Europa- und Wirtschaftskonferenz der Piratenpartei

Bild: Tobias M. Eckrich

Am heutigen Samstag findet in Essen die Europa- und Wirtschaftskonferenz (EuWiKon) der Piratenpartei Deutschland mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Auf der Konferenz werden Anträge und Positionen zu den Themen Wirtschafts- und Europapolitik diskutiert und weiter ausgearbeitet. Diese werden dann für den programmatischen Bundesparteitag am 24. und 25. November in Bochum zur Abstimmung eingereicht.

»Seit mehreren Jahren befassen sich Expertinnen und Experten in der Piratenpartei mit wirtschaftspolitischen Themen, jetzt müssen wir die Arbeit der Gruppen zusammenführen, um die Basis für die Verabschiedung eines wirtschaftlichen Grundsatzprogramms auf dem nächsten Bundesparteitag zu schaffen. Gleiches gilt für die Europapolitik, die wir explizit nicht als Teil der Außenpolitik sehen«, erklärt Laura Dornheim, Mitorganisatorin der EuWiKon und Wirtschaftspolitikerin bei den PIRATEN.

Außerdem werden konkrete Einzelthemen bearbeitet, darunter die Position der Piraten zum Rettungsschirm ESM sowie Möglichkeiten zur stärkeren Demokratisierung der Europäischen Union. Wirtschaftspolitisch werden die Chancen erörtert, die sich aus der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ergeben, und Diskussionen über die Rolle von Lobbyisten in der Wirtschaftspolitik geführt.

Interessierte Gäste sind jederzeit willkommen, die Konferenz kann auch via Live-Stream verfolgt werden [1]. Das Programm ist im Netz verfügbar [2].

[1] http://piratorama.de/stream/
[2] http://euwikon.de/tagesablauf/

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Kommentare

56 Kommentare zu Europa- und Wirtschaftskonferenz der Piratenpartei

  1. Turboheizer schrieb am

    Ich vernehme das die Rolle von Lobbyisten in der Wirtschaftspolitik beleuchtet werden soll.
    Hierzu eine klare Meinung. Jedem Politiker ist der Umgang mit Lobbyisten zu verbieten. Lobbyistentum ist unter Strafe zu stellen.Diese Gruppe existiert nur um mit viel Geld Meinungen zu Gunsten der Brötchengaber dieser Lobbyisten herzustellen. Also Verbot und gut ist s. Lobbyisten sind eines ehrlichen Politikers unwürdig.
    Und dann diese Europapolitik! Hier gehört es sich erst einmal das diese vielen Euro-Geschenke für die Landwirtschaft und Großfirmen ersatzlos gestrichen werden. Dann haben wir schnell die Milliarden die jetzt fehlen.
    WER ALS BAUER VON SEINEM LAND NICHT LEBEN KANN GEHT EBEN PLEITE WIE ALLE SONSTIGEN SELBSTÄNDIGEN !
    Finanz- und sonstige Großindustrielle werden eben auch mit ihren Einnahmen haushalten müssen weil es Subventionen nicht mehr gibt.
    Das ergibt Milliardenbeträge für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

    • Jungianer schrieb am

      Die heimische Landwirtschaft soll weiterhin besonders gefördert werden. Finanziert werden kann das BGE, wenn die Eurokratie abgeschafft wird, und durch diverse ökologische Maßnahmen. Z. B. Förderung von Schwundgeldern, Reduktion des Fleischkonsums um 70 %, usw.

    • kessfried, schrieb am

      Was sind denn für dich lobbyisten ? Wenn es zb um arbeitsplätze zb in einer strukturschwachen gegend geht sollen politiker nicht mit den vertretern der wirtschaft(lobbyisten) reden dürfen ? Diese simple schwarz/weiß denken ist eines 16 jährigen angemessen. Wenn einfach jeder selbs zurecht kommen soll wozu brauchen wir dann ein bedingungsloses ? Oder ist das hier und bei sanktionsfrei h4 wieder was anderes.? Deine welt ist schon sehr schlicht.

      • PromAuk schrieb am

        Entschuldige bitte, was wird das den? Das wird nicht klappen, den nur die grossen Betriebe profitieren wirklich von den Subventionen. Ausserdem widerspricht es den EU Gesetzten. Gefördert sollten nur das, so meine Meinung, was dem Menschen als Nahrung dient und was die traditionelle Bewirtschaftung fördert. So bewahrt man Tradition und Gesundheit für Mensch und Natur. Z.B die Förderung von Hecken, in denen sich dann Schädlingsbekämpfung ansiedeln können od.. Felder, die umringt sind von Waldbestand Was denkst du dazu?

        • Grimnir schrieb am

          Das traditionelle Klientel der Piratenpartei sind die sogenannten Wissensarbeiter (ugs. „Nerds“). Hat sich schonmal jemand vorgstellt, wie in Deutschland wissenschaftliche (Grundlagen-)Forschung ohne staatliche Subventionen funktionieren soll?

      • PromAuk schrieb am

        Also schw/weiß sind deine Zeilen aber auch ein bisschen gedacht und kompetent sind die auch nur bedingt. Du hast völlig Recht, Interessengruppen haben in einer Demokratie ihre Berechtigung. Allerdings ist deren Einfluss ausgeartet. Helmut Kohl hat den Einfluss der Lobbyisten Salonfähig gemacht und der schlimmste von allen Herr Schröder hat sie gleich die gesetzte selber schreiben lassen.
        Der Einfluss der Lobbyisten auf das politische Geschehen ist viel zu groß. Ein Beispiel für viele.
        EU Bereich Banken. Von ca. 250 Mitarbeitern, die gesetzt usw. vorschlagen, verabschieden sind 200 bei Banken angestellt.
        Think!
        Gruß

