PIRATEN vereinfachen mit Wahlprogramm in Leichter Sprache den Zugang zu Politik

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Piratenpartei Deutschland stellt ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2013 jetzt auch in Leichter Sprache zur Verfügung. Damit möchte die Partei auch Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten sowie Leseanfängern die Möglichkeit geben, sich über die politischen Ziele der PIRATEN zu informieren.

»Nicht jeder versteht, aus welchen Gründen auch immer, alle Fachbegriffe und Fremdwörter. Wir wollen aber alle Menschen mit einbeziehen und für Politik interessieren. Unser Wahlprogramm in Leichter Sprache ist hierfür ein erster Schritt. Doch auch im Bundestag werden wir uns für eine bessere Inklusion und eine barrierefreie Politik einsetzen«, sagt Ulrike Pohl, Bundestagskandidatin aus Berlin und Inklusionsbeauftragte der Piratenpartei.

Mit Leichter Sprache wird eine leicht verständliche sprachliche Ausdrucksweise für viele Menschen bezeichnet. Sie folgt dabei bestimmten Grundregeln. Leichte Sprache verwendet vorwiegend kurze Wörter, eine positive Sprache, eine Schrift mit hohem Kontrast und Piktogramme. Passivsätze sowie Genitiv und Konjunktiv werden dagegen vermieden. Leichte Sprache kann von allen Menschen genutzt werden, insbesondere von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen.

Die PIRATEN werden ihr Wahlprogramm darüber hinaus auch als barrierefreies PDF und als hörbare Fassung für blinde und sehbehinderte Menschen anbieten. Weiterhin sind Flyer in Braille-Schrift und ein Gebärdensprachfilm zur Wahl geplant. Alle barrierefreien Angebote der PIRATEN sind in ehrenamtlicher Arbeit und auf Basis von Spenden entstanden.

Die PIRATEN setzen sich in ihrem Programm für die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft ein. Dazu gehört auch eine wirksame und mit den Betroffenen zusammen erarbeitete Inklusionspolitik.

Quellen:
[1] Wahlprogramm in Leichter Sprache: https://www.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2013/03/Wahlprogramm-BTW13-Leichte-Sprache.pdf
[2] Regeln für Leichte Sprache vom Netzwerk People First: http://www.leichtesprache.org/downloads/Regeln%20fuer%20Leichte%20Sprache.pdf
[3] PIRATEN Wahlprogramm Bildung und Forschung: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Bildung_und_Forschung
[4] PIRATEN Wahlprogramm Arbeit und Soziales – Menschen mit Behinderung: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Menschen_mit_Behinderungen

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Kommentare

16 Kommentare zu PIRATEN vereinfachen mit Wahlprogramm in Leichter Sprache den Zugang zu Politik

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  2. Radenkiwicz Reno schrieb am

    Endlich gebt Ihr zu, Euch hauptsächlich an Idioten, Legastheniker und Analfabeten zu wenden. Ihr werdet hoffentlich Eure Quittung bekommen.

    • Patrick schrieb am

      *Analphabeten. Danke für den aufschlussreichen Kommentar. Ich hoffe, Du liest das Programm in Leichter Sprache und bildest Dir eine eigene Meinung über den Inhalt.

    • emkay schrieb am

      Hast Du auch mal an Gehörlose gedacht, die auf Grund ihrer Behinderung einfach nicht das Sprachverständnis haben, wie wir hörenden? Willst Du jetzt behaupten, dass die etwa weniger Intelligent sind?

      Offensichtlich gehörst Du zu den bildungsfernen Schichten die Du hier ansprichst, aber sicher nicht zur Zielgruppe für das Programm in leichter Sprache.

      … oder etwa doch?

  3. Wyda schrieb am

    Fremdwörter und Fachbegriffe versteht nicht jeder (und nicht alle), warum auch immer. Darum „leichte“ Sprache. Finde ich klasse! Wie wäre es dann aber damit, als allererstes „Inklusion“ über Bord zu werfen. Sorry, das hat was mit Fachidiotiie zu tun.

    By the way, es bedeutet Zugehörigkeit oder Einbeziehung. Weiß ich aber auch erst nach einem Blick auf Wikipedia, warum auch immer.

  4. Beate Kiefner schrieb am

    Ganz herzlichen Dank für diese sehr gelungene Üebersetzung!
    Ich kenne viele „Adressaten“ dafür, gibt es eine gedruckte Version zum Bestellen ?

    • Julia Probst schrieb am

      Liebe Beate,

      derzeit wird am Leichte-Sprache-Flyer „11 gute Piraten-Ideen“ gearbeitet. Der wird hoffentlich Mitte/Ende August bestellbar sein.

      Das Wahlprogramm in Leichter Sprache wird ab nächste Woche bestellbar sein im Shop!

