Jede Stimme zählt – Piraten in Niedersachen unterstützen!

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Piratenpartei liegt in Umfragen zu den Landtagswahlen in Niedersachsen bei ungefähr 4%. Je nach Umfrage sind es ein paar Nachkommastellen mehr oder weniger. Auf vielen unserer Plakate steht: “Vertrau keinem Plakat, wähl selbst!” Und so gilt auch einen Tag vor der Wahl: “Vertrau keiner Umfrage, wähl selbst!” Und was heißt das? Genau, wir können es immer noch schaffen! Niedersachsen braucht die Piraten und die Piraten in Niedersachsen brauchen jetzt Euch!

Wenn Du in Niedersachsen lebst: Geh unbedingt wählen! Sag Deiner Familie, Deinen Freunden, Deinen Bekannten, Nachbarn, Kollegen, dass Du es wichtig findest, dass alle wählen gehen. Und dass Du es wichtig findest, dass möglichst viele Piraten wählen.

Und wenn Du nicht in Niedersachsen lebst? Dann brauchen wir deine Hilfe ganz besonders! Falls Du schon lange einen Grund gesucht hast, mal wieder Deine Tante anzurufen: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt. Frag Sie wie es Ihr geht und ob Sie morgen Piraten wählen wird. Dir fällt nichts ein, was Du auf Facebook posten kannst? Nimm doch eines der Plakatmotive aus unserem Niedersachsen-Wahlkampf. Deinen Twitternamen kann sich eh niemand merken? Nenn dich für einen Tag “Piraten wählen!”. Du regst Dich über die anderen Parteien auf? Schreib einen Kommentar auf Nachrichten-Seiten, schreib, warum Du Piraten wählen würdest.

Denn es gibt viele gute Gründe, warum morgen viele, viele Millionen in Niedersachsen die Piratenpartei wählen sollten. Als kleine Merkhilfe hier die wichtigsten:

  • Wir wollen mehr Mitbestimmung auch zwischen den Wahlen.
    Bürgerinnen und Bürger sollten öfter als vier Jahre ihre Meinung
  • Wir wollen Macht auf alle verteilen, die teilhaben wollen. Dazu gehört das Wahlrecht für alle. egal woher, egal wie alt.
  • Wir wollen den gläsernen Staat, den Transparenz ist der erste von vielen Schritten zu mehr Mitbestimmung.
  • Wir wollen nachvollziehbar machen, wer für wen Politik macht und so die Macht der Lobbyisten beschränken.
  • Wir wollen Privatsphäre und Datenschutz verteidigen und stärken. Denn es sind Grundrechte aller Bürgerinnen und Bürger. Überwachung ist mit uns nicht zu machen, weder im Netz noch auf öffentlichen Plätzen. Wir wollen frei zugängliche Bildung für alle. Wir setzen uns gegen Studiengebühren ein. Denn Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein.
  • Wir wollen, dass Wissen frei zugänglich ist. Denn nur so können wissenschaftlichen Fortschritt und Innovationen effektiv fördern.
  • Wir wollen einen fairen Mindestlohn, so schnell wie möglich. Unser Ziel ist ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle.
  • Wir gestalten Ideen für Morgen und lassen uns dabei nicht verbiegen.
    Und dafür brauchen wir Deine Stimme und Deine Unterstützung!


    Kommentare

    79 Kommentare zu Jede Stimme zählt – Piraten in Niedersachen unterstützen!

    1. Karsvo schrieb am

      Wahrer Fortschritt

      1. „[..] bei ungefähr 4%. [..] Vertrau keiner Umfrage, wähl selbst!“

      Hm. Die Dinge sind halt noch in der Entstehung. Verschwommen. Aber noch kein Durchbruch. Dazu ist mehr nötig: Zu verstehen, daß diese Welt eine Welt der Gegensätze ist, daß Ruhe und Bewegung Gegensätze sind, die zusammen gehören. Damit meine ich nicht, daß Umfragen „Korrekturfaktoren“ enthalten und auch Meinungsmache sein können, sondern viel einfacher: Eine repräsentative Umfrage unter 1000 Leuten hat im Bereich von 4% alleine aufgrund des Erhebungsverfahrens einen Fehler von rd. 1%!! Ein Erwartungswert (Ruhe) ergibt erst Sinn, wenn man ihn an seinem Gegensatz mißt: Der vorhandenen Unsicherheit (Bewegung) einer Information.

      2. „Wir wollen [..]“

      Wer wirklichen Fortschritt erzielen will, muß auch hier lernen, die Dinge am zugehörigen Gegensatz zu messen: „Was will der Wähler?“ Nur wer lernt, den Blickwinkel seines Gegenübers einzunehmen, wird echten Fortschritt erzielen. Nur wer dient, kann wirklich herrschen. Wer das aber nicht lernt, wird weiter im Kreis laufen. Das bedeutet: Nach dem Aufstieg kommt wieder der Abstieg. Erst daraus zu lernen bedeutet Dauer zu erlangen: Zeit für echten Fortschritt …

      • Armin schrieb am

        Kommentar der Süddeutschen zur Niedersachen-Wahl:

        „Aber eine Partei, in der die Mitglieder nichts Besseres zu tun haben, als sich gegenseitig zu bepöbeln, ist irgendwann nicht mehr cool, sondern abstoßend. In Niedersachsen gab es dafür jetzt die Quittung.“

        Klar zum Andern ?

        • Karsvo schrieb am

          „Klar zum Ändern?“

          Ein konstruktiver Vorschlag. Das begrüße ich. Ich möchte allerdings folgendes zu bedenken geben:

          1. Das Zitat ist aus der SZ. Bezeichnenderweise vermischt es Berichterstattung mit Bewertung. Das sollte man vielleicht zuerst „ändern“.
          2. Bei andere Parteien ganz genau so. Die überspielen das bloß mit Schönschwätzen und Geheimnsikrämerei. Die sind nicht besser sondern spielen Theater. Das heißt: Es ist ein Unterschied, ob die Alt-Parteien das wirklich besser machen würden oder es bloß hinter verschlossenen Türen tun.
          3. „Schöne Worte sind nicht wahr und wahre Worte sind nicht schön.“
          4. Wenn jemand keine „Kerze anzündet“, könnte das Gründe haben: z.B. weil seine Verärgerung absolut berechtigt ist. Die äußere Form („wie“) ist hier ebenfalls an seinem Gegensatz zu messen: Dem Inhalt („was“). Und weil es kommunikativ irreführend wäre, wenn der Eindruck entstünde, daß bestimmte Verhaltensweisen begrüßt werden. Vielleicht möchte derjenige bei den betroffenen gar nicht beliebt sein, sondern ihnen den Spiegel vorhalten. Es gibt noch viele andere Gründe, die hier aber nicht in den Zusammenhang passen würden. Also zusammengefaßt: Es ist nicht die Zeit, daß die Koma-Patienten länger wegschauen und nicht die Zeit der schönen Worte sondern Zeit: aufzuwachen. Wenn jemand aber erst einmal wach ist, dann kann man mit ihm auch leiser reden. Seid ihr wach?

    2. Axel schrieb am

      Bin auch der Meinung das Umfragen sehr star Wählerbeeinflussend sind.
      Bin aber auch der Meinung das die Piraten präsenter werden müssen und die Themen bei denen sie stark sind mehr dazu nutzen müssen in die Öffentlichkeit zu treten. auch würde es nicht schaden wenn die Ideologie Themen statt Köpfe etwas in den Hintergrund tritt denn der Wähler wirll Köpfe , Köpfe die er mit Themen in Verbindung bringt.
      Was ohne Köpfe passiert kann man an der FDP sehen , Keine Köpfe keine Visionen.

    3. Mr.P schrieb am

      Wir wollen mehr Mitbestimmung auch zwischen den Wahlen.
      Bürgerinnen und Bürger sollten öfter als vier Jahre ihre Meinung(*)
      Wir

      Da fehlt was 🙂
      *sagen dürfen
      *kundtun können
      *o.s.e.