    • PromAuk schrieb am

      Ich würde dir ja zustimmen, wenn es nicht naiv und kurzfristig gedacht wäre. Lobbyist ist doch nicht gleich negativ.
      Politiker werden tagtäglich mit ihnen völlig fremden Sachthemen konfrontiert. Dazu brauchen sie Berater = Lobbyisten. Das haben wir bei unsere PP ebenso. Zur einer Demokratie gehört es auch, das sich Interessengruppen bilden und ihr anliegen den Politikern vortragen. Das haben wir Piraten ja auch gemacht.
      Transparenz, Gestze müssen verschärft werden und hohe Gefängnisstrafen für Politiker und Lobbyisten bei Vergehen sehe ich als besseres Mittel dort etwas zu bewegen.
      Bleib am Ball!
      Gruß

  2. PromAuk schrieb am

    Wer sind den bei den Piraten die Experten in Wirtschaftsfragen? Wer in der Partei ist Marcoökonom, Volkswirtschaftler, Betriebswirt usw.?
    Oder kommen wieder solche Entscheidungen, wie gegen das zahlen von Kirchensteuer, bei denen zu wenige mal wieder über den Tellerrand geschaut haben (stand wohl nicht im Internet!!) und gesehen haben, das mit der Streichung des Kirchen Geld, 3 Mio benachteiligte Menschen in der BRD die letzte Verbindungsstück zu einer gesellschaftlichen teilhabe abgebrochen wird. Das ist soziale Kälte dank Inkompetenz.
    Viel Erfolg!

    • Hermann Köster schrieb am

      Ich bin sicher kein Experte in Kirchenfragen. Ich kenne auch die Statistiken nicht, daher meine ganz subjektive Erfahrung: Vor 30 Jahren habe ich erlebt, wie meine zu 80% blinde Großmutter von dem Engagement der Kirche profitiert hat. Ausflüge, Vorträge, soziale Teilhabe eben, ganz wie du sagst. Andere Aktivitäten wurden einfach dadurch unterstützt, dass der Gemeindesaal unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde. Auch die Jugendarbeit war sehr gut. Allerdings musste ich in der Folge miterleben, wie die Kirche ihr Engagement in diesen Bereichen auf nahe 0 runtergefahren hat. Da die Kirche aus Sparsamkeit ihre gesellschaftlich wertvollen Aktivitäten onehin schon extrem reduziert hat, kann ich sehr gut nachvollziehen wenn jemand beschliesst, ihr auch kein Geld mehr geben zu wollen.

      Aber zurück zum Thema: Ich würd auch gern wissen, was die Piraten zum Thema Wirtschaft so erarbeiten. Aber ich würde dir etwas Geduld empfehlen. Miss sie an ihren Ergebnissen, nicht an der Anzahl ihrer Makroökonomen.

    • Fp schrieb am

      Ne, ist klar, da muss man religioese Institutionen und die Verbreitung ihrer Ideologien natuerlich pauschal mitsubventionieren. m(

  3. kessfried, schrieb am

    Werft mal einen blick auf frankreich. Dort haben vor einigen monaten die sozialisten mit sozialen themen/versprechungen einen fulminanten wahlsiegerrunegen. Jetzt demonstrieren zigtausende gegen sparmaßnahmen und wgen nicht eingehaltener versprechen. Warum ist das wohl so ? Wollen die sozialisten nicht oder können sie nicht ?
    Und warum können sie nicht ? Weil es milliarden menschen auf der welt gibt die nichts weiter haben als ihre billige arbeitskraft und weil man deshalb aus konkurenz gründen in europa nicht einfach den lebensstandard der bevölkerung erhöhen kann. Höhere steuern ? die vertreiben tendenziell eher kapital und damit investitionen und damit arbeitsplätze.
    Diese einfachen wahrheiten kann man nicht außerkraftsetzen. Wer etwas anderes verspricht siehe französische sozialisten und die situation in den krisenländern europas.

    • Kommunister schrieb am

      Lass doch die Millionäre verschwinden ! Wenn man die Konsequenz hätte die Produktionsmittel zu „Demokratisieren“ dann wäre es doch gut wenn die reichen Säcke verschwinden würden dann dann bräuchten wir die gar nicht mehr !

      Aber dazu haben die sogenannten „Sozialisten“ gar nicht die konsquenz, also ist es völlig logisch das sie in Frankreich scheitern werden. Links funktioniert eben nur wenn man es konsequent macht.

      • Erklär doch mal den castro brüdern in cuba wie sie ihren familienbetrieb reformieren können.kessfried, schrieb am

        Erklär doch mal den castro brüdern auf cuba wie sie ihren familienbetrieb reformieren können. Dort arbeitet man für 6 euro am tag. Warum nicht für 6 euro die stunde ? Da gibts keine millionäre die die menschen ausbeuten. Wann fliegst du ? Die cubaner werden sich bedanken.

    • Preusse schrieb am

      Wenn es nicht so ist, dass wir in der Zwischenzeit von Banken und anderen Interessenvertretern regiert werden, dann würde ich zu gerne wissen, wie ein Alexander Dibelius dafür sorgt, dass an der Börse gegen den Eurofortbestand gewettet wird und gleichzeitig aber unsere Bundesregierung betreffs der Eurorettung berät.
      Diese Auswüchse müssen schnellstens beseitigt werden, wenn es überhaupt eine Hoffnung auf eine freie und demokratische Staatsform geben soll. Was nützt uns dann die virtuelle Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung, wenn in naher Zukunft 70% unserer Bürger nur noch dahinvegitieren? Wer hungert, friert und für sich keine Zukunft mehr sieht, dem sind freiheitliche Grundrechte so was von egal…..

    • Bella schrieb am

      Immer die gleichen dämlichen Argumente, die sich tagtäglich selbst widerlegen. Manchmal glaube ich tatsächlich solche Trolle wie Sie werden dafür bezahlt so einen Bullshit zu verbreiten. 1. Höhere Steuern vertreiben niemanden, sonst wären schon alle weg. Und wo sollen sie alle hin? Grönland, Antarktis, Tibet, Sahara? 2. Investiert wird, wenn überhaupt, dann in Rationalisierung und das heißt Arbeitsplatzabbau. 3. Die Gewinne aus der Realwirtschaft landen zunehmend im Finanzmaktcasino wo sie so lange mit sich selbst spielen bis sie verfault sind und dann in Bad Banks eingelagert werden müssen. Solange wir das Krebsgeschwür der Finanzmärkte am Hals haben, wird nichts besser werden. Jedenfalls nichts für die Mehrheit der Menschheit.

      • Sylvia schrieb am

        Wenn in deinem nächsten Post wieder solche ad-hominem-Argumente wie Troll oder bezahlter Bullshit kommen, werde ich den nicht freischalten.

        Sylvia – Kommentarteam

      • Hermann Köster schrieb am

        ad 1: Naja, es gibt schon einige die sich selbst oder ihr Geld ausser Landes schaffen. Entscheidender ist jedoch das Geld der Unternehmen. Die wählen ihren Standort schon sehr bewußt aus. Und die Großen versteuern die Gewinne onehin nicht da wo sie entstehen, sondern da wo die Steuern niedrig sind. Mein vorletzter Arbeitgeber z.B. in Belgien (ca.10 Mitarbeiter) statt Deutschland (ca. 150 Mitarbeiter). Mein Letzter hat sich gleich einen Steueroasenkanton in der Schweiz als Standort ausgesucht. Die Jobs aller meiner Gesprächspartner bei einer englischen Firma wurden nach Indien verlagert. Auch wenn sie es noch nicht gemerkt haben – es passiert!

        ad 2: Stimmt tendenziell. Ich denke aus dieser Einsicht heraus fordern die Piraten das BGE. Vollbeschäftigung ist ein Auslaufmodell, also muß man überlegen wie eine Gesellschaft ohne Vollbeschäftigung aussehen könnte. Muß ja nicht schlecht sein, ist nur ungewohnt.

        ad 3: Wenn man an Aktien denkt oder an forwards für Rohstoffe z.B. haben die Finanzmärkte schon eine sehr sinnvolle Funktion. Was jedoch in der Tat überhand genommen hat sind einige zu komplizierte derivative Produkte, die bestenfalls zum Zocken taugen, und eine zu starke Konzentration auf high frequency trading, was zu einer Instabilität des Systems führt, wenn der Anteil von längerfristig agierenden Investoren im Verhältnis zu klein wird. Naja, das „too big to fail“ ist natürlich auch was wo man sich drum kümmern sollte. Aber das alles weiß sogar Herr Steinbrück schon…

        Dass es für die Mehrheit der Menschen nicht besser werden kann hat in erster Linie andere Gründe. Wir im Westen haben unser Leben in der Vergangenheit auf Kosten der Menschen in der 3. Welt und auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder geführt. Beides ist nicht wirklich zukunftsfähig.

      • kessfried, schrieb am

        Zu 1
        Schon mal was von der schweiz gehört ? Und da gibts noch einige andere staaten oder ? Wo ist das geld der reichen griechen ?
        zu 2
        Schon mal , zu mindest ganz vage, daran gedacht das arbeitsplatzabbau durch rationalisierung die verbleibenden arbeitsplätze sichern könnte ?
        zu 3
        Schon mal gehört, daß die großen finanzplätze nicht in deutschland liegen ? Mal drüber nachgedacht warum die engländer kein interesse an einer stärkeren regulierung des bankplatzes london haben ?
        Ist ihnen klar das die auswirkungen des finanzcasinos global wirken und die möglichkeiten eines staates dagegen zu wirken sehr begrenzt sind ? Mit sprüchen und parolen kommt man da nicht weiter.

  4. Preusse schrieb am

    Hallo in die Runde,

    Lobbyismus in jeder Form, jedenfalls in seiner heutigen Bedeutung, ist rigoros abzulehnen.
    Natürlich sind BERATER für einen Politiker notwendig. Aber eben nur beratend, nicht meinungsbildend und zielorientiert. Diese Auswüchse, beginnend bei der Energiemarktlibaralisierung 1998 bis hin zum flächendeckenden Ausbau der Zeitarbeit und Ausnutzung der Hartz IV- Regelungen als Lohndumpinggrundlage sind das Hauptproblem unserer Zeit im wirtschaftlichen Bereich. Unsere gesamte jetzige Krise ist einzig und allein auf das Wirken dieser ……. zurückzuführen.
    Wenn es nicht so ist, dass wir in der Zwischenzeit von Banken und anderen Interessenvertretern regiert werden, dann würde ich zu gerne wissen, wie ein Alexander Dibelius dafür sorgt, dass an der Börse gegen den Eurofortbestand gewettet wird und gleichzeitig aber unsere Bundesregierung betreffs der Eurorettung berät.
    Diese Auswüchse müssen schnellstens beseitigt werden, wenn es überhaupt eine Hoffnung auf eine freie und demokratische Staatsform geben soll. Was nützt uns dann die virtuelle Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung, wenn in naher Zukunft 70% unserer Bürger nur noch dahinvegitieren? Wer hungert, friert und für sich keine Zukunft mehr sieht, dem sind freiheitliche Grundrechte so was von egal…..

    • blanca spott kessfried, schrieb am

      Genau. Es muß verboten werden, daß berater meinungsbildend und zielführend wirken.

    • blanca spott und kessfried, schrieb am

      Preusse hat auch hier völlig recht. Man sollte meinungsbildende, zielführende beratung unter strafe stellen.

  5. Peleus schrieb am

    Das liebe Problem mit der Wirtschaft ist, dass sie mittlerweile völlig menschenverachtend ist. Und unsere Politik unterstützt das. Was sehr kurzsichtig ist.

    Die Momentane Situation ist Folgende: Jedes mittlere oder geringe Einkommen verliert zunehmend Geld an die Menschen mit sehr hohem Einkommen. Dadurch wird dem Geldkreislauf Potential entzogen. Die Reichen haben aber die Möglichkeit ihr Einkommen nur dadurch weiter zu vermehren, obwohl sie garantiert schon reich genug sind. Irgendwann liegt das Geld aber nur noch auf einer Seite der Schere zwischen Arm und Reich. Und was dann? Dann ist unser Geldsystem ganz simpel gesagt „im Arsch“.

