1984 – Echelon – X-Keyscore: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Mit diesem Zitat von Bertolt Brecht appellieren die PIRATEN an die Bundestagsabgeordneten, ein Misstrauensvotum einzuleiten.

Nach Erkenntnissen des Spiegel wird vom Bundesnachrichtendienst und dem in Deutschland operierenden Verfassungsschutz das vom amerikanischen Auslandsgeheimdienst NSA entwickelte System »X-Keyscore« innerhalb Deutschlands eingesetzt. Durch den Einsatz dieses Systems werden vom Grundgesetz garantierte Menschenrechte sowie die Gewaltenteilung von Bundesregierung und Bundesbehörden ausgehebelt. Aus Sicht von Bernd Schreiner, Bundestagskandidat der Piraten aus Thüringen, kann die Antwort darauf nur ein Misstrauensvotum sein.

»Es ist allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung mit dem plumpen Versuch aufhört, das ganze Volk zu täuschen«, meint Schreiner und fährt fort: »Es geht um die grundlegenden Werte unserer freiheitlichen Demokratie, die auch in Zeiten des Wahlkampfs an vorderster Stelle stehen müssen. Die nun vorliegenden Hinweise zu X-Keyscore bestätigen nicht nur unsere Befürchtungen, nein, sie übertreffen diese sogar noch. Eine derartige Dreistigkeit muss Rücktritte auf höchster Ebene zur Folge haben.
Dass der Bundestag nach diesen Enthüllungen die Regierung weiter trägt, ist das lautestmögliche Schuldeingeständnis aller Fraktionen im Bundestag. Sie haben es gewusst, und sie alle schweigen bis heute. Wäre das nicht der Fall, hätte es schon längst ein Misstrauensvotum nach Artikel 67 GG gegeben.
«

Der bei der Piratenpartei mit der Aufarbeitung der NSA-Enthüllungen beauftragte Jens Stomber äußerte sich dazu in einer ersten Analyse: »Die bisher zu X-Keyscore bekannt gewordenen Informationen legen den Schluss nahe, dass der Bundesnachrichtendienst bereits bei der Gewinnung von Kommunikationsrohdaten und auch danach mit der NSA kooperiert bzw. von der NSA dazu explizit befähigt wurde, indem ihm das System X-Keyscore zur Verfügung gestellt wurde. Wir müssen davon ausgehen, dass die NSA wie im Fall von Australien im Gegenzug für den Technologietransfer die so gewonnenen Kommunikationsdaten uneingeschränkt zur direkten Weiterverarbeitung erhält.«

Quellen:
[1] https://en.wikipedia.org/wiki/XKEYSCORE
[2] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bnd-und-bfv-setzen-in-deutschland-nsa-spaehprogramm-xkeyscore-ein-a-912196.html
[3] http://www.smh.com.au/world/snowden-reveals-australias-links-to-us-spy-web-20130708-2plyg.html

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Kommentare

23 Kommentare zu 1984 – Echelon – X-Keyscore: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

  1. Freedomfighter schrieb am

    How NSA access was built into Windows

    Zitat: „A CARELESS mistake by Microsoft programmers has revealed that special access codes prepared by the US National Security Agency have been secretly built into Windows. The NSA access system is built into every version of the Windows operating system now in use, except early releases of Windows 95 (and its predecessors). “

    http://www.heise.de/tp/artikel/5/5263/1.html

    —————————————————————-

    Kann die Piratenpartei nicht mal Linux Kurse anbieten :D

    • K. West schrieb am

      Ihr verlinkter Artikel von 1999 zeigt abermals mehr, dass das Problem mit Windows und der NSA bereits seit Jahren bekannt war – sogar noch vor der Ermächtigung zur totalen Ausspähung in 2001.

      Verstärkung von Linux bzw. Opensource ist im Wahlprogramm der Piraten enthalten, dass ich mir gestern mal detailliert zu Herzen genommen habe. Es müsste zunächst nicht Schulungen sondern auch ein Umdenken geben. Begonnen von einem Bekenntnis und Willen zu Open-Source-Software ( bei Piraten vorhanden, vgl. Programm ), einer Strategie, einem Umsetzungskonzept, u.a. in öffentlichen Unternehmen ( wg. Unabhängigkeit, der Förderung sowie Kosteneinsparungen ) bis hin zu Schulung – wobei letzteres dann Aufgabe der jeweiligen IT-Abteilung primär sein dürfte und nicht unbedingt ein Give-Away wie im Bereich Datenschutz und -sicherheit am Beispiel der Cryptopartys. Nichts destotrotz wären sicherlich auch Linuxpartys denkbar, sofern sie von der Bevölkerung überhaupt angenommen werden. Solange kein Umdenken stattfindet, ist auch weniger Bedarf da.

      Folgender Link zeit auf, dass das Auswärtige Amt unter den freien Liberalen (FDP) sogar von der Open-Source- Strategie zurück weicht, was ich von denen nicht erwartet hätte: https://netzpolitik.org/2011/interne-dokumente-des-auswartigen-amtes-zur-anderung-der-open-source-strategie

      Dabei gab‘ es erfreuliche gute Ansätze, bei denen im öffentlichen Bereich auf Linux umgestellt wurde. Warum diese Tendenz eingestellt wurde läßt sich nur erahnen, z.B. wegen leichterem Zugriff aufgrund von direkten und indirekten Schnittstellen zu Microsoft – was sich bei dem Marktanteil zudem besonders lohnt.

      Dies ist sehr bedauerlich, denn mit OpenSource doch auch was für die maroden Haushaltskassen lt. einer Studie drin: http://www.pro-linux.de/news/1/16988/daenische-studie-open-source-hilft-sparen.html

      P.S: Pber den letzten Link sehen Sie gute Ansätze, allerdings aus Polen: „Polen entwickelt Open-Source-Kurse für Sekundarschulen (Sa, 2. April 2011)“.

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  4. Karl Hasenberg schrieb am

    Ich habe doch nix zu verbergen. Wer sich an Recht und Ordnung hält kann die Überwachung ja egal sein.

    Ich habe die Bildzeitung abboniert und fühle mich daher schon sehr gut informiert. Zum Beispiel weiß ich das die Piraten Raubkopieren tun, ich glaube ihr seid nur gegen das wichtige Bürgerrecht auf Sicherhheit weil ihr nicht wollt das man euch beim Musik und Filmdiebstahl im Internet erwischt. Auf solche zwielichtigen Motivationen sollte der Staat keine Rücksicht nehmen. Die Kontrolle des Internets ist sehr wichtig um den Terrorismus zu stoppen, damit wir in Freiheit leben können. Denn Freiheit ist nicht möglich ohne das maximale Maß an Sicherheit und Vorsorge durch unseren deutschen Staat.

    Wer sich an das Gesetz hält dürfte damit ja keine Probleme haben, kontrolliert zu werden. Daher glaube ich das diejenigen die sich hier so künstlich aufregen in der Tat irgendetwas zu verbergen haben und daher ist es gerechtfertigt das der Staat erst recht mal etwas genauer hinschaut. Der unverständliche Widerstand gegen die Überwachung ist für mich ein schlagendes Argument die Überwachung noch weiter auszubauen und zu verstärken.

    • BWL Student schrieb am

      Vielen dank herr Hasenberg, endlich mal ein vernünftiger Beitrag mit Hintergrundwissen. Sowas findet man hier nur selten.

      Es sollte schließlich zum guten Allgemeinwissen gehören das sich die freie Marktwirtschaft nur dann entfalten kann wenn ein starker Staat für Sicherhheit sorgt. Desweiteren finden die Menschen ihre Freiheit ja nur im freien Markt. Sicherhheit ist also notwendig um Freiheit zu schaffen.

      Zumal hinzuzufügen ist das Daten und Informationen das Kapital des 21 Jahrhunderst sind. Damit sich der Kapitalismus auch in Zukunft frei entfalten kann sollte man den Handel mit Nutzerdaten fördern anstatt ihn durch unnötze Datenschutzgesetze einzuschränken. Den Datenschutz sollte man besser dem freien Markt überlassen, so wird sich das Optimum von ganz von alleine einstellen.

      Zudem sollte der Staat die Überwachungsdaten auch an die Industrie verkaufen, so das diese dann die Vorratsdaten zur Verfolgung von Raubkopierern einsetzen kann. Die Einnahmen die der Staat daraus erzielt sollten in Steuersenkungen für Leistungsträger investiert werden, damit sich der Markt frei entfalten kann. Auf den naiven Sentimentalismus irgendwelcher Linken Datenschutzfreaks sollte man da keine Rücksicht nehmen. Denn so liese sich Wirtschaftswachstum erzeugen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze was letztendlich allen zugute kommen würde.

