Internationaler Frauentag: „Wir brauchen eine offensive Gleichstellungspolitik“ – Ein Gastbeitrag von Anke Domscheit-Berg

Bild: Tobias M. Eckrich

Ein Gastbeitrag von Anke Domscheit-Berg.

Vor 102 Jahren hat Clara Zetkin die Einführung eines internationalen Frauentages vorgeschlagen. Damals hatten Frauen noch nicht einmal das Wahlrecht, viele Bildungs- und Berufswege waren ihnen verschlossen. Heute machen Mädchen mehr als die Hälfte der Abiturienten aus und ebenfalls knapp die Hälfte aller Studienanfänger an Hoch- und Fachhochschulen. Die Vorstellungen von jungen Frauen unterscheiden sich heute kaum noch von denen junger Männer: sie wollen sich im Beruf verwirklichen, wirtschaftlich unabhängig sein und Zeit für ihre Familie haben. Auch wenn sie es heute leichter haben als die Generationen vor ihnen, werden auch viele dieser jungen Frauen noch an gläserne Decken stoßen, die ihnen sowohl in der Wirtschaft als auch in Wissenschaft, Kultur, Politik und Verwaltung Karrierepfade erschweren.

Unsere Gesellschaft ist nach wie vor stark geprägt von einem gestrigen Rollenbild. Wenn im August dieses Jahres der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz in Deutschland greift, werden immer noch über 200.000 Plätze fehlen und vielen Müttern damit keine Wahl gelassen. Das von der Regierungskoalition beschlossene Betreuungsgeld ist ein Almosen, das noch mehr Frauen aus der Berufswelt fern hält, aber es ist kein Ersatz für Wahlfreiheit.

Nach unserer Verfassung sind Männer und Frauen gleichberechtigt, aber immer noch gibt es einen geschlechtsabhängigen Gehaltsunterschied, fast den höchsten in ganz Europa. Dieser Gehaltsunterschied ist besonders groß in technischen Berufen und bei Führungskräften – ein falsches Signal an Frauen, die gerade in diesen Bereichen unterrepräsentiert sind. In den 200 größten Unternehmen Deutschlands finden sich immer noch 97% Männer in den Vorständen. An der mangelnden Qualifikation von Frauen liegt das nicht, viele Barrieren behindern Frauen beim Aufstieg.

Die Steuergesetzgebung in Deutschland orientiert sich immer noch an einem längst nicht mehr zeitgemäßen Ernährermodell. Das Ehegattensplitting soll Familien fördern, aber es fördert den Unterschied zwischen Ehepartnern – je größer der Gehaltsunterschied zwischen Eheleuten, umso höher die Steuersubvention. Gleichberechtigt zum Familieneinkommen beitragende Ehepartner erhalten keinerlei steuerlichen Vorteil. Das ist das Gegenteil von staatlicher Förderung der Gleichberechtigung, zu der die Bundesregierung ebenfalls durch die Verfassung verpflichtet ist, und im Jahr 2013 ein Skandal.

Wir PIRATEN fordern die Abschaffung staatlicher Regelungen, die einem modernen und gleichberechtigten Lebensmodell von Männern und Frauen entgegenstehen. Dazu gehören das Betreuungsgeld und das Ehegattensplitting. Piraten wollen, dass alle Menschen unabhängig vom Geschlecht frei wählen können, wie sie Berufs- und Familienarbeit teilen und organisieren. Für diese freie Wahl braucht es qualitativ und quantitativ ausreichende Kinderbetreuung. Wir können im eigenen Land bessere Lösungen finden, wie sich mehr Chancengleichheit für Frauen erreichen lässt. In den neuen Bundesländern beträgt der Gehaltsunterschied nur sechs Prozent. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist dort erheblich höher, darunter finden sich besonders viele Mütter – anders als in Westdeutschland, wo sich Frauen häufiger zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen. Es ist für ein modernes Land nicht hinnehmbar, dass Frauen sich gegen Kinder entscheiden müssen, wenn sie beruflich keine Nachteile erleiden wollen. Hier sind neben besseren staatlichen Rahmenbedingungen auch die Unternehmen gefordert, die bei Beförderungs- und Besetzungsentscheidungen noch viel zu oft Frauen mit Kindern oder potenziellem Kinderwunsch benachteiligen und deren Arbeitskultur ein normales Familienleben gerade in Führungspositionen häufig nicht zulässt.

Für eine gleichberechtigte Gesellschaft müssen wir jedoch alle an Veränderungen arbeiten. Männer sind aufgerufen, sich stärker an Familienarbeit zu beteiligen – Hausarbeit und Pflege sind keine Frauenaufgaben. Alltagssexismus darf nicht durch Bezeichnungen wie „Herrenwitz“ oder „Tugendfuror“ klein geredet werden. Sexismus ist keine Banalität, sondern der Nährboden, auf dem sich Gewalt gegen Frauen entwickeln kann. Jede vierte Frau in Deutschland hat Gewalt erlebt. Diesem offensichtlich massiven Problem kann man nicht mit Ignoranz begegnen, man muss sich stattdessen mit all seinen Wurzeln befassen und sie bekämpfen.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern basiert auf der Grundannahme, dass Menschen unabhängig vom Geschlecht gleiche Ansprüche, Rechte und Pflichten haben sollen. Das ist auch die Vision der Piratenpartei. Wir glauben, dass unsere Gesellschaft eine glücklichere sein wird, wenn wir diese Vision gemeinsam erreichen. Sie ist auch für Männer eine Chance, da auch ihr Leben freier und reicher wird, wenn niemandem mehr Rollen zugeschrieben werden.

