Video: Marina Weisband erklärt das Bedingungslose Grundeinkommen

Bild: Tobias M. Eckrich

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Kommentare

71 Kommentare zu Video: Marina Weisband erklärt das Bedingungslose Grundeinkommen

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  1. Was bei den PIRATEN leider immer zu kurz kommt: Das BGE gibt den Menschen vor allem auch die Freiheit, das Gute zu tun und das Schlechte zu lassen. Unabhängig davon, ob dabei irgendwelche Arbeitsplätze geschaffen oder bedroht werden.
    Unfug dieser http://www.piratenfraktion-nrw.de/2013/04/nichtraucherschutzgesetz-bevormundet-raucher-zerstort-existenzen-und-wird-unfrieden-stiften/ oder dieser http://christoph-hensen.de/rede-zum-nichtraucherschutzgesetz Art würde dann überhaupt nicht mehr ziehen.

  2. Tenrevo schrieb am

    Zwei kleine Fehler haben sich meiner Meinung nach eingeschlichen. Das Verschachteln aller Matrjoschkas (ab Minute 1:30 bin 1:43) ist ein wenig irreführend. Müsste nicht die BGE-Matrjoschka jeweils in eine der größeren hineingelegt werden?

    (1:26-1:28) „…oder das Pflegen von Alten…“. Sollte das nicht „…oder das Pflegen von alten Familienangehörigen…“ lauten? Schließlich ist Altenpfleger(in) ein Job, oder?

  3. mohs schrieb am

    Eine gute erklärung.
    Ich find alternativ auch die erklärung anhand von Monopoli sehr einleuchtend:
    Versucht mal eine Runde Monopoli zu spielen, ohne los.
    Denn die 4000, die man bei jeder Runde in Monopoli bekommt sind das Grundeinkommen.

    Wer noch einen schritt weiter gehen will, um die heutige Gesellschaft darzustellen, verteilt das Geld am anfang nicht gleichmäßig, sondern würfelt es aus.

    • TUnichtGut schrieb am

      „Wer noch einen schritt weiter gehen will, um die heutige Gesellschaft darzustellen, verteilt das Geld am anfang nicht gleichmäßig, sondern würfelt es aus.“

      Oh man, Mathe war schon immer so ein Problem ;) Ein Auswürfeln würde das Geld genau gleich verteilen. Denn jede Zahl fällt mit der gleichen Wahrscheinlichkeit 1/6. Das lernt man in der 5. Klasse. Wenn also 10 Personen 10.000 Euro durch 1000 mal „würfeln“ „verteilen“, dann ergibt sich genau die Gleichverteilung. Jede Person hat nach 1000 mal würfeln gleich viel Geld in der Hand (zB 6 bekommt 500€ während die 1 nur 40€ bringt).

    • Grimnir schrieb am

      Beim Monopoly-Spiel sieht man auch sehr schön, dass das BGE in der Praxis nichts bringt. Der ständige Nachschub von Geld nötigt die Spieler, in Straßen und Häuser zu investieren. In einem späten Stadium des Spiels reicht die LOS-Summe dann nichtmal mehr für eine einzige Mietzahlung. Ein Spieler ohne andere Einnahmequellen scheidet zwangsläufig aus. Eure Forderung nach einem BGE zeigt nur, dass ihr das Wesen des Geldes nicht begriffen habt. Inzwischen schränkt eure festgefahrene BGE-Ideologie eure Flexibilität bei der Suche nach Lösungen der Krise des Kapitalismus ein.

  4. Leo Trabella schrieb am

    Innen hohl! Genau so seit ihr! BGE = Ponader (einer der faulen Nichtstuer) hätte gewonnen. Super!

    • Karl Hasenberg schrieb am

      Faulheit ist was gutes. Es wird ohnehin zu viel Gearbeitet in Deutschland, zum Beispiel in der Rüstungsindustrie. Arbeitsplätze die die Welt kaputt machen gehören abgeschafft und dafür BGE.

      • Philipp H. schrieb am

        Wir lassen einfach die Alten, Kranken und Behinderten in Stich und legen uns auf die Faule Haut. Uns ist es zukünftig egal, ob jemand ein leben lang gearbeitet hat und jetzt alt und krank ist. Wir lassen ihn einfach dahin vegitieren… alles klar!

      • Philipp H. schrieb am

        Ich bin für SOZIALES ENGAGEMENT. Wer nicht arbeitet – und auch nicht bereit ist sich sozial zu engagieren – für den sollten die anderen auch keine Steuern bezahlen müssen. Für den sollte es kein Grundeinkommen geben.
        Ich bin für ein SOZIALES GRUNDEINKOMMEN, für das die Grundvorraussetzung ist:
        Entweder man arbeitet – oder – man beweist SOZIALES ENGAGEMENT!!!

        Wer weder arbeitet, noch soziales Engagement zeigt – der ist ein Ausbeuter, der sich auf Kosten der Anderen in die soziale Hängematte legen möchte.

        Noch einmal in Kürze:
        Nein zum: bedigungslosen Grundeinkommen
        Ja zum: SOZIALEM GRUNDEINKOMMEN, wo das SOZIALE ENGAGEMENT (oder Arbeit) Vorraussetzung ist um soziale Leistungen zu bekommen!

        • Nette Idee. Da wäre nur noch die Frage zu klären:
          Wer entscheidet, was soziales Engagement ist und was nicht?
          Wer entscheidet, welche Menschen von dieser Verpflichtung befreit sind und trotzdem Geld bekommen – z.B. damit sie Zeit für Ausbildung, Studium, Forschung, künstlerisches Wirken haben?
          Wer entscheidet, welche Menschen wie arbeitsfähig oder -unfähig sind?

