Erklärung von Bernd Schlömer zu den aktuellen Rücktrittankündigungen

Bild: Tobias M. Eckrich

Zu den aktuellen Rücktrittankündigungen bezieht Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland wie folgt Stellung:

„Julia Schramm und Matthias Schrade haben eine Entscheidung getroffen. Das habe ich zu respektieren. Die Hintergründe dafür sind vielfältig. Es ist jedoch nicht angebracht, darüber wild zu spekulieren. Beide Statements sind in dieser Hinsicht sehr eindeutig und zeigen, dass diese persönliche Entscheidung weit über das hinaus geht, was zur Zeit die Partei bewegt “

Erklärung von Matthias Schrade: http://kungler.wordpress.com/2012/10/26/rucktrittsankundigung-2/

Erklärung von Julia Schramm: http://juliaschramm.de/wp-content/uploads/2012/10/Ru%CC%88cktritt.pdf

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Kommentare

104 Kommentare zu Erklärung von Bernd Schlömer zu den aktuellen Rücktrittankündigungen

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  1. Ex-Pirat schrieb am

    BLA BLA BLA
    Wie die altbackenden Parteien. Nix als heise Luft. Schwach Bernd, schwach!

    • Paul Weiler schrieb am

      Die Partei gerät mehr und mehr in eine heftige Krise.. der Buvo und auch einige Lavos passen sich dem Altparteiensystem deutlich an.
      Wo wird denn mal HART aber FAIR gegen ANGELA MERKEL, CDU, FDP, SPD, GRÜNE usw. auch gegen Mitt Romney , sowie gegen die GEWERKSCHAFTSBOSSE ( sie billigten VW Chef MARTIN WINTERKORN 16.5 Millionen Gehalt zu ) mal argumentiert????????

      Da höre ich dann von Herrn Schlömer/Herr Nerz … „die Piraten müssten noch viel lernen in der Wirtschaftspolitik“..
      ja was denn lernen ???? Wie man Menschen belügt und betrügt wie es die Altparteien praktizier(t)en ?

      Paul Weiler ( RLP Landeslistenkandidat )

        • blanca spott und kessfried, schrieb am

          Wir haben uns die beiträge angesehen und sind begeistert. Die definitionen politischer begriffe sind griffig und zielführend iwir hoffen da kommt noch mehr.
          Ausgezeichnet ist auch mit welcher leichtigkeit große probleme aufgezeigt werden. Der visionäre charakter der wenigen lösungsangebote sollte deutlicher herausgearbeitet und durch zusätzliche visionen ergänzt werden.
          Weiter so , die zukunft gehört der internationalen, visionären linken zwischen kabul und manhatten.

      • blanca spott und kessfried, schrieb am

        Lieber paul, du hast hier ganz wichtige punkte benannt, aber man sollte auch lösungsmöglichkeiten anbieten (wo immer möglich visionär). Die kapitaleigner und die arbeitnehmervertreter im aufsichtsrat von vw behaupten wahrscheinlich sie würden den marktwert von winterkorn am besten kennen. Solche behauptungen können wir als piraten nicht akzeptieren. Wir sollten ein tranzparentes, visionäres eigenes einkommenskonzept entwickeln, daß alles berücksichtigt. Das wäre praktikabel, visionär und gerecht.

        Um romney zu verhindern sollten wir obama unterstützen, der braucht uns. Bei zon steht das die schwarzen amerikaner von ihm enttäuscht sind weil er die schwarzen nicht genung unterstützt.
        Könnten wir nicht kurzfristig , nicht an der rasse orientierte vorschläge erarbeiten, die speziell den schwarzen helfen ? Habt ihr visionäre ideen ? Wäre toll-

        • Paul Weiler schrieb am

          @blanca &co. ..

          bin immer offen für konstruktive Zusammenarbeit .. bin auch eher ein Obama-Befürworter ( obwohl ich nachvollziehen kann .. dass es in den „States“ eh egal ist wer Präsident ist
          da Gruppen wie „Bildeberger“ die „Posaune“ spielen ) ..

          ehrlich gesagt bin ich auch nicht sonderlich „Fun“ darauf das Gespann „Schlömer/Nerz “ zu attackieren .. denke dies können andere hoffentlich besser..

          es geht uns eher danach ( mit wir meine ich meinen Cousin ( ein Nicht-Pirat und Wirtschaftslehrer), ein Sohn eines Mathe Professors und Pirat Carsten .. als auch ein paar Andere ) zu SCOUTEN .. heisst Mitmenschen einzubeziehen ( wie eine AG ) die einen kompletten leistundgsorientierten WirtschaftsFairPlayPlan ausarbeiten…

          wir haben dies durchgedacht .. aber es kommt ja auch auf Feinheiten an und es zu vercomputern !
          :)

          Dennoch .. es kann nicht sein .. im Land der Dichter und Denker .. dass VORSTÄNDE ( Wirtschaft , Politik usw. ) meinen … dass es nur das liberale Wirtschaftswachstumssystem als Heilmittel gibt um Menschen ( allfarbige Mitmenschen ) WELTWEIT GLÜCKLICH zu machen…

          NEIN ….. dies muss NICHT so sein!

          Es KANN bessere WIRTSCHAFTSSYSTEME mit FAIR PLAY geben..
          dazu gehört aber die TRANSPARENZ der Gehälter in TARIFSYSTEME ( was auch selbst von den LINKEN nie richtig durchgedacht und durchgerechnet wurde )…

          Scheint wirklich so .. man mag „nur“ über ein „MIni-BGE“ nachdenken ( was eventuell ein Schritt nach VORNE wäre ) .. aber keiner mag den MUMM haben ein GROß-ALTERNATIV-WIRTSCHAFTSPROGRAMM zu definieren..

          nur TEILLÖSUNGEN ..KEINE GESAMTKONZEPTLÖSUNG ..
          obwohl diese einfacher sein könnte ( nur wer will das von den jetzigen Machthabern ) ..
          als man derzeit glaubt.

          Wir denken über das PATENT „TSM“ nach!…

          Wir versuchen NICHT BLIND zu sein .. gerne nehmen wir fundamentale Kritik an und überlegen ob diese wirklich begründet ist und unlösbar.

          „TARIFE“ ist eines der HAUPTZAUBERWÖRTER .. welches die WELT aus Problemen führen könnte. :)

  2. hackdraft schrieb am

    Schlömers Entscheidung zum Rücktritt würde auch respektiert werden.

  3. Emil Blume schrieb am

    Julia Schramm begründet ihren Rücktritt mit einem Argument, das meinen Eintritt in die Piratenpartei verhindert:
    »Dass jedoch jeden Tag mehr die Anpassung meines Denkens und Handelns an eine alte Politikervorstellung notwendig zu werden scheint, die ich ablehne und nicht bereit bin zu vollziehen«
    Sollte das so weitergehen, wird die Piratenpartei keine große Zukunft haben.

    Und was Matthias Schrader angeht, die Reißleine wegen persönlicher Differenzen so öffentlich zu ziehen ist eine ganz schlechte Nummer. Es zeugt von wenig Reife und klingt wie:
    »Der Johannes wirft immer mit Sand, wenn der da ist gehe ich nicht auf den Spielplatz«
    Kindergarten eben, zur rpfofessionellen Arbeit gehört da schon etwas mehr Persönlichkeit.

  4. Swanhild schrieb am

    Ich danke Julia und Matthias für ihre Arbeit. Wir haben uns im Team gut ergänzt und zusammen unsere anfallenden Aufgaben erledigt. Schade, dass ihr nach Bochum nicht mehr weitermachen wollt. Ich hätte Euch gerne weiter an meiner Seite gehabt, damit wir die Piratenpartei durch einen erfolgreichen Wahlkampf schiffen können. Aber ich kann gut verstehen, dass Ihr diesen Weg gegangen seid.

    Wir sehen uns

    Swanhild

  5. sebi-rockt schrieb am

    Dieses Vorstandsgeplänkel ist definitiv schadhaft für die Partei. Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass gerade die Diskussion um Johannes größtenteils vermeidbar wäre, wenn uns die mangelhafte Parteienfinanzierung nicht in eine Situation treiben würde, in der wir zwar die Erwartungen erfüllen sollen wie die Etablierten aber dummerweise noch nicht mal unsere Bundesvorstände zu bezahlen können.
    Auch ich weiß, dass das nicht der alleinige Grund ist, aber es ist kein Tropfen der des Stein höhlt sondern ein Wasserstrahl.

    • @thecitizen_de schrieb am

      1. Die Rücktrittsdrohung von kungler (Matthias Schrade) (im Stile „Ich oder JohannesPonader“) inklusive Unterstellungen („mangelnde Teamfähigkeit“, „Beratungsresistenz“) ohne jegliche konkrete Belege oder Beispiele ist überhaupt nicht cool.
      .
      2. Falls die Argumente gegen JohannesPonader sind, dass er Sandalen trägt, unsere Positionen zu BGE / Mindestlohn befürwortet, und ALG-II erhielt, und dies natürlich auch in den Medien vorkommt, sind das keine.
      .
      3. Wir Basis bekommen nur das mit, was voll öffentlich und transparent gemacht wird. Und da bewerte ich Inhalt und Positionen im Statements von JohannesPonader ( http://pastebin.com/EcqDgTrM ) deutlich besser als die im Statement von kungler.

      • @thecitizen_de schrieb am

        4. Falls es zutreffen sollte, dass sich Menschen mit inhaltlich eher FDP-Positionen (kungler?) aus Piraten-Vorstandsämtern zurückziehen, hätte ich damit kein Problem.

        • @thecitizen_de schrieb am

          5. Für den in der Erklärung von laprintemps (Julia Schramm) genannten Grund einer Gefahr der Anpassung an den „professionellen“ Politikbetrieb, also Anpassung durch / Anpassung an das Politiksystem („Politik 1.0“), inkl. dem Druck, Piraten-Prinzipien wie Transparenz, Basisbeteiligung, Ehrlichkeit aufgeben zu müssen, um „effizient“ in etablierter Politik- und Medienwelt bleiben zu können, habe ich Verständnis. Aber auch die Hoffnung, dass wir dem Druck durch Verbesserung von Strukturen in BuVo und Piratenpartei widerstehen können.

          • redpirate37 schrieb am

            ´´Es ist jedoch nicht angebracht, darüber wild zu spekulieren´´ … meint Schlömer.
            So etwas ist ja wohl mal
            Realitätsfremd!

