Piratenpartei Deutschland übt massive Kritik an Piraten-Gründer Rick Falkvinge: »Es gibt NIE einen Grund, Kinderpornografie zu legalisieren«

Bild: Tobias M. Eckrich
Im Kampf für ein freies Internet und das Recht auf freie Meinungsäußerung und Information begibt sich der schwedische Piratenpartei-Gründer Rick Falkvinge nach Ansicht der Piratenpartei Deutschland ins Abseits. So fordert er in einem aktuellen Artikel die Re-Legalisierung des Besitzes von Kinderpornografie, um deren juristische Verfolgbarkeit zu verbessern sowie die Vereinnahmung durch die Content-Industrie zu verhindern. http://falkvinge.net/2012/09/07/three-reasons-child-porn-must-be-re-legalized-in-the-coming-decade/

 

»Rick hat sich hier eindeutig im Denken verfangen. Die Freiheit des Internets kann nicht damit erkämpft werden, dass eine eindeutig kriminelle Handlung für gut befunden wird. Wie die Gesellschaft im Allgemeinen braucht auch die digitale Gemeinde Regeln des guten Miteinanders und ein funktionierendes Rechtssystem«, so Bernd Schlömer, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. »Persönlich empfinde ich es als Affront gegen meine Bemühungen in Deutschland, die Stärkung von Opfern und Opferschutz bei der Bekämpfung von Kinderpornografie in den Vordergrund zu stellen. Ich erwarte von Rick, dass er seine leichtfertig gewählten Beispiele aus dem sensiblen Feld der Kinderpornografie überdenkt«, so Schlömer weiter.

 

Pirat und Internetaktivist Stephan Urbach ergänzt konkrete Forderungen: »Es gibt NIE einen Grund, Kinderpornografie zu legalisieren. Sie muss IMMER verfolgt werden. Zur Verfolgung gehört aber nicht, dass das Netz zensiert oder gesperrt wird. Zur Verfolgung gehört, die Täter dingfest zu machen. Dazu braucht es weder Netzsperren noch Vorratsdatenspeicherung. Um die Täter zu fassen, wird vor allem geschultes Personal in den Kindergärten, Schulen und im Jugendamt benötigt. Es braucht eine Kultur des Hinsehens, keine des Wegsehens. Kinderpornografie erlaubt kein Pardon. Sie ist nicht mit den Werten der Piratenpartei zu vereinbaren. Falkvinge hat sich mit diesen Aussagen als ernstzunehmender politischer Akteur disqualifiziert.«

 

Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für das bedingungslose Löschen und Verfolgen von dokumentiertem Kindesmissbrauch ein.

 

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Kommentare

197 Kommentare zu Piratenpartei Deutschland übt massive Kritik an Piraten-Gründer Rick Falkvinge: »Es gibt NIE einen Grund, Kinderpornografie zu legalisieren«

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  1. anon schrieb am

    Gut dass die PM jetzt veröffentlich wurde, Streisand Effekt und so.

    Erstmal zu ein paar Zitaten der PM:
    „dass eine eindeutig kriminelle Handlung für gut befunden wird“

    Wo wird in Ricks Artikel etwas für gut befunden? Ist das das neue „Es kann doch nicht sein, dass sich 20.000 Menschen für Kinderschänder einsetzen?“

    „Falkvinge hat sich mit diesen Aussagen als ernstzunehmender politischer Akteur disqualifiziert.“

    er hat jehova gesagt!

    Aber zur Sache: Ich bin her sehr enttäuscht von der deutschen PP. 2009 haben wir uns noch beschwert, das Kinderpornografie als Totschlagargument benutzt wird, 2012 schlagen wird damit Rick Falkvinge tot. Und ich dachte bei uns kann man alles sachlich diskutieren?

    Aber nicht solange das Wort Kinderpornografie vorkommt. Geht nicht, kann nicht, darf nicht… Wie undifferenziert sich manche Piraten geäußert haben (widerlich, Arschloch,…), dass hätte sich nichtmal Zensursula getraut. Und zitieren wir mal einen Spiegel Online Kommentar:

    ————–
    http://forum.spiegel.de/f22/debatte-um-kinderpornografie-piratenpartei-gruender-entsetzt-eigene-leute-70393-3.html#post10924882
    Lieber Hr. Falkvinge !
    Sie sehen zu meinem Entsetzen genauso aus wie man sich landläufig einen Kinderschänder vorstellt und ich es in meiner beruflichen Laufbahn als Kriminalbeamter auch immer wieder erlebt habe: ein älteres, blasses und dickliches Muttersöhnchen, unfähig mit erwachsenen Frauen etwas anfangen zu können.
    ————–

    Und dabei gäbe es genug, was man inhaltlich diskutieren könnte, man könnte sich Zeile für Zeile an Ricks Blogpost entlanhangeln und die Argumente zerlegen. Aber anstatt dessen benutzt man das Totschlagargument als solches und greift den Autor persönlich an. Wäre diese PP heute eigentlich auch noch gegen Netzsperren für Kinderpornografie? Ehrlich gesagt bin ich mir da nichtmehr sicher, denn auch hier scheinen jetzt alle ihren Verstand abzuschalten, sobald sie „Kinderpornografie“ hören.

    Ansonsten hätte man vielleicht gemerkt, dass Rick teilweise Recht hat, und dass ein Großteil der Argumente auch 2009 von der PPDE benutzt wurden. Zum Beispiel dass KP immer als Totschlagargument benutzt wird wenn es um *Freiheit geht, siehe Zensursula. Und auch Mogis hat damals argumentiert, dass Sperren ein wegschauen ist, und damit den Opfern überhaupt nicht hilft.

    Natürlich gehen Ricks Forderungen zu weit, natürlich sind einige Beispiele konstruiert (das mit der Google Brille z.B.). Aber wir müssen hier auch immer zwischen Recht(Theorie) und Praxis unterscheiden. Was wenn jemand zufällig eine Kinderpornowebsite entdeckt (Jetzt kommenen gleich Antworten, wie das zufällig denn gehen soll. Tja, 2009 ging das noch zufällig). Dann hat er schon Kinderpornografiebilder im Browsercache, was ja schon Besitz wäre (es gibt glaub auch im Urheberrecht schon Urteile in die Richtung). Damit hätte man sich also schon strafbar gemacht, und dass soll man jetzt der Polizei melden? Natürlich ist deswegen noch niemand in DE angeklagt worden, aber das kann in Schweden anders sein, und die Gesetzeslage dafür existiert.

    Dass die Swedish Association of Journalists ähliche Argumente vertritt ist anscheinend auch noch niemandem aufgefallen? Vielleicht haben die ja auch gute Gründe, vielleicht sollte man mal recherchieren bevor man einen Shitstorm lostritt.