          Wer kontrolliert das dann alles?
          Wer kontrolliert die Kontrolleure (da kann man ja ziemlich heftigen Missbrauch betreiben)?
          Wer kontrolliert die, die die Kontrolleure kontrollieren?
          …usw.? (-> siehe auch „real existierender Sozialismus“)

          Übrigens hat das BGE nicht mit dieser tumben Freeloader- und Freibiernummer zu tun, für die die PIRATEN (leider) immer mehr stehen. Lieber mal z.B. bei Martin Luther King nachschauen: http://www.livableincome.org/aMLK-deutsch.htm

      • Carl schrieb am

        Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin, dann kommt der Krieg zu Dir. Die Menschheit ist nicht friedlich und wird es nie sein, dafür ist die Gier von manchen einfach zu groß. Sich eine ButterBlumenHeileWelt zu wünschen ist zwar ganz nett, aber eben auch naiv. Rüstung ist nicht gleich zu setzen mit Angriff, es ist auch die Verteidigung zu gewährleisten. Ansonsten können wir ja auch fordern bewaffnete Polizei abzuschaffen… Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie sind sinnvoll, auch für Dich!

    • Marcedo schrieb am

      Wenn ich z.B einem Manager die initialen Planungen zu einer solche Maßnahme erläutern sollte, würde ich etwas anders vorgehen.

      Eine existentiellen Grundsicherung, um mal eine neutralere Umschreibung zu verwenden, ist ein Maßnahmenpaket, das unnötigen Verwaltungsaufwand konsolidiert und mehr eigenverantwortung der Bürger fördert.

      Allerdings funktioniert das meiner Ansicht nach nur mit einem hinreichend definiertem Stufenmodell und Ziele, die den Terminus „bedingungslos“ enthalten, sind schwer zu vermitteln….

      Mir würde schon reichen, wenn das ALG1 etwas flexibler ausgezahlt würde.
      Dazu zahlen wir schliesslich ein.

    • nodding schrieb am

      So ähnlich wie bisher auch, je nach Modell über Mehrwertsteuer oder über eine Einkommenssteuerprogression. Am Besten so, dass endlich diese dämlichen Stufen (400Eur, 800Eur, Steuerklassen und ähnlicher Blödsinn) wegfallen. Jeder zuverdiente Euro muss sich letztlich als Plus auf dem Konto auswirken und für jeden leicht nachvollziehbar besteuert sein.

      Nebenbei gesagt wäre das BGE nicht teurer als unser jetziges Sozialsystem und es fällt ein ganzer Haufen Bürokratie weg. Bafög, ALG, HartzIV, Sozialhilfe, Kindergeld, Rente, Gedöns mit den Krankenkassen.. Wenn man das BGE vernünftig anstellt, dann ließe sich das alles in einem BGE-Modell konsolidieren. Ob und wie weit man nach Alter, Krankheit, aktivem Studium oder sonstigen Umständen differenziert, ist natürlich bequatschenswert.

      Mag sein, dass das BGE eine sehr linke Idee ist, aber ich finde, es schafft eine schöne Möglichkeit für eine zentrale Stellschraube (z.B. über progressive Einkommenssteuer), um das Geld bzw. den Wohlstand wieder etwas (d.h. tendenziell und behutsam) von oben nach unten fließen zu lassen. Es ist nämlich überhaupt nicht fair, wenn der Bauarbeiter oder Maler sich für ein bisschen Lohn abbuckelt und die sogenannten „Leistungsträger“ für weniger anstrengende Arbeit ein Vielfaches verdienen.

      • Christian schrieb am

        Jeder hinzuverdiente Euro ist momentan schon ein plus.. nur eben nicht halt wieder ein Euro, sondern weniger.
        Krankenkassen werden sich nicht durchs BGE abschaffen lassen. Aber im Endeffekt isses halt so dass der Mittelstand dann wieder halt mehr Steuern zahlt um eine gewisse Schicht weniger Arbeiten zu lassen…

    • Philipp H. schrieb am

      Die soziale Hängematte der einen wird durch die Mehrarbeit der anderen finanziert.
      Wenn immer weniger arbeiten – dann müssen immer weniger immer mehr arbeiten!

      Wer also arbeitet für den heist es: schneller, härter robotten, sonst reicht es nicht für das Bedigungslose Grundeinkommen der Anderen!!!

      Und für Behinderde, Alte, Kranke heist es: für Euch gibt es weniger, denn es muss für die Faulenzer auch noch reichen. Und viele werden einfach keine Lust mehr haben, in der Pflege zu arbeiten, wenn sie das Geld auch so – bedingungslos – bekommen!

  5. Idee schrieb am

    Man stelle sich vor, dass der Hochfrequenzhandel tatsächlich zum Wohle Deutschlands, zum Wohle Europas funktioniert. Wenn man mit nur einem Mausklick das Programm startet, das aufgrund eines überragenden Algorythmus genau das erwirtschaftet, wofür sonst alle Arbeitnehmer Deutschlands ein Jahr arbeiten müssten.
    Doch momentan sieht es noch so aus, dass Geld gedruckt wird, die Bank sich das Geld „ausleiht“ und an ihre Angestellten durch Gehalt und Prämien weiterleitet, die mit nur einem Mausklick zum Start des Hochfrequenzhandels das restliche Geld verzocken:
    http://www.theguardian.com/world/2012/aug/03/knigh-capital-group-440m-loss
    440 Mio Dollar Verlust in etwas über 45 Minuten erwirtschaftet.
    http://www.independent.co.uk/news/business/news/oncemighty-jp-morgan-plunges-on-2bn-london-trading-crisis-7737948.html
    2 Mrd Dollar Verlust erwirtschaftet.
    Meist wird dann die andere Gruppe der „leistungslosen“ Subventionsbezieher (Hartz-IV) auf diese losgelassen. Geld kann man schon lange nicht mehr mit Lohn „harter Arbeit“ gleichsetzen. Es ist mehr eine Droge für die Spezies Mensch, die allesamt an der Nadel hängen.
    Das BGE ist sozusagen das Methadon für die Würde des Menschen. Würde man endlich das Urheberrecht, die Patente sowie die Meinungsfreiheit (Zensur durch Kapital) reformieren und das Wissen allen freigeben und zugänglich machen, müsste nicht jeder Mensch von vorne anfangen, sondern könnte auf das bereits bestehende Wissen aufbauen. Das gäbe mal einen fortschrittlichen Schub in das nächste Jahrhundert.

  6. Jana schrieb am

    Ich bin für das BGE! und pflichte „nodding“ voll und ganz bei! Viele Grüße einer kleinen Angestellten und zweifachen Mutter, welche auch mit BGE arbeiten gehen würde! und übrigens auch ihr Ehemann! (Arbeiter). Liebe Piraten macht weiter so!

  7. frink schrieb am

    Ja Piraten, der Bedingungslose Grundeinkommen ist wirklich ein revolutionärer Ansatz, vielleicht sogar der beste, den ihr habt, aber WARUM, schafft ihr es nicht, in die Öffentlichkeit mit euren Ideen? Warum schafft ihr es nicht aus der NSA-Affäre Kapital zu schlagen. Sicher, müssen die Medien da irgendwie mitspielen, aber dennoch, ist die Ausgangslage für euren Wahlkampf eigentlich gut. Ihr müsst es einfach in den Bundesttag schaffen, ihr müsst! Also strengt euch an.

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Weil die Öffentliche Meiung aka Pressefreiheit nichts anderes ist als die Freie Meinungsäußerung von 200 schwerreichen alten Männern.

      Und weil die Presse (oder zumindest ein beträchtlicher Teil davon) beschlossen hat die PP zu Tode zu ignorieren. Oder bestenfalls breitzutreten, wenn irgendwo was Blödes gesagt wurde.

      Gruß
      Gedankenverbrecher

    • Karl Hasenberg schrieb am

      >Also strengt euch an.

      Genau das ist das Problem, es sollen sich immer die anderen Anstrengen und am Ende jammern alle weil sich niemand anstrengt.

      • frink schrieb am

        Ich tue schon, was ich kann und verbreite die Ideen der Piraten.

  8. Alex schrieb am

    Liebe Piraten,

    das BGE ist der einzige Punkt in eurem Wahlprogramm der mir nicht gefällt.

    Menschen in einem Staat sind nicht alle gleich. Warum sollte man dann mit einem BGE alle über einen Kamm scheren indem man Ihnen allen das gleiche zahlt. Es fehlt mir die soziale Gerechtigkeit beim BGE. Als Beispiel: Jemand der 40 Jahre gearbeitet hat und deshalb seinen Rücken kaputt gearbeitet hat bekommt im Rentenalter das Gleiche wie der, der 20 Jahre gearbeitet hat und 20 Jahre lang Computer gespielt, Fernsehen geglotzt oder sich anderweitig prächtig amüsiert hat. Ich weiß ja nicht aber mein Gefühl für Gerechtigkeit sagt etwas Anderes.
    Das BGE ist ein radikales System und kann ohne Kompromisse und Anpassungen nicht funktionieren.

    Gruß Alex

  9. K.West schrieb am

    Ich kann es mir zwar noch nicht so wirklich vorstellen, wie sich das statistisch ausgleicht, wie im Video angesprochen…. jedoch bin ich für eine analytische Bewertung wie vorgeschlagen. Gute Idee.

    Paßt auch zur aktuellen „Verarmung“ von Hartz IV-Empfängern und der Erkenntnis, dass Ursula v.d. Leyen versagt hat – mit dem Ziel, Lanzgzeitarbeitslose schneller in einen Job zu bekommen:
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/arbeitsmarktreform-endstation-hartz-iv/8611924.html

    Die Frage ist – wollen oder können viele nicht. Bei ersten wird es auch düster mit „bedingungslosem Grundeinkommen“, fraglich ist es nur,… warum viele keine Chance bekommen.

    Es müsste darüber hinaus auch was getan werden in der Arbeitslosenstatistik, die ich für völligen Betrug halte – ebenso wie die von der Arbeitsagentur genehmigten Weiterbildungen. Hier gab‘ es u.a. in NRW zahlreiche Beschwerden bis hin zur Regionaldirektion. Ergebnis: Anbieter sind zertifiziert, wie sie wirklich arbeiten interessiert hingegen ebensowenig, wie die Erkenntnis ob die Teilnehmer was lernen oder für den Arbeitsmarkt gerüstet sind. Hauptsache: Weiterbildungsträger verdient kräftig, Arbeitslosenamt hat die Leute bis zu 6 Monaten aus der Statistik und das Weglächeln klappt 1a.

    In diesem Bereich hat die weglächelnde Arbeitsministerin doppelt versagt.
    Vielleicht regt ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ die Politik an.

  10. Suxxess schrieb am

    @Leo
    Herr Ponader hat mehr in die Kasse einbezahlt als er selber herausbekommen hat. Ebenfalls ist er Schauspieler und nimmt fast alles an um arbeiten zu können. Dem Erntehelfer meckerst du auch nicht an wenn er im Winter keine Erdbeeren pflückt…

    @Karl
    Es bekommt nur derjenige etwas, der es braucht. Sprich ähnlich wie beim Hartz 4 System. Sind eigene Einnahmen da werden diese verrechnet. Das Geld bekommt also nicht jeder zusätzlich. Es kostet nur dort im Bezug auf das heutige System etwas mehr wo unter das Existenzminimum sanktioniert und gekürzt wird.

    Dies ist bereits für verfassungswidrig erklärt worden, nur die Parteien kümmert das nicht darum. Und hierfür braucht es Piraten die das ändern.

    @Finanzierung
    Ich bin gegen die Finanzierung über die Mehrwertsteuer. Man sollte die Finanzierung über die negative Einkommenssteuer vorziehen. Die Mehrwertsteuer belastet gerade diejenigen die einen Großteil ihrer Einkünfte für die täglichen Dinge des Lebens ausgeben müssen. ( Also besonders kleine und mittlere Einkommen )

    @Frink
    Die Ideen werden unterdrückt, unsere politischen Mitbewerber haben einen sehr großen Einfluss auf die alten Medien. Man muss sich nur mal ansehen wie die Piraten z.B. in der BILD wegkommen.
    Ich habe darauf mal explizit geachtet und unsere Themen kommen dort überhaupt nicht vor oder es wird versucht uns in ein schlechtes Licht zu rücken und die bestehenden Vorurteile zu bestätigen.

