Einigung zwischen Google und Verlagskonzernen?

Bild: Tobias M. Eckrich

Derzeit zeichnet sich eine Einigung über das umstrittene Leistungsschutzrecht zwischen Google und den Verlagen ab. Die Äußerungen von Wirtschaftsminister Rösler auf einer Podiumsdiskussion lassen dies vermuten. Google soll bereits mit deutschen Verlegerverbänden verhandeln. Dazu erklärt Bruno Kramm, Beauftragter für das Urheberrecht der Piratenpartei Deutschland:

»Wir begrüßen selbstverständlich jede Lösung, die dazu beiträgt, dass das unsägliche, unnötige und unsinnige Leistungsschutzrecht nicht eingeführt wird. Sollte sich die Verlagslobby nun wie in Frankreich mit einer einmaligen Zahlung sowie Zugeständnissen bei Suchmaschinen-Ranking und Technologietransfer zufriedengeben, bestätigt dies jedoch die Verlogenheit der Debatte. Den Verlagen ging es nie um den Urheberrechtsschutz, sondern um finanziellen Zugewinn und die Stärkung der eigenen Position.

Wenn dieser Deal einseitig zugunsten großer Verlagshäuser ausfällt, entsteht ein verzerrender Wettbewerbsvorteil für große Konzerne gegenüber kleinen, unabhängigen Blogs und Portalen.

So oder so: Die Glaubwürdigkeit von Branche und Bundesregierung ist durch das Leistungsschutzrecht-Vorhaben nachhaltig beschädigt.«

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Kommentare

3 Kommentare zu Einigung zwischen Google und Verlagskonzernen?

  1. Karsvo schrieb am

    Den Verlagen ist vielleicht aufgefallen, daß sie „nicht wirklich“ davon profiteren, wenn Google sie nicht mehr aufführt. Wenn Google denen trotzdem etwas zahlt, dann haben sie Glück gehabt und mit nichts Geld verdient. Sozusagen ein Bluff aus der Not heraus nachdem die Verlage erkannt haben, daß man viel besser ohne sie auskommt. Denn Google braucht keine Verlage. Und die Menschen brauchen keine Desinformation gleichgeschalteter Massenmedien. Die Verlags-Online Angebote der Verlage brauchen Google aber schon. Wäre jedenfalls kein Verlust sondern eine Bereicherung gewesen, wenn Google die nicht mehr angezeigt hätte.

    „Zugeständnissen bei Suchmaschinen-Ranking [..] Wenn dieser Deal einseitig zugunsten großer Verlagshäuser ausfällt, entsteht ein verzerrender Wettbewerbsvorteil für große Konzerne gegenüber kleinen, unabhängigen Blogs und Portalen. “

    Wenn sich das herumspricht, dürfte es die Google Konkurrenz (gibt es die noch?) bestärken. Außerdem wäre das möglicherweise ein Fall für die Kartellbehörden. Ich werde mir dann ggf. eine andere Suchmaschine suchen. Wir haben schon genügend Manipulation.

  2. Pingback: Einigung zwischen Google und Verlagskonzernen? | netticle type

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