    Und wenn man sich mit Ricks Argumenten befasst hätte, hätte man auch gemerkt, dass es in Schweden noch einen entscheidenden Unterschied gibt: Wenn sich Jugendliche dort beim einvernehmlichen Sex filmen ist das Besitz von Kinderpornografie und sie machen sich strafbar (gibt ja bekannte Fälle in denen das auch geahndet wurde). In Deutschland ist das AFAIK nicht so, zumindest hat sowas so weit mir bekannt noch niemand geahndet.
    Das heißt, diese Begründung pass nur auf Schweden, nicht auf DE, aber in Schweden ist sie 100% legitim.

    Natürlich bräuchte man hier keine komplett-Legalisierung von Kinderpornografie, das deutsche Recht ist schon erheblich besser als das schwedische und vielleicht würde es schon reichen das schwedische an das deutsche Recht anzupassen.

    Aber nein, so detailliert schaut man sich das ja nicht an, es geht ja um Kinderpornografie, und das ist böse immer, generell, international und sowas diskutiert man nicht.

    Also: Diskutier nicht mit dem Schmuddelvinge….

    • enttäuscht schrieb am

      Jehova, Jehova, Jehova :D
      Erstklassiger Kommentar

    • Lutz schrieb am

      Vielen Dank für diesen Kommentar.
      Gilt in der Piratenpartei jetzt das Motto „verdammen statt analysieren und diskutieren“?
      Fefe hat es in seinem Blog mit seiner bekannt liebenswürdigen Art so ausgedrückt: http://blog.fefe.de/?ts=aeb0c59f

      • Autolykos schrieb am

        Ja, hätte echt nicht erwartet, dass die Piraten jetzt schon bei der politischen Praxis angekommen sind, den Boten zu erschießen. Oder besser: Den zu erschießen, der vorschlägt, zur Abwechslung mal nicht den Boten zu erschießen.

    • Daniel schrieb am

      FULL ACK.
      Was mich besonders ärgert ist nicht die Tatsache dass ich mich aufgrund derartiger Entwicklungen von der PP abwenden muss sondern dass ich meine Stimme in den letzten Wahlen so offensichtlich an euch verschwendet habe.

      Wir dachten tatsächlich ihr steht für einen politischen Neuanfang im Zeitalter einer zunehmend digitalen Gesellschaft, aber man erkennt ein klares Muster: Sobald eine Partei, mögen die Ziele auch noch so edle gewesen sein, einen gewissen Erfolg verzeichnen kann, wird sie wie jede andere.

      Schade dass ihr euch so rasch selbst abschaffen musstet, liebe PP.
      Auf das andere kommen mögen, die unser Vertrauen nicht derartig enttäuschen.

      • Suppenhühnchen schrieb am

        Dir weine ich keine Träne nach, bin froh das du nicht mehr Pirat bist. Wer die Rechte von Kindern nicht achten will soll halt die Pedo Bear Partei Gründen, denn bei den Piraten ist er mit so einem Mist völlig FALSH !

        • Mapcoder schrieb am

          Dir, liebes Suppenhuhn, gebe ich zu bedenken: Wir Piraten waren diejenige Partei, die vor einigen Jahrentrotz des Totschlagarguments „Kinderpornografie“ Widerstand gegen Netzzensur geleistet hat. Die damalige Entscheidung gegen Populismus und für eine sachliche Abwägung des Themas hat uns den ersten großen Mitgliederzuwachs beschert. Wenn du zu den Leuten gehörst, die bei emotional besetzten Fragen das Hirn ausschalten, stellt sich eher die Frage, ob du zu den Piraten passt.

          Man muss nicht zu Falkvinges Ergebnis kommen. Aber eine offene Diskussion, ob die Verdammung von Kinderpornografie in jedem Fall alle denkbaren Kollateralschäden rechtfertigt – Zensur und Überwachung; Menschen die sich nicht trauen mit Beweismitteln zur Polizei zu gehen; Unschuldige, deren Leben durch falsche Verdächtigungen zerstört wird – ist mir tausendmal lieber als jeder, der hier mit etlichen Postings seine moralische Entrüstung kundtut, aber nicht einmal den Versuch unternimmt, das Thema als erstes einmal vernünftig zu durchdenken.

          • Horace schrieb am

            Stimme dir absolut zu!
            Die Piraten gehören jetzt zu den Leuten, die sie früher wegen ihres Populismus verachtet haben. Schade.

      • 3lric schrieb am

        Ganz großes Kino! Danke für dieses überaus treffenden Kommentar!

      • steffi schrieb am

        hast du den ersten kommentar gelesen? das hier ist der trick der massenmedien. die pp wird den da oben zu stark! beweise? die bildzeitungsüberschrift!!!!

    • Ein FastPirat schrieb am

      Den Original-Kommentar dieses Herr „Kriminalbeamten“ finde ich sowas von erschütternd. Das so etwas überhaupt durch die Redaktion geht, zeigt wie wenig man SPON hier zutrauen darf. Die veröffentlichen doch tatsächlich einen Kommentar, der jemanden auf grund seines Aussehens als Kinderschänder diffamiert. Wahnsinn …

    • aha schrieb am

      +1 Mit „Falkvinge hat sich mit diesen Aussagen als ernstzunehmender politischer Akteur disqualifiziert.“ haben sich die Schreiber dieser Zeilen leider selbst disqualifiziert. Ich vermute mal, ihr habt seinen Artikel nichtmal selbst sondern nur das verzerrte Abstract auf SPON gelesen, und seit sofort aus Angst vor Stimmenverlust aufgesprungen, um euch so schnell und soweit wie möglich von Falkvinge zu distanzieren. Schwach.

  2. anon schrieb am

    Achso, und um ein bisschen Whistleblowing zu betreiben (aufedecken von internen Misständen):

    Klaus Peukert: er hat da insofern nen punkt, das man für „“ich hab hier eine ausgedruckte webseite“ oder „ich habe diese bilder gesehen“ tatsächöch als „besitzer“ gelten kann, es gibt da sehr unschöne und abstruse randbedingungen in der gesetzgebung
    10:44 Anita Moellering: und was sagen wir dazu?
    10:44 Klaus Peukert: gar nichts.
    10:44 Anita Moellering: also augen zu machen, aha
    10:44 Anita Moellering: sehr schön
    10:44 Anita Moellering: können wir ja gut
    10:44 Klaus Peukert: es gibt da keinen weg, auf dem man dem (jetzt) argumentativ begegnen kann

    Und noch ein paar Links, die die tolle Außenwirkung dieser PM zeigen:
    http://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/rickard-falkvinge-schwedischer-piratengruender-will-kinderpornos-legalisieren/andersdenkende/66746,3106526,3106526,read.html#msg-3106526
    http://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/rickard-falkvinge-schwedischer-piratengruender-will-kinderpornos-legalisieren/es-mag-nie-einen-grund-geben-kipo-zu-legalisieren/66746,3106516,3106516,read.html#msg-3106516
    http://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/rickard-falkvinge-schwedischer-piratengruender-will-kinderpornos-legalisieren/hysterische-aufregung/66746,3106540,3106540,read.html#msg-3106540

    • Sylvia schrieb am

      Anmerkung:

      anonymous zitiert hier ausschnittsweise und nicht im kompletten Kontext aus dem Piratenpad, in dem die PM erarbeitet wurde.