    Zum besseren Verständnis, das Geld sollte sich wie bei der Diffusion bewegen. Bewegt sich aber osmotisch. Und da diese künstlich geschaffene Werteinheit unser gesamtes Leben steuert, sollte es einfach wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

    • blanca spott kessfried, schrieb am

      Wenn das so ist sollten wir osmotische geldbewegungen verbieten.

  6. kessfried, schrieb am

    Was meinst du mit menschenverachtend ? Meinst du man kann einfach ganz viele menschliche, interessante, gutbezahlte, sichere arbeitsplätze schaffen ? Schreib doch bitte mal wie man das macht. Hast du schon welche geschaffen ? Du könntest den wirtschafts nobelpreis bekommen.
    Arm in d ist man wenn man weniger als 60prozent des durchschnitteinkommens hat. Wenn die gutbezahlten mitarbeiter von bmw, mercedes und anderen konzernen eine sonderzahlung von 80000 euro bekommen wächst, statistisch, die armut in d.
    Millierden schwerarbeitende menschen in china und indien würden gerne leben wie die ärmsten in d.
    Last mal ein bißchen die kirche im dorf. Armut ist sehr relativ.

    • Hermann Köster schrieb am

      Genau, Armut ist sehr relativ. Wie ich oben schon geschrieben habe: Unser gutes Leben in den letzten Jahrzehnten war nur deshalb möglich, weil die Leute in der 3. Welt eben nicht auf dem gleichen Niveau konsumieren konnten wie wir. Und weil wir über Raubbau an der Umwelt und die Anhäufung von Staatsschulden auf Kosten künftiger Generationen gelebt haben. Beides wird künftig nicht mehr so sein. Im Zeitalter der Globalisierung wird sich das Konsumniveau der weslichen Welt einerseits und der großen Schwellenländern wie China/Indien etc. andererseits weiter annähern. Nicht nur dass die besser leben werden als bisher, in der sogenannten 1. Welt wird es als direkte Konsequenz weniger Wohlstand geben als gewohnt.

      Leben auf Kosten künftiger Generationen wird spätestens die Generation, die erkennt, dass der Punkt an dem die Zeche gezahlt werden muss noch zu ihren Lebzeiten sein wird, hoffentlich auch bleiben lassen. Das Haarige ist also, dass es nicht mehr um die Verteilung zusätzlichen Wohlstandes geht, sondern um die „Verteilung“ unvermeidlicher Einschränkungen. Je später wir das einsehen, desto drastischer werden die Einschränkungen werden. Verschärft wird das ganze natürlich dadurch, dass die wenigen Superreichen versuchen werden dafür zu sorgen, dass sie selber nicht von irgendwelchen Einschränkungen betroffen werden, sondern nur die, die onehin schon weniger haben. Andererseits ist es fraglich, wieviel Einschränkungen gerade gut ausgebildete Leute akzeptieren werden, ohne auf die Barrikaden zu gehen. Das Beispiel Griechenland zeigt: Wohl eher wenig. Antworten auf diese sich abzeichnenden Probleme fehlen bisher bei den etablierten Parteien. Ich denke, einige Forderungen der Piraten – BGE, direktere Bürgerbeteiligung – könnten durchaus dazu beitragen, die Verteilung der Einschränkungen fair zu gestalten. Auch das Thema Europa ist in diesem Zudammenhang nicht unwichtig. Um auf diese globalen Entwicklungen angemessen reagieren zu können, ist Deutschland einfach zu klein. Andererseits will wohl niemand mehr von dem Europa, was wir momentan haben. Also müsste ein demokratischeres und weniger bürokratisches Europa das Ziel sein. Bin gespannt, zu welcher Einschätzung die Piraten kommen!

    • Peleus schrieb am

      Ich meinte mit höheren Einkommen bestimmt keine Angestellten.

      Wenn wenige Leute mehr Geld verdienen, als sie ausgeben können und Andere weniger verdienen, als sie benötigen, dann ist das ein Ungleichgewicht. Heißt, die mit zu wenig Einkommen müssen sich z.B. durch Kredite finanzieren. Damit haben sie aber kein Problem gelöst, sondern ihr eigentliches Problem vergrössert. Würden sie stattdessen ihre Ausgaben reduzieren (falls überhaupt möglich), dann würden Investoren und Konzerne Geld verlieren, zumindest, wenn das die Masse so praktiziert. Das ist aber nicht gewünscht, also wird das Konsumverhalten nicht auf das passende Mass gesetzt, sondern trotz fehlendem Potential weiter angeheizt. Und das ist von der Regierung gewollt, damit sie jedes Jahr ganz tolle Zahlen veröffentlichen können. Macht das System aber auf längere Sicht kaputt und scheißt auf die Bedürfnisse der Menschen. Nicht jeder kann durch Arbeit Millionär werden, oder?

      Das Problem der Dritte Welt Länder ist natürlich ein anderes, aber keine Legitimation für uns, unser System nicht zu hinterfragen. Und ja, Armut ist relativ. Und natürlich sollten wir uns auch um die Armut in diesen Ländern kümmern.

      Die Lösung? Tja, eigentlich ganz einfach. Jedes Unternehmen sollte seinen Mitarbeitern genug Geld zum Leben bezahlen. Heißt, es darf keine Jobs geben in denen Jemand 40 Stunden arbeitet und am Ende des Monats trotzdem noch eine Unterstützung vom Staat braucht. Kann ein Unternehmen das nicht, dann ist es wirtschaftlich nicht tragbar. Es gibt aber momentan sehr viele Unternehmensmodelle die sich nur durch billige Arbeitskräfte tragen. Diese Modelle sollten ganz einfach verboten werden. Und schon hättest du das Problem gelöst. Das Argument was du jetzt bringen könntest wäre, dann gibt es ja weniger Arbeitsplätze. Ist so nicht richtig, denn die „Lücke“ würde sich schnell mit seriösen Geschäftsmodellen füllen lassen, da diese nicht mehr gezwungen wären ihre Preise für Ware oder Dienstleistungen dem untersten Niveau anzupassen. Davon hätten alle sehr kurzfristig etwas, bis auf die Arschlöcher die auf ihre Angestellten scheissen. Aber auch das ist nicht gewollt, weil unsere liebe Angie nun mal nicht will das es den Leuten gut genug geht, um über Politik nachzudenken. Stell dir einfach mal vor es würden nicht 50% der Wahlberechtigten wählen, sondern 80%. Ich denke wir hätten dann eine andere Regierung.