    4. Verena und Sascha schrieb am

      Herrjee!
      Wie gerne hätten wir euch bei der Landtagswahl gewählt.
      Wir sehen die deutsche Zukunft klar in Grün-Orange, aber leider seid ihr dermaßen desorganisiert, das es auf eurer Startseite noch nicht einmal einen „geraden“ und schon gar keinen direkten Weg zur „Landtagswahl“ gibt. Und das obwohl ihr das Internet euer „Zuhause“ nennt.
      *seufz* Schade!
      Sorry aber wenn euch die Landtagswahl Niedersachsen derart unwichtig ist, das sie noch nicht einmal zentrales Thema Eures Web- und Medienauftritts wird, sagen wir, „Tja, die sind wohl noch nicht bereit“

      Immerhin haben wir dann doch nach viel klicken und probieren einen Weg gefunden Infos über die Landtagswahl und die Kandidaten zu bekommen. Scheinbar ist dies eure Bundesseite? Naja wir landeten dann auch auf der Niedersachsenseite..
      .. aber auch da war noch zu wenig Info, noch nicht mal Fotos, irgenwie haben wir es dann zu der Göttinger Seite geschafft, aber da war uns jegliche Lust vergangen jemanden zu wählen, der derart desinteressiert daran ist sich zu präsentieren, vor allem da bei Euch EIGENTLICH die Kernkompetenz „Internet“ von allen Parteien Deutschlands am stärksten ausgeprägt sein sollte.

      Schade.. Schade…
      Erst wird uns das „Mitglied-werden“ vergrault (von euch ganz allein) und nun vergrault ihr uns auch noch das Wählen, und das obwohl wir eigentlich Piraten aus tiefster Seele wären…

      Aber wir sind optimistisch, ihr seid eine junge Partei und ihr müßt euch erstmal finden, die Grünen haben auch 1-2 Jahrzehnte gebraucht…
      …. aber ehrlich, sowas von vermasseln wie ihr das gerade macht, wissen wir nicht ob das noch lange gut geht *daumendrückt*

      Gruß
      aus Göttingen

      Kommentar (per eMail) gern erwünscht 😉

      • Tamarixz schrieb am

        Auch mir geht es oft ähnlich,das ich sehr lange brauche etwas zu finden. Auch wenn Ihr eine junge Partei seid, sollten bei Kernkompetenzen wie Internetpräsenz, bereits professionellere Ergebnisse zu erwarten sein. Was mich aber diese Woche regelrechterschreckt hat, das jegliche Stellungsnahme oder Diskussion zu unserer Demokratischen Grundordnung fehlt. Spätestens seit der Wiedervereinigung, gibt es keinen Staat BRD oder Deutschland mehr. Wir sind immer noch ein Verwaltugskonstrukt der Alliirten Namens Finanzagentur Deutschland GMBH. Selbst als nach 60 Jahren das Besatzungsstatut nach Völkerrecht auslief, haben die etablierten Partein es durch die Hintertür noch zugelassen. Mit der Wiedervereinigung hat uns die Politik um die im GG festgeschriebene Verfassung gebracht. Ich will wieder demokratischer Bürger eines Landes mit Verfassung sein. Wo ist diese Grundlage bei euch zu finden. Als Pirat im Herzen bin ich sehr erschrocken, da selbst auf anschreiben an den Bundesvorstand keinerlei Reaktion erfolgte.

    5. Perestroika schrieb am

      Jede Stimme für die Piraten ist eine verschenkte Stimme für die die Ablösung von schwarzgelb. Orange mutiert zum besten Wahlhelfer von Merkel.

    6. Jole Tombenko schrieb am

      JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!! Circa 2 (mikrige) Prozent! Grrrröööölllllll!!!!!!

    7. Dass die Piraten nicht in den Landtag eingezogen sind, liegt daran, dass sie zurzeit eine sozialistisch-liberale Partei sind. Sie sollten aber eine sozial-liberale Partei sein. Die Piraten können im September in den Bundestag einziehen, wenn sie ihre Politik ändern. Sie sollten z. B. nicht mehr für die Freigabe von Drogen eintreten.

    8. Turboheizer schrieb am

      2% für die Piraten, ich hatte es schon vorausgesehen das sich die Partei in die absolute Bedeutungslosigkeit begibt.
      Also, vieleicht werdet Ihr begreifen das mit Netzpolitik alleine keine politische Arbeit mit Gehalt machen zu ist.
      Dieser Dünnschiß mit absoluter Offenlegung der Pareteipolitik hat nichts geholfen, nur geschadet.
      Dieses Desaster hat sich der Vorstand mit auf seine Fahnen zu schreiben.

      • FeepingCreature schrieb am

        Wenn die Piraten mit bestehenden Grundsätzen nicht gewinnen können, dann halt eine neue Partei gründen. Einfach so die Grundsätze anzupassen, um den Wählerstimmen hinterherzujagen, das ist doch genau das, was hierzulande den anderen Parteien ständig vorgeworfen wird! Also: lieber nicht gewählt werden als gewählt werden auf Kosten der Kernideen. Wem von den sogenannten Karrierepolitikern das nicht gefällt, kann ja woanders hingehen. Ich halt sogar die Tür auf.

        • Tamarixz schrieb am

          Ich kann Ihnen nur zustimmen FeepingCreature. Die Piraten sind die einzige Partei die wirklich neue und zukunftsweisende Ideen und Vidionen entwickelt. Wenn diese nun geopfert werden, um an die Macht zu kommen machen sich die Piraten gleich wieder überflüssig, da sie um des Machterhalteswillen Ihre Prinzipien opfern. Das können die Etalierten selber. Ausserdem wächst man an solchen Wahlniederlagen. Reife braucht Zeit, also nicht von den Medien scheuchen lassen. Wir werden doch nur ständig runtergeschrieben weil wir für das derzeitig neoliberale System wirklich gefährlich werden könnten.

      • Hantz schrieb am

        Man sollte sich schon vor Augen halten das es die Piraten noch nicht solange gibt wie CDU, oder SPD und dem entsprechend das Ergebnis auch ausfällt.
        Die Menschen sind zu dem skeptisch neuem gegenüber, ganz gleich wie absolut Sinnfrei das alte ist….
        Es braucht Zeit die Leute zu überzeugen, indem man konsequent Handelt, dann gewinnt man Stimmen.

    9. klaro schrieb am

      Parteien die kommunistische Ideologien praktizieren (BGE) und für weniger Sicherheit der Bürger sind (keine Videoüberwachung neuralgischer Orte), sind eben nicht wählbar. Gott sei Dank sind die Menschen doch nicht so blöd.

      • Tamarixz schrieb am

        Leider sind die Menschen so blöd zu glauben das mehr Überwachung auch mehr Sicherheit bedeutet. Kein Verbrechen wird durch Überwachung verhindert, ausser die Zerstörung der Demokratie gefördert! In Zeiten von Handys ist die Wahrscheinlichkeit erheblich größer das Täter durch Handyaufnahmen, statt durch Überwachung ermittelt werden können. Das eingesparte Geld der Überwachung in mehr Polizeipräsenz zu stecken würde Sinn machen und Sicherheit geben ohne Big Brother!

    10. klaro2 schrieb am

      Parteien die kommunistische Ideologien praktizieren (BGE) und für weniger Sicherheit der Bürger sind (keine Videoüberwachung neuralgischer Orte), sind eben nicht wählbar. Gott sei Dank sind die Menschen doch nicht so blöd.

    11. Y-Ton-G schrieb am

      Da seht Ihr Schwarm“intelligenz“……….. fresst scheiße Milliarden Fliegen können nicht irren!

      Was nicht heißen soll das ich ein Anhänger von „Avantgarde“denken bin.