            In jedem Betrieb und jeder Partei wird spekuliert wenn jemand auf die Art den Kram hinschmeißt.
            Bei Julia versteh ich es ja noch, Dr. Arbeit am schreiben, Zeit, Stress, Anpassungsdruck von Seitender FDP CDU ´´Realos´´< lol
            bei den Piraten aber Mathias, da ist unterste Mobbingschublade und komplett ein Schuß ins eigene Knie, gut da es Dein eigenes Knie ist… aber manchmal ist auch die gemeinsame Ideee wichtiger als das FDP Männchen im Egomanen Ohr.

        • Grimnir schrieb am

          Hochmut kommt vor der Fall.

          1. Wenn die Liberalen (kungler?) sich von der Piratenpartei abwenden, wird die Piratenpartei an der 5%-Hürde scheitern. Dafür wird die FDP ihren Stammplatz im Bundestag behalten.

          2. Johannes Ponader verkörpert durch seinen Lebensstil das Wesen des Bedingungslosen Grundeinkommens. Deshalb gehen die Ablehnung des BGE und die Ablehnung des Vorstandsmitglieds Johannes Ponader Hand ind Hand.

          3. Im Unterschied zu vielen Linken haben viele Liberale einen anständigen Beruf erlernt und sind deshalb nicht auf eine politische Karriere durch die Piratenpartei angewiesen.

          4. Die Piratenpartei wurde von (liberalen) Informatikern, Mathematikern, Naturwissenschaftlern und Ingenieuren gegründet aber von (linken) Politologen, Soziologen, Geisteswissenschaftlern und Gesellschaftskünstlern übernommen. Ohne die Liberalen ist die Piratenpartei nur eine leere Hülle, die den Linken nichts nützen wird.

      • Katrin Lehmann schrieb am

        V.a. Punkt 1 findet meine Vollste Zustimmung. Herr Ponader ist angeblich nicht teamfähig. Gut, das kann sein. Aber kein Mensch kann das nachvollziehen, wenn man nicht gleichzeitig nachvollziehen kann, was im Vorstand gelaufen ist, wer was gemacht hat und wo es Probleme gab.

        Deshalb vermute ich auch, dass es besser wäre, die Vorstandsarbeit generell (es gab da ja auch schon Probleme in Berlin…) transparenter nach aussen getragen. So könnte sich möglicherweise, vielleicht die Basis selbst ein Bild machen, wer gut zusammen arbeiten kann – und wen man besser nicht GEMEINSAM in den Vorstand wählt. Und wieso – oder wieso nicht.

        (Es kann aber auch sein – was meiner Ansicht nach in Teams häufiger der Fall ist, als das eine Person gar nicht teamfähig ist, dass das Team und Herr Ponader nicht gut zusammenpasst – und er deshalb wie „nicht teamfähig“ wirkt.)

        • genau- Wir brauchen einen gläsernen vorstand. Wir müssen die vorständler bei iblanca spott und kessfried, schrieb am

          Genau. Wir wollen gläserne vorstände. Um sich ein bild machen zu können müssen wir sie auch sehen können. Man kann ein team auch zb. durch ein fieses grinsen kaputt machen.

      • Edwin Burdak schrieb am

        Die Rücktriitsdrohung von Matthias fand ich auch nicht in Ordnung, aber Tatsache ist, dass Johannes nicht teamfähig ist. Seit längerem gehöre ich zu den Kritikern von Johannes und das hat nichts mit unseren Positionen zu BGE / Mindestlohn und ALG-II zu tun. In Esssen wollte ich mit Johannes über sein Verhalten reden, doch als ich meinen Namen sagte und das ich nach Essen gekommen bin um mit Ihm zu reden, hatte er auf einmal keine Zeit mehr. Er war an beiden Tagen nicht mehr ansprechbar und ging mir gefliisentlich aus dem Weg. Mit Matthias ist der Falsche zurückgetreten. Ich beobachte das Verhalten unseres Vorstandes seit Anfang an und habe einiges dazu auch geschrieben, doch selten eine Antwort erhalten. Johannes nutzt seine Position innerhalb der Partei um seine eigene egoistische Einstellung auf Kosten der Partei weiter zu leben. Nach meiner Meinung nutzt er die Partei als Plattform für seine Interessen und es ist ihm niemals so gut gegangen. Es wird Zeit, dass wir, also die Basis ihm zeigen, dass wir nicht alles mitmachen. Wenn er der Partei etwas Gutes tun will, tritt er sofort zurück. Es muss damit aufhören, dass uns Johannes immer wieder nur negative Presseberichte einbringt. Er ist ein Einzelgänger und nicht integrierbar.

      • Edwin Burdak schrieb am

        Zunächst einmal zur Teamfähigkeit von Johannes. Er ist nicht teamfähig, diese Erfahrung habe ich als einer seiner Kritiker machen müssen. In Essen wollte ich mit Johannes über meine Kritikpunkte mit Ihm reden. Aber nachdem er meinen Namen und den hauptsächlichen Grund meines Kommens erfahren hatte, war er für mich nicht mehr ansprechbar. Er hatte es plötzlich eilig weil er angeblich etwas Wichtiges erledigen müsse. Doch als ich kam hatte er es sich gerade gemütlich gemacht um Kaffe zu trinken und zu frühstücken. An beiden Tagen ist er mir dann ausgewichen. Das verstehe ich unter nicht team- und kritikfähig.
        Zu Punkt 2: Jeder soll nach seiner persönlichen Einstellung leben, auch Johannes. Aber niemand hat das Recht seine Position innerhalb der Partei zu missbrauchen um seinen Lebensstil auf Kosten anderer (hier der Partei) auszuleben. Es hat nichts mit unseren Positionen zu Mindestlohn / BGE und ALG-II zu tun.
        Zu 3. Es ist richtig, dass nicht alles auf Anhieb transparent erscheint, aber wer nachfragt bekommt Antworten. Nur unser BuVo tust sich damit schwer.

      • El Kaida schrieb am

        Wir Basis bekommen alles mit, was über die Aussagen von Johannes Ponader über andere in den Zeitungen veröffentlicht wird. Was veröffentlicht wird, wird üblicherweise vorher abgestimmt zwischen Redakteur und Interviewtem. Wir Basis bekommen auch mit, wie das clownesque Verhalten von Johannes in Talksshows usw von Kollegen, Verwandten und Bekannten empfunden wird. Wir Basis bewerten Kunglers Arbeit für die Partei deutlich höher als das egozentrische Auftreten von Johannes. Wir Basis wollen keine moderate Linkspartei sein. Wir Basis nehmen zur Kenntnis, dass Liquid Feedback interviews anders verlaufen, als Johannes das beantragte.

    • OldMcYoung schrieb am

      Moin Moin zusammen,

      hab grad in den Nachrichten gehört, dass der Rückstritt von Fräulein Schramm daraus resultiert, wohl die Realität des Alltages eines Berufpolitikers unterschätzt zu haben.

      Freunde der Sonne: wenn ihr so auf den Putz haut und hier die Prozente abräumt: hab ihr euch mal keine Gedanken gemacht, was im Ernstfall abgeht und wie ein Mandat zu LEBEN ist?????

      Erst einen auf Revoluzzer machen, Thesen und Forderungen aufstellen, die keiner bezahlen kann, und dann noch der Realität entfliehen , wenn einen die politischen Spielgeregeln und das Tagesgeschäft einholt…

      Ich bin keiner Partei Fahnentreu, einfach einer deutscher Mittelstandsbürger. Aber was wohl hier aus einer vermeintlich mal gut gemeinten Politikidee geplantwar, endet nur als Knaub, Schrott und Chaos.

      Ich werde als mal den Nachruf auf die Piraten für Wikipedia vorbereiten.

      so long

      Old McYoung.

    • michi schrieb am

      Viel zu viel Wind wird um diese Sache gemacht. Ich überlege wer mir so aus anderen Parteien spontan einfällt die zurückgetreten sind….(Guttenberg, Wulff, Strepp)….das ist peinlich bis skandalös….keine Ahnung ob es der CDU geschadet hat, besseres erwarte ich von denen eh nicht.

      Alle Beteiligten sind meiner Meinung nach würdige Piraten wo ich mir schon wünsche das sie auch weiterhin mitwirken. Die möglichkeit zu einem spätern Zeitpunkt evtl. wieder im Bundesvostand zu arbeiten wurde durch diese Rücktritte jedenfalls nicht verspielt. Ich vertraue darauf das die Beteiligten das irgendwann unter sich klären.

      Fazit: ärgerlich aber nicht tragisch

  6. disi schrieb am

    Halte bitte durch Bernd und die Anderen!
    Ich kenne das eigentlich so nicht, bin noch nie von etwas zurueckgetreten. Sagen wir du bekommst ein fieses IT Projekt und weisst nicht genau wo du anfangen sollst. Dann rennt man mal wo in eine Sackgasse und muss etwas zurueckrudern.
    Objektivitaet hilft dabei, einfach realistisch bleiben und immer mal geistig beiseite treten und von aussen darauf schauen.

    Lieben Gruss

    Marcus

  7. catrace schrieb am

    Langsam mag das Thema Ponader auch keiner mehr hören (ob Wähler oder Mitglied). Wenn er der Partei was Gutes tun möchte sollte Er gehen. Ich habe aber langsam das Gefühl das er seine Positionen viel eher durchsetzen möchte, ohne Rücksicht auf Verluste.
    Das Mathias deswegen geht tut mir sehr Leid aber ich kann es nachvollziehen und wünsche mir das er Grund bekommt seine Meinung noch zu ändern.

  8. blanca spott und kessfried, schrieb am

    Die vorstände müssen glaubwürdige,, selbstbewußte, unabhängige persönlichkeiten sein, die jderzeit, jede position, glaubwürdig vertreten können-

  9. du sollst nicht töten schrieb am

    Parteien wie die Grünen die nur dem Namen nach noch existiert wurden erst nach einigen Jahren
    ihres Bestehens von den Lobbyisten übernommen. Als 2004 die Agenda2010 gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt wurde (ja, da waren die Grünen beteiligt) gab es in Deutschland eine kleine Revolution. Hundertausende von Menschen waren Deutschlandweit auf den Straßen darüber wurde kaum berichtet aber über diese merkwürdige Partei sofort. Wie Parteien durch reiche Interessengruppen beherrscht werden funktioniert wie folgt: Politikberater und finanziell gut ausgestattete Seilschaften infiltrieren eine Partei und bilden dort einen Machtblock aus, der sich dann selbst wählt und auch alle Entscheidungen in einer Partei durchsetzen kann inklusive Karriereförderung von konformen Personen diese wiederum setzten dann für ihre Auftraggeber die Gesetze durch.

  10. disi schrieb am

    Bernd bitte durchhalten!*

    Gruss

    Marcus

    *darf man das sagen oder wird wieder gefiltert?

  11. Stefan schrieb am

    Schade das die geplänkel um den Bundesvorstand weitergehen, schade um die Piraten die die Segel im Vorstand streichen wollen. Das die Vorstandsarbeit einen zeitlich, Persönlich und Physisch mitnimmt muß jeden der sich um dieses Amt bewirbt klar sein. Das Amt ist schon für eine sehr kuze Zeit und deshalb muß gerade jetzt vor den Wahlen viel Energie und Ehrgeiz in die Arbeit gesteckt werden, jeder der dieses Amt übernimmt muß damit rechnen das es nicht immer nach den eigenen Vorstellungen gehen kann. Auch und gerade wegen unseren Strukturen innerhalb der Partei läuft es nicht immer Ruckfrei ab, aber nach sechs Monaten dann die Segel zu streichen und alles aufgeben, das kann es normaler Weise nicht sein. Persönlich habe ich ein gewisses Verständnis dafür aber für die Sache ist es im Moment das schädlichste was uns passieren kann. Niedersachsen wählt und die Bundestagswahlen stehen auch an, wir müssen Stabilität in unsere Reihen bekommen und nicht andauernd uns selbst bekriegen. Kämpfen können wir bei den Wahlen genug aber bitte gegen unsere Politische Gegner. In diesen Sinne, besinnt Euch und fangt mit der politischen Arbeit.

  12. catrace schrieb am

    ja klar, immer schön auf ponader-linie bleiben.
    zu dem vorwurf das schrade fdp politik gut findet sehe ich auch keine quellen.

  13. BYE schrieb am

    Piratenpartei wieder auf 4%. War eine echt interessante Zeit mit euch aber man kann jetzt wohl sagen, dass Projekt „Piratenpartei“ hat nicht funktioniert. Die Fehler liegen nicht mal im Parteiprogramm was vielleicht 5% aller Fragen abdegt sondern im Kindergarten der Partei.

  14. Dirk schrieb am

    Ich bin nicht glücklich mit Herrn Ponader, weil er hemmungslos seinen Stil in der Piratenpartei auslebt. „Freiheit des Einzelnen endet dort, wo er die Freiheit anderer beschneidet“. Das sollte auch dieser Herr begreifen. Er kann leben wie er will, allerdings sollte er nicht den Eindruck erwecken, das dieser Stil allgemeingültig für die Piraten ist. 90% der Basis der Piratenpartei lebt mit Sicherheit nicht wie Herr Ponader und wird durch den öffentlichen Politik-und Lebensstil von Herrn Ponader kräftig in den Hintern getreten. Wir versuchen Politik für den Bürger attraktiv zu machen, was wir gerade mühsam mit den Händen aufbauen, reißt dieser Herr mit dem Ar…h wieder um

  15. spiderbit schrieb am

    Falls Johannes das ließt, bitte tritt nicht zurück. Das ist der einfachere Weg, aber nur weil im Vorstand wohl sonst nur FDPler aus irgendwelchen mir nicht begreiflichen Gründen gewählt wurden, musst du nicht zurück treten.

    Ich fordere hiermit Bernd Schlömer zum Rücktritt auf. Die Mehrheit der Piraten fordert ein BGE, Bernd Schlömer kämpft dagegen an. und ganz konkret warum JETZT der Rücktritt, die Aufforderung zu Johannes Ponader er solle sich doch einen Job suchen ist unerträglich. Das ist wie wenn man einem Grünenpolitiker vor wirft das er mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt statt mit dem Auto wie es momentan Standart ist.

    Und zeigt nochmal das er die 2/3 Mehrheit für das BGE in der Partei nicht respektiert. Natürlich darf er sich gedanken machen zu Modellen die diesen Parteibeschluss konkretisieren, und das ist ARBEIT, er ist also nicht Arbeitslos sondern er arbeitet.

    Am liebsten hätte ich jetzt einen klaren Parteibeschluss, wo entschieden wird wer von beiden gehen muss. Denn die 2 stehen für extrem andere Politische Ziele die nicht in einer Partei unter zu kriegen sind.

    • spiderbit schrieb am

      ich nehme meinen Aufruf Vorleufig zurück, auch wenn er natürlich sicher nicht der Anlass eines Rücktritts gewesen wäre.

      Aber ich muss sagen das Teil der Problematik wenn nicht der größte wohl die Medien sind… zumindest muss man doch sehr aufpassen was man aus den Medien ließt… man muss immer die Orginale oder alles genau wie möglich anschauen.

      Der Spiegel fällt mir jetzt langsam immer heufiger als äußerst reißerisch und verfälscherisch auf und auch darin das er Streit versucht noch weiter anzuheizen das eine mal hier ganz konkret:

      „Ich würde Johannes Ponader raten, mal zu arbeiten, anstatt Modelle vorzustellen, die die Berufstätigkeit umgehen“

      daraus wird dann in der überschrift:

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-chef-schloemer-fordert-ponader-auf-arbeiten-zu-gehen-a-861334.html

      das ist ein Meilenweiter unterschied und nur eine mögliche interpretation dessen was gesagt wurde. Das er arbeiten solle kann auch heißen das er mehr Parteiarbeit machen soll.

      Das er arbeiten GEHEN sollte, ist allerdings fast ausschließlich als Aufruf einer bezahlten Tätigkeit außerhalb des Amtes nach zu gehen. Ein Himmelweiter unterschied der größer kaum sein könnte. Natürlich KÖNNTE Schlömer auch das so gemeint haben wie der Spiegel das interepretiert hat… aber Gysi könnte ein Rechtsradikaler sein, wir können in die Köpfe von Menschen nicht rein schauen, daher müssen wir sie daran messen was sie wirklich sagen und wie sie handeln.

      Ich sehe zwar Schlömer immernoch kritisch, aber den Rücktrittsaufruf nehme ich zurück und entschuldige mich erstmal dafür.

      noch so ein Spiegelüberschrift, die rein subjektiv ist, aber wenigstens ist es eben klar eine Meinungsäußerung des Spiegels und nicht das falsch zitieren von jemandem wie im oberen beispiel. Trotzdem sagt es viel über die Professionalität, und den Politischen Anspruch dieser Zeitschrift, die meint aktiv die Politik von Parteien bestimmen zu können oder zumindest stark darauf einfluss zu nehmen:

      „Das Piraten-Problem heißt Ponader“

      wenn da wenigstens ein ? dahinter wäre, würde das noch 0815 blogs die der auflage wegen polemische überschriften wählen passen, aber ohne das ? find ich das eine Bodenlose Frechheit. Und das steht Journalisten nicht zu, pseudo-feststellungen von sich zu geben, bzw da es private firmen sind, können sie natürlich fast machen was sie wollen, aber für mich ist diese zeitschrift also vorallem auch der Online-teil kaufen würd ich mir das Schmierblatt eh nicht, gestorben, alles was ich ab jetzt von da habe, werde ich nicht mehr glauben.

  16. Jungianer schrieb am

    Noch können die Piraten erreichen, dass sie bei der Wahl 2013 zumindest 5 % bekommen. Sie müssen bestimmte sozialistische Positionen (z. B. Freigabe von Drogen) aufgeben, und versuchen, eine ökologische Politik zu etablieren. Richtig ist das Eintreten für direkte Demokratie. Aber zu einer guten Politik gehört noch viel mehr.

      • Antikommunist schrieb am

        Wir brauchen keinen Sozialismus, auch keinen freiheitlich basisdemokratischen, denn diesen gibt es nicht.

      • blanca spott und kessfried, schrieb am

        Genau. Selbstverwaltete betreibe, wohlwollend geleitet von gewählten, gläsernen vorgesetzten auf zeit.,

      • Jungianer schrieb am

        Wenn Sie ein liberaler Kommunist sind, empfehle ich Ihnen, Mitglied bei der Partei Die Linke zu werden. Diese ist nicht radikal kommunistisch, aber es gibt dort eine kommunistische Plattform. Die Piratenpartei ist nicht dazu da, um zu einer sozialistischen Partei zu werden.

      • blanca spott und kessfried, schrieb am

        Staat und wirtschaft tranzparent und basisdemokratisch organisiert, nach art der piraten, das wäre tolll.
        Der erfolg liegt doch auf der hand.

  17. Liberaler Kommunist schrieb am

    Ponader wird ständig von den anderen Vorstandsmitgliedern angegriffen, zum Rücktritt aufgefordert usw !

    Dabei fällt auf das sich Ponader gegenüber den anderen Vorständen gar nicht agressiv verhält. Die Vorstände die Ponader angreifen aber FDP Positionen vertreten und gegen das Grundeinkommen sind. Könnte es also sein das hier Intriegen laufen um die Grundeinkommensbeführworter aus dem Vorstand zu drängen und so inerhalb der Partei zu marginalisieren ?

    • blanca spott und kessfried, schrieb am

      Denkst du an die bilderberger ? Würde mich nicht wundern.

      • Geomant schrieb am

        Die Piratenpartei versucht neue unkontrollierbare Wege zu gehen und wird massiv angegriffen.Die Wahrnehmung in den Medien ist quasi immer negativ, tatsächlich ist die Bezeichnung als „Amateure“ noch das positivste was Redakteuren erlaubt wird zu schreiben.

        Die Piratenpartei hat ein Riesenpotential was die so gefährlich macht und die Herrschenden benutzen bewährte Strategien der Infiltration und Spaltung um so viele Reibungspunkte wie möglich zu schaffen.Um die Partei als innerlich „zerissen“ erscheinen zu lassen, um die als „links“-Ableger wirken zu lassen, um sie als Tummelplätze für „rechts“ wirken zu lassen.Das alles ist Unsinn und soll nur bei der Masse Verunsicherung auslösen.

        Dem Menschen draussen ist inzwischen die Fähigkeit sich eine eigene Meinung zu bilden weitgehend abhanden gekommen, durch Gehirnwäsche in den Schulen, Medien und der Boulevardpresse.Das Netz kann dem entgegenwirken und eine Partei die sich dem verschrieben hat und das Potential des Netzes zu realisieren beginnt, birgt die Gefahr das die desinteressierten Menschen tatsächlich wieder einen Bezug zu der politischen Realität finden und nicht apathisch die Elite agieren lassen.

