Nerz empört über Scheinheiligkeit von Hartwig Fischer…

Bild: Tobias M. Eckrich

Sebastian Nerz, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland, kommentiert den Vorstoß des CDU-Politikers Hartwig Fischer, die mit Pferdefleisch verunreinigten Lebensmittel sollten an Bedürftige abgegeben werden:

»Das ist an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Da behauptet Herr Fischer also, er könne es nicht übers Herz bringen, dass gute Lebensmittel einfach vernichtet werden. Das ist eine Frechheit.

Seit vielen Jahren wird ungefähr die Hälfte aller Lebensmittel, die unsere Gesellschaft produziert, weggeworfen, ohne dass diese verdorben oder nicht für den Verzehr geeignet wären.
Supermärkte vernichten tagtäglich hunderte Tonnen genießbarer, frischer Lebensmittel, damit wir bis Ladenschluss frisches Brot in den Regalen vorfinden. Obst und Gemüse werden wegen völlig unbedeutender optischer Mängel vernichtet. Fallen die möglicherweise
mit Medikamenten verseuchten Fertigprodukte da tatsächlich so ins Gewicht?

Herr Fischer hat offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren, anders kann ich mir diese populistische Äußerung nicht erklären.«

Verweise:

[1]http://www.focus.de/finanzen/news/supermaerkte-tonnen-von-lebensmittel-landen-im-muell_aid_601247.html

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Kommentare

35 Kommentare zu Nerz empört über Scheinheiligkeit von Hartwig Fischer…

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  2. agtrier schrieb am

    Man sollte natürlich schon sagen, dass es keinen Grund gibt, Pferdefleisch nicht zu essen (ausgenommen natürlich, man ist Vegetarier). Das ist gutes Fleisch, bei uns aus gutem Grund meist detlich teurer als Rind oder Schwein.

    Wenn etwas dagegen spricht dann ist es eher, dass wir heute eine quasi ’natürliche‘ Abscheu haben, Fleisch von Tieren, die wir als „Haustiere“ empfinden, zu essen. Ob das jetzt Pferd ist oder Katze oder Hund.. Der Gedanke, so etwas zu verspeisen ist ekelerregend. Deswegen wird auch ein „Umettiketieren“, wie es manche Vorschlagen („1a Pferde-Lasagne“) nicht funktionieren.

    Das Problem bei der Sache ist natürlich die Denkweise: „normale“ Konsumenten mögen das nicht essen, also kann man es ja an Sozialhilfe.. pardon: Harz-IV-Empfänger verfüttern, die müssen ja nehmen, was sie kriegen können.

    Und mit dieser Denkweise könnte man auch bald auf die Idee kommen, andere Haustiere, wie z.B. Katzes geben ja auch einen guten Braten ab, und das hat „unseren Großeltern auch nicht geschadet“ (Stichwort: „Dachhase“), da könnte das was das Tierheim zuviel ist, auch an Harz-IV-Empfängerfamilien verteilt werden…

    Immerhin einen Vorteil hätte das (Achtung: Zynismus!) : es dürfte die Zahl der Vegetarier unter den Harzern schnell zunehmen. Wäre ja auch gesünder so.

    Nee, so nicht, Herr Fischer!

    ag.

    • Horst Baars schrieb am

      Hallo,
      Inwieweit ist es möglich eine Strafanzeige gegen MDB Hartwig Fischer zu stellen ?
      Sehe mich zur Zeit dazu veranlasst .
      Im StGB findet sich der Paragraph Volksverhetzung ….
      Schwierige Frage , da ich kein Jurist sondern Ingenieur bin !
      Könnt ihr mir da helfen ?

    • Hüa! schrieb am

      In der Schweiz essen sie sogar Hunde und Katzen und Pferde halt auch.

      Pferdefleisch ist, wenn es von Tieren kommt, die von Anfang an als Schlachttiere gehalten wurden, also keine Medikamente bekommen haben, die für Reittiere erlaubt sind (Antibiotika usw.), sogar gesund.
      Außerdem schmeckt es gut und ein anständiger Sauerbraten ist auch aus Pferdefleisch.
      Außerdem gibt es in Deutschland auch immer noch Roßschlachtereien und in jeder Bevölkerungsschicht Menschen, die durchaus bereit sind, Pferdefleisch zu essen, aber kein einziger Bedürftiger muß dieses Fleisch annehmen. Sie können selbst entscheiden, was die Tafel ihnen in den Korb legt bzw. nicht reinlegt.