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Kommentare

30 Kommentare zu Internationaler Frauentag: „Wir brauchen eine offensive Gleichstellungspolitik“ – Ein Gastbeitrag von Anke Domscheit-Berg

  1. Kolja Sulimma schrieb am

    „Piraten wollen, dass alle Menschen unabhängig vom Geschlecht frei wählen können, wie sie Berufs- und Familienarbeit teilen und organisieren. “
    Genau dafür ist aber die gemeinsame Veranlagung sinnvoll: Leute die einen gemeinsamen Haushalt führen, also ihr Geld in einen Topf werfen, sollten genausoviel Steuern zahlen, wenn nur einer das Geld verdient wie wenn beide gleichviel verdienen. Eine Abschaffung des Splitting würde aber genau dazu führen, dass die gemeinsame Steuerlast stark davon abhängt, wie das Einkommen verteilt ist.
    Als das Steuergesetz geschrieben wurde gab es gemeinsame Haushaltsführung nur in Ehen. Das ist veraltet. Deswegen sollte das Splitting auf alle ausgeweitet werden, die einen gemeinsamen Haushalt führen. (Bei Polyamoren können das auch mehr als zwei Personen sein.)
    Das die gemeinsame Veranlagung oft auch dann angewendet wird, wenn der Steuervorteil nachher gar nicht geteilt wird, kann man anders regeln. z.B. könnte man gesetzlich festlegen, dass eine gemeinsame Veranlagung automatisch dazu führt, dass die Veranlagten eine GbR bilden und das Einkommen Gesellschaftseinkommen wird, also allen gemeinsam verwaltet wird.

    • Anonymous schrieb am

      Pragmatisch wäre es, das Steuersystem einfach so radikal zu vereinfachen, dass es keinen Unterschied mehr macht, ob es Splitting gibt oder nicht und in welcher Steuerklasse man ist.

      x Euro BGE für alle, x% Einkommenssteuer auf sämtliches Einkommen (einheitlicher Steuersatz für alles).

      Da macht es dann auch keinen Unterschied mehr, ob man Ehegattensplitting hat oder nicht und was für Steuerklassen man hat. Es gäbe keine Freistellungsaufträge, Lohnsteuerkarten, Steuerklassen etc. mehr. Nur Freiberufler, Selbstständige und alle anderen, bei denen man die Einkommenssteuer nicht indirekt erheben kann, müssten noch eine Steuererklärung schreiben. Und vielleicht noch die Reichen, wenn man eine extra Reichensteuer einführen will.

  2. Kolja Sulimma schrieb am

    Noch eine Anmerkung zur freien Wahl: Derzeit kann eine verheirate Person alleine entscheiden, dass sie getrennt veranlagt werden möchte. Oder sie kann mit Zustimmung des Partners oder der Partnerin gemeinsam veranlagt werden. Nach Abschaffung des Splittings hat sie diese Wahmöglichkeit nicht mehr, nur noch die getrennte Veranlagung ist möglich. Wie die Wegnahme von Wahlmöglichkeiten die Entscheidungsfreiheit fördern soll ist mir nicht klar.
    In einer Ehe in der das Einkommen geteilt wird profitieren gerade die Partner mit niedrigerem Einkommen übeproportional von der gemeinsamen Veranlagung.

    Der eigentliche Skandal ist, dass nur Eheleute die Möglichkeit haben, die Steuerberechnung der tatsächlichen Lebensführung anzupassen (gemeinsamer Haushalt).

    • Hermann Köster schrieb am

      Es ist tatsächlich nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet Eheleute das recht auf Splitting haben. Aber neben einer Ausweitung dieses Rechts wäre meiner Meinung nach auch eine Begrenzung auf Partnerschaften mit Kind eine Möglichkeit!

    • qed schrieb am

      Wieso ist dies ein Skandal?

      Vielleicht werfen Sie mal einen Blick ins Familienrecht.
      Dort wird im Scheidungsfalle so getan, als hätten immer beide zu gleichen Teilen das Vermögen erworben und entsprechend wird es verteilt, auch wenn es nur einer verdient hat.
      Sie möchten also, daß bei beliebigen Partnerschaften, die einen gemeinsamen Haushalt führen Splitting gelten soll, obwohl sämtliches erworbene Vermögen dem verbleibt, der es erworben hat?
      Dies stellt leicht nachvollziehbar eine krasse Benachteiligung eines Verheirateten dar, der geschieden wird und das sind regelhaft geschiedene Männer.
      Oder möchten Sie gar, daß irgendwie Verpartnerte später den erworbenen Zugewinn teilen, egal, wer ihn verdient hat?
      Dies entspräche einer Zwangsverheiratung aller, die in einem gemeinsamen Haushalt leben!
      Wie wäre es denn damit, die Ursache des Splittings, nämlich die ausbeuterische Steuerprogression abzuschaffen?
      Oder sind Piraten inzwischen so staatstragend, daß jede steuerliche Zumutung hingenommen wird wie die Invasion von Feministinnen wie der da oben?