        • Sylvia schrieb am

          Weil nicht die komplette Unterhaltung zitiert wurde und Anita sich z.B. kurz darauf für ihren Zynismus entschuldigt hat. Sowas würde man allgemein als Kontext bezeichnen.

  3. Dr. Azrael Tod schrieb am

    ohje.. hat er Jehova gesagt?

    Wenn jetzt der Besitz von Kinderpornografie irgendwie relevant Schaden verursachen würde, wir hier davon reden würden dass Kindesmissbrauch straffrei werden sollte oder irgendwie sonst ein relevantes Thema angeschnitten werden würde, dann würde ich mich vlt. aufregen. So ist es einfach nur wieder ein Shitstorm weil irgendwer gewagt hat zu erwähnen dass es evtl. schlimmere Probleme gibt.

    Und da wir alle wissen dass es nichts schlimmeres geben darf als sowas, müssen wir uns alle so weit wie möglich davon distanzieren!

    Möglichst laut und möglichst medienwirksam. Nachdenken ist nicht nötig!

  4. Karl Da Hacker schrieb am

    KiPo ist unter umständen ein verbrechen gegen die Menschenrechte, eine pauschale Legalisierung des Besitzes solchen Materials ist somit völlig unverständlich und überzogen. Das Jetzige Recht, das z.B. Jugendliche für selbstgemachte Photos kriminalisiert ist zwar auch ziemlich danaben, von daher gilt es das Recht entsprechend zu reformieren. Dennoch, gehören Bilder und Videos welche Mißbrauch zeigen hart verfolgt.

    • Patrick schrieb am

      Eine pauschale Legalisierung ist sogar sinnvoll! So wie die aktuelle Rechtslage aussieht wird jeder der KiPo im Netz findet und noch einen Funken Verstand hat das Browserfenster sofort schliesen, den Cache löschen und so tun als wäre nichts gewesen, um nicht eventuell selber wegen Besitz von KiPo angezeigt zu werden.

      Darüber dass die Verfolgung von Besitzern Resourcen bindet, die besser in die Verfolgung von Herstellern investiert wären reden wir lieber erst gar nicht

      • Karl Da Hacker schrieb am

        Bullshit, der Besitz MUSS Strafbar sein. Nur so kann man die Konsumenten verfolgen und so möglicherweise an die Hintermänner kommen. Wer eine legalisierung fordert verhindert bzw erschwert eine Aufklärung der kriminellen Machenschaften. Das ist unter KEINEN umständen zu tolerieren.

        • Kommentator schrieb am

          So viel Unsinn in so wenig Text. Um die Konsumenten zu verfolgen, muss man nicht den Besitz verbieten, sondern den Handel und die Verbreitung. Der Besitz straft nicht die Konsumenten (die können ja z.B. einfach auf Streaming zurückgreifen), sondern alle die, die aus welchen Gründen auch immer solches Material eben haben. Insbesondere auch z.B. die handelnden Personen selbst, die sich eben selbst gefilmt haben.
          Die Lösung ist auch nicht einfach die Definition von Kinderpornografie anzupassen. Denn der Missbrauch einer 14-Jährigen wird ja nicht dadurch OK, dass man u.U. versucht sein könnte, einvernehmlichen Sex zwischen 14-Jährigen i.O. zu finden oder denen die Dokumentation ihres Tuns zu erlauben.

          Man kann Ricks Meinung sein oder auch nicht. Du aber warst intellektuell ja noch nicht mal in der Lage die Argumentation zu erfassen.

        • Patrick schrieb am

          Hier scheint mir doch mal wieder das Herz dem Hirn im Weg zu stehen.

          1. Den Besitz des Materials unter Strafe zu stellen sorgt dafür, dass es möglichst vor der Staatsgewalt verborgen wird. _Das_ erschwert bzw. verhindert eine Aufklärung.
          2. Warum man unbedingt Konsumenten verfolgen will erschliest sich mir nicht. Man kann sicher argumentieren dass es gegen die Menschenwürde eines Opfers geht, wenn seine Bilder als Wichsvorlage benutzt werden, aber unterm Strich muss man sich fragen, womit der Gesellschaft mehr gedient ist: Einem Pädophilen, der sich seine Befriedigung mit altem Material verschafft oder einem Pädophilen, der mangels Alternativen selbst auf die Jagd geht. Meine persönliche Haltung: besser keine neuen Opfer schaffen.
          3. Als Erweiterung zu 2.: Gerade die Strafbarkeit des Besitzes von Material sorgt ironischerweise dafür, dass Opfer Jahre später wieder mit der Tat konfrontiert werden (psychologisches Trauma inklusive), wenn sie als Zeugen vor Gericht zerrt und dann zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihre Menschenrechte misachted wurden.
          4. Lösen wir uns doch bitte mal von den von derLeyenschen Lügenmärchen, dass es da einen florierenden, von Angebot und Nachfrage bestimmten Schwarzmarkt für KiPo gibt. Udo Vetter legt im lawblog sehr sachlich dar, dass das meißte Material alt ist und dass wenn neues dazu kommt, es nicht kommerziell produziert wird.

  5. Valandir schrieb am

    An den anonymen Erstkommentator: Danke für diesen Kommentar. Zur Rechtslage: In Deutschland ist es sogar NOCH schlimmer als oben skizziert. Stichwort „Scheinminderjährigkeit“. Man macht sich strafbar, wenn man Material besitzt, auf dem _nachweislich_ Erwachsene verkehren, aber den Anschein erwecken, sie könnten Minderjährig sein.

    Außerdem sollte zur Versachlichung der Debatte endlich und GERADE von uns Piraten zwischen Porno und „dokumentiertem Kindesmissbrauch“ unterschieden werden. Beides permanent in einen Topf zu werfen bringt uns nicht weiter.

  6. Andreas Krey schrieb am

    Koennten wir das bitte ein wenig weiter spinnen – es gibt noch andere Verbrechen gegen Menschen. Bitte auch Krimis, Actionfilme, Killerspiele illegal machen – die zeigen genau diese.