    Das ist natürlich nur subjektiv und zum Teil sind wir auch selber Schuld. Aber es ist einfach so, dass wir keine Lobbie dort haben. Ist ja auch kein Wunder wir lehnen Lobbies schließlich ab. :P

    @Arbeitslosenbenachteidigung
    Die aktuelle Politik tut doch etwas. Nachdem sie gemerkt haben, dass viele Hartzer klagen und über 50% Recht vor dem Sozialgericht bekommen! Wollen / Wollten sie den Arbeitslosen die Möglichkeit nehmen einen Rechtsbeihilfezuschuss zu bekommen.

    Weniger Klagen indem man den Leuten die finanzielle Möglichkeit nimmt zu klagen. Meiner Meinung nach ist das verfassungswirdrig und asozial. Also klarmachen zum Ändern! Mit einem bGE würde auch dieses „Problem“ deutlich abnehmen.

    • Grimnir schrieb am

      http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Ponader

      Johannes hat das Abitur mit 1.0 abgeschlossen. Deswegen hat er zwei Stipendien bekommen, von denen die Mehrheit der Schüler und Studenten mit einem durchschnittlichen Abiturzeugnis nichtmal zu träumen wagen. Dennoch hat er keines seiner begonnenen Studienfächer mit einem Abschluss beendet. Deswegen musste er zeitweise von Hartz-4 leben. Wann er mehr eingezahlt haben soll als er vom Staat hinterhergeworfen bekommen hat, erschließt sich mir nicht. Richtig übel wird dem gemeinen Hilfsarbeiter mit Hauptschulabschluss aber, wenn Menschen wie Johannes Ponader die Schuld für ihr berufliches Scheitern nicht bei der eigenen Inkonsequenz, sondern beim „kapitalistischen System“ suchen. Insofern ist Johannes Ponader der bestmögliche Botschafter des BGE gewesen. Er hat dem gemeinen Pöbel demonstriert, welche Lebens- und Arbeitseinstellung durch ein BGE begünstigt würde.

      Eine negative Einkommenssteuer gibt es in Deutschland übrigens schon: das Kindergeld. Gegen ein BGE in Höhe des Kindergeldes hätte nichtmal ich was einzuwenden.

  11. Julian schrieb am

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist einer der wichtigstens Gründe dafür bei der Piraten Partei sein Kreuz zu machen. Wer unser Geldsystem verstanden hat, was leider nicht die Mehrheit in Deutschland darstellt, nicht weil die Menschen zu dumm sind, sondern weil sich die Menschen dafür oftmals nicht stark genung interessieren in einer Welt in der es so viele verschiedene Dinge gibt mit denen man sich ablenken kann. WICHTIG: Prof. Dr. Margrit Kennedy hat auf der Suche nach der Lösung der Konflikte (zur Lösung von Wirtschafts/Finanzkrise) die unser Schuldgeldsystem mit sich bringt als einen unter mehreren Vorschlägen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen genannt, sicherlich ist uns klar dass das nicht der einzige Schritt ist den wir wagen müssen, allerdings wird es ohne diesen Schritt nicht gehen. Wer verstanden hat dass es absurd ist dass eine Vollzeitbeschäftigung aus mindestens 40 stunden besteht weis dass. Es gibt viele Märkte und Branchen im Westen die einfach gesättigt sind und daher auch keine neuen Arbeitsplätze entsehen können. (schon gar nicht wenn viele Abrbeitskräfte durch Maschinen ersetzt werden)

    Nachdem zweiten Weltkrieg wurde fleisig alles aufgebaut und beispielsweise einige Autowerke gebaut. Problematik: Mittlerweile hat wie jeder ein Auto und da höchstwahrscheinlich (Achtung Ironie) nicht jeder von uns 3 Autos gleichzeitig fahren/kaufen kann müssen diese wieder abgebaut werden und somit gibt es immer mehr Verlierer.

    Ich habe mir erlaubt meine persönliche Meinung der Dinge hier kurz darzustellen.

    „Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: Nie wieder Krieg – entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muss ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.“

    Silvio Gesell 1918 (nach dem ersten Weltkrieg)

  12. Leo Trabella schrieb am

    @Suxxess: Dummes Zeug. Der könnte, wenn er nur wollte, jeden Tag arbeiten. Irgendwas, irgendwo. Aber es ist ja einfacher andere schuften zu lassen, und denen auf der Tasche zu liegen. Faules Drecksgesindel eben!

    • Anonym schrieb am

      „Andere schuften zu lassen“ – als Vorwurf formuliert – sollten Sie wohl besser an die Verantwortlichen von Leiharbeiter-Firmen resp. an die ABZOCKER von Subunternehmer-Firmenkaskaden richten!
      * * *
      Welcher der „Piraten“ in der Realität „wem“ auf der Tasche liegt, können Sie allenfalls unterstellen.
      Das ist genauso spekulativ wie es in Bezug auf Sie selbst der Fall wäre.

  13. andi schrieb am

    Also ich werde zwar Piraten wählen, aber das mit dem BGE versteh ich nicht. Angenommen jeder arme hat jetzt mehr Geld. Was hindert dann zb Hausbesitzer daran, mieten zu erhöhen? A la „Die habens doch jetzt“ … Oder in der Wirtschaft … Mal eben werden im Einzelhandel alle Preise angehoben, die Leute können es sich ja nun leisten.

    Ansätze wie Abschaffung der Leiharbeit oder das Einführen eines Mindestlohns, von dem man leben kann, fände ich sinnvoller

    • nodding schrieb am

      Nein, mit dem BGE wird es vermutlich nicht mehr Geld werden. Es geht nicht wirklich um das Geld, es geht darum, Menschen anders zu behandeln und einen gesellschaftlichen Denkumschwung zu erreichen, weg von der platten Scharotzer-Leistungsträger-Denke. Es geht darum, die Schere wieder etwas zuzumachen, die Armut fairer zu verteilen sozusagen. Auch geht es darum, den Sozialegoismus aus der Gesellschaft zu nehmen. Wenn alle wenigstens etwas haben, hilft man sich gegenseitig – das ist sehr abhanden gekommen, aber enorm wichtig für angenehmes Zusammenleben.

      BGE + 5Eur Mindestlohn, da würden vermutlich die Preise etwas steigen, aber das ist zunächst völlig egal. (Mit dem Mindestlohn steuert man übrigens die Einkommensschere). Denn: Die Geldsumme, die die Leute ausgeben können, stellt dann ein sehr stabiles Fundament für die Preisentwicklung von Gütern dar. Jeder hat garantiert mindestens ein wenig Geld und gibt es aus, es zirkuliert sehr vorhersehbar und wohldefiniert – eben über die Höhe des BGE.