      • Ernstl schrieb am

        Dies entspräche einer Zwangsverheiratung aller, die in einem gemeinsamen Haushalt leben!

        Diese gibt es längst. Zwei Menschen die in einem Haushalt leben sind nach SGB längst schon zwangsverpartnert. Das ist auch ein Unding!

  3. sebi-rockt schrieb am

    Ein weiterer Punkt zur Gleichstellung ist das Elterngeld. Es wäre vorteilhaft, wenn das volle Elterngeld nur dann ausbezahlt würde, wenn beide Eltern die Elternzeit in gleichem Maß in Anspruch nehmen. (Von mir aus auch bis 60:40) Momentan gibt es nur zwei zusätzliche Monate, wenn sie der Vater nimmt. Das ist nicht ausreichend um eine ausgeglichene Verteilung der Familienarbeit zu fördern. Ohne eine ausgeglichene Familienarbeit wird es aber auch keine Chancengleichheit im Berufsleben geben.

    • Hermann Köster schrieb am

      Einerseits haben Sie den entscheidenden Punkt richtig erkannt: Nur wenn Männer ebenso häufig die Kinderbetreuung übernehmen wie Frauen, kann die Benachteiligung der Frau im Berufsleben vollständig überwunden werden. Andererseits: Männer haben es durchaus schwerer als Frauen eine berufliche Pause zu Gunsten von Kindern einzulegen als Frauen, weil es bedauerlicherweise Chefs gibt, die das bei Frauen für normal halten, bei Männern dagegen für inakzeptabel. Wollen sie Paaren, bei denen der Mann das Pech hat in diesem Punkt diskriminiert zu werden auch noch weniger Geld zugestehen?

      • qed schrieb am

        „Nur wenn Männer ebenso häufig die Kinderbetreuung übernehmen wie Frauen, kann die Benachteiligung der Frau im Berufsleben vollständig überwunden werden.“

        Es ist nicht bekannt, daß Frauen zum Kinderkriegen gezwungen werden, 40% der Akademikerinnen sind kinderlos.
        Ebensowenig ist bekannt, daß die Aldikassiererin einen entscheidenden Karriereknick erleidet, wenn sie eine Zeit lang ein Kind betreut.
        Völlig unbekannt ist, daß alle Frauen Spitzenkarrieren machen (wollen), die durch Kinderkriegen zunichte gemacht werden.
        Dies betrifft ernsthaft nur eine winzige Schicht von Karrierefrauen wie die ‚Golden Skirts‘.
        Setzen sich die Piraten also für diese winzige Schicht einer feministischen Funktionärselite ein?
        Auch Männerkarrieren sind mit häufigen Ortswechseln verbunden.
        Können Piraten sich vorstellen, daß es eine Vielzahl von Männern gibt, die auf weitere Karriere verzichten, um ein konstantes familiäres Umfeld wie Schule etc. zu gewährleisten?

  4. Yammiyammi schrieb am

    Piratenpartei jetzt die Quotenpartei – Das ist das Ende. Ich will euch nicht im Bundestag sehen. Früher ging es um wichtige Themen, wie Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung. Heute geht es um Bevorzugung von Frauen. Wo gibt es denn heute noch eine „Benachteiligung“ von Frauen? Nirgends! Die die was können, sind überall auf dem Vormarsch. Die Wahrheit ist: „Führungsstellen in den 200 größten Unternehmen Deutschlands“ sind für 97 % der GESAMTbevölkerung unerreichbar. Wer wird schon Vorstandsmitglied in einem DAX-Konzern oder Bundeskanzler? Das ist auch für die meisten Männer unerreichbar.

    Gleichgestellt werden müssten inzwischen eher die Männer. Zum Beispiel durch Abschaffung der bevorzugten Einstellung von Frauen.

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  6. Gegenstandpunkt schrieb am

    Wann wird Anke Domscheit-Berg endlich mal auffallen daß die Schlechterstellung der Frauen Produkt der Gleichbehandlung nach den Maßstäben der gültigen Wirtschaftsordnung war und ist: Wo Löhne Kosten sind und der Arbeitgeber möglichst viel Leistung für wenig Geld sehen will, da sucht er sich seine knapp kalkulierten Leistungsträger – schon gleich bei übervollem Arbeitsmarkt – nach extrem kleinlichen Maßstäben aus.

    Die wirkliche, oder auch bloß mögliche Einschränkung des Zur-Verfügung-stehens, die das Kinderkriegen (samt staatlichem Mutterschutz) nun einmal für den Arbeitgeber bedeutet, schlägt als Konkurrenznachteil gegen die Bewerberin aus und muß von ihr durch lohnmäßige Sonderangebote so wie Extraleistung ausgeglichen
    werden.

    Am Kapitalismus hat Anke Domscheit-Berg nichts auszusetzen, außer Frauen nicht richtig mitmachen dürfen, beim Regieren & Ausbeuten – bürgerlicher Feminismus eben.
    Aber krankt die Welt wirklich daran das Frauen nicht genügend Macht bzw. Führungspositionen inne haben? Ich denke nicht.

  7. Die Sexistinnen kommen schrieb am

    Namensbeiträge? Ist das der neue Weg um die Beschlüsse der Parteitage zu umgehen? Geht ja schon gut los mit „unseren“ Spitzenkandidaten. Noch nicht einmal im Parlament und schon verdrehen sie den Willen der Basis.