    • Fred Freiheit schrieb am

      Wie kann man Fiktive sachen wie Spiele oder Filme mit realen Verbrechen gegen Kinder vergleichen ? Gehts noch ?

      • kada schrieb am

        Scheinminderjährigkeit? Bzw. allgemein auch von Jugendlichen selbst gedrehtes Material? Oder ist es nun auch schon ein Verbrechen wenn 2 Jugendliche einvernehmlichen Sex haben?

      • anonym schrieb am

        Reale Verbrechen? Texte die Sex mit Kinder beinhalten, oder gezeichnete Darstellungen sind genauso verboten wie reale Bilder und Videos. Die “Scheinminderjährigkeit” wurde ja schon erwähnt.

        • Anonymous schrieb am

          das stimmt doch überhaupt gar nicht. lolicon beispielsweise ist überhaupt nicht legal und jeder kann sich einen dazu schlackern ohne irgendwelche rechtlichen konsequenzen fürchten zu müssen. Und pornographie mit volljährigen die den anschein erwecken minderjährig zu sein ist meines wissens nach in der BRD auch nicht verboten

          • Sylvia schrieb am

            Doch die sogenannte Jugendannscheinungspornografie, also Darstellung von Volljährigen, die erheblich jünger aussehen, ist in Deutschland strafbar.

  7. Llarian schrieb am

    Mal ne Frage: Habt ihr vor der PM den Artikel überhaupt gelesen? Es geht nicht darum, den Mißbrauch von Kindern zu legalisieren, sondern darum, daß das bestehende Gesetz zum Besitz von Kinderpornografie so weit gefaßt ist, daß es Unschuldige kriminalisiert – den zufälligen Zeugen, die knutschenden Teenager. In Deutschland ist ein Jugendlicher, der eine bildliche Darstellung von sich selbst, die als pornografisch definiert ist, besitzt, straffrei; in anderen Ländern ist das nicht der Fall.
    Im Falle des zufälligen Zeugen eines Kindesmißbrauchs wird dessen Kriminalisierung durchaus zu einer Mentalität des Wegschauens führen. Ist damit den Opfern geholfen?
    Der Titel des Artikels ist allerdings zu reißerisch und kann schnell zu Mißverständnissen führen.

  8. Patrick schrieb am

    Enttäuschender Beisreflex, liebe Piratenpartei!

    Es geht hier darum, dass der Politik endlich das Totschlagargument „KiPo“ aus der Hand genommen wird, mit dem regelmäßig Grundrechte ausgehölt werden. Es geht auch darum, dass Jugendliche ein Anrecht auf Sexualität haben und keine Strafe fürchten sollen, wenn sie sich (freiwillig) für den Partner nackt mit der Handy Kamera ablichten. Last but not least geht es darum, dass man nicht mit einem Bein im Knast steht, weil man Fotos vom Wickeltisch im Familienalbum hat, sich einschlägiges Material im Browsercache befindet oder man vielleicht Manga Liebhaber ist.

  9. Anonymous schrieb am

    Piratenpartei Deutschland hat massiv die Hosen voll und haut lieber auf Strohmänner ein, als intellektuell aufrichtige Stellungnahmen abzugeben.

    Doch nur Politiker. Wieder mal.

    • Anonymous schrieb am

      Das ist auch mein Eindruck. Ich bin extrem enttäuscht von dieser Handlungsweise, da ich das vielleicht von der CDU erwartet hätte, aber nicht von der Piratenpartei.
      Es ist offensichtlich, dass dies eine jämmerliche Reflex-Aktion war, um sich in der deutschen Politik zu profilieren und die gewonnene Macht zu sichern.
      Es wird Zeit, dass die Piratenpartei einen weg findet, schnell und effektiv über Internet den Parteikonsens zur Thematik zu finden, vorzugsweise mit erzwungenem Lesen von Erklärung und Pro und Kontra Punkten des Themas. Dann passiert so ein Müll nicht (hoffe ich).
      Aber ich bezweifle, dass es in absehbarer Zeit dazu kommen wird und da ich mich nicht mehr für diese Partei schämen möchte, werde ich wohl austreten.

      • Fred Freiheit schrieb am

        Vielen Dank für deinen Austritt aus der Partei !

        Leute die die Grundrechte von Kindern nicht achten wollen brauchen wir hier nicht, BASTA !

        • M schrieb am

          Fred, Dein Kommentar ist unsachlich und undifferenziert. Er geht ausserdem ad hominem. Es wäre für alle Beteiligten und vor allem auch für die Piratenpartein vermutlich hilfreich, wenn Du einen sachlicheren Kommunikationsstil fahren würdest.

        • anonym schrieb am

          Genau darum geht es Rick Falkvinge, um echten Kinderschutz.
          Nicht um Populismus.

  10. Martin1093 schrieb am

    Zum ersten Kommentar:
    Kinderpornografie ist kein Argument und darf nie ein Argument für die Einführung der Zensur sein. Hier gilt das immer von uns geforderte „Löschen statt Sperren“!
    Ja, es gibt Grenzfälle, deren juristische Beurteilung schwierig ist. Aber da geht es nicht darum eindeutige Inhalte zu legalisieren, sondern Inhalte, welche Eltern für´s Familienalbum erstellt haben, zu beurteilen.

    Nacktbilder von Kindern und/oder Jugendlichen sind solange keine Kinderpornographie, solange sie in einem ausschließlich familiären (bei Kindern) bzw. privaten (bei Jugendlichen) oder wissenschaftlichen (medizinischen) Zusammenhang stehen. Ein-und-das-selbe Bild kann somit einmal völlig legal und in einem anderen Zusammenhang Kinderpornographie sein.

    Beispiel?
    Wenn ich meine Tochter im Alter von 3 Jahren beim Baden in der Wanne photographiere um ihre Freude und ihren Spaß zu dokumentieren, ist das legal. Gebe ich das Bild an einen Perversen, ist das strafbar.

