Weltalphabetisierungstag: PIRATEN weisen auf Analphabetismus in Deutschland hin

Bild: Tobias M. Eckrich

Rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als funktionale Analphabeten [1]. Sie können auch einfache Texte weder schreiben noch verstehen. Aufgrund dieser Defizite sind Analphabeten aus wesentlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Bildung und Kultur ausgeschlossen. Zum Weltalphabetisierungstag am 8. September fordert die Piratenpartei Deutschland deshalb verstärkte Investitionen in Hilfs- und Bildungsangebote für Analphabeten.

»In einer Welt, die zunehmend digitalisiert wird, ist es unabdingbar, lesen und schreiben zu können. Schon jetzt werden Menschen wegen ihrer unzureichenden Fähigkeiten aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Dieser Prozess wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen, wenn das Schulsystem nicht grundlegend reformiert wird«, so Julia Schramm, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.

Derzeit liegt Deutschland im Vergleich der Alphabetisierungsquoten unter den hochentwickelten Ländern auf Platz 22. Für die Piratenpartei Deutschland ist das Thema Bildung nicht nur eines der Kernthemen, sondern programmatisch sogar das umfangreichste Gebiet.

»Eine besondere Schlüsselrolle bei der Alphabetisierung nimmt die frühkindliche Bildung ein. Es ist dringend geboten, diesen Bereich sehr viel stärker auszubauen. Maßnahmen wie das Betreuungsgeld, das die Eltern davon abhält, ihre Kinder möglichst früh einer Bildungsteilhabe zukommen zu lassen, sind daher strikt abzulehnen«, ergänzt Julia Schramm.

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Kommentare

6 Kommentare zu Weltalphabetisierungstag: PIRATEN weisen auf Analphabetismus in Deutschland hin

  1. abhijay schrieb am

    haben wir eigentlich ein grundsatzprogramm in leichter sprache? ich finde nur auf landesebene etwas (nrw), nicht aber im bund. das wäre eine wichtige geste in dieser angelegenheit.

    • Sylvia schrieb am

      Es ist angedacht, aber ich habe leider keine Informationen über den Stand. Angedacht ist es auch für das Wahlprogramm zur Bundestagswahl.

  2. DrBolle schrieb am

    Es ist unfassbar, dass es in diesem Land noch Eltern gibt, die ihre Kinder tatsächlich selbst erziehen und somit der wertvollen frühkindlichen Staatserziehung vorenthalten wollen, die sie dort von umfassend umgeschulten Langzeitsarbeitslosen erhalten. Bio-deutsche Kleinstkinder haben bei Erziehung in ihrem Elternhaus darüber hinaus keine Gelegenheit, frühzeitig Kenntnisse der türkischen, kurdischen oder arabischen Sprache zu erwerben – ein fataler Mangel, der die Kinder der deutschen Minderheit jeglicher Chancen in unserer zukünftigen bunten Republik Deutschland beraubt. Um so erfreulicher, dass eine kompetente Kinderpsychologin und Familienpolitikerin wie Julia Schramm im Namen der Piratenpartei auf diesen Umstand aufmerksam macht.

  3. Ralph schrieb am

    Entschuldigung, ich verstehe das nicht,

    könnte mir das jemand mal erklären ?

    Glaubt Ihr wirklich, Eltern würden Ihre Kinder schlechter informieren als der Staat ?

    Wenn ja, welche Eltern würden dies gut tun, welche Eltern würden die schlecht tun ?

    Wo gibt es den Eltern – Test, vielleicht in der Zeitschrift „ELTERN“ ?

    Halloo ? Gehts noch ?

    Beste Grüße Ralph

  4. Mirko schrieb am

    7,5Mio ? wusste gar nicht das wir hier soviele Abgeordnete und Beamte haben. Vlt sollte man mal an weiterbildungsmaßnahmen denken oder Auffrischungskurse.

  5. Turboheizer schrieb am

    Das ist so gewollt. Dumme Bürger lassen sich am besten regieren.Ja, unsere Politik will einen Zweiklassenstaat.
    Und nur wir Bürger haben noch nicht begriffen wohin der Weg geht.
    Deshalb wählt CDU, FDP und SPD. Diese Parteien sind gerade dabei den Zweilklassenstaat zu installieren.
    Nur noch kluge Reiche und mindestens 2/3 als Dumme Arme. Da lacht der Merkel das Herz.

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