    Ich sehe nur drei Kommentare (Datum: 8.03.), obwohl der Beitrag mit dem Programm kaum vereinbar ist. Von „OFFENSIVER GLEICHSTELLUNGSPOLITIK“ wurde nie etwas beschlossen! Wahrscheinlich werden die anderen von willfährigen Helfern zurückgehalten. So nimmt man im Stile eines Zensors Einfluss auf die Meinungsbildung der Partei.

    Nieder mit dem Neosexismus radikaler Feministinnen. Für Postgender!

  8. Hermann Köster schrieb am

    „Wenn im August dieses Jahres der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz in Deutschland greift, werden immer noch über 200.000 Plätze fehlen und vielen Müttern damit keine Wahl gelassen.“

    Wenn man „vielen Müttern“ durch „vielen Erziehenden“ o.ä. ersetzen würde, wäre die Aussage noch ebenso wahr, aber nicht mehr sexistisch. Ich bin da im Allgemeinen nicht allzu zimperlich, aber gerade in Beiträgen in denen Sexismus kritisiert wird, sollte man schon auf solche Kleinigkeiten achten!

    • qed schrieb am

      „Sexistisch“- was soll das sein?
      Ich kenne das Wort nur als feministisch- orwellschen Neusprech.

  9. Jalte schrieb am

    Als die Piratenpartei entstand, war ein wichtiges Anliegen, dass alle Menschen ohne Sicht auf das Geschlecht gleich sind. Deshalb wurde nicht zwischen männlichen und weiblichen Piraten unterschieden. Das ist Geschichte, die feministische Ideologie greift nun auch in der Piratenpartei. Nun gut, wenn sich die heutige Tendenz fortsetzt, schafft sich die Piratenpartei ja von selbst ab.
    Ein Ehrentag für eine bestimmte Gruppe sollte eigentlich die Vorzüge der betroffenen Menschen herausstellen. Gerade bei Frauen gibt es darüber viel zu berichten. Aber was erfährt man am Weltfrauentag über Frauen? Ausschließlich wehklagen über die angeblich benachteiligte Hälfte der Menschheit. Nehmen wir als Beispiel den auch von Anke widergekäuten angeblichen Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen. Es gibt jedoch keine unterschiedlichen Tarifverträge nach Geschlecht. Jede Frau hat wie jeder Mann heute die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welchen Beruf sie ergreifen will und ob sie Voll- oder Teilzeit arbeiten will. Jeder Frau steht die Entscheidung offen, ob sie lieber Karriere machen oder Kinder großziehen will. Ich habe noch keine Klagen von Männern gehört, dass sie in schwierigeren Berufen und mit längeren Arbeitszeiten zwar statistisch mehr Geld verdienen, aber mit einem erheblichen Teil dieses Geldes Frauen, die nicht oder Teilzeit arbeiten (sowie die gemeinsamen Kinder) finanzieren. Frauen geben heute mehr Geld aus als Männer, auch das Geld, das teilweise von Männern verdient wurde. Männer klagen noch nicht einmal wirklich darüber, dass sie mit staatlichem Millionenaufwand z.B. von Professorenstellen ausgeschlossen werden, weil diese Posten inzwischen einem als benachteiligt dargestellten Geschlecht zugeschanzt werden.
    Wäre ich eine Frau, würde ich mich darüber beschweren, wenn pauschal die Frauen als Opfer dargestellt werden. Ich würde einfordern, dass die Frauen an ihrem Ehrentag geehrt würden und nicht als angebliche Opfer erniedrigt. Aber das würde der Strategie des Feminismus zuwiderlaufen. Und deshalb musste Anke auch diese unwürdige Presseerklärung zum Weltfrauentag schreiben.

    (Mehr zum Thema 23% hier:
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/gleichberechtigung/frauen-niedrige-loehne-maenner-29435228.bild.html )

  10. Mr. T schrieb am

    Ich arbeite im Sozialen Bereich, einem Bereich der von Frauen dominiert wird. Dort erlebe ich, wie Frauen das gleiche Verhalten an den Tag legen wenn sie in der Überzahl sind, wie Männer wenn sie in der dominanten Position sind. Ich kann Frau Domscheit-Berg nur ans Herz legen sich tiefer mit dem Feminismus auseinander zu setzen. Es gibt Gründe dafür, warum er von hohen Finanziers gesponsort wird/wurde, einer ist die tradiierten Rollenbilder von Männern und Frauen zu Ungunsten der Familie zu verändern. Es geht darum die Familie zu zerstören flankiert von linker Ideologie und einem Freiheitsbegriff, der nicht im mindesten etwas mit Freiheit zu tun hat.

    Ich ging in die Piratenpartei weil sie frei denkt und sich nicht selbst mit ideologischen Hirngespinnsten unterminiert, sonst wäre ich jetzt bei der Linken oder bei den Grünen.