      Und falls es doch so käme, dass reine Luxusgüter (Riesenfernseher, neue Autos, Smartphones) für arbeitslose BGE-Empfänger zu teuer werden. Auch egal, nein, sogar begrüßenswert. Wir ersticken ja schon in dem ganzen Luxusmüll. Wohlstand ist nicht, wieviel Zeug man kaufen kann, sondern ob man den Kopf frei von Sorgen und Zwängen hat und ob man alles zum Leben notwendige(!) wie Lebensmittel bekommen kann. Wer den Fernseher will, hilft eben 2 Monate halbtags in einer Küche aus, im Besten Fall bleibt man bei dem Job und ist zufrieden. Da ist kein Amt mehr, mit dem man Papierkrieg führt, das Auflagen stellt oder kürzt. Denk mal drüber nach, wie sich diese Wahlfreiheit für einen Langzeitarbeitslosen anfühlen würde.

      Bzgl Miete: Da ist es genau andersrum, wie Du vermutest. Das BGE deckelt vielleicht sogar die Mieten von den kleinen Wohnungen.

      Ob das BGE „zu gleich“ verteilt wird? Mag sein. Dann liegt es nicht beim Staat, es fairer zu verteilen sondern an Familien und Bekanntschaften, die sich untereinander aushelfen. Eltern versorgen Kinder, Dorfgemeinschaften legen für ein Gemeindehaus zusammen. Ein BGE fordert die Leute geradezu dazu auf, es auch untereinander zu teilen wie es notwendig ist.

      Zum Schluss: Vor starken Umbrüchen braucht man keine Angst haben. Ein BGE ließe sich prima über 10 Jahre langsam einschleichen.

    • Shylock schrieb am

      Dein Kommentar wurde gekürzt in einem polemischen Artikel von Telepolis zitiert.

      Davon abgesehen, Hausbesitzer sind Wirtschaftler, keine Politiker. Die bieten ihr Haus und Leistungen dazu zum aktuellen Marktpreis, und den lassen sie sich einfach vom Computer ausrechnen. Würden sie darunter gehen, wären sie schlechte Ökonomen. Du überschätzt da ihren Spielraum. Genau dafür ist wiederum die Politik da, um gesetzliche Vorgaben zu schaffen, die es allen Menschen ermöglichen, bezahlbare Mietobjekte zu finden.

      • Berta schrieb am

        Auch bei Vermietern und anderen Ökonomen geht es darum, ein Umdenken zu erreichen hin zu gesellschaftlichm Zusammenhalt, oder sehe ich das falsch?

  14. Suxxess schrieb am

    @Leo Vermutlich hast du Recht. Aber das gilt nicht für jeden. Es ist nun mal so, dass wir 8 Millionen Hartzer haben ( 5 Millionen Aufstocker und 3 Millionen Arbeitslose ) bei ~1 Million gemeldeter offener Stellen.

    Würde er nicht als Schauspieler arbeiten sondern woanders, dann hätte jemand anderer den Job nicht. In Summe macht es also keinen Unterschied. Und ich weiß nicht ob man 5 Millionen Aufstocker, die 80% von ihrem Lohn an den Staat zurückzahlen müssen, als „Faules Drecksgesindel“ beschimpfen kann.

    Im Gegenteil, sie tun ihr möglichstes und arbeiten trotz 80% Abzug! Das verdient meinen vollen Respekt. Und das sage ich als jemand der noch keinen Cent Stütze vom Staat in seinem Leben bekommen hat…

    Wenn man jemanden als Faules Drecksgesindel beschimpfen kann, dann doch bitte die Chefs die weniger Steuern bezahlen als ihre eigene Sekretärin.

    • Anonym schrieb am

      Zitat: „… bei ~1 Million gemeldeter offener Stellen.“
      Was sind denn sog. offene Stellen? Dazu zählen in grossem Umfang Stellen, die ewig offen sind (seit Jahren schon), weil sie zwar von Firmen ausgeschrieben werden, aber real gar nicht existieren und daher auch niemals besetzt werden (können), und als zweites zählen dazu noch weitaus mehr Stellen, die nicht imstande sind, den Mann bzw. die Frau zu ernähren, geschweige denn eine Familie!
      Wie können Sie nur so kommentarlos diesen Begriff nutzen, wo Sie sich in Ihrem Kommentar doch sehr nachdenklich mit der Materie auseinandersetzen? „Offene Stellen“ ist mittlerweile zu einem politischen Begriff geworden, mit demagogischem Beigeschmack! Diesen faulen Polittricks darf man doch nicht so einfach auf den Leim gehen!

      • Sheepchencloud schrieb am

        Es gab im BRD-Fernsehen eine Antwort auf die „offenen Stellen“: eine kompetente Mitarbeiterin des Arbeitsamtes (egal, wie es auch jetzt gerade heißen mag) erklärte, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt die Zahl aller gemeldeten Stellen als Tagesmarke zählt. Das heißt, die akzeptablen Angebote, die sofort angenommen werden, aber gerade offen waren, offizielle „Jobangebote“ wie „Suche Putzfrau, Stundenlohn 1€“-keine Seltenheit- und die Masse der Leiharbeitsangebote zu Sklavenlöhnen sind in dieser Zahl enthalten. Wie fast alle Zahlen dieses Amtes ist die Angabe der „offenen Stellen“ nicht aussagekräftig und Teil der Verschleierungspolitik. Auch ein Grund des Scheiterns von „Hartz-IV“: durch die ständige Statistikschönung hat niemand mehr genau gewußt, wie viele Arbeitslose es wirklich gab und gibt und selbst die Regierungen seitdem sind von der Kostenexplosion, denn die sollte ja für die Bundesregierung hauptsächlich verhindert werden, nun, überrascht. Genau hier ist doch Transparenz und Ehrlichkeit angesagt, die mit den etablierten Parteien niemals erreicht werden kann.

