Piratenpartei Deutschland feiert 6. Geburtstag

Die Piratenpartei Deutschland wird heute sechs Jahre alt. Am 10. September 2006 trafen sich 53 zukünftige Parteimitglieder im Berliner Hackerspace »C-Base« zur offiziellen Gründungsversammlung – unter ihnen der heutige Fraktionsvorsitzende der Berliner Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus, Andreas Baum. Heute zählt die Partei deutschlandweit fast 34.000 Mitglieder. Für September 2013 streben die PIRATEN den Einzug in den Bundestag an. Sebastian Nerz, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland, reflektiert das Engagement und den Erfolg der noch jungen Partei:

»Wir sind noch nicht erwachsen. Doch ist es ja gerade der jugendliche Enthusiasmus, der bereits so oft der Geschichte zu einem Sprung nach vorn verhalf. Wir blicken auf sehr engagierte, anstrengende aber auch produktive und erfolgreiche sechs Jahre politischer Arbeit zurück. Jetzt arbeiten wir hart an Inhalten und Strukturen, um 2013 auch auf Bundesebene politische Verantwortung zu übernehmen.«

»Wenn unsere Mitgliederzahlen sich so weiter entwickeln wie im letzten Jahr, erreichen wir  bald die Mitgliederzahl von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Das zeigt uns, dass unsere Politik bei den Menschen angekommen ist und Unterstützung erhält«, ergänzt Sven Schomacker, Generalsekretär der Piratenpartei Deutschland.

Die deutsche Piratenpartei entstand nach dem Vorbild der schwedischen „Piratpartiet“, die sich bereits am 1. Januar 2006 gegründet hat. Neben der Piratenpartei Schweden und der im Juli 2006 gegründeten Piratenpartei Österreich zählt die Piratenpartei Deutschland international zu den drei ältesten Piratenparteien. Im Frühjahr 2009 erregten die PIRATEN in der Debatte um das von Ursula von der Leyen geplante Zugangserschwerungsgesetz Aufsehen und erhielten einen starken Zuwachs an Mitgliedern. Die Wochenzeitung DIE ZEIT bezeichnete das Gesetzesvorhaben und den Protest als »das Erweckungserlebnis der Opposition im Internet.« Seit dem 28. Juni 2009 hat die Partei in allen 16 Bundesländern Landesverbände und seit Mai 2012 ist sie in vier Landesparlamenten in Fraktionsstärke vertreten. (Vgl: Pressemappe BUND).

 

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Kommentare

8 Kommentare zu Piratenpartei Deutschland feiert 6. Geburtstag

  1. lolcat schrieb am

    Höhö, 6 Jahre da und noch immer keine Weblinks setzen können.

  2. Marco Ludwig schrieb am

    Das ist genau das zarte Kindesalter, auf das wohl der schwedische Parteimitbegründer Rick Falkvinge steht, der sich jetzt für die Legalisierung des Besitzes von Kinderpornos einsetzt. Wenn sich die deutschen Piraten nicht davon deutlichst distanzieren hoffe ich, dass Ihr den 7. Geburtstag nicht mehr feiern könnt. Das ist wirklich ungeheuerlich.

  3. Grimnir schrieb am

    Die Piratenpartei hat sich in den vergangenen 6 Jahren in einem bemerkenswertem Tempo entwickelt. Im Unterschied dazu erzählt ihr Gründer Rick Falkvinge heute noch denselben Mist, den er schon vor 6 Jahren erzählt hat und wegen dem er die Piratenpartei überhaupt gegründet hat. Aber zum Glück sind solche unpolitischen Nerds auch in der Piratenpartei nur noch eine Randgruppe. Die Richtung wird von politisch ambitionierten Persönlichkeiten wie Christoph Lauer, Klaus Peukert und Johannes Ponader vorgegeben. Sehr weise war auch, sich aus der ESM-Debatte weitgehend rauszuhalten. Die Linkspartei, die Freien Wähler und die Partei der Vernunft haben sich sehr weit aus dem Fester gelehnt und sich sogar mit rechten Rattenfängern verbündet. Ihr seid jedoch vernünftig geblieben und habt euch damit für die etablierten Parteien als möglicher künftiger Koalitionspartner empfohlen. Zu guter Letzt habt ihr euch durch euer bedingungsloses Bekenntnis zum bedingungslosen Grundeinkommen als die Partei mit dem am gründlichsten durchdachten wirtschafts- und sozialpolitischen Programm erwiesen. Daher habt ihr euch eine Geburtstagsfeier nach Art anständiger Piraten redlich verdient. Ob es eine 7. Geburtstagsfeier geben wird, hängt möglicherweise vom genauen Termin der Bundestagswahl ab.

  4. Pingback: Wer wählt die Piraten wirklich? | Inga Methling

  5. Perestroika schrieb am

    6 Jahre als Partei auf dem Papier und immer noch keine inhaltlichen und programmatischen Aussagen. Sehr schwacher Dauerstart in die Bedeutungslosigkeit.

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