  11. Andreas schrieb am

    Ehrlich gesagt, ich bin von der Qualität einiger der letzten PMs etwas enttäuscht. Vielleicht hat man zu oft gemeckert, dass von den Piraten zum Thema X nichts zu hören wäre – aber das sollte uns nicht daran hindern, erstmal in Ruhe über eine Sache nachzudenken, ehe wir dazu den Mund aufmachen. Genau das, hätte ich gedacht, zeichnet uns Piraten doch aus? Statt dessen Schnellschüsse, erst zum BW-Urteil und jetzt das hier…

    Falkvinges Äußerungen kann man gerne steinigen, aber wenn man jemanden sozial vernichten will, braucht man nicht mehr zu tun als ein paar Kinderpornos auf seine Festplatte zu spielen. Egal, woher das Zeug kommt, die betroffene Person ist defacto weg vom Fenster. Wer von Euch hier würde zur Polizei gehen, wenn er auf solches Material im Netz stoßen würde – wohl wissend, das keine 30 Minuten später seine Wohnung durchsucht, sein Rechner konfisziert und er selbst in U-Haft gesteckt werden würde? Wohl kaum einer, solange der alleinige Besitz (und in diesen ist man ja gelangt, das Bild steckt im Cache) ausreicht, einen mehrere Jahre hinter Gitter zu bringen. Aber bin ich schon Raucher, wenn ich eine Kippe vom Boden aufhebe…?

    Wir sollten deswegen eher auf diese Probleme hinweisen, als in den allgemeinen Tenor der Möchtegern-Entsetzten einzustimmen. Das Problem an Kinderpornos sind nicht die kursierenden Bilder – es sind die mißbrauchten Kinder! Wenn man den Opfern helfen will, muss es den Produzenten an den Kragen gehen. Das wäre etwas gewesen, was ich gerne in der PM gelesen hätte.

    BTW: Ich schreibe meine Kommentare zu schnell für WordPress? Bringt man bitte die EDV auf Trab, das ist mein zweiter Kommentar innerhalb von 10 Tagen… ;-)

    • Anonymous schrieb am

      Im Grundsatz gebe ich da recht, ABER, auch die kursierenden Daten jeglicher Art die Missbrauch zeigen sind in meinen Augen Frevel. Sie schüren auch weiterhin den Bedarf und forcieren Neigungen. Wo keine Nachfrage, da kein Angebot! Diese Dinge gehören in kein Netz der Welt und auch auf keine Festplatte!! Weiterhin sollte lieber mal darauf eingegangen werden, wie man so etwas melden kann ohne dafür belangt zu werden, denn die Angst müssen die anständigen Menschen ja haben. Der Usus etwas im Browsercache zu haben ist ja wohl ein automatismus, der nicht abschaltbar ist und wer weiß schon was sich hinter einem legalen Bild oder einem Link tatsächlich verbirgt?
      Leider ist es in D so, dass die KiPo Debatte immer gleich mit Zensur gesetzt wird, dabei geht es aber nicht und das sollte auch jeder noch so dumme Mensch verstehen, es geht vielmehr um Opferschutz und um zumindest etwas mehr Sicherheit zu sorgen. Ich bin eindeutig dafür, dass man Dinge zensieren sollte die anderen schaden oder schaden könnten.

      • uvq9h schrieb am

        Selbst wenn man es schaffen würde, das „Angebot“ durch Gesetze zu beseitigen: Die *Nachfrage* würde ja bestehen bleiben, und dann stünde ihr halt überhaupt kein „Angebot“ mehr gegenüber.

        Wie würde diese „Nachfrage“ dann wohl befriedigt werden? https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21116701

      • Andreas schrieb am

        Das Problem an der Zensur ist, das einige wenige entscheiden, was die Mehrheit nicht sehen darf/soll. Und das sich dieses Problem, ist die Tür einmal geöffnet, ausweitet und sich in die Büchse der Pandora verwandelt. Zensur ist deswegen nicht nur das falsche Mittel, sie ist sogar brandgefährlich, egal mit welcher Begründung.
        Das zweite Problem, um bei Thema zu bleiben, ist die Definition: Was ist Kinderpornographie? Die meisten Leute assoziieren damit nur die sexuellen Gewaltverbrechen an Kindern, es werden jedoch mit der gleichen Argumentation auch Schriften, Mangas oder Sexting Jugendlicher untereinander verfolgt. FKK-Bilder, die vor 30 Jahren legal waren, sind heute strafbar. In so manchem deutschen Haushalt dürften genug „Beweise“ auf dem Dachboden oder in Kellerräumen schlummern, um hunderttausende Menschen in den Knast zu bringen.
        Ich weis, das Thema Kinderpornographie ist ein verdammt heißes Eisen. Umso mehr Grund afür, hier mit Bedacht und Sachlich heranzugehen und die Auswirkungen möglicher Gegenmaßnahmen nicht aus den Augen zu verlieren.

  12. Anonymous schrieb am

    Oh, die Piraten veröffentlichen keine Kritik. Wie schade. Deshalb noch einmal:

    Das Problem der Piraten ist ein simples: Wer im Besitz des nachweisbaren Mangels an politischen Inhalten ist – und mit politischen Inhalten sind hier keine Meinungen gemeint, sondern sich am Grundgesetz ausrichtende Visionen zzgl. der Fähigkeit und des Nachweises ihrer Umsetzung – aber dennoch jedem Medienvertreter hinter läuft, um Presseöffentlichkeit für keine Inhalte zu bekommen, muss sich nicht wundern, wenn er eben von dieser Presse zu jedem möglichen und unmöglichen Anlass wie die Sau durchs Dorf getrieben wird und darauf nur mit fuchtelnden Armen und halbseidenen Dementis reagieren kann.

  13. Fianna Cessair schrieb am

    Wollt ihr die Legalisierung mal den missbrauchten Kindern erklären? Jegliche Art von Kindesmissbrauch muss mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft werden.
    Es kann einfach nicht sein, dass hier einige diesen Mann in Schutz nehmen.
    KINDER MÜSSEN GESCHÜTZT WERDEN!

    • Patrick schrieb am

      In Zukunft bitte auch mal weiter als nur bis zur Überschrift lesen. Danach bitte auch mal weiter als „KiPo==böse“ denken und nicht gleich das Hirn auf Alarmstufe rot schalten. Niemand hat gefordert, dass Kindesmisshandlung legalisiert werden soll. Worum es hier geht ist dass endlich mit dem Totschlagargument „KiPo“ schluss sein muss, da es unsere christlichen Moralapostel mit dieser Keule mittlerweile geschafft haben, selbst den Schulmädchen Report potentiell als KiPo einzustufen und Jugendliche kriminalisiert werden, wenn sie Nacktfotos von ihrem Partner auf dem Handy haben.

    • Sandra Doll schrieb am

      Das sehe ich genauso!
      Es wird diskutiert als ginge es um etwas materielles,um irgeneine Sache.
      Unerträglich grausam verkopft.

      • Andreas schrieb am

        Ja, es geht um eine Sache, nämlich um Bildmaterial. Ist das vorhanden, wurde das Kind bereits vergewaltigt. Vielleicht sollte man die verfügbaren Recourcen deswegen nicht auf die Verfolgung von digitalem Datenmaterial verschwenden, sondern zur Ermittlung der Produzenten einsetzen, um wenigstens die weitere Entstehung von diesem Dreck zu verhindern?
        Denkt mal bitte einer tatsächlich an die Kinder !!1!1!11 ?