      Liebe Grüße

      Julia

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  6. Elmar Krüger schrieb am

    Hallo Ich bin Legastheniker und ich möchte mich bedanken. Den das ist eine Krankheit was viele nicht Wissen oder ein zu kleines Gehirn haben das zu verstehen. Was mich noch interessieren würde ist was sagt ihr da zu das man auf Privaten und Gilden Webseiten ein Komplettes Impressum angeben muss? ich bin Betreiber einer Webseite für eine Gilde für ein Online Spiel und nach aktuellen gesetzt muss ich ja Email und Adresse angeben was mir irgend wie nicht sehr zusagt.

  7. Markus Ewald schrieb am

    Während Menschen mit Lernbehinderung sicherlich mit dem gleichen Respekt behandelt werden sollten finde ich die gezielte Ausrichtung einer Partei auf diese Demographie bedenklich.

    Es gibt auch so schon ein wesentliches Kompetenzdefizit unter den Wählern: statt eine informierte Entscheidung zu fördern werden die Menschen mit emotionalen Tiraden über Terroristen und Kinderschänder dazu mobilisiert, jede absurde neue Knebelpolitik zu unterstützen und das ganze Land in einen Polizeistaat zu verwandeln. Senioren, die nie mit dem Internet kontakt hatten, werden auf Basis von Schockmeldungen aus den Nachrichten dazu gebracht, ihre Stimme für die weitere Einschränkung dieses für sie fremden und suspekten Mediums einzusetzen.

    Ich würde eher einen Kompetenztest befürworten (wobei man dann natürlich das Problem hätte, den Test so zu gestalten daß nicht die jeweilige Regierung damit die Wählerschaft nach Befürwortern siebt).

  8. Sebastian schrieb am

    Find ich super!

    Wenn man etwas für Menschen mit besonderen Bedürfnissen anpasst, macht man es auch vielen anderen einfacher. Beispiel: Eine Rampe für Rollstuhlfahrer kann auch beim Bewegen von schweren Gegenständen helfen, oder beim Transport von Notfallpatienten auf einer Trage.

    In diesem Fall hat es mir geholfen, in hoher Geschwindigkeit durch das Programm zu browsen. Auch wenn ich komplizierte Texte aufnehmen kann, sind sie manchmal auch einfach abschreckend.

    Danke für die Mühe und viel Erfolg auf dem Wahlkampfendspurt!

  9. jhoech schrieb am

    einer der ersten Fehler der Piraten war, dass die Menschen dachten Politik machen zu können

    die Piraten sind da KEIN Einzelfall, …

  10. K.West schrieb am

    „Ein Wahlkampf, der keiner ist“ (http://www.tagesschau.de/inland/deppendorfswoche/deppendorfswoche1232.html), ein Kernthema der Piarten, welches wenige Bürger scheinbar nur berührt und nun auf Kindergarten-Niveau tangiert: http://www.tagesschau.de/inland/bndnsa100.html

    „Bundesregierung geht in die Offensive“ – es wurde auch Zeit. Das System nämlich krankt und dies müsste der Bürger endlich mal verstehen. Deswegen ist auch eine verständliche Wahlkampfsprache sinnvoll. Wichtig ist jedoch: Wie werden die Bürger erreicht? Wie wachgerüttelt.

    Es ist doch erschreckend, wenn der eine den anderen deckt in einem Kontrollausschuss, der zwar ein Aussschuss ( wie so viele ) ist, aber keine Kontrolle. Was nützen da Spechchöre der Grünen nach einem „NSA-(Sonder-)Untersuchungsausschuss“?

    Wer sitztim einmal jährlich stattfindenden geheimen Geheimdienst-Kontrollausschuss?

    Wann kommen die Politiker endlich mit den Wahrheiten raus, bevor wieder Herr Snowden Informationen verkündet, die zunächst dementiert und später leicht doch bestätigt werden?

    Jetzt endlich ist das Thema bei der SPD und der CDU angekommen? Aber ändert sich dadurch was?

    Dabei gibt es längst noch mehr Themen: Umweltschutz ( was ist nochmal mit Fukuschima und der weltweiten Katastrophe: http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima826.htm: „Erschwerend hinzu kommt, dass jeden Tag rund 400 Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude eindringen und sich dort mit dem kontaminierten Kühlwasser vermischen.“) (Japan IST WEIT WEG – DIE NAHRUNGSKETTE NICHT), was ist mit dem unfertigen Getränkeleergut, mit dem Datenschutz ( unabhängig von Geheimdiensten ) sowie dem Verbraucherschutz und was mit unserem Arbeitsmarkt?

    Es scheint sehr gelegen zu sein, dass alle Welt auf Putin und Obama guckt – doch wen interessiert es, ob ein Treffen der beiden noch vor dem nächsten verwanzten G20-Treffen stattfindet?

    Bürger – wacht endlich auf!

