PIRATEN stellen fest: Planungen für Atommülllager »Schacht Konrad« unzureichend

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Halteverbot_Foto_Tobias_M._EckrichNach Recherchen des baden-württembergischen Bundestagskandidaten der Piratenpartei Deutschland, Sven Krohlas, ist das für die Endlagerung von Atommüll vorgesehene Bergwerk »Schacht Konrad« in Niedersachsen bereits jetzt nicht ausreichend dimensioniert. Deswegen fordern die PIRATEN, die Planungen zu überdenken und an die tatsächlichen Erfordernisse anzupassen.

»Unabhängig von der Frage nach der generellen Eignung als Endlager mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass Schacht Konrad nicht die nötige Aufnahmekapazität für die bis 2080 erwartete Abfallmenge aufweist«, so Krohlas. »Hinzu kommen gravierende Unklarheiten aufgrund der erforderlichen Rückholung von Abfällen aus der ursprünglich als Endlager vorgesehenen Schachtanlage Asse und vom Grund des Ärmelkanals. Hierdurch könnte sich die Menge der strahlenden Abfälle weiter erhöhen.«

Das stillgelegte Eisenerzbergwerk »Schacht Konrad« in Salzgitter (Niedersachsen) soll aktuellen Planungen zufolge ab 2021 als Endlager radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung aufnehmen. Dies ist Voraussetzung für den Rückbau von Nuklearanlagen in ganz Deutschland. Ohne diese Unterbringungsmöglichkeit müssten die Abfälle in Zwischenlagern am Standort gelagert werden und der Abbau könnte nicht abgeschlossen werden.

»Wir kritisieren, dass der Bevölkerung offenbar schrittweise eine Änderung der Pläne untergejubelt werden soll, anstatt von Anfang an alle Fakten auf den Tisch zu legen und eine solide Planung durchzuführen, die auch Spielraum für Fehler lässt«, so Krohlas weiter.

Die Piratenpartei Deutschland fordert nach Debakeln der Vergangenheit, wie der Asse oder der Nuklearmüllverklappung auf dem Meeresboden, dass Atommüll in Zukunft so gelagert werden muss, dass er jederzeit zurückgeholt werden kann.

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Kommentare

5 Kommentare zu PIRATEN stellen fest: Planungen für Atommülllager »Schacht Konrad« unzureichend

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  2. ulrics schrieb am

    Wenn der Atommüll wenigsten vor Ort zwischengelagert würde. Die GNS betreibt in Duisburg ein inoffizielles Zwischenlager, bei dem immer wieder die Kapazitäten erhöht werden.

    Offiziell geht es „nur“ um die Verarbeitung von schwach- und mittelradioaktiven Müll im Wohngebiet.

  3. justus.keil@emaildeutschland.de schrieb am

    genau verlagern wir das problem auf die nachfolgende generation, so wie die generation vor uns ihren müll und die probleme der damals gelagerten gifte uns vermachten. wiso können wir den müll nicht richtung sonne schicken! am besten wiederverwenbare trägerraketen die den müll in den orbit schießen, wo dann ein weiterer contanerfrachter den müll aufnimmt, dann bei tomtom navipiloten strecke eingeben und ab in die sonne. dann ist er endgültig weg.

    • ulrics schrieb am

      Wir können den Müll deswegen nicht in die Sonne schicken, weil der Start einer Rakete sehr leicht, sehr schief gehen kann und dann der Atommüll ziemlich weit zerstreut würde. Mit der heutigen Technologie wären derartige Transporte noch riskanter als Atomkraftwerke selber, die ja im Schnitt alle 10 Jahre einen Schweren Störfall bis Super-GAU haben.

      Zudem funzt tomtom nur mit GPS und das klappt nicht im Weltall.

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