  14. anon schrieb am

    mal wieder so eine Pressemitteilung zum in die Tischkante beißen. Was bei den Grünen Jahrzenhte dauerte, kriegen die Piraten in einem Jahr hin: Von den Rebellen zum Establishment. Liest sich ja fast wie von Zensursula persönlich diktiert.

    Dabei ist die KiPo Problematik ist eigentlich ähnlich gelagert wie Urheberrecht und Filesharing, und es ist Zeit den Nutzen des Ganzen mal in Frage zustellen. Ein Gesetz aus dem analogen Zeitalter, das mit der Ankunft des Internets einen Sack voll Schmerzen für alle Beteiligten bedeutet. Aber nein, beim Thema KiPo schaltet nun auch die (deutsche) Piratenpartei auf Spießermodus.

    • Karl Da Hacker schrieb am

      Hier geht es um das Thema der Menschenrechte. Diese gelten auch für Kinder, in sofern ist es völlig richtig das solche Verbote aufrecht erhalten und hart durchgesetzt werden. Sexueller Ausbeutung darf in einer freien und demokratischen Gesellschaft kein Platz eingeräumt werden !

      • Patrick schrieb am

        Sorry, hier geht es nicht um den Schutz von Menschenrechten. Den Besitz von KiPo zu verbieten ist in der Praxis ungefähr so zweckdienlich wie der Oder zu verbieten über ihre Ufer zu treten: Beides passiert in der Realität und in beiden Fällen haben die Opfer nichts von dem Verbot. Alles was man mit einem KiPo Besitz Verbot erreicht ist dass man sein eigenes Gewissen mit dem Gedanken beruhigen kann, ja irgendwas getan zu haben (aber auch das hilft den Opfern nicht).

        Worum es hier geht ist dass mit der KiPo Keule in schöner Regelmässigkeit die Abschaffung von Menschenrechten durchgekloppt wird (jüngstes Beispiel: Zensursula).

        • Suppenhühnchen schrieb am

          Doch hier geht es um den Schutz der Menschenwürde, wer solche Inhalte legalisieren will trampelt herum auf der Menschenwürde von Kindern. Solche Leute sollte man unverzüglich aus der Partei ausschließen und zwar ohne jede Diskussion !

          • 3lric schrieb am

            heißt „ohne Diskussion“ in etwa das gleiche wie „alternativlos“ ? Fragen über Fragen…

      • Ben schrieb am

        Erst denken, dann schreiben, ok? Es geht hier eben NICHT um die Legalisierung von sexuellem Missbrauch, meine Güte, denken war nicht, oder?

        • Sonnenblume schrieb am

          Videos und Filme an denen sich Perverse gegen den Willen der Abgebildeten aufgeilen sind sexueller Mißbrauch. Der Besitz der selbigen muss endlich entsprechend viel härter bestraft werden !

          • Ben schrieb am

            Noch mehr als sowieso schon. Noch mehr als die Tat an sich? Das ist doch Unsinn und hilft genau nichts, weil es eben genau dazu führt, dass man es nicht meldet wenn mn was findet, weil man sonst selber noch Ärger bekommen könnte.

          • Llarian schrieb am

            Genau darum geht es aber nicht in dem Artikel, sondern z.B. um Leute, die ihre eigenen Nacktfotos (also von sich selbst!) auf dem Rechner haben -und wenn sie bei Aufnahme unter 18 waren, dann sind sie im Besitz von KiPo und damit kriminell nach geltendem Recht in vielen Ländern. Oder Jugendliche, die sich selber knutschend auf der Couch abbilden: In den USA steht darauf je nach Bundesland min. 1 Jahr Haft + Eintragung in ein Register für Sexualverbrecher. Erklär DAS mal einem 17jährigen Pärchen, das nur seinen Freunden mitteilen wollte,daß sie frisch verliebt sind. Im UK darf man Kinder nicht mal mehr nicht vollständig bekleidet fotografrieren; jeder Vater, der seine Kinder beim Strandurlaub in der Badehose ablichtet, ist nach diesem (Un-)Recht ein Sex-Verbrecher. Und in Deutschland nutzt man besser nicht die letzten paar Bilder vom Film, den man auf der Familienfeier verknipst hat (mit Kindern!), um irgendwie anzügliche Fotos von sich selbst zu machen. Sobald die Fotos vom Labor im Umschlag kommen, ist man nach deutschem Recht im Besitz von Kinderpornos – denn hier ist schon Kinderporno, wenn völlig unverfängliche Bilder von Kindern zusammen mit irgendwie erotischen Bildern auftauchen (egal ob nackt, in anzügliche Pose, oder sonstwas). Da müssen dringend mal die Definitionen überdacht werden!

  15. harl3quin schrieb am

    Löschen statt sperren war die Reaktion auf das Zugangserschwerungsgesetz. Über den damit errungenen Erfolg sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es sich nur um einen Sieg auf der Ebene der methodischen Behandlung von Kinderpornographie handelt. Auf der Ebene der Definition von Kinderpornographie (und Jugendpornographie – § 184c StGB) kann man noch andere Baustellen aufmachen. Vielleicht sollte man das auch, wenn man sich so anschaut, wie oft in anderen Ländern Internetseiten fälschlicherweise als kinderpornographisch eingestuft wurden (Deutschland führt darüber wohl wie üblich keine Statistik).

    Nebenbei frage ich mich ja, wo Rick Kinderpornographie als „gut“ befunden hat und wer hier die „eindeutig kriminelle Handlung“ definiert – das gesunde Volksempfinden etwa? Oder der Gesetzgeber? Dann sollte man mal einen Blick ins alte StGB werfen und schauen, was da mal so alles „eindeutig kriminell“ war.

  16. Brand schrieb am

    Gut das ihr euch schon von Anfang an davon distanziert, gebt den anderen Parteien keinen Grund euch damit rein zu ziehen. Natürlich ist und bleibt Kinderpornografie kriminell und muss weiter verfolgt werden. Rick hat mit dieser Äußerung zwar ordentlich *!%&# gebaut, was auch daran liegt das Kinderpornografie ein Thema ist welches schnell (wie schon in einer anderen PM gesagt) „Möchtegernentsetzen“ auslöst aber man sollte ihn trotzdem nicht aus der Politik „verbannen“. Kinderpornografie in diesem Fall als Totschlagargument zu verwenden, wie es andere tun, ist auch hier nicht angebracht. Eine neue „Auflage“ des entsprechenden Gesetzes wäre aber sicher gut. Man sollte über die Lage nachdenken und nicht vorschnell handeln, Rick persönlich damit anzugreifen ist in jedem Fall KEINE LÖSUNG.