  15. pkx schrieb am

    Ich finde, anstatt auf sehr utopischen, aktuell von der Gesellschaft nicht tragbaren Modellen rumzureiten, verpasst die PP gerade das Thema des Jahrhunderts.

    BigBrother zeigt sich gerade schlimmer, als es in 1984 überhaupt vorstellbar war und ich als sehr internet affiner Student bekomme noch nicht einmal am Rande etwas von Kampagnen der PP mit, wie man dagegen vorgehen kann, was das überhaupt bedeutet und warum die Menschen langsam mal aufwachen sollten.

    Dafür gibts hübsches Blabla über das Grundeinkommen, der Spiegel berichtet über eine mögliche Tolerierung einer Rot/Grünen Regierung und ansonsten Schweigen im Walde… (Ich rede hier nur von der medialen Wahrnehmung eurer Partei in Bezug auf dieses Thema, welches mittlerweile selbst in der amerikanischen Presse einschlägt, was ich zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte…)

    Ihr verpasst gerade eure Chance in den Bundestag einzuziehen, das finde ich persönlich schade….

    • Anonym schrieb am

      @pkx
      1. „Dafür gibts hübsches Blabla über das Grundeinkommen …“
      Ja, so ist das: Blablabla über weit entfernte Dinge ist geeignet, Hoffnungen zu binden; die Nachweispflicht steht nicht zu erwarten …
      2. „… der Spiegel berichtet über eine mögliche Tolerierung einer Rot/Grünen Regierung …“
      Solche Aussagen führen direkt zu der Frage hin, ob die Piratenpartei wirklich so autonom agiert wie viele ihrer Mitglieder meinen, oder ob sie nicht möglicherweise doch schon von bestimmten Kreisen „gekapert“ worden ist (d.h. heimlich, aber sehr wirkungsvoll unterminiert ist) und für den Fall der Notwendigkeit bereits instrumentalisiert werden kann.
      3. „Ihr verpasst gerade eure Chance in den Bundestag einzuziehen, das finde ich persönlich schade….“
      Wenn sich die Piratenpartei per Verlagerung auf Nebenschauplätze bereits in ihren Kernanliegen hat neutralisieren lassen und durch das Vergraulen nicht gleichschaltbarer Personen, die auch nicht mundtot zu machen sind, sie viel potentielle Unterstützung verloren hat: dann werden bestimmte Kreise darüber mit Sicherheit nicht traurig sein. Dann waren, aber das kann jetzt nur spekulativ gesagt werden, deren Uboote und Handlanger möglicherweise zum ersten mal in grösserem Maßstab erfolgreich …

  16. Finde es immer etwas merkwürdig, wenn Kommentare zurückgehalten werden, während andere längst freigeschaltet sind, obwohl sie 29 Std. später abgegeben wurden. Was ist denn da die Idee dahinter?

    • Anonym schrieb am

      Diesem Standpunkt schließe ich mich an. Auch die sog. Freischaltungen (bzw. angeblichen Freischalt-Notwendigkeiten) werden mal praktiziert, dann wieder nicht. Wie erklärt sich das alles, könnte das mal jemand Verantwortliches erläutern? (Betrachte ich persönlich auch als eine Frage der Höflichkeit und des Respekts vor den Lesern.)

  17. Es ging dabei um den ersten Kommentar, vom 08.08.13 um 15:00:
    „Was bei den PIRATEN leider immer zu kurz kommt: Das BGE gibt den Menschen vor allem auch die Freiheit, das Gute zu tun und das Schlechte zu lassen. Unabhängig davon, ob dabei irgendwelche Arbeitsplätze geschaffen oder bedroht werden.
    Unfug dieser http://www.piratenfraktion-nrw.de/2013/04/nichtraucherschutzgesetz-bevormundet-raucher-zerstort-existenzen-und-wird-unfrieden-stiften/ oder dieser http://christoph-hensen.de/rede-zum-nichtraucherschutzgesetz Art würde dann überhaupt nicht mehr ziehen.“

  18. n3verstop schrieb am

    Müsst Ihr vor der Wahl noch etwas lernen?

    Wisst Ihr nicht, dass Geld arbeiten kann?

    Man müsste nur Wissen wo es ist.

    Ob das für alle reicht? Nein! Arbeit leistet den Großteil der Wirtschaft, aber für die Ärmsten unter Euch wäre etwas da.

    greetz by n3verstop

  19. Anonym schrieb am

    Das „Bedingungslose Grundeinkommen“ ist nicht nur ein Thema für „die Ärmsten“, keinesfalls. Man betrachte allein die überteuerten Bau-Großprojekte in Berlin, Hamburg, Stuttgart und an weiteren Orten in Deutschland: Was dort durch Verteuerung und durch Überteuerung zusätzlich und ohne jede Gegenleistung aus der Staatskasse geholt wird, bedeutet in des Begriffes wahrstem Sinne ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Ein „BGE“ der Selbstbediener, der bereits wohlhabenden Abzocker aus der Bauindustrie, und natürlich auch ein „BGE“ für korrupte „Staatsdiener“ als Auftraggeber oder als angeblich ahnungslose Abzeichner. Und dem Prinzip nach dasselbe lässt sich sagen von den Nutznießern jeglicher weiterer Preisabsprachen und Preiskartelle aus einzelnen deutschen Industriesparten, die alle zu erheblichen Einkünften ohne jede Gegenleistung führen.
    Kurzum, es lebt bereits, das „BGE“, seit langen Jahren sogar. Das „BGE“ ist putzmunter und quicklebendig, und einige privilegierte Kreise leben VON diesem Bedingungslosen Grundeinkommen gar nicht schlecht. Folglich kann es politisch jetzt wohl nur noch darum gehen, wie man es künftig um- und ausgestaltet, dieses Bedingungslose Grundeinkommen, und wem es dann tatsächlich zugute kommt!?

  20. wollecarlos schrieb am

    Herrlich!
    Man fordert „das bedingungslose Grundeinkommen“, will aber VORHER per Kommission prüfen, ob das überhaupt funktioniert!

