Weltnichtrauchertag: Werbeverbot für Tabakprodukte

Bild: Tobias M. Eckrich

Zum Weltnichtrauchertag weist Markus Barenhoff, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland erneut auf die zentralen Forderungen der Piratenpartei Deutschland im Umgang mit der Alltagsdroge Nikotin hin:

»Die PIRATEN setzen sich für ein umfassendes Werbeverbot für Drogen ein. Dieses Werbeverbot muss selbstverständlich auch Tabak und Nikotin einschließen. Es ist nicht tragbar, dass vor allem junge Menschen weiterhin mit psychologisch ausgefeilten Mitteln zum Drogenkonsum hingeführt werden. Und es ist schlicht unverständlich, warum die Bundesregierung hier nicht handelt.

Anstatt auf ihrer sinnlosen und schädlichen Verbotspolitik für deutlich harmlosere Substanzen zu beharren, sollte die Bundesregierung an dieser Stelle zum Schutz der Verbraucher und der Jugend endlich wirksam durchgreifen. Stattdessen konzentrieren sich ihre Aktivitäten auf eine immer stärkere Ausweitung eines Nichtraucherschutzes, bei dem mittlerweile jedes Augenmaß verloren zu gehen droht.

Die Piratenpartei Deutschland setzt hingegen auf sinnvolle Aufklärungs- und Präventionsarbeit als Grundlage für einen selbstbestimmten Umgang mit Drogen und für den rücksichtsvollen Umgang miteinander. Bevormundung hat ihre Nutzlosigkeit bei den so genannten illegalen Drogen bereits nachhaltig bewiesen und wird auch im Umgang mit Tabak und Nikotin versagen.«

Quellen:
[1] Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Keine_Werbung_f.C3.BCr_Drogen
[2] http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Drogen-_und_Suchtpolitik

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Kommentare

9 Kommentare zu Weltnichtrauchertag: Werbeverbot für Tabakprodukte

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  2. Wie jetzt, die Bundesregierung konzentriert sich zu sehr auf die Ausweitung des „Nichtraucherschutzes“?

    Per Anno sterben in Deutschland über 3.000 Menschen an Passiv- oder Umgebungsrauch, weltweit sind es etwa 600.000. Die Bundesregierung unternimmt in der Sache gar nichts, jahrelang haben verschiedene Bundesregierungen sogar weltweit die Verhandlungen zum WHO-Rahmenabkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs verzögert und blockiert (http://de.wikipedia.org/wiki/WHO-Rahmen%C3%BCbereinkommen_zur_Eind%C3%A4mmung_des_Tabakgebrauchs). Klar, immerhin ist Deutschland der größte Zigarettenexporteur der Welt, außerdem auch der größte Exporteur von Verarbeitungstechnik (Herstellungsmaschinen).

    Diese Bundesregierung unternimmt gar nichts gegen die Interessen der Tabakindustrie. Der Bundestag aktuell auch nicht, seit der Föderalismusreform ist er für „Nichtraucherschutz“ auch nur noch bedingt zuständig. Über den Arbeitsschutz ginge etwas, da passiert aber auch nichts. Nichts ist aber den PIRATEN auch noch zu viel.
    Leute verrecken, aber der Bundesvorstand postuliert, dass angesichts dessen nichts tun noch zu viel ist.
    Ist das geil.

    Immer wieder schön: http://lobbywatch.wordpress.com/2012/08/17/tabaklobbyisten-kapern-die-piratenpartei/