    • Patrick schrieb am

      Die Distanzierung ist bestenfalls eine hochpeinliche Panikreaktion und demonstriert eindrucksvoll wie Recht Rick Falkvinge mit seinem Vorstoss hat.

      • PiratenFuchser schrieb am

        Falkvinge schadet der Piratenpartei, denn die Freiheit des Internets ist niemals die Freiheit die Menschenrechte anderer zu untergraben z.B. durch eine Legalisierung von KipO.

        • Ben schrieb am

          Vielleicht solltest du nochmal nachlesen was er geschrieben hat, dann denken, dann mit der derzeitigen Situation vergleichen, dann nochmal denken, dann vielleicht verstehst du was er sagen wollte.

  17. Orient schrieb am

    „Die Freiheit des Internets kann nicht damit erkämpft werden, dass eine eindeutig kriminelle Handlung für gut befunden wird.“

    Ich kann es kaum glauben was ich da lese. Mit solchem Denken braucht man ja gar nicht mehr Politik machen, da man dann bestehende Gesetze sowieso nicht mehr in Frage stellt. Warum nicht gleich den Kanzler zum König machen?
    Wenn etwas „legalisiert“ wird, ist es NICHT mehr „kriminell“.
    Des Weiteren kann ich einfach nur sagen, dass Rick Falkvinge recht hat. Das Verbot des Besitzes von Kinderpornografie verursacht mehr Schaden als es Gutes tut. Insbesondere da es ja garnicht mehr nur um Kinderpornos geht. In vielen Ländern wurde dieses Verbot längst ausgeweitet auf alle Bilder von unter 18 Jährigen, die bekleidet in „unanständiger“ Haltung abgebildet sind. Nach Falkvinge ist in Schweden selbst das Ansehen selbst u. U. strafbar. Auch ist seine Argumentation, dass die Verfolgung von Kindesmissbrauch durch dieses Verbot erschwert wird, vollkommen nachvollziehbar. Als Beispiel dafür gibt er an, dass in Schweden einer Mutter der Prozess gemacht wurde, weil sie auf Rat Ihres Anwalts Videoaufnahmen ihrer Kinder gemacht hatte, um zu beweisen, dass der Vater der Kinder diese sexuell missbraucht.

  18. @anon schrieb am

    Danke auch an Anon.
    „in meiner beruflichen Laufbahn als Kriminalbeamter“
    Sollte das stimmen, müsste ich meine Vorurteile ja doch noch ändern…

    – Lolicon
    – Scheinminderjährigkeit
    – Selbsterstellte verbotene Pornographie
    – Einvernehmlich entstandene Kinder- und Jugendpornographie (Softcore)

    Ich glaube, dass es da im Gegensatz zu „dokumentiertem Missbrauch“ Diskussionsbedarf gibt. Ich hoffe, dass in 10 Jahren genug 3D-KiPo auf dem Markt ist und die Gesellschaft akzeptiert, dass man die Neigung hat, damit umgehen sollte, aber keine realen Kinder mißbrauchen muss. Pädos ticken vielleicht anders, aber es ist kein Ticken einer Zeitbombe!

  19. Tilman Baumann schrieb am

    Na toll. Was ist durch diese Mitteilung gewonnen worden?
    Außer das hier Rick falsche Vorwürfe gemacht wurden und anderweitig sachlich ins Klo gegriffen wurde was das doch nichts wert.

    Leider hat diese völlig überflüssige Meldung auch einen anderen Effekt. Hier wird eine Diskussion im Keim erstickt die durchaus wert ist geführt zu werden.

    Nichts erreicht, viel kaputt gemacht.

  20. akurei schrieb am

    Ich schließe mich mit dem Dank an @anon / #1 an.

    Erst kommen keine Pressemitteilungen zu wichtigen Themen [1], und dann kommt SO eine Pressemitteilung.
    Mich beschleicht das Gefühl als hätten Bernd Schlömer und Stephan Urbach entweder den Artikel von Falkvinge gar nicht gelesen, oder (noch peinlicher) gar nicht den Inhalt verstanden.
    Erscheint mir ein Beißreflex zu sein, bloß nicht mit Kinder“pornografie“ in Verbindung gebracht zu werden.

    Von „meiner“ Piratenpartei von 2009, in die ich gern eingetreten bin und bei der ich mich für jeden kleinen Erfolg gefreut habe, ist nicht mehr viel übrig geblieben =(

    [1] Ich zitiere Fefe:
    „Wartet hier noch jemand auf eine Presseerklärung oder coole Aktion der Piraten zum Verfassungsgerichtsurteil? Zum Berliner Flughafen vielleicht? Zu McAllisters Selbstgesprächen? Zu dem Gema-Ding mit den „mafiösen Strukturen“ hätte man auch was machen können. Oder wie wäre es mit Trapwire? Das BGH-Tauschbörsen-Urteil?“
    http://blog.refefe.de/?ts=aed0518b

  21. anonymous schrieb am

    so ein bastard wie kommt der auf die idee sowas öffentlich zu sagen oder mitzuteilen er sollte aus der partei ausgeschlossen werden !!!

    • Ben schrieb am

      Les bitte mal was er geschrieben hat. Genau solche Leute mit Beißreflexen die nicht selber denken können brauchen wir nicht in der Partei, nicht Leute die tatsächlich noch das Piratenideal vertreten und Sachen, kritisch und sachlich hinterfragen.

    • 3lric schrieb am

      Wie kommen sie zu der Annahme, dass Herr Falkvinge unehelich geboren wurde?
      Aus der Partei ausschließen? Mit welcher Begründung?
      Der Kommentar hat in etwa den gleichen Aussage- und Stellenwert wie das Reflexartige „Jeder vergewaltiger muss sterilisiert werden“ sobald mal wieder was passiert ist (gibt ja niemals Fehlverurteilung und falsche Anschuldigungen).
      Mich gruselt es bei dem Gedanken, Leute wie sie könnten jemals eine wie auch immer geartete Entscheidungsgewalt inne haben.

  22. Oliver schrieb am

    Denkverbote sind ja bei uns auch nichts Neues. Die Diskussion um die Leugnung des Holocausts ging in eine ähnliche Richtung: Die Diskussion, die ja durchaus als Ergebnis in dem Konsens münden kann, der momentan gesellschaftlich gilt, wird vermieden, weil man sowas ja nicht denken – oder diskutieren – darf. So verhält sich die CDU.

    • Knauser schrieb am

      Die Menschenrechte von Kindern, da gibt es für mich nichts mehr zu diskutieren !

