„Gehen die Rentner über Bord?“ – PIRATEN rufen zu Aktionstag gegen Altersarmut in 15 deutschen Städten auf

Bild: Tobias M. Eckrich

Altersarmut ist kein Problem der Alten, sondern bedroht den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die Piratenpartei Deutschland ruft deshalb am 17. Juli zu einem bundesweiten Aktionstag gegen Altersarmut in 15 deutschen Städten auf. Mit einem Aktionsvideo im Netz mobilisieren die PIRATEN bereits heute für die Veranstaltung.

Solidarität ist die Achtung vor der Lebensleistung aller Generationen. Es ist beschämend, dass Menschen, die ihr Leben lang nicht nur für ihren persönlichen Unterhalt, sondern auch für die Finanzierung aller gesamtgesellschaftlichen Aufgaben gearbeitet haben, im Alter Armut droht. Schon heute reicht die Rente oft nicht mehr aus. Und auch die zukünftigen Generationen können nicht mehr darauf hoffen, dass der Staat ihnen im Lebensabend einen ausreichenden Lebensstandard bietet. Das heutige Rentensystem muss daher fit für die Zukunft gemacht werden. Wir brauchen eine solidarische Grundrente, in die wirklich alle entsprechend ihres Einkommens einzahlen und aus denen jeder Mensch im Alter ausreichend Leistungen beziehen kann“, so Thomas Küppers, Beauftragter für Arbeit und Soziales der Piratenpartei Deutschland.

Die PIRATEN setzen sich in ihrem Wahlprogramm für ein solidarisches Rentensystem ein. Alle Menschen sollen entsprechend ihrem Gesamteinkommen und ohne Beitragsbemessungsgrenze in die Rentenkasse einzahlen, um später davon profitieren zu können. Jeder Rentner soll im Alter eine Mindestrente erhalten, welche eine sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Um eine ausreichende Rente im Alter zu garantieren, muss die Einnahmebasis verbreitert und die Stärkeren angemessen an den Beiträgen an der Rentenversicherung beteiligt werden.

Die zentrale Kundgebung findet auf dem Münchner Marienplatz von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Weitere Demonstrationen sind für die Städte Augsburg, Bautzen, Berlin, Braunschweig / Wolfenbüttel, Dortmund, Frankfurt am Main, Halle (Saale), Köln, Leipzig, Magdeburg, Rastatt, Stolzenau und Weimar gemeldet. Als Redner werden u.a. in Frankfurt Herbert Rusche, Bundestagskandidat der hessischen PIRATEN, in Dortmund Melanie Kalkowski, Spitzenkandidatin in Nordrhein-Westfalen sowie Mauri Fischbein und Manfred Plechaty, Koordinatoren der AG Senioren, und Alexander Bock, bayerischer Bundestagskandidat, in München sprechen.

Hinweis an die Redaktionen:
Wir laden Sie herzlich gerne zur Teilnahme an den Veranstaltungen ein. Die direkten Ansprechpartner für die jeweiligen Demos vor Ort finden Sie auf der Aktionsseite rentendemo.de. Weitere Informationen erhalten Sie über die Pressestelle der Piratenpartei Deutschland.

Quellen:
[1] Aktionsseite Rentendemo: http://rentendemo.de/
[2] Aktionsvideo: http://www.youtube.com/watch?v=DzDYHMibKNU&feature=youtu.be
[3] Wahlprogramm der PIRATEN: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Alterssicherung

Flattr this!


Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

12 Kommentare zu „Gehen die Rentner über Bord?“ – PIRATEN rufen zu Aktionstag gegen Altersarmut in 15 deutschen Städten auf

  1. Leo Trabella schrieb am

    Na, verzettelt ihr euch in der Themanvielfalt mal wieder….

  2. MAur schrieb am

    Echt krasser Spot!
    Wenn das mal nicht nach hinten losgeht aufgrund der Brisanz und Anspielung mit dem Schild.

  3. Karl Hasenberg schrieb am

    Wenn Aktionstage sind, bitte kommuniziert das an alle Gliederungen. Schreibt die Mitglieder an, wer nicht gerade zufällig auf dieser Seite surft kriegt sonst als Mitglied davon nix mit.

  4. Stefan schrieb am

    :-)))
    Echt spitze geworden!
    Der Stil ist zugleich witzig, etwas traurig und macht auf freche Art auf ein ernstes Thema aufmerksam.
    Ich konnte nach wenigen Sekunden das Ende vorhersehen und habe dennoch herzlich gelacht!
    Das ist der piratige Stil, der uns so einzigartig macht!

    Gepaart mit Liveshow-tauglichen Leuten, wie Kattascha (die sollte man klonen, obwohl ich das sonst ablehne!), haben solche „Gags“ das Potenzial, uns manche vertprellte Wählerstimme zurück zu bringen.
    Eine angenehm frische Brise in der Politiklandschaft, verglichen mit den Inhaltsleeren Textbausteinreden krawattierter Berufspolitiker.

  5. MaWo schrieb am

    Wenn der Landtag in Düsseldorf, nur ein Beispiel, sich eine Diätenerhöhung für die Beiträge in seiner „Alterssicherung“ zubilligt, die der Steuerzahler zu tragen habe, müssen solche Ausplünderungen erst einmal abgestellt werden.
    Die Rentenbezieher sind doch längst „über Bord“ geworfen worden.
    Ihr Beiträge in Höhe 18,5% führen zu ca. 50% Rente vom LEBENSarbeitseinkommen, während keine Zahlung in Höhe 18,5% zu einer Rente in Höhe ca. 70% vom Einkommen der letzten Jahre führt.
    Das ist eine Mathematik, und damit ein IQ, mit der jeder Viertklässer eine schulische Ehrenrunde eingelegt hätte. Der Staatshaushalt mit weit über zwei Billionen EURO Schulden lässt grüßen.

