder rufen Sie den kostenlosen Sperrnotruf 116116 an. Bei verdächtigen Anfragen nach persönlichen Daten, wie Bank-E-Mails mit fragwürdigem Absender, prüfen Sie die Berechtigung der Anfrage und antworten Sie im Zweifel nicht.

    Seien Sie vorsichtig bei der Nutzung Ihrer Kennwörter- und PIN-Optionen zum Schutz Ihres Computers und anderer Geräte wie Smartphones oder Tablets . Auch wird die Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots zum Shoppen oder für Online-Banking nicht empfohlen. Gehen Sie überdiese besonders Acht bei der Weitergabe von persönlichen Daten [ der Schluss-Satz ist der Hammer!].

    ENDE des VODAFONE-DATENSKANDAL-EX-KUNDEN-ANSCHREIBENS.
    Danke für die persönliche Teilhabe und die Möglichkeit, dies hier zu veröffentlichen!!!

    Ich bedanke mich herzlich und persönlich bzgl. Datenschutz in Deutschland an:
    a) CDU/ CSU
    , insbesondere Herrn Friedrich, leider auch bei Herrn Peter Schaar, der letztlich doch der Vorratsdatenspeicherung den Weg ermöglicht hat
    b) SPD , insbesondere Herrn Steinmeier, aber auch Herrn Oppermann
    c) FDP , Ihr seit so frei und liberal, da ist Datenschutz schon egal
    d) BÜNDNIS 90 / GRÜNEN , insbesondere an Herrn Ströbele (immerhin nahm er teil an der Demo in Berlin (https://twitter.com/MdB_Stroebele/status/376370697175855104/photo/1), allerdings auch an Kontrollgremien-Sitzungen); Liebe Grünen, Ihr hatte Euch einst mal stark gemacht bzgl. Bürgerrechte, Menschenrechte und Familien und Kinder – aber Euch interessiert Datenschutz leider ebenso wie Verbraucherschutz, wenn nicht gerade Wahlkampf ist
    e) LINKEN , vgl. Kontrollgremienliste
    f) Datenschützer in Deutschland
    g) Vodafone Deutschland , persönlich vorwiegend an Jens Schulte-Bockum
    h) Vodafone Aktionären: Gewinn ist immer wichtiger als Datenschutz
    i) Vodafone-Datenschutzbeauftragten Herrn / Frau XYZ.
    j) Vodafone Dienstleister: Heute schon mit NSA geschlafen?
    k) Die Verantwortlichen zur Verhinderung einer EU-Datenschutzverordnung:
    http://www.eu-infothek.com/article/vom-bremser-zum-antreiber-stirnrunzeln-eu-ueber-deutschland

    P.S.: Herr Jens Schulte-Bockum, warum war das Anschreiben in der Post eigentlich geöffnet ?
    http://t.co/HGRCsGIDhH (achso… das war die nette PR-Aktion verstehe, wie die Rückseite Ihres Schreibens für mich wirkt, wie eine sehr misslungene PR-Aktion. Was ändern Sie konkret?)

    P.P.S.: Äußerst schade finde ich, dass zunächst Vodafone Deutschland eine kräftige Unterstützung erhielt für den neuen Super-Campus in Düsseldorf, anschließend Mitarbeiter rausschmiss und nun erneut mit Datenskandalen wiederholt (zuvor WLAN) auffällig wurde.

    Weitere führende Informationen für Interessenten (bzgl. Datenschutzberichte – Auszüge):
    http://www.patientenpolitik.de/content/archiv/2007/juli/datenschutzbericht/index_ger.html (2005 / 2006, mit Direktlink (PDF): http://www.patientenpolitik.de/content/e38/e126/e2764/PB2769/inhalte2773/1.1-21-Taetigkeitsbericht_ger.pdf)
    http://www.zeit.de/online/2009/17/schaar-datenschutzbericht ( 2009 )
    http://www.datenschutz.de/news/detail/?nid=3570 ( erstmaliger Telekom-Bericht, 2009)
    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/34117307_kw15_datenschutzbericht (2009+2010, leider ohne Direktverlinkung zum Bericht)
    http://www.sueddeutsche.de/politik/datenschutzbericht-exorzismus-ohne-erfolg-1.394928 (2010)
    http://www.sueddeutsche.de/digital/datenschutzbericht-die-grosse-koalition-macht-einen-grossen-bogen-1.395233 (2010)
    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/44442110_kw17_datenschutzbericht_uebergabe (2011+2012, Direktlink (PDF): http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/130/1713000.pdf )
    http://www.pnn.de/fragen-des-tages/745784 (Rote Linien, gefordert 2010, gelten nur für Syrien?)

    weitere Infos verfügbar unter : http://www.datenschutz.de/suchen_stderw
    http://www.bundestag.de/internetenquete/Netzmonitoring/index.jsp
    http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/computer-internet/e-mail-und-sicherheit-der-grosse-postraub-1855028.html (Identitätsdiebstahl am Beispiel Facebook 2009; vgl. auch aktuell http://europe-v-facebook.org/DE/de.html)
    – Kurzdatenbank (vorwiegend nur „deutsche“, weniger globale Fälle wie Facebook: http://www.projekt-Datenschutz.de
    – Wir haben ja alle „nichts zu verbergen“ , neben den Skandalen, wie Vodafone, meine persönlichen Daten und meine digitale Identität ein paar Beispiele : https://www.piratenpartei.de/2013/07/21/1984-echelon-x-keyscore-wenn-unrecht-zu-recht-wird-wird-widerstand-zur-pflicht/comment-page-1/#comment-50993 – und ja, ich rege mich drüber auf, was mit meinen Daten geschieht: http://www.youtube.com/watch?v=MUoU9mPnTr0
    – ein Interview-Video zur Lobbyarbeit im Datenschutz: http://t.co/40qqMUyjiw

    Resignieren (http://www.firstlex.de/stellungnahme-datenschutzbeauftragter.html)
    oder die Piratenpartei am 22. September (ggf. mit Briefwahl) einziehen lassen?

    Ich bin für eine vernünftige, kompetente, neue und frische Farbe orange –
    damit sich was ändert und nicht nur #Neuland ausgesessen wird:
    http://www.piratenpartei.de/2013/09/03/video-piratenpartei-die-neue-farbe

    Eine kräftige Farbe mit vollem Programm:
    http://www.youtube.com/watch?v=lIo8vHgF2tQ

    Einen allerletzten Nachtrag zu einem Kommentar von http://www.piratenpartei.de/2013/07/22/piraten-fordern-reform-der-geheimdienste-und-der-parlamentarischen-kontrolle/comment-page-1/#comment-51079: ´ Sorry, ja.. meine Beiträge sind sehr lang – finden somit automatisiert Leser, aber es dient nicht der Übersicht. Dies bitte ich zu entschuldigen. In diesem Fall ist jedoch der komplette Leserbrief wichtig. Ich gelobe in wenigen Tagen Besserung.
    Danke an Anonymus und den Admin .

    So,… mal zur Polizei mit dem schönen Vodafone-Anschreiben fahren
    und mich beim Autofahren wieder kräftig beruhigen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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