    12. Perestroika schrieb am

      Die Piraten sind ganz bestimmt nicht sozialistisch. Sonst würden Sie sich nicht gegen den Kauf von Steuer-CD’s einsetzen bzw. sogar juristisch gegen den Finanzminister in Düsseldorf vorgehen. Und auch die Freigabe von Drogen läßt sich nicht in diese Kategorien einordnen. Die ist einfach nur blöd und hat nichts mit politischen Richtungen zu tun. Aber wenn man bei prominenten Piraten kleinere Hanfplantagen entdeckt sagt dies viel über den Zustand derjenigen aus, die hier Partei spielen wollen aber in Wirklichkeit von politischer Arbeit nichts verstehen bzw. auch nur einen Ansatz von Programmatik zu bieten haben.
      Fazit: wer kein schwarzgelb im Bund will, lässt die Finger weg vom Kreuz bei den Piraten. Das hätten wir zumindest geklärt.

      • Tamarixz schrieb am

        Selbst wenn man schwarz-gelb nicht will und Rot-grün wählt hat man die gleichen Ergebnisse nur mit anderen Darstellern. Trittin und Steinbrück waren schon beim letzten Bilderberg Treffen vorstellig. Nu rate mal, wer künftig regiert. Immer dran denken, zuviel Mainstream birgt die Gefahr der Verdummung! Ich weiss, erst ist es Verschwörungstheorie und wenns eintrifft dummer Zufall!

    13. EinPirat schrieb am

      Liebe Mitpiraten, wen wundert das Ergebnis? Das Problem sehe ich in der Mitbestimmung aller. Beschäftigen sich zwei Piraten ausgiebig mit einem Thema, beleuchten es mit Zeitaufwand und Hirnschmalz von allen Seiten und gelangen so zu einer logischen Problemlösung, dann ist das ja erst einmal gut. Aber danach sitzt man mit 10 anderen Teilzeitpiraten zusammen. Niemand kann sich mit allen Themen gleich gut beschäftigen und aufgrund der Struktur unserer Gehirne ( ! ) lässt man sich auch nicht leicht von einer gegenteiligen Ansicht überzeugen. Ergebnis: Die zwei Piraten vom Anfang werden von den anderen 10 überstimmt, 2-3 lassen sich zwar dank guter Argumente überzeugen aber es reicht halt nicht.

      Die anderen Parteien wissen das schon lange – es muss für Ergebnisse an EINEM Strang gezogen werden. Nicht jede Stimme ist wichtig – die Richtung ist wichtig! Transparenz ist eine Chimäre, die in der Zukunft mit maximal gebildeten Bürgern möglich sein mag. Zur Zeit ist sie im besten Fall unpraktikabel, obwohl ich wünschte es wäre anders. Wie die aktuellen Ergebnisse suggerieren ist sie – unter Anderem weil sie einfach nicht ausreichend erklärt wird – auch kein Grund, die Piraten zu wählen.

    14. zettberlin schrieb am

      Solange hier Spinner wie der Freireligiöse und seinesgleichen lauter sind als Leute, die die tatsächliche Politik der Piraten verstehen und unterstützen, werden es nicht mehr als 2% werden.

      Partei: von franz. „partire“-sich absondern, trennen.
      Statt Inklusions-Bullshit zu labern und die eigenen Sprecher zu kastrieren, sollten die Piraten genau das tun: einen klaren Strich ziehen, an dem alle sehen können, wo die Piratenpartei anfängt und wo sie aufhört und wo dann die NWO-Spinner, Reichsdeutschen und Anarchokapitalisten anfangen.

      Ach so: und vielleicht könnte es auch sinnvoll sein, wenn jeder und jede, der/die jemals als Werbetexter „gearbeitet“ hat, die Finger von allem lässt, was wie eine öffentliche Erklärung der PiratenPartei aussieht.

      • Tamarixz schrieb am

        Solange Andersdenkede als Spinner bezeichnet werden und angebliche Verschwörungstheorien (schön wenn es welche wären) unbedenklich abgetan werden. wird sich in euren Köpfen nichts ändern.

    15. Freidenker schrieb am

      Ja, liebe Piraten, das wars. Anstatt euren Weg zu gehen, habt ihr euch bei Rot/Grün angebiedert und wolltet nicht die Steigbügelhalter für Schwarz/Gelb sein. Aber so sitzt ihr zwischen allen Stühlen und die Grünen wischen sich mit euch den Hintern ab. Schleimt euch mal schön weiter bei Frau Roth ein. Dann wird es aber nichts mit gewählt werden.

      Ihr könnt (leider) wieder einpacken, ich sehe nicht mit welchen Themen und Köpfen ihr nochmal nach vorne kommen wollt. Selbst bei Nebenverdienst-Debatte und Video-Überwachung ist nichts zu hören. Wozu dann noch Piraten? Wegen den lustigen Playmobil-Figürchen und Bällebad?! *lach*

      Schleimt euch mal schön weiter bei Frau Roth ein.

    16. promauk schrieb am

      Debakel in Niedersachen 1,9%, das ist eine Katastrophe für die auch der Bundesvorstand verantwortlich ist, der es nicht geschafft hat, Mittel gegen den Verlust an Vertrauen bei unseren Anhängern zu finden.
      Wer sich den Wahlkampf zur BTW ansieht, muss schlimmes befürchten.

    17. Ralf M schrieb am

      Eine Partei, die Sodomisten, Junkies und Trekkies gleichermassen Heimat bietet und im übrigen kommunistische Verteilungsphantasien halluziniert … die bekommt exakt solche Wahlergebnisse. Und das finde ich prima 🙂

      • Tamarixz schrieb am

        Na da bist du aber sicherlich stolz Ralf, das du etabliert gewählt hast, um dich weiter veräppeln und rupfen zu lassen! Warum bezahlen nicht Leute wie du nur den Schaden, den eure Politdarsteller anrichten. Du glaubst warscheinlich auch das wir Griechenland retten?

    18. klamauk schrieb am

      Die Protestwählerkarawane in Niedersachsen ist wohl weiter gezogen… schade, denn das Wahlprogramm war & ist gut und richtig. Vielleicht war der Kampf der Koalitionen einfach zu wichtig, um den Piraten eine Stimme zu geben. So wie’s aussieht (Linkspartei marginal, Piraten raus) sind aber vor allem alle, die links der SPD zu Hause sind aus Frust über die Welt zu Hause geblieben…

    19. Marc (tm) schrieb am

      Was wird die PP nun machen?

      Prognose:
      – mehr Anbiederung an die Mitte
      – mehr „Soziales“
      – mehr Populärpolitik

      Willkommen in der Politrealität x.0

    20. Killy schrieb am

      Puh 2% sind schon heftig , ich habe zumindest mit 3-4% gerechnet leider rutschen die Piraten in die Bedeutungslosigkeit ab.
      Ich sehe ehrlich gesagt schwarz für die Bundestagswahl 🙁

      • Tamarixz schrieb am

        Selbst wenn, die Wahl ist mangelnd gültigem Recht eh ungültig! Die Medienmacht hat mit der Unerfahrenheit der Piraten gespielt,. Na und , wir lernen doch aus Fehlern. Das werden auch die Wähler auf Dauer merken. Schau dir doch die Kampagnen gegen die Linken an. Alle Prognosen Gysis zu angeblichen Eurokrise sind eingetroffen, trotzdem steht Frau Merkel als die Macherin dar, obwohl sie meistens eben nichts sinnvolles macht. Du must es den Leuten solange eintrichtern bis sie es glauben. Auch das zutreiben auf bestimmte Personen dient diesem Spiel. Hat amn doch bei Frau Weissband gesehen:“ Das schöne Gesicht der Piraten“, aber sich jetzt über Sexismus bei Brüderle aufregen.

    21. daswarswohl schrieb am

      Es waren mal die coolen Piraten. Tolle Ideen, tolle Stimmung. Dann kam das „Programm“. Seitdem sind die Piraten nur noch eine normale Partei. Sterbens langweilig also. Austrittserklärung demnächst in der Post.