      Wie dem auch sei… vielleicht sollte man, statt auf dieser scheinbaren Scheinheiligkeit rumzureiten, genau diese nun zum Anlaß nehmen, mit Herrn Fischer und allen anderen, die dafür zuständig sind, dafür zu sorgen, daß auch all die anderen seit vielen jahren unnötig weggeworfenen Lebensmittel nicht mehr weggeworfen, sondern an die Bedürftigen verteilt werden.

      Ich hab’s echt satt, immer nur zu sehen, daß selbsternannte Moralapostel und Besserwisser immer nur mit dem Finger auf andere zeigen und immer nur auf dem rumreiten können, was die falsch gemacht haben ohne mal die Gelegenheit beim Schopf zu packen und was gutes draus zu machen.

      • Mr Anderson schrieb am

        Das Problem ist das die Dinger gestreckt sind…du kannst kein Zertifikat ausgeben: Rindfleisch mit bissl Pferdefleisch..Denn an den Zutaten wurde illegal manipuliert..und wenn die Regierung sagt, ok wir werden das trotzdem an jemand anderem weitergeben und danach jemand daran erkrankt, dann werden die regierung ein viel größeres Skandal und klagen erleben als jetzt. Zulasten der Bürger. Und was das allerschlimmste an der sache wäre ist, dass die Konzerne dafür belohnt werden das sie geputscht haben. Schließlich, falls man das fleisch trotzdem irgendwie weiterreicht, dann ihren gewinn ebenfalls erwarten dürften. Deshalb darf man da sich nicht von angeblicher moral und nächstenliebe da sich einbläuen lassen!!!

        • Mr Anderson schrieb am

          Was wir aus diesem Skandal und ethnischen überlegungen für die zukunft besser machen können ist die Disskussion für eine weiteren etikett für ein ablaufdatum. Die jetzigen die draufstehen sind qualitätsnachweiße welche „aufjedenflall“ den geschmack beibehält. das heißt lebensmittel werden nich unbedingt danach schlecht, besser gesagt ihre richtlinie ist nicht wann sie schlecht wird (+tolleranz), sondern wann sie anfängt anders zu schmecken. Ich glaub eine weitere ettikette war schon in der vergangenheit in irgendwelchen parteien zur disskussion gekommen…vll sollten die piraten diese diskussion wieder entfachen mit diesem skandal im vordergrund.

    • T. schrieb am

      Ihren ersten drei Sätzen stimme ich zu. Ab dem vierten Satz, in dem Sie das Pferd als Nahrungslieferant mit den Haustieren Katze und Hund gleichsetzen, verlassen Sie jedoch die Realität. In Kriegszeiten stellte das Pferd nicht nur ein Transportmittel, sondern stets auch eine Nahrungsreserve dar. Das galt für Front und Heimat gleichermaßen. Je nach Gegend wurden bis in das 19. / 20. Jahrhundert nicht nur Pferde, sondern auch noch Ochsen zur Landbewirtschaftung eingesetzt. Warum sollte man das eine Tier schließlich essen (also nicht nur in seinem jungen Stadium als Rind), das andere aber nicht, wo das Fleisch genießbar und doch nicht schlechter war?
      Hunde, Katzen und sogar Ratten zu verzehren, ist hingegen aus Extremsituationen überliefert. Stalingrad oder wenig später das hungernde ostpreussische Königsberg sind Beispiele dafür.
      Der Vorschlag, das viele wertvolle (!) Fleisch dieses neuen europäischen Tierfleisch-Skandals nicht sinnlos zu vernichten, sondern damit Menschen zu ernähren, ist ein grundsätzlich richtiger Vorschlag, der aus ethischen Gründen Unterstützung verdient! Was sich über die entfachte Diskussion ausdrückt, ist die Tatsache, dass sich heute über die verzehrten Nahrungsmittel und über deren Bezugsquellen Menschen einzelnen sozialen Schichten der Bevölkerung zuordnen lassen. Und dass auf diesem Wege (wenn auch ungewollt) eine Stigmatisierung der Ärmeren möglich ist, liegt auf der Hand. Und Deutschland hat nach wie vor eine Gesellschaft, die es noch immer liebt, das Stigmatisieren!! Jeder weiß das, und niemand spricht es an. Aber jetzt und bei diesem an sich grundvernünftigen Vorschlag zum Umgang mit dem vielen essbaren Fleisch macht dieser Umstand schlagartig ein Thema daraus und führt vielerorten zum (heuchlerischen) Aufschrei!
      Da gibt es die überzeugten Bioladen-Kunden („Wer kann sich das schon leisten!?“), da gibt es die Masse der Überall-Käufer, da gibt es die begeisterten „Aldifresser“, und dann gibt es eine immer weiter wachsende Zahl von Menschen, die von Jahr zu Jahr schärfer hinsehen müssen, wie sie trotz Vollzeit-Arbeit über die Runden kommen, und die froh über die Discounter Netto, Lidl, Aldi, (…) sind und über jedes Angebot, das ihnen beim Geldsparen hilft.
      Da der Skandal nichts weiter als ein zeitgemäßes Spiegelbild darstellt für den typischen Umgang – einschliesslich der typischen Ignoranz – der Alltagsgesellschaft in Bezug auf die Herstellung von Nahrungsmitteln und genauso auch in Bezug auf das Leid der Tiere (und das nicht erst in vielen Schlachtfabriken), scheint es mir nicht mehr als recht und billig, wenn nun auch die gesamte Gesellschaft beteiligt wird an der Lösung des Problems. Damit spreche ich nicht auf die Kosten einer Fleischvernichtung an, sondern auf die praktische Beteiligung am Verzehr. Die Kantinen von Bundestag, Landtagen, verschiedenen Behörden und Universitäten (!) sowie Großunternehmen lassen sich in einer konzertierten Aktion genauso verpflichten, bestimmte Mengen abzunehmen und aufzubrauchen, wie man andererseits bestimmte Kontingente günstig an ärmere Bevölkerungsschichten abgeben kann. Und Politiker sämtlicher Parteien – gerade die! – sollte man verpflichten, ihren praktischen Beitrag vor laufenden Kameras zu leisten! Das ist ein ernstgemeinter Vorschlag: Nur das persönliche Erlebnis, das eigene unmittelbare Beteiligtsein führt zum Umdenken, und nicht das Zuweisen der praktischen Konsequenzen an andere Bürger bzw. Bevölkerungsgruppen. Zum Wegwerfen ist das viele Fleisch allemal zu schade, das wäre nicht zu rechtfertigen. Und die Politiker werden doch sicher mit gutem Beispiel vorangehen wollen, oder – zumal ein halbes Jahr vor den Bundestagswahlen – etwa nicht!?

