Steigende Umsätze mit Musik-Downloads zeigen: Geschäftsmodelle im Netz funktionieren

Die Umsätze der Musikindustrie mit Musik-Downloads aus dem Netz steigen stark, während die von Branchenvertretern oft postulierten Umsatzeinbrüche ausbleiben. Die Piratenpartei sieht sich damit in ihrer Forderung nach neuen Geschäftsmodellen für die digitale Welt bestätigt und fordert, die Kriminalisierung der Kunden zu beenden. Dies betrifft sowohl die Forderung nach Warnhinweismodellen wie dem französischen HADOPI als auch das Ende der Abmahnverfahren.

»Die aktuellen Wachstumszahlen zeigen, dass moderne digitale Geschäftsmodelle von den Konsumenten angenommen werden. Dies gilt es auch in anderen Branchen wie zum Beispiel der Filmindustrie auszubauen, die besonders lautstark die restriktive Verfolgung von Filesharing fordern«, kommentiert Bruno Kramm, Beauftragter für Urheberrecht der Piratenpartei Deutschland.

Laut Media Control stiegen die Verkäufe der Musikbranche in der Sparte der digitalen Einzeltitel im ersten Halbjahr um ganze 32 Prozent, bei den gekauften Digitalalben sogar um 35 Prozent. Ebenfalls lassen die ersten Prognosen der gerade erst etablierten Streaming-Dienste ein Plus erwarten und bestätigen damit die Ansicht der PIRATEN, dass die rückläufigen Verkaufszahlen in der Unterhaltungsbrache der vergangenen Jahre in den mangelhaften und oft nicht vorhandenen Angeboten begründet liegen. Dass alte Angebotsmodelle immer weniger akzeptiert werden, zeigt auch der weitere Rückgang der Umsätze von Musik-CDs um mehr als 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

»Wenn der Bundesverband der Musikindustrie weiterhin restriktive Warnhinweismodelle fordert und das Filesharing dämonisiert, zeigt das sowohl die grenzenlose Gier als auch das mangelhafte Verständnis von Bürgerrechten und Privatsphäre in der Informationsgesellschaft«, kritisiert Kramm.

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