    22. Perestroika schrieb am

      Für den Einzug ins Parlament hat es zum Glück deutlich nicht gereicht. Man stelle sich nur vor, die Piraten hätten 2,5 statt 2,1 % gewonnen. Schwarzgelb wäre nicht abgelöst worden. Zum Glück ist die Partei deutlich gescheitert. Jede Stimme, die nicht an die Piraten gegangen ist, hat dazu einen Beitrag geleistet. Je weniger Stimmen bei Euch landen und desto deutlicher Ihr am Einzug in das Parlament scheitert desto größer sind die Chancen für eine Ablösung von Merkel im Bund. Da kann man nur hoffen, dass Ihr im September bei unter 1 % landet, damit mit diesem neoliberalen Spuk in Berlin endlich Schluß ist. Zum Glück haben die Menschen das gemerkt und die Piraten werden das, was sie programmatisch schon darstellen. Eine inhaltslose und unbedeutende Splitterpartei. Ich will nur hoffen, dass diejenigen unter Euch, die motiviert sind sich inhaltlich in die Politik einzubringen dies endlich in Parteien machen, die Kompetenz, Programmatik und Strukturen mitbringen um dieses professionell zu unterstützen.

      • Bernard Neelen schrieb am

        Wenn ich das so sagen darf….Du hast es nicht verstanden!

        Die Piraten ( ….nach meiner Deutung) stellen eine neue METHODE und nicht eine neue Meinung dar. Und da ist es natürlich sehr schwierig in einer so positionierten schwarz/ weiß-Lager-Welt …“ Rechts -Links – Liberal …..” die Komplexität einer neuen Methode klarzumachen.

        Alleine schon weil die Medien dieses Prinzip bei jedem Interview wieder neu in Frage stellen “ Und was meinen Sie dazu Herr/Frau Pirat???”…”.Äh Oh..Ja…Weiß ich nicht muss ich erst Alle fragen”…” Ach, dann haben Sie ja wohl keine Meinung was”
        ( HiHi.. Grinz… )

        Aber das ist es doch worum es geht!!! Ja – Ja und nochmal Ja…
        “Wir müssen erst alle fragen”! Und da sollte man auch auf die Schweiz verweisen die halt basisdemokratisch funktioniert – Vielleicht sollte man sich sogar von den Schweizern Schützen Hilfe holen (…werhaats-erfuuunden?) .

        “Wir müssen erst alle fragen”, dass hatte zu Anfang Charme und hat zum Höhenflug beigetragen. Alle die nur ein bisschen denken können haben die Nase doch voll von dieser ganzen Parteienlitanei!

        Ich habe und werde die Piraten weiterhin wählen um endlich diesen Rechts/Links Parteienlagerklüngel loszuwerden. Es ist momentan für mich der einzige Weg zu einer Plebiszitären Struktur in dieser Gesellschaft. Und somit die einzige Chance mit der Komplexität in einer zukünftigen Welt klar zu kommen.

    23. Wolf schrieb am

      Von den Piraten wurde anfänglich nicht genügend bedacht, dass das Produkt Politik auch verkauft werden muss. Gute Ideen, wunderbare Ziele, aber zu wenig überzeugende Sympathieträger im Verkauf. Menschen erinnern sich am ehesten an Erlebnisse, welche mit Emotionen abgespeichert werden. Und so manche vergangene Medienpräsenz ist sicherlich bei vielen Wählern hängengeblieben. Allein wegen der dabei empfundenen negativen Emotionen … Schade 🙁

    24. MAur schrieb am

      Mann was fuer eine schwache Leistung nach der Niederlage nicht mal diese offiziell mit einem zeitnahen Statement einzugestehen. Damit lasst ihr euch also auch wie immer Zeit wie beispielsweise die Saarpiraten seit knapp 8 Monaten nach ihrem Einzug ins Parlament nichtmal ihre Website aktualisiert haben und noch von Wahlkampfstress die Rede ist. Ihr seid einfach nur peinlich! Von wegen Internetpartei, da ist ja die Post noch schneller. Bin enttäuscht!

    25. Uwe Hamann schrieb am

      Guten Morgen. Die Wahlpleite in NS zeigt, dass wir ein inhaltliches und strukturelles Problem haben. Mittlerweile ist unsere Glaubwürdigkeit auf einem schwachen Niveau. Einerseits sind das die Kandidaten, andererseits zeigt es die Problematik aus Sicht der Wähler. Wir sollten das zum Anlass nehmen unsere Themen grundsätzlicher auszuarbeiten. In der Politik geht es nicht nur um Macht, auch um die Menschen im Land.
      Grüße aus Brandenburg

      • anon schrieb am

        Das liegt einzig an den Kandidaten. Auch an jene solche Versager wie sie bereits in die Parlamente gewählt worden sind. Von dort hat der Wähler schneller gelernt als die Partei, die noch immer die Pöstchenjäger auf die Listen bringt: wenig charismatisch, null Redetalent, können einfachste Dinge kaum artikulieren geschweige denn ihr eigenes Programm erklären oder die Partei als Institut transportieren. Da ist ein Buvo der was von Professionalisierung redet ohne hierzu aber seinen Beamtenjob aufzugeben, der also demnach selbst gar nicht als solcher hätte gewählt werden können, der da glaubt, wenn er denn nur dafür bezahlt werde, dann sei das schon das Alleinstellungsmerkmal für seine Professionalität schlechthin, es geht also um Geld. Und das ist nicht der einzige Schwachsinn. Das ganze ergießt sich dann im Aktionismus der Kandidaten der Hoffnung auf dieser Welle noch schnell ein bequemes hochbezahltes Abgeordnetenplätzchen zu ergattern und zu diesem dann in einem Schwarzen Loch auf nimmerwiederhören zu verschwinden. Wie hatte @anked das noch gesagt: das hier jetzt ist die einzige Chance – und genau so hatte die das auch gemeint, hatte nur nicht gedacht es so schnell gehen werde, die ist auch einer dieser Leute die niemand auf einer Liste sehen will. Und davon haben wir ne Unmenge. Wie das bei Versagern so ist. Der Wähler hat das gut erkannt und für sich hier diese Pleite verhindert noch bevor die Piraten da irgendetwas begriffen hätten. Recht so.

    26. Perestroika schrieb am

      Der Versuch eines Überlebenskampfes der Piraten ist so unterhaltsam wie zwecklos. Da ist nichts zu retten. Da hilft eine alte Indianerweisheit. „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest steig ab“.

    27. EinPirat schrieb am

      Zensur? Mein Beitrag wurde zensiert? Ist das euer Umgang mit sachlicher Kritik? DAS ist nun wirklich piratenunwürdig. Das macht Piraten unwählbar.

    28. West52 schrieb am

      Ich als Pirat kann nur abraten Piraten bei der BTW zu wählen. Kein Personal,keine Richtung wir würden nur rot grün verhindern. Frau weisband zieht ihr Privatleben vor, unser Parteitag war lächerlich. Ich setzte voll auf kommunal,eerstmal unten anfangen als oben starten.

    29. Datei schrieb am

      Schade wie es ausgegangen ist – doch ich muss hier einigen widersprechen! Die Ziele der Piraten sind vollkommen in Ordnung, das große Problem ist, dass viele Leute die Ziele nicht verstehen oder verstehen wollen. Es ist so nun schon mehrfach vorgekommen dass mir gesagt wurde „Die Piraten sind für Kinderpornografie“. Ich denke ich muss hier keinem sagen was das genau bedeutet ;). Ich vermute das dass denken der „neuen“ Partei einfach nicht verständlich ist für viele Wählerinnen und Wähler welche auch einfach kein Verständnis für diese bereiche haben und einfach wild auf die Medien hören welche ihnen tag für tag ihr Lebensbild gestallten. Ich Wünsche weiterhin viel Erfolg in allen Bereichen – und hey 2% sind immerhin etwas 🙂 ~

    30. Ingo schrieb am

      Zumindest sind die Wähler doch nicht so blöd, eine „Partei“ die eindeutig neokommunistische Züge zeigt (BGE) und für Unsicherheit der Bürger auf der Straße ist (Keine Videoübewachung…) zu wählen. Das lässt hoffen. Danke!