    Seriöse Anbieter lassen ERST prüfen und fordern dann…

  21. Sven schrieb am

    Studie: Armuts-Zeugnis für HARTZ IV!: Demotiviert und grenzt aus!
    http://web.de/magazine/finanzen/versicherungen/17718796-hartz-iv-rassismus-stigma.html

    Das Märchen vom “faulen” Arbeitslosen!
    http://www.bpb.de/apuz/27813/faule-arbeitslose?p=0

    Straubhaar lobt Piraten-BGE-Modell:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article116116985/Warum-Grundeinkommen-gut-zu-den-Piraten-passt.html

    Kommentar “Netzwerk Grundeinkommen” zum Piraten-Modell:
    https://www.grundeinkommen.de/14/05/2013/das-grundeinkommen-der-piraten-ein-angebot-an-die-grundeinkommensbewegung.html

    BGE sinnvoll erklärt in 100 Minuten:
    http://www.youtube.com/watch?v=XqJjWe1QeUY

    So, reicht erstmal! ;-)

  22. Moloko schrieb am

    Also die Realität verzerren.

    Zudem hier nur erzählt wird, wie etwas verteilt wird.
    Woher kommt das Geld? Steuern, klar.
    D.h. die unter Gewaltandrohung erhobene Tributzahlung (Steuer) wird weiterhin als richtig gesehen.

    Unterschied zu anderen Parteien: 0,00.

    Wie wäre es mit der Frage: was macht eine Gesellschaft, die nicht mehr arbeiten muß um zu leben (z.B. aufgrund gestiegener Automatisierung)?
    In diesem Themengebiet ist keine der etablierten Parteien zugegen.

    • nodding schrieb am

      Hmm, die Vollautomatisierungsutopie ist schon etwas sehr weit hergeholt. Irgendwer muss ja auf die Automaten aufpassen. Egal.. Dann gibts eben nur noch Achteltagsstellen.

      Es gibt ansonsten immer was zu tun, yippiyahyahyippiyey. Die Kinder erziehen, sich um kranke Verwande kümmern, eigenes Gemüse im Garten anbauen und an Nachbarn verschenken, Vereine gründen, als Linienrichter aushelfen, nach dem Spiel Würstchen grillen, sich weiterbilden, Fotografie betreiben und nebenbei Passfotos für die ganze Bekanntschaft schießen, mit dem Nachbarn zusammen das neue Carport hochziehen. Das ist alles sinnvolle und wertvolle Arbeit, die ohne Umwege dort erledigt wird, wo sie anfällt. Nur wird das alles nicht als Erwerbsarbeit verstanden sondern als Freizeit, die nicht entlohnt wird. Möglicherweise schafft ein BGE Anreize zu solchen Tätigkeiten weil man eben nicht mehr so unter dem Druck steht, eine Erwerbsstelle zu finden, die sich dann noch „lohnen“ muss. Nur die allerwenigsten würden jahrelang tatenlos mit ihrem BGE auf dem Sofa sitzen (denke ich). Die Auswirkungen eines BGE kann ich natürlich nicht ad hoc einschätzen, Menschen sind kompliziert. Vielleicht gibts mit dem BGE (wirkt als Fallback) eine schöne Gründerwelle.

  23. Philipp H. schrieb am

    Das Bedingungslose Grundeinkommen (also nicht an Arbeit gekoppelt) muss von der Werktätigen Bevölkerung erarbeitet werden. Alle Güter werden von Werktätigen durch ARBEIT erzeugt. Damit es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben kann, muss ein Teil des Mehrwertes, den der Arbeiter durch seine Arbeit erzeugt dem Arbeiter weggenommen werden – um es teilweise denjenigen zu geben, die nicht arbeiten möchten.

    Das Bedingungslose Grundeinkommen (also nicht an Arbeit gekoppelt) ist AUSBEUTUNG DER WERKTÄTIGEN!

    Dabei unterscheidet sich die Ausbeutung der Werktätigen kaum von der Ausbeutung durch das Kapital: jemand der nicht arbeiten möchte und beispielsweise 1000 Euro/mtl vom Staat bekommt (München: Miete, KV, Essen usw.) der beutet die Werktätigen in der gleichen Art und Weise aus wie ein Kapitalist mit einem Vermögen von 300.000 Euro, der sein Geld zu 4% p.a. anlegt (=1.000 Euro Kapitalertrag pro Monat) – und ebenfalls nicht arbeitet.

    Wer Geld vom Staat bezieht, arbeitsfähig ist und nicht arbeiten möchte ist ein Ausbeuter, ein Bourgeois!

  24. Hans-Joachim Kreuzahler schrieb am

    Der Vortrag von Marina Weisband ist interessant.
    Ich bin zwar von der AfD, aber halte die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen für nicht so abwegig.
    Man sollte den Gedanken tatsächlich in Fachkreisen diskutieren und in einem kleinen Landkreis ausprobieren.

    • Anonym schrieb am

      Es wäre keine schlechte Sache, wenn sich auch die AfD bestimmter Themen annimmt, die bisher nur von der Piratenpartei vertreten werden (gegen die Vorratsdatenspeicherung vorzugehen, überbordende Überwachung wieder zu reduzieren etc.). Nicht nur tut Konkurrenz gut, auch wenn „hier“ nichts herauskommt ausser viele Worte, so könnte man dann die AfD unterstützen … und müsste sich nicht mit der unangenehmen Realität abfinden.

      • Grimnir schrieb am

        Leider wird sich am Ende das Lagerdenken durchsetzen. Die Piratenpartei hat ihre Kernthemen, der Rest des Programms ist von den Grünen abgeschrieben. Die AfD ist gegen den Euro, der Rest des Programms ist von der CDU. Am Ende werden sich diese neugegründeten Nichtwähler-Aktivierungs-Paretein als treue Wasserträger ihrer etablierten Mutterparteien erweisen. Große Parteien sind jederzeit in der Lage, kleinere Parteien für die eigenen Ziele zu instrumentalisieren. Bei diesem Spiel geht es um Macht. Parteiprogramme sind nur Verkaufsprospekte.