      • Don X schrieb am

        Jawoll! Erst mal alle ins Arbeitslager! Und dann: Rübe ab! Alle die hier so raubkopierrn tun. Da ist Ihnen wirklich ein prima Einfall eingefallen. Recht muss rechts bleiben, das war doch schon immer so! Ein starker Staat muss wieder her. Mit so Führung so. Der freie Markt ist natürlich auch ganz wichtig, damit wir die Terroristen endlich aushungern können, bevor sie uns alle abmetzeln! Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier!

    • K. West schrieb am

      Wer hat schon was zu verbergen? Wir sollten alles über öffentliche Streams machen,
      auch Bundestagssitzungen, Kontrollgremiensitzungen und Vorstandssitzungen. OpenMind eben!

      Hier ein paar Beispiele, die Sie interessieren könnten:

      – Beispiel 1: Saad Allami, Vertriebsmanager bei einem Telekommunikationsunternehmen:
      http://www.heise.de/ct/artikel/Globaler-Abhoerwahn-1913829.html

      – Beispiel 2: (Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Ursula Gresser wg. twitterte zu Ihre öffentliche Vortragsdiskussion über die Freilassung Mollahs): http://gutjahr.biz/2013/06/mollath-polizei

      – Beispiel 3: Enthauptung zweier Tiere und die Messerattacken auf drei Pferde in Krefeld – Haft trotz Unschuld: http://www.wz-newsline.de/lokales/krefeld/17-jaehrige-gesteht-tierquaelereien-1.1350087

      – Beispiel 4: NSU-Morde aus rechtsradikaler Gesinnung oder Döner-Morde, alles eine Sache der Eingabe ins Prism-Programm ( z.B. durch Spionagesystem „XKeyscore“ – Prism-Teilprogramm )

      – Beispiel 5: Murat Kurnaz in Guantanamo ohne Anklage und ohne Schuld: http://www.sueddeutsche.de/politik/interview-mit-murat-kurnaz-steinmeier-werde-ich-nicht-vergeben-1.526433

      – Beispiel 6: Warum für Algorithmen jeder verdächtig ist: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-06/mustererkennung-algorithmen-terror/seite-1

      – Beispiel 7: Musterlebenslauf, doch leider Kenntnisse von Religion – Zufall oder Wahnsinn?
      http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/usa/2013-07-06/sollten-sich-anst-ndiger-b-rger-wegen-der-berwachung-sorgen-ein-erfahrungsbericht-aus-den-schattenkriegen

      – Beispiel 8: Zum Glück haben wir keine Todesstrafe, so könnte man die versehentlich verurteilten Unschuldigen nach einigen Jahren Freiheitsentzug wieder entlassen.

      Ich empfehle:
      1.) Fordern Sie sich Akteneinsicht ein – das sollte Ihr gutes Recht sein, zu wissen, wer was über Sie speichert: http://priebshow.mathias-priebe.de/2013/07/10/classified-matter-mein-briefwechsel-mit-der-nsa Dies gilt auch für Firmen – dafür gibt es Datenschutzbestimmungen in Deutschland

      2.) Ein Blick in die deutsche(n) Vergangenheiten und Machtverhältnisse, insbesondere auch zum Bereich Gewaltenteilung zu werfen – solange es diese noch wie vorgesehen gibt.

      2.) Bleiben Sie mündig und informieren Sie sich unabhängig, allerdings nur, solange Sie es noch können und die freie Presse nicht attackiert wird ( wie in Russland und anderen Staaten oder beim Fall des Greenwell- Journalisten, der mit den Veröffentlichungen Staaten zur Nervosität und Salami-Taktik-Argumentation zwingt. Was haben denn die Politiker zu verbergen – nicht, oder? (vermutlich werden sie deswegen auch streng mit Wanzen vor G20-Treffen, ebenso wie UN-Mitarbeiter, bewacht).

      Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit? Wo der Datenschutz? Wo das Vertrauen in die Politik?

      P.S: Auch ich habe nichts zu verbergen. Aber…

      In einer Demokratie erwarte ich jedoch eine Aufklärung sowie einen unabhängigen Untersuchungsausschuss sowie ein Rechtssystem, das nach demokratischen Regeln spielt ( nicht gemeint ist die noch existierende § 10 GG – Aushebelung ). Nichts gegen polizeiliche und geheimdienstliche Aktivitäten – was haben jedoch Firmen wie Google, Microsoft, Facebook und Co. bzgl. Datenschutzbestimmungen in Europa und Deutschland für eine Berechtigung eine 100%ige Kopie meiner Informationen

      Zudem sollten die Interessen Deutschlands geschützt werden – 4 Mill € Schaden und jedes 5. Unternehmen von Wirtschaftsspionage (lt. Corporate Trust- Studie ) betroffen – gehört nicht dazu.

      Aufwachen – JETZT!

    • Rolf schrieb am

      @Karl Hasenberg
      Toller und fundierter Beitrag Herr Hasenberg! Chapeau!!!
      Nachdem ich seit dem Mauerfall 23 Jahre lang mit dem Gedanken leben musste, dass sich niemand mehr um meine (Staats)sicherheit kümmert, fühle ich mich endlich wieder beim Staat geborgen, weil diesmal technisch perfekt und sogar richtig freiheitlich-demokratisch überwacht. Es ist so beruhigend, dass da jemand ist, der für mich denkt und aufpasst, dass ich nichts Unüberlegtes tue.
      Ich weiß ja, dass das alles nur zu meinem Besten ist. Und da ich ja nichts zu verbergen habe, schreibe ich grundsätzlich keine Briefe, sondern Postkarten in gut leserlichen Druckbuchstaben, schicke meine Steuererklärung in Klarsichtfolie ans Finanzamt und hänge medizinische Befunde ans schwarze Brett. Das erleichtert meinem Personalchef gewaltig die eine oder andere Entscheidung für meine berufliche Zukunft. Nur meine Frau ist seitdem sauer, weil sie immer die Durchschriften der Liebesbriefe an meine Geliebte bekommt und umgekehrt. Naja, sie hat halt noch nicht begriffen, dass ich nur das Beste für sie will…

    • K. West schrieb am

      Er kann nicht anders – er trommelt für dieselben Lobbyisten,
      die die Daten gleich beim Einwohneramt weitergereicht haben wollten,
      was zum Glück nachträglich korrigiert wurde.

      Beispiel:
      „Handel mit Nutzerdaten fördern anstatt ihn durch unnötze Datenschutzgesetze einzuschränken“

      Meine Empfehlung: Sie sollten an Umfragen teilnehmen und schauen, ob Sie eine signifikante Abweichung sind (http://flaschenpost.piratenpartei.de/2013/07/13/schweigespirale-2-0-ein-umfrage-zum-fall-snowden), wobei Ihnen das Ergebnis vermutlich so unwichtig ist, wie Ihre Firmendaten.

      Darüber hinaus sollten Sie an ihrem „Krebsgeschwür“ ( so wurde einst Linux genannt von Microsoft und meinte sich wohl selbst ) arbeiten, weil Ihnen sonst erheblicher Schaden entsteht. Die Corporate Trust – Studie dürfte Ihnen vermutlich bekannt sein.

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  6. K. West schrieb am

    „Entblöß mich!“ http://www.sueddeutsche.de/politik/sicherheitsmassnahme-an-flughaefen-der-entbloesste-buerger-1.537271

    Die „Kultur der Angst“ führt dazu, „dass Eltern ihre Kinder ständig überwachen wollen“.
    http://www.sueddeutsche.de/leben/kinder-und-natur-der-verlust-der-freiheit-1.39429-2

    Ich habe vollstes Vertrauen in die Regierung und den Überwachungsstaat:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/gefaehrten-der-kanzlerin-vertrauen-ist-ruecktritt-1.1678319

    Mehr Überwachung, mehr Technik, noch mehr Sicherheit – ein sicheres Gefühl.
    http://www.geolitico.de/2013/06/28/warum-wir-den-verlust-von-demokratie-und-freiheit-akzeptieren Always Ultra ( nicht zu verwechseln mit ULTRAS ;) ).

    … oder mit Kauder(CDU)s – Worten formuliert:
    „Es ist Mode geworden, die Freiheitsrechte des Bürgers in den Vordergrund zu stellen. Dabei vergisst man, dass der Bürger auch einen Anspruch auf Sicherheit – auf innere Sicherheit – hat.“ http://andipopp.wordpress.com/2012/01/13/warum-freiheit-sicherheit-ist/

    „Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“, Benjamin Franklin,…

    … der auch sprach: „Love your Enemies, for they tell you your Faults“.

