Statt Betreuungsgeld besser Ausbau der Kinderbetreuung

Bild: Tobias M. Eckrich
Zum Ergebnis des Koalitionsausschusses der Bundesregierung, das Betreuungsgeld zum 1. August 2013 einzuführen, nimmt Thomas Küppers, sozialpolitischer Beauftragter der Piratenpartei Deutschland, wie folgt Stellung:
»Das Betreuungsgeld geht an der Realität vorbei, da die moderne Familie andere Sorgen hat: Das Familienleben und die beruflichen Interessen wollen miteinander vereinbart werden. Das Geld sollte lieber in den Ausbau der Kinderbetreuung, sowie in die Bildung unserer Kinder investiert werden.
Der Flickenteppich, den wir Sozial- und Steuersystem nennen, muss nicht noch durch neue Wahlgeschenke erweitert werden. Wir Piraten setzen uns für ein effektiveres System ein, welches die Familien wirklich stärkt! Die Piratenpartei Deutschland strebt daher die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens an.«

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Kommentare

16 Kommentare zu Statt Betreuungsgeld besser Ausbau der Kinderbetreuung

  1. Hans Hase schrieb am

    Hm, also die Idee von einem Bedingungslosen Kindereinkommen fände ich ja gar nicht so schlecht !

    • Joachim Braig schrieb am

      „Das Betreuungsgeld geht an der Realität vorbei, da die moderne Familie andere Sorgen hat: Das Familienleben und die beruflichen Interessen wollen miteinander vereinbart werden. Das Geld sollte lieber in den Ausbau der Kinderbetreuung, sowie in die Bildung unserer Kinder investiert werden.“

      Da sprechen die Experten in Sachen Familie und Kinder. Was wisst Ihr von den Bedürfnissen von Kleinkindern? Habt Ihr Kinder? Schiebt Ihr die nach der Stillzeit auch gleich in die Kita ab? Bricht Euch dabei nicht das Herz, wenn das Kind nach der Mama weint? Ist doch auch egal, sollen die Blagen doch schreien, hauptsache die Mama kann Karriere machen, im Idealfall bei den Piraten und sich dann als besonders familienfreundlich in den Medien präsentieren.
      Warum also nicht gleich die Kinder in der Kita gebären?? Dann wäre der Weg vom Krankenhaus zur Kita nicht soweit …

  2. Demophilos schrieb am

    Ich bin nun schon seit ca. 6 Jahren Befürworter der BGE-Idee. Jedoch halte ich eine zuvor eine Reform des Geldsystems für notwendig. Am einfachsten wäre dies imho durch eine Vollgeldvariante mit Monetative zu bewerkstelligen. Der Staat würde nicht nur Zinsen sparen, sondern sogar noch Einnahmen generieren. Zudem könnte die Staatsverschuldung abgebaut werden. Langfristig wäre evtl. eine Umwandlung des Geldsystems in Richtung der Theorien von Silvio Gesell zu überlegen (Schwundgeld), sowie eine Bodenreform. Desweiteren finde ich den slowakischen Weg nachdenkenswert, die privaten Krankenversicherungen abzuschaffen (reine Geldverbrennung für zig Wasserköpfe und Instandhaltungskosten der ganzen Gebäude, etc. pp.). habe noch viele Ideen, will diesen kleinen Kommentar aber nicht überfrachten… ;)

    • lemonlime schrieb am

      99 % Zustimmung. Ich denke nur, dass das BGE schon im Fiat Geldsystem eingeführt werden kann. Die dadurch frei werdenden Menschen, die bis dato mit unnützen Beschäftigungen gefesselt werden, könnten dann eine Kettenreaktion in Gang setzen, die das Geldsystem reformieren. Die Art und Weise wie die Menschen lernen und arbeiten könnte sich dadurch auch radikal ändern.

  3. Demophilos schrieb am

    Das Betreuungsgeld sehe ich in der Tat als Wahlgeschenk, das aber eigentlich keiner wirklich haben will… Die Menschen sind schon weiter als die etablierten Parteien, die haben das nur noch nicht bemerkt.

    Ich möchte nur noch mal betonen, dass ich die Geldsystem-Debatte weit nach Vorbne schieben würde, damit die Bevölkerung sich mal damit beschäftigt (und vor allem wir Piraten). Denn, egal über welches Thema wir debattieren, wir werden früher oder später beim Geld landen. Deshalb ist das Geldsystem ein ganz fundamentales Thema, welches die Diskussion und Lösung anderer Probleme erleichtern könnte. Zumindest sehe ich das so… ;)

    • W.Vogelberg schrieb am

      Sie müssen schon mit richtigen Zahlen arbeiten. 46% der Bundesbürger sind für die Einführung des Betreuungsgeldes. Die ideologisch basierten Kitas in der ehemaligen DDR und in Schweden haben verheerende Auswirkungen auf die Familien, Kinder und Gesellschaft gehabt. In Schweden ist die Zahl der Kinder mit ADHS seit Einführung der Kitas enorm gestiegen, die Zahl der Kinderpsychiater entsprechend gestiegen. Es handelt sich hier aber letzlich um Störungen die nie endgültig geheilt werden können.
      Regards
      W.V.

  4. Sven schrieb am

    BGE muss her!!!

    Das Geldsystem zu überdenken ist sicherlich nicht verkehrt, aber unabhängig davon kann man immer auch ein BGE auszahlen, deshalb sollte das Geldsystem an dieser Stelle nicht zur Debatte stehen (falscher Ort), hier geht es schließlich um Soziale Absicherung und Chancengerechtigkeit (u.a. mit und für Kinder). Aus meiner Sicht nur mit BGE machbar.

    Schön, dass unser Thomas Küppers an dieser Stelle sich auch mal äußern darf. Weiter so, Thomas! Du machst sehr gute Arbeit! :-)

    Dennoch sollten wir nicht unter den Tisch fallen lassen, dass wir Piraten die Einführung eines BGEs nicht ohne die Mehrheit des Volkes (Volksabstimmung) einführen wollen und können! (siehe Wahlprogramm!)
    Wir werden das Thema aber konsequent zur öffentlichen Diskussion auf die Agenda stellen und so den etablierten Medien etwas entgegen setzen, da es unserer Meinung nach zu wenig und wenn dann oberflächlich nur thematisiert wird.

    Bitte ansehen!:
    http://blog.freiheitstattvollbeschaeftigung.de/2012/10/09/aufruf-grundeinkommen-ins-fernsehen-von-formoredemocracy2011/
    http://blog.freiheitstattvollbeschaeftigung.de/2012/10/31/grundeinkommen-ins-fernsehen-musterschreiben-verfugbar/

  5. Jochen Nibbe schrieb am

    Eine Grundsicherung haben wir schon. Wir sollten vielleicht im ersten Schritt diese Grundsicherung an weniger Bedingung knüpfen und an das Grundgesetz Art. 1 anpassen. Damit wenigstens für einen Teil der Bevölkerung wieder soetwas wie Würde entsteht.
    Ich finde es wichtig den Bürgern verständlich zu machen, dass es das BGE geben kann und dass es in den ersten Schritten schon lange passiert ist. Nämlich die Grundsicherung. Auch wenn es nur kleine Schritte sind, so sind es doch welche. Nur weiß das anscheinend niemand.
    Wir Piraten sollten uns auf einen klaren Weg hin zum BGE einigen. Ein langer und ein steinger Weg – aber ein wichtiger.

  6. Anonymous schrieb am

    Genau, diese Herdprämie ist ja wohl von vorgestern und ein Wahlgeschenk an die hoffentlich bald Abgewählten von der CSU.

  7. Anonymous um 15:46 schrieb am

    Alles klar, so ne reaktionäre Blödmannmeinung, wie ich um 15:46 geschrieben habe, wird prompt veröffentlicht, aber keine Kommentare die Irgend Jemand zu einigen von wirklichen Problemen ablenkenden, vorhergehenden Themen beigetragen hat.

  8. Andreas schrieb am

    ich bin gerade auf diesen Blogeintrag gestoßen, als ich nach der Piratenposition zum Thema Betreuungsgeld gegooglet habe. Dabei sehe ich wieder das Problem, welches leider sympthomatisch für die Piraten ist. Eine sinnvolle Ablehnung wird unsinnigerweise mit einem ganz anderen Thema (BGE) verknüpft und schon ist die Aussage verwässert und jede weitere Diskussion über das Thema hijacked. Warum kann man denn die Politik nicht mit den aktuellen Themen betreiben, die den Wähler viel mehr beschäftigen anstatt die Diskussion gleich Richtung zukünftiger Lebenskonzepte wegzulenken. Streicht doch den letzten Satz des Artikels und schreibt einen neuen, etwa „Laut Forsa-Umfrage sprechen sich 17% der Deutschen für BGE aus“. Im Artikel zum Betreuungsgeld hat BGE nichts zu suchen.

  9. blanca spott und kessfried, schrieb am

    Steinbrück hat das betreuungsgeld als schwachsinn bezeichnet.
    Meint er die eltern, die ihre einjährigen kleinkinder lieber selbst betreuen wollen oder müssen ?
    Oder meint er die 100 euro die diese eltern bekommen, die die mit ca. 1.000 euro subventionierten kitaplätze nicht inanspruchnehmen?
    Oder meint er das der bund auch den anteil einiger kommunen, zb bochum übernehmen soll ?

  10. blanca spott und kessfried, schrieb am

    Für die bereitstellung der kitaplätze sind die kommunen verantwortlich. Beruht auf einem gestz der großenkoalition. Bund, länder und kommunen tragen jeweils ein drittel der kosten. NRW kann ca. 20% garantieren.
    Wenn ihr mal was vernünftiges machen wollt, fragt doch mal statt immer nur visionäre statements abzugeben.
    Fragt doch mal wie der stand des kitaausbaus in eurer kommune ist.
    Fragt doch mal mit welchen schadensersatzansprüchen eure kommune rechnet, von eltern die keinen platz bekommen(verdienstausfall)
    Fragt doch mal wie eure kommune das bezahlen will.
    Fragt doch mal was eltern machen sollen, deren arbeitszeit nicht mit den kitaöffnungszeiten kombatibel ist.
    Wißt ihr was solche fragen sind ? Bürger und realitäts nah.

    • eifelkorsar schrieb am

      Sehr guter Kommentar und genau die richtigen Fragen. Ein Hinweis noch: NRW steht an letzter Stelle was Kinderbetreuung unter drei Jahren angeht. Bin mal auf die Prozesslawine gespannt, die da im nächsten Jahr auf unsere Superregierung zukommt. Da ist die „Herdprämie“, was für ein abschätziges Wort, ein kleines Mittel, um den nicht in den Genuss eines KITA-Platzes kommenden 80% einen minimalen Ausgleich zu geben. So What? MfG.

    • Jochen Nibbe schrieb am

      Das genau sind die Fragen die wir stellen müssen. In den kleinen Gremien, in den Gemeinden, in den Bezirken. Und auch in den Blogs, den Regionalzeitungen, an den Stammtischen sollte es noch welche geben.
      Bürger- und Realitätsnah, lokal, regional auch wenn es auch ein Bundesthema ist.
      Gruß Jochen Nibbe

  11. cs schrieb am

    Ich wüßte keine empfehlenswerte Kita. Das ist nur Geldverschwendung. Ich bin auf jeden Fall für das Betreuungsgeld. Und unter 3 Jahren ist es völlig induskutabel, das Kind dem Staat zu überlassen. Die Kinder werden nie eine normale Elternbindung haben. Eiigentlich wollte ich mal bei Euch mitmachen, aber mein Antrag wurde nie bearbeitet. Mittlerweile sehe ich ohnehin keinen Sinn mehr dabei.

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