Bundesverfassungsgericht: Adoptionsrecht auch für Homosexuelle

Bild: Tobias M. Eckrich

Zur aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über das Adoptionsrecht von homosexuellen Paaren erklärt Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland:

»Wieder einmal musste das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung in ihre Schranken weisen.

Die Entscheidung des Verfassungsgerichts zum Adoptionsrecht kann nur ein Zwischenschritt sein. Ich fordere den Gesetzgeber jetzt auf, konsequent die vollständig rechtliche Gleichstellung von Ehe und eingetragenen Partnerschaften herbeizuführen. Kinder zu haben, darf nicht länger zu Diskriminierung oder Benachteiligung führen. Aus der sexuellen Identität darf sich kein Vorrecht herleiten, dass heterosexuelle Partnerschaften leichter Kinder adoptieren können als andere Partnerschaften.«

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Kommentare

4 Kommentare zu Bundesverfassungsgericht: Adoptionsrecht auch für Homosexuelle

  1. Freireligiöser schrieb am

    Nach der neuesten Umfrage kommen die FDP und die Piraten nicht in den Bundestag. Und die Linke liegt momentan bei 6 %. Unter anderem wegen der Gysi-Stasi-Geschichte wird die Linke vermutlich bis zum September unter 5 % fallen. Dann ist sogar eine absolute Mehrheit für die CDU denkbar. Es ist gut, dass die CDU gegen die Gleichstellung der „Homo-Ehe“ ist. Zudem ist es gut, dass im September erstmals die Parteien FW und Pro zur Bundestagswahl antreten.

    • Konservative schrieb am

      Ob ich als Mann oder Frau geboren wurde, legt meine sexuelle Identität fest. Daran lässt sich nicht rütteln. Die Natur hat es so eingerichtet, damit die Menschheit weiterhin besteht. Übrigens: Wer gebirt dann die Kinder, die homosexuelle Paare dann unbedingt adoptieren wollen? Eine Minderheit bestimmt, was die Mehrheit zu denken hat. Unmöglich.
      Konservative

  2. Karsvo schrieb am

    Die Pressemitteilung ist leider wieder so auf dem Niveau „Wir xxx auch yyy“ geschrieben. Aus Sicht der „Eltern“ kann ich das Thema nicht beurteilen, da ich mich nicht in die Lage versetzen kann. Ganz schlimm finde ich allerdings den Umstand, daß der Sachverhalt ausschließlich aus Sicht der „Eltern“ dargestellt wird: Was halten die betroffenen Kinder davon? Können Männer die Mutter ersetzen? Bemerkenswert, daß dieser Blickwinkel auch in zahlreichen Massenmedien-Darstellungen fehlt. Ein Zufall? Fangt endlich an selbst zu denken! Vorher bleiben Eure Wahlplakate nur leere Sprüche.

  3. sig schrieb am

    Es gibt „Werte“, die diese Welt bestimmen. Dazu gehört nun mal der Fortbestand der Menschheit durch Zweigeschlechtliche. Homosexualität wird von Gott selbst als abartig deklariert. Die „Natur“ ist nur ein Tool, nicht ein eigenständiges Wesen.
    Als vergebender Christ kann ich nichts gegen die steuerliche und rentenbedingte „Gleichstellung“ von Homosexuellen haben. Das sortiert sich an anderer Stelle aus und durch Andere Beurteilung. Allerdings habe ich sehr viel gegen die Adoption von Kindern in eine solche eheliche Einrichtung, auch wenn es legitimierende „Gutachten“gibt. Es ist schlicht Blödsinn, zu behaupten, das Kinder keinen Schaden nehmen, wenn sie in so einer Partnerschaft aufwachsen. Schon durch den Vergleich mit „normalen Familien“ werden sich bei dem einen oder anderen Kind Probleme entwickeln, die sich später im Leben auftun werden. Psychisch. Das ist sicher.
    WAS ABER DER WITZ IST, ist die Behandlung von heterosexuellen Paaren, die aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichbehandlung erfahren, OBWOHL sie durch jahrelanges Zusammenleben und einander ergänzen, beweisen, das es andere Möglichkeiten gibt, als die kirchliche und staatliche Ehe. Beide diese letztgenannten Formen dienen sowieso der Zählung und das IST GEGEN JEDES CHRISTLICHE RECHTSEMPFINDEN.

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