        Das die Migliedsbeiträge der Piraten erhöht wurden und angemahnt werden sollen(oder sind?) ist zwar begründet worden, hat aber zur Folge das viele Sympathien verloren gegangen sind.Ebenfalls die Präsentation von Ponader in den Medien ist beabsichtigt, er wirkt menschlich einwandfrei, wird aber instrumentalisiert um durch seine Haltung Reibungspunkte anzubieten.Das war selbstverständlich beabsichtigt, denn viele Unentschlossene haben danach den Piraten das Vertrauen entzogen.Nicht weil Ponader etwas falsch gemacht hätte, sondern weil er auf einen Aspekt reduziert wird in der medialen Wahrnehmung und die andern Inhalte ignoriert werden.

        Dies ist wiederum kein Zufall sondern ebenfalls beabsichtigt.Ebenfalls die Äusserungen von Schlömmer :“Wir sind eine Partei der 5%“,“Das alte Wahlsystem hat seine Stärken“,“Es muss Platz für geheime Absprachen sein“ usw, wirken befremdlich und sollen eine weitere Spaltung und Verunsicherung erzielen.Leider hat Schlömmer nicht seinen Rücltritt erklärt, man wird es also bis April noch aushalten müssen.

        Es empfiehlt sich die MainStream Medien soweit wie möglich zu meiden, bzw nur über die Inhalte der Partei zu reden.Der „BuVo“ und alle Parteimitglieder die medial gepusht werden sind sorgfältig zu beobachten, denn sie können sicher sein das die Kampagne solange nicht abgeschlossen ist, bis die Piratenpartei lammfromm angepasst ein NIschenwesen führt.

        Achtet auf jeden Versuch das Parteiprogramm zu ändern!

  18. Gisela Mehl schrieb am

    Kann der Vorstand nicht in Bochum geschlossen zurücktreten und wir wählen einen neuen? Das Elend sollte nicht noch länger hinausgezögert werden, denn der Topquerulant wird nicht von alleine gehen. So können wir mit neuer Kraft in das entscheidende Jahr 13 gehen, ohne die alten Geschichten mitzuschleppen. Vielleicht die letzte Chance, wenigstens die 5% nochmal anzutippen.

  19. Maik schrieb am

    Ich übersetze mal was da oben wirklich steht.

    Bla blabla blablablabla bla blabla bla bla. Sülz mit blabla, bla und blablabla.

    Und bei euch war ich tatsächlich Mitglied weil ich hoffte diese Partei kann was bewegen.
    Unterm Strich bleibt nur heiße Luft, Gezanke wie bei den Großen mit noch weniger Konzept.

    Ihr habt´s vergeigt.

    LEIDER DURCH EIGENE SCHULD!

  20. Interessent schrieb am

    Genial, endlich kommen auch heimische Piraten wieder in die Medien!
    Zu den Vorständen: Wieso kann man die nicht irgendwie bezahlen? Die sollen doch was für die Partei tun, und nicht um ihre nächste Miete bangen. Ein Betrag der dem BGE entspräche, wäre doch angemessen, und würde auch keine Geier locken.

  21. realist schrieb am

    Mich freut´s, wenn ihr euch so demontiert. Und ich hoffe, dass euer selbstverliebter Johannes noch lange eine Rolle spielt. Um so mehr werdet ihr unwählbar. Was nur gut für dieses Land ist. Zu Politik gehört auch sich Gedanken zu machen, wie in 15 Jahren die Menschen menschenwürdig Leben können, die jahrzehntelang gearbeitet und einbezahlt haben. Anstatt sich in TV-Shows „totals cool“ zu geben, und die anderen, die sich Gedanken machen zu ignorieren. Johannses, du bist das realistische Spiegelbild dieser Partei! Träum weiter, wach auf in 3 Jahren, und schmarotz dich durchs Leben :-)

  22. funny schrieb am

    Noch können die Piraten erreichen, dass sie bei der Wahl 2013 zumindest 5 % bekommen. Sie müssen bestimmte sozialistische Positionen (z. B. Freigabe von Drogen) aufgeben,[…]

    Die von den Mediem gestützte Meinungsmache, dass die Position der Piraten insbesondere zur Freigabe von Drogen ein Problem darstellt, wird in wirklich großen Teilen der Bevölkerung ganz anders gesehen.
    Nicht weil die Leute sich gerne mal ungestraft einen Joint reinziehen würden, sondern weil nun wirklich jeder, im nächsten Umfeld die schädlichen Einflüsse der freigegebenen Drogen wie Alkohol, Nikotin und SCHMERZMITTEL sehen kann. Die Doppelmoral das Eine zu verbieten und das Andere zu bewerben ist offensichtlich.
    Ich denke, dass die Presse lediglich eine Bahn Schmierseife auslegt und hofft, dass die Piraten hier in ihrer übermächtigen Selbstzerfleischungslust besonders gut gleiten :-)

    Das Problem der Piraten sind nicht die Programmpunkte oder nicht ausgefeilte Positionen. Das größste Problem der Piraten lässt sich vielleicht mit dem folgenden Link am besten darstellen. Sorry, das es auf engl. ist aber vlt. mag sich ja jemand die Mühe machen, das mal ins Deutsche zu übersetzen … wichtig genug wäre es.
    How Open Source Projects Survive Poisonous People (And You Can Too)

  23. Uwe Hamann schrieb am

    Ich sehe seit Monaten einen schwelenden Konflikt im Vorstand, der unausgesprochen seinen Tribut einfordert. Es bleiben drei Verlierer übrig. Die Piratenpartei, die Vorstandsmitglieder und die Bürger. Konflikte in Gremien sind normal, müssen ausgetragen werden, hier sollten sich die Vorstände professionelle Hilfe holen. Das würde die Eskalationen zumindest transparent und weniger spaltbar machen.
    Die derzeitigen Debatten, der Druck auf die Menschen, die Medien und Mediennutzer sind Ausdruck dessen, was in der Vergangenheit diesbezüglich versäumt wurden.
    Ob wir nun einen neuen Sozialismus brauchen, wage ich zu bezweifeln, wir werden auch keine Menschen neuen Typs schaffen, wir können aber innerhalb unserer Möglichkeiten den Weg zu einem gerechteren Verteilungssystem einschlagen und Wähler dabei mitnehmen. Das bedeutet dann auch Transparenz, auch Konflikte offen und nicht schwelend auszutragen.
    Grüße aus MOL Uwe Hamann von Blankenfels

  24. Hermann Köster schrieb am

    Ich denke die Kommentare hier treffen den Nagel auf den Kopf. Als interessierter Nichtpirat habe ich im SPON gestern folgenden Kommentar abgegeben. Dort hatte niemand eine Erklärung, vielleicht ja hier?

    Was ist denn nun das Problem?

    Für einen Aussenstehenden wie mich, der auf die Informationen im Internet angewiesen ist, war es leicht zu erkennen das und warum Julia Schramm ein Problem für die Piraten war. Aber nun zeigen alle mit dem Finger auf Johannes Ponader. Und die Begründungen die ich finde sind relativ unkonkret – „nicht teamfähig“ etc. Ich denke entweder sollte man sich mit Kritik zurückhalten oder konkreter werden. So sehe ich als potentieller Wähler nur Streit ohne zu verstehen was die Ursachen sind. Weiß hier jemand mehr?

    • Hermann Köster schrieb am

      Ein Forist im SPON hat immerhin eine Vermutung geäußert. Er sprach von einem Richtungsstreit „links“ versus „mitte“. Falls da etwas dran ist: Für mich sind die Piraten gerade deshalb so attraktiv, weil sie vernünftige Positionen vertreten, unabhängig davon ob sie ansonsten eher von der Linkspartei oder der FDP vertreten werden!

    • Hermann Köster schrieb am

      Auf eurer FB Seite gibt es die Vermutung, dass Johannes eintreten für das BGE das Problem sein könnte. Ich hoffe das ist nicht so, denn unter dem Label BGE kann man definitiv etwas einführen, das weit besser ist als das derzeitige Sozialsystem. Natürlich kann man ebenso ein BGE einführen, das weit schlechter ist. Inhaltliche Diskussionen über die Ausgestaltung eines BGE sind also sicher wünschenswert, ein Grundsatzstreit über das „ob“ zumindest für mich unverständlich. Insgesamt zeigen diese Vermutungen in erster Linie, das etwas mehr Transparenz in Bezug auf die tatsächlichen Konflikte sehr wünschenswert wäre!

      • Jacky Neiwel schrieb am

        Julia Schramm war von Anfang an umstritten und die Umstände, mit denen sie in den Vorstand gekommen ist, sind für jeden einsehbar. Allen Vorstandsmitgliedern fehlt schlicht die Erfahrung um die Auswirkungen auf ihre Aussagen in der Öffentlichkeit abschätzen zu können. Die Piraten twittern im Allgemeinem ohnehin zu viel frei von der Seele, selbst die Vernünftigsten unter ihnen. Ponader fühlt sich vom Vorstand häufig hintergangen und sieht nicht ein, warum er auf den Vorstand hören soll, wo er doch von der Partei selbst gewählt wurde.

        Von der Partei wird er vor Allem für seine Selbstdarstellungen kritisiert. Der Rest des Vorstands nimmt sich hingegen selbst weitgehend raus. Julia Schramm ist allerdings eine selbstbewusste Frau, die nicht davor scheut für eine Sache zu kämpfen und dabei Grenzen zu übertreten, die der Rest der Partei nicht gehen würde. Aktionismus wird bei den Piraten weitestgehend verabscheut, das hat sogar Marina Weisband teilweise zu spüren bekommen-Christopher Lauer ist das berühmteste Beispiel dafür, wie jemand immens viel tun kann und daraus immer unbeliebter wird. Egal ob er damit Erfolg hat oder nicht. Schlömer hätte gern professionellere Strukturen, nicht im finanziellem Sinne sondern im organisatorischem. Er kann es nicht leiden, wenn jemand im Vorstand versucht sein eigenes Ding zu machen. Leute wie Barenhoff spiegeln den Kerngedanken der Partei sehr genau wieder. Auf ihn würde ich im Vorstand am ehesten hören, wenn es darum ginge irgendeine Position zu irgendetwas herauszufiltern.