      • Katrin Lehmann schrieb am

        Für mich führt etwas anderes zu dem Aufschei „Heuchlerisch“, als sie vielleicht vermuten.

        Bisher ist man ein normaler Dieb und – oft auch – Einbrecher, und wird auch so behandelt, verfolgt und verurteilt, wenn man es für zu schade hält noch gutes Essen wegzuwerfen und deshalb die viele guten Lebensmittel aus den Mülltonnen der Supermärkte wieder rausfischt um sie zu essen.

        Mir ist von der CDU oder Herrn Fischer ganz bestimmt nicht bekannt (und ich erwarte von denen auch höchsten noch gegenteiliges!) dass sie sich für das Entkriminalisieren von Containern für den Privatgebrauch einsetzen!
        Ebenso wie das Entkriminalisieren davon (in den Kommunen, wo das überhaupt noch möglich ist), Sperrmüll von der Straße zusammen.
        Wer sich nimmt, was ich als Sperrmüll auf die Strasse stelle, ist in diesem Land gleich kriminell wie jeder andere Dieb, es sei denn er ist die städtische Müllabfuhr.

        Herr Fischer könnte auch den Supermärkten vorschlagen, ihre Mülltonnen „An dieser Mülltonne können sie sich bedienen. Bei den Lebensmitteln ist normalerweise das Haltbarkeitsdatum abgelaufen, dass heisst aber nicht, dass sie tatsächlich verdorben sind. Bitte bedienen sie sich, wenn sie etwas essbares finden. Die xyz-AG schliesst jegliche Haftung aus.“ oder etwas ähnlichem deklarieren.

        So etwas in der Art hätte er (oder seine Partei) doch schon längst getan, wenn er wirklich was gegen das Wegwerfen von essbaren Lebensmitteln hätte – hat er aber nicht (nehme ich an!). Deshalb SCHEINHEILIG.

        • T. schrieb am

          Dem Etikett nach abgelaufene, aber noch geniessbare Lebensmittel werden nach meiner Kenntnis bereits für gemeinnützige Tafeln eingesammelt, wo ein Interesse besteht bzw. entsprechende Strukturen aufgebaut sind. Darüber hinaus könnte man aber sicherlich die bestehende Praxis des Umgangs mit Lebensmitteln darauf prüfen, ob sie sich im Hinblick auf Bedürftige nicht noch deutlich optimieren lässt. Die aktuelle Situation sollte dazu als Anlaß genommen werden, das sehe ich auch so wie Sie.