      Und ja, ich habe mehrere Angestellte, also Jobs geschaffen. Und von denen verdient Niemand so wenig, dass er/sie zusätzliche staatliche Leistungen braucht. Ob deren Jobs sicher sind? Sicher ist zumindest, das falls ich das nicht mehr hinbekomme, ich nicht den Lohn kürzen würde. Eher würde ich die Firma verkaufen oder schliessen. Weil ohne genug Gewinn macht ein Unternehmen keinen Sinn, weder für den Inhaber, noch für die Mitarbeiter und auch nicht für den Markt.

      • blanca spott und kessfried, schrieb am

        Das klingt schlüssig. Wir verbieten die modelle und haben das problem gelöst-
        Logisch das angie nicht will, daß es den wählern gut geht denn dann gingen ja 80% wählen und dann würde sie natürlich verlieren.

  7. Preusse schrieb am

    @kessfried
    Menschenverachtend?
    Guck Dir unseren selbsternannten Hauptwirtschaftsweisen H.-W. SInn an, dessen Einlassungen zur Notwendigkeit von gering entlohnten Erwerbstätigen (Aufstocker) zum weiteren Ausbau der Wirtschaftskraft Deutschlands in den letzten zwei Jahren zwar merklich nachliessen, aber die Grundeinstellung unserer „Leistungträger“ eindeutig zeigte.
    Ich persönlich halte es für eine fatale Lösung, durch einen Geringverdiener (welcher wirklich offiziell ARM IST) zwar, nun fiktive Zahlen zum Verständnis, einen Gewinn nach Steuern und Abgaben von etwa 3000€/mtl erwirtschaften, aber dann dessen Lebensunterhalt von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen. Nutzniesser dieses Systems ist einzig und allein dieser soziale Parasit, der in dem Falle „Arbeitgeber“ genannt wird.
    Und wenn es nach unserer Wirtschaft geht, womit wir wieder beim Thema wären, wird das System noch weiter ausgebaut. Warum? Ist wohl klar denke ich. Je mehr Menschen für dieses Wirtschaftssystem zur Verfügung stehen, desto größer die Gewinne, desto leichter lassen sie sich lenken und beeinflussen.
    Und wenn Du China anführst, dann solltest Du auch anführen, dass die sehr wohl beobachtet haben, dass es einen enormen Zuwachs an Einkommensmillionären bei denen gibt und, so ganz nebenbei, die Steuern neu ordneten, weil sie sagen: Es kann und darf nicht sein, dass derart viel Kapital angehäuft wird wenn es immer noch so viele mit 1 Dollar Verdienst am Tag gibt.Ist nicht viel – für´s erste – aber, sie fangen an.
    Davon sind wir hier, als Vorreiter der „sozialen Marktwirtschaft“ derart weit entfernt, dass Du als Kommunist beschimpfst wird, wenn man auf Grundideen von L. Erhard verweist.

  8. kessfried, schrieb am

    Hallo preusse,
    leider hast du meine frage nach der schaffung von hochwertigen arbeitsplätzen nicht beantwortet. Von dieser frage hängt meiner meinung nach ab ob du recht hast. Also kann man einfach so gutbezahlte usw. ap schaffen und machen es die arbeitgeber einfach, oder aus gier nicht ? Oder sind schlechte arbeitsplätze evtl. besser als keine ? Oder ist evtl die empörung über diejenigen die nur „schlechte“ arbeitsplätze schaffen überzogen ?

  9. kessfried, schrieb am

    Übrigens erhält steinbrück 7000 euro für einen vortrag, zb bei banken oder versicherungen. Das dürfte ungefähr das tausendfache eines mindestlohnes sein. Soviel zum thema empörung über managergehälter.

  10. Karsvo schrieb am

    MAN KANN NUR EINEM HERREN DIENEN

    Leider wird hier in mehreren Beiträgen versucht, Korruption zu relativieren. Ich bin der Meinung daß die Lösung einfach ist, wenn man nur WILL. Als Beispiel nehme man: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/09/46617/

    Herr Sarkozy bekommt demnach also 250000 Eur für eine „Rede“? Und wir haben uns alle gefragt, warum seine Vorschläge auf den Euro-Krisengipfeln zum Nachteil der Bürger Europas und zum Nutzen von Gläubigern sind, die ihre Forderungen infolge „solidarischer“ Rettungspakete nicht abschreiben müssen?

    Ich fordere als Konsequenz:
    1. Für Herrn Sarkozy gilt die Unschuldsvermutung
    2. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Korruption und Geldwäsche aufzunehmen.
    3. Um zukünftig nicht länger „vermuten“ zu müssen, ob ein Amtsträger korrupt wäre oder nicht und z.B. teure Reden nur dem Zweck verdeckter Zahlngen dienen, ist eine KLAR ÜBERPRÜFBARE Regelung erforderlich: Amtsträger dürfen zukünftig NUR einem Herren dienen und von NIEMANDEM sonst Geld für „Leistung“ annehmen.
    4. Da wir in Deutschland keinen Einfluß auf die Regelungen anderer Länder haben, was das Thema Korruption betrifft, dürfen wir uns bei Themen wie z.B. Euro-„Rettung“ nicht länger von anderen Ländern abhängig machen. Wir haften nur für das, was wir auch selbst beeinflussen können.