      • Karsvo schrieb am

        „denn unter dem Label BGE kann man definitiv etwas einführen, das weit besser ist als das derzeitige Sozialsystem. “

        Wo jemand etwas bekommt, muß es auch jemanden geben, dem es genommen wird. Solange mit Begriffen wie „Bedingungsloses Grundeinkommen“ nur eine Seite zu Ausdruck gebracht wird, wird hier aus meiner Sicht gar nichts besser. Für die Nehmer nur „bedingungsloses Nehmen“ können (mittels Staatsgewalt), für die Geber nur bedingungsloser Zwang zum Geben: Das ist wie im Kindergarten. Wer wirklich voranschreiten will, der muß erstmal bei der Wahrheit anfangen und das bedeutet, beide Seiten zum Ausdruck bringen, auch wenn dies bei den Gebern dann Stimmen kosten wird: Bedingungsloses Umverteilen. Verzerrende Darstellungen von Sachverhalten wird nämlich noch mehr Stimmen kosten …

        • Hermann Köster schrieb am

          Naja, absolut betrachtet bedeutet BGE Umverteilung, keine Frage. Aber entscheidend ist doch die Betrachtung relativ zum derzeitigen Status Quo – es wird ja bereits eine Menge umverteilt, wobei eine ganze Menge Geld der Geber für die Verwaltung unseres recht ineffizienten Systems draufgeht. Und es hängt eben von der Ausgestaltung eines BGE ab, ob mehr als bisher umverteilt wird, oder eben nicht. Schauen sie sich doch zum Beispiel mal das Model von Herrn Althaus (CDU) samt den zugehörigen Berechnungen an. Sie haben natürlich recht, nur ein System wie dieses, das auch für die Geber akzeptabel wäre, hat eine Chance auf den breiten gesellschaftlichen Konsens, der für das Projekt BGE erforderlich ist!

          • Karsvo schrieb am

            Wunsch und Wahrheit

            „es wird ja bereits eine Menge umverteilt, wobei eine ganze Menge Geld der Geber für die Verwaltung unseres recht ineffizienten Systems draufgeht. “

            Wieviel geht für die Verwaltung „drauf“? <b<Wieviel könnte man sparen und wieviel kostet das Bedingungslose Umverteilen? Noch nicht bekannt aber die Forderung nach einem Bedingungslosen Umverteilen steht trotzdem schon fest? Oder man will wie ich hier schon gelesen habe erst nach der Bundestagswahl darüber reden = Die Geber-Gruppe erst nach der Wahl festlegen, damit sie einen vorher noch wählen können? Ohne konkrete Zahlen und Gegenfinanzierungen bleibt das Thema ein Phantom und wird vom Wunsch statt von der Wahrheit getrieben. Viele Wähler wird das nicht überzeugen. „Stimmenkauf“ wird so leicht nicht mehr funktionieren.

            Damit will ich sagen: Sozial bedeutet in erster Linie eine geistige Einstellung seinen Mitmenschen gegenüber. Dazu gehört in erster Linie Ehrlichkeit. Dafür würden viele Menschen die Piraten wählen. Aber für materielle „soziale“ Forderungen, deren Gegenfinanzierung unklar ist: Das klingt nach Wunsch statt nach Wahrheit. Und Politiker, die ihre Wahlversprechen nicht einhalten, haben wir bei den Alt-Parteien schon genügend. Diejenigen, die sie mit Schulden finanzieren, welche die Nachfolger zurückzahlen dürfen, ebenfalls (Schneeballsystem) Ich halte es für eine Fehleinschätzung, daß man als neue Partei auf längere Sicht eine Nische finden könnte, indem man sich links nur noch weiter nach außen orientiert als die Konkurrenz. Im Gegenteil: Damit wird man die vielen potentiellen Wähler verlieren, denen Wahrheit wichtiger wie Wunsch ist und die deshalb von den Alt-Parteien die Nase voll haben.

            • Hermann Köster schrieb am

              Sie fragen zu Recht nach konkreten Zahlen. Darum hatte ich in meiner vorherigen Antwort auf das Modell von Dieter Althaus, CDU verwiesen. Laut Wikipedia, Artikel „Bedingungsloses Grundeinkommen“ würde das langfristig jährliche Kosten von 583 Mrd Euro verursachen. Die Kosten unseres derzeitigen Systems werden auf 735 Mrd Euro veranschlagt. Genauere Informationen finden sie in den Fußnoten zu diesem Artikel. Vermutlich sind die Zahlen schon ein paar Jahre alt. Außerdem ist das System gewiss im Detail noch verbesserungswürdig. Aber immerhin zeigt es, dass ein „BGE“ nicht notwendigerweise mit mehr Umverteilung einhergehen muss.

              Natürlich gibt es andere Vorschläge/Forderungen, die beängstigend sind, weil sie unfinanzierbar erscheinen, oder ihre Folgen schwer abzuschätzen sind. Ebenso wie sie möchte auch ich nicht die Katze im Sack kaufen. Das erwarten die Piraten auch nicht von uns, sie fordern eine Volksabstimmung über die Einführung einer konkreten BGE Variante, nachdem Experten die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme näher beleuchtet und möglichst transparent gemacht haben!

              • Karsvo schrieb am

                Zirkelschluss

                „Sie fragen zu Recht nach konkreten Zahlen. Darum hatte ich in meiner vorherigen Antwort auf das Modell von Dieter Althaus, CDU verwiesen. Laut Wikipedia, Artikel “Bedingungsloses Grundeinkommen” würde das langfristig jährliche Kosten von 583 Mrd Euro verursachen. Die Kosten unseres derzeitigen Systems werden auf 735 Mrd Euro veranschlagt.“

                1. Bei konkreten Zahlen habe ich mich auf die von Ihnen erwähnten Verwaltungseinsparungspotentiale bezogen, wenn Prüfungen auf Leistungsansprüche zukünftig entfallen sollen.

                2. Die Zahlen von 583 Mrd im Vergleich zu 735 Mrd beziffern hingegen die Gesamtkosten und beinhalten auch Sozialbeiträge (Rentenversicherung, Krankenversicherung, … ) und nicht nur Steuereinnahmen. Zum Vergleich: Steuereinnahmen Bund in 2010 insgesamt: rd. 260 Mrd. EUR. Und bei den Sozialbeiträgen stehen Ansprüche dagegen (z.B. Rente), die auch zu erfüllen sind und nicht einfach mal an andere umverteilt werden können (wenn man keinen Aufstand riskieren will). Das geht auch aus ihrem Wikipedia-Artikel so hervor: „Allerdings ist darin eine Abschaffung der staatlichen Rentenversicherung vorgesehen, sodass bis zum Auslaufen der bisher erworbenen Rentenansprüche höhere Kosten zu erwarten wären“. Das Schönrechnen von Modellen durch Zweckentfremden von Rentenbeiträgen (einem der größten Posten!) halte ich für unseriös.

                3. Aber alle diese Versuche können den entscheidenden Punkt nicht wegerklären: Der Wegfall von Prüfungen auf Anspruch von Leistungen wird nur funktionieren, wenn es nicht von zuvielen Leuten in Anspruch genommen wird (ausgenutzt wird). Ob das so sein wird oder nicht kann in allen diesen Modellen nur als mehr oder willkürliche Annahme vorausgesetzt werden. Ohne eine solide Begründung solch willkürlicher Annahmen inkl. anständiger Fehlerrechnung werden so lediglich Zirkelschlüsse präsentiert („Beweis dessen, was man vorne vorausgesetzt hat“).

              • Anonymous schrieb am

                @karsvo
                Ich fürchte wir haben uns sehr weit vom Thema dieses Threads entfernt. Und richtig einrücken läßt sich dieser Kommentar auch nicht mehr. Für die von ihnen erfragten Zahlen zur Höhe der Einsparungen in der Verwaltung bitte ich sie selber in die von mir als Quelle genannten Fußnoten zu schauen.

                Richtig ist, daß es während der Umstellung der Systeme zu Mehrkosten kommen würde.
                Statt „langfristig“ hätte ich wohl besser „auf lange Sicht“ sagen sollen. Der Umfang der Umstellungsmehrkosten von ca. 10% Einkommensteuer (Spitzensteuersatz in der Übergangsphase gut 35% statt 25%) liegt aber im Rahmen des machbaren.

                Ganz anderer Meinung als Sie bin ich beim Thema Sanktionen. Das derzeitige System hat die Hauptschwäche, dass es für Geringverdiener finanziell uninteressant ist zu arbeiten, da sie unter Umständen vollzeitarbeiten und doch nur unwesentlich mehr Geld zur Verfügung haben als das, was sie vom Staat bekommen können. Diese Schwäche unseres Sozialsystems versuchen wir dann mit Sanktionen zu kompensieren. Es mag schon sein, dass einige Menschen nicht an dem finanziellen Anreiz interessiert sind und sich ohne Sanktionen mit dem Existenzminimum zufrieden geben. Andererseits führen die Sanktionen auch häufig nicht zum Ziel. Alleine all die Bewerbungen die ich bekommen habe, weil jemand gezwungen war sie zu schreiben. Bewerbungen für einen ganz anderen Job als den Ausgeschriebenen, um ja eine Absage zu bekommen. Die monatelange Einarbeitung von jemandem, der von Anfang an nichts anderes wollte als gekündigt zu werden. Das verschwendet die Zeit von Vermittler, Bewerber und vor allem dem Stellenanbieter in unsinnigster Weise! Glauben sie wirklich, dass man darauf verzichten sollte, nach einem besseren System zu suchen?

              • Anonymous schrieb am

                @Karsvo: Ok, der springende Punkt sind also die Sanktionen. Grundsätzlich gibt es Zuckerbrot (finanzieller Anreiz einer Arbeit nachzugehen, auch im Niedriglohnsektor) und Peitsche (Sanktionen für Leute die sich nicht um Arbeit bemühen). Momentan haben wir das System Peitsche, aber kein Zuckerbrot. Nach meiner Erfahrung führt das zu unerwünschten Effekten – ich habe im Laufe der Zeit eine Menge Bewerbungen von Leuten bekommen, die offensichtlich die Bewerbungen nur geschrieben haben. weil sie mußten, sich dabei alle Mühe gegeben haben, nicht eingeladen zu werden. Ich habe auch Leute kennengelernt, die einen Job nur angenommen haben, um die Peitsche zu vermeiden, die aber alles dafür getan haben, wieder gekündigt zu werden. Wenn das nach einigen Monaten Einarbeitung passiert, ist das besonders ärgerlich!

                Darum bin ich persönlich der Überzeugung, dass ein System Zuckerbrot ohne Peitsche (BGE) vorzuziehen wäre. Die Wissenschaftler, die versucht haben die Folgen eines Althaus ähnlichen BGE auf die Beschäftigung abzuschätzen, erwarten im Gegensatz zu Ihnen positive Beschäftigungseffekte. Aber es stimmt, dass das schwer abzuschätzen ist. Falls sich nach dem Ersatz der Peitsche durch das Zuckerbrot herausstellen sollte, dass sie recht haben, könnte man immernoch zum System Zuckerbrot und Peitsche übergehen. Aber nur Peitsche ist sicher keine gute Lösung!