      • Ben schrieb am

        Sehr gut, da gibt es nichts zu diskutieren, denk doch mal an die Kinder. Was ist denn das für eine unpirate Einstellung. Es gibt eben genug und viel zu diskutieren, da der aktuelle Zustand einfach der Sache, den Kindern zu helfen, nicht dienlich ist und eigentlich verbessert gehört. Aber genau wegen solchen Denkverboten, die er anspricht und du forderst kommen wir nicht weiter.

  23. Pingback: The Rise and Fall of Captain Falkvinge | unit for geekness [extinct in the wild]

  24. Pingback: Ich brauche die Piratenpartei nicht | zeitrafferin

  25. Karl Koch schrieb am

    Stephan Urbach disqualifiziert sich mit seiner Aussage ja wohl erst Recht. Er zeigt damit, dass er entweder Falkvinges Artikel nicht komplett gelesen hat oder ihn überhaupt nicht verstanden hat.

    • Piratenbasis1 schrieb am

      Stephan Urbach gehört ja mittlerweile zur Piraten-Elite, der sich berufen fühlt, zu jedem Thema seine Geistesblitze nicht nur absondern zu dürfen, sondern geradezu verpflichtet zu sein, die unwissende Gemeinde zu erhellen. Vorzugsweise in Ein-Wort-Tweets oder, wie oben, 80-Wort-Beiträgen, in denen er die Welt erklärt. Danke, Stephan Urbach, für die systematische Zerstötung der Piraten-Grundwerte durch Selbstdarsteller wie Dich. Piraten als Polit-Big-Brother.

    • Knauser schrieb am

      Doch er hat ihn verstanden und er setzt sich für die Rechte von Kindern ein anstatt diese wie Falkvinge mit den Füßen zu treten !

    • Sylvia schrieb am

      Oder aber er hat sich tatsäächlich Gedanken darüber gemacht und ist zu einer anderen Position als einer gekommen.

    • Piratenbasis1 schrieb am

      Stephan Urbach gehört ja mittlerweile zur Piraten-Elite, der sich berufen fühlt, zu jedem Thema seine Geistesblitze nicht nur absondern zu dürfen, sondern geradezu verpflichtet zu sein, die unwissende Gemeinde zu erhellen. Vorzugsweise in Ein-Wort-Tweets oder, wie oben, 80-Wort-Beiträgen, in denen er die Welt erklärt. Danke, Stephan Urbach, für die systematische Zerstötung der Piraten-Grundwerte durch Selbstdarsteller wie Dich. Piraten als Polit-Big-Brother.

  26. Michael Brauner schrieb am

    Betroffensheitstheater habe ich bei anderen Parteien zur Genüge erlebt, soetwas wünsche ich mir nicht von der Piratenpartei in Deutschland. Die ganze Moralistenkeule von Herrn Urbach dient hier nicht einer sachlichen Auseinandersetzung, sondern versucht ein Nachdenken und Hinterfragen zu verhindern.
    Ein simples „Wir als Piratenpartei Deutschland können die Position Falkvinges so nicht unterstützen“ hätte erstmal genügt, gerne garniert mit ein paar mehr Argumenten warum und wieso, die belegen, dass Falkvinges Artikel auch wirklich gelesen, durchdacht und verstanden wurde. Momentan wirkt es auf mich wie purer Aktionismus. Den überlasst doch bitte anderen.

  27. Martin Schröder schrieb am

    Lieber Vorstand, warum seid ihr eigentlich in dieser Partei, wenn ihr PMs schreibt, die auch von der SPD kommen könnten? Warum habt ihr Angst, euch mit dem Thema auch mal inhaltlich auseinanderzusetzen? Geht doch bitte in die anderen Parteien, wenn ihr soviel Angst vor einem sachlichen Diskurs zu diesem Thema habt – aber versucht nicht, für die Piratenpartei Deutschlands in irgendein Parlament zu kommen.

  28. Warum nicht? schrieb am

    WOW da hat sie uns ja wieder, diese widerliche KiPo-Keule und wir PIRATEN nutzen es auch gleich um wieder kopfüber und mit Anlauf in die gelegten Fettnäpfchen zu springen-Schade!
    .
    Natürlich musste der BuVo SOFORT eine PM machen, das ist absolut richtig und alles andere wäre auch unverantwortlich gewesen!!!, doch ist es ja nicht die, eigentlich ganz gute, PM die nun wieder Kritik hervorbringt sondern einzelne Aussagen darin.
    .
    Absatz1: … begibt sich der schwedische Piratenpartei-Gründer Rick Falkvinge nach Ansicht der Piratenpartei Deutschland ins Abseits
    Dazu hat der anon ja schon prima kommentiert-THX!
    .
    Absatz2: »Persönlich empfinde ich es als Affront gegen meine……
    Ich persönlich habe auch meine eigenen Gedanken zu allem Möglichen und finde Vieles irgendwie, aber ich schreibe das nicht in eine PM einer politischen Partei schon gar nicht bei uns, bei den PIRATEN – und schon gar nicht gegen den *Erfinder*, aber es scheint in Mode zu kommen gegen seine Helden von gestern zu agieren, so wie Domscheid-Berg gegen Assange-Bernd und Stephan nun gegen Falkvinge?! Sonst ist der Absatz ja gut.
    .
    Absatz3: …Falkvinge hat sich mit diesen Aussagen als ernstzunehmender politischer Akteur disqualifiziert.«
    Stephan, eigentlich ein klasse Absatz, doch nach diesem Satz hätte der Punkt-Punkt bleiben müssen! „Sie ist nicht mit den Werten der Piratenpartei(Deutschland) zu vereinbaren.“. Für den letzten Satz greift ebenso mein Kommentar von Absatz2.
    .
    Ich hätte mir eine *professionellere* PM, besonders bei diesem Thema gewünscht, aber ich begrüsse nochmal die schnelle Reaktion des BuVo, denn Eines ist absolut unumstritten, ein Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen ist mit aller Macht zu bekämpfen, doch darf alleine das blosse Wort KiPo nicht dazu führen, dass der Verstand allerseits ausgeschaltet wird. Es langt ja schon, dass gewisse Medien, mit gewissen Zielen, mit dieser Keule auf uns einschlagen, doch warum distanziert ihr euch nicht gleichermassen gegen solche Artikel sondern schlagt nun eurerseits gegen Rick!?
    .
    Schöner wäre es gewesen sich klar zu distanzieren, auch von der Aussage von Rick, das aber auch zu relativieren eben mit dem Hinweis der völlig unterschiedlichen Rechtslage und das der Rick ja halt immer ein in seinen Aussagen sehr radikaler Vordenker ist usw. anstatt ihn nun zu ächten.
    Wie gesagt Wikileags lässt grüßen.

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