  11. Don schrieb am

    Ich wünsch mir auch soviel, aber es zu bekommen ist etwas ganz anderes. Euch Fehlen oft umsetzbare Alternativen und vor allem eines ERFAHRUNG, die steht halt nicht im PC/Handy/Smartphone. Wer den halben bzw. ganzen Tag am PC arbeitet sammelt Erfahrungen, aber nicht vom Menschen, nicht wie nicht, was Menschen denken und lenken.

    • K. West schrieb am

      Erfahrungen sind sicherlich in der Politik und im Wahlkampf nicht unwichtig. Doch wer glaubt gleich an eine Regierungsbildung im zweistelligen Bereich – größer als die SPD ;).

      Dieses hatten die Grünen einst auch nicht, die mit ihren Wahlplakaten ein wenig >>Back-to-the-roots<< versuchen.

      Immerhin haben die Wahlplakate der Piraten indirekt schon ein Lob bekommen: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/tid-32775/altbackene-kampagnen-der-parteien-muessen-wahlplakate-denn-wirklich-so-stinklangweilig-sein_aid_1064372.html

      Sie fallen aus dem Rahmen, ebenso wie die der Grünen. Sie sind „unangepasst“. Dies ist wichtig in einem Wahlkampf, wo die etablierten Parteien alle gleich geworden sind und sich gegenseitig beschuldigen statt ehrlich aufzuklären und Verantwortung zu übernehmen – Grüne eingeschlossen. Sie sind auch keine reine Protestaktions-Plakate.

      Leichte Sprache auf den Plaketen?
      Im Grunde schon: Leichte Sprache, jedoch ein zweiter notwendiger Blick. Dies zeigt auch, dass man sich mit den Piraten beschäftigten sollte, weil sie sich – mit Bürgern ( die keine Mitglieder sind, jedoch mitgestalten wollen ) – mit Themen der Zeit auch beschäftigen. Dies sogar mit (ohne) #Neuland.

      Und was hilft besser, als mal bei Wikipedia oder im Internet grundsätzlich was nachzuschlagen, was man nicht weiß? Sich mal erkundigen, wie Bürger frisch ihre Meinungen zu einem Thema online teilen? Vielleicht sind die Piraten hier schon einige Zeit voraus – für einige Bürger ( sowie Politiker ) vermutlich schon einige Jahrzente voraus. Denn schaue ich auf Datenschutz und -sicherheit wurde hier Vieles versprochen und noch mehr in den lezten 30 Jahren #Neuland verschlafen!

      Demnach kann den Piraten nicht vorgehalten werden, sie sind nicht erfahren. Sie sind logischerweise nicht so breit aufgestellt wie eine große Volkspartei. Eine solche Volkspartei könnte sich jedoch neuen Schwung, neue Ideen und neue Kraft in Kooperation holen. Das Thema: Freiheitliche Liberale an großer Partei heftend scheint ein alter Hut zu sein. Ebenso wie die grüne Alternative, die längst an Alternativkraft verloren hat. Deswegen ist es wichtig:

      Politik so zu gestalten, dass sie von und durch die Bürger verstanden wird – z.B. mit einfacherer Sprache . Dies ist aus meiner Sicht gelungen – beim Wahlprogramm und den -plakaten. Letztere regen auch zum Nachdenken für die Intellektuelleren an, was beispielsweise auch folgendes Wahlplakat zu den Mietpreiserhöhungen zeit:
      Die Botschaft ist unmissverständlich, kurz, prägnant und klar und eindeutig.
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/peinliche-clips-schraege-plakate-wahlkampf-des-grauens-a-914156.html

      Wenn also die Kritik nun heißt: Auf dem Wahlplakat hätten alle Lösungs- und Finanzierungsvarianten drauf stehen sollen, verweise ich nochmal auf den ersten Link zur Botschaft eines Plakats.
      Moderne und hinterfragende Menschen gehen zudem online, wie auf dem Plakat zu entnehmen:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-914156-527473.html:

      pir.at/miete erklärts – das verständliche Wahlprogramm in leichter Sprache führt es in der Tiefe aus und die Möglichkeiten zum Mitmachen gibt es bei dieser Partei jetzt schon – auch zum nicht zensierten Mit-Kommentieren. Ein klarer Pluspunkt – für mehr Demokratie und Mitbestimmung .

      http://www.volksabstimmung.de
      http://www.volksentscheid.de/ve-positionen_der_parteien.html
      http://www.mehr-demokratie.de

      Zeit zum Ändern! Doch dies muss zunächst der Bürger entscheiden:
      Gegen Politikverdrossenheit & Einheitsbrei & für eine sinnvolle Mitbestimmungs- Alternative.

  12. H.Bögge schrieb am

    Hallo, ich finde in diesem Zusammenhang den / die Themenflyer > „http://gestaltung.piratenpartei.de/flyer-erste-runde-bundesflyer-und-themenubersichtsflyer/“ sehr praktisch; leider ist er nur schwer (für mich erst auf Anfrage) auffindbar. Vorschlag: Verlinkung direkt unter dem Wahlprogramm hier rechts auf der Seite.
    Grüße
    H.Bögge

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