    • Anonym schrieb am

      Lauter umständliche Sätze. Kann sich der Mann nicht einfacher ausdrücken? Er möchte doch sagen: Der Nichtraucherschutz gehört endlich abgeschafft!
      Also warum sagt er nicht einfach: „Ich als Piratenvertreter bin dafür, dass der Nichtraucherschutz wieder abgeschafft wird!“ – ?
      Ich nehme an, er traut sich das nicht. Denn das wäre ein klarer Satz, und den würde jeder sofort verstehen!
      *
      Mittlerweile scheint man sogar bei den Piraten selbst davon auszugehen, dass ihre Äusserungen gar nicht mehr vollständig zur Kenntnis genommen werden. Die Uboote der Lobbyisten machen’s also sprachlich erstmal etwas kompliziert, Konzentration und Interesse lassen bei den Lesern nach, und dann sagen sie ganz unverfroren das, was zu lesen sich heute keiner mehr vorstellen kann. Jedenfalls nicht bei den Piraten.
      Bis vorhin war das bei mir auch so. Aber jetzt bin ich etwas schlauer und weiss, dass hier bei den Piraten die „käufliche Liebe“ mittlerweile auch schon am Werke ist und die Lobbyisten ganz dreist ihre privaten Süppchen kochen!
      * Entweder die Piratenpartei entfernt solche Leute, oder die (Nicht-) Wähler entfernen die Piratenpartei!

    • Sascha schrieb am

      Aber sonst gehts danke, was?
      (Vorsicht, hinter Ihnen – ein Tabaklobbyist… Argghhh)

  3. Anonym schrieb am

    Lauter umständliche Sätze. Kann sich der Mann nicht einfacher ausdrücken? Er möchte doch sagen: Der Nichtraucherschutz gehört endlich abgeschafft!
    Also warum sagt er nicht einfach: „Ich als Piratenvertreter bin dafür, dass der Nichtraucherschutz wieder abgeschafft wird!“ – ?
    Ich nehme an, er traut sich das nicht. Denn das wäre ein klarer Satz, und den würde jeder sofort verstehen!
    *
    Mittlerweile scheint man sogar bei den Piraten selbst davon auszugehen, dass ihre Äusserungen gar nicht mehr vollständig zur Kenntnis genommen werden. Die Uboote der Lobbyisten machen’s also sprachlich erstmal etwas kompliziert, Konzentration und Interesse lassen bei den Lesern nach, und dann sagen sie ganz unverfroren das, was zu lesen sich heute keiner mehr vorstellen kann. Jedenfalls nicht bei den Piraten.
    Bis vorhin war das bei mir auch so. Aber jetzt bin ich etwas schlauer und weiss, dass hier bei den Piraten die „käufliche Liebe“ mittlerweile auch schon am Werke ist und die Lobbyisten ganz dreist ihre privaten Süppchen kochen!
    * Entweder die Piratenpartei entfernt solche Leute, oder die (Nicht-) Wähler entfernen die Piratenpartei!

  4. Düsseldorfer schrieb am

    Und wer schützt dann die armen Werbeagenturen vor dem Verlust ihrer Einnahmequellen?

  5. Thomas Latzke schrieb am

    Diese PM bestätigt einmal mehr, dass es gut war, aus der PP auszutreten: inhaltlich und textlich ein unterirdisches Machwerk, dass einem die Fremdschämröte ins Gesicht treibt. Was ist nur aus den guten Ideen und Ansätzen der Piraten geworden? Und wo sind die Leute, die fähig sind, diese Ansätze auch umzusetzen? Alle schon ausgetreten?

  6. cmrcx schrieb am

    „Stattdessen konzentrieren sich ihre Aktivitäten auf eine immer stärkere Ausweitung eines Nichtraucherschutzes, bei dem mittlerweile jedes Augenmaß verloren zu gehen droht.“ Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Aussage nicht in unserem Programm steht. Offensichtlich ist das nur eine persönliche Ansicht von Markus Barenhoff.

    Zumindest dem Wahlprogramm zur bayrischen Landtagswahl widerspricht seine Aussage: „Wir sprechen uns gegen eine Lockerung des aktuellen Nichtraucherschutzes aus.“ https://piratenpartei-bayern.de/wahlprogramm2013/drogen-und-suchtpolitik/ Die Bundesregierung plant keine strengeren Nichtraucherschutzregelungen, als die in Bayern geltenden.

  7. Anonymous schrieb am

    Das wäre in der Tat eine sinnvolle Sache. Selbst ein Raucher könnte sich nicht drüber aufregen, denn es würde ja nur die Reklame verboten, nicht der Handel.

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