  25. Thomas schrieb am

    Hallo zusammen,

    das BDE ist eine schöne Utopie und die Argumente dafür sind verständlich. Die soziale Absicherung einerseits und die damit erreichte Gerechtigkeit zwischen Arbeitenden und Nichtarbeitenden könnte ein Stück näher rücken. Allerdings sehe ich eine zentrale Gefahr, die in der gesamten Diskussion über das BDE seither außen vor gelassen wurde. Wenn jeder der Arbeitet, dieses Grundeinkommen zusätzlich zu seinen Einkommen erhält, wird diese künstliche Erhöhung des Einkommens und der Kaufkraft über kurz oder lang zu einer Erhöhung der Preise um genau diese Differenz führen. Wir leben nun mal in einer marktbetriebenen Gesellschaft. Schlussendlich blieben entweder die zentrale Begrenzung von Preissteigerungen (=Ausstieg aus der Marktwirtschaft in die Planwirtschaft) oder die permanente Anpassung des BGE an die Preisentwicklungen als Gegenmaßnahmen übrig. Das erste möchte ich nicht mehr – hatten wir schon mal :-) Das zweite führt zu einer Beschleunigung der Inflation, weiter nix.
    Ich freue mich auf die Argumente, die diese Bedenken zerstreuen könnten.

  26. yiyippeeyippeeyo schrieb am

    Sehr cooles Video! Ich bin gerade dabei den Text ins Englische zu übersetzen, für meinen engl.-sprachigen Blog.

    Langsam aber sicher wird die PP für mich wählbar! Bringt euch stärker in den NSA-Skandal ein – das ist EUER Thema!

  27. Suxxess schrieb am

    @Anonym
    Sie haben die Zeitarbeitsstellen vergessen, die häufig 2x – 3x gemeldet werden für die es real gar keine Stellen gibt. ( Die Stellen werden nur reingesetzt damit die Zeitarbeitsunternehmen potenzielle Kandidaten in ihre jeweilige Kartei aufnehmen können )

    Das mit den unterbezahlten Stellen stimmt natürlich auch. Es ist doch ein offenes Geheimnis, dass die Arbeitslosenstatistik von vorne bis hinten mit statistischen Tricks beschönigt wird. Es gibt aber auch Stellen die erst gar nicht bei der ArGe gemeldet werden, an die man nur über Vitamin B herankommt. Aber mal Hand aufs Herz, macht es einen Unterschied ob ich schreibe 1 offene Stelle auf 8 potenziellen Bewerber oder 1 zu 10, wie wäre es mit 1 zu 12? Fakt ist dass es deutlich zu wenig reale offene Stellen gibt mit denen man gut über die Runden kommen kann.

    Den grundsätzlich „faulen Arbeitslosen“, der immer in den Medien propagandiert wird gibt es nicht. Und wenn wirklich mal einer einen guten Job nicht annimmt dann stehen doch 8 Millionen hinter ihm in der Schlange die den Job mit Kusshand nehmen… . Die meisten Sanktionen werden übrigends wegen Meldeversäumnissen ausgesprochen und nicht weil jemand nicht arbeiten möchte.

    Das aktuelle Hartz 4 System hat die Aufgabe die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens zu decken.
    Die selbe Aufgabe mit deutlich geringeren Verwaltungsaufwand könnte das bGE übernehmen. Nun argumentiert die aktuelle Politik, dass das bGE viele Milliarden extra kosten würde.

    Wenn man zwei Systeme hat, die angeblich das selbe leisten würden, eines der Systeme wäre aber deutlich teurer. Bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass das aktuelle System mit exakt dieser Summe unterfinanziert ist und die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens eben nicht mehr decken kann? ( Gerade weil die Gemeinden Sanktionsquoten aussprechen müssen um Kosten zu sparen )

    @Moloko
    Der Staat nimmt nicht nur, er baut damit Straßen, betreibt Schulen, bezahlt Lehrer, die Polizei, unterstützt Einkommensschwache, Stützt die Wirtschaft und sorgt für ein geregeltes miteinander. Das fällt einem gar nicht mehr auf da man dies als Selbstverständlichkeit ansieht. In Afrika gibt es mit Sicherheit Staaten mit deutlich geringeren Steuern und wenn man Glück hat, dann ist das nächste Wasserloch auch nur 10 KM entfernt.

  28. Kamikater schrieb am

    Hach ja. Welch schöner Traum. Eine einige gesellscvhaft, in der für jeden ein Grundeinkommen ab fällt. Nicht viel, aber es reicht zum Leben. Alle dafür? JA? Toll.

    *hust*Kommusnismus*hust*

    Und, wer ist weiterhin dafür? Keiner? Oh, wie schade – dabei wurde das Kind doch nur beim Namen genannt :D.

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen funktioniert nur, wenn das – für alle ausreichende – Bruttoinlandsprodukt auch gerecht an alle verteilt wird und nicht nur in die Taschen einiger weniger Konzerne fließt. Aber wie will man das anders machen als dass man alles zum „Volkseigentum“ erklärt?
    Es gab mal einen deutschen Staat, der genau das versucht hat. Alles für das Wohl des Volkes und so. Aber das Experiment ging so schief, dass die Menschen zu Recht auf die Straße gegangen sind.
    Gab es in der DDR Arbeitslosigkeit oder Altersarmut? Wer wollte, fand immer irgendwo eine Beschäftigung (ich sage mit Absicht nicht Job) und Rentner mussten auch nicht darben.
    Aber um das zu finanzieren konnte niemand reich werden – denn „oben“ wurde alles abgeschöpft, was man „unten“ benötigt hat.

    DAS ist es, worauf ein BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen hinaus läuft. Und das könnte nur funktionieren, wenn man aus den gravierenden Fehlern der DDR lernen könnte.

    Und so nebenbei: ein BGE dürfte nie so hoch sein, dass man sich darauf zurück lehnen und ausruhen kann. Denn wenn das zu viele machen, dann bricht das System wieder zusammen. Aus reiner nächstenliebe arbeiten nur die wenigsten, wenn sie es nicht unbedingt müssen.
    Ich bevorzuge da die hier geäußerte Variante eines sozialen Grundeinkommens. Womit wir wieder beim Mindestlohn wären :).

    Aber mal Hand hoch: wenn man die Wahl hätte zwischen 1500 Euro Hartz4 und für 1500 Euro 8h täglich arbeiten, wer würde arbeiten gehen? :)

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