  11. Daniel schrieb am

    Feminismus-Check :

    – Märchen von Gender-Pay-Gap ? Check ! Yepp, jetzt auch bei den Piraten vorhanden

    – virtuelle Benachteiligungen herbei phantasieren ? Check ! Die pöse „Gläserne Decke“ ins Spiel gebracht

    – Klar machen, dass nur die Piratinnen selbst wissen was gut für ALLE Frauen ist ? Check ! Das böse Betreungsgeld verführt Frauen zu Hause zu bleiben. Diese Frauen wissen offenkundig nicht selbst was für sie gut ist

    – Grundsätzlich den Männer alle Schuld zu weisen ? Check ! – „müssen wir jedoch alle an Veränderungen arbeiten. Männer sind aufgerufen …“ – alle heißt selbstverständlich : alle außer dem Frauen
    – jede Banalität männlichen Verhaltens verteufeln ? Check ! „Sexismus ist keine Banalität, sondern der Nährboden, auf dem sich Gewalt gegen Frauen entwickeln kann“ – Endlich ausgesprochen : Der Herrenwitz ist die Einstiegsdroge zum Frauenschänder !

    – die üblichen Lügen zum Thema häusliche Gewalt verbreiten? Check ! „Jede vierte Frau in Deutschland hat Gewalt erlebt. “ – Yepp, die Studien zitieren in denen auch die Kriegserlebnisse von 80jährigen Frauen eingeflossen sind und schubsen, Anschreien, oder sogar zu schnelles Autofahren mit der Partnerin als Beifahrer als „Gewalt“ definiert wird. Die hunderten internationalen Studien die besagen, dass die häusliche Gewalt nahe zu 50:50 von Frauen UND Mann ausgehen oder das lesbische Paare in gleichem Maße betroffen sind erfolgreiche ignorieren. Doppel-Check !

    Das Paradies versprechen wenn endlich die böse Männer alle bekehrt sind ? Check ! „Wir glauben, dass unsere Gesellschaft eine glücklichere sein wird, wenn wir diese Vision gemeinsam erreichen.“ – Hallejuja, gelobt sei der/die/das GottIn im Himmel, Friede, Freude , Feminismus !

    Gratulation, Liebe Piratenpartei – Feminismus-Check bestanden.
    Und weil Ihr so brav seid, dürft Ihr jetzt auch ans Tischchen zu GRÜNEN&Linke&SOZIS.

    Ein werter Ex-Wähler, dem der ganze GENDER-SCH… gestohlen bleiben kann !

  12. Mr. T schrieb am

    Zweiter Versuch,

    als Piratenparteimitglied bin ich etwas verwirrt, dass meine letzte Antwort hier nicht erschienen ist.
    Dieser Versuch sollte aber klappen, ansonsten frage ich mich, weshalb mein kritischer Beitrag nicht veröffentlicht wird…

    Erneut, Frau Domscheit-Berg sollte sich nocheinmal explizit mit dem Feminismus auseinandersetzen und welchen Sinn er unter anderen (positiven Aspekten) noch verfolgt. Er unterminiert die Familie, soll bestehende Rollenbilder brechen um angeblich zur Freiheit für Frauen zu führen. Wie sieht diese Freiheit aus? Sind wir frei wenn wir Macht besitzen und Konsumgüter erwerben können?

    Ich arbeite im sozialen Bereich, einer „Frauendomäne“. Frauen in Machtpositionen zeigen das gleiche Verhalten wie Männer in Machtpositionen. Wäre es nicht sinnvoll die Machtpositionen zu hinterfragen, anstatt unser Selbstverständniss bzw. Rollenbild? Btw. Frauen verdienen die gleichen Positionen wie Männer und sie leisten ebenso wie Männer grossartige Arbeit. Dies muss gewürdigt werden. Aber es ist komplizierter und es geht noch um viel mehr.

    Hoffe es wird diesmal veröffentlicht, sonst komme ich ins grübeln…

  13. Peter Herrscher schrieb am

    Zwei mal habe ich dir Piraten gewählt. Damals, als noch Vernunft und Logik die Richtung in der Partei vorgaben und nicht eine krude Gender-Ideologie. Jetzt ist der Laden feministisch unterwandert, wie man an solchen Pamphleten sieht. Das war’s dann.

  14. Basti schrieb am

    Ein schrecklicker Artikel und überaus sexistisch gegenüber Männern, da doch nur von Frauenbedürfnissen und „Müttern“ die Rede ist. Frauen sind heutzutage gegenüber Männern schon gleichgestellt bzw. haben sogar Vorteile, die Männer nicht haben, siehe den Beitrag von Jalte, siehe Frauenbeauftragte, etc.
    Es ist zwar ein alter Hut, dass die Argumente des/der Feminismus/Gender Politik/Frauenbevorteilungslobby Schwachsinn sind, aber hier noch einmal ein aktueller Artikel zur Frauenquote.

    (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/personalmanager-oliver-maassen-warum-die-frauenquote-nichts-bringt-a-886352.html)

    Hier ein Zitat des ex-Personalers: „Wenn ich drei Männer und drei Frauen in der engeren Wahl habe und alle gleich gut sind, würde ich keine Sekunde zögern und die Frau nehmen.“

    Und das sogar ohne Frauenquote. Zieht euch warm an Männer, denn ihr werdet bei gleichen Bewertungen immer einen Nachteil gegenüber Frauen haben. Aufgrund des Geschlechts. Zumindest bei dieser Bank. Höchstwahrscheinlich aber auch in vielen anderen Unternehmen.
    Benachteiligung von Frauen ist Diskriminierung, während die Benachteiligung von Männern „Gleichstellung“ ist.
    Wenn von Frauenquoten gesprochen wird, geht es ironischerweise auch nur um die relativ sicheren und verletztungsarmen Bürojobs. Ich habe noch nie eine Feministin gehört, die sagte, dass Frauenquoten bei der Fließbandarbeit, in den Bergwerken, bei der Feuerwehr, bei der Müllabfuhr, auf dem Bau, etc. etc. eingeführt werden sollen. In diesen Jobs beträgt die Männerquote immer noch 95-100%. So einen harten Job, möchte Frau ja auch nicht machen, dafür ist der Mann gut. Tolle Gleichstellung.