    • Sylvia schrieb am

      Bitte unterlasse in Zukunft, die übermäßige Verwendung von Großbuchstaben.

      Sylvia – Kommentarteam

      • Karsvo schrieb am

        Liebe Sylvia,

        ich bin grundsätzlich offen für Verbesserungsvorschläge. Maßregelungen auf diesem Niveau halte ich allerdings für unangemessen. Bitte bedenken Sie, daß Moderator Vermittler und nicht Lehrer bedeutet.

        Sie könnten übrigens konstruktiv tätig werden, indem Sie analysieren, warum hier „Du kannst folgende HTML-Tags benutzen“ so wenig benutzt wird. Welchen Sinn ergibt es, Texte zu formatieren und warum ist sind einfache Methoden besser als komplizierte?

        • Sylvia schrieb am

          Lieber Karsvo,

          dann ist es ja ganz praktisch, dass ich mit Kommentarteam und nicht Moderatorenteam unterschrieben habe.

          Die allgemeinen Netiquette-Regeln verbitten sich ebenso den übermäßigen Gebrauch von Großbuchstaben.

          Erklär mir doch mal, warum du die angebotenen Tags nicht benutzt?

          Formatierte Texte dienen der besseren Lesbarkeit.

          • Grimnir schrieb am

            Liebe Sylvia,

            Vor 2-3 Jahren wurde eine derart strenge Moderation von Kommentaren, wie sie aktuell hier praktiziert wird, noch als Zensur bezeichnet und wäre bei der Piratenpartei nicht denkbar gewesen. Damals war die Homepage nicht so „orange“ wie jetzt, ließ sich aber viel besser bedienen. Jeder Besucher konnte die Kommentare, die er lesen wollte oder auch nicht, gezielt ein- und ausblenden. Der Pressesprecher und das „Kommentarteam“ war eine Person: Daniel Flachshaar. – Eine sehr bescheidener Mensch. Er hat seine Pressemitteilungen publiziert und sich ansonsten nur zu Wort gemeldet, um die User um Verständnis für die Unzulänglichkeiten der Forensoftware zu bitten. Dass die Piratenpartei heute nicht mehr das ist, was sie früher mal war, sieht man sofort, wenn man nur einen flüchtigen Blick auf die Homepage wirft. Sie hat sich IMHO aber nicht zum besseren verändert.

            • Sylvia schrieb am

              Hachja,

              der gute alte Daniel. Nun, es kommt eben auf die Ansichten zum Thema Zensur an. Ich halte es nicht für Zensur Beiträge nicht freizuschalten, die nicht in der Lage sind ohne Ad-Hominem-Angriffe oder alle möglichen anderen Verstöße gegen Netiquette ihren Meinungsbeitrag zu äußern.

              Das es einigen nicht gefällt, wenn man seine Beiträge nicht mehr in gewohnter Freiheit äußern kann, ist für mich nachvollziehbar, aber verschmerzbar.

              Ich habe mehrfach den Weg aufgezeigt, wie jeder in seiner ganz individuellen Ausdrucksart seinen Beitrag in der Diskussion unterbringen kann. Und zwar mittels Trackback von seinem eigenen Blog aus, die es ja kostenlos an jeder Ecke gibt. Dort ist mir egal wie geschrieben wird, es werden nur Spam und Naziseiten aussortiert. Es gibt Kommentare, die man direkt posten kann und Kommentare, die nur über Trackbacks Teil der Kommentarspalte werden können, das würde ich nicht als Zensur bezeichnen.

              Interessanterweise macht niemand von den Kandidaten, deren Kommentare hier gern mal über die Strenge schlagen, davon Gebrauch. Das ist dann aber nicht mehr mein Problem.

          • Karsvo schrieb am

            „Erklär mir doch mal, warum du die angebotenen Tags nicht benutzt?“

            Die Formatierung mit den Tags ist aus mehreren Gründen umständlich:

            1. html-Tags gehören nicht zum Allgemein-Wissen. Wenn man sie nicht regelmäßig verwendet, macht es eine Formatierung mangels Übung umständlich.
            2. Es gibt keine Vorschau. So können leicht Syntax-Fehler entstehen. Man muß also bei der gebotenen Gründlichkeit erst einen eigenen html-Editor zur Vorschau verwenden.
            3. Selbst dabei unterscheidet sich dann die Formatierung von der Formatierung auf dieser Web-Seite, da z.B. der -Tag hier verschluckt wird.

            4. Die Tags sind unnötig, da eine Formatierung mit Großbuchstaben ja auch möglich ist.

            Mir kommt das Thema etwas subjektiv/willkürlich vor. Mir ist nicht klar, was eine Formatierung mit Netiquette zu tun hätte? Wo finde ich diese Regeln?

    • blanca spott und kessfried, schrieb am

      Hallo sylvia
      habt ihr karsvos forderungen schon aufgenommen ?
      Haben die franzosen schon reagiert ?
      bitte haltet uns auf dem laufenden.

      • Sylvia schrieb am

        Welche Forderungen meinst du?

        Warum sollten die Franzosen (welche?) auf irgendwas reagieren?

        • blanca spott und kessfried, schrieb am

          Es geht natürlich um karsvos geforderte konsequenzen bezüglich sarkozy. Karzvo fordert als erstes das auch für sarkozy die unschuldvermutung gelten muß. Das ist doch ganz wesentlich. Was sagen die franzosen dazu ? Insgesamt 4 forderungen. Nicht gelesen ? oder nehmt ihr karsvo etwa nicht ernst ?

  11. Preusse schrieb am

    @kessfried
    Okay, wird aber eine längere Antwort.
    Du müsstest ersteinmal definieren, was Du unter einem hochwertigen Arbeitsplatz verstehst. Ich für meinen Teil rede von Arbeitsplätzen allgemein. Ein Arbeitsplatz ist für mich, eine bezahlte Vollzeitstelle, durch deren Einkommen ich meinen Lebensunterhalt allein bestreiten kann, ohne auf irgendwelche Subventionen angewiesen zu sein.
    Nun müssen wir leider die Sache etwas langatmig aufdröseln:
    Derzeit haben wir etwa 1,4 Mio Aufstocker. Dazu kannst Du getrost noch einmal etwa die gleiche Anzahl drauflegen, da vielen Menschen der Gang zum JC peinlich ist, bzw. sie einfach an den, betreffs Ablehnung/ Abweisung, gut geschulten SachbearbeiterInnen scheitern.
    Nur etwa 15% dieser Arbeitnehmer besetzen dabei eine Stelle, deren Erhalt von staatlichen Subventionen abhängig ist – sprich, sie würden diese Stelle auch als vollbezahlter Arbeitnehmer besetzen können, ohne das der jeweilige Arbeitgeber draufzahlt. Nur sein Gewinn würde sich etwas reduzieren.
    Das allein könnte man ganz entspannt in somit rd. 2,8 Mio. vernünftig bezahlte Vollzeitstellen umwandeln, wodurch automatisch mehr Geld in die Kassen der Städte und Gemeinden fliesst, mehr Geld in unserem sehr vernachlässigten Binnenmarkt unterwegs wäre, was diesen wiederum ankurbelt. Weiterer Nebeneffekt: Die Haushalte der Länder haben mehr Finanzen zur Verfügung, wodurch mehr Investitionen getätigt werden können, für deren Erledigung dann natürlich wieder Arbeitskräfte benötigt werden. Genauso der gesamte Mittelstand der in seiner Tätigkeit auf den Binnenmarkt ausgerichtet ist. Dieser Teil würde tiefenentspannt aufatmen.

    Es ist eine fast endlose Spirale die entstehen würde.

    Zur Zeit können wir zufrieden sein, dass der Export immer noch derart flutscht, weil dies unseren angeschlagenen Bundeshaushalt noch über Wasser hält.

    Der Binnenmarkt in Deutschland ist nun einmal sehr stark auf den Dienstleistungssektor ausgelegt, was aber nicht funktionieren kann, wenn sich der normal tätige Handwerker keinen Handwerker leisten kann.

    Sollte es gelingen, dieses derzeitige Gefüge zu durchbrechen wird es natürlich einen lauten Aufschrei aller Arbeitgeberverbände geben. Sie werden drohen, schreien, mit Abwanderung nach XY drohen, sich aber letztendlich fügen. Weil auch ein Gewinneinbruch von 11 Milliarden auf 2 Milliarden ist zwar ersteinmal für börsendotierte Unternehmen nicht so schön – aber es bleibt so viel Gewinn, dass man ihn auch nicht ausser Acht lässt.

    Insgesamt ist ausreichend Arbeit und Geld in Deutschland vorhanden. Es muss halt „nur“ dafür gesorgt werden, dass der Kuchen besser verteilt wird.

    • blanca spott und kessfried, schrieb am

      Ausgezeichnet. Wir erhöhen alle gehäter und löhne. Je mehr desto besser- Dadurch werden wir schuldenfrei und haben noch geld übrig. Super. Dann können sich auch handwerker wieder handwerker leisten. Das beste ist aber das es nichts kostet, nicht mal die reichen müssen was draufzahlen, sie haben nur etwas weniger gewinn.

  12. kessfried, schrieb am

    Danke für die mühe preusse.
    So ganz kann ich dir nicht folgen. Also es geht um einen vollzeitarbeitsplatz, der so vergütet wird das du davon leben kannst. Du allein ? Wie ist es mit familie ? Muß bei alleinerziehenden auch 1_? kinder davon leben können ? Wie leben ? Eigene wohnung ? oder reicht ne wg ? Auto ? usw. usw.
    Gehst du von 1,4 x 2 = 2,8 mio teilzeitstellen aus ? Die man unabhängig vom betrieblichen bedarf auf vollzeitstellen umwandeln kann ? Werden da nicht evtl einige arbeitslos, wenn sic 2 eine stelle geteilt haben ? Evtl. sogar ziemlich viele ? Wovon leben die dann ? Wer bezahlt das ?
    Wiviele der teilzeitmitarbeiter wollen garnicht vollzeitarbeiten ?
    Wenn sich ein handwerker keinen handwerker mehr leisten kann (Kfzmech/klempner zb) liegt das dann an der gewinnmarge der unternehmer (meister) ? Glaubst du ein klempnermeister lebt im luxus ? Oder liegt das an den nebenkosten ?
    Ich weiß nicht wie du auf den gewinneinbruch von 11 auf 2 milliarden euro kommst ? Auf jedenfall werden diese unternehmen dann mächtig an wert verlieren. Damit werden sie zu lecker häppchen zb. für heuschrecken. Gewrkschaften und arbeitnehmer werden sich freuen.
    Die frage nach kapital für investitionen stellt sich natürlich auch. Die konkurenzfähigkeit könnte erheblich leiden. Ist alles nicht so einfach wie es manchmal scheint.

  13. peterle schrieb am

    @kessried
    Bin gerade etwas in Zeitnot.
    Keine Teilzeitstellen die umgewandelt werden. Ich rede von derzeit bestehenden Vollzeitstellen, die vom jeweiligen Arbeitgeber derart schlecht bezahlt werden, dass die betreffenden ArbeitnehmerInnen nach Erhalt ihres Lohnen auf dem zuständigen Jobcenter einen Bettelantrag einreichen, um dann auf Kosten aller wenigstens so viel Zuschuß zu erhalten, dass sie das Hartz IV – Niveau erreichen.
    Das wird in der Allgemeinheit als „Aufstocker“ bezeichnet. Wenigstens dieser Begriff und dessen Bedeutung sollte einem Jeden der über Wirtschaft – Armut – Finanzen diskutiert eigentlich bekannt sein.

    Es ist einfach. Es ist nur nicht einfach durchzusetzen, da niemand der OBEREN freiwillig auf seine, mit Blattgold verzierte, Currywurst verzichtet.