              • Hermann Köster schrieb am

                @Karsvo: Ok, der springende Punkt sind also die Sanktionen. Grundsätzlich gibt es Zuckerbrot (finanzieller Anreiz einer Arbeit nachzugehen, auch im Niedriglohnsektor) und Peitsche (Sanktionen für Leute die sich nicht um Arbeit bemühen). Momentan haben wir das System Peitsche, aber kein Zuckerbrot. Nach meiner Erfahrung führt das zu unerwünschten Effekten – ich habe im Laufe der Zeit eine Menge Bewerbungen von Leuten bekommen, die offensichtlich die Bewerbungen nur geschrieben haben. weil sie mußten, sich dabei alle Mühe gegeben haben, nicht eingeladen zu werden. Ich habe auch Leute kennengelernt, die einen Job nur angenommen haben, um die Peitsche zu vermeiden, die aber alles dafür getan haben, wieder gekündigt zu werden. Wenn das nach einigen Monaten Einarbeitung passiert, ist das besonders ärgerlich!

                Darum bin ich persönlich der Überzeugung, dass ein System Zuckerbrot ohne Peitsche (BGE) vorzuziehen wäre. Die Wissenschaftler, die versucht haben die Folgen eines Althaus ähnlichen BGE auf die Beschäftigung abzuschätzen, erwarten im Gegensatz zu Ihnen positive Beschäftigungseffekte. Aber es stimmt, das ist schwer abzuschätzen. Falls sich nach dem Ersatz der Peitsche durch das Zuckerbrot herausstellen sollte, dass sie recht hatten, könnte man notfalls immernoch zum System Zuckerbrot UND Peitsche übergehen. Aber der Status Quo – nur Peitsche – ist sicher keine gute Lösung!

              • Karsvo schrieb am

                Das Henne oder Ei Problem

                @Hermann Köster
                „Ok, der springende Punkt sind also die Sanktionen. […] Ich habe auch Leute kennengelernt, die einen Job nur angenommen haben, um die Peitsche zu vermeiden, die aber alles dafür getan haben, wieder gekündigt zu werden. “

                Ich freue mich, daß Sie auf bereits vorgebrachte Argumente eingehen und sie weiterentwickeln. Nur so kann eine echte Synthese entstehen. Tatsächlich bewegen wir uns auf diese Weise von den Symptomen in Richtung Ursache. Festzuhalten bleibt also, daß monetäre Transferleistungen gegenwärtig an Voraussetzungen gebunden sind: Die Gesellschaft unterstützt Menschen, die nicht können; aber nicht Menschen, die nicht wollen.. Dessen Umsetzung über die staatliche Verwaltung führt in der Tat zu zweifelhaften Zuständen. Sie kritisieren zu recht, daß destruktive Methoden grundsätzlich durch konstruktive Methoden ersetzt werden sollten. Hierin stimme ich Ihnen zu.

                Beim Versuch, diesen Missstand zu beheben, sind Sie der Meinung, daß ein Bedingungsloses Umverteilen nach dem Althaus-Modell die Lösung sein könnte. Also zusammengefaßt: Weil der Weg mangelhaft ist, schlagen Sie nun vor, das Ziel zu ändern. Meine Meinung: Damit schüttet man das Kind mit dem Bade aus. Denn wie ich bereits dargelegt habe, setzt Bedingungsloses Umverteilen eine tugendhafte Gesellschaft voraus, um die Pleite eines solchen Systems zu vermeiden. Und dieses KO-Argument haben Sie immer noch nicht entkräftet. Und einen anständigen Charakter kann man nicht per Gesetz beschließen, indem man es per Gesetz als legal umdefiniert, wenn Menschen versuchen, andere für sich arbeiten zu lassen. Bedingungsloses Umverteilen wird nicht eine tugendhafte Gesellschaft zur Folge haben, sondern setzt sie bereits voraus. Man könnte sogar so weit gehen und die von Ihnen genannten Beispiele als Beleg dafür anführen, daß hier bereits eine Mitnahme-Mentalität vorliegt und gerade deswegen Bedinungsloses Umverteilen erst recht nicht funktionieren kann. Tatsächlich sind die Verhältnisse hier aber wohl komplizierter und immer vom Einzelfall abhängig. Wer jedoch glaubt, gesellschaftliche Charakter-Defizite per Gesetz wegbeschließen zu können, beschäftigt sich nur mit den Symptomen und nicht mit den Ursachen. Und wenn sozialer Unfriede das Ergebnis sein sollte (Bsp.: Renten-Ansprüche für BGE umverteilen!), dann gilt wieder einmal: „Gut gemacht“ ist das Gegenteil von „Gut gemeint“.

              • Hermann Köster schrieb am

                @Karsvo: Ich werde versuchen noch einmal deutlicher zu erklären, was aus meiner Sicht der Kern des Problems ist. Es gibt meiner Meinung nach 2 sinnvolle gesellschaftliche Zielsetzungen die für diese Diskussion eine Rolle spielen. A.) Dafür sorgen, dass kein Mitglied unserer Gesellschaft verhungert oder erfriert und B.) Dafür sorgen, dass der Nachfrage nach Arbeitskräften auch ein entsprechendes Angebot gegenübersteht.

                Üblicherweise regulieren sich Angebot und Nachfrage nach Arbeitskraft über die Höhe des Lohns. Leider funktioniert das in dem Lohnbereich, der nur unwesentlich über dem Betrag liegt, den die Gesellschaft jedem ihrer Mitglieder zwecks Erreichung von Ziel A zugesteht, nicht. Der Nutzen des marginal höheren Einkommens ist zu gering im Vergleich zu dem zu seiner Erzielung notwendigen Aufwand.

                Wir sind uns einig, dass es Menschen gibt, die es als „tugendhaft“ betrachten für sich selber zu sorgen. Aber diese Einstellung ist nicht verbreitet genug, um allein dadurch das skizzierte Problem zu lösen.

                Wir sind uns ebenso einig, dass das derzeitige System der Sanktionen gegen arbeitsfähige aber nicht arbeitende Menschen zwar das Angebot an Arbeitskräften erhöht, aber in seiner jetzigen Form auch zu unerwünschtem Verhalten/Effekten führt und keine wirklich gute Lösung ist.

                Ich bin der Überzeugung, dass das Prinzip von Angebot und Nachfrage nach Arbeit auch im Niedriglohnbereich funktionieren würde, wenn der Arbeitnehmer von seinem Lohn mindestens 50% behalten dürfte, auch wenn das bedeutet weiterhin zusätzlich vom Staat unterstützt zu werden. Sie behaupten dagegen, dass eine Voraussetzung dafür die „Tugendhaftigkeit“ der Arbeitnehmer wäre. Vermutlich hängt es von der Höhe des Grundeinkommens ab, wer recht hat. Das Streben danach mehr Geld zur Verfügung zu haben sollte bei einem niedrigen Grundeinkommen als Motivation zu arbeiten vollkommen ausreichen. Mit zunehmender Höhe des Grundeinkommens sollte die Motivation dazuzuverdienen abnehmen. Irgendwo wäre dann der Punkt erreicht, an dem kein ausreichendes Angebot an Arbeitskräften mehr vorhanden wäre. Aber solange das Grundeinkommen deutlich unterhalb dieses Punktes bleibt, sehe ich bisher keine stichhaltigen Argumente gegen diesen Ansatz!

              • Karsvo schrieb am

                Das Gesetz von Ursache und Wirkung

                Lieber Hermann Köster. Ich danke Ihnen für Ihre sachliche Darstellung und Ihr Bemühen um eine echte Synthese. Folgende Anmerkungen habe ich zu Ihren Ausführungen (leider etwas länger geworden :) ):

                “ A.) Dafür sorgen, dass kein Mitglied unserer Gesellschaft verhungert oder erfriert“

                Hier möchte ich deutlich weitergehen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Für mich ist der Maßstab der Unterstützung für andere: Soviel geben, wie man selbst bekommen möchte, wenn man sich selbst in einer vergleichbaren Situation befinden würde. Damit wird man beiden Seiten – Gebern und Nehmern – gerecht. Man bekommt, was man gibt …

                „B.) Dafür sorgen, dass der Nachfrage nach Arbeitskräften auch ein entsprechendes Angebot gegenübersteht.“
                […]
                „Ich bin der Überzeugung, dass das Prinzip von Angebot und Nachfrage nach Arbeit auch im Niedriglohnbereich funktionieren würde, wenn der Arbeitnehmer von seinem Lohn mindestens 50% behalten dürfte, auch wenn das bedeutet weiterhin zusätzlich vom Staat unterstützt zu werden. Sie behaupten dagegen, dass eine Voraussetzung dafür die „Tugendhaftigkeit“ der Arbeitnehmer wäre.“

                Hier liegt ein Missverständnis vor. Meine Ausführungen zum erforderlichen Charakter beziehen sich darauf, daß durch Bedingungsloses Umverteilen eben nicht nur die Unterstützungsschwelle im Niedriglohnsektor gesenkt wird, sondern auch ein Anreiz geschaffen wird, ohne Not gar nicht zu arbeiten. Und durch Bedingungsloses Umverteilen würd man beide Effekte erzielen, von denen der letztere durchaus auch ein erklärtes Ziel ist (!) zum Bankrott des ganzen Systems führen könnte.

                „Vermutlich hängt es von der Höhe des Grundeinkommens ab, wer recht hat. Das Streben danach mehr Geld zur Verfügung zu haben sollte bei einem niedrigen Grundeinkommen als Motivation zu arbeiten vollkommen ausreichen.

                Dies scheint der zentrale Punkt Ihrer Argumentation zu sein. Es wäre interessant, ihn zu vertiefen. Grundsätzlich wird es darauf hinauslaufen: Bei „zuviel“ doch keine ausreichende Motivation, bei „zuwenig“ dann so eine Art Mobbing, jemanden zum Arbeiten anzutreiben.