      • Shark schrieb am

        -.- Videoüberwachung bietet keinen Schutz, wie oft soll man das denn wiederholen? Videoüberwachung verlagert die Straftaten in andere Orte, wo keine Überwachung existiert. Die Lösung des Problems ist ganz leicht aber teuer, mehr Polizisten auf Streife schicken.

        • Ingo schrieb am

          Damit ihr dann vom Polizeistaat schwafeln könnt, ja. Selbstverständlich erhöht VÜ die Sicherheit! Täglich werden dadurch Straftaten verhindert und/oder Täter überführt! Und nun ratet mal, warum euch quasi keiner wählt 🙂

          • Hantz schrieb am

            Gewallt kontrolliert zuzulassen, bedeutet nicht sie zu bekämpfen.
            Gewalt zu bekämpfen, bedeutet sie nicht zulassen zu müssen.

            Jemand der eine Straftat verüben will, macht dies auch. Eine Kamera wird ihn schlecht abhalten …
            Zudem steht die Masse an Videokameras in keinem Vergleich mehr zum Nutzen!

          • Grimnir schrieb am

            2% ist mehr als quasi keiner. Diese 2% reichen, um die Partei mit Wahlkampfkostenerstattung am Leben zu erhalten. Ohne die Piratenpartei würden Teile dieser 2% vielleicht andere Formen des Widerstandes wählen. Eine naheliegende Möglichkeit wäre, die Überwachungskameras, von denen man sich belästigt fühlt, einfach zu zerstören. Also sei froh, dass es die Piratenpartei gibt und die Leute nicht auf dumme Gedanken kommen.

            • Hermann Köster schrieb am

              Zuerstmal würden die Protestwähler unter den Piratenwählern wohl entweder nicht wählen, extrem rechts oder extrem links wählen, wenn es die Piraten nicht gäbe. Alles meiner Meinung nach deutlich schlechtere Optionen als die Piraten.

            • Grimnir schrieb am

              Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ein Wähler, der es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, eine etablierte Partei zu wählen, anstatt der präferierten etablierten Partei die Piraten wählt. Insofern dürften die Protestwähler bei den Piraten in der Mehrheit sein. Unter diesen Protestwählern sind viele vernünfige Leute, für die extrem rechts oder extrem links ebensowenig in Frage kommt wie eine etablierte Partei. Allerdings hat die Piratenpartei sehr viel dafür getan, sich öffentlich unglaubwürdig zu machen. Daher konnten sich die Freien Wähler als ernstzunehmende Alternative etablieren.

      • Hermann Köster schrieb am

        Die Mehrheit der Wähler hat eine Partei gewählt, die zwar nicht für das BGE ist, die aber schon einen BGE Befürworter (Dieter Althaus) als Ministerpräsidenten hatte. Also sucht sich die CDU Ihrer Meinung nach Ihre Ministerpräsidenten unter den Neokommunisten??? Oder sind sie eventuell mit der Vielfalt der BGE Varianten nicht so vertraut?

        • Grimnir schrieb am

          Die FDP hat ihr „Bürgergeld“ seit Jahrzehnten im Programm. Sie hängen es aber nicht an die große Glocke, da die liberalen Parteistrategen genau wissen, dass man mit Debatten über dieses Thema große Teile der Stammwählerschaft verärgern kann. Auch bei der Piratenpartei tritt wegen des Themas BGE die Gründungsidee zunehmend in der Hintergrund.

    31. edorf schrieb am

      die orangen sind von einer evtl wählbaren protestpartei zu einer chaotentruppe mutiert. was ist beim volk denn wirklich hängengeblieben? fehlende oder unzureichende positionen, personalgedöns und individuen wie eine schramm haben für dieses resultat gesorgt. mehr analyse braucht es nicht.

    32. Ingo schrieb am

      Zitat: „Johannes Ponader, sagte in Hannover: „Viele Wähler haben taktisch gewählt, und dabei sind wir unter die Räder gekommen.“Zatat ende …. Ja wie auch sonst? Jeder halbwegs intelligente Wähler wählt immer, bei jeder Wahl taktisch! Verstanden Ponader? Oder denkst Du mal wieder mehr an deine Schmarotzerei?

    33. Mal ein Gedanke schrieb am

      Pressekonferenz: einer aus dem BuVo, einer aus Berlin, einer aus Schleswig-Holstein, einer aus dem Saarland und einer aus NDS.
      * BuVo macht den Beginn: Situation und Entwicklung des letzten Jahres. Viele neu Mitglieder, organisatorische Sortierung notwendig gewesen…
      * Fragerunde
      * NDS Pirat: Wahl in NDS Wahl. Reine taktikwahl die zum Verlust von Stimmen führte. Ansätze von dem Ziele der Piraten in NDS erzählen, die nun leider nicht gemacht werden können
      * Fragerunde
      * Berliner, Saar- und SH-Pirat erzählen von ihren Zielen und Erfolgen
      * Fragerunde
      * Abschluss BuVo: LQFB, Erfolge damit, weiter Ziele der Piraten.
      * Fertig

      Nur mal so als Gedanke. Wurde so eine PK eigentlich schon im Vorfeld geplant?

    34. dowdax schrieb am

      Was passiert nach Niedersachsen?
      Das Ergebnis in Niedersachsen war fast zu erwarten. Zu groß war die Enttäuschung der potentiellen Wähler, – warum?

      Die meisten Wähler sind seit geraumer Zeit unzufrieden mit dem, was die Politik bietet. In Berlin traten die Piraten an mit dem Thema „Offenheit und Klarheit“. Aus der Sicht der unzufriedenen Wähler ein sehr sympathisches Thema. Deshalb war man bereit zum Risiko und hat den Piraten eine Chance geben.

      Danach kamen zwei Fehlentwicklungen
      1.) Ein teilweise nicht professionelles Auftreten durch zuviel Selbstdarstellung und Platzhirsch-Gebaren. Den einzelnen gewählten Mitgliedern der Piraten war nicht bewusst, dass Wähler, die sich für einen Kandidaten entschieden haben, sich mit ihm identifizieren und sehr unzufrieden sind, wenn sie sich für ihn schämen müssen. Die Platzhirsch-Aspiranten sollten aus der Erfahrung der Vereinigung Deutschlands lernen, dass die Männer und Frauen der ersten Stunde schnell in Vergessenheit geraten sind. Erst, wenn es Macht zu verteilen gilt, lohnt sich das Engagement. Niemand hat das besser dokumentiert als Angela Merkel, die erst auf die Bühne trat, als es galt, die vorhandene Macht für sich auszunutzen.
      2.) Die Außerachtlassung der Wähler.
      Politik machen heißt erstens, ein Konzept zu entwickeln und
      zweitens, die Macht zu bekommen, es durchzusetzen.

      Macht kann man nur bekommen durch die Wähler. Die etablierten Politiker sind die größten Feinde der „Neuen“. Sie haben x Barrieren aufgebaut, um vor neuer Konkurrenz geschützt zu sein. Eine der wichtigsten Hindernisse ist die 5%-Klausel, des Weiteren die vielen fehlenden Finanzmöglichkeiten, die den etablierten Parteien zur Verfügung stehen. Das einzige, was die Etablierten nicht wegnehmen können, ist die Sympathie der Wähler. Und die kann man, wie wir jetzt gesehen haben, nur gewinnen, wenn man sich nach dem richtet, was den Wählern wichtig erscheint. Es ist eindeutig, dass im Programm der Piraten zu wenig steckt von dem, was den Wählern gefallen könnte. Im Gegenteil. Die Formulierungen sind so fordernd gewählt, dass es den Wähler eher abschreckt.
      Wer Trennung von Kirche und Staat fordert, hat zwar Recht, vergisst aber, dass nicht nur die Kirchgänger dagegen sind, sondern auch diejenigen Gläubigen, die zwar nicht mehr zur Kirche gehen, aber ein schlechtes Gewissen bekämen, wenn sie etwas gegen Gott oder die Kirche tun würden. Es ist einfacher, für eine Gleichstellung der Religionen zu plädieren. Das führt in der zweiten Phase zum gleichen Ziel, hört sich aber viel verständlicher und weniger gefährlich an.