        • Moritz S. schrieb am

          Ach ja! Sie kaufen also Lebensmittel, die als abgelaufen deklariert sind??? Und jede Wette ihre Wohnung ist nur mit Möbeln, die sie vom Sperrmüll haben ausgestattet???

          Man sollte sich einmal fragen, wie man selbst handeln würde. Die meisten Menschen kaufen keine Abgelaufenen Lebensmittel, aus Prinzip. Es muss also eine grundsätzliche Änderung geben, zum Beispiel eine Sammelstelle für noch gebrauchbaren Sperrmüll oder anstatt einer ,,läuft am…ab“ eine ,,Garantie bis…“ Etikette, u.s.w.

          • B.S. schrieb am

            Wenn es einen reduzierten Preis hat, klar. Warum soll ich einwandfreies Zeug nicht nehmen, nur weil das MINDESThaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Diese Lebensmittel (Fleisch aus der Kühlung vllt mal ausgenommen) sind meistens noch relativ lange darüber haltbar, weil eben nur bis zum MHD die Konsistenz o.ä. sichergestellt werden kann. Beim gleichen Preis nehm ich halt dann das neuere Lebensmittel, aber sonst bin ich froh, dass der Supermarkt um die Ecke so eine Reduziert-Ecke anbietet. Ebenso gibts bei manchen Supermärkten Brot von gestern zum halben Preis usw.

            Man kann bei Produkten NICHT garantieren, bis wann die noch gut sind (genießbar), da man den Tag nicht bestimmen kann. Man gibt halt einfach an, bis wann die MINDESTENS noch genau so sind, wie sie aus der Fabrik kommen, darüberhinaus können die – ich wiederhole mich – noch sehr lang haltbar sein.

            Wer zu DUMM ist, das zu kapieren, der soll sich halt einreden, dass alles über dem MINDESThaltbarkeitsdatum „doof“ ist und alle anderen es genauso machen und ggf ne Änderung her muss…

            Wer sich mal die „Mühe“ macht in den Kleinanzeigen o.ä. zu schauen, wie Möbel verschenkt werden usw, der wird erstaunt sein, was andere Leute wg. Umzug usw. nicht mehr brauchen können. Da braucht man nichtmal auf den Sperrmüll vor der Tür zu verweisen, denn das meiste wird in den Anzeigen stehen. Anrufen, fragen ob das gewünschte Möbelstück noch da ist, abholen. Wir haben so zum Teil richtig tolle und noch gut aussehende Möbel abstauben können. Das Einzige Beispiel, was ich kenne, wo jemand was vom Sperrmüll hatte, waren Spiegel, deren Einfassung kaputt war. Da nur die Spiegel benötigt wurden, war das ne tolle Sache.

            Sollte man mal entkriminalisieren.

  3. Uwe Kre schrieb am

    Super geschrieben! Bester Pirat auf der Kommando Brücke!

  4. Jeanette schrieb am

    Vermutlich hat Hartwig Fischer nur zuwenig nachgedacht, als ihm einfiel, man könne doch Pferdefleischlasagne an Tafeln, Bedürftige und arme Menschen verteilen. Natürlich ist es ganz rührig, genießbares Essen nicht der Vernichtung zuzuführen, aber warum gerade an arme Menschen? Sind CDU-Politiker sich dazu zu fein? Scheut man gar ein unkalkulierbares Restrisiko? Herr Fischer hat wohl – wie viele andere reiche Menschen, Politiker und Eliten – vergessen, das auch arme Menschen Stolz haben und nicht mit „vermeintlichen Abfallprodukten“ abgespeist werden wollen. Das kommt nun davon, wenn politische Redner „von den Menschen da draußen“ oder „den Menschen“ ständig in der „dritten Person“ sprechen… besonders Frau Merkel nutzt diesen fiesen Terminus nur zu gerne, so als gäbe es eine unüberwindbare Kluft zwischen politischer Elite und dem gemeinen Mob.
    Dabei sollte gerade der Spruch „Wir sind das Volk“ in Ihren Ohren noch nicht verklungen sein, Frau Merkel!!!

  5. Herbie schrieb am

    Der Herr Fischer ist CDU Politiker, und Populist. Ist er scheinheilig? Aber natürlich ist er das. Er erfüllt sozusagen meine „Erwartung“ mit dem was er da von sich gibt.

    Leider, leider folgt der Herr Nerz dem gleichen Spiel und begibt sich in einen Wettstreit: wer ist scheinheiliger!