    • Veit schrieb am

      Ahoi Gold und Geld in der geschichte
      Doch mehr Gelddruckerei wie kann dadurch mehr Arbeitsplätze schaffen und Schulden abbauen und Mehr Geld für die Bevölkerung Endlich wieder mehr Geld in der Tasche
      was ist für die Banken machbar warum soll nicht auch für die Allgemeinheit die Bevölkerung Machbar sein ?
      Klartext stürzt Märkte 80 Milliarden US-Dollar Monatlich in US Börse Steuergelder ( ( Druckgelder ) )Investiert

      LG Veit

  6. Alex schrieb am

    Hallo, ich weiß leider nicht genau an wen ich mich wenden muss, aber in München spricht „Alexander Bock“ (www.alexander-bock.eu), nicht „Andreas“. Bitte korrigiert das.

    • Bernd schrieb am

      danke für den Hinweis.. ich flick regelmässig die Fehler hier ;)

  7. Wiebke schrieb am

    Hallo,
    ErwerbsminderungsrenterInnen sind , sofern erst nach 1.1. 2001 erwerbsgemindert“ , zwangsweise schon über Bord gegangen. Durchschnittlich beziehen ErwerbsminderungsrentnerInnen 596 Euro Rente. ( quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbsminderungsrente#Rechtslage_seit_1._Januar_2001 )

    Was davon an Mobilität, Kommunikation, Medien, sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe möglich ist, kann jeder selber selbst anhand einer typischen Monatsmiete + Nebenkosten ermitteln.

    Jeder Antrag und jede weitere Nachweis, Attest und was weiß ich noch kosten normalerweise nicht vorhandene Mobilität oder andere Schikanen und sind dann die zusätzlichen Barrieren. Zu viel.

    Es liegt kein Verschulden des Erwerbsminderungsumstandes vor. Wofür dann die lebenslange Strafe eines oft unwürdigen Lebens ?

    Die meisten werden sich nur selten zu Wort melden. Wovon und womit auch.

    Vielleicht geben die Piraten, wenn sie sich um die Bürgerrechte auch dieser „Randgruppe“ kümmern würden. Vielen dieser stillen Minderheit können eine Stimme gebrauchen, die auch gehört wird.

    Herzliche Grüße

    PS: Bisher habe ich ernsthafte Bemühungen aller Parteien vermisst, sich mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der ca 1,6 Millionen Wahlberechtigten dieser Gruppe zu beschäftigen.

  8. Wiebke schrieb am

    Hallo,

    ErwerbsminderungsrenterInnen sind , sofern erst nach 1.1. 2001 erwerbsgemindert“ , zwangsweise schon über Bord gegangen. Durchschnittlich beziehen ErwerbsminderungsrentnerInnen 596 Euro Rente. ( quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbsminderungsrente#Rechtslage_seit_1._Januar_2001 )

    Was davon an Mobilität, Kommunikation, Medien, sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe möglich ist, kann jeder selber selbst anhand einer typischen Monatsmiete + Nebenkosten ermitteln.

    Jeder Antrag und jede weitere Nachweis, Attest und was weiß ich noch kosten normalerweise nicht vorhandene Mobilität oder andere Schikanen und sind dann die zusätzlichen Barrieren. Zu viel.

    Es liegt kein Verschulden des Erwerbsminderungsumstandes vor. Wofür dann die lebenslange Strafe eines oft unwürdigen Lebens ?

    Die meisten werden sich nur selten zu Wort melden. Wovon und womit auch.

    Vielleicht geben die Piraten, wenn sie sich um die Bürgerrechte auch dieser „Randgruppe“ kümmern würden. Vielen dieser stillen Minderheit können eine Stimme gebrauchen, die auch gehört wird.

    Herzliche Grüße

    PS: Sorry, das die Armut nicht primär mit dem Alter zu tun hat, sondern mit der Rente, die ab ca 2035 Normalität sein wird. Bis dahin werden die Renten durch die eingebauten Dämpfungsfaktoren stetig auf diesen Wert sinken.

    PSS: Bisher habe ich ernsthafte Bemühungen aller Parteien vermisst, sich mit der Verbesserung der Lebensbedingungen dieser ca 1,6 Millionen Wahlberechtigten zu beschäftigen.
    Die beschweren sich ja auch nicht. Zum Wählen gibts ja auch keine Partei.

  9. Woineck Wolfgang schrieb am

    Es ist nicht nur bedauerlich und eine Schande, nein es ist reine Verarschung des deutschen Volkes. Ich komme mir vor wie im 15. Jahrhundert – Adlige und Leibeigene.
    Schamgefühl, für Kanzlerin oder Präsidend — ein Fremdwort !! Von Abgeortneten kar nicht zu reden. Welche Generation hat unseren Staat die derzeitige finanzielle gebracht um jetztmit zweistelligen Milliardenbeträgen in Europa um die Gegend zu werfen ????
    Diese Generation ( jetzt Rentner ) sind zur Armut verdammt worden.
    Über die Intlligenz unserer Politiker bedarf es keiner weiteren Disskusion.
    Woineck

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.

Weitere Beiträge: