PIRATEN unterstützen Flüchtlingsmarsch

Bild: Tobias M. Eckrich

Am 15. September haben sich Asylsuchende aus verschiedenen Städten Deutschlands gemeinsam zu einem Protestmarsch quer durch Deutschland aufgemacht. Damit verstoßen die Flüchtlinge bewusst gegen die Residenzpflicht. Die Asylbewerber wollen über 15 Zwischenstationen nach Berlin ziehen, um ihren Forderungen nach einer menschenwürdigen Unterbringung Nachdruck zu verleihen. Die Piratenpartei Deutschland unterstützt die Flüchtlinge in ihren Bemühungen.

»Wir unterstützen die Forderungen nach Abschaffung der Essenspakete, des Arbeitsverbots, der Gutscheine, der Lagerunterkünfte, der Abschiebungen und der Residenzpflicht. Das bestehende System macht es Flüchtlingen in Deutschland nicht leicht, Fuß zu fassen und hindert sie an einer erfolgreichen Integration in unsere Gesellschaft«, so Julia Schramm, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.

Die Piratenpartei Deutschland betont in ihrem Parteiprogramm, dass Menschen, die in Europa Zuflucht suchen, das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf Bewegungsfreiheit und die Teilhabe an der Arbeitswelt, an Bildung und an Kultur haben müssen. Dies gilt bereits, wenn die Gründe der Flucht noch nicht anerkannt sind und eine Rückkehr in das Herkunftsland nicht möglich ist.

Neben der Unterstützung der inhaltlichen Positionen der Flüchtlinge ruft die Piratenpartei Deutschland auch zu einer Unterstützung des Flüchtlingsmarsches vor Ort auf, insbesondere nachdem die Flüchtlinge während einer Kundgebung vor dem Thüringer Landtag von Neonazis angegriffen wurden.

»Dass Flüchtlinge, die ihr Anliegen friedlich vortragen, von Neonazis angegriffen werden, ist schlicht unerträglich. Es zeigt, dass alle demokratischen Kräfte mit ins Boot müssen«, so Johannes Ponader, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland, der sich dem Protestzug am 19.September für einen Tag anschlossen hat.

Quellen:
[1] http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Zuflucht_vor_Verfolgung_und_Krieg_sicherstellen
[2] http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Neonazis-und-Fluechtlinge-pruegeln-sich-bei-Demo-vor-dem-Landtag-in-Erfurt-822054256

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Kommentare

24 Kommentare zu PIRATEN unterstützen Flüchtlingsmarsch

  1. Lukas Brausch schrieb am

    Sehr gut, dass die Piratenpartei hier Zeichen setzt! Der Umgang mit Zuwanderern in Deutschland ist mehr als reformbedürftig. Hier muss endlich ein neuer Wind wehen.

    • kessfried, schrieb am

      Genau. Ich empehle hierzu die lektüre des neuen buches von heinz buschkowsky, spd, seit vielen jahren bezirksbürgermeister von neukölln. Ein fachmann, der die verhältnisse vor ort kennt. Auszugsweise bei bild.de nachzulesen, wirklich sehr interessant.

      • Anonymous schrieb am

        Was auf Bild.de? Also entweder widersprichst du dir selbst, denn wenn etwas auf bild.de ist, dann kann es nciht das Niveau haben, dass man es weiterempfiehlt.

        Oder hat hier Bild.de ausnahmsweise was Sinnvolles geschrieben?

    • Archi schrieb am

      Ich lade dich Lukas Brausch gerne morgen nach Dortmund ein, Treffpunkt Borsigplatz.
      Bring eine schußsichere Weste mit, und beobachte das Schauspiel.
      Die Dortmunder bleiben solange im Versteck.

  2. Lukas Brausch schrieb am

    Sehr gut, dass die Piratenpartei hier Zeichen setzt! Der Umgang mit Zuwanderern in Deutschland ist mehr als reformbedürftig. Hier muss endlich ein neuer Wind wehen. Klarmachen zum Ändern!