                Grundsätzlich denke ich, daß man Probleme an der Ursache lösen sollte. Insgesamt stimme ich Ihnen zu, daß sich eine Vollzeitbeschäftigung lohnen sollte. Wenn man sich hier allerdings mit der Ursache statt mit (zu) teuren Regulierungsmaßnahmen beschäftigt, wird man unweigerlich auf das Thema Lohndumping der letzten Jahre stoßen:

                „Üblicherweise regulieren sich Angebot und Nachfrage nach Arbeitskraft über die Höhe des Lohns.“

                Wäre schön für die Arbeitnehmer, wenn das so wäre. Aber so einen Arbeitsmarkt gibt es schon lange nicht mehr. Dafür wurde durch die Globalisierungsmaßnahmen der letzten 20 Jahre gesorgt. Wie der Arbeitsmarkt zusätzlich durch Lobbyisten und Politik manipuliert wird, kann man sehr gut an der jüngsten „Facharbeiter-Mangel“-Lügenkampagne erkennen: Gäbe es nämlich bereits einen Facharbeiter-Mangel, hätten die Löhne aufgrund der hohen Nachfrage erkennbar anziehen müssen. Haben sie aber nicht. Dies bedeutet: Die jünste PR-Kampagne hat mutmaßlich zum Ziel, das Arbeitskräfte-Anngebot zugunsten der Arbeitgeber zu verändern, bevor es dazu kommt und so Marktkräfte einsetzen können. Einflußnahmen durch die Politik kann man hier getrost als „Sozialismus für Arbeitgeber“ bezeichnen. Die Ursache zu beheben bedeutet für mich: Statt neuer Regulierungen ersteinmal marktverzerrende Regulierungen zugunsten der Arbeitgeber wieder zurücknehmen. Hier sind wir beim Thema Lobbyismus und Korruption. Und das ist durchaus ein Piraten-Thema.

                „Wir sind uns einig, dass es Menschen gibt, die es als „tugendhaft“ betrachten für sich selber zu sorgen.“

                Tugendhaftes Verhalten bedeutet für mich hier: Entgegenkommen anderer Menschen nicht auszunutzen. Es ist das Gegenstück meines obigen Hinweises: Sich als Nehmer gegenüber dem Geber so zu verhalten, wie man behandelt werden möchte, wenn man selbst auf der Geber-Seite stehen würde. Man bekommt, was man gibt …

          • Karsvo schrieb am

            „wobei eine ganze Menge Geld der Geber für die Verwaltung unseres recht ineffizienten Systems draufgeht. “

            Würden Sie auch Im Supermarkt die Kassierer/-innen abschaffen, weil die nur unnötig kosten und stattdessen jeden Kunden selbst entscheiden lassen, wieviel er zahlen möchte?

            Dieses Beispiel zeigt doch worum es geht: Wenn die Gesellschaft die nötige Charakterstärke hat, kann man das so machen und es würde tatsächlich sogar besser funktionieren (spart unnötige Kosten). Aber wenn es ausgenutzt wird, dann geht die Gesellschaft daran Pleite. Dies bedeutet: Wer glaubt, daß man solche Dinge wie das Bedingungslose Umverteilen per Gesetz einführen könnte, statt zunächst die gesellschaftlichen Voraussetzungen schaffen zu müssen, wird damit leben müssen, daß der Wähler ihm aus gutem Grund nicht zutrauen wird, die anstehenden Probleme zu lösen.

            • Hermann Köster schrieb am

              Für ein BGE ist die sicher wünschenswerte Charakterstärke von der Sie sprechen zum Glück nicht zwingend erforderlich. Statt auf Charakterstärke zu vertrauen, hängt es z.B im oben erwähnten Althaus Model von der Höhe ihres Einkommens (alle Einkommensarten) ab, wieviel Sie nach Verrechnung des BGE mit der Einkommensteuer netto vom Staat bekommen, bzw. an diesen zahlen müssen. Dabei erzeugt der Anspruch auf BGE bei Personen die Nettozahler sind einen Effekt, der ähnlich unserer heutigen Progression wirkt. Natürlich entfallen dabei Sanktionen gegen Empfänger, die sich nicht um Arbeit bemühen. Stattdessen entsteht aber eine Anreiz auch schlecht bezahlte Jobs anzunehmen, weil von jedem verdienten Euro mindestens 50% dem Arbeitnehmer zugute kommen.

              • Karsvo schrieb am

                „hängt es z.B im oben erwähnten Althaus Model von der Höhe ihres Einkommens (alle Einkommensarten) ab, wieviel Sie nach Verrechnung des BGE mit der Einkommensteuer netto vom Staat bekommen, bzw. an diesen zahlen müssen. “

                1. Das klingt nach einem perpetuum mobile. Aber nein doch nicht: Denn die Höhe des Einkommens kann man ja selbst ein klein wenig beeinfussen: z.B. in dem man entscheidet ,ob man selbst arbeiten geht und damit andere unterstützen muß oder indem man selbst nicht arbeitet und so von anderen unterstützt wird. Und wenn sich zuviele für letzteres entscheiden werden, dann wird es zuviele Empfänger und zuwenige Erbringer geben = Pleite. In diesem Sinne ist sehr wohl eine Gesellschaft erforderlich, in der die Menschen es nicht ausnutzen, von anderen unterstützt zu werden, wenn Bedürftigkeitsprüfungen zukünftig entfallen sollen. Und das erfordert einen tugendhaften Charakter.

                2. „Stattdessen entsteht aber eine Anreiz auch schlecht bezahlte Jobs anzunehmen, weil von jedem verdienten Euro mindestens 50% dem Arbeitnehmer zugute kommen.“

                Wird die Arbeitgeber freuen, wenn ihnen die Gesellschaft so auch noch die Löhne zahlt. Sozusagen „ungehemmtes Aufstocken“.

        • spiderbit schrieb am

          1. ist bge keine zusätzliche Zahlung, sondern sie ersetzt zu 90% erstmal nur vorhandene zahlungen. Angefangen bei den Beamten die das nicht zusätzlich kriegen sondern nur ein Teil des Einkommens anders heißt, weiter bei Hartz4, die dann halt 100 euro mehr kriegen oder so, weiter bei den Arbeitern, die bekommen dann zumindest im Schnitt diesen Betrag ungefähr weniger an Lohn den sie per BGE bekommen. OB man dabei ein Umverteilungsfaktor einbaut ist ne 2. Frage liegt aber zumindest recht nahe.

          Heute ists so, rechnet man mal den Steuerfreibetrag weg, den ja jeder immer zu 100% aus geben muss jeden Monat. Der dem Menschen also eigentlich nicht wirlich zur Verfügung steht, rechnet man dann Steuern+Abgaben zusammen, kommt über diesen Betrag hinaus, eine SteuerREGRESSION zustande… von am Anfang 80% -> annäherend auf 42% also um so mehr du verdienst um so weniger musst du prozentual zahlen.

          Das ist unser jetziges System, und im unteren Bereich bei dem Übergang zwischen Hartz4 -> Teilverdienst, sind auch 80% abzüge an gesagt.
          Das ist der eine Teil der BGE Wirkung das endlich alle gleich viel % Abgaben+steuern zahlen und nicht die stärkeren weniger, 2. würde es eben Hartz4Leute oder andere die darauf anspruch hätten oder eben nicht weil sie sanktioniert werden, ihr Geld bedinungslos bekommen.

          Wo da überhaupt jemandem was weg genommen werden soll musst du erstmal belegen, ich kann dir genau belegen, das ein Hartz4-Empfänger heute, WEGEN der Schikane und 1euro-Beschäftigungsmassnahmen im Schnitt 1500 Euro kostet. Also selbst wenn BGE bedeutet das die Arbeitslosen mehr Geld bekommen, dürfte es immernoch ein Sparprogramm sein für den Staat. Sagen wir mal ein hohes BGE von 1100 bis 1200 Euro hätte man immernoch Geld gespart, das muss man sich mal vorstellen.

          Aber 1. widerspricht deine Forderung dann dem Grundgesetz, außer du willst wenigstens ein Sanktionsfreies Hartz4 + kleine Erhöhung, allerdings gleicht das dann einer Art Arbeitsverbot, weil dann immer 80% abgezogen werden, und wir wissen ja das die Reichen selbst bei 50% Steuern schon aufhören würden zu arbeiten, bzw das Land verlassen würden (angeblich), wenn du das also auch entschärfen willst, und nur 50% ab ziehst, über anrechnung, dann kannst das auch über 50% Steuern machen, das ist dann vom Verwaltungsaufwand geringer, schwupps hast eh schon ein BGE, mehr oder weniger.

          Aber gerade für Leute die wie wohl auch du, sehr stark gegen das BGE sind, wth verlässt die Partei nicht, die Mehrheit > 2/3 haben klar gesagt das sie ein für ein BGE sind, es macht eigentlich keinen Sinn in einer Partei zu bleiben, die beim zentralsten Thema unumkippbar auf Dauer (bis da 2/3 dagegen zusammen kommen, musst wohl 10-20 Jahre warten wenn überhaupt) das Gegenteil offenbar will wie man selber.

          Gründet doch sowas wie bei den Grünen die Ökopartei oder wie die heißen, da könnt ihr dann 1-themen-mäsig gegen Vorratsdatenspeicherung sein, könnts auch die echte FDP nennen, oder so.

          • Karsvo schrieb am

            „ist bge keine zusätzliche Zahlung, sondern sie ersetzt zu 90% erstmal nur vorhandene zahlungen.“

            1. Also wäre es zu 10% (100%-90%) doch eine zusätzliche Zahlung?
            2. Woher haben Sie diese Zahl 90%?

            Sie weichen ebenfalls meiner Argumentation aus, daß durch Wegfall von Bedarfsprüfungen die Anzahl der Leistungsempfänger steigen kann und nach meiner persönlichen Erwartung auch steigen wird. Bitte ehrlich auf diesen Punkt eingehen und nicht weiter versuchen, ihm auszuweichen oder ihn wegzuerklären.

          • Karsvo schrieb am

            „es macht eigentlich keinen Sinn in einer Partei zu bleiben, die beim zentralsten Thema unumkippbar auf Dauer (bis da 2/3 dagegen zusammen kommen, musst wohl 10-20 Jahre warten wenn überhaupt) das Gegenteil offenbar will wie man selber.“

            Innherhalb des letzten halben Jahres ist die Piratenpartei in den Meinungsumfragen von rd. 12% auf rd. 4% gefallen. Zumindest 2/3 der potentiellen Wähler haben also der Partei bereits den Rücken zugekehrt. Es wird sich zeigen, ob man mit Ultra-Links-Positionen (nicht mal DIE LINKE fordert ein BGE) bei der großen Konkurrenz auf der linken Seite tatsächlich über 5% kommen kann. Wer andere zum Schweigen bringen will, von dem werden sich andere abwenden: Man bekommt, was man gibt …

          • Karsvo schrieb am

            Aus der Luft gegriffen

            unumkippbar auf Dauer (bis da 2/3 dagegen zusammen kommen, musst wohl 10-20 Jahre warten wenn überhaupt)“

            An dem Parteitag 2011.2 nahmen rd. 1200 Teilnehmer teil. Also rd. 800 Parteimitglieder haben dafür gestimmt. Die Piratenpartei hat mittlerweile rd. 34000 Mitglieder. Dies entspricht also gemessen an der aktuellen Mitgliederzahl rd. 2,3% . 2,3% Zustimmung wäre „unumkippbar“? Hielte 10-20 Jahre? Ich habe den Eindruck, daß Sie das nicht mal selber glauben bei der Angst die Sie vor Leuten haben, die ihre Position nicht mittragen …

  25. Ingo Lörbert schrieb am

    Keine Sozialschmarotzer mehr im Vorstand! Raus mit Ponader!