      Die Forderung nach einem BGE hat viele schockiert – mich auch (trotz wirtschaftswissenschaftlichem Studium). Erst als ich mich dann wirklich intensiv mit dem Thema befasst habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass man das Thema intensiver durchdenken müsse. 90% aller Wähler haben vom BGE keine Ahnung und glauben, dass die Piraten Geld aus der Kasse nehmen und an alle ohne Gegenleistung verteilen wollen. Das ist ihnen in höchstem Maße suspekt. Und schon sind die Wähler weg.

      Es gibt sehr, sehr gute Gründe für ein BGE, aber zunächst muss der Wähler um die Problematik wissen, die sich durch die vielen Systembrüche der letzten Jahrzehnte ergeben hat. Er muss wissen, dass durch die 68er Bewegung der Trend von der Drei-Generationen-Familie hin zur Single-Beziehung und zu Lebensabschnittspartnerschaften Ursache dafür ist, dass eine junge Frau sich heute sehr gut überlegt, dass sie mit ihrem Kind möglicherweise alleine bleibt und sich dann nur mit staatlicher Hilfe über Wasser halten kann. Also wird sie – wenn sie vernünftig ist – zunächst eine Berufsausbildung machen, bevor sie sich – wenn überhaupt – den Kinderwunsch erfüllt. Dem Staat ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, dieser Problematik Herr zu werden. In Konsequenz der wenigen Kinder hat die Rentnergeneration ebenfalls Probleme, da der Staat sich nicht imstande sieht, das Rentenniveau für diese und die kommenden Generationen beizubehalten. Das System wird der veränderten Lebensverhältnisse unserer Gesellschaft nicht mehr gerecht.

      Wer als Einstieg in das BGE den Mindestlohn fordert, hat die Zusammenhänge nicht ganz verstanden. Das BGE will den Arbeitsmarkt befreien und dem Einzelnen die eigene Dispositionsmöglichkeit wieder zurückgeben. Die soziale Sicherheit ist der wichtigste Eckpunkt des BGE. Wer mit dem Mindestlohn einverstanden ist, akzeptiert damit, dass die Lohnhöhe – oberhalb des BGE – von den Tarifparteien festgeschrieben wird und dem Einzelnen damit erneut vorschreibt, zu welchen Konditionen er arbeiten darf. Wir haben doch die Wende bei ver.di gesehen, die anfangs (2007) hoch begeistert waren für das BGE, aber dann festgestellt haben, dass ihr Einfluss sich verringert, wenn es ihnen nicht gelingt, das ganze BGE-System über den Mindestlohn blockieren zu können. Der Mindestlohn hat keinen anderen Sinn. Das Mindesteinkommen wird vom Staat übernommen. Ist also schon da. Mindestlohn müsste aber nicht vom Staat, sondern von den Unternehmen zu zahlen sein. Das mach absolut keinen Sinn, denn in der Tendenz gehen bei höherem Mindestlohn Arbeitsplätze verloren, wie in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und in vielen anderen Staaten mit Mindestlohn deutlich zu verfolgen ist. In Frankreich geht man gerade heute wegen fehlender Arbeitsplätze und Mindestlohn auf die Straße. Selbst ein Teil der Gewerkschaften dort stellt fest, dass das Konzept mehr auf Vollbeschäftigung ausgerichtet sein muss, da der Arbeitsplatz für jedes Individuum die Basis der eigenen Lebensgestaltung sein soll.

      Arbeitslosigkeit scheint ebenfalls heutzutage zum Standard zu gehören, wenn man sich die letzten Jahrzehnte ansieht. Statt Geld in die Zukunftsentwicklung zu stecken, muss der Staat mehr und mehr Geld in das Sozialbudget geben. Das Volumen dieses Budgets (über 700 Milliarden Euro) reicht mittlerweile schon fast aus, um ein BGE schrittweise einzuführen. Die Finanzierung des BGE ist nicht das Problem, sondern die gleichzeitige Schuldenmacherei des Staates. Wenn der Staat seine Schuldenbremse nicht für alle Schulden gelten lässt, wird eine mittelfristige Finanzierung des Sozialbudgets (oder alternativ des BGE) problematisch. Selbst bei den offiziellen Schulden hält sich der Staat trotz der Bremse die Option offen, bei konjunkturellen Problemen weiter Schulden machen zu dürfen. Damit ist die Bremse ohne Bremsklotz, denn Konjunkturprobleme kann man immer vorschieben. Wenn schon Konjunkturprogramme, dann nur solche, die sich durch Steuersenkung finanzieren, denn das sind die nachgewiesenermaßen einzig wirksamen Programme und sie führen nicht zu neuen Schulden, sondern müssen durch staatliche Einsparungen finanziert werden.

      Zur weiteren Konsolidierung des Staatshaushaltes gehört eine neue, gerechtere und einfachere Steuerpolitik, wie sie von vielen Befürwortern des BGE gefordert wird.

      Es stößt ebenfalls in weiten Kreisen nicht auf Verständnis, wenn man für sich das Recht in Anspruch nehmen will, Urheberrechte und Patente nicht zu akzeptieren mit dem Hinweis, dass jede Leistung auf Vorleistungen anderer basiert. Geistiges Eigentum ist genauso zu behandeln wie reales Eigentum.
      Jede Leistung, auch körperliche Arbeit, basiert in ihrer Produktivität auf Vorleistungen. Statt eine Radikalforderung aufzustellen sollte als Gemeinschaft überlegt werden, wie das Problem der privaten Kopien von Internet-Material „entschärft“ werden kann. Mit radikalen Forderungen gewinnt man nur die radikalen Mitglieder – und das sind – wie Niedersachsen deutlich gemacht hat – lediglich 2% der Wähler. Das ist zu wenig, um überhaupt die Ermächtigung zu bekommen, etwas zu bewegen.

      Das gleiche gilt für das Drogenproblem. Es sollte Ziel der Piraten sein, die Frage ins politische und öffentliche Gespräch zu bringen, ob die Freigabe bestimmter Drogen für die Gesellschaft nicht mehr Vorteile als Nachteile bringen würde. Und es ist Aufgabe der Piraten, die Vor- und Nachteile aufzuzeigen, aber nicht das Thema als Forderung darzustellen.

      Was gefällt den Wählern nicht an der heutigen Situation und für welche Aktivitäten würden die Wähler die Piraten wählen?