    Die Supermärkte werfen als tonnenweise Lebensmittel weg. Ein Skandal? Aber klar ist das ein Skandal. Die Haushalte werfen noch mehr weg? Klar ein Skandal. Fully Agreed!
    Auf die paar Tonnen Fertiglebensmittel die (möglicherweise komplett Medikamentenfrei, soweit bisherige Tests zeigen) mit Pferdefleisch produziert sind, auf die kommt es jetzt nicht mehr an. Wegwerfen. DON’T Agree!

    Klar ist der Fischer ein Populist.
    Aber er hat nicht gesagt, dass man jemand dazu zwingen wird, Pferdefleisch zu essen.
    Wenn man es Leute frei stellt, ob sie Pferdelasagne essen mögen (sofern sie bei den Tests als Medikamentenfrei getestet werden), kann ich da nichts schlimmes dabei finden. Ich werds mir nicht holen. Aber es gibt in Deutschland noch Pferdemetzger (nur noch sehr wenige) und es gibt auch Leute die kaufen sich das in Ungarn oder Tschechien. Sollen sie, sehe ich sehr entspannt.

    Der Sinn der Tafelläden ist es grundsätzlich solche Lebensmittel zur Verteilung zu bringen, die Lebensmitteltechnisch einwandfrei sind. Die werden angeboten und niemandem aufgezwungen.

    Ich persönlich gönne mir den „Luxus“ bei meinem lokalen Metzger einzukaufen, da bin ich einigermaßen sicher, dass ich an dem Rind schonmal auf der Weide im Tal vorbeigefahren bin.

    • Katrin Lehmann schrieb am

      Vertrieb von fasch – Deklariertem Fleisch über die Tafeln? Mit mir höchstens, wenn die Tafeln verpflichtet werden, das Zeug ausnahmslos zu verschenken!
      Und die Tafeln öffentlich bekannt geben, dass sie das Zeug für die Armen an die Armen abgeben, aber sich gleichzeitig für die Herkunft ihrer Produkte (= Betrüger) zu tiefst schämen.

      Eigentlich sollte das Zeug medienwirksam weggeworfen werden (oder die verantwortlichen, wenn sie wollen, gerne mit Unterstützung von Politikern, Reichen oder ihren Freunden gezwungen werden, ihr Zeug selber zu essen.). Damit jeder sehen, kann jeder Pfennig und jeder Handschlag der in Betrug gesteckt wurde war: vollkommen umsonst.
      Es ist nicht nur kein Geld damit verdient wurden, sondern es ist auch niemand davon satt geworden.

  6. Besucher schrieb am

    Bitte fordern Sie von der Piratenpartei Herrn Fischer auf öffentlich und live vor der Kamera solches mit Medikamenten verseuchtes Pferdefleisch zu essen. Er soll seinen Worten Taten folgen lassen und eine gute Portion Pferdefleisch gut gewürzt mit Phenylbutazon essen. Bestehen Sie bitte darauf und schlagen Sie dieses öffentlich dem Herrn Fischer vor!

    • Katrin Lehmann schrieb am

      Herr Nerz sollte Herrn Fischer beauftragen, einen Vorschlag zu unterbreiten, was er denn mit dem machen will, was die ganzen Supermärkte täglich an noch nicht verdorbenen Zeug wegwerfen. So ein Arbeitsauftrag käme, im Fall Herr Fischer wäre doch nicht scheinheilig, gleich dem Gewissen von Herrn Fischer zu gute.

      Öffentlichkeitswirksam wäre vielleicht der Auftrag von Herrn Nerz an Herrn Fischer, dazu in Begleitung des öffentrechtlichen-Fernsehens die zuständigen Vorstände der Supermarkt-Konzerne zu besuchen, mit ihnen das Problem zu besprechen und dabei auch die Mülltonnen zu inspezieren. Gerne auch bei Hunger einiges von den noch guten Sachen da rausnehmen und vor laufender Kamera einfach essen.

  7. akStuttgart schrieb am

    @agtrier: Das Problem ist doch, dass Pferde in den Lasagnen sind die eigentlich garnicht hätten geschlachtet werden dürfen. D.h. dass diese Tier u.a. Medikamente (in Dosen) bekommen haben, die einem Pferd, das von vornherein zur Schlachtung bestimmt ist niemals verarbreicht worden wären und eben insgesamt keine Kontrollen wie bei Schlachtpferden stattgefunden haben.

    Schönes WE :)

  8. T. schrieb am

    „Herr Fischer hat offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren, anders kann ich mir diese populistische Äußerung nicht erklären.“ – Weshalb muß hier sofort wieder von angeblichem Populismus die Rede sein? Liegt es daran, dass der Vorschlag von einem Herrn Fischer kam, und dieser Herr Fischer ein Politiker der CDU ist?
    Es fällt mir auf, dass durchgängig jede, wirklich jede Aussage und jeder Vorschlag, der von der CDU kommt, aufgegriffen und attackiert wird. Grundsätzlich. Und was ist das, nicht etwa populistisch? Es ist billige Stimmungsmache!
    Und so typisch wie diese ständigen Attacken ist das Fehlen jeder eigenen kreeativen Idee, und erst recht jeder eigenen Aktivität, von verstreuten Einzelaktionen vielleicht abgesehen. Leider ist das so, leider, denn so mancher wünscht es sich sicherlich anders.
    Wenn das alles so bleibt und statt einem guten Maß Selbstdistanz und Selbstkritik bei der Piratenpartei auch weiterhin so unverkennbar das Geschrei dominiert, ist sie mit 3% am Ende gar nicht schlecht bedient!

    • Herr.KG schrieb am

      Ein Herr Fischer der die Menschenwürde mit Füssen tritt passt gut zu einem Herrn Rösler der den Armutsbericht fälschen lässt ?! Langsam ekelt es nur noch vor derlei Politiker…….

    • Jad schrieb am

      „Es fällt mir auf, dass durchgängig jede, wirklich jede Aussage und jeder Vorschlag, der von der CDU kommt, aufgegriffen und attackiert wird. Grundsätzlich. “

      Ja, wenn die CDU mal gute Verschläge machen würde…. nennen Sie doch mal EINEN :)

      • T. schrieb am

        Ich bin kein Vertreter der CDU, aber ich habe seit längerer Zeit den Eindruck gewonnen, dass es bei der Piratenpartei einen Selbstzweck zu haben scheint, die CDU zu attackieren. Sachliche Auseinandersetzung ist für mich etwas anderes als das, was hier oft in Form von Meinungsbeiträgen oder Meldungen formuliert wird. Bei einem Fleisch-Verwendungsvorschlag wie dem aktuell unterbreiteten hätte man die Chance, den Politiker Fischer (und über ihn auch die CDU) beim Wort zu nehmen bzw. bei der Ehre zu packen und mittelfristig endlich einen anderen Umgang mit verwertbaren Lebensmitteln durchzusetzen. Einen Umgang, der gleichzeitig für aufgeflogene Betrüger jegliche Idee eines wirtschaftlichen Vorteils unmöglich macht, was zur Abschreckung beiträgt. Hier jedoch lese ich nichts als aggressive Attacken. Ich kann mich leider nur wiederholen: Das Niveau der Reaktionen ist tief gesunken und bei oberflächlicher Stimmungsmache angekommen!

  9. Hartmut schrieb am

    Muß man jetzt auf jede noch so unsinnige Aktion oder Hirnfurz von Anderen so eine substanzlose Meldung raushauen? Wenn Hr. Nerz sich wirklich so empört, dann soll er dies doch auf seinem Blog tun. Hier sollten nur wich tige und substanzvolle Artikel erscheinen. Man weß nicht was schlimmer ist dieser Hirnfurz oder diese „Pseudobetroffenheit“. Manchmal ist weniger mehr! Ja, wer braucht Piraten die streiten wie die Kesselflicker und wo auch Verantwortlice einen Ton anschlagen der sich nicht gehört. Da sind auch noch 2% zuviel. Ein Pirat, vermutlich nur noch dieses Jahr da leider schon Beitrag gezahlt.

  10. Gandalf schrieb am

    Habe mir den Bild Artikel dazu mal zu Gemüte geführt. Was auffällt ist das wieder mal nur einer gegen den anderen wettert ( hier übrigens auch). Ich distanziere mich als Neupirat von diesem Schwachsinn. Das sieht mir sehr nach divide et empera aus. Deshalb gebe ich auch keinen Kommentar zu den Aussagen ( diese sind möglicherweise auch unreflektiert) der einzeln aufgeführten Politiker unterschiedlicher Fraktionen ab.
    Genau das möchten Menschen wie ich nicht lesen oder hören. In meinen Augen geht es in medias res um zwei Probleme.