    • blanca spott und kessfried, schrieb am

      Wir wollen doch h4 sanktionsfrei ?
      Dann bitte keine sanktionen für ponder. Der arbeitet schließlich.

      • Hermann Köster schrieb am

        Hihi – netter Schreibfehler. Keine Sanktionen mehr fürs Grübeln. Oder für Ponder Stibbons, seines Zeichens Professor der unsichtbaren Universität! ;-)

    • Suppenhühnchen schrieb am

      Wieso ist jemand der Fulltime ehrenamtlich für eine Partei ARBEITET ein Sozialschmarotzer ? Diese kleinbürgerlich, calvinistisch rechtsextremistischen Populismus kann man einfach nicht verstehen !

      • Edwin Burdak schrieb am

        Johannes arbeitet nicht Fulltime und ehrenamtlich. Er nutz die Piraten um seinen egoistischen Lebensstil zu publizieren. Schau dir einmal an, wo er auf Parteikosten überall war und wie hoch sein Etat ist.

      • blanca spott und kessfried, schrieb am

        Richtig. Es nicht nachvollziehbar, daß calvinistische klein(spieß)bürger jeden tag zur arbeit rennen und das ganze geld für sich behalten wollen. Die haben 0 verständnis für die benachteiligten, die nicht arbeiten wollen oder können. Wir piraten müssen deutlicher machen, daß wir auf der seite der sozial benachteiligten stehen.

    • Sven schrieb am

      Ponader zahlt seine Steuern wie jeder andere Konsument auch!

      • blanca spott und kessfried, schrieb am

        Genau und wenn wir ihm mehr geld geben zahlt er auch mehr konsumsteuern. Ist doch super. So kann ein richtiger kreislauf entstehen.

  26. Shadow schrieb am

    Die Auftritte von Ponader kosten den Piraten den Einzug in den Bundestag. Es geht nicht darum, dass er Hartz IV bezogen hat, es geht darum, dass er seine Weigerung einem vernünftigen Beruf nachzugehen, demonstrativ zur Schau stellt. Schade, Piraten, große Chance vertan.

  27. Piraten-Rum schrieb am

    Herr Ponader möge die Kraft behalten, diese Aktionen gegen ihn durchzustehen.

    Wir brauchen mehr Menschen, die alternative Lebenskonzepte repräsentieren, weil die Gesellschaft zu individuell sind, um in typisierte Leistungsschablonen gepresst zu werden. Ich kann eben nicht erkennen, dass Ponader keine Leistung bringt, aber seine Weltanschauung unterscheidet sich vom Parteien-Mainstream, den die gegnerischen Vorstandspiraten anscheinend für sich instrumentalisieren möchten.

    Realismus steckt schließlich auch Dingen, die auf den ersten Blick irrational erscheinen. Dies zu erkennen, ist die eigentliche Aufgabe unserer Gesellschaft, die bisher jedes Abweichen vom wirtschaftlichen Ideal des Leistungs- / Nutzenmenschens als Schwäche definiert; hier in diesem Fall die Empfängerschaft von ALG2-Bezügen.

    Wenn es hier letztendlich um die Aufgabe von gesellschaftsverändernden Ideen zum Zweck der Machterlangung geht, seid Ihr zukünftig die falsche Partei für mich.

  28. Sven schrieb am

    Anscheinend ist mein Text zu lang. Hier Teil 1:
    mal schnell ein paar kurze Gedanken von mir:

    Ponader wurde mit 75% Akzeptanz von der Basis gewählt. Er muss schon aus einem bestimmten Grund das Sprachrohr der Piraten geworden sein. Wenn man in Sachen Ponader einen Schuldigen suchen will, lieber Vorstand, dann versucht das doch mal bei bei der Basis. ;-)

    Schlömer: „nur“ ca. 67% Zustimmung der Basis, es ist natürlich leicht aus einer sicheren Beamtensituation heraus einem Kollegen mal „den guten Tipp“ zu geben, sich eine „bezahlte Arbeit“ zu suchen, wie er Ponader geraten hat. Welches Verständnis hat Schlömer eigentlich von unserer Forderung, jedem Mitglied der Gesellschaft das „Recht auf sichere Existenz und Teilhabe“ zuzugestehen? Wie identifiziert sich Schlömer eigentlich mit dieser Forderung auch in Bezug auf BGE? Ich kann mich im übrigen in den letzten Monaten an keine öffentliche Debatte erinnern, wo Schlömer mal postitiv unsere BGE Idee vertreten hat. Falls ich es nicht mitbekommen habe, bitte ich um einen Link, Danke! Also in wie fern ist Schlömer ein Repräsentant dieses Parteiwillens?

    Nerz: 74% Zustimmung (beim vorletzten Mal reichte es noch zum 1. Vorsitzenden) Warum wohl?
    Ich habe Nerz nicht gewählt, da ich nie mitbekommen habe, dass er sich positiv zum BGE geäußert hätte. Wenn er nun nicht mehr antreten will, nur zu! Obwohl ich seinen letzten Auftritt bei Markus Lanz ganz sympathisch fand. Bei Lanz kann man aber einfach nicht vernünftig über Inhalte reden. Er taugt nur dazu sich/die Partei wieder ins Gespräch zu bringen und ein Gesicht dem Volk zu zeigen. Lanz ist der Pausenclown des ZDF!

  29. Sven schrieb am

    … Teil 2:
    Barenhoff: 71% Z. Der „Vorzeigekiffer“ unter den Piraten, wie sich jetzt herausgestellt hat. Ich habe ihn gewählt und würde es wieder tun, und das obwohl mir nichts ferner liege als zu kiffen.
    Barenhoff und Ponader haben für mich gemeinsam, dass sie Utopisten in der Gegenwart sind.
    Barenhoff und ich wünschen uns eine lockere Drogenpolitik, weil die Kriminalisierung von Suchtkranken niemandem außer Drogenkartellen hilft. Er will jedoch nicht so lange warten, bis wir eine Gesetzeslage wie in Holland haben. Er lebt seine Utopie schon heute, jedoch am Rande der gesellschaftlichen Akzeptanz.
    So auch Ponader. Er wie ich wünschen uns eine Gesellschaft mit einem vernünftigen BGE, dass uns von der Lohnsklaverei befreit. Er lebt es jedoch heute schon aus. Bei seiner Bewerbungsrede in Neumünster waren 75% der Basis damit einverstanden, dass „seine ALG2 Situation es erlaubt für uns 40 Stunden und mehr die Woche für die Piraten ehrenamtlich zu arbeiten“. Auf diese Bewerbungsrede mit dem anschließenden Erfolg scheint Schlömer wohl ein bisschen „neidisch“ zu sein. ;-)
    Die Basis hatte kein Problem mit Ponaders Bewerbungsrede, später jedoch die veröffentlichte Meinung durch die rosa Medienbrille, die aus dem Sandalen tragenden „Hartzer“, der die „übernatürliche“ Fähigkeit besitzt, mehr als nur einen Menschen auf der Welt zu lieben (Horst Seehofer (CSU) kann in der Thematik sogar mit „selbst gezeugten“ Beweisen dienen!), einen schrillen Paradiesvogel gemacht hat. Natürlich auch Paradiesvögel sind Menschen und wo besser aufgehoben als bei uns unkonventionellen Piraten. Wenn auf einem unserer Parteitage unsere Mitglieder in Augenklappe und Piratenhut rumlaufen ist doch auch niemand empört.
    Ponader kann man anrechnen, dass er das Problem seiner Außenwirkung für die Piraten schnell erkannt hat, als Parteifreunde von sich aus seinen Lebensunterhalt mit Spenden zu finanzieren versuchten, und er sich dann somit von der Sozialhilfemühle verabschieden konnte.

  30. Sven schrieb am

    … Teil 3:
    Schlömer hat es geschafft Barenhoff den Rücken zu stärken, als man bei ihm 2 Gramm Dope fand.
    Warum kann Schlömer nicht auch unsere Forderung für BGE anhand des Beispiels Ponader stärken?

    Schrade: 59% Z. sagt schon alles. Beim nächsten Mal wird es wohl kaum mehr werden, eher 10% weniger. Da hat er Recht, dann lohnt sich das Antreten sowieso nicht mehr. Sich vorsorglich als Märtyrer gegen Ponader darzustellen hat einfach mehr „Stil“.
    Könnte mir vorstellen, dass Schrade und Ponader sich wegen unterschiedlicher persönlicher Überzeugungen zum Geldsystem in die Wolle bekommen haben. Aber ich weiß es nicht genau.

    Schramm: 50,79% Muss mir selber auch den Schuh anziehen, dass meine Wenigkeit sie mit über die 50% Klausel gehoben hat, da kannte ich aber die Details zu ihrem Buchvertrag noch nicht.
    Ich finde mit ihrer „Klick-Mich“ Geschichte hat sie den Piraten belegter weise einen Bärendienst erwiesen.
    Wenn so ein Verlag mir 100.000€ für ein Buch vorab anbietet, hätte ich wahrscheinlich auch „ja“ gesagt, und die Bedingungen wären mir egal gewesen. Aber gleichzeitig in der Position sich zur Wahl für die Piraten zu stellen, hätte man da noch mal genauer abwägen sollen.
    Für mich sieht das jedoch eher nach einer Verschwörung/verdeckte Lobbyarbeit von Seiten der Bertelsmann Hydra aus, da die Verlage durch unsere Urheberreformen ihre Pfründe schwinden sieht, war das von ihrer Seite eine perfekte „verdeckte Aktion“ um die Partei mit Hilfe der nichts böses ahnenden Julia in eine Falle zu locken.
    Wenn sie jetzt lieber ihre zeitlichen Prioritäten zugunsten einer Doktorarbeit verschiebt, dann sollte man ihr dafür keinen Vorwurf machen. Denn genau wie Weisband hat auch Schramm den zeitlichen Aufwand im Vorstand unterschätzt. Wir gönnen Weisband ihren Studiumsabschluss, also sollten wir Schramm auch ihre Doktorarbeit gönnen. Aber bitte immer schön die Quellen mit angeben! ;-)
    Weisband hatte in ihrer Zeit als PG übrigens auch vom Staat gelebt, und keiner hatte ein Problem damit. Nur bekam sie BaföG, ein BGE nur für Studenten!

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