      Die Volksvertreter sollen sich – die Minister und Kanzler schwören es sogar bei Amtsantritt – für unser Gemeinwohl einsetzen. Keiner tut es. Also ist das das Gebiet der Piraten.
      Gemeinwohl selbst ist nicht zu definieren, weil jeder eine andere Vorstellung von „seinem“ Gemeinwohl hat. Aber eins ist sicher: Wir sind uns alle einig, dass wir nicht wollen, dass sich jemand oder eine ganze Gruppe von unserem Gemeinwohl mehr abgreift, als wir akzeptieren würden, wenn man uns fragen würde. Es geht also um den Schutz des Gemeinwohls und die Ausarbeitung der passenden Argumente wie z. B.:
      – Politiker haben sich genehmigt, unter bestimmten Voraussetzung schon 10 Jahre früher in Pension gehen zu können, während für den Normalsterblichen die Rente erst mit 67 anfangen soll. Sie werden also weiterhin von uns bezahlt, wollen aber zehn Jahre früher schon keine Leistung für uns erbringen,
      – Bei der Korruptionsbekämpfung haben sie sich selber nur eine Pflicht auferlegt: Sie dürfen lediglich ihre Stimme nicht verkaufen, alles andere wird nicht bestraft. In den zwanzig Jahren seit Bestehen des Gesetzes ist nur ein einziger Fall behandelt worden. Ein Abgeordneter war so dämlich, die 100.000€ vor Stimmabgabe zu kassieren. Hätte er das Geld danach quasi als Dank genommen, wäre er straffrei geblieben. Politiker wollen sich ihre Käuflichkeit erhalten. Selbst als auf Betreiben des Europarates 49 Staaten einschließlich Deutschlands 1999 ein Strafrechtsübereinkommen über Korruption unterzeichnet hatten, wurde es von 43 Staaten ratifiziert, Deutschland behauptet jedoch seit 12 Jahren, das Übereinkommen befinde sich noch in der Vorbereitungsphase, weil man zuerst die nötigen Bestimmungen im Strafgesetzbuch ändern müsse. Politiker sind sich der rechtlich problematischen Situation bewusst, aber solange niemand protestiert, sehen sie keinen Handlungsbedarf.
      – Alle Staatsgewalt soll vom Volk ausgehen (Art 20 GG). Die Abgeordneten des Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. (Art. 38 GG), Wer nicht unmittelbar von den Wählern als Volksvertreter gewählt wird, ist also nicht befugt, das Volk zu vertreten. Er ist somit kein Abgeordneter. Wahlveranstaltungen auf Länder- und Bundesebene sind reine Showveranstaltungen. Die Wähler haben nicht die Macht, die man ihnen vorgaukelt. Über das System der Listenplätze braucht ein Politiker die Wahl nicht mehr zu gewinnen, er muss nur die Sympathie seiner Parteioberen besitzen – und damit nur noch das tun, was die Oberen diktieren und nicht mehr das, was wir als Wähler wollen. Das muss sich ändern. Wer nicht direkt vom Volk gewählt wird, sondern von den Parteibossen auf einen der vielen Listenplätze gesetzt wird, ist kein Volksvertreter und hat somit keine Stimme. Wenn eine Partei glaubt, auf bestimmte Personen nicht verzichten zu können, kann sie sie weiter beschäftigen. Diese sind aber nicht autorisiert, uns als Volk zu vertreten und für uns zu entscheiden.
      – Direkt gewählte Abgeordnete sind eine wichtige Voraussetzung für mehr direkte Demokratie, weil sie dann unser Interesse vertreten und nicht mehr von den Parteioberen abhängig sind.
      – Bei der öffentlichen Verwaltung ist nicht zu untersuchen, wo noch Personal eingespart werden kann, sondern wo Tätigkeiten und Aufgaben aufgrund von Computerisierung und Rationalisierung gestrichen oder zusammengelegt werden können. Steuerverschwendung ist gleichermaßen zu behandeln wie Steuerhinterziehung.
      – Dazu gehört die uneingeschränkte Öffentlichkeit für alle Dokumente. Staatsdiener werden von uns bezahlt. Wir haben das Recht zu wissen, was sie tun und wie sie es tun.
      – Bedingtes Mitspracherecht der Belegschaft bei den Vergütungsvereinbarungen mit den Vorständen und Aufsichtsräten gem. einer vorgesehenen Formel, bei der der Manager durch die Risikobeteiligung, die er akzeptziert, die Höhe seiner Prämien bestimmen kann. Über- oder unterschreitet er das von ihm vorgegebene Ziel, entscheidet eine Belegschaftsvertretung, ob er bei besserem Ergebnis mehr Prämie bekommt und ebenfalls, ob er bei Nichterreichung seiner Vorgabe trotzdem Prämie erhalten soll (weil es z.B. Entwicklungen gab, die er nicht beeinflussen konnte).
      – Unbedingte Kostenkontrolle der Energiekonzerne. Sie bilden ein Kartell und stehen deshalb unter besonderer Kontrolle. Wenn sie, wie z.B. RWE, eine Rendite auf das eingesetzte Kapital einfahren von über 25%, kann das nur darauf zurückgeführt werden, dass in den Aufsichtsgremien Politiker sitzen, die zu unserem Schaden beide Augen zudrücken. Es fehlt der Wettbewerb, und wo der fehlt, muss die Kontrolle als Regulativ für Ordnung sorgen. Solange in diesen Konzernen die Manager ihre Boni gewinnabhängig erhalten, haben wir als Verbraucher schlechte Karten. Sie müssten belohnt werden für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Wettstreit mit ihren Kartellkollegen. Aber irgendjemand aus der Politik muss sich dafür einsetzen, sonst passiert nichts und wir zahlen weit höhere Preise für die Energie, als zur Finanzierung der Subventionen für erneuerbare Energien erforderlich wäre.
      – Im Gesundheitswesen gibt es unendlich viel zu tun, mit was die potentiellen Wähler nicht zufrieden sind.
      – Im Zusammenhang mit dem BGE ist es wichtig, den Wählern klar zu machen, was es mit dem Generationenvertrag bei der Rentenversicherung auf sich hat. Warum er notwendig war (Inflationsrisiko) und warum er heute nicht mehr funktioniert (fehlender Nachwuchs). Jeder, der kein Kind aufzieht, muss theoretisch die Kosten für ein Kind (lt. Statistik 225.000€) in die Rentenkasse einzahlen. Kein Politiker wird es wagen, die Wählerschicht der Singles mit derartigen Forderungen zu vergraulen. Mit dem BGE existiert dieses Problem nicht mehr.

      Es gibt noch unendlich viele Möglichkeiten, im Rahmen des Piratenprogramms Punkte zu finden, die dem Wähler ebenfalls passen könnten. Man muss sie nur suchen. Und statt Programmpunkte zu „fordern“, sollte man vorschlagen, sie in die öffentliche Diskussion zu bringen, weil es wert ist, sich darüber besser zu informieren.

      Und damit das Volk wieder mehr mitbestimmen kann, ist zur direkten Demokratie erforderlich, auf Bundesebene Volksbegehren und Volksentscheidungen zuzulassen. Das will die politische Klasse nicht. Sie wird es aber machen müssen, wenn der öffentliche Druck sich artikuliert. Und dafür setzen sich die Piraten ein. Und das sollten sie dem Wahlvolk auch sagen mit dem Tenor: „Das ist es, was wir wollen. Aber ohne die Unterstützung der Wähler bleiben wir zu schwach. Gebt uns eine Chance, wir wollen wirkliche Volksvertreter sein.“

      Es ist mit Gold nicht aufzuwiegen, was der Fraktionsvorsitzende der Piraten im Kieler Landtag, Patrick Breyer, für das Image der Piraten getan hat, indem er auf Aufwandsentschädigung und Dienstauto verzichtete und damit der Landeskasse einen Betrag von 72.000 € ersparte.

      Und denkt daran: Bevor Ihr Euch über irgendetwas öffentlich streitet, solltet Ihr erst im Besitz der Macht sein. Im Vorfeld schadet das allen.

      Ihr seid die geistigen Nachfahren von Klaus Stoertebeker. Er hat sich in vorbildlicher Weise für seine Gemeinschaft eingesetzt und selbst nach seinem Tod noch versucht, das Leben seiner Kameraden zu retten.

      Diesen Geist braucht unsere Gemeinschaft.
      Also – packen wir’s an!

      • Jole Tombenko schrieb am

        Du hast wohl zu viel zeit, was. Kümmer dich mal um eine Mitarbeit in einer sozialen Einrichtung! Oder lieber auf H4 abhängen?

        • dowdax schrieb am

          Jole, ich brauche von Dir keinen Rat. Die Piraten brauchen ihn aber dringend. Ich habe bis jetzt nicht gesehen, dass Du irgendwo einen konstruktiven Vorschlag hinterlassen hast, wie die Bundestagswahl gewonnen werden kann. Also, kümmere Dich mal um eine Mitarbeit bei den Piraten, oder ist es Dir egal, ob die Piraten es schaffen im Herbst oder nicht?