    Warum soll das Interesse an einem Unternehmen eigentlich preisbestimmender betreffs seines Wertes sein, wie seine Produktivität? Ich kann nicht nachvollziehen, dass gerade die Vorgänge, wie sie vor kurzem betreffs des VW- Konzernes abliefen, weiterhin unser Leben bestimmen.
    Zur Erinnerung: VW selbst hatte das beste Geschäftsjahr aller Zeiten, aber die Analysten hatten mehr erwartet. Nur dadurch sank der Aktienkurs.

    Da wir aber, wenn ich es richtig im Kopf habe, auch planen, diesen exorbitanten Kapitalmarkt, welcher nur auf Grund seiner Existenz Kapital aus dem Nichts erschafft, an die Kandare zu nehmen dürfte sich diese Problematik erledigen.

    • Preusse schrieb am

      @ all
      Sorry in die Runde – zuviele Nicknamen sind Mist :(
      Peterle = Preusse

      • Midi schrieb am

        Also ich bin Handwerker. Ich verdiene als dieser auch gar nicht mal so schlecht wuerde ich sagen. Und ich weiss wovo die rede ist wenn gesagt wird “ das ein Handwerker sich keinen Handwerker leisten kann“. Das ist wirklich so. Nicht nur bei mir, ich kenne auch noch ein dutzend anderer Kollegen (Handwerker) bei denen das auch so ist. Woran liegt das nur.?? Vielleicht liegt es daran, das die Kosten (kosten fuer den Kunden) eines Handwerkers und der Verdienst viel zu weit auseinander liegen!….

        • Hermann Köster schrieb am

          Ich kenne Handwerker, die können sich tatsächlich Handwerker leisten! Aber die leben (oder arbeiten) alle in der Schweiz. Ich denke, das bestätigt Midis Vermutung…

    • blanca spott und kessfried, schrieb am

      Peterle hat recht. Wir sollten richtlinien erlassen wie investoren den wert von unternehmen zu bemessen haben. Dann herrscht klarheit. Gut daß das problem an den fianzmärkten bald gelöst ist-

      • Hermann Köster schrieb am

        Ob alle deinem blanken Spott folgen können Kessfried? Klar, der Wert von Unternehmen muss und wird sich natürlich weiterhin nach Angebot und Nachfrage richten. Was allerdings tatsächlich bedenklich ist, ist dass immer mehr Anbieter und Nachfrager einen Horizont von wenigen Sekunden bis einem Tag haben. Der tatsächliche Wert eines Unternehmens spielt aber erst bei Horizonten von 1 Monat und länger eine Rolle. Eine minimale Transaktionssteuer würde allerdings schon reichen, um das kurzfristige Gezocke unter Kontrolle zu bekommen. Momentan bekommen einige Zocker in den USA von den Börsen sogar noch ne Prämie auf ihren Umsatz, statt wie alle anderen Investoren dafür zu bezahlen…

        • blanca spott und kessfried, schrieb am

          Du hast recht herrmann. Ich habe heute einige kommentare gemeinsam mit meiner frundin blanca spott abgegeben. Teilweise ist es wirklich nur noch komisch was so geschrieben wird, sozusagen politik aus einem stuß. Vieleicht kannst du ja wenigstens über den einen oderanderen zustimmenden kommentar von blanca schmunzeln. Spott zum gruße
          Blanca und kessfried

  14. Preusse schrieb am

    Die Frage ist eher die, ob es spöttisch gemeint ist, oder ob nicht einer der INSM- Anhänger sich hier die Finger wundtippt, um uns klarzumachen, das Kapitalanhäufung (notfalls durch Derivatehandel) oder anderen tollen Erfindungen von Goldman- Sachs, das einzige Ziel einer vernünftigen Wirtschaft sein soll.

  15. blanca spott und kessfried, schrieb am

    Hallo preusse. Warum denn so ernst ? Du hast doch sonst auch viel humor.
    Am 1/10 hast du um 11uhr 12 verkündet das berater nicht zielorientiert oder meinungsbildend seien sollen.
    Sondern ? Ziellos und ahnungslos ? Blanca und ich finden solche sprüche halt komisch. Übrigens falls dir der humor gefällt schau doch mal woran wir noch so unseren spaß hatten.

  16. Preusse schrieb am

    @kessfried
    gut, mit dem zielorientiert war bissl unglücklich ausgedrückt.
    War dahingehend gemeint, dass die nicht die Interessen ihrer eigentlichen Geldgeber rücksichtslos durchdrücken, sondern halt auf´s Gesamtbild beraten. Wirklich das Für und Wider abwägen.

    Ich bin nun mal bei dieser Thematik etwas empfindlich.

    Die Vorgänge wie sie zur Zeit in Griechenland, Portugal, Spanien ablaufen müssen nicht zwingend auf diese Länder beschränkt bleiben. Mein Albtraum ist es nun mal, dass wir in naher Zukunft wieder da angekommen sind, wo wir gesellschaftlich anfang des 20. Jahrhunderts standen.

    Im Übrigen renn und palaver ich mir hier bei uns gerade den Wolf, um der Allgemeinheit klarzumachen, das die Piraten halt nicht nur ein Haufen realitätsferner Nerd´s sind, die von den Zusammenhängen keine Peilung haben und nächtelang mit Augenringen vorm Rechner sitzen.

    Wenn sich dann schonmal jemand auf diese Seite verirrt, oder sogar absichtlich aufsucht, dann halte ich es für fatal, wenn er diese Art von „Humor“ nicht versteht.

  17. blanca spott und kessfried, schrieb am

    Hallo preusse,
    Ich glaub du bist persönlich ein ganz netter kerl. Aber du bist in meinen augen, (bin über 60 also ein alter sack) genau das was du selbst geschrieben hast. Realtätsfern. Lies dir bitte deinen eigen txt nocheinmal durch “ war dahingehend gemeint…………“ und überleg mal ob so etwas möglich ist und wie man soetwas ggf. kontrollieren könnte. Leider wimmelt es hier nur so von solchen kommentaren. Gutgemeint aber schrecklich naiv.

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