    Ich glaube, die große Empörung ist nur so groß, weil wir geliebt werden als „Angriffszielland“,
    weil wir die Fehler aufdecken von uns, den Europäern und den Amerikanern – genauer gesagt:

    Esgar Snowden deckte sie auf – und hier liegt das Problem bzw. die Wurzel der Aufregung:
    Wer legitimierte die unverhältnismäßige Totalüberwachung nach der Rasterfahnung?
    Sind „heimliche Online-Durchsuchungen“ unzulässig nach BGH? Wann wurde es aufgehoben?
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Heimliche-Online-Durchsuchungen-sind-unzulaessig-142370.html

    Im Übrigen gibt es auch Unterscheidungen, z.B. bei dringendem Tatverdacht: http://www.teltarif.de/datenskandal-datenabgleich-mikado/news/34156.html Die Datenskandale müssen enden, auch wenn einige Menschen nie verstehen werden, warum Datenschutz nicht das Gegenteil von „nichts zu verbergen“ heißt. Von Wirtschaftssspionage wurde nicht einmal gesprochen.

    FAQ: http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachung-fragen-und-antworten

    P.S.: Was ist ein Orwell-Staat: http://rasterfahndung.net

  7. Der T schrieb am

    Der Kommentar ist ironisch gemeint, oder? :-)

    Wenn das Ausgesitze so weitergeht und die – im Schnitt 42,1(+) Jährigen deutschen im Septemper laut den Umfragen wählen, dann kann man nur zutiefst enttäuscht sein. Und das meine ich als nicht-Pirat und als frei denkender Mensch.

    Hier eine Petition an den Bundestag, gegen die Überwachung und für ein solides Grundgesetz:
    https://www.openpetition.de/petition/online/datenschutz-und-grundgesetzstaerkung-gegen-spaehprogramme-bestandsdatenauskunft-und-ausufernde-gehe

    • Anonym schrieb am

      Ja, der erste und der zweite Kommentar sind vollkommen ironisch gemeint. Der zweite Autor schreibt sogar regelmässig und ist seit langem website-bekannt.
      Aber im Prinzip zeigen für mich diese beiden Autoren mehr ‚wahrnehmbares Engagement‘ als alle sonstigen „Mitarbeiter“ auf den Piraten-Ebenen zusammen – oder sollte ich hier schreiben: in der ganzen restlichen Piratenanarchie? Für nicht-alltägliche persönliche Negativerfahrungen, die den Missbrauch exponierter technischer Zugriffsmöglichkeiten beweisen (und das nicht nur auf dem IT-Gebiet), gibt es keinerlei Interesse. Von Leuten, sich auskennen und die die spezielle Dimension auch argumentativ nutzen und begangene Straftaten artikulieren können, ganz zu schweigen.
      Hier auf dieser Homepage geht es scheinbar nur noch um Trommelwirbel: um Snowden, die NSA und den BND, um die CDU und Berlin und vielleicht auch um die Sterne am Himmel … Wer dagegen etwas Reales + das zum Greifen nah vorzuweisen hat, etwas, das zudem jeden treffen könnte – und darum alle angehen müsste – findet hier keinen, der ihm zuhört. Bekommt nicht mal auf Nachfrage einen genannt, der bei der Piratenpartei theoretisch zuständig ist. Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft, und bestimmt ganz im Sinne der hoffnungsvollen Piratenwähler, gelle!?

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  9. BlossNicht0815 schrieb am