  3. kessfried, schrieb am

    Hab ich die stellungnahme zur „kurdendemo“ mit zig verletzten polizisten und türken übersehen oder schreibt frau schramm da ein buch drüber ?
    Die einschränkung der meinungsfreiheit durch androhung von gewalt (mohamedvideo) ist immer noch kein piratenthema ? Oder paßt das grad nicht ?

    • Anonymous schrieb am

      Was genau willst du sagen? Dein Kommentar ist unklar.

      • kessfried, schrieb am

        Ich will damit sagen das die stellungnahmen sehr selektiv sind. Ein riesenkrawall auf einer kurdendemo mit vielen verletzten polizisten ist keine stellungnahme wert ? Wenn kurden türken verprügeln nur weil sie türken sind ? In deutschland ? Diskussion über ein blasphemie gesetz. Mohamed video ? Alles keine stellungnahme wert aber ein flüchtlingsmarsch ? Ich wäre als flüchtling unendlich glücklich warm, trocken, satt und vor allem in sicherheit zu leben.

  4. Lutz schrieb am

    „Es zeigt, dass alle demokratischen Kräfte mit ins Boot müssen“

    …ein dicker Koffer voll Bargeld?

  5. Archi schrieb am

    Kurz mal Deutschland flüchten und schon um Rechte kämpfen.

    Natürlich gegen das deutsche Gesetz :
    “ Residenzpflicht“

    Ich würde an eure Stelle sofort alles einbürgern.

    Nun wird es echt schwierig euch noch zu glauben.

    Wahlrecht ab 30 wäre erforderlich.

    • Anonymous schrieb am

      @Archi:

      Auch wenn dieser Gedanke für dich vielleicht neu ist: Auch Einwanderer sind Menschen, die im Grunde die gleichen Grundrechte haben wie andere Menschen auch. Zwar ist eine unterschiedliche Behandlung von Einwandereren und Deutschen Staatsbürgern trotzdem sicherlich nicht zwingend verkehrt; In der Form, wie Einwanderer aber zur Zeit bei uns … ich muss nach Worten suchen … „diskriminiert“ wäre zu schwach … genau … ENTWÜRDIGT werden, ist das ganz und garnicht akzeptabel. Ich könnte mich mit einer Residenzpflicht arrangieren, allerdings dürfte die in unserer globalisierten Welt nicht auf Kreisebene begrenzt sein. Eine Residenzpflicht sollte (sofern sie denn überhaupt nötig ist) nur auf die EU beschränkt sein, nicht auf den Kreis. Viele Flüchtlinge sind z.B. Muslime, die im Landkreis ihres Asylantenheims garkeine Moschee haben. Wie sollen die dann bitte ihre Religion ausüben? Ich kenne genau eine pragmatische Lösung, wie unsere Bundesregierung die Religionsfreiheit an dieser Stelle wiederherstellen könnte.

      Was meinst du mit „Ich wü®de an eurer Stelle alles einbürgern“?

      Und wieso machen wir uns in deinen Augen unglaubwürdig?

      Und was soll die Bemerkung zum Wahlalter?

      • kessfried, schrieb am

        Residenzpflicht eu weit ? Du meinst wir finanzieren dann den aufenthalt von zb kurden in der toskana oder in wien ? Warum vertragen sich kurden und türken oder araber nicht einfach ? Warum glaubst du das wir uns mit ihnen ihnen dauerhaft vertragen werden ?

  6. Tom schrieb am

    Ja bitte, noch mehr Kulturbereicherer die schlecht ausgebildet sind und aus einem völlig anderen Kulturkreis kommen der praktisch nicht kompatibel ist

    • Hans im Glück schrieb am

      Nicht austreten! Sonst werden die Linksradikalen die Piratenpartei noch vor der Bundestagswahl unter die Erde bringen!

      Julia Schramm sollte sich das Programm erst einmal genauer anschauen, bevor sie wieder Bl….. ablässt.