    Zitat: „Alltagssexismus darf nicht durch Bezeichnungen wie „Herrenwitz“ oder “Tugendfuror” klein geredet werden. Sexismus ist keine Banalität, sondern der Nährboden, auf dem sich Gewalt gegen Frauen entwickeln kann. Jede vierte Frau in Deutschland hat Gewalt erlebt. Diesem offensichtlich massiven Problem kann man nicht mit Ignoranz begegnen, man muss sich stattdessen mit all seinen Wurzeln befassen und sie bekämpfen.“

    Ich persönlich habe das Glück mit einem recht attraktivem Äußeren gesegnet zu sein. Vor ca. einem Jahr war ich in einer Bar, in der sich auch ältere Frauen (um die 30) aufhielten. Ich selber war zu dem Zeitpunkt noch 22.
    Eine dieser Frauen kam auf einmal rüber und fing an mich an den Schultern und Armmuskeln anzufassen, grinste doof und lallte: „Du siehst richtig heiß aus, gib mir was zu trinken aus.“.
    Ich verneinte, worauf sie mich weiter angrabbelte und rumnölte: „Ach komm schon.“. Ich habe sie stehen gelassen und bin wieder zurück zu meinen Freunden gegangen. Ende der Geschichte.
    Da ich allerdings ein erwachsener Mensch bin und ein Gehirn habe, das ich auch benutze, folgte kein #Aufschrei. Ich war nur für einen kleinen Moment angeekelt und das wars.
    Wäre diese Frau natürlich Angelina Jolie gewesen, dann wäre ich nicht angeekelt gewesen.

    Und wäre Herr Brüderle ein junger, charmanter Brad Pitt gewesen, dann hätte diese „Journalistin“ nicht #aufgeschrien. Damit, dass das Erscheinen dieses Artikels hinterhältig und kalkuliert war, möchte ich erst gar nicht anfangen.

    Gewalt gegen Frauen.

    1. Für einige Frauen ist Gewalt, wenn der falsche Mann sie anguckt oder anflirtet. Werdet endlich erwachsen. Wenn Männer nicht den aktiven Part (=Ansprechen, Gespräch führen) übernehmen würden, gäbe es größtenteils keine Beziehungen/Liebe/Sex mehr. Für niemanden.

    2. Es gibt echte Gewalt gegenüber Frauen und Kindern, ausgeübt durch Männer. Das ist traurig und falsch.

    3. Es gibt echte Gewalt gegenüber Männern und Kindern, ausgeübt durch Frauen. Das ist traurig und falsch.

    Einige Statistiken zur Gewalt ausgehend von Frauen. Nicht aus der EMMA, sondern vom Statistischen Bundesamt und vom Bundeskriminalamt. Ihr müsst nach unten scrollen und auf „vollständiger Artikel“ klicken, um die Statistiken zu sehen.
    http://www.jurablogs.com/de/weltfrieden-100-weltfrauentag-zwischen-angela-merkel-ruby-rubacuori-kristina-schroeder

    Abschließend zwei lustige Männerwitze. Sehr beliebt in EMMA Kreisen.

    Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem!

    Was ist der Unterschied zwischen einer Männerkrawatte und einem Ochsenschwanz? Der Ochsenschwanz verdeckt das ganze *****loch!

    Beide Geschlechter können Opfer und Täter sein, 50/50. Die Medien und die Politik zeigen nur eine Seite. Frauen sind nicht besser als Männer und Männer sind nicht besser als Frauen. Es kommt auf das Individuum an, nicht auf das Geschlecht.
    Die/Der heutige Gleichstellungspolitik/Feminismus ist ein Konstrukt aus infantilem weiblichen Verhalten, gepaart mit Lügen und Hass auf Männer generell. Da kann ja nichts draus werden.

    PS: Wieso suchen Frauen, die Karriere und Kinder haben wollen nicht einen Mann, der bereit wäre zuhause auf die Kinder aufzupassen? Eine KITA wäre für mich nur eine Notlösung.

    • Ernstl schrieb am

      Erstaunlich, Basti, dass du genau die Männerfeindlichkeit hier breittrittst, die du als ungerecht anklagen willst.
      Du bist nicht benachteiligt, wenn du dich selber schlägst, indem du männerfeindliche Witze verbreitest. Nur dumm.

      • Basti schrieb am

        Vielleicht solltest du den Rest meines Geschriebenen lesen und nicht unten anfangen. Die Links klicken hilft auch. Um Männerfeindlichkeit aufzudecken, muss man sie ausschreiben, das ist doch ganz logisch. Benutze dein Gehirn.

        „Du bist nicht benachteiligt, wenn du dich selber schlägst, indem du männerfeindliche Witze verbreitest. Nur dumm.“

        Zitat: „Sehr beliebt in EMMA Kreisen.“

        Wie gesagt, lesen hilft. Ziemlich dumm, wenn man es nicht kann.

