Coming Out Day am 11. Oktober – Piratenpartei fordert eine Reform des Asylrechts

Bild: Tobias M. Eckrich
Am Donnerstag, 11. Oktober 2012, findet der 25. Internationale Coming Out Day statt. Die Piratenpartei Deutschland nutzt diesen Aktionstag, um in der Bevölkerung für mehr Toleranz zu werben gegenüber Menschen, die schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender sind.

»Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Es darf nicht sein, dass ein Mensch, der den Schritt des Outings wagt, damit berufliche Benachteiligung, soziale Ausgrenzung oder womöglich die Gefährdung von Leib und Leben riskiert«, so Mike Nolte, Bundeskoordinator der AG Queeraten der Piratenpartei Deutschland.

Die PIRATEN fordern zudem eine Anpassung des Asylrechts an die entsprechende EU-Richtlinie. In einigen Ländern wird Homo-, Bi- und Transsexualität verfolgt und mit Gefängnis-, Körper- oder Todesstrafe geahndet. Das macht ein Outing praktisch unmöglich, oft sind erhebliche Repressalien damit verbunden.

Mike Nolte sagt dazu: »Wir finden es unerträglich, wenn dann trotzdem jemand in Deutschland kein Asyl findet, wie kürzlich im Fall einer jungen Iranerin, die mit dem Ratschlag abgespeist wurde, sie solle ihre Sexualität nicht so öffentlich zeigen.«

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Kommentare

4 Kommentare zu Coming Out Day am 11. Oktober – Piratenpartei fordert eine Reform des Asylrechts

  1. Ich weiss von einem Fall aus meiner Therapeuten-Praxis, dass die bestehende Abschiebepraxis einen Angestellten der Polizei bzw Bundesgrenzschutzes so sehr belastet hat, dass er davon krank geworden ist.

    Der „Dienstherr“ macht Menschen zu „Tätern“ und diese tragen eine schwere Last. Für mich ein weiterer Grund für eine andere Art des Asylrechts zu sein.

    • Archi schrieb am

      “ Die Piratenpartei Deutschland nutzt diesen Aktionstag, um in der Bevölkerung für mehr Toleranz zu werben gegenüber Menschen, die schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender sind.“

      WAS hat das denn mit Asylanten gemeinsam ?

      Erstmal muß festgestellt werden, Ob jemand Asyl benötigt,
      oder nur Wirtschaftsflüchtling ist.

      Das zweite Thema ist-> wenn jemand schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender ist,
      Was passiert denn HIER mit deren ?
      Er/Sie/ES wird trotzdem geächtet und politisch aussortiert.
      Wenn nicht politisch, dann im privatem Umfeld.

      Das ist keine Asylantenfrage, sondern eine Emotionsangelegenheit für alle Menschen.
      Werft nicht immer alles in einem Topf.

      Räumt doch erstmal Deutschland auf.
      Schafft Alternativen, nur darum lesen wir hier.
      Aber die Kommis werden immer weniger …

      Gibt das nicht zu denken ?

      • iNc schrieb am

        Wenn ich den Beitrag richtig verstehe, ist aber beides gemeint. Es geht sowohl um mehr Toleranz innerhalb Deutschlands, als auch um das Asylrecht in den EU-Richtlinien. Beide Anliegen sind von großer Bedeutung.
        Eine „Emotionsangelegenheit“ lässt sich nicht politisch regeln, die Gesellschaft für das Problem zu sensibilisieren schon. Schließlich sollte Öffentlichkeitswirksamkeit nicht unterschätzt werden.

        Und ob das mit den weniger werdenden Kommis etwas zu tun hat, ich weiß ja nicht…

        • Archi schrieb am

          Tatsache bleibt doch, dass niemand etwas gegen Ausländer sagen darf, weil man sonst in die rechte Schiene abgeschoben wird.
          Auch sie sind, wie wird Deutschen nicht unfehlbar.
          Sollte man nicht erst einmal im eigenen Land mit der Bevölkerung zurecht kommen,
          als sich mit der Ungerechtigkeit an anderen zu beschäftigen ?

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