    35. Grimnir schrieb am

      Die 2,1% für die Piraten sind IMHO die sogenannte Stammwählerschaft. Für die meisten dieser Wähler sind die etablierten Parteien keine (wählbare) Alternative. D.h. ohne die Piraten wären diese Wähler vermutlich eher zu Hause geblieben als ihre Stimme an Rot-Grün oder Schwarz-Gelb zu verschwenden. Insofern haben die Stimmen der Piraten den Wettbewerb zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb nur wenig beeinflusst. Es ist höchstens bedauerlich, dass keine 5. Partei den Sprung in den Landtag geschafft hat um die Koalitionsarithmetik der etablierten zu stören. Anstelle auf die etablierten zu schielen, solltet ihr auch mal einen Blick in den Rückspiegel werden:

      Linke: 3,1% (2008: 7,1%)

      Piraten: 2,1%

      Freie Wähler: 1,1% (2008: 0,5%)

      NPD: 0,8% (2008: 1,5%)

      Die Freiheit: 0,3%

      Den Rest spare ich mir. Bei den Wählern der NPD ist vermutlich intellektuell alles zu spät. Möglicherweise sind einige eher gemäßigt eingestellte Rechte zu „Die Freiheit“ gewechselt. Bemerkenswert ist jedoch das gute Ergebnis der Freien Wähler. Vielleicht solltet ihr darüber mal nachdenken.

      • T. schrieb am

        Die Freien Wähler haben bezüglich ihrer Standpunkte möglicherweise mehr Realitätssinn und Augenmaß?
        Am Beispiel der Videoüberwachung: Die „Piraten“ schaffen es nicht, zwischen sinnvollem Einsatz und entschlossen zu bekämpfendem Mißbrauch zu unterscheiden. Sie kennen nur den fundamentalistischen Standpunkt der grundsätzlichen Ablehnung. Das Mißbrauchsthema, das sich bei jeder Technologie aufs Neue stellt, bleibt so unangesprochen und auch unbearbeitet. Das ist aber auch ein Eingeständnis von Unfähigkeit: Der Unfähigkeit, technischem Mißbrauch beizukommen! – Denn würde selbst mit einem Totalverzicht auf legaler, gekennzeichneter, offener Videoüberwachung auch automatisch deren technischer Mißbrauch abgeschafft sein? Dumme Frage! Nein, natürlich nicht: Mißbrauch schafft sich stets eigene Wege! – Die „Piraten“ erkennen gelegentlich den Kern einer Sache nicht. Und spricht man sie auf innerparteiliche Ansprechpartner zu solch einem kritischen Thema an, so ist meine persönliche Erfahrung, dass es diese auch nicht gibt!
        Wird das so weitergehen? Mehrfach erlebte Stümperei bestraft das eigene Interesse und beseitigt nach und nach den letzten Rest an persönlicher Sympathie!

        • Grimnir schrieb am

          Ich denke nicht, dass sich die Piraten durch ihr Eintreten gegen Videoüberwachung unglaubwürdig gemacht haben. Der umstrittenste Punkt im Programm ist IMHO das BGE. Der Linkspartei wurde nie vorgeworfen, das sie die Interessen der sozial Schwachen vernachlässigen würden. Der FDP wurde aber vorgeworfen, dass sie die Bürgerrechte zugunsten wirtschaftlicher Interessen und der Koalitionsdisziplin vernachlässigen würde. Für eine gewisse Zeit konnte die Piratenpartei daher von der Schwäche der FDP profitieren. Mit dem BGE haben sie aber alle Wähler vor den Kopf gestoßen, die den Spruch von der „besseren liberalen Partei“ geglaubt haben. So gesehen haben die Piraten in Niedersachsen Wähler an die Freien Wähler und an die FDP verloren. Die Vorstellung, die Piraten könnten Wähler von den „richtigen“ Linken abwerben, halte ich für absurd. Die Freien Wähler konnten auch durch ihr entschlossenes Eintreten gegen den ESM Wähler gewinnen, wo die Piraten ebenfalls versagt haben. (Siehe auch jennyger.blog.de)

          Was sinnvolle Nutzung und was Missbrauch ist, hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Für Konservative ist eine sinnvolle Nutzung von Drogen z.B. ihre Einnahme unter ärztlicher Aufsicht. Eigenmächtige Einnahme ist für Konservative Missbrauch. Für Liberale ist eine sinnvolle Nutzung hingegen ihre freiwillige Einnahme. Ihre Nutzung im Rahmen psychiatrischer Zwangsbehandlungen ist (für Liberale) hingegen Folter und daher Missbrauch. Daher begegne ich den Freien Wählern auch mit einer gewissen Skepsis. Sie haben ein Verbot sogenannter Killerspiele befürwortet und sind daher nicht frei von konservativen Einflüssen. Ich kann daher noch nicht genau sagen, ob ich bei meiner nächsten Wahl mein Kreuz bei den Piraten oder bei den Freien Wählern mache. Ich würde nur die Linke, „Die Freiheit“, die NPD und alle 4 etablierten Parteien vermutlich nicht wählen.

      • Nirgends bleibt die, weil es weder im Bund noch auf Landesebene eine funktionierende Presseabteilung zu geben scheint. D.h gut möglich das da nie eine Stellungnahme kommt, oder erst in 2 Wochen.

        Da es keine Festangestellten gibt und die Hobby Schreiber wegen Beruf usw keine Zeit haben gibt die Piratenpartei nie aktuelle Stellungnahmen zu aktuellen Themen heraus. Deshalb werden sie ja auch in der Öffentlichkeit von niemandem wahrgenommen, selbst bei den Kernthemen nicht.

        Ist eben eine Clown Partei die lieber Bälltebad und Selbstzerfleischung ausübt statt Politik zu machen. Diese nutzlose Spass Partei braucht wirklich niemand !

    36. Bernard Neelen schrieb am

      Mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht …..Transparenz?…ich glaube ich habe meine einzige Stimme für die nächsten 4 Jahre weggeworfen!!

    37. Cornhoulio schrieb am

      Was fehlt ist eindeutig die Öffentlichkeitsarbeit! Nicht die Haltung zu Drogen oder sonstirgendwas ist ausschlaggebend dafür dass viele an den Piraten zweifeln sondern dass man nichts von ihnen mitbekommt.
      Zum Punkt Inhaltslosigkeit- die aktuelle Parteilinie ist fürs erste relativ ausführlich noch dazu hätte keine der etablierten Parteien soetwas in dieser Zeit geschafft (vor allem im Hinblick auf die immensen Probleme durch Gleichberechtigung bei der Redezeit, der bu
      nten Meinungsvielfalt innerhalb der Piraten).
      Ich hoffe ihr dreht euch jetzt nicht nach dem Wind sondern ein bisschen ins Rampenlicht – ich für meinen Teil würde mich freuen wenn endlich mal eine Partei zu ihren Idealen steht, egal wie schwer das auch sein mag!

    38. Frank schrieb am

      Den riesigen Pressehype um euch habt ihr nicht nutzen können. Jetzt seit Ihr wieder am Boden der Tatsachen. Und das sind 2%. Wer nur grüne und linke Postionen kopiert, braucht sich nicht wundern, wenn die Wähler lieber das Original wählen. Meine Stimme bekommt ihr bei der Bundestagswahl vermutlich nicht. Wegen BGE, Schwulenadoptionrecht, Drogenfreigabe u.a. Wärt ihr doch eine Internetpartei geblieben.

    39. Frank schrieb am

      Wer nur grüne und linke Postionen kopiert, darf sich nicht wundern, wenn der Wähler lieber das Original wählt. Darum seit ihr trotz Pressehype jetzt bei 2% gelandet. Ich werde euch bei der Bundestagswahl eher nicht wählen, wegen BGE, Drogenfreigabe, Schwulenadoptionsrecht (fragt eigentlich einer die Adoptierten?) u.a. Wärt ihr doch Internetpartei geblieben

    40. Idebenone schrieb am

      Wenn ihr eure Stimme nicht an die Altparteien verschenken wollt und ein deutliches Zeichen setzen möchtet, dass sich in diesem Land etwas grundlegend ändern muss, solltet ihr an diesem Sonntag Piratenpartei wählen. Wir versprechen euch, dass wir nie etwas versprechen werden, das wir nicht halten können. Einen Gemischtwarenladen aus leeren Versprechungen wie die Altparteien bieten wir bewusst nicht an.

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