    1.) Verbraucher werden aus Profitgier betrogen
    2.) Menschen hungern ( das darf man auch global sehen) und anderenorts werden Lebensmittel weggeworfen

    Seriöse Politik erkennt solche Probleme und versucht nach bestem Wissen und Gewissen Abhilfe zu schaffen. Es nützt halt garnichts wenn man sich aus latentem Profilierungsdrang nur gegenseitig Fehler vorwirft. Das kann nicht der Anspruch für Politik im 21. Jahrhundert sein.

    @Piratenpartei
    Was haltet ihr von einer Arbeitsgruppe zu dieser Problematik, würde auch helfen konkrete Vorschläge unterbreiten zu können. Mir wäre es ein Vergnügen daran zu partizipieren.

    Empfinde es als amüsant das Herr Fischer auf dem Pressefoto eine orangene Krawatte trägt. :-)

  11. Karsvo schrieb am

    Leben vs. Nahrungskette

    Dies ist gut und das ist schlecht. Solche Aussagen verfangen sich immer wieder in Widersprüche. Nur wer vergleichbare Situationen vergleicht, indem er den Blickwinkel wechselt, wird die Widersprüche auflösen.

    Die Pressemitteilung macht hier einen Anfang, indem die Lautstärke bei einem Sonderfall mit der Lautstärke im allgemeinen vergleichen wird und so den Widerspruch offenbart.

    Aber man kann noch ganz andere Blickwinkel einnehmen:

    Wie sehen die Dinge aus Sicht der Einzelhändler (gesetzliche Vorschriften zur Haltbarkeit, bei 1% Marge soweinig wie möglich wegwerfen), aus Sicht des Gesetzgebers, aus Sicht des Gesundheitsamtes, aus Sicht der Lobbyisten für einen freien Markt und aus Sicht des Verbrauchers, usw. aus? Nur wer alle diese Blickwinkel einnimmt, wird den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erkennen und konstruktive Lösungen anbieten können. Das bringt und weiter. Pauschales „Empören“ hingegen eher weniger.

    Warum essen viele Menschen Fleisch von Rindern, Schweinen, Hühnern und Enten aber nicht von Katzen, Pferden oder Hunden? Richtig: Es erinnert sie daran, daß Tiere Lebewesen und nicht nur ein Steak auf Beinen sind, die für die eigene Ernährung sterben müssen. Das bedeutet: Wegschauen leicht gemacht. Man nimmt den Blickwinkel des eigenen Interesses aber nicht den Blickwinkel des ganzen und damit des Gegenüber ein. Wer hinschaut, wird sich nicht mehr auf Kosten anderer ernähren.

    Solange der „Skandal“ im „Umetikettieren“ besteht und nicht darin, daß Lebewesen für die eigene Ernährung sterben müssen, gibt es noch viel zu lernen.

    Ich warte auf den Tag, an dem der Mensch erkennt, daß das Leben heilig ist.

    • Jad schrieb am

      Wenn keine Lebewesen mehr für die eigene Ernährung sterben müssen, sterben wir. Selbst Pflanzen sind Lebewesen. Da es in der Natur nun einmal ganz natürliche (!) Nahrungsketten gibt und wir an der Spitze einer solchen stehen, essen wir, was darunter ist. Pflanzen und Tiere. Unser Organismus ist darauf ausgelegt. „Heilig“ ist ein sinnleerer Begriff, es gibt nichts „Heiliges“, höchstens Scheinheiliges.

      • Karsvo schrieb am

        “Heilig” ist ein sinnleerer Begriff, es gibt nichts “Heiliges”, höchstens Scheinheiliges.“

        Ich überlasse es dem Leser zu beurteilen, wer von uns beiden scheinheilig ist.

      • Karsvo schrieb am

        „Wenn keine Lebewesen mehr für die eigene Ernährung sterben müssen, sterben wir. Selbst Pflanzen sind Lebewesen.“

        Also weil Pflanzen auch Lebewesen sind, wäre es kein Problem, Tiere zu töten: Beides Lebewesen „also fast das gleiche“? Durch Schwarz/Weiß-Sichtweisen kann man jeden beliebigen Fehlschluß produzieren. Übrigens kann man sich von Pflanzen ernähren, ohne sie zu entwurzeln, also zu töten.

        „Da es in der Natur nun einmal ganz natürliche (!) Nahrungsketten gibt und wir an der Spitze einer solchen stehen, essen wir, was darunter ist. Pflanzen und Tiere.“

        Das muß ich Ihnen widersprechen: Ich esse eben keine Tiere. Und dabei spielt es für mich keine Rolle, was jemand anders als „natürlich“ ansieht.