  7. Karsvo schrieb am

    TATEN STATT WORTE

    „»Wir unterstützen die Forderungen nach Abschaffung der Essenspakete, des Arbeitsverbots, der Gutscheine, der Lagerunterkünfte, der Abschiebungen und der Residenzpflicht. Das bestehende System macht es Flüchtlingen in Deutschland nicht leicht, Fuß zu fassen und hindert sie an einer erfolgreichen Integration in unsere Gesellschaft«, so Julia Schramm, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.“

    Da bietet der erfolgreiche Verkauf ihres neuen Buches Frau Schramm ja die Möglichkeit, ihre Glaubwürdigkeit zu untersteichen, indem sie den Erlös aus den Buch-Verkäufen für diesen Zweck spendet. Denn Worte sind unmaßgeblich, solange sie nur etwas von anderen fordern.

  8. Tarlesin schrieb am

    Ich habe bereits als Kind mit afroafrikanischen Asylbewerbern Kontakt gehabt und nach Rückzug in diesen Heimatort vor Jahren wieder. Die Lage der Unterküfte hat sich in diesen 30 Jahren massiv verschlechtert. Dieses habe ich in dieser Jetzigen Form vor ca. 15 Jahren nur in einer Art Sammellager in Hannover erlebt. Und das ist nur der physische Aspekt. Es werden mehr Menschen unterschiedlicher Herkuft, Ethnie, Nationalität und Religion auf engem Raum in Etagenbetten zusammengepfercht. Man rauft sich zwar schicksalsmäßig zusammen, aber dieses Ganze auch auf Kosten der Lebensmotivation. Da bringen auch eine Erhöhung der Bezüge nichts. Man muß zurückkehren zu homogenen Unterbringungsformen. Dort habe ich mich auch als Schulkind wohlgefühlt.

  9. Dirinella schrieb am

    Warum machten besagte „Asylsuchende“ ihre Protestmärsche nicht vorher im Herkunftsland? Dort liegen die eigentlichen Probleme, gegen die anzutreten wäre. Stattdessen wurde in der eigenen Familie das „Reisegeld“ eingesammelt und Schleppern in den Rachen geworfen, um am Ende der Reise von einem Sozialsystem zu profitieren, das andere aufbauten und bezahlen.
    Doch wohin werden sie auswandern, wenn in D bzw. Europa alles zusammenbricht (was kaum noch zu vermeiden ist) und sich die Zustände denen ihrer Heimatländer angeglichen haben? Es würde mich kein bißchen wundern, wenn so genannte „Heimatverteidiger“ (Rechte) vorher noch sehr großen Zulauf bekommen und mit Volkes Zustimmung entschieden „aktiver“ werden.

  10. kessfried, schrieb am

    Hier gehts um die freude am kostenlosen gutsein, bezahlen, bzw, drunter leiden tun andere.
    Wir retten die welt in deutschland.
    Schrecklich arrogant, als wenn die anderen nicht selbst in der lage wären klar zu kommen. Sie können es oder sind sie anders als wir ?

    • Archi schrieb am

      kurzer Ladebericht : Lukas Brausch habe ich nicht gefunden, liegt wohl an fehlendem Photokino.
      Eine private Person hat Einladung angemeldet, ca 200 Leute –
      gekommen sind über 600.
      Es tickt eine Zeitbombe.
      … und sie schicken die Frauen vor,
      so wie, bei den Linken

      § 5 GG

      • kessfried, schrieb am

        Lest buschkowsky, da lernt ihr eine menge über die realität in den problemvierteln.
        Denkt über das thema meinungsfreiheit insbesondere im zusammenhang mit dem mohamedvideo nach und zieht eure schlüsse daraus.

  11. Hans im Glück schrieb am

    Ausreisepflichtige Nicht-Flüchtlinge, die nicht verfolgt werden, sollen also nicht abgeschoben werden?

    Da kann also demnächst jeder kommen und sich hier seinen Keks abholen. Klasse, wozu gibt es überhaupt noch Parteitage? Wird alles von (Ex-) BuVos festgelegt.

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