    Es ist schon schwierig mit dem (IT)Wissen und wenn man dann noch seit den 1980er Medien, Politik und eben die Entwicklung in der (IT)Welt betrachtet.
    .
    Man redet schon seit Jahren über Missstände, doch meist wird es als ‚Spinnerei‘ oder gar als ‚Verschwörungstheorie‘ abgetan. Leider sind die mehr oder weniger kurz später erscheinenden Enthüllungen in den Medien durch Wikileaks oder nun Snowden, dann immer noch um Weiten schlimmer und einem bleibt dann nur das etwas beleidigte ‚das haben wir euch doch immer schon gesagt‘.
    .
    Nun bleibt die Frage was ist von dem Wissen, was noch vorhanden ist, nun doch noch ‚Spinnerei‘ oder ‚Verschwörungstheorie‘ oder kann man dann 2014/2015 auch noch sagen – wird man es sagen müssen: ‚..das haben wir euch doch immer schon gesagt‘?!
    .
    Fakten sind das das Internet seinerzeit natürlich in den USA und natürlich nicht nur von Universitäten entwickelt wurde und das sowie bei der Entwicklung des Tor-Netzwerkes als auch bei Linux und bei der Mozillafoundation namentlich die NSA massiv Einfluss hatte- nein hat.
    .
    Fakten sind nun augenscheinlich wohl weiter, dass die Einflussnahmen bei ‚privaten‘ Unternehmen – größtenteils in den USA ansässig, weit schwerwiegener als bisher angenommen sind – zumindest was Daten/Accounts/Profile von ’nicht US-Bürger‘ betrifft und das sind dann eben IBM, Apple, Microsoft als OS auf PCs und dazu dann Goggle, Blackberry etc auch auf Tablets und Smarthphones sowie die größten ‚Socialnetwerks‘.
    .
    Darüber hinaus wird noch mit den größten Telekommunikationsunternehmen weltweit sowie mit (Daten)Händlern wie zB Amazon zusammen gearbeitet.
    .
    So ist längst ein allumfassendes Profilling und Rating, weit schlimmer als das von der Schufa in Deutschland bekanntem, möglich, speicherbar und natürlich absolut automatisch je nach Vorgabe der ‚Verdachtsszenarien‘ auswertbar.
    .
    Es geht nun nicht mehr darum mal etwas mehr zu verschlüsseln sondern es muss endlich dieses menschenverachtende Denken einer (all)mächtigen Minderheit verändert werden die ihre Interessen hinter einem ‚Terrorargument‘ verstecken.
    .
    PIRATEN treten als Kernkompetenz dafür ein und es ist an der Zeit das auch als internationale Kampagne der PPI weltweit so zum Ausdruck zu bringen.
    .
    ‚Meine Daten gehören MIR!! Und ‚Freiheit statt Angst‘, denn durch unseren Bundes-Friedrich wird nicht MEINE Sicherheit gesichert – im Gegenteil, sondern nur SEINE und die SEINER ‚Freunde‘.

    • Anonym schrieb am

      „PIRATEN treten als Kernkompetenz dafür ein und es ist an der Zeit das auch als internationale Kampagne der PPI weltweit so zum Ausdruck zu bringen.“
      Das erkennen sicher diejenigen Leser gern an, die auch etwas davon merken. Ich gehöre nicht dazu. Daher mein persönlicher Tipp: Mal ganz klein anfangen bei der Piratenpartei, mit einem Zuständigkeitsverzeichnis + Leuten drin, die auch erreichbar sind, also samt Mailadresse bzw. Tel. Danke!
      (Es gibt hier nämlich auch Leser, die ihre Anliegen gern vertreten sehen möchten, entweder von der PPD oder einer anderen Partei, sofern politisch akzeptabel.)

  10. Anne Nym schrieb am

    Karl Hasenberg meint das wohl wirklich so. Nicht wundern, es gibt noch viele, die so denken!
    Es war in Deutschland mal Republikflucht verboten, Homosexualität stand unter Strafe, Juden zu verstecken war strafbar, einer zu sein – besonders gefährlich. Wie um alles auf der Welt sollte man sich da an „Recht und Gesetz“ halten?

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Die Schreibweise ist zu… glatt irgendwie. Und zu viele eingebaute Schreibfehler.
      Eindeutig Sarkasmus.
      Aber – wie immer – sind das eigentlich witzige an sarkastischen Kommentaren, die Antworten.

      Trotzdem – man würde es nicht glauben, wenn diese Denke nicht existieren würde. Auch wenn ich annehme dass der gute Herr Hasenberg feinsinnigen Humor beweist und der BWL-Student sich wieder einmal von seiner besseren Seite zeigt, gibt es einen Haufen Leute, die wirklich so denken.
      Und die gilt es zu überzeugen.

      Gruß
      Gedankenverbrecher

  11. Am Samstag, den 27.07. 2013 geht´s los. Bundesweite Proteste gegen Prism, Tempora und das Utah Data Center!

    “Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.“ (1)

    Die Mannhattenprojekte der Neuzeit heissen “Tempora”, “Prism”, “Indect” . Ihre Zerstörungskraft ist schleichend und nicht sofort sichtbar und beinhaltet nichts anderes als die potentielle Möglichkeit jegliche Systemkritik, die als Gefährdung des Status quo interpretiert werden kann, im Keim zu ersticken. Warum haben politische, ökonomische und geheimdienstliche Kräfte in den USA, Europa und Deutschland ein Interesse jeden überwachen zu können, während sie selbst immer mehr Verträge im Geheimen abschliesen, immer mehr Entscheidungen ausserhalb der Parlamente abgesprochen und auch getroffen werden?….

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