Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder wichtiger

Bild: Tobias M. Eckrich

Zur aktuellen Diskussion rund um die FDP-Politikerin Cornelia Pieper, die das Betreuungsgeld ablehnt, nimmt Thomas Küppers, sozialpolitischer Beauftragter der Piratenpartei Deutschland, wie folgt Stellung:

»Wir halten uns ans Grundgesetz – da sind wir konservativ. Den auf die Abgeordnete Cornelia Pieper ausgeübten Fraktionszwang halte ich für nicht grundgesetzkonform und kontraproduktiv. Der einzelne Abgeordnete ist dem Bürger gegenüber verpflichtet, nicht aber der Partei. Bei den Abstimmungen muss das freie Mandant gesichert und gewährleistet sein, so wie es das Grundgesetz in Artikel 38 Abs. 1 S. 2 regelt.

Statt Druck auf die Abgeordnete Cornelia Pieper auszuüben, sollte die FDP ihr Augenmerk auf den dringend notwendigen Ausbau der Kindertagesstätten richten. An dieser Stelle hat die Regierung, an der die FDP noch beteiligt ist, ihre ›Hausaufgaben‹ sträflich vernachlässigt. Die Regierungskoalition muss sich der Verantwortung der Staates gegenüber den Familien bewusst werden und vermeidbare, vom Thema ablenkende Debatten unterlassen. Die verbleibende Zeit bis zum Rechtsanspruch im Jahr 2013 muss dringend in den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten investiert werden. Das heute beschlossene Betreuungsgeld lehnen wir ab.«

Flattr this!


Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

13 Kommentare zu Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder wichtiger

  1. kessfried, schrieb am

    Wie ist denn der stand des kita ausbaus ? Sag doch mal thomas küppers, wie ist der stand ?
    Stimmt es das in nrw die kommunen nur für ca. 20 % der 1 jährigen, um die geht es nämlich kita plätze garantiert werden können ?
    Stimmt es, das der bund seinen anteil (ein drittel) der finanzierung bereitstellt, das geld von ländern/komunen aber nicht abgerufen wird ?
    Stimmt es das ein kitaplatz mit ca . 1000 euro monatlich subventioniert wird ?
    Stimmt es das garnicht genügend ausgebildete erzieher/innen zur verfügung stehen ?
    Stimmt es, daß man in der verbleibenden zeit nicht genügend erzieher ausbilden kann ?
    Stimmt es, daß es sehr viele menschen gibt, deren arbeitszeit mit den kitaöffnungszeiten nicht kompatibel ist ?
    Wieviel % der eltern sind das ?
    Was wi rd mit denen ? Die dürfen die subventionen mit finanzieren ?
    Stimmt es,daß man durchaus der meinung seien kann, daß kleinkinder bei mama und papa besser aufgehoben sind ? Reicht kita ab 3 j. nicht auch ?
    Warum gibt es keine piratenalternative ?

  2. kessfried, schrieb am

    Ach thomas, ich habe noch was vergessen. Wenn es mit der kitagarantie nicht klappt und das scheint in vielen kommunen sicher, können eltern dann klagen ? Auf verdienstausfall ?
    Hast du eine ahnung wie die kommunen das dann bezahlen werden ?
    Kann es sein das es dann in anderen bereichen dieser kommunen ganz, ganz eng wird ?
    Kann es sein das es in diesen kommunen, wie zb Bochum schon gaaanz eng ist ?
    Kann es sein das du diese fragen nicht beantworten wirst ?
    Weil du nicht kannst ?
    Oder weil es nicht piratenart ist ?

    • Matthias Maschke schrieb am

      Es würde Tage, wenn nicht Wochen dauern die Informationen zu recherchieren und alle von dir gestellten Frage zu beantworten.
      Mit dem Ergenis das wir ( nach Piratenart ;) ) gemeinsam eine vernünftige Lösungen finden könnten.
      Wie viel Vorarbeit hast du schon geleistet ?

      Du begehst bereits jetzt einen entscheidenen Denkfehler.
      Finanzierbarkeit, Struktur und Planung sind Werkzeuge um dem Allgemeinwohl zu dienen.
      Nicht umgekehrt.
      Probleme löst man von der Wurzel an. Und das kostet Anstrengung.
      Klar, ist es immer einfacher die Abkürzung zu nehmen.
      Das Betreuungsgeld ist nur ein Flicken der einen Kompromiss eingeht und dafür neue Probleme in Kauf nimmt.