  15. Bombe 20 schrieb am

    Verständnisfrage: Als das letzte Mal von der Piratenpartei eine solch sexistische PM herausgegeben wurde, hieß es hinterher, diese sei nicht autorisiert gewesen, spiegele nicht die Position der PP wider und stamme nur von wenigen Piraten, die zufällig im Vorstand säßen und deshalb die Möglichkeit hätten, ihre persönlichen Befindlichkeiten als die der Partei auszugeben, obwohl der Vorstand doch eigentlich überhaupt keine Macht hätte.

    Gilt diese Ausrede auch dieses Mal wieder oder darf ich mittlerweile davon ausgehen, daß dieser einseitige, sexistische, freiheitsfeindliche, bestimmte Lebensmodelle herabqualifizierende, postgender-widrige, vor Falschbehauptungen nur so strotzende, kurz also: feministische Text, herausgegeben als Pressemitteilung der Bundes-Piratenpartei, auch tatsächlich deren Politik und damit das widergibt, was sie im Bundestag anstreben würde, wenn ich ihr bei der anstehenden Wahl meine Stimme gäbe?

    Bombe 20

    • Bombe 20 schrieb am

      Ich würde mich ja bedanken, wenn ich von irgendwem, der sich dazu autorisiert fühlt, eine Antwort bekommen würde.

      Beim letzten Vorfall dieser Art hieß es hinterher:

      Nichtsdestotrotz werden wir in Zukunft solche Sachen in einer Rubrik “Vorstandsbeschlüsse” im LQFB vorher abfragen – besonders, wenn es sich um leicht strittige Themen handelt. (…) Eure Kritik an dem Vorgehen ist wichtig und wir werden das in Zukunft besser kommunizieren und gestalten.

      Diese Pressemitteilung wurde nun, wie auf dem Pad der SG Presse zu sehen ist, von Matthias Schrade, Sebastian Nerz und Markus Barenhoff freigegeben. Wenn wir jetzt mal kurz davon ausgehen, die Piraten würden ihrem eigenen Anspruch gerecht und seien kein nicht ernstzunehmender Witzverein, der in der Politik nur Deko ist und in dem jeder, der einmal irgendein Pöstchen ergattert hat, autokratisch und ohne früher gegebene Versprechen zu beachten folgenlos seine eigenen Ansichten durchdrücken und -selbst wenn sie im Widerspruch zum Parteiprogramm stehen- im Namen der Partei veröffentlichen kann, müßte es ja eine Abstimmung zu dieser PM im Liquid geben.

      Ein Link zu dieser Abstimmung würde zwar die inhaltliche Divergenz zwischen den (veröffentlichten) politischen Ansichten der Piratenpartei in diesem Punkt und meinen nicht reduzieren, aber zumindest das Vertrauen in die Verläßlichkeit der Zusagen des Bundesvorstands und der internen Abläufe stärken.

      Ansonsten warte ich weiterhin gespannt darauf, daß bald „die Piratenpartei“ einen flammenden Aufruf pro Vorratsdatenspeicherung veröffentlicht, solange diese nur dazu verwendet wird, Verbrechen gegen Frauen aufzuklären. Post-Privacy ersetzt Postgender, Hauptsache Post, quasi. Dumm nur, wenn diese fehlende Vertrauenswürdigkeit die Piraten, mal mit guten und wichtigen Themen gestartet, die von keiner anderen Partei ernsthaft angefaßt wurden, noch vor dem ersten Bundestagsmandat in die Postrelevanz führt.

      Bombe 20

  16. Der Stadtfuchs schrieb am

    Anke Domscheid Berg verbreitet hier so viel hanebüchenen Unsinn, das kann man gar nicht alles kommentieren. Das ist die Meinung der Piratenpartei? Na prost Mahlzeit. Liebe Leute, schmeißt diese Frau medienwirksam aus der Partei, dann wird’s vielleicht noch was mit der 5%-Hürde.

    – „werden auch viele dieser jungen Frauen noch an gläserne Decken stoßen“; es gibt keine gläserne Decken. Punkt. Sie sind eine Behauptung von Frauen wie Domscheid-Berg, um die Tatsache, dass im statistischen Mittel Frauen bestimmte für eine Führungskarriere notwendige Opfer wie einen 120%-Einsatz für ein Unternehmen nicht bereit sind zu bringen, „den Männern“ anzulasten.

    – „Unsere Gesellschaft ist nach wie vor stark geprägt von einem gestrigen Rollenbild.“. Nö.

    -„aber immer noch gibt es einen geschlechtsabhängigen Gehaltsunterschied.“ Nö. Gibt es nicht. Punkt.

    -„Die Steuergesetzgebung in Deutschland orientiert sich immer noch an einem längst nicht mehr zeitgemäßen Ernährermodell.“ Wer gibt einer ADB eigentlich das Recht zu behaupten, dass das nicht Zeitgemäß sei? Vielleicht ist ein „alle machen in einer Beziehung grundsätzlich alles Modell“ viel unzeitgemäßer? Weil es dafür sorgt, dass weder Männlein noch Weiblein in einer Beziehung den Erwartungen des/der anderen gerecht werden kann, weil alles (berufliches wie privates) dann eben nur zweimal halb-gut statt einmal richtig-gut erledigt wird?

    – “ Das Ehegattensplitting soll Familien fördern“. Nein, soll es nicht. Das Ehegattensplitting ist eine Konsequenz des Prinips der Ehe, durch die zwei Menschem dem Staat gegenüber erklären, auch finanziell füreinander einstehen. Wenn zwei von einem Gehalt leben, darf das Gehalt nicht so besteuert werden, als würde nur eine(r) davon leben. Ich zitiere mal eben: „Piraten wollen, dass alle Menschen unabhängig vom Geschlecht frei wählen können, wie sie Berufs- und Familienarbeit teilen und organisieren.“. „Wählen“ heißt nicht, es so machen zu müssen, wie Anke Domscheid Berg das gerne haben möchte.

    – „Es ist für ein modernes Land nicht hinnehmbar, dass Frauen sich gegen Kinder entscheiden müssen, wenn sie beruflich keine Nachteile erleiden wollen“. Es ist aber durchaus hinnehmbar, dass sich Frauen dafür entscheiden müssen, ihre Kinder nicht zu sehen, wenn sie beruflich Karriere machen wollen. Wie Männer, die beruflich Karriere machen wollen, eben auch.

    -„und deren Arbeitskultur ein normales Familienleben gerade in Führungspositionen nicht zulässt“. Nein, eine Führungsperson, die eine sein will, muss ihr Familienleben hinter den Führungsanspruch zurücktreten lassen. Sie hat schlicht kein RECHT darauf, andere zu führen, wenn sie dies nicht mit vollem Einsatz tut und dafür auch in ihrem Privatleben Abstriche macht.

    -„Jede vierte Frau in Deutschland hat Gewalt erlebt.“ Mimimi, vermutlich auch *jeder* Mann. Also stellt Euch nicht so an, ihr habts 75% besser. Zivilisation ist nur eine dünne Schicht über den Urtrieben des Affen, der gerade von den Bäumen runtergekommen ist. Das betrifft männliche Uga-Uga-Anmachen genauso wie weibliches Sex-gegen-Status-Tauschen. Lady, wir arbeiten dran, diese zivilisatorischen Schichten wachsen zu lassen. Aber Leute wie Du, die meinen, die Moral mit Löffeln gefressen zu haben und anderen deshalb auf Biegen und Brechen ihre Moralvorstellungen aufdiktieren zu dürfen, sind genau die, die einem dabei im Weg stehen. Urtriebiger („Ich hab recht, ich, ich, ich! Halts Maul oder Du kriegst was auf die Schnauze!! Ich weiß es besser!“) geht’s nämlich nicht mehr.

    Wie gesagt. Schmeißt diese Dame aus der Partei, und besinnt Euch auf das, was Piraten ausmachen könnte. Ein liberal-humanistisches Menschenbild, das anderen nicht per staatlichem Handeln vorschreiben will, wie sie glücklich zu werden haben.

  17. Jalte schrieb am

    Wer sich ein Bild machen möchte, wie es um das Demokratieverständnis bei manchen weiblichen Piraten steht, der sollte sich mal die Einladung zu einer „PiratinnenKon“ ansehen.
    Dort sind ausdrücklich zum ersten Tag „ alle Menschen eingeladen, die sich konstruktiv für die Themen Frauen in der Piratenpartei und Feminismus einsetzen: Männer, Frauen, Eichhörnchen.“
    Also werden Männer (ausgenommen Feministen männlichen Geschlechts) ausgegrenzt.
    Siehe: http://berlin.piratenpartei.de/2013/03/05/einladung-zur-piratinnenkon-am-6-7-april-2013-in-berlin/
    Nicht erwünschte Diskussionsbeiträge werden von Christiane gelöscht.
    https://piratinnenkon.junge-piraten.de/
    Der letzte von Christiane (wie angekündigt) nicht freigeschaltete Beitrag von mit lautet:
    „Jalte 12.03.2013
    Dein Kommentar wird bald veröffentlicht.
    In Neumünster wurde dazu aufgerufen, nach draußen zu kommen, da Fotos gemacht werden sollten. Dagegen habe ich auch nichts einzuwenden. Pirat zu sein und als solcher fotografiert zu werden ist in Ordnung.
    Hätte ich gewusst, dass die Fotos für „Gesichtinnen“ sein sollen, wäre ich in der Halle geblieben. Allein schon der unsinnige Begriff ist unsäglich. Übrigens habe ich versucht, den Schildern in der Halle folgend, in dem verschlossenen Raum, an dem dieses Unwort stand, mit den Initiatoren ins Gespräch zu kommen. Aber dort war niemand und von der Orga konnte mir niemand sagen, was das sollte und wer dahinter steht.
    Mein Foto steht für die Piratenpartei zur Verfügung, aber nicht für feministischen Unsinn wie „Gesichtinnen“. Darauf bitte ich Rücksicht zu nehmen.

    Es ist festzustellen:
    Eine Gruppe innerhalb der Piratenpartei lädt zu einer Konferenz ein, deren Ergebnis offenbar im voraus feststeht. Dabei sind am wichtigen ersten Tag ausdrücklich alle Männer, die sich nicht als Feministen verstehen, ausgeschlossen. Damit weisen sich die Organisatoren als undemokratisch aus.

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Anke Domscheit-Berg (Web: opengov.me),Open Government Expertin, Mitglied der Piratenpartei DeutschlandBild: fotografa/berlin