        „Unser Organismus ist darauf ausgelegt. “

        Und unser Verstand ist darauf ausgelegt, selbst Entscheidungen zu treffen.

        • Karsvo schrieb am

          „“Wenn keine Lebewesen mehr für die eigene Ernährung sterben müssen, sterben wir. “

          Früchte, Eier, Milch, …

      • Karsvo schrieb am

        „“Heilig” ist ein sinnleerer Begriff, es gibt nichts “Heiliges”, höchstens Scheinheiliges.“

        Das Gegenteil ist wahr: 1. Ein gängiges Wort der Umgangssprache, das jeder kennt und versteht. 2. Ob jemand etwas als heilig ansieht oder nicht, entscheided jeder selbst. Es ist eine Sichtweise auf bestimmte Dinge.

      • Freireligiöser schrieb am

        Eine relativ fleischlose Lebensweise ist auch aus dem Grund besser, weil dann viel weniger Wasser und Weideflächen benötigt werden.

  12. Sebastian W. schrieb am

    nun ja da haben wir wieder mal einen „riesen“ skandal und jeder will sein stückchen mediale aufmerksamkeit davon ab haben (typisch wahljahr).
    es ist wirklich traurig zusehn worüber man in diesem land spricht …. ich verstehe nicht warum deswegen so ein riesen aufriss gemacht wird ich finde den ansatz von herrn fischer garnicht mal so falsch nur etwas kurz gedacht vieleicht !!!
    ich würde für diese produkte eine sammelstelle in jeder stadt einrichten (zum beispiel bei den tafeln) und da könnte sich jeder seine portion holen (für lau versteht sich) es wird keiner gezwungen sich davon zu ernähren.
    ich für meinen teil esse sehr gern pferdefleisch nur ist das verdammt teuer hier (aus gutem grund) .
    so wie dieses thema aufgebauscht wird ist es eine schande .
    das dient einzig nur einem zweck die fleisch preise im besonderen rind werden wieder steigen ins uferlose was es den ärmeren unserer gesellschaft noch schwerer machen wird in den genuss zukommen welches auf den tisch zuhaben .

    für mich wäre es eine riesen schweinerei diese lebensmittel wegzuhauen (vorraus gesetzt sie sind einwandfrei) und ja ich bin harz4ler ich würde mich darüber sehr freuen wenn man mir ne große portion schenken würde (solange es den lebensmittel-richtlienien entspricht schliesslich essen wir auch mit giften gespriztes obst und gemüse oder eier die von hühnern gelegt wurden die mit gott weis was zugepummt wurden um den ertrag zu steigern ) .
    scheinheilig ist es sich jetzt darüber aufzuregen

  13. B.S. schrieb am

    Herr Nerz lästert hier in seinem Statement gegen die Vernichtung von Lebensmitteln und meint, man solle lieber dort anfagen, wo viel weggeschmissen wird? Tja, leider der Blick fürs wesentliche verloren, denn hier wird also das Vernichten gesundheitlich unbedenklicher Produkte gutgeheißen, aber dann wieder gegen das Wegschmeißen gewettert.

    Wer ist in diesem Fall scheinheilig? Ich tippe mal auf Herrn Nerz. Der Spruch „Auch Kleinvieh macht Mist“ trifft es hier sehr gut, denn jeder Einzelne trägt einen minimalen Beitrag – gemessen an der Gesamtmenge – bei, aber summiert man die Einzelbeiträge, kommt eben die gewaltige Summe raus. Wer dann noch meint, die Verantwortung von sich schieben zu können, weil sein Beitrag ja nichts ausrichtet, der hat nicht verstanden, dass eben genau diese Beiträge eben etwas ausmachen.

    Auch wenn die Lebensmittel falsch deklariert wurden, also der Kunde betrogen wurde, weil billigeres rumänisches Fleisch drin ist, sind sie – ich gehe davon aus, dass die Menge an Medikamenten nicht höher als bei dem verwendeten Rind ist – genauso genießbar. Das Verschenken der jetzt schon aus den Regalen entfernten Lebensmitteln ist eine tolle Sache, denn es gibt leider Menschen, die können sich sehr wenig leisten und bevor man jetzt auch noch die Produkte vernichtet (und Lebensmittelverschwendung begeht), kann man auch was Gutes damit tun…

    Bevor jmd. fragt: Nein, ich würde die Lasagne nicht kaufen, weil: Ich mache Lasagne lieber selber und kaufe generell keine Lasagne aus dem Supermarkt. Da kann ich dann auch mal das Hackfleisch der Freundin zu Liebe weglassen etc.

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