      MfG Matthias Maschke

  3. ulrics schrieb am

    Wichtig ist nicht nur der Ausbau, sondern auch qualifizierte Sprachförderung, damit alle Kinder, die gleichen Chancen haben.

  4. Karsvo schrieb am

    Schöne neue Welt

    „Das heute beschlossene Betreuungsgeld lehnen wir ab.“

    Wer ist „wir“? Die Parteibasis? Thomas Küppers + wer? Was sagt der Vorstand?

    Beim Thema „Fraktionsdisziplin“ stimme ich zu.

    Beim Thema „Betreunungsgeld“ ist bei mir der Eindruck entstanden, daß es nicht um sachliche Gründe geht. 2 Mrd. jährlich: 50 Jahre Bretreuungsgeld = 1 * HyporealEstate „gerettet“. Oder wieviel Hundert Jahre Betreuungsgeld für sämtliche Banken-„Rettungs“pakete zusammen? Vielmehr scheint es sich um ein ideologisches Thema zu handeln und deren Anhänger scheinen die Piratenpartei gekapert zu haben.

    Die Piratenpartei war mal bekannt für ihre sachliche Herangehensweise. Das ist hier nicht mehr zu erkennen. Beim Betreuungsgeld wird nicht mal mehr eine Begründung für die ablehnende Haltung angegeben. Also sind die Kinder beim Staat besser aufgehoben als in der Familie? Oder sind die Kinder unwichtig und es geht mal wieder um „Frauenrechte“? Selbst wenn letzteres der Grund sein sollte: Wer das Geld braucht, der wird arbeiten gehen müssen, da das Betreuungsgeld von der Höhe her eine Vollzeitbeschäftigung nicht ersetzen kann. Viel Geschrei um nichts. Aber wenn es um 100 bis 1000 fache Beträge für Bankenrettungen geht, dann ist hier Funkstille. Das überzeugt mich nicht mehr. Und mit Blick auf die Meinungsumfragen bin nicht der einzige …

    • Stefan schrieb am

      Hallo Karsvo,
      wenn die Natures fürgut befunden hätte, die Kita zu schaffen hätte sie es schon vor 10 000 Jahren getan – sie hat die Mutter und die Familie vorgezogen. Bisher haben nur autoriäre Staaten wie z.B. die DDR dieses System eingeführt um die Jugend besser manipulieren zu können. Das Ergebnis sind hyperaktive Kinder, die dann mit Ritalin ruhiggestellt weden müsen. Mir ist die liebevolle Mutter weniger Kinder lieber als eine Erzieherin, die viele Kinder zu betreuen hat damit womöglich überfordert ist und deren Eignung auch sehr unterschiedlich sein kann.
      Ich bevorzuge da die Erziehung zu Hause, vor allem der kleinen Kinder.
      Beim Thema „Fraktionsdisziplin“ bin ich mit Euch einig.

    • Stefan schrieb am

      Hallo Karsvo,
      wenn die Natur es für gut befunden hätte, die Kita zu schaffen, hätte sie es schon vor 10 000 Jahren getan – sie hat die Mutter und die Familie vorgezogen. Bisher haben nur autoriäre Staaten wie z.B. die DDR dieses System eingeführt, um die Jugend besser manipulieren zu können. Das Ergebnis sind hyperaktive Kinder, die dann mit Ritalin ruhig gestellt weden müsen. Mir ist die liebevolle Mutter weniger Kinder lieber als eine Erzieherin, die viele Kinder zu betreuen hat damit womöglich überfordert ist und deren Eignung auch sehr unterschiedlich sein kann.
      Ich bevorzuge da die Erziehung zu Hause, vor allem der kleinen Kinder.
      Beim Thema „Fraktionsdisziplin“ bin ich mit Euch einig.

  5. kessfried, schrieb am

    1000 Euro monatlich indirekt für eltern die ihre kinder in eine kita geben.
    Für eltern , für die kitas mit ihren öffnungszeiten nicht praktikabel sind, alle schichtarbeiter, pflegepersonal etc
    sind 100 euro zuviel?
    Das ist schwachsinn ?(steinbrück)
    Da muß man sofort vor gericht ? (gysie)
    Da machen wir mit ?
    Kennt ihr kinder die 1 jahr alt sind ? können die sprechen ? laufen ? Und da es nicht genügend ausgebildete erzieher gibt macht man bei der qualität kompromisse ? Bei kindern ?
    Spielt nicht eltern die arbeiten müssen oder wollen gegen die aus, die nicht können oder wollen.
    Der staat ist nicht klüger, er muß eltern nicht richtige anreitze geben das wissen die meisten eltern selbst.

  6. Turboheizer schrieb am

    Was nützen uns Kita-Plätze für 1-3 jährige wenn zum Beispiel in Bad Vilbel 500 Euro fällig werden wenn die Eltern einen solchen Platz haben wollen.
    Frage? Wer kann ohne weiteres 500 Euro für einen Kita-Platz bezahlen.?
    Die Folge wird sein das die Kommunen solche Plätze nicht bereitstellen müssen weil sich keine Eltern deren Gebühren leisten können. Kita-Plätze sollten eigentlich kostenlos, oder bis auf die Essenzuschüsse fast kostenlos sein.
    Also alles nur Augenwischerei, die ganze Debatte ist für die Katz.
    Die Kommunen haben kein Geld, Sie haben auch in Zeiten reichlich sprießender Steuern alles verprasst für unsinniges Zeug.Jetzt sollen die Eltern herhalten für die Jahrzehntelange unangepasste Ausgabenpolitik der Kommunen.

  7. kessfried, schrieb am

    Die grünen haben gerade entschieden : sie wollen h4 sanktionsfrei.,
    Das heißt im klartext ein arbeitsfähiger h4 empfänger kann den sommer auf dem campingplatz verbringen.
    Finanziert von arbeitnehern, denen man das gehalt kürzt wenn sie zu spät kommen.

    Und für eine mutter, die einen schichtarbeitsplatz hat und daher keine kita in anspruch nehmen kann(wenn uberhaupt da) sind 100 euro betreuungsgeld zuviel ???

  8. Dosenmais schrieb am

    Ich will meine Kinder selbst erziehen!!!! Und zwar nicht nur bis zur forcierten Einschulung, sondern bis sie wirklich erwachsen sind!!! Ich will freiheit!

    Und ihr Clowns wisst garnicht wovon ihr redet sondern versucht euch nur Wählerstimmen mit Versprechen zu kaufen!! Ihr wollt mehr Betreuungsplätze? Dann lasst das den freien Markt übernehmen! Aber nein, es soll wieder von jemandem genommen werden um dafür von staatlicher Seite zu zahlen.

    Kein Betreuungsgeld für niemanden! Keine Schulpflicht für niemanden! Keine Umverteilung, kein Zwang und keine Gewaltanwendung gegen diejenigen mehr, die sich diesem faschistischen System verweigern.

  9. kessfried, schrieb am

    Der arbeitgeberverband will die Elternzeit auf 12 monate kürzen. Sind piraten, spd, linke und grüne auch dafür ?
    Elternzeit setzt die falschen anreitze, wie das betreuungsgeld. Wäre nur konsequent und ein „ganz tolles wahlkampfthema“.
    Fragt doch den peer, den gregor und den jürgen ach und natürlich auch unseren thomas ob sie auch die elternzeit kürzen oder ganz abschaffen wollen.
    Fragt sie immer und überall.

  10. Udo Wendel schrieb am

    Ich persönlich lehne es ab mein Kind in den jungen Jahren bereits den Berufspädagogen auszusetzen und möchte mich selber um mein Kind kümmern aber für die Allgemeinheit ist ein Betreuungsgeld auf jeden Fall sinnvoll, so können Frauen wie Männer ihren Beruf weiter ausüben wenn sie darauf mehr wert legen als die Zeit ihres Kindes mitzuerleben und auch wenn sie es aus wirtschaftlichen Gründen müssen. Die Förderung der Familie wie auch des Nachwuchses sollte weniger ein Problem sein als Banken zu retten. Was den Fraktionzwang angeht so ist wegen der Unabhängigkeit eines Abgeordneten natürlich abzulehnen und das Parteiinterne Problem der FDP nur noch Uneinigkeit zu zeigen hat aber mit dem internen Filz dieser Partei zu tun und geht einen Piraten wohl kaum was an zu mal ich die weniger delikaten Vorgänge der jüngsten Vergangenheit in den eigenen Reihen der Führung erinnern darf die den Piraten eine große Menge Wähler gekostet hat, gerade weil der Eindruck eines Kindergarten nach außen antstand. Einzelne Querdenker sollten aber legitim sein und der Gesamtauftritt sollte geschlossen Reihen darstellen.

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.

Weitere Beiträge: